Unser Test zum Spiel: Super Monkey Ball: Step & Roll

Willkommen im Affenstall! SEGA hat erneut ein paar Primaten in eine Kugel gesteckt und fordert nun euer Geschick heraus. Mit Super Monkey Ball: Step & Roll erwarten euch nicht nur neue Level, sondern auch ein Koop-Modus sowie diverse Minispiele, die ihr mit bis zu drei weiteren Leuten spielen dürft. Doch ob die neue Affen-Party ein Hit wird, erfahrt ihr in unserem passenden Review zu Super Monkey Ball: Step & Roll!

Für alle, die das Spielprinzip noch nicht kennen, wollen wir es euch kurz erläutern: Ihr habt die Wahl aus vier verschiedenen Affen und diese müsst ihr durch insgesamt siebzig verschiedene Level steuern. Und das wahlweise mit der Wii-Remote oder dem Balance Board. Eure einzige Aufgabe ist es, ins Ziel zu kommen. Während eurer Reise sammelt ihr zig Bananen, die euren Lebensvorrat auffüllen, wenn ihr genug davon gesammelt habt. Natürlich steht ihr auch noch unter Zeitdruck. Binnen 60 Sekunden müsst ihr das Level schaffen, sonst ist ein Leben futsch. Da ihr jetzt die Grundlagen vom Singleplayer-Modus kennt, gehen wir kurz etwas näher ins Detail. Denn zusätzlich könnt ihr das komplette Repertoire auch noch einmal gespiegelt spielen. Es gibt auch ein Trainingscamp, in dem die einzelnen Level geübt werden können. Insgesamt ist die Lernkurve aber recht stark: Während die ersten beiden Welten noch als Training und zur Übung dienen, geht es ab Welt 3 richtig los.

Neu an der Steuerung ist diesmal der Support des Wii-Balance Boards. So könnt ihr die rot-weiße Kugel mit eurem eigenen Körper über die Kurse jagen. Wer lieber faul auf der Couch sitzen will, sollte dann lieber zur Fernbedienung greifen. Wo die Zappelei auf dem Board aber noch recht fordernd und unterhaltsam ist, zickt die Wii-Remote nur herum. Manchmal werden Neigungen nicht korrekt erkannt und dann geht's schnell abwärts. Eine genauere Erkennung wäre hier wünschenswert gewesen. Vielleicht hätte man sogar WiiMotion Plus einbauen sollen, damit es am Ende besser funktioniert. Wer weiß. Letztendlich ist die Steuerung einer der Schwachpunkte im Spiel. Das geht besser, SEGA! Wenn ihr mit eurem Freund den Koop-Modus spielt, werdet ihr ganz ernüchtert feststellen, dass der zweite Spieler gerade einmal ein Fadenkreuz besitzt, mit dem er dann Klötze aus dem Weg räumen muss. Unterhaltsam ist das nicht unbedingt und fordernd auch nicht. Wer noch mehr Gäste zu Besuch hat und die passende Anzahl an Fernbedienungen besitzt, kann die 21 verschiedenen Minispiele ausprobieren, die aber insgesamt zwischen banal und belanglos rangieren. Die Steuerung reicht dabei von langweilig einfach bis fordernd. Die einzige Freude, die hier aufkommen kann, ist die Schadenfreude, wenn eure Gegner in den Abgrund stürzen oder einen dummen Fehler begehen, der ihren virtuellen Tod bedeutet. Insgesamt ist das Party-Angebot recht begrenzt, besonders, wenn man es mit dem Vorgänger vergleicht. Da war mehr als das Doppelte dabei und die "neuen" Minispiele wurden in Super Monkey Ball: Step & Roll recycelt.

Auch in Sachen Grafik hat sich SEGA irgendwie schwer getan. Das Ganze erinnert an einen GameCube-Ableger der ersten Generation. Die Umgebungen wirken allesamt recht bescheiden und die Animationen sind noch im Rahmen, um als akzeptabel bezeichnet zu werden. Dagegen fällt das Menü recht poppig aus. Wer auf einem alten Röhrenfernseher im 4:3-Format spielt, wird schnell enttäuscht sein. Denn nach New Super Mario Bros. Wii ist Super Monkey Ball: Step & Roll der zweite Titel, der nur in 16:9 funktioniert. Ihr habt die Wahl zwischen dem 50- und dem 60Hz-Modus sowie einer Skalierung von 480p.

Typische Affenklänge und ein belangloser Soundtrack dümpeln im Hintergrund herum. Wo ein Affe noch ein wenig wild herumschreit, während das Spiel geladen wird, kommt einem auch der Soundtrack im Spiel ziemlich altbacken und simpel vor. SEGA hat hier nur das Nötigste getan, um den Gamer bei Laune zu halten. Der Soundtrack reißt gewiss keinen vom Hocker, aber komplett missraten ist er auch nicht, sodass man den Lautstärkeregler am Fernsehgerät nicht unbedingt auf 0 drehen muss.

Unser Fazit

6

Überzeugend

Meinung von Daniel Pohl

Was soll man sagen? SEGA hat mit Super Monkey Ball: Step & Roll gewiss keinen Glanztitel abgeliefert. Sie haben es sich zu einfach gemacht. Das einzige, was wohl geblieben ist, ist der Schwierigkeitsgrad. Ansonsten sind die anderen Aspekte wie Steuerung, Grafik und Sound eher ernüchternd ausgefallen. Auch die Reduzierung und das Recycling der Minispiele waren nicht unbedingt nötig. So geht einiges an Spielspaß verloren. Insgesamt ist der Titel eigentlich nur für diejenigen interessant, die nicht genug kriegen können vom Affentheater. Neulinge greifen lieber zum Vorgänger.

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