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Test zu Spyro: Reignited Trilogy - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Spyro: Reignited Trilogy
  • USA USA: Spyro: Reignited Trilogy
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
03.09.2019
Vertrieb
Activision
Entwickler
Toys for Bob
Genre
Compilation
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Vorsicht, hier stürmt der berühmteste lila Drache der Welt!

Von Chris Holletschek () Activision scheint gefallen daran gefunden zu haben, Kinder der 90er-Jahre, die mit einer PlayStation 1 groß geworden sind, mit Remakes der damals großen Titel in Erinnerungen schwelgen zu lassen. Angefangen mit der Trilogie rund um Crash Bandicoot, die 2017 zunächst exklusiv auf Sonys aktueller Konsole in einem neuen Gewand für ordentlich Wirbel sorgte, ehe sie dann ziemlich exakt ein Jahr später unter anderem auch auf der Nintendo Switch die Spielerschaft in ihren Bann zog. Noch im selben Jahr schauten Fans der Hybridkonsole wieder in die Röhre, als das seit vielen Jahren gewünschte und dann auch tatsächlich umgesetzte Remake der ersten drei Titel rund um Spyro the Dragon im November 2018 erschien – für die Konkurrenzkonsolen von Microsoft und Sony. Nun aber, wir befinden uns im September 2019, dürfen sich auch die Nintendo-Jünger in die Spyro: Reignited Trilogy stürzen. Nachdem wir von Activision freundlicherweise ein Muster zur Verfügung gestellt bekommen haben, darf ich euch in den folgenden Zeilen verraten, wie sich Jedermanns lila Lieblingsdrache auf der Hybridkonsole macht.

Los geht der wilde Ritt! Das Menü zeigt sich zu jeder Zeit aufgeräumt und strukturiert. © Activision

Wie der Name bereits vermuten lässt, umfasst die aktuelle Veröffentlichung mit Spyro the Dragon, Spyro 2: Ripto’s Rage! (in Europa seinerzeit mit dem Untertitel Gateway to Glimmer) und Spyro: Year of the Dragon gleich drei Spiele, die bereits für sich alleinstehend vollwertige Titel abgeben würden. Die drei Jump 'n' Runs erschienen ursprünglich innerhalb von nur zwei Jahren – von Oktober 1998 bis November 2000 – auf der PlayStation 1. Ich durfte zu jener Zeit zwar nur den ersten Teil mein Eigen nennen, konnte damit aber nur umso schönere Erfahrungen machen. Dementsprechend ist es mir nun für die aktuelle Veröffentlichung weiterhin möglich, in gewisser Weise beide Positionen einzunehmen: Die des 90er-Jahre-Spyro-Fanboys und die des interessierten Käufers, der ohne Verbindung zu den Ursprüngen wissen will, ob die Spiele auch in der heutigen Zeit funktionieren.

Beginnen wir deshalb zunächst mit dem ersten Teil, wo ich – wie bereits geschrieben – nicht ganz unvoreingenommen bin. Spyro the Dragon beginnt damit, dass wir einen augenscheinlich in die Tage gekommenen Drachen sehen, der einem nicht sichtbaren Zweiten gegenübersteht und ein Interview gibt. Darin äußert er sich nicht ganz so freundlich über einen gewissen Herrn Gnasty Gnorc. Der Oberboss der Gnorcs – das sind an Oger oder Trolle erinnernde Kreaturen – verfolgt das Ganze zufällig am TV-Bildschirm und ist über die Verunglimpfung seiner selbst natürlich nicht sonderlich erfreut. Um es diesen aus seiner Sicht fiesen Drachen mal so richtig zu zeigen, schwingt er kurzerhand seine scheinbar magische Keule, woraufhin alle geflügelten Wesen im Land zu Eis erstarren – bis auf einen. Der kleine, lilafarbene Spyro blieb verschont, sodass es nun an ihm – und an seinem treuen Begleiter Sparx the Dragonfly – liegt, seine Artgenossen zu befreien und Gnasty Gnorc die Leviten zu lesen.

In diesen Eisstatuen befinden sich echte Drachen. Wir müssen sie befreien! © Activision

Zugegeben, die Handlung des Spiels ist wahrlich kein Meisterstück der Erzählkunst. Sie erfüllt lediglich den Zweck, dass wir als Spieler nun einen Grund haben, uns in das Abenteuer zu stürzen. Und das geschieht direkt an die beschriebenen Szenen nahtlos anschließend auch buchstäblich. So werdet ihr als Spyro umgehend ins Gameplay geschmissen und seid als erste Aufgabe damit beschäftigt, die Steuerung auszuprobieren und zu verstehen, denn das Spiel selbst nimmt euch zu Beginn überhaupt nicht an die Hand. Deshalb werdet ihr selbstständig herausfinden, dass ihr euch mit dem linken Stick fortbewegt und der rechte Stick zum Drehen der Kameraperspektive dient. Oldschool wird es, wenn ihr zum Steuerkreuz oder den Richtungspfeilen am Joy-Con greift. Auch damit ist die Fortbewegung möglich, aber natürlich nicht ganz so flüssig wie mit dem Stick. Tippt ihr die B-Taste an, führt der kleine Drache einen Sprung aus. Solltet ihr euch in der Luft befinden und dieselbe Taste noch einmal drücken, setzt Spyro zum Gleitflug an. Mit dem Y-Knopf setzt ihr mit den Hörnern voran zu einem Sturmlauf an – ein nicht zu unterschätzendes Mittel im Kampf mit den zahlreich vorhandenen Feinden. Mit der A-Taste oder alternativ ZR verwendet ihr mit dem Feuerstoß die zweite Waffe in eurem Repertoire. Weitere Steuerungsmöglichkeiten bieten sich euch mit dem L- oder R-Button, mit denen ihr eine schnelle Rolle nach links oder rechts ausführt, sowie der X-Taste an, mit der ihr euch genauer umschauen könnt. Aber diese Funktionen kamen bei mir äußerst selten zum Einsatz. Als Spieler des Originals war mir die Tastenbelegung glücklicherweise nicht unbekannt und es hat mich tatsächlich gewundert, dass das Spiel komplett auf eine Art Tutorial verzichtet, allerdings sehe ich genau das auch als Pluspunkt. Denn einerseits bleibt man damit dem Ursprung treu und zudem schafft man damit die Kombination, nicht nur die Umgebung, sondern auch die eigenen Fähigkeiten spielerisch zu entdecken.

Die Optik des originalgetreuen Remakes macht ziemlich was her. © Activision

Die Umgebung ist darüber hinaus mit das Erste, was ins Auge sticht. Das liegt vor allem an der verwendeten Unreal Engine 4, durch die die Szenerie nicht nur überaus farbenfroh, sondern auch in einem modernen, plastischen Look daherkommt. In den meisten Fällen erwartet euch zudem ein gestochen scharfes Bild, das in manchen Situationen merkwürdigerweise aber auch ins Gegenteil umschlägt – doch dazu später mehr. Eure Aufgabe ist es also, die zu Eis erstarrten Drachen zu befreien. Diese befinden sich auf fünf verschiedene Welten verteilt, die wiederum über mehrere Unterlevel verfügen. Darüber hinaus sind die Level aber nicht nur mit vielen verschiedenen Gegnerarten, sondern auch mit insgesamt 12.000 Edelsteinen sowie zwölf von einem fiesen Halunken gestohlene Dracheneiern gespickt. Es gibt also ordentlich etwas zu tun und die sammelbaren Objekte sind in der Regel nicht so gut versteckt, dass ihr die 100 Prozent pro Level durchaus erreichen könnt, was zumindest mich von Beginn an direkt so motiviert hat, in jeder Welt wirklich alles mitnehmen zu wollen.

Die angesprochenen Gegner halten euch dabei nur selten wirklich davon ab, Edelsteine zu sammeln und Drachen zu befreien. Sie variieren von Welt zu Welt zwar in ihrem Aussehen, sind in der Regel aber mit nur einem Hieb oder Feuerstoß zu besiegen. Das kann bei sehr großen Gegnern dann auch schon einmal recht absurd wirken, doch genau dessen ist sich das Spiel auch selbst bewusst: Werdet ihr von einem großen Gnorc noch verhöhnt, sobald ihr in seiner Sichtweite auftaucht, zeigt sich dieser ganz kleinlaut, wenn ihr ihm Feuer unterm Hintern gemacht habt. Davon abgesehen tragen manche Fieslinge zwar einen metallenen Schutz, sodass ihnen euer Feueratem nichts mehr anhaben kann, gegen euren Sturmlauf haben aber auch diese Typen nichts entgegenzusetzen. Insgesamt ergibt sich so ein grundsätzlich niedrig angesetzter Schwierigkeitsgrad, der allerdings von Zeit zu Zeit unverhältnismäßig in die Höhe schnellt.

Ungeduldige Gemüter sollten die Fluglevel des sonst eigentlich leichten Spiels mit Vorsicht genießen. © Activision

Denn während es ab und zu Gegnertypen gibt, die so groß und gleichzeitig schnell sind, dass zunächst die erwähnte Rolle auf den Schultertasten nicht ausreicht, um ausweichen zu können, lässt sich der Rest der Schwierigkeit in einem Wort beschreiben: Fluglevel. Jede Welt ist mit einem solchen Unterlevel ausgestattet, in der ihr ausnahmsweise nicht jeden Winkel nach Edelsteinen und Eisdrachen untersuchen dürft, sondern ihr müsst unter Zeitdruck eine vorgegebene Anzahl an Objekten zerstören oder durch sie hindurchfliegen. Wollt ihr in nur einem Durchgang alle Gegenstände erwischen – was stets meinem Ziel entsprach – müsst ihr euch die perfekte Route zurechtlegen. Denn obwohl ihr pro zerlegtem Objekt wieder ein paar Sekündchen gutgeschrieben bekommt, ist die Zeit in der Regel so knapp bemessen, dass es eben nur mit dieser einen bestimmten Flugroute funktioniert. Und diese lässt sich unter normalen Umständen nur durch einen Versuch nach dem anderen herausfinden und perfektionieren. An dieser Stelle ist also durchaus Geduld gefragt.

Dagegen immer sehr kurzweilig und erfrischend ist das Befreien der vielen Drachen. Denn sobald ihr die entsprechende Plattform betretet, beginnt eine kurze Zwischensequenz, in der euch die just befreiten Artgenossen noch ein oder zwei Sätze zu sagen haben. Die vielen Drachen sind dabei stets absolut einzigartig gestaltet und bekommen nicht zuletzt durch die gelungene deutsche Synchronisation eine ganz eigene Persönlichkeit verliehen. Gleichzeitig wird bei diesen Szenen aber auch eine größere Schwäche in der Optik deutlich: Nicht nur bei diesen, sondern auch allen übrigen im Spiel auftauchenden Zwischensequenzen macht sich eine gewisse Unschärfe breit. Teilweise geht das so weit, dass auf Spyro und den anderen Charakteren eine Art Raster sichtbar wird. Warum dieses Problem existiert, kann ich an dieser Stelle leider ebenso wenig beantworten wie die Frage, ob das ein Nintendo Switch-eigener Fehler oder es auf den anderen Konsolenversionen ebenso vorhanden ist.

Was ich aber weiß, ist, dass Spyro 2: Ripto’s Rage! nach den Geschehnissen des ersten Teils spielt. Der lilafarbene Drache ist der Meinung, er und Sparx haben sich – es folgt ein wenig überraschender Spoiler – nach dem anstrengenden Endkampf gegen Gnasty Gnorc einen ausgedehnten Urlaub redlich verdient. Die beiden machen sich sogleich auf den Weg zum nächsten Portal, um das gewünschte Drachenufer zu erreichen. Daran anschließend sehen wir in einer gleichzeitig stattfindenden Szene, wie sich die drei Wesen Professor, Elora und Jäger darüber unterhalten, einen der zuvor noch nie gesehenen Drachen in ihre Welt namens Avalar zu holen, um den gemeinen Ripto zu besiegen. Zufälligerweise stehen die drei Kreaturen dabei direkt neben einem Portal und ebenso zufällig platzt Spyro aus eben jenem Torbogen in die Leute hinein. Noch bevor sie groß Worte wechseln konnten, geht kurz darauf alles ganz schnell: Ripto taucht auf, sieht den lila Drachen und zerstört das Tor zu seiner Heimatwelt. Der Bösewicht droht daraufhin zu entwischen, weshalb die Faun-Dame Elora und der Gepard Jäger umgehend die Verfolgung aufnehmen und im Loslaufen noch versuchen, Spyro ein paar Informationen mitzuteilen. Der scheint mit der Gesamtsituation aber noch ziemlich überfordert, sodass wir uns kurze Zeit später wieder mit wenig Informationen ausgestattet mitten ins Geschehen geworfen sehen.

Gestatten, der Professor, Jäger, ein sichtlich verwirrter Spyro und Elora. © Activision

Am Grundprinzip der Spielereihe wurde im zweiten Teil nicht viel gerüttelt. So seid ihr als Spyro erneut in der Lage, die mit natürlichen Grenzen ausgestattete Oberwelt frei zu erkunden und die dort platzierten Edelsteine zu sammeln. Gleichzeitig transportieren euch die Portale wieder zu Unterleveln, in denen es ebenfalls so einiges zu sammeln gibt. Da in Avalar bis auf euch selbst keine weiteren Drachen existieren, gilt es dieses Mal auch keine zu befreien. Einerseits bedeutet dies zwar, dass meine geschätzten Rettungszwischensequenzen nunmehr Geschichte sind, stattdessen dürft ihr nun aber auf die Suche nach Talismanen und futuristisch erscheinenden Energiekugeln gehen, die für den Kampf gegen Ripto essenziell sein sollen. Diese liegen aber nicht irgendwo in der erneut hübsch anzuschauenden Umgebung herum, sondern werden zumeist als Belohnung für das Erfüllen einer bestimmten Aufgabe vergeben, die ihr in den Leveln selbst von diversen Wesen erhalten könnt. Denn die verschiedenen Welten sind nun nicht mehr nur mit fiesen Feinden, die wie zuvor meist nicht mehr als einen Horn- oder Feuerstoß aushalten, sondern auch mit einigen Bewohnern ausgestattet, mit denen ihr interagieren könnt. Beeindruckend bei diesen Gesprächen ist zudem erneut die vollständige und durchaus hochwertige deutsche Synchronisation.

An der Steuerung und den grundlegenden „Waffen“, die euch von Beginn an zur Verfügung stehen, hat sich nichts geändert. Allerdings zeigt sich Spyro im zweiten Teil weitaus lernfreudiger, denn im Verlauf der Geschichte könnt ihr euch neue Fähigkeiten aneignen. Als jemand, der nur Spyro the Dragon auf der PlayStation 1 gespielt hat, hat es mich dabei sehr überrascht, dass ihr nun nicht nur das Schwimmen, sondern auch das Tauchen lernen könnt. Schwimmen! Tauchen! In echtem Wasser! Im ersten Teil ist das kühle Nass noch der absolute Todfeind und es war durchaus möglich, in gefühlt wenige Zentimeter hohen Rinnsalen zu ertrinken. Und nun sollt ihr euch mit dem kleinen Drachen auf Tiefseeforschung begeben dürfen? Dieser Skill ist zwar gut umgesetzt und es bereitet durchaus Spaß, jetzt auch unter Wasser auf Edelsteinsuche zu gehen, nichtsdestotrotz ist eine gewisse Umgewöhnung in der eigenen Spielweise vonnöten – gleichzeitig müsst ihr aber auch Vorsicht walten lassen, wenn ihr von einem der „neueren“ Teile wieder auf den Ursprungstitel switcht, denn dann strahlt das blaue Element wieder größere Gefahr aus.

Sobald ihr ausreichend Gegner besiegt habt, lassen sich an den Energiesäulen gewisse Extrafähigkeiten wie der Supersprint aktivieren. © Activision

Zu den weiteren erlernbaren Fähigkeiten gehört das Klettern und ein Kopfstoß. Wobei „erlernen“ hier wohl die falsche Begrifflichkeit ist. Denn ihr sammelt die Edelsteine dieses Mal nicht nur um des Sammelns willen, sondern könnt sie bei einem Charakter namens „Geldsack“ ausgeben, um eben die beschriebenen Befähigungen zu erhalten. Der schnöselige und überaus geldgierige Bär verkauft euch aber nicht nur Skills, sondern nimmt euch im Verlauf aus, so gut es nur geht. So könnt ihr einzelne Passagen oder auch ganze Level nur überqueren beziehungsweise erreichen, wenn ihr einen recht empfindlichen Betrag bei ihm lasst. Manches mal mag man es sich deshalb wünschen, es ihm heimzuzahlen, doch diese Gelegenheit wird sich euch erst im dritten Spiel bieten. Bis dahin gibt es genügend andere Gegner zu vermöbeln, die im Übrigen nicht mehr Edelsteine, sondern eine Art Geistpartikel fallen lassen. Habt ihr pro Level eine bestimmte Anzahl dieser Partikel gesammelt, aktivieren sich in der Umgebung befindliche Energiesäulen, die euch für eine kurze Zeit mit noch weiteren Extrafähigkeiten ausstatten. So gibt es die auch schon im ersten Teil auftauchenden Skills Supersprint und Superfeuer sowie den Superflug und das klassische Schutzschild. Zusammengefasst führt Spyro 2: Ripto’s Rage! das Prinzip des ersten Teils fort und entwickelt es durch sinnvolle Ergänzungen erfolgreich weiter.

Während es zwischen dem ersten und zweiten Spiel durchaus Unterschiede in der Gestaltung zu erkennen gibt – gerade kleinere Dinge, wie das Design von Truhen und den Edelsteinen sticht hervor – zeigen sich Ripto’s Rage! und der dritte Teil, Spyro: Year of the Dragon, nahezu identisch. Hier rücken wieder die einst im Ursprungsspiel gestohlenen und von uns zurückeroberten Dracheneier in den Fokus. Diese sind zu Beginn nämlich das Objekt der Begierde der Häsin Bianca. Diese handelt im Auftrag einer fiesen Zauberin, die die Eier dazu nutzen will, ihre Macht zu stärken. Als eines helllichten Tages scheinbar alle Drachen zu einem gemeinschaftlichen Mittagsschlaf ansetzen, schlägt Bianca zu und schnappt sich ein Ei nach dem anderen. Durch eine Unachtsamkeit weckt sie aber versehentlich einen Drachen auf, wodurch ein zu erwartendes Chaos ausbricht. Die Häsin entschwindet daraufhin in ein Loch, das augenscheinlich bis auf die andere Seite der Welt reicht. Da der Durchgang für so gut wie alle Drachen aber zu schmal ist, liegt es ein weiteres Mal an unser aller lila Lieblingsdrache, dort hineinzuschlüpfen und die Eier zu retten.

Bianca, eine Häsin, will also Eier versteckt haben, die ich niemals finden werde? Das erinnert mich an ein gewisses christliches Fest ... © Activision

In Spiel Nummer drei erwartet euch nun das gleiche Muster: Die hübsche Umgebung betrachten, Edelsteine sammeln, Gegner vermöbeln, springen, sprinten, Feuer speien, gleiten. Die meisten der im zweiten Teil erworbenen Fähigkeiten stehen euch in Year of the Dragon von Beginn an zur Verfügung. Neu ist allerdings, dass ihr in manchen Leveln zeitweise in andere Charaktere schlüpft. Diese verfügen natürlich auch über eine ganz eigene Spielweise mit unterschiedlichen Fähigkeiten, was ich stets als eine gelungene Abwechslung im Abenteuer empfunden habe. Darüber hinaus wurde an dem erfolgreichen Spielkonzept aber nicht mehr viel gerüttelt. Manche mögen das als fehlende Innovation bezeichnen, mir persönlich sagt das etablierte Gameplay aber sehr zu, sodass ich mich naiv darüber gefreut habe, eine neue Geschichte im selben Gewand erleben zu dürfen.

Noch ein kurzes Wort zum fantastischen Soundtrack: Stewart Copeland, vor allem als Drummer der New-Wave-Band The Police bekannt, hatte als Komponist der Musik aller drei Ursprungstitel zwar auch bei der Entwicklung des Remakes ein Wörtchen mitzureden, allerdings in einem geringeren Maße als man nun annehmen mag. So zeichnet er immerhin für die neue Titelmelodie verantwortlich, die anderen neuen Titel stammen aber nicht von ihm. Mit dem Remaster des Soundtracks wurde vielmehr Stephan Vankov, ein Mitarbeiter von Toys for Bob, betraut. Copeland-Fans kommen aber dennoch nicht zu kurz: Im Menü findet sich unter den Optionen eine Möglichkeit, die Musik so umzustellen, dass die komplette Trilogie mit dem originalen Score genossen werden kann.

Was alle drei Spiele ebenfalls eint, ist nicht nur dasselbe aufgeräumte Menü, sondern leider auch die maximal nur 30 Bilder pro Sekunde, die die Nintendo Switch-Version der Trilogie erreicht. Glücklicherweise werden diese innerhalb eines Levels trotz teils großem Spektakel so gut wie ausnahmslos gehalten, die Ladebildschirme stellen dabei allerdings eine Ausnahme dar. Sobald ihr ein Portal betretet, dass euch in eine andere Welt oder in ein Level bringen soll, startet eine kurze Ladesequenz in der euch sowohl ein fliegender Spyro als auch die Anzahl der in eurem Besitz befindlichen Edelsteine angezeigt wird. Und obwohl das nicht viel ist, scheint die mit dem Laden des folgenden Levels verknüpfte Rechenleistung so intensiv zu sein, dass es unweigerlich zu ruckeln anfängt. Das stört zwar den Spielfluss nicht, da ihr eben nichts anderes tun könnt als zu warten – die Wartezeit ist im Übrigen (leider) erwartungsgemäß höher als bei den Spielversionen auf den Konkurrenzkonsolen, befindet sich aber noch in einem erträglichen Bereich – mysteriös erscheint mir dieser Einbruch der Performance aber dennoch. Wobei auch das etwas Nostalgisches für mich hat, denn in der Ursprungsversion auf der PlayStation 1 waren die Ladebildschirme ebenfalls ein Hort für einstürzende Bildraten. Ich gehe aber nicht davon aus, dass das für das Remake verantwortliche Entwicklerteam Toys for Bob trotz seiner sehr detailgetreu am Original ausgerichteten Umsetzung auch das „absichtlich“ mit eingebaut hat.

Redaktionswertung

8

Spiele-Hit

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Unser Fazit zu Spyro: Reignited Trilogy

Meinung von Chris Holletschek
Auch wenn wir uns als reine Nintendo Switch-Besitzer gewiss berechtigt darüber ärgern dürfen, dass die Umsetzung für die Hybridkonsole erneut so lange nach Release für die Konkurrenzkonsolen auf sich warten ließ, sollte man dem Remake definitiv eine Chance auf Wiedergutmachung geben. Der Entwickler Toys for Bob hat hier im Auftrag von Activision wirklich ganze Arbeit geleistet und eine dank der Unreal Engine 4 fantastisch aussehende und sehr originalgetreue Neufassung von nicht nur einem, sondern gleich drei vollwertigen PlayStation-Klassikern geschaffen. Leider schlägt die begrenzte Leistungsfähigkeit der Nintendo Switch durchaus zu Buche. Das macht sich in Abstrichen in der (trotzdem noch ansehnlichen) Optik und der Begrenzung auf 30 Bilder pro Sekunde bemerkbar. Außerdem geben teils von Unschärfe geplagte Zwischensequenzen Rätsel auf. Darüber hinaus bietet die Spyro: Reignited Trilogy aber sehr farbenfrohe und mit einem eher geringen Schwierigkeitsgrad ausgestattete Jump ’n’ Run-Abenteuer, die Nostalgiker, Sammelwütige, Komplettisten und jüngere Zocker vollends begeistern dürften.
Mein persönliches Highlight: Der Nostalgietrip zurück zur Jahrtausendwende und die gelungene deutsche Synchronisation.

Kommentare 24

  • Pascal Hartmann Ta da da daaaaaaa - 12.09.2019 - 17:03

    Ich habe schon Bock drauf, aber keine Zeit :(
  • Psycon Turmknappe - 12.09.2019 - 17:13

    Ich hoffe den ersten Teil fertig zu haben, bis Zelda erscheint. Ich finde Technik vollkommen im Ordnung, ob im Handheld oder Docked Modus. Leicht ist es aber wirklich. Halt was feines für Zwischendurch.
  • Geri87 Turmknappe - 12.09.2019 - 17:16

    Schöner Test, vielleicht hol ich's mir Mal.
  • Shoryuken Turmritter - 12.09.2019 - 17:35

    Sehr schön, dass Stewart Copeland, Komponist des ursprünglichen Soundtracks, eine Erwähnung findet! :thumbup:

    The Police - Walking on the moon


    Mir geht es ähnlich wie @Pascal Hartmann. Ich habe den Titel zwar auch im Auge, habe aber auch schlicht zu wenig Zeit dafür ... Die 8/10-Review ärgert mich nur umso mehr, weil mir da anscheinend ein guter Titel durch die Lappen geht! :(
  • Aya Veteran des Konsolenkrieges - 12.09.2019 - 17:45

    Ich liebe die Spyro Trilogy! :love: Ich habe es zwar schon für PS4, Xbox One und PC aber die Switch Version hole ich mir auch noch irgendwann, einfach weil das so fantastische Spiele sind und das Spielerlebnis sich für mich richtig gut anfühlt! Die Welten sind so wunderschön, die Farben alleine sind fantastisch gewählt! Das Gameplay ist so entspannt und doch befriedigend. Für mich eines der besten Spielerlebnisse, die ich kenne und auch nicht wie viele Spiele irgendwie doch stressig, sondern suuuuper entspannt. :love:
  • puLse2D Gamer since 1985 - 12.09.2019 - 17:48

    Noch nie in meinem Leben gespielt.

    Kaufe es irgendwann mal...
  • Blutmiez Turmritter - 12.09.2019 - 18:04

    Hab es heute vom Saturn für 29€ abgeholt.
    Bin schon gespannt wie es ist.
  • Icefox Turmheld - 12.09.2019 - 18:06

    Die Switch-Version ist gut umgesetzt und sieht auch schön aus :) . Einziger Wermutstropfen ist, dass ein großer Zusatzdownload bei der Retailversion erforderlich ist, das hätte echt nicht sein müssen.
  • Wowan14 Gamer aus Leidenschaft - 12.09.2019 - 19:23

    @Pascal Hartmann An sich sind die Spiele selbst alle 3 zusammengenommen recht kurz wenn man sich nicht allzu anstellt. Zudem kannst ja Switch unterwegs zocken so denke ich dass es selbst für die, die wenig Zeit haben durchaus machbar ist sie zu genießen auch wenn nur in kleinen Schrittenl
  • megasega2 Turmheld - 12.09.2019 - 20:24

    Ich warte auf eine Definitiv-Edition oder sowas. Der Extra-Download wird nicht unterstützt.
  • Aya Veteran des Konsolenkrieges - 12.09.2019 - 20:29

    @Blutmiez Wie bist du denn auf den Preis gekommen? :)
  • Wowan14 Gamer aus Leidenschaft - 12.09.2019 - 20:41

    @megasega2 ich denke sowas wird nicht kommen. So eine Version würde auch erst sinn machen wenn es überhaupt extra Inhalte gibt und ich glaube selbst sowas wird es nicht geben.
  • Vank84man Nintendo Fan 4ever ✌ - 12.09.2019 - 20:55

    Auch eine schöne Kindheitserinnerungen für mich ♥️
    Spyro 1‐3 auf Ps1 gezockt wie ein irrer,wie Crash damals auch.
    Irgendwann holl ich es mir aber dieses Jahr klappt es leider nicht,genug andere Spiele die jetzt kommen und vorang haben.
    Nächstes Jahr aber sicher <3 :love:
  • Blutmiez Turmritter - 12.09.2019 - 23:06

    @Aya
    Durch die Mwst Aktion + Geburtstragsgutschein
  • Julian Gamauf Junior Moderator - 13.09.2019 - 06:42

    Ich habe es seit dem Release, bin aber leider noch nicht dazugekommen, es zu spielen. Vielleicht fange ich am Wochenende an. Viel Zeit habe ich zwar nicht, da in einer Woche schon Zelda Link's Awakening erscheint, welches ich auf jeden Fall am Tag der Veröffentlichung spielen will. Aber es ist gut zu wissen, dass Spyro im Test eine 8/10 bekommen hat. Dann lohnt es sich anscheinend ja tatsächlich. :)
  • GoldenBoY Turmknappe - 13.09.2019 - 08:13

    @Blutmiez Du musst dich verrechnet haben.

    Habe auch die Mehrwertsteuer-Aktion mitgenommen. Waren dennoch 33,61€ :D
  • Wildjoviman wildjoviman - 13.09.2019 - 09:42

    mit Teil 1 begonnen aber irgendwie ist es soooo langweilig :( sind die anderen beiden Teile besser ?
  • GoldenBoY Turmknappe - 13.09.2019 - 10:27

    Ist halt eher an Kinder gerichtet. Spiel es immer nur wenn mein Kleiner dabei ist.

    Schwer finde ich bisher nur die Zeitdinger.
  • Wowan14 Gamer aus Leidenschaft - 13.09.2019 - 14:03

    @Wildjoviman die Spiele sind halt nicht sehr fordernd und eher an Kinder gerichtet aber ja die anderen Teile sind besser in diversen Aspekten. Teil 2 punktet halt unter anderem von den Charakteren die man begegnet in der Story, während im ersten Teil kaum Charaktere wirklich präsent waren. Auch kommen in Teil 2 neue Fähigkeiten dazu und in Teil 3 dann auch noch paar mehr, zudem wird man in Teil 3 auch nicht nur mit Spyro spielen sondern kann in jedem Level auch ein Zusatzlevel spielen mit anderen Charakteren die einem auf der Preise beitreten (sofern man sie befreit) und deren Steuerung/Eigenschaften/Besonderheiten der Level sich mit den von Spyro auch unterscheiden.

    @GoldenBoY er sagte ja auch + Geburtstagsgutschein. Dieser ist 5€ Wert. Ziehe 5€ von deinem Preis ab und runde es auf und du kommst auf seinen Preis.
  • Blutmiez Turmritter - 14.09.2019 - 15:15

    @GoldenBoY
    Richtig, und den 5€ Saturn Card Geburtstagsgutschein.
  • Wildjoviman wildjoviman - 16.09.2019 - 10:31

    @Wowan14
    Danke fürs genaue erklären. Gerade Anfangs in Teil 1 fühle ich mich ein wenig verloren. Wo muss ich hin, was ist zu tun ? Laufe ohne plan durch die welt und suche nach irgendetwas. ...
  • Wowan14 Gamer aus Leidenschaft - 17.09.2019 - 03:00

    @Wildjoviman naja an sich sind gerade die ersten 2 teile relativ simpel da man im Grunde einfach auf jeder Oberwelt alle Level abschließen sollte. Es kann halt nur leicht passieren dass man vielleicht das ein oder andere Levelportal übersieht. In Teil 3 hingegen kann man leichter dinge übersehen da man manches nicht von anbeginn auf grund fehlender Fähigkeiten erreichen kann und es eben diese Zusatzlevel der anderen Charaktere gibt. Wenn gewünscht kann ich ja auch gern Bilder teilen von den Levelübersichten der Oberwelten sodass man da sich orientieren kann ob man bei irgendeiner Oberwelt ein Portal übersehen hat.
  • Wildjoviman wildjoviman - 18.09.2019 - 13:24

    @Wowan14 Herzlichen Dank, sollte ich das Spiel nochmals in die Switch packen lasse ich es Dich wissen. :)
  • Aya Veteran des Konsolenkrieges - 18.09.2019 - 13:29

    Ach ja falls jemand so lieb wäre, wenn ihr das Spiel im Angebot seht, postet mir das bitte gerne! Mir fehlt das Spiel noch für die Switch! :)