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Test zu Heave Ho - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Heave Ho
  • USA USA: Heave Ho
  • Japan Japan: Heave Ho
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
29.08.2019
Vertrieb
Devolver Digital
Entwickler
Le Cartel Studio
Genre
Action, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 4 - Online: 0
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Ein kooperativer Spaß für vier Personen

Von Ilja Rodstein () Kennt ihr das? Ihr feiert eine Party, irgendwie wollen sich alle nicht miteinander unterhalten und man möchte die vielen Leute mit etwas beschäftigen. Schaut man auf die Nintendo Switch, so gibt es viele Titel, wie Mario Kart 8 Deluxe oder auch Super Mario Party, die auch unerfahrene Gamer beschäftigen können. Doch gibt es auch Alternativen, die ebenfalls leicht zu erlernen sind? Dazu gehört definitiv Heave Ho, denn die Spieler müssen sich nur zwei Tastenbelegungen merken.

Wie kriegen wir das Ei nach rechts zum Ziel? © Devolver Digital

In Heave Ho spielt ihr in einer zweidimensionalen Spielwelt bis zu vier Kreaturen, die jeweils nur zwei Hände zur Verfügung haben. Mit den Händen können sich die Figuren an beliebigen Oberflächen festhalten. Mit dem Analog-Stick balanciert ihr dabei den Körper, sodass ihr euch beispielsweise mit dem zweiten Arm ein anderes Objekt krallen könnt. Mit der richtigen Balance könnt ihr euch sogar zu anderen Objekten schwingen und diese greifen.

Auch wenn sich das Spiel theoretisch sehr einfach anhört, ist es alles andere als das. Meistens müsst ihr One-Screen-Level bestreiten, wobei es einfach nur darum geht das Ziel zu erreichen. Wie ihr das macht ist eure Sache, nicht selten gibt es mehr als eine Möglichkeit das Level abzuschließen. Im Solo-Modus müsst ihr allein das Ziel erreichen. Ihr dürft einen von neun leichten und neun schweren Parcours auswählen, die sich jeweils aus mindestens drei Leveln zusammensetzen. Ihr habt zwar kein Zeitlimit, die Zeit wird trotzdem aufgenommen und die Rekorde lokal notiert, eine Online-Rangliste gibt es leider nicht.

Ein großer Spaß zu viert

Die Parcours werden im späteren Spielverlauf wirklich sehr schwer und so könnte dies teils sehr frustrierend werden. Nach 10 Minuten hat das Spiel aber einen Anti-Frust-Mechanismus eingebaut, denn es bildet sich ein ganz leichter Weg, den ihr problemlos hinbekommt und so das Level überspringen könnt. Diese praktische Funktion hat mir nicht nur einmal weitergeholfen. Die Level sind insgesamt sehr abwechslungsreich. Die einzelnen Parcours sind thematisch unterschiedlich und beinhalten manchmal ein bestimmtes Element, welches in den Leveln des Parcours nach und nach eingeführt wird. So gibt es beispielsweise einen Parcours, der Stacheln einführt. Dabei lernt ihr im ersten Level, dass Stacheln alles andere als gut sind und erhaltet dann in weiteren Leveln dieses Parcours schwerere Herausforderungen, bei denen es schwerer ist, die Stacheln zu umgehen.

Je mehr Spieler, umso größer der Spaß. © Devolver Digital

Den größten Spaß hat der Titel aber im kooperativen Modus. Mit bis zu vier Spielern – und ich empfehle euch das Spiel wirklich zu viert zu spielen – spielt ihr teilweise in den gleichen Leveln wie im Einzelspielermodus, teils aber in speziellen für den Mehrspielermodus kreierten Leveln. Alle vier Spieler müssen dabei das Ziel erreichen und dies ist gar nicht mal so einfach. Meiner Meinung nach hätte der Mehrspielermodus nur aus speziell kreierten Leveln bestehen müssen, denn die Level, die aus dem Einzelspielermodus übernommen wurden, benötigen kein kooperatives Gameplay, daraus folgt, dass jeder Spieler für sich allein das Ziel erreicht.

Die für den Mehrspielermodus geschaffenen Level sorgen wirklich für einen großen Spielspaß. Manchmal müssen die einzelnen Spieler auch eine Kette bilden, um weit entfernte Objekte zu erreichen. Mit viel Schwung können auch einzelne Spieler die Kette loslassen und weit entfernte Objekte nach einem kleinen Flugmanöver erreichen. Die Steuerung in diesem Spiel ist wirklich präzise, doch gar nicht so einfach zu kontrollieren. Dies sorgt für einen sehr großen Spielspaß und für viele Lacher beim Publikum. Denn auch wenn dieses Spiel mit maximal vier Spielern gespielt werden kann, fühlen sich die restlichen Zuschauer im Raum gut unterhalten. Jeder unabsichtliche Tod eines Spielers sorgt für sehr witzige Momente und auch wenn sich Spieler anschreien, wer mit welchem Arm das Objekt greifen soll beziehungsweise welcher Arm das Objekt loslassen soll, ist es sehr lustig.

Das perfekte Partyspiel

Im kooperativen Modus könnt ihr auch eine Münze einsammeln. Die Münze muss ein Spieler greifen und bis zum Ziel bringen. Ob ihr die Münze ins Ziel werft oder tragt ist eure Entscheidung. Lasst ihr die Münze fallen, ist es nicht schlimm, sie taucht wieder an der vorgesehenen Stelle auf. Mit den Münzen könnt ihr im Hauptmenü über eine Slot-Maschine zufällige Kostüme freischalten. Diese sind sehr abwechslungsreich und sorgen für ein gewisses Erkennungsmerkmal bei den einzelnen Charakteren. Vor Beginn jedes Spiels darf sich jeder Spieler seinen Charakter erstellen. Dabei dürfen Hautfarbe, Kostüme, Gesichtsausdruck und mehr ausgewählt werden.

Kleine Minispiele lockern das Spielprinzip auf. © Devolver Digital

Gelegentlich spawnt ein goldener Faden an einer beliebigen Stelle. Schafft ihr es diesen in einer kurzen Zeit zu erreichen und an diesem zu ziehen, startet ein kleines, zufälliges Minispiel. In diesem könnt ihr zusätzliche Münzen verdienen. Die Minispiele sind abwechslungsreich, doch tritt ein Minispiel ein zweites Mal auf, langweilt es eher den Spieler.

Grafisch ist das Spiel sehr simpel aufgebaut, was auch völlig in Ordnung ist. Die Level sind bunt, allerdings sehr simpel gehalten, dadurch kann das gute Level-Design umso mehr herausstechen. Wenn ihr möchtet, tragen die Charaktere unterschiedlich farbige Handschuhe, sodass ihr auch deutlich erkennen könnt zu welcher Taste die jeweilige Hand zuzuordnen ist. Die Hände sind allerdings etwas zu klein geraten, sodass ihr bei einem kleineren Bildschirm Probleme haben könntet, die Hände zu erkennen. Der Soundtrack schwankt sehr stark in der Qualität. Jeder Parcours hat einen eigens kreierten Soundtrack. Einige Musikstücke nervten auf Dauer so sehr, dass ich sogar den Fernseher leise stellen musste.

Redaktionswertung

8

Spiele-Hit

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Unser Fazit zu Heave Ho

Meinung von Ilja Rodstein
Heave Ho ist wirklich großartig, aber auch nur, wenn ihr wirklich zu viert spielt. Sind mehr als vier Personen im Raum, ist es nicht schlimm, denn auch für den Zuschauer ist dieses chaotische Geschicklichkeitsspiel höchst unterhaltsam. Seid ihr Solo-Spieler, kann ich euch dieses Spiel eher weniger empfehlen, man merkt, dass es eher für den Mehrspielermodus ausgelegt wurde. Das gute an Heave Ho: Es ist so einfach zu erlernen, der Spieler braucht weniger als fünf Minuten, um die Steuerung einigermaßen drauf zu haben und so in die spaßigen Partien einzusteigen. Für einen Preis von unter 10 € kann man sich bei dem Titel wirklich nicht beschweren.
Mein persönliches Highlight: Die Lacher, wenn ein Spieler unabsichtlich in den Abgrund fliegt

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