Bringt Marios Reise um den Globus Nintendo den nächsten Mobile-Hit?

Seit ihrem Debüt auf dem Super Nintendo Entertainment System steht die Mario Kart-Serie für rasante Rennen, für Item-Chaos und natürlich für jede Menge Spaß. Aus der einst abwegigen Idee, Hüpfheld Super Mario und seine Freunde in ein Kart zu setzen, wurde eine von Nintendos populärsten und bedeutendsten Spieleserien. Im Segment der Fun-Racer sind die Mario Kart-Spiele ungeschlagen und zählen immer wieder zu den meistverkauften Titeln einer Nintendo-Konsole. Kein Wunder also, dass der Kyoto-Konzern die Segel gesetzt hat, um diese Erfolge auf Smart-Geräten zu wiederholen. Nach mehreren Verschiebungen der Spiele-App ist es nun endlich so weit und wir können selbst Hand anlegen an Mario Kart Tour, dem ersten Serienteil für mobile Endgeräte. In diesem Test wollen wir euch verraten, ob Mario Kart Tour ein echter Renner ist oder doch noch etwas Fein-Tuning benötigt.


Mario Kart Tour bleibt seinen Wurzeln treu


Nintendo beschreibt seine Bemühungen im Mobile-Sektor immer wieder als Maßnahme, um neue Spieler zu seinen eigenen Konsolen und Marken zu locken. Trotzdem, oder gerade deshalb, sind Mobile-Spiele von Nintendo oft von experimenteller Natur und trauen sich neue Ideen, an die bei den Hauptspielen nicht zu denken ist. Während der Flair der jeweiligen Serie beibehalten wird, werden am Gameplay und am Spieleaufbau gerne einige Schrauben gedreht, um das Konzept besser für Smart-Geräte anzupassen – um es zu vereinfachen und für Mobile-Spieler schmackhaft zu machen. Mario Kart Tour stellt erstaunlicherweise wohl den Mobile-Titel von Nintendo dar, der seinem Ursprung bislang am treusten bleibt. Super Mario Run wurde zum Auto-Runner, Fire Emblem Heroes hat einige Aspekte der strategischen Schlachten umgekrempelt, Animal Crossing: Pocket Camp lässt euch kein eigenes Dorf aufbauen und Dr. Mario World arbeitet mit einem Match-3-Prinzip – aber Mario Kart Tour bleibt Mario Kart.


Willkommen in New York! Und wer ist das? Fährt etwa die einzig wahre Pauline mit? © Nintendo

Das allgemeine Gameplay von Mario Kart Tour spiegelt das wider, was die Reihe auszeichnet: actiongeladene Rennen in einem Fun-Racer voller tückischer Items und fantasievoller Strecken. Es ist Mario Kart, wie man es schon als Kind lieben gelernt hat. Aber es ist vor allem auch ein exotisches Mario Kart, welches bis zum Rand mit Überraschungen gefüllt ist. Anders als die Hauptteile bringt Mario Kart Tour nicht sofort eine Reihe neuer Strecken mit sich, sondern veröffentlicht diese graduell über einen längeren Zeitraum, um das Interesse am Spiel aufrechtzuerhalten. Alle zwei Wochen startet eine neue Tour-Saison, welche die titelgebende „Tour“ um die Welt voranbringt.


Den Anfang macht ein Abstecher zum New-York-Speedway. Auf dieser Strecke düsen Mario und Kumpanen inmitten einer an New York angelehnten Innenstadt um die Wette und haben reichlich zu sehen: bunte Neon-Reklamen, Geysire, die aus der Kanalisation geschossen kommen, und eine schicke Parkanlage. Der New-York-Speedway mag nicht die genaueste Repräsentation der amerikanischen Metropole sein, dafür aber eine umso charmantere. Die Strecke strotzt nur so vor Details. Gleiches gilt für die vielen anderen Strecken, die ich bisher in Mario Kart Tour fahren durfte. Bei diesen handelt es sich ausschließlich um Retro-Kurse aus vorherigen Ablegern, viele davon tauchten im Nintendo 3DS-Ableger Mario Kart 7 auf, welches sich Mario Kart Tour ganz offensichtlich als Vorbild nimmt.


Diese Aussicht gibt es nur auf dem Gebirgspfad R. © Nintendo

Eine gelungene Neuerung besteht aus den „R-“, „X-“ und „R/X-Versionen“ von Strecken. Neben dem zuvor genannten New-York-Speedway gibt es etwa auch den New-York-Speedway R, welcher euch die Strecke rückwärts fahren lässt, und den New-York-Speedway X, welcher die originale Strecke mit zusätzlichen Rampen und anderen Objekten erweitert. Als New-York-Speedway R/X hingegen wird die modifizierte Version von New-York-Speedway R bezeichnet. Klingt komplizierter, als es letztendlich ist. Was ihr euch hinter die Ohren schreiben könnt: Mario Kart Tour bietet potenziell bis zu vier verschiedene Versionen einer einzigen Strecke. Das mag einerseits vielleicht exzessives Recycling darstellen, bringt andererseits aber viel Frische mit sich. Auch altbekannte Strecken erhalten alternative Versionen, sodass diese aus einem ganz neuen Winkel erlebt werden oder sich gar wie völlig neue Kurse anfühlen.


Auch das gute, alte Item-System hat einige Änderungen erfahren. Zum einen können nun bis zu drei Items gleichzeitig getragen respektive durch eine Item-Box erhalten werden, zum anderen wird damit eine neue Mechanik namens Partyzeit eingeführt. Erlangt ihr durch das Item-Roulette drei gleiche Items auf einmal, startet die Partyzeit, welche euch unverwundbar sowie schneller macht und erlaubt, das erhaltene Item für eine kurze Zeit unbegrenzt einzusetzen. Diese Mechanik ist aufs Äußerste vom Glück abhängig, stellt allerdings eine weitaus natürlichere Umsetzung des Glückssieben- oder Wunderacht-Items dar. Die Partyzeit steht zudem in Verbindung mit anderen Funktionen des Spiels und wirkt daher gut durchdacht. Näheres dazu später.


Mario on Tour


Herzstück von Mario Kart Tour sind die Tour-Saisons. Alle zwei Wochen verschlägt es den pummeligen Schnauzbartträger an einen anderen Ort unserer realen Welt. Gleichzeitig bringt eine jede Tour-Saison zahlreiche Cups, Missionen und mehr ins Spiel, die es zu bewältigen gibt. Cups bestehen in Mario Kart Tour in der Regel aus drei Rennen à zwei Runden und einer Herausforderung. In der aktuellen Tour-Saison beginnt alles beispielsweise mit dem Mario-Cup, in dem zuerst der New-York-Speedway X gefahren wird. Anschließend folgen die Cheep-Cheep-Bucht, bekannt aus Mario Kart 7, und Marios Piste 1 vom SNES, die erste Mario Kart-Strecke aller Zeiten. In einer anderen Saison könnte der Mario-Cup jedoch vollkommen anders aussehen.


In der Herausforderung „Weiter-Gleiter“ macht Peach Daisyhausen unsicher und versucht so weit wie möglich zu fliegen. © Nintendo

Als Herausforderung wird im Mario-Cup derzeit die Turbo-Start-Perfektion angeboten. Dabei lernt ihr, wie der Turbo-Start zu Beginn eines Rennens auszuführen ist. Aber nicht alle Herausforderungen dienen als Tutorial, viele stellen euch vor einfallsreiche Aufgaben wie einem Hindernis-Parcours, einem Rennen gegen Mega-Fahrer oder das Besiegen von Gumba-Haufen. Dieses Prinzip erinnert stark an die Missionen aus Mario Kart DS und an die Wettbewerbe aus Mario Kart Wii. Fans haben schon lange auf eine Rückkehr dieser Herausforderungen gehofft, nun bringt sie Mario Kart Tour zurück und weckt dabei das Gefühl einer Mario Kart-Kampagne. Das fortlaufende Bewältigen der Cups fühlt sich nämlich wie ein großes Abenteuer an – wie eine große Tour, wenn man so möchte.


Für euren Fortschritt innerhalb einer Tour-Saison benötigt ihr Große Sterne – ja, genau die Dinger, die ihr nach dem Besiegen eines Kuppel- beziehungsweise Weltenbosses aus Super Mario Galaxy (2) erhalten habt. Während Marios intergalaktische Abenteuer gerade einmal einige wenige dieser Großen Sterne beinhalteten, ist Mario Kart Tour vollgestopft mit ihnen. Bei jedem Rennen und bei jeder Herausforderung gibt die erhaltene Anzahl an Großen Sternen an, wie gut oder schlecht ihr euch geschlagen habt. Das heißt: Es ist nicht mehr zwingend notwendig, den 1. Platz zu erreichen, solange ihr eine respektable Punktzahl erreicht und euch damit Große Sterne verdient. Diese dienen als Voraussetzung für das Freischalten weiterer Cups und für den Erhalt von Tour-Geschenken, einer Mischung verschiedener In-Spiel-Items und -Währungen.


Auch Missionen können euch dabei helfen, weitere Items sowie Große Sterne zu erlangen. Knallt ihr drei Grüne Panzer ins Heck eines Kontrahenten, gibt es dafür eine kleine Belohnung sowie einen Anstecker für euer Profil. Es handelt sich um eine abgespeckte Version von Errungenschaften, welche sich mit jeder Tour-Saison ändern. Das Konzept dürfte vielen aus anderen Mobile-Spielen (von Nintendo) bekannt sein.


Fahrer, Karts und Gleiter so individuell wie noch nie


Seit Mario Kart 7 könnt ihr eure Karts individualisieren, indem ihr Karosserie, Räder und Gleiter nach Wunsch zusammenstellt. Mario Kart Tour aber legt noch einmal eine Schippe oben drauf. Nicht unbedingt darin, wie viel ihr als Spieler selbst individualisieren könnt, jedoch in der Individualität der einzelnen Komponenten. Jeder Fahrer, jedes Kart und jeder Gleiter verfügt nun über eine „Spezialaustattung“, über „Spezialstrecken“, über verschiedene Werte und Zahlen. Fast schon RPG-artig steigen eure Fahrer, Karts und Gleiter durch Erfahrung im Level auf und schalten so zusätzliche Vorteile frei. Manche Werte lassen sich durch das bloße Spielen erhöhen, für andere werden Währungen wie spezielle Tickets benötigt, die selten im Spiel ausgehändigt werden. Hier ist die Mobile-Natur des Spiels am offensichtlichsten. Langwierige Prozesse, die Zeit und Ressourcen benötigen, sind ein typisches Markenzeichen von Spielen auf Smart-Geräten. In diesem Falle ist ein Aufleveln nicht zwingend notwendig, um Spieleinhalte zu bewältigen, sondern dient lediglich der Vereinfachung oder Beschleunigung von Spielesystemen.


Eines meiner neuen Lieblingsitems: die Luftblase. Damit schwebt ihr für eine Zeit über der Fahrbahn, selbst über das Off-Road! © Nintendo

Die „Spezialaustattung“ äußert sich bei den Fahrern als ein mehr oder weniger exklusives Item, welches von diesem Fahrer in Item-Boxen erhalten werden kann. Dabei trefft ihr auch auf vollkommen neue Items wie die Luftblase, die Bananenfässer oder die Turbo-Pilz-Kanone. Das Konzept erinnert ziemlich an die charakterexklusiven Items aus Mario Kart: Double Dash!!, entsprechend tauchen auch Items aus besagtem Ableger auf, so etwa das Herz, Bowsers Panzer, das Yoshi-Ei und die Megabanane. Dies sorgt für zusätzliches Chaos auf der Rennpiste und seien wir doch einmal ehrlich: Wer liebt Mario Kart nicht für das pure Chaos? Bei Karts verbessert die „Spezialaustattung“ eine bestimmte Mechanik während der Fahrt, sei es nun ein stärkerer Mini-Turbo, ein längerer Turbo-Start oder eine längere Beschleunigung durch Windschatten. Gleiter hingegen bieten bei ihrer „Spezialaustattung“ eine erhöhte Chance auf ein bestimmtes gewöhnliches Item.


Der Teufel liegt bekanntlich im Detail und so gibt es eine Menge, worauf ihr bei der Zusammenstellung eurer Fahrer-Kart-Gleiter-Kombination achten könnt. Doch ist das alles wirklich nötig? Tatsächlich gibt es ein grundlegendes System im Spiel, welches die zuvor genannten Eigenheiten der verschiedenen Elemente nahezu komplett nichtig macht: die „Spezialstrecken“. Erst bei der Auswahl der Strecke wählt ihr eure gewünschte Kombination und das mit gutem Grund. Je nach Strecke geben euch bestimmte Fahrer, Karts und Gleiter besondere Vorteile. Fahrer bestimmen die Anzahl an Items, Karts bestimmen den Multiplikator von Aktionspunkten und Gleiter geben Serien-Boni und Serien-Takt an. Kurzgesagt: es geht um Punkte, Punkte und nochmal Punkte. Und wer nicht die passenden Fahrer, Karts und Gleiter hat, schaut wortwörtlich in die Röhre.


Drei gleiche Items bedeuten PAAARTY! © Nintendo

Um euren Fahrerstall zu vergrößern und weitere Karts sowie Gleiter für eure Garage zu verdienen, werden „Röhren“ gezündet, welche dann mit etwas Glück ein prächtiges Exemplar ausspucken, oder euch mit gewöhnlichem Trödel abspeisen. Dies ist komplett vom Glück abhängig. Zum Zünden einer Röhre werden eine Premium-Währung namens Rubine benötigt. Rubine können sowohl im Spielverlauf als auch gegen Echtgeld erhalten werden. Damit orientiert sich Nintendo an vorherigen „Gacha“-Modellen, wie man sie aus Fire Emblem Heroes, Animal Crossing: Pocket Camp und Dr. Mario World kennt. In den Details einer Röhre werden die Erscheinungsraten verraten. Highlights einer Röhre – auf die werdet ihr es meistens abgesehen haben – können zu Beginn je mit einer 1 %-Chance erhalten werden. In Sachen Transparenz ging Nintendo hier definitiv einen guten Schritt und deklariert jede Wahrscheinlichkeit genaustens. Diese Wahrscheinlichkeiten sind es aber, die für weniger Freude sorgen.


Pro Tour-Saison wird euch durch kostenlos erhältliche Rubine nicht allzu häufig die Chance geboten, die Röhre zu zünden. Habt ihr großes Pech, entwischt euch die Chance auf einen speziellen Fahrer, den ihr unbedingt haben wolltet. Umso größer ist die Freude, wenn ihr doch vom Glück gesegnet seid. Wie zuvor beschrieben wirken sich gewählte Fahrer, Karts und Gleiter signifikant auf eure Ergebnisse aus. Eine schlechte Röhrenzündung kann dann also für große Frustration sorgen. Nicht nur, weil ihr nicht eure liebsten Fahrer oder Teile nutzen könnt, sondern auch, weil ihr nicht (so einfach) die gleichen Punkterekorde aufstellt wie andere, die etwas mehr Glück hatten.


Wer nicht warten kann und gleich sofort viele Rubine haben will, muss tief ins Portemonnaie greifen. © Nintendo

Obwohl Mario Kart Tour zum Großteil eine Einzelspielererfahrung ist, wird wöchentlich eine Online-Rangliste geführt, bei welcher 20 Spieler mit etwa gleichen Fähigkeiten um die höchste Punktesumme in einem ausgewählten Cup fahren. Ihr könnt euch dabei zwar auch mit euren Freunden messen, nachdem ihr diese über eine eurer Verknüpfungen oder durch eine lästige Fahrer-ID hinzugefügt habt, aber die wahren Belohnungen gibt es in der Rangliste mit 19 fremden Spielern zu holen. Wer dort die vordersten Plätze belegt, erhält nach Ranglisten-Schluss Prämien. Es bleibt abzuwarten, inwiefern Nintendos Matchmaking hier wirkt, jedoch lässt sich bereits vorab ein großes Potenzial für Ärger erahnen, wenn Spieler mit ihrer durch eine Art Lotterie erhaltenen Ausrüstung gegeneinander um einen Punkterekord fahren. Kann man von einem fairen Wettstreit sprechen, wenn die Bedingungen möglicherweise höchst unterschiedlich ausfallen?


Anders als angenommen fahrt ihr aktuell noch nicht online gegen Spieler aus aller Welt, sondern lediglich gegen ihre „Profile“. Spielername sowie Fahrer-Kart-Gleiter-Kombination entsprechen der Realität, schlussendlich liegt die Kontrolle aber bei der K.I. des Spiels. Die Täuschung ist durchaus gelungen. Der echte Mehrspieler-Modus soll mit einem zukünftigen Versions-Update folgen. Aktuell lässt sich nicht sagen, wie dieser umgesetzt werden soll. Nintendo könnte schnell in das tunlichst zu vermeidende „Pay-to-Win“-Territorium übergehen. Ich möchte es nicht hoffen.


Neben Rubinen können auch Münzen als Währung eingesetzt werden. Diese spielen diesmal aber eher die zweite Geige. Im spieleigenen Shop taucht ein täglich wechselndes Angebot an Charakteren, Fahrzeugen, Gleitern und anderen Items auf, welche gegen Münzen erworben werden können. Auf den ganz großen Fang dürft ihr euch hier aber nicht einstellen. Mit zunehmendem Fahrerlevel schaltet ihr weitere Angebote frei, doch auch da sei wohl überlegt, wofür ihr eure funkelnden Taler ausgebt. Wirklich überzeugend oder vielfältig ist der Shop nicht.


Wer mehr aus seinem Spiel herausholen möchte, kann den Gold-Pass von Mario Kart Tour abonnieren. Dieser schlägt aktuell mit 5,49 € monatlich zu Buche und bietet diverse Vorzüge. Mit dem Gold-Pass erhaltet ihr Zugriff auf die 200ccm-Klasse, die noch rasantere Rennen bietet, bei denen ihr aber nicht mehr Punkte erhaltet als in der 150ccm-Klasse. Es ist rein auf eine zusätzliche Herausforderung ausgelegt. Außerdem könnt ihr Gold-Pass-exklusive Tour-Geschenke entgegennehmen sowie Gold-Missionen absolvieren, um zusätzliche Belohnungen zu erhalten. Momentan wirkt das Abonnement noch ziemlich dünn an Inhalt und einen wahnsinnigen Mehrwert scheint es auch nicht zu bieten. Es beschleunigt lediglich den Erhalt von Premium-Währung wie den Rubinen für ungeduldige Spieler. Es ist mutig von Nintendo, dieses Modell auszuprobieren, aber da wäre durchaus mehr drin gewesen.


Driften, bis der Arzt kommt


Abschließend sollen die Steuerung als auch die technische und grafische Umsetzung beleuchtet werden. Mario Kart Tour spielt sich für Mobile-Racer ungewöhnlich im Hochformat. Euer Gefährt steuert ihr mit bloß einem Finger, indem ihr von der zentralen Position aus nach links oder rechts wischt. Um Items zu aktivieren, berührt ihr den Bildschirm – beim Lenken gerne auch mit einem zusätzlichen Finger – oder wischt nach oben oder unten. Die Steuerung ist definitiv simpel und auf Smart-Geräte zugeschnitten, was bei vielen Spielern aber für Kopfzerbrechen sorgt, ist das Fahrverhalten.


Tiefer Fall im Shy Guy Basar X. © Nintendo

Ist das manuelle Driften aktiviert, führt die kleinste Bewegung in eine Richtung zu einem Drift. Es ist ganz so, als würdet ihr in einem der Hauptableger die Drifttaste dauerhaft betätigen. Das hört sich nicht nur unheimlich lästig an, das ist es auch – zumindest anfangs. Nach wenigen Stunden werdet ihr ein weitaus besseres Gefühl für die Steuerung bekommen haben. Dann driftet ihr wie die Meister und es fühlt sich nicht mehr so ungewohnt an. Zuerst ist dies aber ein ziemlicher Schock für den geübten oder auch nicht so geübten Mario Kart-Fahrer. Verständlich, so sollen Mobile-Spiele doch besonders zugänglich und einfach zu spielen sein. Der Ersteindruck, den Mario Kart Tour mit seiner Steuerung bei vielen hinterlassen wird, sorgt eher für Kontrollverlust und damit Frust. Das manuelle Driften zu deaktivieren, ist leider auch keine große Hilfe, da das Fahrverhalten euch dann wiederum zu wenig Kontrolle über eure Drifts gibt. Es ist schwierig, hier eine richtige Balance zu finden. Die optionale Bewegungssteuerung würde ich übrigens keinem empfehlen. Je nach Gerät kann sich dies ziemlich schwammig gestalten.


Die audiovisuelle Präsentation ist stark von Mario Kart 7 inspiriert. Ich würde sogar so weit gehen zu behaupten, dass einiges direkt aus dem Nintendo 3DS-Spiel übernommen wurde. Natürlich zeigen sich die vielen Strecken nun in ansehnlicher HD-Grafik, die optische Leistung ist dennoch zwischen Mario Kart 7 und Mario Kart 8 (Deluxe) einzuordnen. Für Smart-Geräte ist das absolut zu verschmerzen und sieht sogar recht schick aus. Das Spiel wurde selbst für eher leistungsschwache Geräte optimiert, damit diese Mario Kart Tour überhaupt flüssig abspielen können. Dann muss jedoch möglicherweise auf ein sauberes Bild verzichtet werden. Der Energiesparmodus ist hier entscheidend. Etwas schade ist, dass viele Artworks der Vergangenheit verwendet wurden, anstatt den Fahrern neue Bilder für Mario Kart Tour zu spendieren. Diese Praxis ist nicht ungewöhnlich, aber nichtsdestotrotz zu bemängeln.

Unser Fazit

7

Spaßgarant

Meinung von Daniel Kania

Mario Kart Tour bringt echtes Mario Kart-Erlebnis auf Smartphones und Tablets. Während die Steuerung stellenweise für Frustmomente sorgen kann und viel Eingewöhnung benötigt, ist das Gameplay serientypisch klasse umgesetzt und bringt jede Menge Spaß. Die gewohnte Mario Kart-Action wurde optimal für Smart-Geräte angepasst und kann auch für zwischendurch unterhalten. Neue Konzepte wie alternative Strecken-Versionen, Partyzeit, aber auch neue Items, Fahrer und Kartteile bringen frischen Wind hinein und bieten auch langjährigen Mario Kart-Fans Neues zu entdecken. Dank einem vielfältigen, stetig wachsenden Programm an verschiedenen Cups und Missionen wird Spielern von Mario Kart Tour so schnell nicht langweilig werden. Wer öfter spielen möchte, muss aber Nerven aus Stahl beweisen. Der Erhalt neuer Fahrer und Co. ist von frustrierend niedrigen Raten abhängig. Dabei das Richtige zu erhalten grenzt fast schon an ein Wunder. Umso ärgerlicher ist es, wenn die fehlenden Elemente für mehr Punkte sorgen würden. Es ist fraglich, was davon noch als fair und was schon als „Pay-to-Win“ bezeichnet werden kann. Aktuell ist vieles von Mario Kart Tour noch auf den Einzelspieler beschränkt, was bei einer Mehrspieler-fokussierten Marke wie Mario Kart äußerst schade ist. Die Zeit bis zum nächsten richtigen Mario Kart-Teil können wir uns mit Mario Kart Tour sicherlich gut vertreiben. Wer weiß, für wie viel der Mobile-Ableger als Inspiration und Testversuch dienen wird?
Mein persönliches Highlight: Die alternativen Strecken-Versionen gefallen mir richtig gut!

Die durchschnittliche Leserwertung

32 User haben bereits bewertet

Kommentare 43

  • Gebbi

    BotW Suchti

    Schöner Test. Bei mir funktioniert es aber immer noch nicht!

  • Ande

    Meister des Turms

    Puh... eine 7 ist für ein Mario Kart mMn schon relativ schlecht. Mit den ganzen Mikrotransaktionen und Lootboxen bleibe ich diesem Mario Kart aber definitiv fern.

  • Max+

    Turmritter

    Ich finde die 7 für dieses Spiel lächerlich hoch.

  • Maximus

    Turmheld

    Strategisch halt von Nintendo bevor das neue Mario Kart kommt.


    Ich selber kann mit dem Spiel nix anfangen da ich kein Smartphone spieler bin.

  • Esde55

    Turmknappe

    Wie man einem Spiel welches versucht dem Spieler jeden Cent aus der Tasche zu ziehen mit Mirkotransaktionen,Loot oxen,Sales Shop und Monatlichem Abo Service! mehr als 1Punkt zu geben! ist unfassbar.


    Dieses Spiel zielt auf die Armen Seelen die schnell ein Suchtpotenzial aufbauen können, mit den geliebten Charakteren aus dem Hause Nintendo..


    Kleine Kinder bekommen sowas vorgesetzt und werden von klein auf zum Gambling gewöhnt...Wenn es schon bei Kinder spielen ganz normal ist zu zocken...Dann kann man ja auch später mit 18 sein ganzes Geld im Casino verzocken.


    Und kommt mir hier nicht mit "das ist alles optional" und verschaffen keinen Vorteil In Game und sind nur kosmetisch".
    1. Die Lootboxen sind voll mit Racern,Gleitern,Karts welche dem Spieler einen Vorteil verschaffen
    2. Ohne Geld reinzustecken kannst du Jahre spielen um vielleicht paar mal "sein Glück" zu versuchen.



    Ich verstehe nicht wir News Outlets wie nTower oder andere große Outlets sich nicht stark dagegen streuben um unser geliebte Video gaming Branche zu retten..


    Umso mehr wir unsere klappe halten und solche Bullshit Reviews raus hauen und damit dem Kunden vermitteln das es völlig ok ist in ein Game 100-200 oder 500€ für Casino Games auszugeben, desto mehr werden die Puplisher ihre Grenzen ausweiten.


    Bei so "Bewertungen" denkt man sofort dran das nTower entweder von Nintendo bezahlt wird oder Sie einfach schiss haben etwas zu stark zu kritisieren damit Sie nicht auf die Blacklist von Nintendo kommen!



    Scenarien wir " Einzelspieler level" jedes Level kostet extra usw sind nicht fern.



    Sry falls sich einige Rechtschreibfehler eingeschlichen haben..
    Habe nur keine Lust das hier zu korrigieren, mit der Wut in mir.

  • Torben22

    Meister des Turms

    @Esde55


    Oh man. Wo fang ich bei dir an?
    Du hast Recht. Das Bezahl Modell muss man nicht gut finden ....
    Aber der Rest ...
    Really?
    Wenn du von den armen Kindern sprichst, frag ich dich, was wollen Kinder unter 14 denn mit einem Smartphone? Und wenn sie eines haben, würde ich wäre ich Vater die Drittanbieter Sperre setzen lassen.
    So viel dazu ^^ Problem erkannt Problem gebannt.
    Du weißt auch, dass dieses "Gib Geld aus und du weißt nicht was du bekommst" Prinzip sehr alt ist oder?
    Ich hab damals von Pokemon 2x Panini Sticker Alben gesammelt und da hab ich viel Geld reingesteckt. Um die Happy Hippo Hochzeit komplett zu bekommen, hab ich auch viel Geld investiert.
    Kinder sind klüger als du denkst und müssen nicht in Watte gepackt werden.
    In einem Land wo man problemlos an Zigaretten und Alk kommt, ist ein Spiel, welches O H N E Geld spielbar ist, kein Problem. Wie gesagt Drittanbieter Sperre.


    Nein man muss das Prinzip natürlich nicht gut finden, aber man kann es auch wie du echt übertreiben.

  • Dirk

    Europäer

    @Esde55


    das darfst du alles nicht sagen. Nintendo darf alles. Da drückt man einfach mehr Augen zu obwohl Nintendo sich eher an die Kinder richtet und man das viel kritischer sehen sollte. Aber naja.

  • Haby

    Mario Kart Tour ist das schlechteste Mobile Game von Nintendo, das sie bisher raus gebracht haben!
    Die Steuerung ist total buggie! Das Spiel lebt von Lootboxen, wie kein anderes Spiel.


    Bekommt aber trotzdem so eine hohe Wertung! Also das verstehe ich auch nicht!


    Es ist für mich sogar eins der Spiele die gerade mal eine 1 als Wertung verdient hätten.
    Denn besser ist es wirklich nicht!

  • Princess_Rosalina

    Turmbaronin

    Das Spiel hat doch automatisch eine höhere Wertung allein nur für den Namen, könnt ihr mir erzählen was ihr wollt. :D


    Ich empfehle euch den 4players Test , da wird nochmal schön das negative aufgelistet :)
    Ein Spiel mit allen möglichen abzock varianten hat nicht mehr als eine 4 verdient. ( selbst das ist noch zu hoch) da war 4players doch nicht ganz so hart :)


    Selbst ohne diesen ganzen Abzockgedöns ist das spiel nur mittelmäßig, wie bitte kommt man auf so eine idiotische Steuerung ?


    -Kaum neue strecken
    -Es fehlen zu viele Charaktere
    -2 Runden, wieso nicht einstellbar ?
    - Multiplayer ?
    -Keine Gamepad Unterstützung.
    -Abstürze
    -Wird schnell langweilig
    -Grafik nichts besonderes


    Nintendo hat mittlerweile den selben Status wie EA. Aber mit diesem Spiel, schießt selbst Nintendo weit über EA vorbei. So etwas habe ich noch nie in einem Videospiel gesehen.


    Aber wir sind da selbst schuld, Mario Run war ja für die meisten zu teuer :troll:
    Wir wollen alle abgezockt werden, anders kann ich mir das nicht erklären. Sonst wären wir nicht da, wo wir heute sind.


    Achja, für Kinder ist das natürlich ein Vorzeige Titel, Hut ab Nintendo, sehr kinderfreundlich :)


    Jetzt bin ich fertig.

  • Esde55

    Turmknappe

    @Torben22


    Dein Vergleich mit Sammelkarten,ÜEiern,Stickern usw hinkt gewaltig...


    Sammelkarten,Figuren aus ÜEiern oder sonstige Spielzeuge sind reale Gegenstände.
    Ich habe auch Pokémon Karten gekauft und gesammelt..Aber weist du was,Ich besitze Sie heute noch, könnte Sie theoretisch eintauschen,verschenken oder verkaufen.


    In Game Käufe sind wiederum komplett Digital und haben keinerlei Wert!..Nintendo kann die Server in 3Wochen abschalten und der Spieler sitzt da mit 200 ausgebenen Euronen und nichts auf der Hand.



    Zum Thema Kinder :
    Diese "Games" werden von der USK eingestuft damit Eltern die sowas für Ihre Kinder kaufen oder Downloaden sehen können "USK3" also für meinen kleinen geeignet.


    Erkläre mir bitte wieso ein Spiel welches ein Siegel mit USK 3 die Eltern nötigen muss irgendeine Sperre zu aktivieren.


    Nach dieser logik dürften alle Kinder Jugendliche unter 18 auch in ein Casino gehen dürfen..Sollen die Eltern ein Verbot für Ihr Kind geben und nicht das Casino.


    700Millionen Euro Gewinn macht Fifa im Jahr für Ultimate Team...Video spiele sollen spass machen und nicht Jugendliche schon früh süchtig machen.


    Sorry aber wenn man alles klein spielt wie du und andere...Wirst du sehen das irgendwann diese Seuche auch dein geliebtes Genre wie zb Rollenspiele usw verpesten wird...

  • metetelaenterona

    Fels von Torna

    Irgendwie verstehe Ich die Ranglistenspiele nicht wirklich, wären Ich mit 16500 Punkten erster bin, hat der zweite über 9000,jedoch Freunde haben über 10000 aber werden gar nicht wirklich gelistet, außer bei Freunde halt. Kann mir das einer mal erklären?

  • Daniel Kania

    Whaaack-aaa!

    @Princess_Rosalina Wenn die Kollegen von 4Players etwas härter in ihrem Urteil waren, ist das genauso gerechtfertigt. Der Großteil deiner genannten Negativpunkte bezieht sich auf aktuell fehlende Inhalte im Spiel wie Strecken, Fahrer und der obligatorische Mehrspieler-Modus. Dass nicht alles zum Start verfügbar ist, sollte bei einem Service-Spiel wie Mario Kart Tour offensichtlich sein. Das Spiel ist nicht darauf ausgelegt, von vornerein alles anzubieten, sondern wird regelmäßig um neue Inhalte erweitert. Dies sollte man berücksichtigen, wenn man sich über Inhaltslücken beschwert. In weniger als zwei Wochen ist schon eine ganze Reihe neuer Fahrer, Strecken, Kartteile usw. verfügbar. Wenn dir dieses Konzept nicht zusagt, ist das absolut zu verstehen, auf gewöhnlichen Spielekonsolen ist sowas definitiv nicht der Standard, auch wenn Games-as-a-Service bei Nintendo und anderen Herstellern immer beliebter werden. Jedoch können Mobile-Games nicht auf die gleiche Art bewertet werden wie gewöhnliche Videospiele. Dafür ist die Ausgangslange zu verschieden.


    "Abzockmethoden" sind definitiv zu bemängeln und werden im Test auch kritisch gesehen. Allerdings wurde der Fokus mehr auf den tatsächlichen Inhalt als auf das Modell drumherum gelegt. Dieses ähnelt immerhin sehr der Vorgehensweise bei anderen Nintendo-Mobile-Spielen, welche aus dem selben Grund bereits in der Kritik standen. Wie sehr sowas gewichtet wird, liegt an der Person. :mariov:

  • schm0ik

    Kleine Kinder bekommen sowas vorgesetzt und werden von klein auf zum Gambling gewöhnt...Wenn es schon bei Kinder spielen ganz normal ist zu zocken...Dann kann man ja auch später mit 18 sein ganzes Geld im Casino verzocken.

    Ich hab als Teen mein Geld für Yu-Gi-Oh Karten ausgegeben und war in meinem leben noch nicht einmal in einem Casino.

  • Shoto

    Turmhase

    Finde die Wertung passt. Das Spiel ist natürlich überhaupt kein Ersatz der Konsolenteile, für einen Mobile-Ableger der Reihe aber sehr gut umgesetzt. Bin positiv überrascht.


    @Dirk
    Mikrotransaktionen sind im Grunde immer unnötige Abzocke, egal welche Firma dahintersteckt Kann deinen Ärger auch gut nachvollziehen. Finde es nur lustig, wie du bei unserer letzten Diskussion die NBA2K Mikrotransaktionen verteidigt hast, diese dich hier aber extrem stören. Meiner Meinung nach sind die Mikrotransaktionen bei NBA2K mindestens genauso verwerflich, da man dort im Gegensatz zu Mario Kart Tour den Vollpreis für das Spiel zahlt. :D

  • Flomo

    Turmheld

    Bodenlos... aber wie gesagt die Handy Gamer wollen so ein bezahl model siehe Mario run da war es anders Rum und es wurde nicht angenommen .
    Die Handy Gamer wollen abgezockt werden

  • Haby

    Da ich etliche Nintendo Mobile Games gespielt habe, kann ich nur sagen das Mario Kart Tour das schlechteste bisher veröffentlichte Mobile
    Game von Nintendo ist.


    Fire Emblem Heroes und Animal Crossing Pocket Camp sind beide sehr gute Mobile Games und grenzen sich drastisch von Mario Kart Tour ab!


    In diesen Thread gehe ich genauer auf jedes Mobile Game von Nintendo ein:
    https://www.ntower.de/communit…4-nintendos-mobile-games/

  • Linnea

    △○╳□

    Ich weiß nicht.... also in letzter Zeit kann ich mich mit den ntower-Tests überhaupt nicht mehr so richtig anfreunden. ||
    Das war mal komplett anders. :/

  • Dirk

    Europäer

    @Shoto


    weil es da eben keinen Vorteil gibt sondern nur schlechter und mario Kart sich sehr deutlich an Kinder richtet. Zudem ich nicht umsonst ständig schreibe, dass Nintendo das komischer Weise eher darf als andere Firmen.

  • Arraklon

    F-Zero-Junkie

    Mobilegames unterstütze ich nicht und werde ich auch nie... und dieser Titel ist an Dreistigkeit fast nicht zu überbieten. Wie man hier auf eine 7 kommen kann, ist mir unbegreiflich, Nintendobonus scheinbar.
    Denn auch das wohl mieseste Bezahlmodell aller Zeiten mal vollkommen ausgeblendet, macht der Titel einfach überhaupt keinen Spaß. Touchcontrol bei Mario Kart ist einfach "meh" O.o

  • Torben22

    Meister des Turms

    @Dirk


    Man muss nicht jede Kritik an dem Spiel als kritisch sehen bzw muss ich sagen befindet man sich hier auf einem anderen Markt und da läuft es nun mal anders. Da muss man mal in der Lage sein objektiv zu sein.


    Nintendo hat es mit Mario Run versucht und ist gescheitert. Der typische Mobil Spieler gibt lieber 20x1€ aus als auf einmal 9,99€.


    Und ja Nintendo versucht aus Mario Kart Tour echt alles zu Geld zu machen. Aber wie soll denn eine kostenlose App Geld abwerfen?


    Ja die Preise können immer niedriger sein. Klar.


    Was ich mich eher frage ist warum du immer diese Ironie einbaust, wenn User deine Kritiken nicht teilen.


    Ich schreib ja auch nicht "Achtung Leute der Dirk hat eine Kritik und der am besten nicht widersprechen..."


    Nix persönliches aber erinnert mich an Pokemon

  • Dunnkare

    Hardcore Noob

    Solange es genug Trottel gibt, die ihre Ersparnisse für Glücksspiele ausgeben, bei denen es keinerlei realen Gewinn gibt, und der Gesetzgeber das in Ordnung findet, werden wir die Lootbox Seuche auch nicht los. Und weil auch Nintendo ein Konzern ist, der langfristig jede Möglichkeit der Gewinnmaximierung ausschöpfen muss, ist man auch hier nicht vor dieser Melkmethode sicher. Man muss (leider) froh sein, dass sich das bisher nur auf die Mobile Titel von Nintendo beschränkt.


    Das virtuelle Glücksspiel um Nichts mit Sammelkarten und Überraschungseiern zu vergleichen, finde ich sehr schwierig.
    Denn Lootbox Mechaniken setzen gezielt Elemente wie Geräusche und Lichteffekte ein, die auch bei Casinos und Glücksspielautomaten angewandt werden, um die Belohnungszentren suchtanfälliger Spiele zu stimulieren und zum wiederholten Geldausgeben zu verleiten. Weiterhin unterliegen Lootboxen und artverwandte Belohnungssystem keinerlei Kontrollen, was es den Anbietern ermöglicht, Chancen jederzeit und völlig unnachvollziehbar zu verändern (Was zu Werbezwecken bekanntermaßen passiert, wenn z.B. sog. Influencer in Publisher-Auftrag Lootbox Öffnungen streamen.)
    Und nicht zuletzt bekommt man im virtuellen Glücksspiel um Charaktere, Skins etc. nichts für sein Geld, was irgendeinen realen Wert hätte. In den meisten Spielen kann man gewonnene Gegenstände weder tauschen noch verkaufen. Wird das Spiel irgendwann abgeschaltet, oder man hat ganz einfach keine Lust mehr drauf, ist einfach alles weg.
    All das ist bei Panini Bildern etc. nicht der Fall. Vollkommen unbedenklich sind diese Sammelartikel deswegen natürlich nicht, aber definitiv weitaus weniger manipulativ und suchtgefährdend als Lootboxen.

  • Linnea

    △○╳□

    @Torben22
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass Nintendo mit Super Mario Run gescheitert sein soll. Das Spiel hat mit Sicherheit ein Vielfaches der Entwicklungskosten wieder reingeholt und war bestimmt kein Flop.


    Das Problem ist viel mehr, dass die Herren auf dem hohen Ross gierig werden und immer mehr wollen. Die kriegen das Maul nicht voll und versuchen den Leuten mit dubiosen Tricks das Geld aus der Tasche zu ziehen... und das im Falle von Nintendo sogar noch krasser, als viele der anderen namenhaften Mobile-Entwickler.


    Ich wünsche mir mehr denje eine Zeitreise machen zu können und einfach mal ganz kurz in die Zukunft zu schauen, wohin sich der ganze Markt entwickelt. Denn der mobile Bereich ist nicht für sich alleine gestellt. Er hat einen gewaltigen Effekt auf das, was ich an der Konsole lieben gelernt habe.


    Reggie hat in einer vergangenen Direct gesagt, dass sich alles um "Transformation" drehen würde. So langsam glaube ich zu wissen, was er damit wirklich gemeint hat.

  • Dirk

    Europäer

    @Torben22


    weil ich Ironie benutze darf keiner was dagegen sagen? LOL.

  • Ninjasexparty

    Turmbaron

    Ich bin auch kein Freund von Mobilegames, aber ich finde Mario Kart Tour macht vieles richtig, abgesehen vom Bezahlmodell (Welches ich auch nicht unterstütze). Aber rein als Spiel betrachtet habe ich damit momentan mehr Spaß als ich mit dem MK8D Port für die Switch hatte, der in meinen Augen einen Schritt nach hinten gemacht hat im Gegensatz zur WiiU Version. Und es hat mich noch nicht mal was gekostet :) .


    Ich finde eine 7er Wertung echt okay.



    Video spiele sollen spass machen und nicht Jugendliche schon früh süchtig machen.

    Mich haben Videospiele als Jugendlicher auch süchtig gemacht :D Aber damit komm ich gut klar ;)

  • Brokenhead

    Turmfürst

    7 ist noch recht hochgegriffen dafür das der MP noch fehlt aber die monitarisierung mir vollen geschützen ausgefahren ist... das musste natürlich zum release fertig sein

  • Esde55

    Turmknappe

    Stand Jul2018 hat Super Mario Run 60Millionen USD eingespielt.


    Dennoch wird es als Flop bezeichnet..
    Pure Geldgier mehr nicht.


    Natürlich müssen Unternehmen Profit machen keine Frage.
    Hier geht es aber gezielt nur noch darum die oberen 2%der Menscheit immer mehr den Hals volzustopfen auf Kosten der restlichen Bauern

  • Torben22

    Meister des Turms

    @Linnea


    Dann informiere dich mal über die Einnahmen und vergleiche mit den anderen Apps.
    Bei dem Namen Mario ist zurecht mehr erwartet worden. Vll liegt es am Run Spiel Prinzip aber die Mehrheit der Mobile Gamer gibt lieber oft kleine Beträge aus ähnlich wie bei Pokemon Go.


    Mir gefällt Mario Kart Tour bisher. Steuerung ist gewöhnungsbedürftig aber sonst. Top.
    Für ein Mobile Game hätte ich 8 oder 9 gegeben.

  • Dirk

    Europäer

    Was interessiert mich ob ein Spiel nicht so erfolgreich ist weil es 10 Euro kostet gegenüber ein Spiel was einfach nur Kinder abzocken will.

  • Njubisuru

    Unbeliebteste Ntower-User

    Kleine Kinder bekommen sowas vorgesetzt und werden von klein auf zum Gambling gewöhnt...Wenn es schon bei Kinder spielen ganz normal ist zu zocken...Dann kann man ja auch später mit 18 sein ganzes Geld im Casino verzocken.

    "Kleine Kinder" sollten heute eigentlich auch gar nicht erst einen Smartphone besitzen. Dann würde sehr vieles heute erspart bleiben. Ein Kind braucht kein 500 Euro oder 800 Euro teures Smartphone. Sie brauchen kein 2-Jahres Flat-Vertrag. Und trotzdem wurden Eltern so verweichlicht durch diverse Berichterstattung, dass Kinder bei "Gefahr" sich sofort melden können. Und dank der nicht-existente Gefahr besitzt heute jedes Kleinkind ein überteuertes Smartphone, um damit hauptsächlich über Whatsapp zu lästern, mobben, Fotos von unangenehmen Situationen zu machen, laut Musik im Öffentlichen Nahverkehr anzuhören, und natürlich zu spielen. Und viele weitere Eltern haben nachgezogen, weil das Kind ja sonst ein Außenseiter sein kann ohne Smartphone.


    Nintendo hier sowas vorzuwerfen ist völlig legitim. Mein Beitrag dient auch nicht dazu, dich nicht zuzustimmen oder sonstwas. Sondern nur als Denkanstoß. Eine andere Perspektive. Ich würde aber die Origins nicht ganz ignorieren, wie es überhaupt erst das alles zustande gekommen ist. In dem Sinne wurden Smartphones sicherlich nicht "bezahlbarer" im Vergleich zu frühen Mobiltelefone, wenn man nur sieht dass der durchschnittliche Wert der Smartphones die die Kinder heute mit sich führen ansieht, bei mehr als 300 Euro liegt - oder mehr als 800 Euro, wenn man die monatlichen Kosten noch einkalkuliert. Übrigens ein erschreckendes Fun-Fact: Die meisten dieser Kinder wissen nicht einmal, wie man mit ihrem Smartphone telefonieren. Frag doch mal son kleinen aus Spass. Natürlich auch nicht auf die Art und Weise dass es für Nebenstehenden Erwachsenen suspekt rüber kommt.


    In eine Sache steht aber asiatische Länder wie Japan und China uns definitiv vor: Sie betreiben Aufklärung, über die Gefahren von Smartphone-Spiele, ihre Lootboxen und mögliche Sucht und das auf allen Kanälen, vom Staat aus. Während hier in Deutschland in manchen Universitäten und Hochschulen noch darüber debattiert wird, ob das Mitführen von Laptops erlaubt werden soll.

  • ilovemondays

    Turmknappe

    Also ich finde es bislang ganz lustig, so für mal kurz zwischendurch. Läuft butterweich und lässt sich meiner Meinung nach gut und präzise steuern, nach etwas eingewöhnung. Klar, ist eine auf's simpelste herunter gedampfte Variante von Mario Kart, aber für mobile devices in Ordnung. Eigentlich spiele ich nicht oder kaum auf dem Smartphone, Mario Kart werde ich aber ab und an mal anwerfen.


    Die Monitarisierung ist eigentlich verachtenswürdig, so lange man aber nicht irgendwie am spielen gehindert wird und ich nicht das gefühl habe zu irgendwas genötigt zu werden, solls mir recht sein. Hab bei so einem Spiel eh nicht die Motivation alles freischalten zu müssen. Geld werde ich dafür zumindest nicht ausgeben. Für ein vernünftiges mobile Spiel ohne "Premiumwährung" hätte ich Geld ausgegeben.


    7 als Wertung im Kontext eines Smartphone Game finde ich total in Ordnung. Der Markt ist halt seit Jahren im Ar.. Eimer. Alles muss gratis sein und Qualität kann sich dort nicht durchsetzen. Da ist ein Lootbox und Premiumwährung verseuchtes Mario Kart mit vereinfachter Steuerung vermutlich echt ein strahlendes Beispiel an gutem Gamedesign.

  • Torben22

    Meister des Turms

    @Dirk


    Du bist eben nicht der Nabel der Welt.
    Ein Unternehmen was auf Profit aus ist schon.
    Und wenn du so fürchtest Kinder können abgezockt werden, gib ihnen kein Smartphone oder mach Drittanbietersperre rein. Dann kann man es spielen aber nix kaufen. Es sei denn du verrätst dem Kind wie es die Sperre aufhebt. Oder du redest von dir dass du selbst Befürchtung hast Geld auszugeben dann lass es lieber

  • Dirk

    Europäer

    @Torben22 Torben22


    geht aber eben darum ob man das bewerten soll oder nicht. Für die Bewertung eines Spiels ist mir doch egal ob ein Spiel mit System erfolgreicher ist oder nicht.

  • otakon

    Ssssssssswitch

    Finde die Wertung ist okay, ich hab viel Spaß mit dem Spiel aber wegen der Bezahl Sachen hätte ich es auch so auf 7 etwa eingestuft.
    Aktuell hab ich nicht das Gefühl das es Pay to win ist aber das wird man endgültig erst sehen wenn der Multiplayer kommt - ich hoffe nur der Singleplayer verschwindet nicht denn der gefällt mir sehr gut.
    Auch sonst hab ich nicht das Gefühl benachteiligt zu sein wenn ich kein Geld ausgebe, wer das möchte ok aber gezwungen wird man (noch) nicht.
    Die Steuerung war am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig aber ging recht schnell zu lernen - wer die bis jetzt nicht raus hat hat sie einfach nicht verstanden (was nicht schlimm ist da sie nicht wirklich erklärt wird).
    Einige der Neuerungen sind echt cool und ich hoffe die finden auch bei MK9 Einzug.
    Für mich eines der besten Handy Games die ich gespielt habe.

  • Lillyth

    <3

    Ich habe MOMENTAN Spaß mit dem Spiel, aber auch nur, weil ich die 2 Gratis Goldpass-Wochen habe.
    Da bekommt man nämlich ziemlich krasse Belohnungen mit der Zeit, zB Metall Mario und auch mehr Rubine. Das macht das Spiel um einiges einfacher. Wenn die abgelaufen sind und es neue Strecken gibt, wird sich zeigen, ob es langfristig Spaß macht, oder die jetzt guten Fahrer einfach nie wieder gebraucht werden.
    Würde dem Gameplay momentan eine 7 geben. Aber die Abzocke ist einfach zu krass. Auch der Rubinpreis ist im Vergleich mit anderen Spielen viel zu hoch.


    Ich finde, das muss abgestraft werden. Würde daher maximal eine 5 geben.
    Es gibt auch faire Free to Play Titel, bei denen man alles ohne Geld erreichen kann, man braucht nur länger. (Pokémon Shuffle zb). Und wenn man doch mal etwas Geld reinstecken will, muss man nicht direkt einen Kredit aufnehmen.

  • NJunkie

    Keep calm and choose one.

    Weiß jemand wie man diese elende Google Play Spiele Benachrichtigung am Anfang ausblenden bzw vermeiden kann? Mich nervt die zunehmend...

  • tulekparson

    Schokoholic

    Ich muss hier den wirklich zahlreichen Vorrednern Vorschreibern beipflichten.


    Einem Spiel welches einem derart penetrant und plump das Geld aus der Tasche ziehen will eine 7 zu geben entbehrt jeder Grundlage.
    Dieses Spiel ist auch mit viel Wohlwollen eben kein Spaßgarant sondern nur darauf angelegt den Kunden maximal zu schröpfen...


    Und später ist man dann als F2P Spieler nur noch das Kanonenfutter/die Staffage für die Wale und Gold-Abonnenten, nicht mal Nintendo Online kostet soviel wie dieser hanebüchene Blödsinn von Big N.


    Ein Paradebeispiel dafür das Gier blöd macht.

  • metetelaenterona

    Fels von Torna

    @Lillyth Schön zu Lesen wie es ist, Wenn jemand den Goldpass hat. Ich versuche momentan ohne Diesen Pass und Geldeinsatz das Spiel zu Spielen, momentan habe ich keine Probleme auf 5 Sterne zu kommen, hab die Cups bisher alle auf 5 Sterne, und bei den Ranglistenspiele konnte Ich meine Führung bisher auf 18400 ausbauen. Also momentan jedenfalls ist kein Geld nötig, aber der Spaß und Ehrgeiz ist gegeben.

  • Mr_Ananas

    Turmbaron

    Gibt es eigentlich eine offizielle Verlautbarung von Nintendo, warum MyNintendo nicht unterstützt wird?


    Das hätte sich bei diesem Spiel so was von angeboten. :dk:

  • Bettmaaan

    Turmheld

    Das Abo und die übertriebenen Preise sind ein sehr fader Beigeschmack.
    Lässt man diese zwei Punkte weg ist es für ein Handyspiel doch recht spaßig. Bin mal auf den Mutltiplayer gespannt.

  • HansSchinken

    Turmbaron

    Also ich muss schon sagen, die Wertung finde ich vollkommen in Ordnung, bzw ich würde tatsächlich sogar eine 8 geben.
    Laut Bildschirmzeit auf dem iPhone habe ich ca 16 Stunden in den Spiel verbracht und die Steuerung finde ich ziemlich geil. Fürs Smartphone ist es mMn die perfekte Lösung.
    Die Steuerung geht ziemlich präzise von statten - aber ja, sie ist anders als auf Konsole und auch nicht ganz so genau wie mit dem Stick, aber sie ist genau genug.
    Ich muss sagen, ich habe mit diesem Spiel nicht weniger Spaß als mir Mario Kart 8 Deluxe.

  • DBGHSKuLL

    Turmritter

    Das ich in der heutigen Zeit noch Vergleiche lese zwischen Pay to Win Mechaniken und Ü-Eiern wundert mich gewaltig. Eigentlich sind wir hierüber längst hinaus. Es gibt schon genug im Internet an Informationen zu finden, die Belegen das dass miteinander gar nichts zu tun hat.

  • Torben22

    Meister des Turms

    @DBGHSKuLL


    Hat das wer gemacht? Die Vorlage ist das japanische Gascha oder wie das heißt

  • DCLXVI

    Swedish Death Metal Enthusiast

    Finde das Spiel auch nicht schlecht, wird mir dabei helfen auf MK9 zu warten!