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Test zu Daemon X Machina - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Daemon X Machina
  • USA USA: Daemon X Machina
  • Japan Japan: Daemon X Machina
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
13.09.2019
Vertrieb
Nintendo
Entwickler
Marvelous
Genre
Action, 3D
Spieleranzahl
Lokal: 4 - Online: 4
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Ich und mein Mech

Von Max Kluge () Daemon X Machina präsentiert euch eine finstere Zukunftsvision, in der ein Teil des Mondes auf die Erde gefallen ist und somit den sogenannten „Oval Link“ geformt hat. Hierbei handelt es sich um ein Areal, in dem sich große Maschinenwesen, die „Immortals“ aufhalten, die alles daran setzen, die Menschheit zu zerstören. Mit den Immortals wurde zudem sämtliche künstliche Intelligenz im Oval Link korrumpiert und ist den Menschen nun feindlich gesinnt. Ihr übernehmt die Rolle eines Rekruten, der einen „Arsenal“, einen Kampfroboter, steuert und mit diesem diverse Aufträge erfüllt, die die Immortal-Plage ein für alle Mal beseitigen sollen.

Einige Gebäude in Daemon X Machina sind zerstörbar und stürzen während der Gefechte mit der korrumpierten AI ein. © Marvelous

So interessant die Prämisse von Daemon X Machina auch ist, das Spiel präsentiert euch eine sehr seltsame Narrative. Ihr werdet als Rekrut quasi gleich ins Geschehen geworfen, ohne überhaupt zu wissen, was überhaupt passiert. Das, was ich eben zur Ausgangssituation der Welt des Titels beschrieben habe, wird euch nicht erklärt. Diese Informationen müsst ihr entweder schon haben, weil ihr Trailer geschaut habt, oder euch Informationen durchgelesen habt. Das ist für ein Spiel dieses Formats nicht nur ungewöhnlich, sondern auch unheimlich schade, da man den Zugang zur interessanten Spielwelt so nur sehr schwer findet.

Weiter geht es mit den Konsortien und den Söldnertruppen. Die sogenannten „Reclaimers“, also diejenigen, die den Oval Link von den Immortals und der korrumpierten AI befreien sollen, bekommen ihre Aufträge von verschiedenen Konzernen und gruppieren sich wiederum in unterschiedliche Gemeinschaften. Das Problem ist: Genau wie die Spielwelt an sich werden diese überhaupt nicht eingeführt. Ihr habt somit keinerlei Ahnung, wofür das Konsortium „Zen“ eigentlich steht, welche Werte es vertritt oder welches Ziel es verfolgt. Das Gleiche bei den Söldnergruppierungen: Immer wieder tauchen Begriffe wie „Bullet Works“ oder „Western VII“ auf, die ihr zwar mit der Zeit lernt, irgendwie einzuordnen, aber nur schwer eine Beziehung zu ihnen aufbaut.

Das liegt vor allem daran, dass ihr während des Handlungsverlaufs immer wieder mal gegen andere Söldner kämpfen müsst. So verliert ihr komplett den Überblick, wer nun eigentlich euer Feind ist und wer euer Freund – was im Endeffekt sogar interessant wäre, würde man wissen, welche Ziele die verschiedenen Gruppierungen verfolgen und dessen Handeln somit nachvollziehen könnte. Hier kommt ein weiteres Problem hinzu: Die Geschichte des Spiels betreibt massives „Foreshadowing“, was sich allerdings einfach immer wieder im Sand verläuft. Will meinen: Eine bestimmte Söldnergruppe scheint etwas Besonderes zu planen und es wird etwas Großes in den Dialogen angedeutet, aber dann passiert sehr lange einfach nichts, was besonders in der Mitte der Handlung zu einer langen Durststrecke führt.

Der Spieleinstieg ist holprig und erfordert von euch allerhand Eigeninitiative

Zudem scheinen die Aufträge, die ihr erledigen müsst, sehr zufällig zu sein und bilden erst gegen Ende hin einen roten Faden, der die Handlung vorantreibt. Jede Mission steht somit irgendwie für sich selbst und präsentiert eine Facette aus dem Leben des Reclaimers. An sich ist das ebenfalls ein ganz interessantes Konzept, aber die Übersicht über das, was ihr eigentlich tun müsst und was euer nächstes Etappenziel ist, bleibt leider sehr auf der Strecke. Eine Sache die ebenfalls stört, ist, dass einem die ganze Zeit von den anderen Söldnern erzählt wird, man solle sich wohl überlegen, ob man eine Mission annimmt oder nicht. Problem an der Sache: Das Spiel lässt euch zu keinem Zeitpunkt die Chance, einen Auftrag abzulehnen. Das schreit einfach sehr laut nach verschenktem Potenzial.

Vor jeder Handlungsmission beratschlagen sich die verschiedenen Charaktere, ob sie den Auftrag annehmen oder nicht. © Marvelous

Falls ihr all diese Kritik nun gelesen habt, wird euch eine Sache vermutlich verwundern: In meinen Augen macht Daemon X Machina viel Spaß, auch, wenn es seine Ecken und Kanten hat. Und das hat verschiedene Gründe. Zuallererst sollte man wohl die Optik des Spiels erwähnen. Diese kommt in einem Cel-Shading-Look daher und sieht sehr stimmig aus. Von den Explosionen, bis hin zu den seltsam wirkenden technologischen Strukturen, in dessen Schatten ihr euch bewegt, fühlt sich hier alles sehr konsistent an. Besonders lobend zu erwähnen sind zudem die sehr abwechslungsreichen Umgebungen. Mal kämpft ihr im tiefen Schnee, ein anderes Mal in einer Wüste, oder in einem Wald. Die Farbpalette wechselt hier sehr oft die Farben und bringt somit eine sehr hohe Varianz mit sich. Zudem präsentiert sich das Spiel in einer durchaus sehr stabilen Framerate. Tummeln sich wirklich viele Feinde auf dem Bildschirm, bricht diese zwar manchmal kurz ein, das ist aber wirklich die Ausnahme.

Diese Varianz vermisst man leider ein bisschen bei den Missionen: Bei den meisten Aufträgen, die ihr erledigen müsst, geht es darum, eine bestimmte Anzahl von Feinden zu erledigen. Diese kommen häufig in Form von Geschützen oder Drohnen daher, die korrumpiert wurden. Die Auswahl an Gegnertypen ist hier recht gering ausgefallen, weswegen sich schnell ein gewisses repetitives Gefühl breitmacht. Zudem geht es auch darum, andere Arsenals zu besiegen. Besonders diese Abschnitte des Spiels testen euren langen Atem ganz schön und werden viel zu häufig eingesetzt. Besonders im letzten Drittel der Handlung werdet ihr immer wieder mit Söldnern und ihren Kampfrobotern konfrontiert, die ihr über den Haufen ballern müsst. Diese haben zwar alle verschiedene Waffen und kämpfen somit leicht anders, trotzdem fühlen sich diese Auseinandersetzungen häufig einfach viel zu lang und nervig an.

Ganz anders sieht es da bei den Immortals aus. Hier dreht das Spiel richtig auf und präsentiert große Maschinenkreaturen, die mit eigenen Angriffen, Bewegungsmustern und Verhalten daherkommen. Bei einem solchen Kampf geht es stets darum, die Schwachpunkte des Immortals freizulegen, um ihm schließlich mehr Schaden zuzufügen. Das Ganze fühlt sich in der Tat ein bisschen an, wie eine SciFi-Version von Monster Hunter und ist definitiv der beste Aspekt von Daemon X Machina. Von diesen Kämpfen wünscht man sich als Spieler letzten Endes nur einfach viel mehr.

Der Kampf gegen die großen Immortals ist eines der Highlights

Zudem gibt es immer wieder mal Missionen, die von den oben genannten Konzepten abweichen. Dann müsst ihr bestimmte Punkte verteidigen, gewisse Objekte eskortieren oder Anlagen zerstören. Diese lockern das Spielgeschehen ordentlich auf und stellen sich als durchaus herausfordernd dar. Manchmal kommt es jedoch dazu, dass sich auch diese Aufträge etwas in die Länge ziehen.

Das Steuern des Mechs ist neben dem Kampf mit den großen Immortals einer der entscheidenden Faktoren, warum Daemon X Machina euch bei der Stange hält. Euer Riesenroboter sieht zwar vielleicht behäbig aus, stellt sich aber als flinker Kämpfer heraus, sobald ihr euch einmal mit den Grundlagen der Steuerung vertraut gemacht habt. Und diese ist durchaus intuitiv: Während ihr mit dem rechten Stick die Kamera steuert und mit dem linken eure Bewegungen, könnt ihr mit „R“ einen Geschwindigkeitsschub auslösen, der sich einerseits zum Überbrücken größerer Distanzen oder zum Ausweichen einsetzen lässt.

Manche großen Gegner kommen mit speziellen Angriffen daher, denen ihr ausweichen müsst. © Marvelous

Hinzu kommt, dass ihr euren Mech mit insgesamt fünf Waffen und einer Nebenwaffe, die sich meistens eher als Hilfswerkzeug herausstellt, ausrüsten könnt. Das Wechseln eurer Schießeisen und Schwerter ist dabei ebenfalls gut implementiert worden und geht rasch in Fleisch und Blut über. So werdet ihr schnell eins mit eurem Kampfroboter und fegt übers Schlachtfeld, während ihr Horden an wild gewordenen Drohnen abballert. Dabei müsst ihr stets nicht super genau zielen, denn euer Roboter weist ein potentes Visier auf, das jeden Feind in einem bestimmten Areal erfasst und schließlich das Zielen für euch übernimmt. Ihr müsst lediglich dafür sorgen, dass eure Gegner im jeweiligen Areal sichtbar sind. Jeder, der fasziniert ist von Mechs, wird hieran seine helle Freude haben.

Diese Freude dürfte besonders auch von den vielen Optionen, mit denen ihr euren Mech individualisieren könnt, genährt werden. Allein die verschiedenen Waffentypen sind sehr vielseitig. So könnt ihr euch mit Projektilwaffen, Lasern, Flammenwerfern, Säuregewehren, (Laser-)Schwertern und Scharfschützengewehren ausrüsten und diese im Labor, welches übrigens ziemlich unübersichtlich ist, verbessern. Hinzu kommen eure Schulterwaffen, die große Laser, Raketen oder Ähnliches verschießen können. Und als wäre dies alles noch nicht genug, könnt ihr natürlich auch eure komplette Karosserie ummodeln sowie mit Modulen verbessern.

Bei all diesen Optionen geht die Übersicht leider öfters mal verloren. Jedes Einzelteil, mit dem ihr euren Mech ausrüsten könnt, kommt mit so übertrieben vielen Werten daher, dass ihr zunächst einmal verstehen müsst, worauf es überhaupt ankommt. Möchtet ihr einen Roboter bauen, der viel Integrität (also „Leben“) besitzt, oder setzt ihr auf einen Mech, der besonders viel Schaden austeilt, aber nur eine leichte Rüstung trägt? Euch hier reinzufuchsen erfordert einiges an Wohlwollen, da das Spiel nicht gerade einen guten Job macht, euch dies zu erklären. Letzten Endes funktioniert es aber ganz gut.

Die Möglichkeiten der Anpassung eures Mechs sind vielfältig und vielschichtig

Ein weiterer kleiner Kritikpunkt an der Anpassung eures Mechs ist die Menüführung im Terminal. Um zum Beispiel Waffen zu verbessern, müsst ihr ins Labor gehen und die jeweilige Waffe auswählen. Ist diese jedoch gerade ausgerüstet, so könnt ihr sie nicht verbessern. Also müsst ihr zurück zum Hangar navigieren und sie zuerst aus der Ausrüstung eures Mechs entfernen. Das ist umständlich und hätte bestimmt auch einfacher gestaltet werden können. Hinzu kommt der sehr unübersichtliche Umgang mit den Modulen, die ihr manchmal als Belohnung für das Bekämpfen der Immortals behaltet und die eurer Ausrüstung diverse Boni verleiht. Diese müsst ihr ebenfalls im Labor einbauen lassen, was von euch allerdings mehrere Schritte erfordert, wodurch es sich irgendwie viel zu kompliziert anfühlt. Hier sollten die Entwickler in einem Patch nochmal ein bisschen nachbessern und mehr Übersichtlichkeit schaffen.

Die Umgebungen fallen in Daemon X Machina sehr abwechslunsreich und stimmig aus. © Marvelous

Auch wird man nicht ganz schlau aus dem Shop, der euch eigentlich mit neuen Waffen und Rüstungsteilen versorgen sollte. Hier wurde für mich aber einfach nicht wirklich viel angeboten, weswegen ich mich an der dortigen Auslage nie bedient habe. Sämtliche Waffen und Rüstungsteile, mit denen ich meinen Mech verbessert habe, stammten von den Gegnern, die ich besiegt und anschließend geplündert habe.

Ähnlich wie in Monster Hunter gibt es übrigens auch eine Einrichtung, die euch gewisse Boni für die kommende Mission gibt. Diese nennt sich in Daemon X Machina „Eisdiele“ und verkauft euch frostige Leckereien im Hörnchen, Becher oder Waffelbecher. Die Auswirkungen der verschiedenen Geschmacksrichtungen müsst ihr allerdings leider selbst herausfinden, denn euch wird erst kurz vor dem Kauf angezeigt, welchen Effekt das Eis eigentlich hat. Auch hier fehlt eine gewisse Komfortfunktion, die per Patch noch eingefügt werden sollte.

Zu guter Letzt sollte an dieser Stelle noch der Soundtrack des Spiels lobend erwähnt werden. Dieser kommt mit schroffen Gitarren und treibendem Schlagzeug daher und lässt sich einwandfrei dem Genre Metal zuordnen. Besonders in den hitzigen Kampfsequenzen untermalt dies eure Anspannung und die Intensität des Gefechts sehr gut und bringt euer Blut noch mehr in Wallung. Natürlich schlägt die musikalische Untermalung auch mal ruhigere Töne an. Besonders dann, wenn es um emotionale Momente oder Dialoge geht.

Redaktionswertung

7

Spaßgarant

Zum Wertungssystem

Unser Fazit zu Daemon X Machina

Meinung von Max Kluge
Daemon X Machina ist ein Action-Spiel dessen Gameplay sehr viel Spaß macht. Den Mech zu steuern ist immer wieder spannend und die Anpassungen, die ihr daran vornehmen könnt, sind so umfangreich und vielschichtig, dass man sich wirklich darin verlieren kann. Leider wirkt das Spiel an vielen Ecken und Enden unheimlich unübersichtlich. Das merkt man nicht nur an den Menüs, sondern auch an der Handlung, die zunächst arg zusammengewürfelt erscheint und erst im letzten Viertel eine Art roten Faden spendiert bekommt. Auch hätten die gewöhnlichen Feinde durchaus abwechslungsreicher ausfallen dürfen. Zudem häufen sich die Kämpfe gegen feindliche Arsenals im letzten Spieldrittel sehr und lassen ein Gefühl der Repetition aufkommen. Besonders die verschiedenen Umgebungen bringen allerdings immer wieder frischen Wind ins Gameplay. Das Beste an Daemon X Machina sind aber zweifelsohne die Kämpfe gegen die großen Immortals, die nur leider viel zu selten vorkommen.
Mein persönliches Highlight: Den Mech in den verschiedenen Umgebungen zum stimmigen Soundtrack zu steuern

Kommentare 25

  • Yalen SSB #hypebrigade - 11.09.2019 - 14:07

    Ein sehr schöner Test.
    Die Bewertung kann ich auch so unterschreiben, denke das ich mal im Sale zugreifen werde.
    Momentan kommen für die Switch wöchentlich Knaller, da frag ich mich woher ich bloß all die Zeit nehmen soll..
  • Shulk meets 9S Turmfürst - 11.09.2019 - 14:16

    Lass mich raten, 8?
  • Pit93 ルパン三世 - 11.09.2019 - 14:18

    würde man wissen, welche Ziele die verschiedenen Gruppierungen verfolgen und dessen Handeln somit nachvollziehen könnte.
    Die Ziele der Gruppierungen werden doch quasi schon zu Beginn relativ klargemacht, zumindest von den ganz großen wie Zen, Sky Union, etc. Die schicken einem doch sogar Werbenachrichten nachdem man die Tutorialmission abgeschlossen hat und die anschließenden Missionen habe ich eigentlich ganz gut gefunden um bereits einen kleinen Einblick auf die verschiedenen politischen Richtungen der Gruppierungen zu erlangen. ^^

    Der Spieleinstieg ist holprig und erfordert von euch allerhand Eigeninitiative
    Ich fand zumindest in der Demo, dass man sehr viel an die Hand genommen wird. Jedes Menü, das man zum ersten Mal öffnet, wird erklärt und besonders positiv fand ich, die wirklichen Massen an Einstellungsmöglichkeiten die man vornehmen kann. Vom kompletten Button-Mapping bis hin zur Größe und Bildschirmposition von Pop-Up-Meldungen im HUD. Find ich wirklich gut, wo man alles Hand anlegen kann und hat zumindest mir den Einstieg stark erleichtert, auch weil ich die Steuerung so nach den ersten 3-4 Missionen wirklich meinem Geschmack anpassen konnte. ^^


    Ansonsten liest sich der Test in etwa so, wie ich mir das Spiel vorstelle und erhofft habe. Freue mich schon richtig drauf meinen Demospielstand weiterzuspielen. :D

    Ich tendiere momentan zu einer 8-9/10. :D
  • Ande Turmfürst - 11.09.2019 - 14:28

    @Shulk meets 9S
    7 :P

    Mich hat die 1. Demo nicht überzeugt. Nachdem ich auch gesehen habe, dass Nintendo hier jetzt auch den Weg von EA, Activision & Co. geht und den Spielern mit digitalen Vorbestellerboni und für irgendwelchen Kleinkram Geld aus den Taschen ziehen will, habe ich das Interesse gleich komplett verloren. Schade. Nintendo muss aber selber wissen, ob sie langjährige Kunden mit solchen Methoden vergraulen will.
  • Crimsmaster_3000 Bastardo de Crimson - 11.09.2019 - 14:34

    Wird auf jeden Fall geholt... Im Sale :troll:
  • Pit93 ルパン三世 - 11.09.2019 - 14:38

    Zitat von Ande:

    Nachdem ich auch gesehen habe, dass Nintendo hier jetzt auch den Weg von EA, Activision & Co. geht und den Spielern mit digitalen Vorbestellerboni und für irgendwelchen Kleinkram Geld aus den Taschen ziehen will, habe ich das Interesse gleich komplett verloren. Schade. Nintendo muss aber selber wissen, ob sie langjährige Kunden mit solchen Methoden vergraulen will.
    Verdammt, das war diesmal komplett unter meinem Radar geflogen.
    Nach schneller Recherche sind die Boni anscheinend nicht einmal in der Collector's Edition enthalten, wtf.... :facepalm:

    Wenn es Items sind, die man auch so im Game bekommt, dann ist es mir egal, aber wenn es exklusive Items sind, dann werde ich den Kauf wohl doch nach hinten verschieben und erst bei einem stark verminderten Preis zugreifen. Das macht mich jetzt echt traurig, dass die das bei DXM machen. Dann kommt mal ein nischiges Spiel und dann sowas. :bowser_cry:
  • Shulk meets 9S Turmfürst - 11.09.2019 - 14:55

    Sch.. auf die Boni. :)
  • Soran Turmheld - 11.09.2019 - 14:59

    @Ande Um mal Nintendo in den Schutz zu nehmen, das spiel ist von Mavelous und wird auch in Japan von ihnen gepublisht. Nintendo übernimmt hier nur die westliche Vermarktung, also würde ich die DLC Politik nicht Nintendo anlasten

    Da ich mechs mag und so werd ich wohl hier meinen Spaß haben
  • Ande Turmfürst - 11.09.2019 - 15:20

    @Soran
    Ok, ich dachte bisher es sei von Nintendo selbst in Auftrag gegeben worden, wurde in Directs und auf ihrer Seite ja ziemlich gepusht.
    Natürlich darfst daran deinen Spass haben, wie gesagt nur meine persönliche Meinung.
    Ich finde es aber eine grosse Schweinerei, wenn man z.B. für die Limited Edition einen doch ziemlich grossen Betrag auf den Tisch legt und man dann trotzdem nicht alles bekommt, weil Digitalkäufer selbst noch einen exklusiven Bonus bekommen. Verschiedene Boni, die einen Zwingen das Spiel in einem bestimmten Shop oder für alle Inhalte mehrere Male zu kaufen sind sehr unbeliebt und viele Publisher haben das inzwischen eigentlich gelernt.
  • Phiqu Turmheld - 11.09.2019 - 16:26

    Konntet ihr den Online Coop Mode noch nicht testen? Wäre mal ganz interessant gewesen. Freue mich schon auf meine Version.
  • Sakura Turmbaronin - 11.09.2019 - 16:44

    Seit der ersten Demo lässt mich das Spiel total kalt.
  • Mayhem89 Turmritter - 11.09.2019 - 17:04

    Klingt nach armored Core mit nem schuss monster Hunter gameplay. Die story fetzen aus den trailern wirken nach Gundam trifft auf evangelion und der grafikstil als auch der ost gefallen definitiv. Freu mich tierisch auf Freitag :)
  • Kytana Turmbaronin - 11.09.2019 - 17:05

    Es ist zwar traurig das DLCs immer mehr Prioritäten in Spielen findet, aber nichtsdestotrotz werde ich mir das Spiel besorgen, da mir die neue Demo gefallen hat. Nicht alles was auf den ersten Blick schlecht ist, ist es auf den Zweiten ebenso. Sonst wäre ich jetzt noch Single. :D

    Und Nintendo ist ja auch nicht so ohne. Ich sag nur Amiibo oder Onlinedienst. Auch bei Spielen wie Super Smash Bros. beschwert sich keiner, dass man den Spielern das Geld aus der Tasche zieht. Einzelne Figuren kosten Geld, Mii Figuren Skins kosten Geld, etc.
    Sicher, es ist ein sehr umfangreiches Spiel, aber im Grund genommen ist es das gleiche System. Nintendo ist schließlich auch keine Wohlfahrtsgesellschaft. :saint:

    Ich mag Mechs und ich werde es kaufen.
  • rongar Turmbaron - 11.09.2019 - 17:32

    Es kann halt nicht nur die "Top" Spiele geben. Auch nur "gute" Spiele haben eine Daseinsberechtigung. Abseits von FIFA, Star Wars, Zelda, Mario, CoD und Battlefield ist es doch schön, auch mal wieder ein japanisches Mechspiel zum spielen zu bekommen. Danke an Nintendo dafür! :thumbup:
  • Mordhorst Turmknappe - 11.09.2019 - 17:43

    Ich Spiele bereits seid gestern und mag es sehr würde ne 8/10 geben ja es ist nicht perfekt aber es macht nen heiden Spaß einen großteil der Kritik muss ich recht geben aber das Interface fand ich garnicht so überladen oder ich bin schon abgehärtet :D
    Für mich einer der top 2019er Switch titel :D
  • Solaris ntower zertif. Kommentator - 11.09.2019 - 17:52

    Das Spiel sieht gar nicht mal so geil aus. :thumbup:
  • Pit93 ルパン三世 - 11.09.2019 - 18:09

    Zitat von Kytana:

    Auch bei Spielen wie Super Smash Bros. beschwert sich keiner, dass man den Spielern das Geld aus der Tasche zieht. Einzelne Figuren kosten Geld, Mii Figuren Skins kosten Geld, etc.
    Also das habe ich aber auch hier auf ntower schon oft erlebt. ^^
    (und teils zurecht wie ich finde)

    Es geht aber im Endeffekt hier nicht um DLCs, sondern darum, dass bestimmte Inhalte hinter einem Vorbestellerbonus versteckt werden und umso kranker ist es, dass Leute, die das Spiel mit der teureren Collector's Edition unterstützen, diese Boni nicht einmal erhalten. Solch eine Politik will ich dann einfach nicht unterstützen. So gut mir die Demo gefallen hat und so hart ich auch bei Mechs immer werde, da geht der Idealismus vor bei mir. Kommt das Spiel halt für weniger Flocken oder gebraucht erst ins Haus. :/

    Ich will mir außerdem ein Spiel normal im Laden kaufen können und trotzdem Zugriff auf alle Inhalte haben. Diese Nötigung digital zu kaufen ist einfach eine widerliche Praktik.
  • Soran Turmheld - 11.09.2019 - 19:22

    @Pit93 was ist daran krank?
    Man weiss, was in der Collectors steckt und kauft es sich dafür... Seit wann heißt das, dass man automatisch alles bekommt, was noch für das Spiel rauskommt... das ist doch bei den wenigsten Spielen so, Speziell bei Spielen wo man auch noch in verschiedenen Läden verschiedenes Zeug bekommt.

    Manchmal denke ich, Leute denken, wenn sie nicht jeden mist im Spiel haben ist es nicht komplett... Vielleicht sollte man anfangen das ganze Vorbesteller DLCzeug als extrakram zu betrachten was zwar schön zu haben ist, aber was man doch in 99% der fälle eh kaum nuzt, wie halt eine Spielzeugeisenbahn, wo man mit einem Set spa´ß haben kann auch ohne das man jeden einzelnen Zug braucht...
  • Pit93 ルパン三世 - 12.09.2019 - 02:14

    Zitat von Soran:

    was ist daran krank?
    Daran krank ist, dass man eine nicht unbeträchtliche Summe mehr als den normalen Preis bereits bezahlt und besonderes Interesse und Vertrauen am Produkt zeigt und der Hersteller nicht einmal den Anstand hat die Boni da mit beizulegen, die man bekommt wenn digital pre-ordered. Sorry, aber das finde ich tatsächlich krank. :ugly:

    Zitat von Soran:

    Manchmal denke ich, Leute denken, wenn sie nicht jeden mist im Spiel haben ist es nicht komplett...
    Und damit haben sie recht. :dk:

    Zitat von Soran:

    Vielleicht sollte man anfangen das ganze Vorbesteller DLCzeug als extrakram zu betrachten
    Sollte man nicht, weil es das nicht ist. Wäre natürlich einfacher für die Entwickler, wenn wir uns den Bären selbst aufbinden würden und viele scheinen das ja auch bereitwillig zu machen, ich aber nicht. Vor allem Vorbestellerboni sind alles andere als "Extra"kram. Extrakram kann meinetwegen NACH Erscheinen entwickelt und dann zum Kauf angeboten werden, aber alles was Day1 erhältlich ist bzw. sogar bereits damit geworben wird ist rausgeschnittener Content.

    Zitat von Soran:

    schön zu haben ist, aber was man doch in 99% der fälle eh kaum nuzt, wie halt eine Spielzeugeisenbahn, wo man mit einem Set spa´ß haben kann auch ohne das man jeden einzelnen Zug braucht...
    Nur hat bei so einer Bahn jeder einzelne Zug tatsächlich Materialkosten. Dass man das einzeln bezahlen muss ist klar. Wenn aber die Entwicklung am "Extra"kram bereits abgeschlossen ist während der eigentlichen Entwicklung des Games, dann gehört es imo auch ins Game. Was danach kommt ist eine andere Sache.


    Gehe darauf auch jetzt nicht tiefer ein. Das Thema kommt eh immer wieder und ich hab meine Sichtweise dargelegt.
  • Soran Turmheld - 12.09.2019 - 07:07

    Zitat von Pit93:

    Daran krank ist, dass man eine nicht unbeträchtliche Summe mehr als den normalen Preis bereits bezahlt und besonderes Interesse und Vertrauen am Produkt zeigt und der Hersteller nicht einmal den Anstand hat die Boni da mit beizulegen, die man bekommt wenn digital pre-ordered. Sorry, aber das finde ich tatsächlich krank.
    Und du bekommst genau das, für das du zahlst... mehr nicht. Der ganze Promokram ist eben Promokram. Mir ist ehrlich gesagt kaum eine Collectorseddition bekannt, die Vorbestellerboni beinhalten, die bekommt man eher dazu, weil man es vorbestellt.

    Zitat von Pit93:

    Und damit haben sie recht.
    Haben sie nicht, weil man nunmal ein Produkt bekommt, in dem alles drin ist. Nur weil man dann noch extras kaufen, kann ist es nicht nicht komplett... Ist ein Auto nicht komplett wenn man nicht jedes extra käuft?
    Imprinzip das selbe.
    Diesen Minikram gibt es, weil leute meinen, sie brauchen es unbedingt und es dann doch kaufen, auch wenn sie sich beschweren. Würden die Leute einfach sagen ich brauch keine 10 millionste kanone die eh nur im Lager verschimmelt, würden die Firmen an so einem mist nichts verdienen und sowas garnicht auf den Markt schmeißen...


    Zitat von Pit93:

    Sollte man nicht, weil es das nicht ist. Wäre natürlich einfacher für die Entwickler, wenn wir uns den Bären selbst aufbinden würden und viele scheinen das ja auch bereitwillig zu machen, ich aber nicht. Vor allem Vorbestellerboni sind alles andere als "Extra"kram. Extrakram kann meinetwegen NACH Erscheinen entwickelt und dann zum Kauf angeboten werden, aber alles was Day1 erhältlich ist bzw. sogar bereits damit geworben wird ist rausgeschnittener Content.
    Der Sinn dahinter ist es, dir einen Anreiz zu geben, das Spiel vorzubestellen, gibt es bei anderen Produkten auch. Was wäre dir lieber, das halbe Spiel zum Vorbestellerboni erklären?
    Das ist unbedeutender Mist den eh niemand wirklich interessieren müsste, meinst du wirklich du würdest Rüstung nummer 123 vermissen, wenn du nichts wüsstest?
    Groß geworben wird damit ja nicht, nur das du Vorbestellen sollst, was ja der Sinn hinter dem Mist ist...

    Zitat von Pit93:

    Nur hat bei so einer Bahn jeder einzelne Zug tatsächlich Materialkosten. Dass man das einzeln bezahlen muss ist klar. Wenn aber die Entwicklung am "Extra"kram bereits abgeschlossen ist während der eigentlichen Entwicklung des Games, dann gehört es imo auch ins Game. Was danach kommt ist eine andere Sache.
    Die Entwicklung kosstet Geld, das in den Eshop zu stecken kosstet Geld... und letztendlich will man kohle machen.
    Man sollte in der Lage sein, Dinge seperat zu betrachten und nicht immer jeden extramist kaufen, dadurch würde sich das Problem von selbst lösen.
  • Pit93 ルパン三世 - 12.09.2019 - 09:52

    @Soran
    Ich sehe du wurdest gut von den Konzernen dressiert. Ich erinnere mich noch an eine Zeit als ein Spiel mit allen Inhalten erschien am Releasetag und keine Inhalte, die bereits fertig waren zu dem Zeitpunkt (hier liegt der Knackpunkt, nix mit Promo!), künstlich zurückgehalten wurden um jemandem einen "Anreiz" zu geben. Du gibst also selbst indirekt zu, dass Inhalte zurückgehalten werden um diesen Anreiz zu bieten. Das ist ein unkomplettes Spiel, sorry, aber wenn das Glas nicht voll ist, dann ist es nicht voll...

    Aber gut, wenn du der Industrie aus der Hand frisst und dir das egal ist, dann ist das selbstverständlich deine Entscheidung. Tue ich aber sicherlich nicht.
  • DiaAT | Marco Moderator - 12.09.2019 - 10:30

    @Pit93 Ich weiß ja nicht, wie sehr du dich du dich bei Softwareentwicklung, Projektmanagement, Verbtrieb und Co. auskennst. Deswegen hier mal (m)eine Sichtweise. Und wieso mich das nicht so stört wie dich:

    Ein Spiel ist bereits Wochen, wenn nicht Monate vor Erscheinen fertiggestellt. An dieser Version des Spiels wird nichts mehr geändert, keine Bugfixes, keine neuen Features. Diese Version wird an den Publisher geschickt, der es dann auf diverse Medien Pressen lässt, an diverse E-Stores (PSN, XBox, eShop, etc) zur Prüfung schickt usw. Das benötigt seine Zeit. Dann muss das fertige Spiel rund um die Welt geschickt werden, weil ja einige so sehr auf eine Hülle im Regal stehen. Braucht auch seine Zeit.

    Während dieser Zeit sitzen die Entwickler nicht gelangweilt rum und warten auf den nächsten Auftrag. Sie arbeiten weiter an dem Spiel. Beseitigen ein paar Fehler die noch entdeckt wurden, welche als Day-One Patch dann zu uns kommt oder, damit nicht nur die Programmierer ihren spaß haben. Setzten sich auch Grafiker, Animatoren etc. zusammen und basteln an neuen Content.

    Was ich damit sagen will. Du weißt nicht genau, wann dieser Content, der momentan angeboten wird, erstellt wurde. Vlt erst nach dem das Spiel fertig war. Ich will nicht sagen, dass du unrecht hast. leider gibt es Entwicklerstudios die danach handeln. Andererseits muss man hier auch das verfügbare Budget mit einbeziehen. Meist kommt es zu einem DLC, weil dieser Content aus finanziellen Gründen nicht mehr in das Spiel geschafft hat.

    Im Falle von Daemon X Machina, sieht es für mich aus, als ob den Damen und Herren gelangweilt waren und noch schnell ein paar Goodies entworfen haben, denn ich bezweifle stark, das diese Inhalte länger als eine oder zwei Woche benötigt haben ^^

    Und was ich so gelesen habe, kommt das Spiel mit je 999 Rüstungsteilen und Waffen daher. Also geh ich mal davon aus, dass die Entwickler hier nix gestrichen haben, weil sie uns Abzocken wollen, sondern weil ihnen nach der Entwicklung noch etwas eingefallen ist.

    Und nochmal, ich will damit nicht sagen, dass du generell Unrecht hast, nur sollte man diese Ansicht nicht zu sehr pauschalisieren und alle Entwickler über einen Kamm scheren.
  • Pit93 ルパン三世 - 12.09.2019 - 10:49

    Zitat von Marco Primmer:

    Was ich damit sagen will. Du weißt nicht genau, wann dieser Content, der momentan angeboten wird, erstellt wurde.
    Korrekt, all das was du erzählst ist mir bereits bekannt. Was ich aber mit Sicherheit weiß (und das ist das was ich ja auch bereits erwähnt habe) ist, dass dieser Content zum Releasetag fertig war. In meinen Augen gehört alles was bis zu dem Zeitpunkt fertig entwickelt ist ins Game. Etwas was bereits angefangen wurde aber noch mitten in der Entwicklung ist ist eine andere Sache, aber Fakt ist, dass die Sachen fertig sind, denn sonst wären sie ja nicht Day1 zum Download bereit.

    Zitat von Marco Primmer:

    Und nochmal, ich will damit nicht sagen, dass du generell Unrecht hast, nur sollte man diese Ansicht nicht zu sehr pauschalisieren und alle Entwickler über einen Kamm scheren.
    Kommt auch nicht so rüber, kein Problem. ^^
    Es gibt auf jeden Fall Entwickler bei denen dies viel schäbiger gehandhabt wird und in diesem Fall finde ich es persönlich auch nicht wirklich beeinträchtigend. Ich habe mit der Praktik an sich halt ein Problem und will das dann einfach nicht unterstützen und fange nicht an hier eine Ausnahme zu machen und dann da eine Ausnahme zu machen, weil es genau dieser schlitterige Weg ist mit dem man immer und immer mehr Dinge die früher normal waren an die Konzerne abtritt und nun dafür zur Kasse gebeten wird. So sind wir ja leider auch in der heutigen Industrie mit übertriebenen Monetisierungsmethoden gelandet. Ich muss für mich da einfach konsequent bleiben. :)
  • Muki Turmheld - 12.09.2019 - 13:11

    Wie läuft das im Spiel? Man hat immer ein paar Missionen und nur eine treibt die Story vorwärts? Was ist wenn die Story durch ist? Kann man dann immer noch spielen? Gibt es dann ein new Game + oder sowas?!?
  • Ponyreiter Turmknappe - 16.09.2019 - 21:33

    @Muki Du kennst sicher Monster Hunter.
    So läuft das Spiel auch. Du erlegst dicke Maschinen und erfüllst andere Aufträge. Dabei looted man was das Zeug hält um bessere Ausrüstungsteile zu erstellen.

    Sobald du die Story durch hast kannst du alle Missionen erneut spielen.
    Ich verstehe die ganzen schlechten Reaktionen auf das Spiel nicht, es ist quasi Monster Hunter mit Maschinen und High-Tech Waffen statt Monstern und "Klassischen" Waffen. Dadurch liegt der Fokus für mich auch hauptsächlich auf Multiplayer.