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Test zu Pokémon Masters - Smart Device

  • Deutschland Deutschland: Pokémon Masters
  • USA USA: Pokémon Masters
  • Japan Japan: Pokémon Masters
Plattform
Smart Device
Erscheinungsdatum
29.08.2019
Vertrieb
The Pokémon Company
Entwickler
DeNA
Genre
RPG
Spieleranzahl
Lokal: 0 - Online: 0
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Das große Aufeinandertreffen der Pokémon-Stars in Passio

Von Niels Uphaus () Lange bevor Nintendo seine ersten Apps für Smartphones entwickelte, hat die The Pokémon Company bereits das Potenzial der Smart Devices erkannt und mehr oder weniger erfolgreiche Apps veröffentlicht. Ohne Frage am bekanntesten ist Pokémon GO, welches von Niantic kreiert wurde. Nun erschien vor Kurzem aber auch Pokémon Masters, entwickelt vom Unternehmen DeNA, welches ebenfalls bei Nintendo-Apps für iOS und Android mitwirkt. Ich habe mich ausführlich mit dem Free-to-play-Titel beschäftigt und bin dabei der Frage nachgegangen, ob das Spiel den klassischen Pokémon-Charme einfangen kann.

Ein Mehrspielerkampf gegen Blau auf einer Event-Stage. © DeNA / Pokémon

Die Pokémon-Hauptreihe lebt hauptsächlich von ihren Taschenmonstern. Doch spätestens seit der dritten Generation sind es auch die vielen liebenswerten Charaktere, welche die Story der Rollenspiele vorantreiben. Ken Sugimori, seines Zeichens Designer vieler Pokémon und Menschen aus der Reihe, hat seine Vision, all diese bekannten Trainer in eine Welt zusammenzubringen, mithilfe von DeNA umgesetzt. Auf der künstlichen Insel Passio treffen sich Arenaleiter, Champions, Rivalen, Protagonisten und andere bedeutende Charaktere der Hauptteile, um an einem großen Pokémon-Turnier teilzunehmen. Sie selbst sind mit jeweils einem Pokémon unterwegs, welches sie auch in der Hauptreihe als Partner haben. Diese Kombination aus Pokémon und Trainer wird in Pokémon Masters Gefährten genannt. Ihr trefft als frischgebackener Trainer mit eurem Partner Pikachu direkt zu Beginn auf Misty mit Starmie und Rocko mit Onix. Ganz spontan schließen sie sich eurem Team an. Das geschieht nicht ohne Grund, denn erst mit drei Charakteren könnt ihr nun auch endlich an Kämpfen in Passio teilnehmen. Auf dem Weg trefft ihr nicht nur auf weitere Gefährten, sondern auch auf Team Break, die nichts Gutes im Schilde führen.

Das Kampfsystem in den Pokémon-Spielen von GAME FREAK beinhaltet die zum Teil komplexesten JRPG-Mechaniken überhaupt. Da Pokémon Masters jedoch auch Anfänger ansprechen soll, wurde ein Großteil der Mechaniken verändert. Zwar gilt auch weiterhin das Schere-Stein-Papier-System mit den unterschiedlichen Elementen, denen Pokémon und ihre Attacken angehören, allerdings wurde das Ganze stark vereinfacht. Das fängt bereits damit an, dass ein Pokémon nur noch einen Typ haben kann. Auch ist das Kampfsystem nicht mehr rundenbasiert. Jeweils drei Charaktere aus eurem Team treten gegen ein gegnerisches Team mit mindestens drei Trainern und ihren Pokémon an. Am unteren Bildschirmrand füllt sich eine Leiste auf, die in verschiedene Segmente geteilt ist. Jedes der drei Pokémon, auf das ihr Zugriff habt, teilt sich die Leiste. Bis zu vier Befehle kann ein Pokémon ausführen. Neben den bekannten Attacken der Hauptreihe gibt es auch neue Angriffstypen, die beispielsweise Werte von euch oder eurem Team erhöhen. Zudem sind manchen Pokémon Gegenstände wie Tränke oder X-Items zugeteilt. Jeder Angriff benötigt eine unterschiedliche Anzahl an Segmenten der Leiste. Je besser die Attacke, desto mehr Segmente werden verbraucht. Nach und nach laden sich diese wieder auf. Im Gegensatz zu den Dreierkämpfen aus etwa Pokémon Schwarz und Weiß kann jedes der eigenen Pokémon jedes der Taschenmonster auf der gegnerischen Seite angreifen, unabhängig davon, wo es auf dem Kampffeld platziert ist. So kann beispielsweise ein Tauboss, das ganz links steht, ein Lucario verwunden, welches gegenüberliegend auf der rechten Seite steht.

Setzt ihr eine bestimmte Anzahl an Attacken ein, wird ein Spezialangriff aufgeladen. Löst ihr diesen aus, gibt es eine imposante Zwischensequenz, deren folgender Angriff viel Schaden anrichtet. Sollte das Pokémon zudem eine Mega-Entwicklung besitzen, wird diese ausgelöst und bleibt dauerhaft im Kampf bestehen. Das Kampfsystem selbst ist dynamisch gestaltet. Ihr könnt zwar auch den Auto-Modus einschalten, bei dem euer Smartphone oder Tablet das Geschehen kontrolliert, gerade bei späteren Aufgaben solltet ihr aber selbst die Kontrolle übernehmen.

Pokémon Masters bietet ein intuitives, neues Kampfsystem!

Ihr beherrscht nun das Kampfsystem. Doch wo könnt ihr euch nun messen? Der Storymodus von Pokémon Masters hat eine Vielzahl an Kapiteln, die grob in vier Gruppen aufgeteilt werden können. Eine Gruppe besteht aus Storyabschnitten, die nur Dialoge beinhalten und die Geschichte vorantreiben. Dann gibt es die „Kämpfe“, bei denen ihr gegen mehrere schwache Gegner hintereinander antretet. Ab und an trefft ihr auf Bossgegner mit ihren Gefährten, die ihr bezwingen müsst. Zudem schaltet ihr die Option frei, euch in Gebieten frei umzuschauen und mit Menschen zu interagieren. Das Ganze ist jedoch recht simpel gestaltet. So könnt ihr lediglich eure Kamera bewegen und Personen antippen. Manche geben euch Items, andere fordern euch heraus.

Pokémon Masters ist darüber hinaus ein typisches Gacha-Spiel. Um neue Gefährten zu erhalten, müsst ihr Diamanten einsetzen, die ihr beispielsweise nach Abschluss einer Mission erhaltet. Ihr könnt diese jedoch auch mit echtem Geld erwerben. Das Ganze ist allerdings etwas unglücklich gestaltet. So wird zwischen erspielten und gekauften Diamanten unterschieden. Die Banner, die verschiedene Gefährten im Angebot haben, lassen sich manchmal nur mit gekauften Diamanten benutzen. Gezogene Charaktere können unterschiedlich viele Sterne haben, was hautpsächlich ihre Stärke symbolisiert. Zieht ihr neue Charaktere, so definieren diese auch die Seltenheit. Umso höher die Anzahl der Sterne, desto geringer die Chance, einen solchen Gefährten als Partner zu bekommen. Ihr erhaltet neue Trainer und ihre Pokémon allerdings nicht nur durch das Gacha-Element. Nach dem Abschluss eines jeden Storykapitels wird euch ein Drei- beziehungsweise später Vier-Sterne-Charakter geschenkt, der in dem jeweiligen Kapitel der Hauptakteur war.

Die Animationen der einzelnen Charaktere und Pokémon sind gut gelungen. © DeNA / Pokémon

Um eure Charaktere zu verbessern, gibt es vielerlei Elemente, die ihr beachten müsst. Durch gewonnene Kämpfe erhaltet ihr Erfahrungspunkte (Exp). Recht zügig werdet ihr jedoch feststellen, dass das Aufleveln nur mit Exp alleine seine Zeit dauert. Deshalb erhaltet ihr im Laufe des Spieles sogenannte Verstärkungshandbücher, die, wenn ihr sie einsetzt, deutlich mehr Erfahrungspunkte für euer Pokémon generieren. Doch Vorsicht: Ein Pokémon hat ein Limit-Level, welches eine Levelgrenze darstellt, die euer Taschenmonster nicht überschreiten kann. Mit Kraftsäften, Schlaubrausen und mehr könnt ihr aber einen Limitbruch durchführen, der die Levelgrenze erhöht. Neue Attacken lassen sich wiederum mit Items wie Trainingsmaschinen erlernen. Zudem gibt es noch Passivfähigkeiten, die automatisch in Kraft treten, wenn ein Pokémon auf dem Kampffeld ist. Dabei handelt es sich also am ehesten um die Fähigkeiten, die man aus der Hauptreihe kennt. Jeder der Gefährten kann übrigens auch nachträglich einen höheren Sternerang erhalten und so generell besser werden. Dafür braucht ihr jedoch Potenzialpässe, die extrem selten sind. Pokémon lassen sich auch mit einer jeweils dafür angedachten Mission weiterentwickeln, sollten sie das passende Level erreicht haben. Spezielle Items werden allerdings auch hier vorausgesetzt.

Wie für einen Pokémon-Titel typisch könnt ihr auch mit anderen Spielern online spielen. Den Mehrspielermodus schaltet ihr gegen Mitte des Abenteuers frei. Die danach folgenden Missionen haben dann auch jeweils eine Multiplayer-Komponente. Dort tretet ihr zusammen mit zwei Fremden oder Freunden gegen ein computergesteuertes Team an. Jeder von euch hat drei Pokémon, von denen jeweils eines pro Person auf dem Kampffeld sein darf. Ihr könnt aber nach Belieben durchwechseln. Während die Mechaniken des Einzelspielerkampfes vollständig übernommen wurden, gibt es auch weitere Optionen. Sind beispielsweise die Leisten aller Mitspieler voll, kann ein mächtiger Harmonieangriff ausgeführt werden.

Wie es bei einem Free-to-Play-Spiel üblich ist, wird auch Pokémon Masters ständig weiterentwickelt. Bisher umfasst das Hauptabenteuer 20 Kapitel. Schließt ihr diese ab, gibt es noch eine weitere neue Mechanik, auf die ich aus Spoilergründen in diesem Spieletest aber nicht weiter eingehen werde. Daneben gibt es auch diverse Event-Stages, bei denen ihr Items sammeln oder innerhalb der Missionen mit Trainern und ihren Pokémon spielen könnt, die ihr sonst nur durch das Gacha-System erhaltet. Diamanten selbst können tatsächlich lediglich neue Gefährten generieren. Alle anderen Items sowie Geld könnt ihr nur durch Grinden erhalten. Dafür eignen sich gerade die Zusatzgebiete gut. Diese haben verschiedene Schwierigkeitsgrade und geben euch nach einem Sieg eine Vielzahl der benötigten Items. Es sei jedoch zu erwähnen, dass auch Items verschiedene Stern-Ränge haben können und dass beispielsweise beim Erlernen von neuen Attacken oder dem Limitbruch manche Items über einen gewissen Rang verfügen müssen. Es ist also nicht zu empfehlen, ausschließlich auf den einfachen Stufen zu grinden. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Spiel durchaus anspruchsvoll ist. Ein simples Durchmarschieren durch alle Kapitel, wie es bei den Teilen der Hauptreihe oftmals möglich ist, wird nicht funktionieren.

Grafisch sieht Pokémon Masters beeindruckend aus. Die 3D-Modelle der Charaktere und Pokémon sowie ihre Emotionen und Bewegungen gab es in dieser Detailvielfalt noch nicht in den Hauptspielen. Ebenfalls neu ist die japanische und englische Sprachausgabe. Mein absolutes Highlight ist jedoch der Soundtrack, der hauptsächlich aus Remixes von Kampfmelodien der Hauptreihe besteht. Fast ausnahmslos sind diese alle prächtig gelungen. Auf eine Sache sollte ich jedoch noch hinweisen: Pokémon Masters benötigt ein leistungsstarkes Smartphone, damit es so funktioniert wie angedacht. Demnach sind 2 GB RAM beispielsweise Voraussetzung. Bis hierhin benötigte keine Nintendo-App auch nur ansatzweise solche Ressourcen.

Redaktionswertung

7

Spaßgarant

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Unser Fazit zu Pokémon Masters

Meinung von Niels Uphaus
Nach dem Erfolg von Pokémon GO ist Pokémon Masters nun das erste richtige Pokémon-Spiel für Smart Devices, bei dem ich euch wirklich empfehlen kann, es auszuprobieren. Zwar wurden viele Mechaniken der Hauptspiele entfernt, das dynamische 3-gegen-3-Kampfsystem und das hochwertige Grafik- und Sound-Design hat mir aber sehr viel Freude bereitet. Wie für ein Free-to-Play-Spiel typisch müsst ihr zwar ordentlich grinden, um voranzukommen, aber ich konnte den Titel mit genug Geduld ohne einen einzelnen zusätzlichen Charakter außerhalb der Story bestreiten. Da Pokémon Masters in Zukunft noch weitere Inhalte erhalten soll, können wir noch nicht einschätzen, wie sich das Spiel insgesamt entwickeln wird. Da es aber kostenlos ist, kann jeder mit einem halbwegs leistungsstarken Smartphone oder Tablet eine Reise zur Insel Passio wagen.
Mein persönliches Highlight: Die Neuinterpretationen der klassischen Pokémon-Kampfmelodien sind für langjährige Fans wie mich ein Genuss!

Kommentare 8

  • Mamagotchi Zieht 2020 mit der Karawane - 22.09.2019 - 14:40

    Mit der Wertung gehe ich ja mit, aber "hochwertige Grafik"? Also meiner bescheidenen Meinung nach ist die Grafik relativ 0815-Smartphone-Grafik. Da wäre wesentlich mehr drin gewesen, aber man möchte das Game natürlich auf möglichst viele Systeme spielbar machen. Mich schreckt die Optik sogar ab!
  • NJunkie Keep calm and choose one. - 22.09.2019 - 14:47

    @Mamagotchi

    Teile die Meinung nicht, im Gegensatz zu anderen Spielen finde ich die Grafik hier wirklich hervorstechend und neben dem Soundtrack überaus gelungen. Spiele auf einem S9.
  • LouisVernant ... - 22.09.2019 - 15:01

    Für mich war das Spiel nichts. Nach nicht einmal zwei Stunden habe ich es wieder gelöscht. Die Grafik ist wirklich ganz gut, aber spielerisch bietet es nichts. Da bleibe ich lieber bei GO und den Hauptspielen.
  • Yalen SSB #hypebrigade - 22.09.2019 - 17:26

    Sehr nettes Game für zwischendurch.
    Hab auch schon Antonia, Brix und Blau gezogen.
    Man kommt gut ohne ingame Käufe klar, dazu hat es enorm viel fanservice.

    Für zwischendurch macht es viel Laune :)
  • Irves | Julian Moderator - 22.09.2019 - 17:54

    Ich habe Pokémon Masters zwar heruntergeladen, aber nach ungefähr zwei Stunden wieder deinstalliert. Abgesehen davon, dass mich die Unterteilung in gekaufte und im Spiel erhaltene Diamanten stört, ist das Spiel meiner Meinung nach einfach nur extrem langweilig, da der Ablauf immer gleich ist. Zuerst führt man Dialoge und dann kommt es zu einem Kampf. Das wiederholt sich immer und immer wieder. Wie ich aus dem Spieletest herausgelesen habe, gibt es in Pokémon Masters aktuell auch noch keine PvP-Komponente. Ich bezweifle daher, dass das Spiel wirklich langfristig unterhalten kann.
  • otakon Ssssssssswitch - 22.09.2019 - 19:45

    optisch finde ich es auch sehr schön und die Musik ist echt toll.
    Das Gameplay ist langfristig etwas eintönig und die Gespräche fand ich schnell sehr nervig...

    Kann mich aktuell nicht motivieren es weiter zu spielen...
  • Linnea Shiny-Jägerin - 22.09.2019 - 22:18

    In meinen Augen wäre eine 3 oder allerhöchstens eine 4 drin.
  • Bettmaaan Turmheld - 23.09.2019 - 00:30

    "So wird zwischen erspielten und gekauften Diamanten unterschieden."

    Ein riesengroßer Minuspunkt in meinen Augen. Das unterstützt meine Meinung, dass bei anderen Smartphone Spielen schon immer ein findiger (im negativen Sinne) Entwickler zwischen gekauft und gratis erhaltenen Juwelen unterscheidet und so die Chancen für bestimmte Gegenstände/Charaktere erhöht bzw. verringert. Hier ist es wenigstens sichtbar.
    Tut mir leid, aber hier ist für mich eine Grenze meilenweit überschritten. Da fehlt mir jegliches Verständnis.
    Gerne zahle ich mehr Geld und erhalte dafür ein ordentliches Spiel. Gerne zahle ich auch für entsprechende DLCs in gewissem Maße. Auch auf dem Handy.
    Aber der Weg, der hier eingeschlagen wird, gehört veboten. Wer hier investiert muss mal wach gerüttelt werden. Aber ich bin mir sicher, da ist jede Hilfe bereits zu spät.