Erwachen in einer neuen, alten Welt

Wir hatten eigentlich keine konkreten Pläne für ein Zelda-Spiel für den Game Boy. Wir dachten einfach, wir probieren das mal aus und sehen, was dabei herauskommt. Am Anfang gab es also gar kein offizielles Projekt. Wir erledigten einfach unsere normale Arbeit während der regulären Arbeitszeit und arbeiteten anschließend daran, so wie bei einem Workshop nach Schulschluss.“ (Takashi Tezuka, Quelle: Nintendo)


Den Worten des Nintendo-Entwicklers Takashi Tezuka können wir entnehmen, dass aus einem kleinen Hobbyprojekt schließlich einer der bis heute beliebtesten Zelda-Ableger entstand. Schon im Jahr 1993 wurde The Legend of Zelda: Link’s Awakening für den Game Boy veröffentlicht, bevor 1998 (bzw. 1999 in Europa) erstmals eine vor allem optisch aufpolierte Variante für den Game Boy Color erschien: Link’s Awakening DX verlieh dem Abenteuer Farbe und hatte noch weitere Neuerungen zu bieten. Über 20 Jahre später beschert uns Nintendo jetzt erneut eine runderneuerte Variante desselben Spiels für die Nintendo Switch. Schauen wir uns also genauer an, was es für Neulinge und Veteranen zu bieten hat und ob das alte Eisen noch heiß genug ist, um zu modernen Master-Schwertern geschmiedet zu werden.


Die Story: Eine traumhafte Geschichte auf der Insel Cocolint


A Link to the Past hatte schon eine kleine Handlung, aber eine Handlung, die sich durch das ganze Spiel zieht, gab es erst bei Link’s Awakening.“ (Toshihiko Nakagō, Quelle: Nintendo)


Marin findet Link am Strand und freundet sich mit ihm an. © Nintendo

Die See ist stürmisch. Unser geliebter Held kämpft mitten auf dem Ozean gegen riesige Wellen, die sein kleines Boot umzingeln. Ein Blitz schlägt ein. Als Link erwacht, befindet er sich auf einer Insel. Das sympathische Mädchen Marin hatte ihn bewusstlos am Strand gefunden und sich fürsorglich um ihn gekümmert. Hier beginnt ein Zelda-Abenteuer, bei dem es nicht um die Rettung einer Prinzessin geht, sondern schlicht und einfach um die Frage: Wie kann Link die Insel wieder verlassen? Das scheint nicht ganz so einfach zu sein. Im Verlauf des Spiels wird immer deutlicher, dass irgendetwas Mysteriöses auf der Insel Cocolint vor sich geht. Die Bewohner scheinen nicht daran zu glauben, dass man die Insel verlassen kann, oder dass es überhaupt etwas anderes jenseits des Meeres gäbe. Nun sind die Spieler an der Reihe, dies herauszufinden.


Im beschaulichen Mövendorf startet eure Reise, die euch zu unterschiedlichen, teils auch recht witzigen Charakteren führen wird. Marin schließt schnell Freundschaft mit euch und bezaubert durch ihren Gesang, der sich auch als nicht ganz unwichtig herausstellen wird. Als überraschend schüchtern erweist sich ein älterer Herr namens Ulrira, der sich nicht traut, Auge in Auge eine Unterhaltung mit euch zu führen. Sucht ihr aber eine von mehreren Telefonzellen auf der Insel auf, dann gibt er euch aus der Ferne gerne Auskunft über eure nächsten Ziele. Ebenfalls hilfreich ist eine weise Eule, die hin und wieder vorbeifliegt und Tipps für euch parat hat, wie wir es auch aus einigen anderen Zelda-Ablegern kennen. Und dann wäre da noch Madame Mioumiou, stolze Besitzerin eines Kettenhundes. Ihr habt richtig gelesen: Die aus der Super Mario-Reihe bekannten Kettenhunde schauen einfach mal im Zelda-Universum vorbei.


Im Spiel finden sich zahlreiche Anspielungen auf das Mario-Universum. Manche Passagen werden in der Seitenansicht dargestellt. © Nintendo

Wie in keinem zweiten Zelda-Spiel wimmelt es in Link’s Awakening vor Anspielungen, besonders auf Nintendos Klempner. So sieht Tarin dem italienischen Nintendo-Maskottchen nicht nur sehr ähnlich, beim Verzehr eines Pilzes verwandelt er sich auch noch in einen Waschbären. Das kommt uns doch irgendwie bekannt vor! An mehreren Stellen wird uns das Geschehen kurzzeitig aus einer 2D-Seitenansicht präsentiert. In dieser typischen Jump 'n' Run-Perspektive begegnen uns dann sogar Gumbas und Piranha-Pflanzen. Bei einem Greifhaken-Minispiel könnt ihr eine Yoshi-Puppe gewinnen, und ein riesiges, mysteriöses Windfisch-Ei, das auf dem höchsten Berg der Insel thront, erinnert auffällig an ein Yoshi-Ei. Aber auch Anspielungen ohne Mario-Referenzen lassen sich finden. So begegnen wir etwa Dr. Wright aus dem Spiel Sim City. Das sind noch längst nicht alle Charaktere und Anspielungen, die euch über den Weg laufen werden, aber an dieser Stelle sei einfach gesagt: Die Reise ist sehr unterhaltsam!


In bester Zelda-Tradition versprüht Link’s Awakening besonders viel Charme durch liebevolle Details, die in der frei erforschbaren Oberwelt platziert worden sind. So bekämpft ihr kleinere Widersacher, durchsucht Büsche und Gräser nach Rubinen oder Herzen und entdeckt unterschiedliche Gebiete wie Dörfer, Gewässer, Gebirge oder einen Friedhof. Eure Rubine dienen als Währung und können zum Kauf von Ausrüstung eingesetzt werden. Ihr habt auch die Möglichkeit Ladendiebstahl zu begehen und euren Reichtum lieber in eine Floßfahrt zu investieren, aber euer Verbrechen wird nicht ohne Konsequenzen bleiben. Darum erfreut euch doch lieber an einer langen Reihe an Tauschgeschäften, bei denen ihr immer wieder Gegenstände von anderen Charakteren erhaltet und diese dann wieder an anderer Stelle gegen neue Gegenstände eintauscht. Obwohl das zu erforschende Territorium übersichtlich ist und das Spiel vom Gesamtumfang her zu den kürzeren Zelda-Abenteuern gehört, steckt also jede Menge Unterhaltung in der kurzweiligen Reise. Dem Ganzen liegt ein einfaches Konzept zugrunde: Ihr könnt grundsätzlich von Beginn an die Insel frei bereisen, allerdings versperren euch immer wieder verschiedene Hindernisse den Weg, die ihr erst durch bestimmte Ausrüstungsgegenstände wie Kraftarmbänder, einen Enterhaken, Schwimmflossen oder anderes überwinden könnt. Solche Items erhaltet ihr zumeist, indem ihr die verschiedenen Dungeons aufsucht – womit wir beim nächsten Thema angelangt wären: dem Gameplay.


Das Gameplay: In Dungeons warten Bösewichte und wertvolle Items


Ich glaube, es macht sogar heute noch Spaß, das Spiel zu spielen!“ (Takashi Tezuka, Quelle: Nintendo)


Diese Aussage von Herrn Tezuka bezog sich noch auf das ursprüngliche Game Boy-Spiel, das nun schon seit Jahrzehnten immer wieder neue Fans hinzugewonnen hat und darum nicht nur mit der bunten Neuauflage für den Game Boy Color, sondern auch mit einer Wiederveröffentlichung im Rahmen der Virtual Console für den Nintendo 3DS beehrt wurde. Allen bisherigen Versionen des Spiels war gemein, dass sie auf der Hardware des Game Boy (Color) basierten und wir folglich mit den entsprechenden Einschränkungen leben mussten. Der Sprung auf die Nintendo Switch dagegen brachte eine komplette Überarbeitung mit sich. Obwohl Link’s Awakening in vielen wesentlichen Punkten absolut identisch zum Original ist, wurde es von Grund auf neu programmiert und somit an die moderne Technik angepasst. Das macht sich natürlich besonders grafisch bemerkbar, aber auch ansonsten ist klar: Es fühlt sich nicht an, als würden wir ein altes Game Boy-Spiel in Händen halten. Interessant zu sehen ist deshalb, wie manche Aspekte modernisiert, andere aber wohl bewusst originalgetreu beibehalten wurden.


Obwohl Link ausschließlich mit dem Analog-Stick gesteuert werden kann, könnt ihr seine Bewegungen nur in acht Richtungen ausrichten. © Nintendo

Ein Punkt, den man kritisch sehen kann, ist die Steuerung. Obwohl wir heutzutage an eine freie Stick-Steuerung gewöhnt sind, lässt sich Link wie in alten Steuerkreuz-Zeiten nur in acht Richtungen bewegen. Das gilt natürlich dann auch für die Richtungen, in die er den Bumerang, den Enterhaken oder Pfeile abfeuert. Ehrlich gesagt hat mich das nicht sonderlich gestört. Es fällt auf, wenn man gezielt darauf achtet, aber im Spielgeschehen bin ich nur selten darüber gestolpert. Trotzdem fragt sich, was wohl der Grund dafür sein mag. Man hätte ja einfach das Steuerkreuz am Nintendo Switch Pro Controller bzw. entsprechende Joy-Con-Knöpfe für diese Variante zur Verfügung stellen können. Stattdessen bleibt das Steuerkreuz ohne Funktion und der Analog-Stick wird überhaupt nicht analog verwendet. Womöglich haben Tests gezeigt, dass eine analoge Fortbewegung das Spielgefühl zu sehr vom originalen Erlebnis entfernt, zumindest wäre das ein möglicher Erklärungsansatz. Doch wie gesagt: Wenn ich nicht darüber nachgedacht habe und einfach im Abenteuer versunken bin, war die Steuerung letztlich kein Störfaktor. Ich möchte aber nicht ausschließen, dass andere Spieler sich mehr daran stoßen könnten.


Weiterhin interessant ist es zu sehen, wie das Scrollen des Bildschirms umgesetzt wurde. Im Original wechselt das Spiel zwischen statischen Bildschirmen, wenn Link das Gebiet an der Seite verlässt. So entsteht praktisch ein Gelände in Schachbrettform, das in diverse Quadrate eingeteilt ist. Jedes Quadrat für sich ist dann ein eigenes, kleines Universum mit eigenen Gegenständen, Gegnern oder Gebäuden. Das wird auch gern als Diorama-Stil beschrieben. Obwohl die Landschaften in der Neuauflage fast haargenau nachgebaut wurden, hat man sich dazu entschieden, die Kamera moderner zu gestalten. Sie folgt nun dem Protagonisten und scrollt folglich durch die Landschaft. Das empfand ich beim Spielen als gute Entscheidung und wesentlich angenehmer im Vergleich zum permanenten Bildschirmwechsel des Originals. Allerdings haben die Entwickler dies nicht mit absoluter Konsequenz durchgezogen: Betretet ihr einen Dungeon, wechseln die Bildschirme wieder im klassischen Stil – offenbar, weil hier noch stärker jeder Raum für sich steht und eigene Rätsel und Gegner bereithält, im Gegensatz zur zusammenhängenden Oberwelt. Deshalb empfand ich das auch nicht als störend, sondern passend.


In jedem Dungeon wartet ein Endgegner auf euch. © Nintendo

Allgemein ist zu sagen, dass Link’s Awakening der klassischen Zelda-Dungeon-Formel folgt, der ein typisches Gameplay-Muster zugrunde liegt. Zumeist muss Link in der Oberwelt den Zugang zu einem Dungeon freilegen, etwa durch das Finden eines Schlüssels. Die meisten Dungeons werden dabei in einer festen Reihenfolge abgearbeitet, sodass wir von einem weitestgehend linearen Ablauf des Abenteuers sprechen können. Im Dungeon angelangt, erforscht ihr dessen Räume, findet Schlüssel, öffnet Truhen, löst kleine Rätsel und besiegt viele kleine Gegner. Zudem stellen sich euch früher oder später Zwischengegner in den Weg, die ihr mit einer speziellen Taktik, die es herauszufinden gilt, besiegen könnt. Auf diese Weise gelangt ihr üblicherweise an neue Ausrüstungsitems oder Waffen, die euch ein Weiterkommen im Dungeon und auch später in der Oberwelt ermöglichen. Natürlich wartet zum Schluss noch ein Endboss auf euch. Besiegt ihr diesen, erhaltet ihr einen Herzcontainer, der ebenfalls ganz Zelda-typisch die Anzahl eurer Herzen erhöht, wodurch ihr mehr Treffern von Gegnern standhalten könnt. Auch das Sammeln von versteckten Herzteilen in der Oberwelt, von denen vier Stück ebenfalls ein weiteres Herz hinzufügen, ist wieder mit an Bord. Speziell bei diesem Zelda-Abenteuer erhaltet ihr durch das Meistern der insgesamt acht regulären Dungeons jeweils ein Musikinstrument, womit ihr dem Ziel die Insel zu verlassen näherkommt.


Zum Schwierigkeitsgrad ist zu sagen, dass Link’s Awakening zu den leichteren Spielen der Reihe gehört. Es bietet zwar einige Herausforderungen, ist aber durchaus schaffbar, wenn ihr mit Motivation und Spaß bei der Sache seid. Habt ihr erstmal genügend Herzteile und Ausrüstungsgegenstände beisammen, stellen die meisten einfachen Gegner keine besonders große Bedrohung mehr dar. Bei größeren Gegnern geht es in der Regel darum, die richtige Taktik zu finden und die Rätsel sind alles in allem lösbar. Natürlich kann es trotzdem vorkommen, dass man mal auf dem Schlauch steht und nicht weiterweiß. Doch keine Sorge: Aufgrund der Nähe zum Original hilft euch auch ein Blick auf die zahlreichen Internetseiten zu den Original-Spielen, die Tipps, Tricks und Komplettlösungen bereithalten. Solltet ihr dagegen Sorge haben, dass ihr vielleicht nicht genug gefordert werdet, kann ich euch den Helden-Modus ans Herz legen. Dieser ist von Beginn an wählbar und sorgt dafür, dass der erlittene Schaden durch gegnerische Angriffe verdoppelt wird. Zudem erscheinen keine Herzen im Spiel. Dagegen reicht es im normalen Modus in aller Regel aus, euer Schwert als Rasenmäher zu missbrauchen, um eure angeschlagene Herzleiste nach einem verlustreichen Kampf wieder zu füllen.


Die Technik: Alles neu macht die Switch


Es war, als würden wir eine Parodie von Zelda machen.“ (Takashi Tezuka, Quelle: Nintendo)


Mit dieser Aussage bezog sich Herr Tezuka auf das Einbauen von Figuren wie Yoshi in ein Zelda-Spiel, was schon recht mutig war und heute vielleicht gar nicht mehr vorkommen würde. Aber auf dem kleinen schwarz-weißen Bildschirm des Game Boy „dachten wir, es wäre schon in Ordnung“. Die Nintendo Switch kann selbstverständlich weit detailliertere und höher aufgelöste Darstellungen bieten. Wer sich also fragt, was die neue Version von Link’s Awakening denn nun vom Original unterscheidet, wird als erstes auf die Grafik aufmerksam werden. Ein einziger Blick auf Screenshots oder Videos des Remakes macht deutlich, dass man sich dazu entschieden hat, sich völlig von der veralteten Game Boy-Grafik zu verabschieden und das Abenteuer in neuem Glanz erstrahlen zu lassen.


Der Grafik-Stil ist eine Frage des Geschmacks und dürfte bei euch unterschiedlich gut ankommen. © Nintendo

Während man beim Thema Grafik früher recht einfach in den Kategorien „gut“ und „schlecht“ im Sinne von „auf dem neuesten Stand der Technik“ oder eben „veraltet“ sprechen konnte, ist es heutzutage komplizierter geworden. Es stellt sich weniger die Frage der allgemeinen Qualität, sondern eher die des Grafik-Stils. Und diesen kann man subjektiv sehr unterschiedlich bewerten. Dies lässt sich an der Zelda-Reihe besonders gut erkennen. Das Ganze begann mit dem GameCube-Ableger The Wind Waker, der überraschend in einem damals für die Reihe untypischen Comicstil präsentiert wurde. Seither gibt es unter den Zelda-Fans verschiedene Lager, die unterschiedliche Grafikstile bevorzugen. Und so sorgte auch das neue Link’s Awakening bei seiner Ankündigung für Verwunderung. Auf der einen Seite steht es außer Frage, dass die Optik verglichen mit dem Original in absolut jeder Beziehung überlegen ist und in wirklich neuem Glanz erstrahlt. Andererseits sind einige Design-Entscheidungen wie die Darstellung des Hauptdarstellers mit seinen länglichen, schwarzen Augen gewöhnungsbedürftig. Ich selbst war im ersten Moment nicht begeistert, habe mich dann aber beim Spielen schnell daran gewöhnt. Die Entscheidung, ob der Stil gefällt, darf also jeder für sich selbst treffen und soll sich nicht auf unsere Wertung im Test auswirken.


Interessant in diesem Zusammenhang ist ein Unschärfe-Effekt, der am Rand des Geschehens erzeugt wird, während Link durch die Oberwelt läuft. Während das Zentrum absolut scharf dargestellt wird, ändert sich das am oberen und unteren Bildschirmrand deutlich. Was diesen Punkt betrifft, habe ich bis jetzt keine eindeutige Meinung, ob mich das jetzt stört oder es mir sogar gefällt. Auch hier gilt, dass es mir zu Beginn ins Auge gefallen ist und ich es später gar nicht mehr wahrgenommen habe. Ähnliches gilt für das Thema Ruckeln: Gerade zu Beginn und als ich besonders darauf geachtet habe, ist mir aufgefallen, dass das neue Bildschirmscrollen gelegentlich nicht ganz so butterweich abläuft, wie man es sich wünschen würde. Aber auch das hat mich später überhaupt nicht mehr gestört und ich habe es auch nicht mehr bewusst wahrgenommen. Ich bin allgemein nicht sehr empfindlich bei diesem Thema, darum habe ich mal meinen Kollegen Max nach seiner Einschätzung gefragt (ein Zusatzfazit von ihm findet ihr unten). Er hat das Ruckeln ebenfalls wahrgenommen und empfindet es als störender als ich. Er kritisiert besonders, dass es sich unnötig anfühlt. Vermutlich hätte Nintendo bei einem doch recht bedeutenden Titel wie Link’s Awakening noch etwas mehr Mühe in diesen Bereich investieren können, um ein flüssiges Gameplay zu gewährleisten.


Die Anfangssequenz im Anime-Stil stimmt euch packend ein. © Nintendo

Im Gegensatz zu diesen durchaus kontrovers wahrnehmbaren Aspekten wurde eine Szene schon im Trailer zum Spiel sehr positiv aufgenommen: Das Spiel beginnt mit einer ziemlich coolen Anime-Sequenz, in der Link wie oben beschrieben auf seinem Boot durch die extrem stürmische See fährt. Diese Szene ist sehr cool, sehr dramatisch inszeniert und macht direkt richtig Lust auf das Spiel. Schön ist auch, dass die Szene direkt beim Starten des Spiels eingespielt wird, noch vor dem Auftauchen des Hauptmenüs. Der entsprechende Gegenpart auf dem Game Boy kann da nicht ansatzweise mithalten, hier kommt Kino-Feeling auf! Wer allerdings gehofft hat, dass dies der Anfang einer Reihe aufwendig produzierter Anime-Sequenzen sein könnte, den muss ich leider enttäuschen. Anschließend bleibt das Spiel seinem Ingame-Grafikstil treu und erzählt die Geschichte in bekannter Weise durch eingeblendete Textboxen.


Nicht unerwähnt bleiben sollte auch der Sound. Ähnlich wie bei der Grafik profitieren unsere Ohren enorm vom technischen Fortschritt seit den Game Boy-Tagen. 8-Bit-Dudelmelodien können sicherlich ihren Charme haben, aber die aufpolierten Soundeffekte und Musikstücke der runderneuerten Fassung von Link’s Awakening wissen doch schon deutlich mehr zu gefallen und verbinden sich nahtlos mit der Grafik, die zusammen eine zauberhafte Atmosphäre erschaffen, die die Spieler in ihren Bann ziehen kann. Das ist besonders erfreulich, weil die Musik auch inhaltlich eine wichtige Rolle spielt: Im Laufe des Spiels erhält Link eine Okarina und lernt Melodien, die bestimmte Effekte erzeugen – beispielsweise die Teleportation an andere Orte. Der Krötenrap von Wart, dem Warzenfrosch mag zwar nicht mein Lieblingssong sein, aber ein Grinsen konnte er mir schon ins Gesicht zaubern. Zudem sammelt ihr in jedem Dungeon ein neues Instrument, das für die Auflösung des Rätsels um die geheimnisvolle Insel Cocolint und den mysteriösen Windfisch noch eine Rolle spielen wird. Unvergessen bleibt den Spielern auch Marins Gesang, der jetzt bezaubernder klingt als jemals zuvor. Ob man sich also für Feinheiten wie den Grafikstil begeistern kann oder nicht, insgesamt weiß die Präsentation von Link’s Awakening zu überzeugen und wurde erfolgreich entstaubt.


Die kleinen Unterschiede: Versionen, Neuerungen und Änderungen


Bei den Kondomen bei Zelda war es so, dass ich, als ich die Dinger gesehen habe, gesagt habe: ‚Sind das elektrische Kondome?‘ Und irgendwie fanden die Japaner den Satz so lustig. Also die haben sich wirklich bepisst vor Lachen.“ (Claude M. Moyse, Quelle: Nerdwelten Podcast)


Wie kommen wir bei einem Zelda-Spiel plötzlich zum Thema Kondome? Diese Frage stellten sich schon zu Game Boy-Zeiten sicher nicht wenige Spieler der deutschen Version von Link’s Awakening. Also kann ich unmöglich einen Test zur Neuauflage schreiben, ohne auf die kleinen, aber expliziten Unterschiede der verschiedenen Versionen des Spiels einzugehen. Beginnen wir mit den deutschen Bildschirmtexten. Diese wurden für das ursprüngliche Spiel in einer Zeit erstellt, als es noch keine große, professionelle dafür zuständige Abteilung bei Nintendo gab. Stattdessen suchte man in den eigenen Reihen nach einem Menschen, der der benötigten Sprache mächtig war und stieß auf Claude M. Moyse. Ihn kennen vielleicht einige von euch als Chefredakteur des Club-Nintendo-Magazins. Kultstatus erhielt er aber durch seine deutschen Texte verschiedener Spiele, darunter Link's Awakening. Im Spiel gibt es den Gegner Buzz Blobb, ein elektrisch aufgeladenes Schleimwesen, das Herrn Moyse aufgrund seiner Optik zum obigen Zitat bewegte. Das wiederum inspirierte ihn dazu, beim Ansprechen des Wesens durch Link folgenden Text erscheinen zu lassen: „Nie ohne Kondom!“


Links Begegnung mit dieser Meerjungfrau ist legendär. Erwartungsgemäß bietet die Neuauflage des Spiels aber die entschärften Dialoge. © Nintendo

Auch andere Passagen des Spiels stachen durch anzügliche Anspielungen aus dem üblichen Zelda-Universum heraus – oder sollte man besser „auszügliche“ sagen? Ihr werdet nämlich auf eine Meerjungfrau treffen, die in der ursprünglichen Version ihren Bikini verloren hatte und der nun von Link gefunden werden soll. Schon bei der Game Boy Color-Version des Spiels wurden derartige Passagen aber entschärft. So ist nicht mehr von einem Bikini die Rede, sondern von einer Perlenkette. Wer bis jetzt noch gehofft hat, dass Nintendo die Moyse-Übersetzung auf der Nintendo Switch wieder herauskramen würde, den muss ich leider enttäuschen – Nintendo bleibt beim harmloseren, familienfreundlicheren und (zugegebenermaßen) auch professionelleren entschärften Ton. Dies war vorherzusehen und macht auch das Spiel nicht schlechter. Trotzdem muss ich zugeben, dass ich bei solchen Gelegenheiten dieser lockeren und experimentellen Herangehensweise hinterhertrauere, die ja das ganze Spiel erst ermöglich hat. Ebenfalls nicht auf die Nintendo Switch hat es leider das Easteregg geschafft, dass im Hauptmenü ein anderer Song gespielt wird, wenn man „Moyse“ als eigenen Namen eingibt – das war damals eine große Ehre für Claude M. Moyse. Es funktioniert aber weiterhin mit dem Namen „Zelda“ – probiert es einfach mal aus.


Doch es gibt noch mehr Dinge, die sich in den verschiedenen Versionen des Spiels geändert haben. Eine Kleinigkeit ist der Name des Kettenhundes von Madame Mioumiou. Er hieß ursprünglich „Struppi“, wurde aber in der Virtual Console-Version von Link’s Awakening DX umbenannt in „Komet“ – warum auch immer. Diesen neuen Namen hat man dann auch in die Nintendo Switch-Version übernommen. Eine andere Änderung ist klein, aber sinnvoll und bringt etwas mehr Komfort beim Spielen: Einige Ausrüstungs-Upgrades wie das Kraftarmband, mit dem ihr besonders schwere Gegenstände wie Steine anheben könnt, werden nun automatisch angelegt, sobald ihr sie erhalten habt. In früheren Versionen musstet ihr sie auf einen von zwei Aktionsknöpfen legen, um sie verwenden zu können. Auf der Nintendo Switch habt ihr dort nun Platz für Bogen, Enterhaken oder andere nützliche Items und müsst nicht mehr so häufig im Menü durchwechseln.


Unvergessen bleibt die Szene, in der Link mit dem Kettenhund spazieren geht. © Nintendo

Überarbeitet wurde auch das Greifautomaten-Minispiel im Mövendorf. Das Spielprinzip bleibt gleich: Durch zwei mehr oder weniger lange Knopfdrücke bewegt ihr einen Greifarm mehr oder weniger weit nach rechts bzw. nach hinten. Anschließend greift das Gerät zu, und wenn Präzision und Timing stimmen, schnappt es sich ein Item und bringt es zu euch. In den bisherigen Versionen liefen die Items auf Fließbändern im Kreis herum, was es recht kniffelig machte, sich das richtige Timing anzueignen. Bei der Neuauflage gibt es jetzt neben beweglichen Items auch solche, die an Ort und Stelle bleiben und es euch somit deutlich einfacher machen. Andererseits werden nun physikalische Gesetzmäßigkeiten simuliert. Greift sich der Automat einen Gegenstand, kann er durch die Bewegungen im schlimmsten Fall auch wieder herausfallen und an einer anderen Stelle liegenbleiben. Dann könnt ihr ihn in einem neuen Versuch von dort einsammeln, müsst aber für jeden Versuch wieder Rubine zahlen. Das macht es schon etwas kniffeliger. Trotzdem fand ich es unterm Strich auf der Nintendo Switch einfacher, mir die gewünschten Items zu schnappen, als in der Game Boy-Version.


Trotz solcher Änderungen bieten alle Versionen im Großen und Ganzen das gleiche Abenteuer. Eine größere Änderung, die neue Inhalte brachte, gab es aber in der DX-Version. Die neue Farbe im Spiel inspirierte die Entwickler zu einem komplett neuen Dungeon. Das Labyrinth der Farbe ist optional und lässt sich auf dem Friedhof finden. Wer den Zugang erreichen möchte, sollte aber bestenfalls ein Bücherwurm sein und in der Bücherei vorbeischauen. Dieser Dungeon fokussiert sich ganz auf das Thema Farbe und bietet einige Farbrätsel. Zumal es für das Durchspielen nicht notwendig ist, den Dungeon zu betreten, wartet am Ende auch kein neues Musikinstrument auf euch. Trotzdem lohnt es sich, dort vorbeizuschauen: Als Belohnung winkt ein neues Outfit: Das rote Gewand verstärkt euren Angriff, das blaue erhöht eure Verteidigung. Wählt also weise zwischen beiden Möglichkeiten. Die letzte Neuerung, die im nächsten Abschnitt genauer vorgestellt wird, ist die ganz neue Möglichkeit, eigene Dungeons zu erstellen. Dies könnt ihr machen, wenn ihr den Totengräber Boris in seiner Hütte besucht. Aber dafür gibt es auch einen Inhalt, der es nicht auf die Nintendo Switch geschafft hat: In der DX-Version auf dem Game Boy Color konntet ihr eine Maus besuchen, die als Fotograf an verschiedenen Stellen des Spiels Schnappschüsse gemacht hat. Die Fotos konntet ihr nicht nur digital anschauen, sondern sogar mit dem Game Boy Printer ausdrucken. Diese Neuerung der DX-Version wurde jetzt wieder gestrichen. An der Stelle, an der der Fotoladen stand, befindet sich in der Nintendo Switch-Version die Hütte von Boris.


Die eigenen Dungeons: Boris präsentiert den Mini-Zelda-Maker


Wenn ich ein Remake […] erschaffe, will ich nicht einfach nur genau dasselbe machen; ich möchte immer neue Elemente integrieren. Auch für Leute, die das Original gespielt haben, soll es eine frische Erfahrung sein.“ (Eiji Aonuma, Quelle: Kotaku)


Wer selbst Dungeons bauen will, muss den Totengräber Boris in seiner Hütte besuchen. © Nintendo

Das bedeutendste neue Element in der Neuauflage von Link’s Awakening ist die Möglichkeit, eigene Dungeons zu bauen. Dies könnt ihr machen, sobald ihr im Abenteuer die Hütte von Boris gefunden habt. Immer dort (und nicht etwa über einen Punkt im Hauptmenü) dürft ihr euch kreativ austoben. Die Dungeons werden auch Kammerlabyrinthe genannt, weil es sich bei dieser Tätigkeit im Grunde einfach um das Zusammenbasteln verschiedener Kammern handelt. Und das funktioniert so: Boris versorgt euch mit verschiedenen Kammern, die bereits vorgefertigte Räume enthalten. Dies ist schon etwas enttäuschend, wenn man sich auf etwas mehr kreative Freiheiten gefreut hat. Ihr dürft also keine Gegner in den Räumen platzieren, eigene Rätsel erfinden oder am Design der Umgebung basteln. Zudem wird euch auch nicht allzu viel Neues geboten, denn die allermeisten Kammern kennt ihr bereits aus dem Abenteuer! Habt ihr einen Dungeon im Spiel erfolgreich bewältigt, findet ihr dessen Räume quasi als Puzzleteile bei Boris wieder.


Was also macht ihr mit den Kammern? Im Grunde ist eure Aufgabe recht einfach: Ihr platziert die Kammern auf einer Karte mit Schachbrettmuster. Sie werden so platziert, dass ein zusammenhängendes System aus Räumen entsteht, bei dem eine Eingangskammer durch verschiedene andere Räume mit einer Endbosskammer verbunden ist. Im Grunde war es das auch schon. Allerdings müsst ihr auf ein paar Kleinigkeiten achten. Beim Bauen ist es praktisch unerheblich, welchen Inhalt eine Kammer hat. Es können Räume aus ganz unterschiedlichen Dungeons einfach nebeneinandergelegt werden – was schon einen gewissen Reiz hat. Allerdings unterscheiden sich die Kammern insofern, als dass sie verschieden viele Ausgänge bzw. Verbindungen zu Nachbarräumen haben. So gibt es Kammern mit nur einer Verbindungsmöglichkeit, davon aber vier Varianten – mit einer Verbindung nach links, rechts, vorne oder hinten. Dann gibt es Kammern mit zwei Verbindungen (etwa nach links und vorne, nach links und rechts usw.), mit drei Verbindungen oder mit vier Verbindungen in alle Richtungen. So müssen also immer passende Kammern gewählt werden, um ein geschlossenes System zu erschaffen. Das ist nicht gerade kompliziert, schränkt aber eure Auswahl immer etwas ein.


Rechts seht ihr eine Auswahl an Kacheln, also Räumen aus bereits besuchten Dungeons. Diese setzt ihr links neu zusammen und erschafft so eigene Kammerlabyrinthe. © Nintendo

Zudem achtet ihr auf verschlossene Türen. In manchen Kammern wird angezeigt, dass eine Verbindung mit einem Schloss gesichert ist. Wenn ihr diese verbaut, müsst ihr eine Kammer mit Schatztruhe irgendwo einbauen, die dann automatisch einen kleinen Schlüssel enthält. Auch hier gilt: Ihr könnt nicht selbst verschlossene Türen oder Schatztruhen in Kammern platzieren, sondern nur solche vorgefertigten Kammern aussuchen, die bereits entsprechend ausgestattet sind. Dabei dürft ihr nicht weniger Schatztruhen als verschlossene Türen einbauen. Umgekehrt ist das schon möglich, dann findet ihr Rubine in den zusätzlichen Truhen. Der letzte gefundene Schlüssel ist immer automatisch derjenige, der den Weg zum Endgegner öffnet. Neben der direkten Verbindung benachbarter Kammern könnt ihr alternativ auch zwei Kammern mit Treppen einbauen. Dann erscheint beim Spielen eine Untergrundpassage in 2D-Seitenansicht, die beide Kammern verbindet, egal wo sie auf dem Bauplan bzw. der Karte platziert wurden.


Wie erwähnt erhaltet ihr die meisten kleinen Kacheln, welche die verschiedenen Kammern symbolisieren, von Boris bzw. durch das Spielen des Abenteuers. Es gibt aber auch andere Wege, den Vorrat an Kacheln aufzustocken. Beispielsweise könnt ihr welche im Spiel entdecken, wenn ihr etwa den Laden besucht oder das Greifhaken-Minispiel spielt. Nicht von Anfang an, aber ab einem bestimmten Zeitpunkt könnt ihr dort neue Kammern erwerben. Eine weitere Möglichkeit ist der Einsatz von amiibo. Bei Boris dürft ihr auf Wunsch eure amiibo, die Bezug zur The Legend of Zelda-Reihe haben, anwenden. Sowohl neue als auch ältere amiibo rund um Link, Zelda & Co. sind kompatibel, andere amiibo (Mario etc.) allerdings nicht. Pro amiibo gibt es eine neue Kachel für eure Kammerlabyrinthe. Schön ist, dass die amiibo zusätzlich auch für eine Funktion benutzt werden, die über dieses einfache Freischalten hinausgeht: Ihr könnt eure selbstgebauten Dungeons auf einem amiibo abspeichern und so zu euren Freunden bringen, die dann eure Kreationen ausprobieren dürfen. Natürlich hätte man auch einfach Online-Funktionen dafür einrichten können, aber darauf hat Nintendo komplett verzichtet. Wer den neuen, zeitgleich mit dem Spiel erscheinenden Link-amiibo besitzt, kann damit Schatten-Link freischalten, der als Gegner in euren eigenen Kammerlabyrinthen auftaucht.


Wenn ihr selbstgebaute Dungeons spielt, wird automatisch mitgestoppt, wie lange ihr bis zum erfolgreichen Beenden braucht. © Nintendo

Abgesehen vom Zusammenbasteln der Labyrinthe ist natürlich das anschließende Spielen interessant. Auch wenn die neue Zusammenstellung der Kammern das Ganze etwas frischer wirken lässt, empfand ich die Erfahrung bei Weitem nicht so reizvoll wie das Spielen der Dungeons im Abenteuer – man hat halt alles schon vor nicht allzu langer Zeit gesehen und gemeistert. Um etwas zusätzliche Motivation zu wecken, hat Nintendo eine Stoppuhr eingebaut, die misst, wie schnell ihr einen selbstgebauten Dungeon bewältigt. Das könnt ihr dann nutzen, um eure eigenen Rekorde zu brechen oder eure Freunde versuchen zu lassen, eure Bestzeit zu knacken. Zudem hat Boris einige Herausforderungen für euch vorbereitet. Diese dienen aber zumeist eher als Tutorial (beispielsweise die Herausforderung, zwei Kammern mit Treppen zu verbinden) oder sind ganz nett, aber nicht besonders spektakulär (wie die Herausforderung, die Kammern in Herz- oder Bombenform anzuordnen).


Alles in allem konnte mich der neue Baumodus nicht überzeugen. Das Bauen selbst bietet kaum Herausforderung und lässt so gut wie keine kreativen Freiheiten. Einfach nur vorgefertigte Räume aneinander zu basteln ist dann doch eher unspektakulär und motiviert nicht sonderlich lange. Das Spielen selbst ist ganz nett, wenn man die Dungeons mag und so einfach mal in neuer Kombination erleben möchte. Zudem dürften sich Highscore-Jäger über das Speichern der Bestzeiten freuen. Trotzdem: Mehr als „ganz nett“ ist das Ganze wirklich nicht und wirkt im Kontrast zum eigentlichen Abenteuer, das fast auf ganzer Linie überzeugen kann, dann doch enttäuschend. Vor allem aber blicke ich auf die ganzen ungenutzten Möglichkeiten. Natürlich musste es nicht zwangsläufig ein vollwertiges Gegenstück zu Super Mario Maker werden, das wäre als Bonusinhalt in einem vollwertigen Spiel schon etwas viel verlangt. Aber etwas mehr kreative Freiheiten, und sei es nur die Möglichkeit, eigene Gegner, Türen, Truhen, Items usw. in Räumen zu platzieren, hätte ich mir schon gewünscht.

Unser Fazit

9

Geniales Spiel

Meinung von Roman Dichter

Mit The Legend of Zelda: Link's Awakening erscheint eines der besten Zelda-Abenteuer auf der Nintendo Switch. Das rundum gelungene Remake lässt den Klassiker in neuem Glanz erstrahlen. Anstatt das alte Game Boy-Spiel nach dem Virtual-Console-Prinzip einfach ohne großen Aufwand erneut zu veröffentlichen, entschied man sich dazu, das Spiel von Grund auf neu zu programmieren und mit zeitgemäßen Grafiken und Sounds auszustatten. Beeindruckend ist dabei, wie nah die Neuauflage tatsächlich am Original geblieben ist. Sehr detailverliebt wurden fast alle Schauplätze exakt nachgebaut und optisch verfeinert. Das führt dazu, dass ein Spiel, das schon damals als Meisterwerk galt, schlicht und einfach auch heute noch immer eines ist. An diesem Spiel kommt niemand vorbei! Wer es bisher noch nicht kannte, kann bedenkenlos zugreifen. Kennt ihr das Spiel von früher, dann wird es euch erneut gefallen und dabei trotzdem frisch wirken. Dennoch kann man mit Blick auf die Details auch Kritikpunkte finden: Wer empfindlich auf Ruckler reagiert, wird sich stellenweise daran stoßen. Der allgemeine Grafikstil und die Tatsache, dass Link sich trotz Stick-Steuerung nur in acht Richtungen bewegen kann, fallen in den Bereich des persönlichen Geschmacks und werden nicht jedem Spieler zusagen. Und die große Neuerung, die Möglichkeit, eigene Dungeons zu erstellen, erweist sich als ganz netter Bonus, der aber weit hinter den denkbaren Möglichkeiten zurückbleibt und nur wenig Kreativität zulässt. Doch letztlich sind das alles Details, die uns den Spaß am Abenteuer nicht nehmen können. The Legend of Zelda: Link's Awakening ist ein sehr kurzweiliges, liebevoll gestaltetes und humorvolles Abenteuer, das die Spieler in seinen Bann zieht und nicht mehr loslässt, bis schließlich alle Dungeons gemeistert wurden und das Geheimnis um die mysteriöse Insel Cocolint gelüftet wurde. So bleibt mir unterm Strich nur zu sagen: Kauft euch dieses Spiel!
Mein persönliches Highlight: Die zahlreichen humorvollen Anspielungen und die Einbindung von Figuren aus dem Mario-Universum

Meinung von Max Kluge

The Legend of Zelda: Link's Awakening ist ein ziemlich gelungenes Remake, das besonders die Spieler abholen dürfte, die authentische und originalgetreue Umsetzungen von Videospielklassikern mögen. Besonders lobend zu erwähnen sind die vielen kleinen grafischen Details und der Soundtrack, der den Spagat zwischen Original und Neuinterpretation erstaunlich gut schafft. So fühlt sich der Titel über weite Strecken so an, als würdet ihr einfach eine modernere Version der Vorlage spielen. Die Stabilität der Framerate darf Nintendo hingegen gerne noch einmal überarbeiten: Sobald es in die größeren Umgebungen des Spiels geht, in denen sich mehrere Monster tummeln, bricht diese gerne einmal ein, was den eine oder anderen unter euch durchaus stören könnte. Der Dungeon-Editor ist ein ganz nettes Extra, welches allerdings verlorenes Potenzial erahnen lässt: Hier wäre vermutlich mehr drin gewesen. Trotzdem bietet der Titel aufgrund seiner Liebe zum Detail und dem Gameplay, was auch 26 Jahre nach der Erstveröffentlichung immer noch ordentlich Laune macht, eine sehr runde Spielerfahrung.
Mein persönliches Highlight: Die tolle Umsetzung des Soundtracks und der neue Grafikstil, der wirklich sehr gelungen ist

Awards

Spiele-Hit NTA 19 - Beste Ästhetik

Die durchschnittliche Leserwertung

28 User haben bereits bewertet

Kommentare 47

  • USER0815

    SMM2-ID: VT6-K90-7SG

    Technische Probleme, Dungeon Maker lahm, kurzer Spaß im allgemein und dann ne 9?
    Wenn ihr meint. Ich will das Spiel nicht schlecht reden, aber ne 8 hätte es auch getan!
    Ich mein wo ist denn da noch Luft nach oben?
    BotW2 ist dann ne 11/10, ja? :ugly:

  • Darkseico

    Turmheld

    @USER0815
    Ich denke mal das ist meckern auf hohem Niveau. Zumindest liest sich das so im Test.
    Der Dungeon Maker ist ja nur ne dreingabe. Ob mit oder ohne tut dem Spiel überhaupt keinen Abbruch. Ob 8 oder 9 würde jetzt auch nichts großartig verändern.

  • Ande

    Meister des Turms

    Eine 9 ist schonmal eine Ansage, ich freue mich schon drauf. Bringt der rote Anzug dieses mal überhaupt etwas? Damals waren 99% der Gegner mit einem Schlag Geschichte und Bosse mussten sowieso durch mehrere Phasen, deshalb habe ich mir damals die blaue Tunika geschnappt...

    Es funktioniert aber weiterhin mit dem Namen „Zelda“ – probiert es einfach mal aus.

    Ich hatte dazu mal einen Newsvorschlag gemacht, obwohl Moyse nicht mehr geht hat es dafür Totakeke, welches damals nur in der japanischen Version ging, diesmal auch zu uns geschafft, ausserdem ist mit Marin noch ein neues Easteregg dazugekommen.

  • Roman Dichter

    Redakteur

    Bringt der rote Anzug dieses mal überhaupt etwas?


    Ja. Es gibt viele Gegner, die man mit zwei Schwerthieben besiegen kann, für die man dann aber mit dem roten Anzug nur noch einen benötigt.

  • dr.retro

    Retrogamer aus Leidenschaft

    Eine schöne Kritik, hoffe, meine Vorbestellung kann ich morgen abholen.

  • Hardy

    Turmritter

    Das es kurz ist, war ja zu erwarten. Der Look ist gewiss auch Geschmackssache, und den Dungeoneditor brauche ich eigentlich auch nicht. Ich freue mich aber darauf, das Spiel nochmal zu erleben.

  • Ande

    Meister des Turms

    @Roman Dichter
    Ich glaube ich hatte das L-2 Schwert vergessen, dieses ist auch stärker und erst danach war die rote Tunika komplett überflüssig.

  • Dunnkare

    Hardcore Noob

    Das Spiel ist auch in der Neuauflage immer noch super, aber technisch eine Blamage für Nintendo. Das Geruckel in der Oberwelt, das sehr wohl immer wieder störend auffällt, bezeugt nämlich in meinen Augen, dass Nintendo die sonst so hohen Qualitätsansprüche an ihre eigenen Titel zugunsten eines früheren Erscheinungsdatums reduziert hat. Ein Schritt in die falsche Richtung - man konnte bisher eigentlich blind davon ausgehen, dass Nintendos hauseigene Titel butterweich laufen und für das jeweilige System perfekt optimiert wurden. Schade, finde ich.

  • Linnea

    △○╳□

    Hoffentlich erscheint da in Zukunft noch ein Update, welches die technischen Probleme beseitigt. Ansonsten ist es bestimmt ein ziemlich gutes Spiel, mit einer lächerlich unpassenden Preisangabe.


    Landet bei mir deswegen erst bei einer 3 für 2 Aktion im Warenkorb.

  • Muki

    Turmbaron

    Würde den mit day one Patch gewertet? Oft wird erst zu Release auch der Patch freigegeben.

  • PeterTheRedNoseHuman

    New Horizons

    Habe leider am Wochenende überhaupt keine Zeit für das Spiel. :(

  • Waldwatz

    Turmheld

    @Dunnkare
    Es gab schon öfter Nintendo-Spiele die nicht perfekt auf der jeweiligen Nintendo-Plattform liefen.

  • Herr von Faultier

    Hardcore Noob

    Mich stört hier auch in Anbetracht der Spielzeit der Preis. Ich werde es wenn dann gebraucht kaufen. Technische Probleme finde ich auch grundsätzlich unnötig gerade wenn die hauseigene Konsole bedient wird.

  • Yozora

    Lucis Caelum

    Hab schon mit so einer Wertung gerechnet. LA ist aber auch ein verdammt tolles Zelda und ich würde es auch gerne in dieser tollen Optik für das aktuelle Nintendo-System besitzen, aber leider will ich bei diesem Preis für ein Remake, das ich eh schon verdammt oft gespielt habe und dazu auch relativ kurz ist, nicht mitmachen. Bei einer Aktion werd ich jedoch definitiv mal zuschlagen.

  • flxwitte

    Turmheld

    Womit kann man denn so als Spielzeit rechnen?
    Hätte ja an sich schon Lust drauf, aber ist vom Preis her schon etwas frech...

  • Tomaru

    M&M - Minish Mage

    Klingt für mich nach "tolles Spiel, aber zu wenig für 60 Teuro"

  • LuTze

    Werde es mir sicherlich holen.
    Aber nicht für 60 Tacken bei nem 8 Stunden Remake. Dafür ist mein Pile of Shame einfach zu riesig.

  • kirby7eleven

    Turmbaron

    Schöner Test. Klingt aber tatsächlich wenig spektakulär. Anhand der beiden Fazit-Kästen überrascht mich die 9 tatsächlich auch. Bin gespannt!
    @USER0815 BotW ist ein schlechtes Beispiel- das darf objektiv betrachtet selbst höchstens ne 8 sein :P

  • Geit_de

    geit

    Hätte ja an sich schon Lust drauf, aber ist vom Preis her schon etwas frech...


    WIeso ist das Frech? Grafik, Sound, Musik, Übersetzung wurde komplett überarbeitet. Die Programmierung ist auch komplett neu. In diesem Spiel stecken sicherlich keine Zeilen mehr aus den Vorgängern.


    Ja, sie haben das Leveldesign 1:1 in die 3D Welt übertragen, aber sowas macht man mit einem Konverter. Wenn das schlimm ist, dann ist jedes Spiel das auf eine Bestehende 3D Engine aufsetzt auch Niedrigpreis, denn schließlich stecken in einer Spieleengine alleine schon Jahre der Entwicklung.


    Wie lange hat die Entwicklung gedauert? Mehr als zwei Jahre?


    55 Euro halte ich für angemessen. Frech ist es ein neues Produkt direkt zum Launch als Niedrigpreisprodukt zu bezeichnen und direkt entsprechend eine Reduzierung zu wollen.



    Zum Thema:


    Das Ruckeln soll laut IGN nur auftreten, wenn man das Spiel für längere Zeit stehen lässt. Wenn man die Figur dann wieder bewegt soll es für einige Sekunden zu leichten Einbrüchen kommen. Wie das den Testern entgangen ist, ist mir schleierhaft, aber ok. Passiert halt nach dem Klo-Gang.


    Dürfte von Nintendo gepatcht werden, ist aber eine Schande und macht das Spiel wieder zu einem ohne Download unvollständigem Spiel.

  • InSaNe

    Turmheld

    @flxwitte immer nur am Meckern, oder arbeitest du auch für wenig Geld? Das Spiel ist von Grund auf neu entwickelt worden, solche Aussagen finde ich frech, die Heutige Generation will alles möglichst umsonst haben, geben aber für unnötige Sachen wie feiern, Alkohol, Zigaretten usw. unmengen aus, aber bei einem Spiel wo viel Liebe und Arbeit reingeflossen ist, ist man zu geizig, das finde ich frech.

  • JansonButtonMasher

    Turmknappe

    Liebe Redaktion, mit eurer Bewertung seid ihr nicht allein. Bei metacritic steht Links Awakening derzeit bei 88. Von uns Usern wird bisher kaum einer das Spiel gespielt haben, um es abschließend zu bewerten. Euch jetzt vorzuwerfen ihr würdet das Spiel zu gut bewerten, ist leicht dahin gesagt. Links Awakening war in seiner Ursprungsfassung ein Meisterwerk. Was es heute ist? Ich bin gespannt. Ich hoffe auf einen nostalgischen Trip in die Vergangenheit, bei dem der Staub der Vergangenheit etwas aufpoliert wurde aber das Spiel noch eine leichte Patina hat.

  • Phantomilars

    Weltraummönch

    Ich spiele gerade die DX-Version auf dem 3DS und das reicht mir persönlich völlig aus. Das Remake brauche ich nicht, zumal mir der Grafikstil nicht zusagt und es m.E. überteuert ist. Dasselbe Spiel ohne den Titel "Legend of Zelda" würde sich zu dem Preis nicht verkaufen.

  • BANJOKONG

    Monster Hunter Rise Hype

    day one :thumbsup:
    Ich hole morgen mein zelda links awakening limited edition.

  • Gella

    Turmheld

    Ich hab das Original auf dem Game Boy geliebt. Ich habe auch die DX-Version auf der 3DS-VC, die ich jederzeit zocken kann. Und trotzdem spiele ich ernsthaft mit dem Gedanken, 60 Scheine für das Remake hinzublättern. Gamerlogik... 8)

  • Pschulz

    Turmknappe

    Ich habe es damals auf dem original Gameboy gespielt und bin heute 34 geworden und will es haben :D
    War heute extra schon bei Media Markt aber sie geben es leider nicht 1 Tag früher raus wegen rechtlichen Schritten seitens Nintendo :/


    Kostet bei uns in Porta Westfalica nur 44€

  • Ancore789

    Monster Hunter for Smash

    Wäre der viel zu übertriebene Preis nicht, würde ich es mir holen.
    Mehr als 40€ werde ich dafür nicht ausgeben.

  • Felix Eder

    #PhoenixWright4Smash

    Die Freude, dieses tolle Zeldaspiel demnächst nochmal in völlig neuem Gewand zu erleben, ist riesig. Am meisten freue ich mich auf die Remakes der zahlreichen Musiktracks. Die geringe Spielzeit finde ich jetzt nicht so schlimm, schließlich war das Original auch bereits nicht sehr lang und besser der alten Linie treu bleiben als das Spiel künstlich zu strecken. Wichtiger ist, was aus der Spielzeit gemacht wird - gibt viele Spiele, die zwar eine lange Spielzeit bieten, allerdings viel davon repetitiv oder schlicht langweilig ist.

  • Pit93

    ルパン三世

    Werde es sicher irgendwann spielen, aber Vollpreis finde ich komplett übertrieben. Über 40€ greife ich auf jeden Fall noch nicht zu.

  • Solaris

    Multiplattform 💚💙❤️

    Ich muss sagen, man muss Nintendo einfach bewundern. Ich meine ein so altes Spiel zu remaken, einfach genial. Ich meine wie kommt man auf sowas? Mind blown. :troll:
    Spaß beiseite, bin echt froh, dass dieses tolle Spiel und eines meiner Alltime Favorites nochmals aufgelegt wurde. Ich werde dennoch warten bis es für 30-40 Teuronen zu haben ist. Dafür kenn ich das Original einfach zu gut. :triforce:

  • Encore

    Turmbaron

    Bei den Framerate-Einbrüchen und dem hässlichen Depth of Field-Effekt, den man natürlich nicht ausstellen kann, werde ich (erst mal) passen. Enttäuschend.

  • Rincewind

    Hyrule

    Ich finde das Gemecker übertrieben. Als es laut Gerüchten hieß, dass ein Zelda LA Remake für den 3DS kommen würde, haben alle sich darüber beschwert und wollten es für die Switch. Jetzt ist es für die Switch da und dann beschweren sich einige, wegen der Länge des Spiels, die vorher schon bekannt war. Zudem kommt es nicht auf die Länge eines Spiels an, sondern auf den Spaß den man damit hat. Und da schlägt Zelda LA manches Open World 100Stunden Monstrum, bei dem sich die Spielzeit irgendwann nur noch nach Arbeit anfühlt, um Längen.


    @USER0815


    Der Vergleich hinkt. Du kannst ein 3D Open World Action Adventure/RPG Mix nicht mit einem 2D Action Adventure in isometrischer Perspektive vergleichen. Damit fängst du nämlich an Genres zu bewerten. Ein 2D Zelda kann eine 9 bekommen und ein 3D Zelda mit Open World ebenfalls. Das bedeutet nur, dass sie in ihren Genre jeweils Top sind. Es ist nicht der Sinn einer Wertung Genre B abzuwerten, weil Genre A naturgemäß imposanter und größer ist.


    Wenn überhaupt kannst du Zelda LA Remake mit dem letzten Ernstzunehmenden 2D Zelda vergleichen und das ist "a Link between Worlds". Und da muss sich Zelda LA nicht verstecken. es ist zwar kürzer, aber deswegen nicht schlechter. Die 9 ist durchaus verdient, denn den Spielspass dieses Spiels muss so manches moderne Spiel erst mal erreichen.


    @kirby7eleven

    Objektiv betrachtet gibt es gar keine objektiven Bewertungen. ;)


    Ich bin zwar ebenfalls der Meinung, dass es ein schlechter Vergleich ist, aber wenn BotW keine 9 bekommt, welches Spiel sollte dann überhaupt eine 9 bekommen?

  • Windwaker

    Turmbaron

    Ich ging heute Nachmittag zum Saturn, hatte noch keine Bestätigung per Mail erhalten das mein Spiel angekommen ist und dachte mir Fragen kostet ja nix und Freude meine LE ist schon da, aber dann das böse Erwachen, Ausgabe erst morgen.Früher wars den Herrschaften egal.
    Jetzt gibts wohl tatsächlich Ärger wenn Sie sich nicht dran halten.
    Aber na gut, dann erhalte ich mir eben meine Vorfreude bis morgen. :thumbsup:

  • kirby7eleven

    Turmbaron

    @Rincewind
    Eines ohne technische schwächen und aktueller Grafik :)


    Ich liebe botw. War mein GOTY. Und ist mein 2. Liebstes Zelda. Aber 97 Prozent ist und bleibt einfach nur falsch... Das ist nah an der Perfektion... Und das ist botw einfach nicht... (Auch wenn es die ein geniales Stück Software ist)

  • Ralf74

    Turmheld

    Die Grafik schaut auf jeden Fall Mal richtig gut aus!

  • USER0815

    SMM2-ID: VT6-K90-7SG

    @Rincewind Du hast schon recht. Ich wollte auch nur überspitzt sagen das ich es zu hoch finde.
    Aber auch a Link between Worlds steckt LA locker weg. btw ;)
    Oder ganz verrückte Idee: Das Spiel für 20-40€ anbieten und Kunden glücklich machen. Nicht abzocken! ;)

  • Matchet1984

    The Musician

    Mein Schwager hat sich das Spiel gegönnt, aber ist das normal, dass das so ruckelt? Mit der Darstellung von manchen Schatten-Effekten scheint es auch irgendwie Probleme zu geben. Das sollte eigentlich flüssig und fehlerfrei laufen.

  • Rincewind

    Hyrule

    @USER0815


    Man sollte aber schon realistisch sein. Kein Hersteller in der Videospielbranche würde ein Remake schaffen, um es dann für 20€ zu verschenken. Also weniger als 40€ zu erwarten, ist unrealistisch.

  • Matchet1984

    The Musician

    @Rincewind
    40 Euro wären meiner Meinung nach für ein Remake ein angemessener Preis.
    Weniger muss natürlich nicht sein, aber höher fände ich persönlich wieder zu viel.
    40 Euro nehmen auch die meisten der anderen Entwickler für Remakses/Remaster.

  • Ich-bin-dann-mal-weg

    Das Remake zu FFVII wird vermutlich das dreifache des Originals kosten ;)


    Ich finde den Preis ok. Anfangs wollte ich es nicht Day-One kaufen, aber nach den hervorragenden Kritiken freue ich mich sehr auf Spiel! :)

  • Dirk

    Europäer

    Über den Preis würde ich mich nicht beschweren da das Spiel nun wirklich neu entwickelt wurde und da deutlich mehr Arbeit drin steckt als bei nem Port oder remaster.


    Was ich aber schon nervig finde sind die kleineren ruckler und das darf bei so nem Titel nicht passieren. Beim Kumpel angezockt und bin froh, dass ich es doch nicht sofort holte. Kann man mit nem Patch beheben.


    der Dungeon Maker war mir vorher klar, dass der kaum sinnvoll ist bzw. nicht konsequent umgesetzt und nur ne kleine Spielerei ist.


    schade, hätte ich gern mal wieder gespielt. Für mich das zweitbeste 2D-Zelda.

  • Matchet1984

    The Musician

    schade, hätte ich gern mal wieder gespielt. Für mich das zweitbeste 2D-Zelda.

    Welches wäre denn dein liebstes 2D-Zelda? Ist es eventuell A Link To The Past vom SNES?

  • Dirk

    Europäer

    @Masters1984


    Jap. Ein Remake in diesem Stil würde ich begrüßen

  • Caramarc

    Turmbaron

    Ist ein Zelda ohne Zelda eigentlich ein echtes Zelda? :ugly:

  • Windwaker

    Turmbaron

    Tolles Spiel absolut. Ist und bleibt mein lieblings Zelda Titel.

  • XenoDude

    Meister des Turms

    @Roman Dichter
    Ich habe gerade für meine Blogreihe, deinen Review durchgelesen. An dieser Stelle möchte ich mich bedanken.


    Besonders die kursiv geschriebene Kommentare zu Beginn der einzelnen "Kapitel" gefielen mir sehr gut. Danke für diesen Mehraufwand!

  • Loco4

    ❣ Pixel im Kopf ❣

    keine ahnung ob es schon jemand erwähnt hat, die ntower-wertung von @Roman Dichter ist auch auf der offiziellen nintendo-seite zu sehen. :)


  • Matchet1984

    The Musician

    Dieses Spiel habe ich damals als Kind geliebt und liebe es auch noch heute. Damals hing ich im Zauberwald fest, weil ich einfach nicht kapierte, wieso ich ständig im Kreis lief. Ich verstand nicht, dass es mit dem Waschbären zu tun hatte. Ich verlieh das Spiel an einen Nachbarn, der kam ohne Probleme durch das Spiel. Er hatte einen fertigen Spielstand drauf gelassen. So konnte ich sehen, welche Items man später noch alles bekommt. Als ich dann einige Zeit später das Spiel erneut spielte kam ich endlich auf die Lösung des Problems und ich spielte das Spiel komplett durch. Ja es ist sehr einfach, aber ich fand den Schwierigkeitsgrad sehr gut und die Story war die beste, die ich je in einem Zelda erlebt habe. Vorallem auch die Musik hat es mir sehr angetan und ich war damals sehr traurig als das Abenteuer endete und sich alles als ein Traum vom Windfisch entpuppte.


    Zelda BOTW war für mich eine große Enttäuschung. Es gab zu viel sammelkram und alles was in anderen Open Worlsd Spielen auf große Kritik stößt wurde hier leider durchgewunken. Es hat schöne Momente. Die Storyschnipsel sind schön präsentiert, aber man hätte noch einen Schritt weitergehen sollen und eine durchgehende Sprachausgabe bieten müssen, wirkt somit inkonsequent. Dann vermisste ich die klassischen Dungeons und die zugehörigen Dungeon-Items. Die Schreine konnten es mir in keinster Weise ersetzen, da sind die meisten in wenigen Minuten abgehandelt. Lediglich die 4 Titanen lassen ein Lichtblick aufblitzen kommen sie doch sehr nahe an die klassischen Dungeons heran. Die Dörfer waren schön gestaltet, ansonsten gab es wie in Assassin's Creed Odyssey viele leere Bereiche, die man besser hätte füllen können und das Crafting ist am Anfang motivierend, nervt dann später aber nur noch.


    Mit der Neuauflage von Link's Awakening (meinem absoluten Lieblings-Zelda, noch vor Wind Waker) hat Nintendo alles richtig gemacht und das Spiel sogar durch neue Inhalte erweitert. Sogar neue Herzteile gibt es und einen Dungeon-Maker (Lite). Die Grafik finde ich sehr ansehnlich und es gibt einige Komfortfunktionen. Wichtige Items haben einen festen Platz und man muss deutlich weniger ins Menü wechseln, so geht ein Remake richtig. Und dank aktuellstem Patch ruckelt jetzt auch nichts mehr. Danke Nintendo für dieses Meisterwerk von Spiel, denn genau so sieht ein gutes Zelda aus. Coole Dungeons mit coolen Rätseln und guten Items, die später wichtig sind um die Spielwelt nach und nach zu öffnen, genau diese Elemente fehlten in Zelda BOTW total und deshalb ist es für mich auch so eine Enttäuschung gewesen.