Ein Meisterwerk für unterwegs

Der Entwickler Moon Studios, welcher in Wien ansässig ist, veröffentlichte im Jahr 2015 mit Ori and the Blind Forest einen großen Erfolgstitel. Viele haben das Spiel als eine moderne Neuinterpretation eines Metroidvanias bewertet, ähnlich wie es bei Hollow Knight zwei Jahre später der Fall war. Damals ist das Spiel als ein exklusives Microsoft-Spiel erschienen, denn die Microsoft Studios fungierten als Publisher, somit war das Spiel nur für PC und Xbox One erschienen.


Schon zu Beginn des Spiels lernt ihr die wunderschönen Landschaften von Nibel kennen. © Microsoft

Spätestens seit dem Release von Cuphead auf der Nintendo Switch ertönten laute Rufe nach einem Port von Ori and the Blind Forest und im August 2019 wurde der Titel tatsächlich angekündigt. Nur etwa einen Monat nach der Ankündigung wird ein Traum wahr und das bildhübsche Ori and the Blind Forest erscheint für die Nintendo Switch. Doch da das Spiel in einer sehr aufwendigen malerischen Optik daherkommt, war es viel Arbeit das Spiel zu portieren. Laut Angaben des Directors der Moon Studios sind mehrere Jahre an Arbeit in diese Portierung reingeflossen, denn man wollte das Spiel gleichwertig auf die Nintendo Switch bringen.


Ich konnte mir das nach dieser Aussage nicht wirklich vorstellen, dass das Spiel nicht nur flüssig laufen soll, sondern auch nahezu genauso flüssig wie die Xbox One-Version. Doch die Entwickler haben nicht gelogen. Wenn man die wirklich winzigen Texturabstriche ignoriert, sieht das Spiel einfach großartig auf der Nintendo Switch aus. Man macht quasi keine grafischen Abstriche im Vergleich zur wesentlich leistungsstärkeren Konsole und das bei einer gleichbleibenden Bildrate von 60 Bildern pro Sekunde. Auch wenn ich es bereits auf der Nintendo Switch erlebt habe und ihr es ebenfalls in der Demo-Version des Spiels, welche kostenlos im Nintendo eShop verfügbar ist, erleben könnt, ich kann es immer noch nicht glauben, dass der Port so gut ist. Somit ein riesiges Lob an die Mühen des österreichischen Entwicklerstudios, welche diesen handgemalten Grafikstil genauso authentisch auf die Nintendo Switch gebracht haben.


Darunter die wunderschönen Wasserlandschaften... © Microsoft

Doch natürlich ist die grafische Umsetzung nicht alles, denn das Spiel bietet ein einzigartiges Gameplay-Erlebnis. Ihr spielt den Lichtgeist Ori, der nach verheerenden Ereignissen versucht den Wald Nibel und den Geisterbaum, aus dem der Wald die Energie zieht, zu retten. Dieser Baum hat Ori ursprünglich aufgezogen. Schon zuvor wurde Ori vom Geisterbaum getrennt und von einem bärenähnlichen Wesen namens Naru in Obhut genommen. Doch mit der Zeit schwindete die Kraft des Geisterbaums und der Wald fing an zu sterben. Nahrung ist nun Mangelware, weshalb Naru an Hunger stirbt und Ori nur noch ein Waisenkind bleibt, welches am Ende der eigenen Kräfte ist. Die letzten Kraftreserven opfert der Geisterbaum, um Ori wieder aufzuraffen, damit dieser den Wald Nibel vor dem Aussterben rettet. Damit das Gleichgewicht wiederhergestellt ist, muss Ori drei Elemente entfachen: Wasser, Wind und Wärme. Doch, um das zu erreichen, erwartet Ori und ihren Begleiter Sein, welcher relativ früh im Spiel eingeführt wird, ein großes Abenteuer. Beeindruckend ist dabei, dass die Story mit sehr wenigen Wörtern erzählt wird und mit wunderschönen Zwischensequenzen untermalt ist. Die Geschichte ist dabei wirklich traurig und berührt einen weniger mit Worten als mit der visuellen Darstellung.


Das Spiel ist ein Must-have für jeden Metroidvania-Fan


Anfangs habe ich bereits erwähnt, dass es sich bei diesem Spiel um ein modernes 2D-Metroidvania handelt. Das Spiel kann auch als Jump 'n' Run verstanden werden, denn auch schwierige Geschicklichkeitspassagen erwarten euch im Spiel. Doch auf dem Weg findet ihr eine große Menge an Gegnern, die alle ein unterschiedliches Bewegungs- und Angriffsverhalten aufweisen. Dieses muss gut studiert werden, um diesen Gegnern etwas entgegenzusetzen, schaltet ihr nach einem Metroidvania-System nach und nach neue Fähigkeiten frei. Doch wie in jedem Metroidvania, sind die Fähigkeiten dazu da zuvor unerreichbare Orte zu erreichen. Das Bestreben, diese Fähigkeiten zu ergattern motiviert euch im gesamten Spielverlauf. Einige Fähigkeiten sind elementar, andere ändern euren Bewegungsstil komplett. Zu den Highlights zählt die Fähigkeit, die es euch ermöglicht von einem Gegner oder seinem Projektil in eine beliebige Richtung abzustoßen. Diese wird in einer coolen Zeitlupenanimation ausgeführt und ermöglicht euch neue Orte zu erreichen oder bestimmte Rätsel zu lösen.


...die bunten Herbstlandschaften... © Microsoft

Zusätzlich dazu könnt ihr Erfahrungspunkte sammeln, durch welche ihr im Level aufsteigen und so Fähigkeitenpunkte verdienen könnt. An Speicherpunkten könnt ihr euch dann mit diesen optionale Fähigkeiten kaufen, die zwar nicht verpflichtend sind, euch aber das Spiel erleichtern. Dabei gibt es drei Pfade an Fähigkeiten, die nach und nach freigeschaltet werden können. Welche Fähigkeit ihr erweitert, dürft ihr selber auswählen. Praktisch sind außerdem die Kartenfragmente, die ihr auf eurem Abenteuer sammelt. Mit diesen könnt ihr die übersichtliche und jederzeit abrufbare 2D-Karte erweitern.


Gegner werden mithilfe von Sein angegriffen. Dabei könnt ihr neben den Fähigkeiten, die ihr von Zeit zu Zeit freischaltet und bei speziellen Gegnern einsetzen müsst, auch mit der Y-Taste Energiestrahlen auf die Gegner lenken. Die Lichtstrahlen zielen dabei automatisch auf den nächstgelegenen Gegner und erfordern von euch die Y-Taste mehrmals hintereinander zu drücken. Dieses Drücken ist nicht ganz optimal und lässt mich etwas in der Controllersteuerung verkrampfen, da ich zeitgleich noch springen und dem Gegner ausweichen muss. Dennoch scheitert daran nicht unbedingt der Spielspaß.


So muss ein Nintendo Switch-Port sein


Ori hat nicht nur eine grüne Leiste, welche die Lebensenergie anzeigt, sondern auch eine blaue Energieleiste. Die Energie wird dafür benötigt, um bestimmte Fähigkeiten zu aktivieren oder Türen freizuschalten. Doch am wichtigsten ist die Möglichkeit jederzeit zu speichern und dies kann Fluch und Segen zugleich sein. Haltet ihr die A-Taste an einer nicht von Gegnern besetzten Position, wird ein Licht entzündet. Dieses ist euer Checkpoint und ihr könnt es jederzeit setzen, sofern eure Energie dies zulässt. Damit seid ihr nicht an die wenigen eingebauten Checkpoints gebunden, welche von euch auch als Teleportationspunkte verwendet werden können. Doch der Fluch an dieser Funktion ist der, dass ihr daran denken solltet einen Checkpoint zu setzen. Nicht selten traf ich auf die Situation, bei welcher ich gestorben bin und die letzten fünf Minuten keinen Checkpoint gesetzt hatte. Dennoch finde ich diese Funktion sehr nützlich, denn sie sorgt auch dafür, dass das ziemlich knackige Spiel gar nicht so frustrierend ist, sodass man keine Passagen mehrmals wiederholen muss. Das Spiel kann in mehreren Schwierigkeitsstufen gespielt werden, je höher die Erfahrungsstufe, umso mehr Schaden erhaltet ihr von den Gegnern.


...oder auch die düsteren Vulkanpassagen und es gibt noch so viel mehr zu entdecken. © Microsoft

Die drei Elemente, die ich in meinem Test erwähnt habe, können in drei abwechslungsreich gestalteten Dungeons gefunden werden. Dort gilt es viele kreative Rätsel zu lösen, dieser Aspekt hat die Dungeons zu meinem Highlight des Spiels gemacht. Im Spiel arbeitet ihr darauf hin, diese drei Orte zu betreten, dafür müsst ihr aber den Schlüssel finden, dessen Position euch ungefähr auf der Karte angezeigt wird. Wie ihr aber dahin kommt, müsst ihr von selbst herausfinden. Das Spiel versucht euch aber gut genug zu unterstützen, damit ihr nicht im Wald von Nibel verzweifelt.


Neben der zauberhaften Grafik muss auch der Soundtrack des Spiels gelobt werden, der sich größtenteils aus orchestralen Klängen zusammensetzt. Atmosphärisch passt dieser sehr gut zu den einzelnen Passagen und ist stark umgebungsabhängig. Auf der Nintendo Switch wird die Definitive Edition des Spiels angeboten, diese beinhaltet einige Quality-of-Life-Verbesserungen sowie zwei neue große Gebiete. Das Spiel ist insgesamt in unter zehn Stunden durchgespielt, die zusätzlichen Gebiete können die Spielzeit jedoch um ein bis zwei Stunden verlängern, sind aber optional im Spielverlauf. Insgesamt ist das Spiel also etwas kurz, doch könnt ihr die Spielzeit um bis zu fünf weitere Stunden verlängern, wenn ihr alle Fähigkeiten ausbaut, sowie eure Energie- und Lebensleiste durch Lebens- und Energiezellen komplett auffüllt.

Unser Fazit

9

Geniales Spiel

Meinung von Ilja Rodstein

Ori and the Blind Forest: Definitive Edition ist ein wirklich sehr gutes Spiel. Die Jagd nach neuen Fähigkeiten in diesem Metroidvania motiviert, die Dungeons machen großen Spaß und atmosphärisch sowie akustisch kann das Spiel besonders punkten. Und das Besondere: Nintendo Switch-Spieler müssen absolut keine Abstriche mit der Nintendo Switch-Version in Kauf nehmen, diese sieht nämlich nahezu gleich aus und das ohne Einbrüche der Performance. Dieser Port ist ein Vorzeigeport und die Arbeit, die die Entwickler in die Portierung gesteckt haben, hat sich definitiv ausgezahlt. Solltet ihr das Spiel nie zuvor gespielt haben, dann ist es spätestens jetzt Zeit, dieses Meisterwerk auszuprobieren. Nur die Kürze des Spiels kann man hier kritisieren, denn nach 15-20 Stunden habt ihr das Spiel zu 100 % abgeschlossen. Ich hoffe, dass auch der angekündigte Nachfolger "Ori and the Will of the Wisps" einen Auftritt auf der Nintendo Switch erhält.
Mein persönliches Highlight: Als ich das Spiel auf der Nintendo Switch zum ersten Mal startete und staunen musste.

Awards

Spiele-Hit NTA 19 - Beste Indie-Spiel

Die durchschnittliche Leserwertung

13 User haben bereits bewertet

Kommentare 32

  • Ninjasexparty

    Turmbaron

    Ich hoffe da kommt noch eine Retail :saint: Digital hab ich es schon auf´n PC.

  • Sanguis

    Turmknabe

    Mein absolutes Lieblingsspiel :*
    Ich werde es auch auf der Switch noch einmal spielen.

  • eXpanda

    Piii-chu

    Dazu muss ich nun doch ein wenig auf die Senftube drücken.


    Meiner Meinung nach wäre bei Ori durchaus eine 10 drin (Überraschung, Überraschung :ugly: ), auch wenn eine 9 natürlich völlig legitim ist. Mit dem im Vordergrund stehenden Kritikpunkt, der zu dieser 9 zu führen scheint, kann ich mich allerdings nicht anfreunden. Ja, der Umfang ist in reiner Spielzeit gemessen nicht unbedingt riesig, ist das allerdings wirklich ein Negativpunkt? Was ist es denn, das anderen Genrevertretern, beispielsweise Super Metroid oder auch Hollow Knight eine viel längere Spielzeit beschert? Neben wirklichem Umfang besteht ein nicht zu unterschätzende Teil der Spielzeit in den meisten Metroidvanias nicht selten aus eher trägem Backtracking. In Ori gibt es das in dieser zähen Form allerdings nicht; nein, das Spiel ist von vorne bis hinten komplett in einer Perfektion durchgepaced, wie man es bei aktuellen Spielen nahezu nicht mehr zu Gesicht bekommt. Wenn man rein nach Zahlen geht, so kann man natürlich sagen, dass es deutlich längere Spiele als Ori gibt, dass ein derart durchdesigntes Erlebnis mit erstklassigem Pacing dann allerdings mehr oder weniger zum Negativpunkt verkommt, ist in meinen Augen etwas fraglich.


    Denn das geht auch direkt in einen Punkt über, der mir im Test deutlich zu kurz kommt: Das Leveldesign. Du gehst nicht wirklich darauf ein bzw. hebst auch nicht hervor, weshalb beispielsweise die „Dungeons“ so gut funktionieren. Zwar lobst du diese für ihren Abwechslungsreichtum und ihre kreativen Rätsel, doch gehst du nicht wirklich darauf ein, weshalb das der Fall ist. Auch hier spielt das Pacing eine elementare Rolle – Ori versteht es wie kein zweites Spiel, den Spieler vor immer größere Herausforderungen zu stellen, ihm seine Mechaniken dadurch nach und nach beizubringen und genau im richtigen Moment, wenn der Spieler das verlangte gemeistert hat, wieder neue Leveldesign-Elemente einzuführen, bevor schlussendlich alles erlernte kombiniert werden muss. Hier auch ein sehr gutes Video zu dem Thema, das bestens aufzeigt und analysiert, was ich meine – es behandelt den ersten Dungeon:



    So halte ich die Spielzeit wie gesagt für einen etwas fraglichen Kritikpunkt, durch den dem Spiel eine 10 verwehrt bleiben soll. Und es gibt durchaus Kritikpunkte, die man meiner Meinung nach anbringen kann, die diesen Zweck schlussendlich erfüllen würden – allen voran die Kampfmechanik des Spiels. Auf diese gehst du für meinen Geschmack auch zu wenig ein; das einzige, was du daran kritisierst, ist die Steuerung, obwohl die Mechanik auch über den Faktor der Steuerung hinaus ein viel größeres Problem hat. Die Kämpfe werden wohl flächendeckend als die größte Schwäche des Spiels angesehen, und das ist dem Entwicklerteam auch durchaus bewusst – genau das ist es immerhin, was im Nachfolger massiv ausgebaut wird.


    Jedenfalls sollte sich dieses Spiel niemand entgehen lassen. Und es ist wirklich zu hoffen, dass es Will of the Wisps auch auf die Switch schafft... Irgendwann mal.

  • rongar

    Turmbaron

    Ich muss sagen, dass eine Spielzeit von 15-20 Stunden völlig ausreichend ist. Ein Umfang-Monster wie Hollow Knight brauche ich nicht immer. So spricht mich dieses Spielzeit mehr an, als wenn jetzt wieder mit 30+ Stunden geprotzt werden würde. Aber das ist ja Ansichtssache - toller Test für ein tolles Spiel!

  • Tangelos

    Turmritter

    Ich meine für 20€ mehr als 20h Spielzeit zu erwarten ist ein bisschen fies. Finde Preis/ Verhältniss sehr gut.
    Freue mich schon sehr auf das Game :*

  • Vank84man

    Nintendo Fan 4ever ✌

    kannte Ori vor der Ankündigung gar nicht(schämen muss ich mich) X/ schön das es für die Switch erscheint.
    Hab Interesse warte aber noch etwas ob es vielleicht doch noch Retail erscheint (wäre die beste Wahl :thumbsup: )
    Es sieht wunderschön aus und von der Spielzeit past es auch,brauche auch nicht immer 50+ std spiele

  • KingDDD

    Turmbaron

    Ich habe auch lieber spiele mit viel Abwechslung und kurzer Spielzeit als umgekehrt (strecken geht ja meistens recht einfach).


    Habs schon aufm PC durch, wird also höchsten mal in nem sehr guten Sale gekauft

  • Miriam-Nikita

    Bewohnerin

    Habs mehrmals auf der Xbox durchgespielt.
    Versteh nicht wieso man die Spielzeit kritisiert. Ich werde doch lieber 15-20h erstklassig unterhalten, anstatt immer wieder gelangweilt zu werden.


    Ori hat die 10 mehr verdient, als einige Spiele, welche sie schon bekommen haben.

  • sCryeR

    Turmfürst

    Es ist fast schon dreist dem Titel ne 9 zu geben.
    Eines der besten Spiele der letzten Jahre und Preis € Verhältnis passt eigentlich auch und ich bin da eher kritisch. Klar ist es kein 6 - 7 € HK.


    Wenn es doch nur Retail kommen würde....

  • BANJOKONG

    Sony sucks

    werde ich mir irgendwann zu legen.
    Hollow Knight hat mir leider nicht gefallen.

  • Fabinho84

    Turmbaron

    Kann mich da allen anderen nur anschließen.Habe das Spiel auch schon auf Steam durch.Das Spiel aufgrund der Spielzeit zu kritisieren ist Schwachsinn ( sind ja nicht nur nur 4-5 Stunden). Das Spiel hat an sich keine Schwächen und eine Inszenierung die jeden in den Bann zieht plus die Mischung aus Optik,Akustik und Gameplay ist bis heute unerreicht. Alles andere als dem Spiel das Prädikat Meisterwerk abzusprechen tut Ori unrecht.

  • Motacilla

    Turmbaronin

    Ich würde ebenfalls eine 9 geben. Es ist ein wirklich wunderbares Spiel mit einer tollen Optik, großartigem Soundtrack, sehr präzisen Steuerung und einer wirklich berührenden Story, die mich auch ein paar Tränchen vergießen ließ.


    Eine einzige Sache hat mich aber etwas gestört, nämlich dass für ein Metroidvania die sammelbaren Sachen sehr leicht versteckt sind. Ich hatte gleich beim ersten Mal alles gefunden - das passiert mir normalerweise fast nie.


    Ansonsten ist Ori ein Top-Spiel, und ich werde es mir für die Switch nochmal zulegen, auch wenn ich die PC-Version schon besitze (sogar mit Steelbook, der Soundtrack-CD und weiteren netten Goodies).

  • Wowan14

    Gamer aus Leidenschaft

    Was in meinen Augen Ori zu einer 9er Wertung statt 10 macht ist wohl der hier überhaupt nicht erwähnt Mangel an Bossen.
    Denn gerade in Metroidvanias sind Bosse eigentlich ein Muss und quasi die richtigen Herausforderungen und Abwechslungen neben dem plattforming und das fehlt in Ori nahezu komplett. Gibt sogut wie keine und fordernd sind sie auch nicht wirklich. Dagegen sind sogar manch normale Gegner gefährlicher xD
    aber sonst passt absolut alles dort (auch wenn mehr Umfang nett wäre, mein zweiter Durchgang war so schnell vorbei und da merkte ich es erst wie kurz das Spiel doch ist selbst wenn man die 100% anstrebt)

  • frutch

    erwachsenes Kind

    15-20 Stunden sind doch mehr als ausreichend für so ein fantastisches Spiel. Somit ein wirklich schwaches Argument, um dem Spiel keine 10 Punkte zu geben.


    Aber sei es drum. Ich denke die Community weiß, wie besonders dieser Titel ist.

  • Orikuro

    Turmbaron

    Ori and the Blind Forest ist ein absolutes Meisterwerk und jeder der sich nur ansatzweise für das Genre interessiert sollte es sich zumindest mal anschauen. Für mich ist es eines der besten Spiele dieser Generation. Alleine der Soundtrack :*:love:


    Die Kritik an der Spielzeit ist voll daneben, sorry. Ein 20€ Spiel mit einer Spielzeit von 15-20 Stunden ist mehr als fair. Gibt genug Spiele die bieten deutlich weniger Umfang fürs Geld, auch im Vollpreis Bereich. Wenn ein Spiel eine 10/10 verdient hat, dann auf jeden Fall Ori.

  • Rocco von Morrashow

    Turm-Ork

    Bei der Spieleflut heutzutage, bevorzuge ich lieber eine knackige 20h statt 30-40h Erfahrung. Aber ansonsten ist an dem Test nicht wirklich was auszusetzen, finde nur ebenfalls den Kritikpunkt "zu kurz" bei 20€ = 20h Spielzeit, fehl am Platz.

  • AnimalM

    Turmbaron

    Sehr schöner Test zu einem super Spiel :thumbup: Mich persönlich stört die Länge auch überhaupt nicht und für ein Metroidvania sogar passend. Es gibt hier keine unnötigen Längen oder dass sich das Spiel irgendwie ziehen würde. Kann aber trotzdem mit der 9 sehr gut leben ;)

  • TheSchlonz

    Turmheld

    Da es IMHO sowieso unmöglich ist, dass ein Spiel 10 von 10 Punkten erhält sind die 9 Punkte die maximal erreichbare Punktzahl.
    So würde ich also auch bewerten.

  • buburoi2

    Turmknappe

    Das klingt ja ganz gut und nachdem mir die Demo gefallen hat, werd ich mir das Spiel wohl holen. Ich war anfangs etwas kritisch, da mit das Artdesign nicht so 100 % zusagt und das Ganze für mich doch ein bisschen kitschig wirkt.


    Ob jetzt 9 oder 10 Punkte ist mir ziemlich egal, ich bewerte für mich privat Spiele nicht auf einer Skala von 1 bis 10, sondern habe einfach Spaß (oder Frust) genieße Gameplay oder Story und bei manchen Spielen denke ich noch mal gern an das Erlebnis zurück.

  • Frog24

    YER DONE!

    Ist schon bekannt, ob eine Retail-Version kommen könnte?

  • tdiver1

    Turmknappe

    habe mal in die Demo reingespielt. Der Anfang ist furchtbar lahm. Und dann war mir das Spiel zu schwer. Ich bin anscheinend für solche Hüpfspiele zu alt

  • Orikuro

    Turmbaron

    Ist schon bekannt, ob eine Retail-Version kommen könnte?

    Nein, ist leider noch nichts dazu bekannt.

  • SvenIsHere

    Lord des Donners

    Ori ist ein fantastisches Spiel. Und die bemängelte "kurze" Spielzeit finde ich nicht verkehrt und wünsche mir mehr Spiele in dieser Länge. Ich persönlich habe nicht immer Zeit einen Epos von 40-60 Stunden zu spielen, möchte aber trotzdem auch mal in den Genuss kommen ein Spiel nicht nur an zu spielen sondern auch durch zu spielen. Diesbezüglich tendiere ich auch eher auf 15 klasse und spaßige Stunden als auf 40 Stunden künstlich langgezogene Langeweile.

  • Ninjasexparty

    Turmbaron

    @Frog24


    Ist zwar noch nicht bekannt, aber könnte ich mir gut vorstellen. Wenn nicht vom Publisher direkt, werden sich aber bestimmt LRG oder Special Reserve Games darum kümmern ;)

  • LegendaryFabii

    Turmheld

    Weiß jemand wann es freigeschaltet wird?

  • Shulk meets 9S

    Meister des Turms

    Das Spiel scheint echt interessant zu sein wenn ich sehe wer hier schon wieder alles am Start ist.


    @Wowan14 guter Einwand wegen den Bossen, finde auch das sowas ein Metroidvania ausmacht stückweit. Überhaupt gehören Bossfights mMn in jedes Videospiel für mich zusammen mit guter Musik mit die wichtigsten Zutaten

  • Ich-bin-dann-mal-weg

    Habe die Demo gestern auch gespielt. Schaut nicht ganz so knackig wie auf der One X (4k) aus, aber für die Switch ist es optisch ein echter Hingucker. Hätte ich so nicht erwartet. Wenn eine Retailversion erscheint, kaufe ich das Spiel gerne nochmal!


    Die Demo hat mich gestern emotional wieder voll gepackt! :)

  • Motacilla

    Turmbaronin

    @Shulk meets 9S
    Im Fall von Ori hat mich der Mangel an Bossfights überhaupt nicht gestört. Ori selbst kann ja noch nicht mal kämpfen, sondern sein Geist greift für ihn an. Statt Bossfights gibt es hier immer wieder Passagen, in denen man vor irgendetwas fliehen muss - und diese Stellen sind mindestens genauso gut in Szene gesetzt wie Bosskämpfe.

  • eXpanda

    Piii-chu

    Im Fall von Ori hat mich der Mangel an Bossfights überhaupt nicht gestört. Ori selbst kann ja noch nicht mal kämpfen, sondern sein Geist greift für ihn an. Statt Bossfights gibt es hier immer wieder Passagen, in denen man vor irgendetwas fliehen muss - und diese Stellen sind mindestens genauso gut in Szene gesetzt wie Bosskämpfe.

    Das scheint auch ein Punkt zu sein, den man im Nachfolger stark auszubauen scheint. Der vergangene E3-Trailer zu Will of the Wisps bestand quasi nur aus Bossfights, wie es aussah, und die scheinen aus einer sehr dynamischen Mischung aus Flucht und actual Kampf abzulaufen. Finde ich jedenfalls sehr spannend :D



    Meine Güte, meine Vorfreude auf dieses Spiel ist unbeschreiblich... Zusammen mit Halo Infinite, Zelda und Hollow Knight: Silksong könnte das Spiel dafür sorgen, das 2020 mein persönliches bestes Spielejahr überhaupt wird...

  • buburoi2

    Turmknappe

    Ich hab jetzt schon ein paar Stündchen gespielt und bin eher ein wenig enttäuscht von dem Spiel. Es ist zwar alles andere als schlecht, aber für mich hat es doch deutliche Schwächen. Das sind zum Beispiel so Details, dass irgendein Baum im Vordergrund den halben Bildschirm verdeckt und man deshalb den angreifenden Feind kaum erkennt. In dieser Hinsicht fand ich Hollow Knight eleganter designt und klarer in der Kommunikation. Na ja, morgen mal weiterschauen. :/

  • cbaoth75

    Digital-Native

    Ich möchte das Game auf jeden auch haben, schiebe aber noch und warte ebenfalls auf mögliche Retail. Meine SD-Karte wird langsam voll.

  • LuTze

    Der Kehrer

    Wenn man die Länge des Spiels kritisiert, sollte man das in Relation zum angebotenen sehen. 15-20 Stunden bei 20 Euro ist doch mehr als gut. Oder sind 60 euro Spiele mit "nur" 45-60 stunden dann auch zu kurz?