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Test zu Overwatch: Legendary Edition - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Overwatch: Legendary Edition
  • USA USA: Overwatch: Legendary Edition
  • Japan Japan: Overwatch: Legendary Edition
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
15.10.2019
Vertrieb
Blizzard
Entwickler
Blizzard Entertainment
Genre
Shooter, First-Person
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 12
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Cheers Love, die Kavallerie ist da!

Von Erwin Sigle () Helden sterben nicht. Nein, sie bleiben immer in den Gedanken der Menschen, denn was sie für diese getan haben, kann gar nicht vergessen werden. Overwatch, eine Organisation voll trainierter Individuen mit unterschiedlichen Fähigkeiten, hat viel gutes für die Menschheit getan. Gerade in Zeiten der Omnic-Krise hat ihr Einsatz die Menschheit vor dem Untergang bewahrt. Die Omnics, Roboter mit einem Bewusstsein und Verstand, begannen sich gegen die Menschheit aufzulehnen und Orte wie Volskaya in Russland und den Outback in Australien zu zerstören. Als die Lage hoffnungslos erschien, wurde Overwatch gegründet. Es dauerte nicht lange, bis die Organisation den Krieg gegen die Omnics gewann und Frieden in die Welt einkehrte. Selbstverständlich wurde Overwatch kurzerhand weltberühmt. Lauter fähige Helden traten dem Team bei, Probleme wurden schnell gelöst und auch die Wissenschaft wurde vorangetrieben. Etwa 20 Jahre lang glänzte Overwatch im strahlenden Licht, doch früher oder später muss alles ein Ende nehmen.

Eine Geschichte einzelner Helden, doch gleichzeitig die einer ganzen Welt...

Die Menschheit begann zu hinterfragen, ob es denn gut wäre, dass so viele spezielle Personen ein- und derselben Organisation unterstehen. Gerüchte bezüglich unethischem, wenn nicht gar kriminellem Verhalten der Organisation machten die Runde und letztendlich musste die Organisation auch viele Verluste an Kampfkraft, darunter sogar eine der wichtigsten Persönlichkeiten, Captain Ana Amari, hinnehmen. Es wurde immer schwerer, den Verdächtigungen zu entkommen. Doch den Höhepunkt nahm die Tragödie als die Öffentlichkeit von Blackwatch erfuhr. Diese unter Overwatch stehende Organisation war für all die unschönen Aufgaben zuständig. Deren Mitglieder handelten immer fahrlässiger, was früher oder später zu Korruption, Misserfolgen und Menschenrechtsverletzung führte. Kein Wunder also, dass die Organisation zu Grunde ging und heute kaum mehr Relevanz hat.

So sieht die Heldenauswahl aus. Ich bin kurz davor Zarya auszuwählen. © Blizzard Entertainment

Doch es gibt Hoffnung! Der Zustand der Welt verschlechterte sich immer mehr und die Menschheit brauchte etwas, worauf sie bauen konnte. Zwar wurden viele ehemalige Overwatch-Mitglieder selbstständig aktiv, doch fehlte der Öffentlichkeit ein großartiges, alles überragendes Symbol des Friedens. Aufgrund eines besonderen Gorillas sollte sich dies jedoch bald ändern. Versuchsobjekt 28, besser bekannt unter dem Namen Winston, beobachtete den gefährlichen Wandel der Welt, den er nicht länger mit ansehen konnte. Deswegen entschied er sich dazu, den „Recall“ durchzuführen und allen ehemaligen Overwatch-Agenten die Wiederauferstehung der Organisation mitzuteilen, auch wenn dies Schwierigkeiten mit sich bringen sollte.

Was ihr soeben gelesen habt, ist die grobe Geschichte der Organisation Overwatch. Das Interessante dabei ist, dass ihr im gleichnamigen Spiel keinerlei Möglichkeit habt, die Geschichte in eben dieser Form zu erleben. Es gibt keinen Story-Modus oder ähnliches, Overwatch ist ein reines Online-Spiel. Doch wie kommt es dann, dass es dennoch eine so große Geschichte rund um das Spiel und die Organisation gibt? Nun, dies nennt sich „Lore“, zu Deutsch Überlieferung und einige dieser Informationshappen erhält man innerhalb des Spiels. Solltet ihr den ein oder anderen Charakteren beim Reden zuhören, erfahrt ihr zum Beispiel, dass Widowmaker den Omnic-Mönch Mondatta getötet hat und Tracer nichts dagegen unternehmen konnte. Doch es gibt auch andere Wege, wie ihr außerhalb des Spiels an solches Wissen gelangt.

Blizzard ist eine Firma, die für ihre Animationen weltberühmt ist. Auch Overwatch hat ein paar dieser hochqualitativen Kurzfilme zu bieten. Einer davon handelt von dem eben beschriebenem Ereignis, dem Mord an Mondatta. Doch dabei bleibt es natürlich nicht. Auch Genji, Hanzo, Reinhardt, Bastion, D.Va und weiteren Charakteren werden außerhalb des Spiels solche animierten Kurzfilme gewidmet. Diejenigen, die nicht das Glück haben, Star eines solchen Cinematics zu sein, haben meist einen Comic oder eine Kurzgeschichte spendiert bekommen, die ein wenig über den jeweiligen Charakter erzählt. Man sieht also, wie viel Liebe in die Charaktere und die Welt von Overwatch gesteckt wurde, obwohl das Spiel selbst über keinen Story-Modus verfügt. Falls ihr nun Interesse an den vielen Medien gewonnen habt, könnt ihr diese alle kostenlos im Internet finden.

Wenn Ana euch mit ihrem Nano-Boost injiziert, seid ihr kurzzeitig stärker und erweist euch resistenter gegen Schaden! © Blizzard Entertainment

Nun haben wir die Geschichte des Spiels abgehandelt. Zwar schneiden wir diese später noch einmal kurz an, doch kommen wir zunächst zum wichtigsten Element des Spiels, dem Gameplay. Bei Overwatch handelt es sich um einen sogenannten Helden-Shooter, der lediglich online spielbar ist. Wie bei fast jedem Shooter handelt es sich beim Kern des Spiels auch bei Overwatch um das Ausschalten von Gegnern. Von diesen stehen euch insgesamt sechs gegenüber, weswegen sich auch sechs Spieler in eurem Team befinden. Dies können Wildfremde, allerdings auch eure Freunde sein, mit denen ihr eine Lobby gebildet habt. Zu seiner ursprünglichen Veröffentlichung im Mai 2016, verfügte Overwatch über 21 verschiedene Helden. Etwa alle drei Monate erhält das Spiel einen neuen Recken, weshalb die Nummer der verfügbaren Streiter in der Zwischenzeit auf über 31 angewachsen ist. Und dennoch: Keiner der Helden fühlt sich wie die anderen an.

Die Charaktere werden dabei in drei Rollen unterteilt: Schaden, Tank und Unterstützer. Jede dieser Rollen hat im Match ihre eigenen Eigenschaften, die euch dabei helfen sollen, bestimmte Aufgaben zu erfüllen. Schaden-Helden, auch DPS (= Damage Per Second) genannt, sind für den Angriff zuständig. Keine anderen Helden können so einfach und schnell Schaden austeilen wie Genji, Widowmaker, Reaper oder weitere Charaktere, die dieser Klasse angehören.

Zum Job der Tank-Helden gehört zwar auch das Austeilen von Schaden, die grobschlächtigen Gesellen sind jedoch primär für die Sicherheit des Teams zuständig. Die meisten von ihnen verfügen über eine Art von Schild, den sie aufrecht erhalten können. Dieser ist von den Lebenspunkten des Charakters losgekoppelt und hat seine eigene Gesundheit. Ein ganz klassisches Beispiel wäre wohl Reinhardt, dessen Schild über 2000 Trefferpunkte verfügt und eine gewisse Höhe wie Breite aufweist. Ein Schild in dieser Form fängt Schaden ab, ohne dass das Team welchen erleidet. Erst sobald er zerstört wurde, können auch Reinhardt und sein Team mit Leichtigkeit verwundet werden. Zerbricht ein Schild, lädt er sich nach einer gewissen Zeit wieder auf, was allerdings nicht bedeutet, dass er wieder seine maximale Trefferpunktzahl erreichen muss, um errichtet zu werden. Um erneut ein konkretes Beispiel aufzugreifen: Zerbricht Reinhardts 2000 Trefferpunkte starkes Schild, lädt es sich wieder auf. Angenommen, er wäre erst um 1000 Trefferpunkte aufgeladen, wird aber dringend benötigt, stellt dies gar kein Problem dar. Ihr müsst nur damit rechnen, dass euer Schutz deutlich schneller zusammenbrechen kann.

Mehr als nur einfache Lebenspunkte!

Unterstützungs-Helden, auch Heiler genannt, sind für die Lebensleiste der Charaktere zuständig. Spielt ihr zum Beispiel Moira, habt ihr automatisch die Verpflichtung, euer Team am Leben zu halten. Dies geschieht mithilfe eines Heilstrahls, der von Moiras linker Hand ausgeht. Wird ein Verbündeter davon getroffen, regeneriert sich seine Lebensleiste wieder. Die Art der zugefügten Heilung unterscheidet sich bei jedem Charakter stark. Lúcio heilt mehrere Charaktere in einem Radius von etwa zehn Metern, allerdings fällt die Heilung deutlich schwöcher aus und es dauert länger, bis die Helden bis zu ihrem Maximum geheilt sind. Ana muss mit ihrer Flinte exakt zielen und Treffgenauigkeit beweisen, um ihren Kollegen zu heilen. Dies erfordert mehr Können als Lúcios Spielweise, heilt aber auf einen Schlag auch mehr Leben - welche Vorgehensweise euch mehr liegt, müsst ihr selbst herausfinden. Jetzt habe ich ja hin und wieder das Wort Heilung und Lebensleiste erwähnt, doch was genau ihat es damit auf sich? Die meisten Helden besitzen 200 Trefferpunkte, einige 250 und alle Tanks mindestens 400. Schafft ihr es, diese auf Null zu senken, was euch mit Kopftreffern übrigens doppelt so schnell glückt, stirbt euer Gegner und er respawned einige Sekunden später. Dadurch gewinnt ihr Zeit und damit einen wertvollen Vorteil.

Wichtig ist hierbei zu beachten, dass die Helden über verschiedene Arten von Trefferpunkten verfügen. So gibt es die normalen Lebenspunkte, den Schild und die Rüstung. Lebenspunkte werden standardmäßig grau, Schild blau und Rüstung gelb angezeigt. Nehmen wir die Tank-Heldin Zarya als Beispiel. Diese verfügt über 200 Lebenspunkte und 200 Schildpunkte, was ihr insgesamt 400 Trefferpunkte gibt. Schildpunkte stehen auf der Lebensleiste immer rechts neben den Lebenspunkten, was ihr einen Vorteile bietet, denn der Schaden wird von rechts nach links abgezogen. Konkret bedeutet das, dass wenn Zarya getroffen wird, sie zuallererst ihre Schildpunkte verliert, bevor es ihr an die eigentliche Lebenspunkte geht. Das ist extrem praktisch, da sich die Schildpunkte nach einer gewissen Zeit, in der man nicht getroffen wird, automatisch regenerieren. Lebenspunkte tun dies allerdings nicht. Sollte man Zarya also nun auf einen verbleibenden Lebenspunkt hinunterschießen, ist sie nur zeitweise in extremer Gefahr, da sich ihr Schild, wie eben erklärt, regeneriert und sie somit früher oder später über 201 Trefferpunkte verfügt.

Vorsicht, jetzt wirds frostig! Da stehen gleich vier Helden in Meis Blizzard! © Blizzard Entertainment

Neben dem Schild gibt es aber auch noch die Rüstung. Über Rüstung verfügen die meisten Tank-Helden aber auch der DPS Torbjörn und die Heilerin Brigitte. Bei dem letztgenannten Charakter, Brigitte, möchte ich auch bleiben. Eine der Fähigkeiten dieses Unterstützungs-Charakters ist es, Rüstungspakete an ihre Teammitglieder verteilen zu können. Rüstung steht auf der Lebensleiste immer ganz rechts und wird damit als erstes verbraucht. Nehmen wir nun also wieder unsere Zarya mit ihren 400 Trefferpunkten, die nun ein Rüstungspaket von Brigitte bekommt. Danach verfügt sie über 475 Trefferpunkte, wovon 75 Rüstungspunkte sind. Diese sind resistenter als normale Trefferpunkte und so reduziert sie den zugefügten Schaden ein wenig. Bei allen Angriffen, die weniger als 10 Punkten Schaden anrichten, wird der Schaden sogar halbiert. Kriegt ihr nun also einen Kopftreffer aus Widowmakers Scharfschützengewehr ab, der 300 Schaden austeilt, wird dieser nur geringfügig abgeschwächt, sodass die Reduzierung hier schon fast irrelevant ist. Dies zeigt sehr gut, dass die Rüstung eher gegen Helden wie Tracer, die viele schwache Kugeln auf einmal feuert, nützlich ist. Gegen Helden wie Hanzo und Pharah, welche viel Schaden mit einem Schuss austeilen, ist sind die Rüstungspunkte zwar nicht nutzlos, aber meist nicht so effektiv. Von Brigitte verliehene Rüstung kann im Übrigen nicht wieder geheilt werden, es sei denn ein Held verfügt von Natur aus über eine Rüstung, dann schon.

Individuelle Fähigkeiten bringen Abwechslung ins Spiel.

Zu den Lebenspunkten bleibt eigentlich nur zu sagen, dass diese, mit Ausnahme von Heldin Mercy, nicht selbst wiederhergestellt werden können. Dafür braucht ihr entweder Unterstützungs-Charaktere, eine passende Fähigkeit oder ein sogenanntes Medipack, die überall auf der Karte verteilt herumliegen. Diese kann man in große und kleine Arzneikoffer unterteilen: Kleine heilen 75 Lebenspunkte, die große Variante hingegen gleich 250. Während die Lebenspunkte bei jedem Helden ungefähr gleich funktionieren, gibt es etwas, das jedem Charakter seine ganz eigene und individuelle Note verpasst: Seine Fähigkeiten und die eigene Art zu Kämpfen. Jeder Charakter hat mindestens zwei Fertigkeiten, allerhöchstens vier und immer eine ultimative Fertigkeit sowie auch mal einen passiven Bonus. Soldier 76 ist wohl der typische Shooter-Held im Spiel. So ist sein normaler Standard-Angriff ein Sturmgewehr, welches schnell viel Schaden austeilen kann. Seine erste Fähigkeit ist hingegen der Sprint, welcher ihm ermöglicht, sich schneller zu bewegen. Dann hätten wir noch das Heilfeld, welches jeden Charakter, der darin steht, heilen kann. Seine dritte und letzte Fähigkeit hingegen ist die Helix-Granate, welche mehr Schaden verursacht als ein normaler Schuss.

Bevor Moira einen Orb wirft, kann sie entscheiden ob dieser heilen oder Schaden verursachen soll. © Blizzard Entertainment

Selbstverständlich kann solch eine Fähigkeit nicht beliebig oft eingesetzt werden, denn dann wären die Helden ja auch viel zu stark. Um dies zu verhindern, gibt es die sogenannten Abklingzeiten. Benutzt Soldier 76 sein Heilfeld, muss er einige Sekunden warten, bis er es erneut verwenden kann, dasselbe gilt für seine Helix-Granate. Lediglich der Sprint kann ununterbrochen genutzt werden. Eine Faustregel um die Abklingzeit der einzelnen Fähigkeiten abzuschätzen ist dabei die Folgende: Je mächtiger oder nützlicher die Fähigkeit ist, desto höher fällt die Abklingzeit aus. Die Helix-Granate kann also öfter benutzt werden als das Heilfeld. Seine ultimative Fähigkeit hingegen, das taktische Visier, muss, wie bei jedem anderen Charakter, aufgeladen werden. Unten in der Mitte eures Bildschirms findet ihr eine Leiste mit einer Prozentangabe. Diese füllt sich automatisch mit der Zeit, aber auch durch Schaden oder Heilung, die ihr verursacht. Ballert ihr also schön auf eure Gegner, füllt sich eure Leiste deutlich schneller. Auch Heilung kann die Leiste füllen, was allerdings eher eine Alternative für Unterstützungs-Helden darstellt. Übrigens wird eure Leiste nicht zurückgesetzt, solltet ihr sterben. Die ultimative Fähigkeit, die man daraufhin ausführen kann, ist in der Tat "ultimativ" und kann schnell für ganze Teamkills sorgen oder den Verlauf der Schlacht wenden. Soldier 76 zum Beispiel verfügt dann für wenige Sekunden über einen Aimbot, welcher ihm das Zielen abnimmt. Zenyatta hingegen, heilt für sechs Sekunden in einem gewissen Radius 300 Lebenspunkte pro Sekunde. Wann und wie ihr welche Fertigkeit verwenden solltet, erfordert Köpfchen und auch einen gewissen Überblick über das aktuelle Spielgeschehen.

Wie vorhin erwähnt, gibt es aber auch passive Fähigkeiten. Über eine solche verfügt Soldier 76 nicht, weshalb ich diesmal die gute Sombra als Beispiel nehme. Sombra ist ebenfalls ein Held der Schaden-Klasse, deren Stärke im Hacken liegt. Sombra kann jeden Charakter hacken und ihm somit temporär die Möglichkeit nehmen, seine Fähigkeiten einzusetzen. Ohne diese ist manch ein Charakter ganz schön aufgeschmissen, wodurch auch Sombras passive Fähigkeit ins Spiel kommt. Die Mexikanerin kann nämlich Gegner durch Wände sehen, allerdings nur, wenn diese über nur noch wenig Lebenspunkte verfügen. Dies ermöglicht es ihr, die Verfolgung aufzunehmen und entsprechenden Gegner zu eliminieren. Sieht sie übrigens jeden Gegner durch die Wände, egal ob diese vorher gehackt wurde oder nicht. Eine passive Fähigkeit ist also etwas, worauf ihr als Spieler wenig Einfluss habt und die sich automatisch aktiviert, sobald eine bestimmte Bedingung erfüllt ist. Zu guter Letzt wäre da noch der Nahkampf-Angriff zu erwähnen, über den jeder Held verfügt. Dieser verursacht 35 Schaden und ist eine einfache und vor allem schnelle Methode, um Gegnern endgültig den Garaus zu machen. In den meisten Fällen ist dies sehr viel einfacher als das Zielen aus nächster Nähe.

Gegen die Unmengen an Schaden, die Bastion austeilen kann, können auch Roadhogs 600 Lebenspunkte nichts ausrichten! © Blizzard Entertainment

Die Helden selber sind untereinander nach einem „Schere-Stein-Papier-Prinzip“ konzipiert. So ist Held A nützlich gegen Held B, Held B gegen Held C, Held C wiederum gegen Held A. Das einfachste Beispiel wären Genji, Bastion und Winston. Genji ist ein sehr mobiler Held, der nur schwer zu treffen ist. Außerdem kann er Angriffe, die als Geschosse auf ihn zukommen, reflektieren. Dies ist sehr nützlich gegen Bastion, welcher in seiner stationären Form zwar Unmengen an Schaden austeilt, sich dabei aber nicht bewegen kann. Genjis Mobilität und seine Fähigkeit, diese Unmengen an Schaden auf Bastion zurückzuwerfen, machen ihn zu einem idealen Konter. Winston kontert allerdings Genji, da er über eine Art „Blitz-Laser-Waffe“, genannt Tesla-Kanone, verfügt, welche in mehreren Richtungen Schaden anrichtet, ohne dabei zielen zu müssen. Dem kann Genji schlecht ausweichen und reflektieren kann er den Angriff auch nicht, da Winstons Waffe keine Projektile ausspuckt. Doch zu seinem Nachteil hat der gute Affe einen riesigen Körper und kann an vielen Stellen getroffen werden, was ihn zu leichter Beute für Bastion macht. Die 500 Trefferpunkte, die Winston hat, gehen dabei schnell zur Neige. Damit ihr euch immer euren Gegnern anpassen könnt, habt ihr mitten im Match die Möglichkeit, einfach euren Helden auszutauschen. Das Ziel ist es, die bestmögliche Aufstellung gegenüber euren Gegnern zu haben. Logisch, oder?

Da Overwatch ein strategischer Team-Shooter ist und so etwas nicht ohne ausreichende Kommunikation funktioniert, dürfte es nicht verwundern, dass das Spiel euch hierfür entsprechende Mittel an die Hand reicht. Während die PC-Version über einen Text-Chat verfügt, müssen die übrigen Konsolen, also auch die Nintendo Switch, mangels Tastatur darauf verzichten. Demnach bleibt nur der Sprachchat übrig, was die wohl schnellste und einfachste Weise der Kommunikation darstellt. Mehr als ein Headset braucht ihr dafür nicht: Die Kopfhörer in den Hybriden einstecken und schon könnt ihr eurem Team jederzeit mitteilen, ob sich hinter euch eine Pharah anschleicht oder der gegnerische Junkrat nur noch über wenig Lebenspunkte verfügt. Auf die Nintendo Switch Online-App könnt ihr also verzichten. Ihr seht also: Kommunikation ist der Schlüssel zum Erfolg.

Immer schön die Fracht schieben!

Nachdem wir uns nun mit der Funktionsweise der Helden beschäftigt haben, sollten wir uns auch der Frage widmen, wofür man all diese Fertigkeiten und strategischen Überlegungen überhaupt braucht. Dies hängt letztendlich von den verschiedenen Karten ab, denn diese entscheiden jeweils über das Ziel, welches jedes Team im Match verfolgt. Ich werde nach und nach auf alle Möglichkeiten eingehen, doch ist es vorerst wichtig zu wissen, dass es fast immer ein angreifendes und ein verteidigendes Team gibt. Lediglich im „Kontrolle"-Modus greifen beide Teams an, doch darauf werde ich später eingehen. Aktuell verfügt das Spiel über 28 verschiedenen Karten, wovon 21 für die standardmäßigen Spielmodi verwendet werden. Die übrigen sieben sind für „Deathmatch", „Capture the Flag" und andere konzipiert worden, doch auch dazu später mehr. Die vier Hauptmodi des Spiels sind „Angriff", „Eskorte", „Kontrolle" und „Angriff/Eskorte", den ich im Folgenden aber nur „Hybrid" nennen werde. Auf welcher Karte ihr letztendlich landet ist rein dem Zufall überlassen. Seid ihr zum Beispiel auf „Hanamura", „Tempel des Anubis" oder „Volskaya Industries" gelandet, müsst ihr euch für den Spielmodus „Angriff“ vorbereiten. Abhängig von eurer Position habt ihr nun eine der folgenden Aufgaben:

Mit Symmetras Teleporter erreicht man schnell Orte, die man auf normalen Wegen vielleicht gar nicht erreichen könnte. © Blizzard Entertainment

In „Angriff" geht es um das Erobern und Verteidigen zweier, vom Spiel vorgegebenen Punkte. Bei Eroberung des ersten Punktes schaltet sich ein Zweiter frei, worauf auch dieser angegriffen werden kann. Je nachdem, ob ihr euch nun also im angreifenden oder verteidigenden Team befindet, müsst ihr den jeweiligen Punkt einnehmen oder verteidigen. Dies funktioniert wie folgt: Befindet sich ein angreifender Spieler auf dem Punkt, füllt sich eine Leiste. Je mehr Spieler des angreifenden Teams sich auf dem jeweiligen Punkt befinden, desto schneller füllt sich diese, wobei sie bei drei Spielern die Maximalgeschwindigkeit erreicht hat. Sollte nun auch nur ein Verteidiger auf dem Punkt stehen, füllt sich die Leiste nicht weiter auf. Hat das verteidigende Team euch vom Punkt verscheucht, bevor sich die kreisförmige Leiste gefüllt hat, sinkt sie wieder. Doch hier greift das Spiel den Angreifern ein wenig unter die Arme: Pro 33 % die ihr einnehmt, aktiviert ihr eine Art Checkpoint. Solltet ihr also vom Punkt verjagt werden, nachdem ihr 50 % eingenommen habt, sinkt der Fortschritt des Kreises auf diese 33 % und nicht auf 0. Selbiges gilt natürlich auch für den Fall, dass ihr die 66 % geknackt habt. Eine Zeitlimit von 4 Minuten, welches sich beim Einnehmen des ersten Punktes allerdings um drei Minuten erhöht, entscheidet hierbei über Sieg oder Niederlage der Verteidiger. Nimmt das angreifende Team beide Punkte innerhalb dieser 7 Minuten ein, gewinnt es. Schafft es dies nicht, verliert es in der Regel.

„Dorado", „Havana", „Rialto" und „Route 66" sind typische „Eskorte"-Karten. Bei der Eskorte stellt euer Ziel den Transport einer bestimmten Fracht dar. Steht mindestens ein Angreifer neben dieser, bewegt sie sich vorwärts. Die Maximalgeschwindigkeit ist auch hier wieder bei drei Spielern erreicht, die neben dem Zielobjekt herlaufen. Steht aber wieder auch nur ein Verteidiger in unmittelbarer Nähe der Fracht, bewegt sie sich keinen Meter vorwärts. Wird die Fracht mehrere Sekunden lang nicht von dem attackierenden Team berührt, fängt sie an, sich langsam zurück zum Startpunkt zu bewegen. Dies kann sowohl den Angreifern als auch Verteidigern zum Vorteil gereichen. Für die Verteidiger liegt der Vorteil klar auf der Hand, denn die Angreifer müssen zusätzliche Zeit und Mühe darauf verwenden, die Fracht wieder nach vorne zu bewegen. Die Angreifer haben aber auch einen gewissen Vorteil, was nicht zuletzt an den Checkpoints liegt. Auf einer typischen „Eskorte"-Karte gibt es zwei Checkpoints und den Zielpunkt. Schieben die Angreifer den Transport bis zu einem Checkpoint, erhalten sie ein wenig mehr Zeit auf ihrem Konto. Auch hier entscheidet die verbleibende Zeit wieder über Sieg und Niederlage. Wirft das Matchmaking euch auf „Eichenwalde", „King's Row", „Blizzard World" oder „Numbani", steht euch eine „Hybrid"-Mission bevor. Diese kombiniert im Grunde all die Aspekte, die ich euch bereits erklärt habe. Zunächst muss das angreifende Team einen Punkt einnehmen, welcher eine zu eskortierende Fracht freischaltet, die dann bis ans Ende der Karte geschoben werden muss. Die Strecke ist hierbei übrigens viel kürzer, da es sich ja nicht um eine reine „Eskorte"-Karte handelt, weshalb es auch nur einen Checkpoint gibt. „Hybrid"-Missionen machen mir persönlich am meisten Spaß, da sie beide Modi auf eine angenehme Art und Weise kombinieren. Auch die Atmosphären der entsprechenden Karten finde ich hier am gelungensten.

Wenn ein Teammitglied sterben sollte, kann Mercy den Gefallenen einfach wiederbeleben. Das erspart euch Laufweg und Zeit. © Blizzard Entertainment

Bevor wir zum letzten Hauptmodus kommen, möchte ich noch die Spawns anschneiden. Das ganze Team startet immer am selben Punkt, doch verschiebt sich dieser je nach erreichtem Zielpunkt. Erreicht ihr bei einer „Eskorte"-Karte also einen Checkpoint, verändern sich die Spawns beider Teams. Das passiert, damit der Abstand zwischen Spawn und Fracht nicht zu groß, aber auch nicht zu gering ausfällt, denn kein Team soll einen extremen Vorteil erhalten. Der einzige Modus, bei dem das nicht der Fall ist, ist „Kontrolle". Weshalb? Das erkläre ich euch jetzt. Spielt ihr auf den Karten „Nepal", „Ilios", „Lijang Tower" oder „Busan", seid ihr auf einer „Kontrolle"-Karte angekommen. „Kontrolle" ist immer ein Best of Three, anders gewinnt man hier nicht. Der Anfang ähnelt dem „Angriff"-Modus, ihr sollt einen Punkt in der Mitte der Karte einnehmen, wobei sich diesmal allerdings beide Teams darum streiten. War ein Team erfolgreich, steigt ein Zähler langsam von 0 auf 100 %. Sind die 100 erreicht, ist die erste Runde gewonnen und es fehlt nur noch eine erfolgreiche Runde zum endgültigen Sieg. Nun ist es allerdings so, dass euch die Kontrolle des Punktes jederzeit wieder entrissen werden kann. Steht keines eurer Teammitglieder auf dem Punkt, dafür jedoch ein Gegner, füllt sich die kreisförmige Leiste wieder, bis der Punkt eingenommen wurde und der Zähler des Gegners zu steigen beginnt, während euer eigener einfach stehen bleibt. Am Anfang gibt es also zwei attackierende Teams, doch rutscht das Team, welches die Kontrolle über den Punkt gewonnen hat, immer mehr in eine verteidigende Rolle. Dass sich hier die Spawns nicht verschieben, dürfte also auch logisch sein, das es keine ausschlaggebenden Checkpoints gibt und der Punkt sowieso in der Mitte der Karte liegt.

Schnelles Spiel, Kompetitiv, Arcade... es gibt viele Wege, dieses Spiel zu spielen.

Nun habe ich die vier Hauptmodi genauer vorgestellt, doch kommt es noch darauf an, wie genau ihr diese spielt. Es gibt das „Schnelle Spiel", das kompetitive Spiel und die, für uns erst einmal irrelevanten, Modi „Arcade" und „Gamebrowser". Alles, was ich euch bisher erklärt habe, trifft auf das „Schnellen Spiel" zu. Ein Unentschieden ist in diesem Modus unmöglich, im kompetitiven Spiel sieht das Ganze allerdings anders aus, denn zumindest auf „Angriff" und „Hybrid" kann ein Match mit einem Unentschieden enden. Dies liegt daran, dass im kompetitiven Modus beide Teams jeweils einmal angreifen und auch einmal verteidigen - es wird also zwei Runden gespielt. Gelingt es nun nun beiden Teams, innerhalb des Zeitlimits beide Punkte einzunehmen, geht es in die dritte Runde. Mit der verbleibenden Zeit muss ein Fortschritt von mindestens einem eingenommen Drittel des ersten Punkts erlangt werden. Sind weder das erste, noch das zweite Team, dabei erfolgreich gibt es ein Unentschieden. Der kompetitive Modus ist generell eine Sache für sich, denn hier geht es nicht um simples, fröhliches Spielen, sondern um Punkte und Ränge, was für für viele Spieler eine ernste Angelegenheit darstellt. Es gibt die Ränge Bronze, Silber, Gold, Platin, Diamant, Master und Grandmaster. Je nach Punktzahl, vom Spiel „Skill Rating“ genannt, die ihr durch eure Spiele erreicht habt, erhaltet ihr einen anderen Rang. Ein Gold-Spieler benötigt dabei mindestens 2000 Punkte und Diamant-Spieler mindestens 3000 Punkte. Und wie könnt ihr die begehrten Punkte erlangen? Es klingt so simpel, ist jedoch gar nicht so einfach zu bewerkstelligen: Gewinnt! Durchs Gewinnen erhaltet ihr etwa 25 Punkte, bei einer Niederlage verliert ihr etwa die gleiche Menge. Bei einem Unentschieden passiert hingegen gar nichts.

Mit ihrem Translocator kann sich Sombra jederzeit an eine von ihr gewählte Stelle teleportieren. © Blizzard Entertainment

Die „Arcade" ist ein Sammelsurium von Spielmodi, die nicht zum grundlegenden Spielkonzept von Overwatch passen. So gibt es mit Überraschungshelden einen Modus, bei dem euch ein Held zufällig zugeteilt und nach jedem Tod ausgetauscht wird. Ebenfalls mit dabei sind das typische Deathmatch oder auch Capture the Flag. Für die weiteren Modi werden die übrigen sieben von insgesamt 28 Karten genutzt. Darunter sind einige strategischer Natur, weichen aber vom normalen Overwatch ab, weshalb sie in der „Arcade" landen. Der vorhin erwähnte „Gamebrowser" hingegen ist ein Ort der künstlerischen Freiheit. Das Entwicklerteam veröffentlichte eines Tages ein Update, welches theoretisch jedem Spieler die Möglichkeit gibt, das Spiel ganz nach eigenen Wünschen zu verändern. Man kann Fähigkeiten der Helden austauschen, neue Spielmodi erfinden oder gar das gesamte Gameplay des Spiels völlig verwerfen und auf den Kopf stellen. Ihr wolltet schon immer Street Fighter mit Overwatch-Charakteren spielen? Dank des „Gamebrowsers" absolut kein Problem. Für die eigene Entwicklung eines Modus empfiehlt es sich jedoch, Erfahrung in Sachen Programmieren mitzubringen, doch kann man sich natürlich auch alles selbst aneignen. Fehlen wird es euch hier aber gewiss an nichts, denn die Community ruht zu keiner Stunde.

Habt ihr nun nun eine Runde gespielt, ganz gleich in welchem Modus, erhaltet ihr Erfahrungspunkte. Während zu Beginn noch alles etwas schneller von Statten geht, werdet ihr früher oder später an den Punkt gelangen, bei dem es nur noch alle 20.000 Erfahrungspunkte ein Level-Up gibt. Als Vergleich: Pro gewöhnlichem Match könnt ihr etwa 2000 Erfahrungspunkte einkassieren. Für jedes Level-Up erhaltet ihr eine Lootbox, die insgesamt vier Items beinhaltet, wobei jedes Item einer speziellen Kategorie angehört. Diese lauten Gewöhnlich, Selten, Episch und Legendär und werden in den Farben Grau, Blau, Lila und Gold angezeigt. Gewöhnliche und seltene Items könnt ihr aus so ziemlich jeder Lootbox ziehen. Dabei handelt es sich meist nur um Siegerposen oder Skins für Charaktere, welche diese schlichtweg in einer anderen Farbe darstellen. Lila Items hingegen sind schon seltener und stellen speziellere Belohnungen wie Emotes oder Highlight-Intros dar. Legendäre Items hingegen sind nahezu immer Skins, welche das Design des Charakters völlig überarbeiten. Habt ihr bereits ein gezogenes Item ergattert, kriegt ihr aus den Lootboxen Credits, eine Ingame-Währung, die ihr für Skins und alle anderen Belohnungen ausgeben könnt. Selbstverständlich könnt ihr euch auch Lootboxen mit Echtgeld kaufen, wobei ihr aber keine Skins direkt kaufen könnt, wie man es sonst aus Fortnite kennt. Obwohl also keine Garantie besteht, dass ihr den Skin eurer Begierde erhalten werdet, macht Blizzard extrem viel Geld durch diese Lootboxen. Gerade zu Zeiten von Events ist der Kauf von Lootboxen lukrativer als gewöhnlich, doch warum? Und was hat es eigentlich mit diesen Events auf sich, von denen ich rede?

Nehmt euch in Acht vor Zenyattas Sphäre der Zwietracht. Werdet ihr von dieser getroffen, erhaltet ihr mehr Schaden als gewöhnlich! © Blizzard Entertainment

Events bringen Abwechslung in den Overwatch-Alltag. Zu bestimmten Anlässen, sei es Halloween, Weihnachten oder dem Geburtstag von Overwatch, ändert Blizzard die ganze Atmosphäre um den Helden-Shooter. Beim aktuell stattfindenden Halloween-Event dreht sich also alles um das schaurig schöne Fest, weshalb einige Karten auch in diesem Stile umgestaltet werden und es sogar spezielle, zeitexklusive Spielmodi gibt. Da gibt es zum Beispiel die „Yeti-Jagd", „Lúcioball" oder aktuell „Junkensteins Rache". Alle Event-Modi weichen extrem vom eigentlichen Spiel ab und bieten eine zwar temporäre aber dennoch lustige und außergewöhnliche Erfahrung. Mein liebstes Event ist dabei das Overwatch-Archiv. Dieses greift in Form von PvE-Missionen alte Aufträge der Organisation Overwatch auf. Dies ist auch die einzige Möglichkeit, im Spiel eine Art von Story-Modus zu spielen. Mir gefällt dieses Event sehr, da ich die Lore rund um Overwatch fantastisch finde. Doch sind die Modi nicht das Einzige, was Fans an den Events lieben. Das Highlight sind wohl jedes Mal aufs Neue die Skins. Mit jedem Event gibt es Neue davon, welche aber nur während der jeweiligen Event-Zeiträumen erlangen können. Entweder erwerbt ihr diese exklusiven Items mit Ingame-Credits oder ihr versucht euer Glück und zieht sie aus einer Lootbox, für die man optional Geld zahlen kann. Die Event-Skins sind vom Design her immer dem jeweiligen Thema angepasst. So findet ihr beim Halloween-Event Junkrat als Dr. Frankenstein und Mercy als Hexe, während ihr beim Weihnachts-Event einen Torbjörn-Weihnachtsmann und eine mit Raureif versehene Sombra ergattern könnt. Es dürfte also nachvollziehbar sein, weshalb zu Event-Zeiten mehr Geld für Lootboxen ausgegeben wird.

Der exzellente Sound lässt das Spiel authentisch wirken!

Dennoch muss ich die Events an diesem Punkt auch kritisieren. Overwatch ist nun schon seit über drei Jahren erhältlich und jedes Jahr erhalten wir dieselben Events mit den immer gleichen Modi, wobei es lediglich neue Skins gibt. Jedes der derzeit verfügbaren Events hat man schon im Jahr davor gesehen. Ich mag die Halloween-Thematik zwar, doch würde ich mir mittlerweile wünschen, dass man die Idee einfach verwirft und etwas Neues bringt. Es würde sogar reichen, nur den jeweiligen Spielmodus auszutauschen und bei der Halloween-Thematik zu bleiben, doch selbst das ist nicht der Fall. Sollte Overwatch einen Nachfolger bekommen, hoffe ich, dass man sich dahingehend mehr Gedanken machen wird. Nun haben wir so ziemlich alles besprochen, was Overwatch euch Spielern so bietet, fehlt nur noch der technische Aspekt. Auf das Visuelle soll später eingegangen werden, stattdessen möchte ich über die Akustik reden. Eines vorweg: Overwatch hat eines der großartigsten Sounddesigns, die mir bislang zu Ohren kamen. Es zielt quasi darauf ab, dem Spieler durch den Sound einen Vorteil zu verschaffen. Um zunächst jedoch einige Worte zur Musik zu verlieren: Ich finde Overwatchs Soundtrack super. Noch während der Heldenauswahl kriegt ihr einen bestimmten Musiktrack zu hören, der immer auf die jeweilige Karte, auf der euer Match spielt, angepasst wurde und auch noch richtig gut klingt. Der Soundtrack von King's Row, eine fiktive Stadt in England, enthält einen Glockenschlag und fällt recht düster aus, was wohl auf den Big Ben und die dunkle Atmosphäre der Karte anspielen soll. Die Musik auf Eichenwalde, eine Karte mit einem riesigem Schloss, ganz nach dem Schwarzwälder-Vorbild, ist hingegen sehr majestätisch angehaucht. So verfügt jede Karte über ihren eigenen, speziell auf sie zugeschnittenen musikalischen Stil. Gegen Ende eines Matches startet übrigens ein Track, der eine so enorme Spannung auslöst, dass ihr nicht nur anhand der Timer oder Anzeigen merkt, ob ihr kurz vor Sieg oder Niederlage steht.

Wenn Roadhog euch am Haken hat, ist euer Schicksal so gut wie besiegelt. © Blizzard Entertainment

Doch genug von der Musik, kommen wir zum Sound. Sei es nun Mercys und Tracers Akzent, Pharahs Jetpack oder doch nur das wundervolle Geräusch, welches beim Landen eines Kopftreffers abgespielt wird: Overwatchs Sound ist authentisch und dem Spiel gelingt es, euch ein genaues Bild von der jeweiligen Situation zu zeichnen, ohne dass ihr eure Augen benutzen müsstet. Wie bereits erwähnt, zielt die Audiokulisse sogar darauf ab, euch einen gewissen Vorteil zu schaffen, wenn ihr nur genau hinhört. Aktiviert jemand aus dem gegnerischen Team seine ultimative Fähigkeit, wird er immer dieselben Worte schreien - ob diese nun auf Japanisch, Französisch oder Deutsch gerufen werden, ist völlig irrelevant. Nicht nur, dass jeder Charakter seine eigene, unverwechselbare Stimme hat, als Spieler werdet ihr euch auf Dauer an die vielen Ausrufe gewöhnen, die die einzelnen Helden so von sich geben. Hört man nur das Wort „Nerf“, werdet ihr irgendwann automatisch wissen: „Oh, schnell hinter eine Wand! D.Vas Ultimate kommt auf mich zu“. Sollte stattdessen eine D.Va in eurem Team ihre Ultimate benutzen, hört ihr ein viel leiseres: „Selbstzerstörungssequenz eingeleitet!“. Dass diese Ansage leiser ausfällt, liegt daran, dass eure Teammitglieder für euch keine Gefahr darstellen. Nach diesem Prinzip arbeitet Overwatch im Übrigen generell: Jeder Charakter hat seine eigenen Schritte. Eine leichtfüßige Tracer klingt ganz anders als eine Mercy, die auf Stöckelschuhen umher läuft oder ein dicker Roadhog, der einenschweren Haken mit sich herumschleppt. So kann ein Spieler also allein anhand der Schritte erkennen, welcher Gegner gleich um die Ecke gebogen kommt. Sollte die potentielle Gefahr nicht so groß ausfallen, blendet das Spiel die Soundeffekte der Schritte komplett aus. Das Spiel berechnet die Lautstärke der einzelnen Effekte nach ihrer potentiellen Gefahr für den Spieler. Wer guckt auf mich? Wer schießt auf mich? Wer benutzt eine gefährliche Fähigkeit? All dies entscheidet, was und wie laut ihr es hört.

Da soweit alles zum Thema Sound gesagt wäre, stellt sich die Frage, wie es um die verbleibende Technik steht. Nun, als jemand, der viel Zeit in die PC-Version von Overwatch investiert hat, fällt mir die deutlich niedrigere Auflösung stark auf. Dies ändert aber nichts daran, dass das Spiel gut aussieht. Beim ersten Start war ich sogar überrascht davon, wie gut der Hintergrund aussieht. Dennoch: Wer das Spiel auf der Nintendo Switch spielen will, muss eben mit einem grafischen Downgrade rechnen, welches aber nicht fatal ausfällt. Was mir jedoch recht häufig auffiel ist die Tatsache, dass die Charakter-Modelle nicht sofort geladen werden. Beim Auswählen eines Charakters dauert es meist ein bisschen, bis man sich oder die übrigen Teammitglieder zu Gesicht bekommt. Schön ist das zwar nicht, bis es allerdings zum Kampf kommt, dürften alle Helden nachgeladen worden sein. Und wie steht es um die Bildrate? Diesbezüglich wurde schon vorher gesagt, dass diese bei 30 liegen wird, was sie auch tut und dabei auch stabil bleibt. Ich persönlich finde das auch besser so, da ich der Meinung bin, dass ein gleichbleibender FPS-Wert viel angenehmer ist, als einer, der zwischen 30 und 50 springt. Jedoch kann ich absolut nachvollziehen, wenn das dem ein oder anderen unter euch nicht ausreichen sollte, denn auch ich hatte anfangs meine Schwierigkeiten.

Mit D.Vas Selbstzerstörung ist nicht zu spaßen! Dieser Angriff fügt euch 1000 Schaden zu, wenn ihr nicht gerade hinter einer Mauer oder einem Schild steht. © Blizzard Entertainment

Die Steuerung der Konsolen-Version war für mich komplettes Neuland. Für jemanden, der gefühlt 1000 Stunden in die PC-Version gesteckt hat, ist das Spielen mit dem Controller absolut verwirrend. Oft wollte ich eine Fähigkeit anwenden, drückte aber die falsche Schultertaste. Auch das Zielen fiel mir schwer, auch wenn die Nintendo Switch-Version über Bewegungssteuerung verfügt, was eine super Sache ist. Wer nun allerdings erwartet, dass Overwatch sich anfühlt wie Splatoon, der hat sich geschnitten. Ich denke, es ist die Perspektive, die den relevanten Unterschied ausmacht, denn die Benutzung der Bewegungssteuerung fällt in Overwatch meiner Meinung nach viel schwieriger aus als noch in Splatoon. Der Umstand, dass man gleichzeitig auch mit dem rechten Analog-Stick zielen kann, und teilweise auch muss, hat mich letztendlich wohl ein wenig überfordert. Doch ist keines der von mir genannten Probleme etwas, was auf jeden Spieler zutreffen muss, denn all diese Punkte dürften in wenigen Stunden und mit etwas Übung schnell verinnerlicht werden. Es ist schließlich noch kein Meister vom Himmel gefallen, oder? Außerdem ist es möglich, die Bewegungssteuerung komplett zu deaktivieren oder aber euren jeweiligen Wünschen anzupassen. So könnt ihr selbst entscheiden, wie sensibel eine horizontale oder vertikale Bewegung ausfallen soll.

Bevor wir nun zum Fazit des Tests kommen, möchte ich noch eine grundlegende Kritik an Overwatch äußern, die sich beim Abschnitt der Events eventuell schon bemerkbar machte. Als Overwatch im Mai 2016 erschien, hatte es eine Art Grundstein für das Genre des Helden-Shooter gelegt. Mit den verschiedenen Fähigkeiten und den taktischen Maßnahmen, die das Spiel bietet, war es eine frische Abwechslung für viele Spieler. In den vergangenen Jahren konnte man jedoch kaum Neuerungen erkennen. Ja, das Spiel wird regelmäßig mit neuen Helden, Karten und hin und wieder Modi erweitert, doch ändern diese grundlegend nichts am Spielprinzip selbst, sondern höchstens an den Taktiken und Teamaufstellungen, die angewandt werden. Es geht letztendlich immer um das Einnehmen eines Punktes oder den Transport einer Fracht. Also etwas, was im Grunde ein und demselben Schema folgt. Dass man dafür ein Mal im Jahr drei Wochen lang einen speziellen Event-Modus spielen darf, welcher sich in den Jahren ebenfalls nicht verändert hat, macht es in meinen Augen nicht gerade besser. Ich würde mir wünschen, dass Blizzard den Mut entwickelt, etwas völlig Neues auszuprobieren. Spieler, die den „Gamebrowser" verwenden, haben vorgemacht, dass man so viel mehr mit dieser fiktiven Welt erreichen kann und dass es wirklich schade ist, dass diese Möglichkeiten nicht vom eigentlichen Entwickler genutzt werden.

Redaktionswertung

9

Geniales Spiel

Zum Wertungssystem

Unser Fazit zu Overwatch: Legendary Edition

Meinung von Erwin Sigle
Overwatch ist eines meiner persönlichen Lieblingsspiele und umso mehr habe ich mich gefreut, nachdem das Spiel nach etlichen Gerüchten und Interviews endlich für die Nintendo Switch angekündigt wurde. Zwar müssen Nutzer der Hybrid-Konsole mit einem Downgrade in Sachen Grafik und Bildrate rechnen, doch kann man dies für das Privileg, den Helden-Shooter auch außerhalb der eigenen vier Wände zu spielen, durchaus in Kauf nehmen. Denn das Spiel fühlt sich in keinster Art und Weise anders an als auf anderen Plattformen. Charaktere, Karten, Modi, Atmosphäre... nichts hat sich verändert, es ist eben Overwatch wie es leibt und lebt. Doch obwohl Blizzard in meinen Augen einen der besten Shooter überhaupt entwickelt hat, muss ich dem Spiel die fehlende Abwechslung ankreiden. Wer viel Zeit mit dem Titel verbracht hat, weiß, dass Overwatch seinen Spielern immer dasselbe Gericht serviert und dies ändert sich auch mit einer Nintendo Switch-Version nicht. Dennoch: Wer noch nie Overwatch gespielt aber darüber nachgedacht hat, das Spiel zu kaufen, dem kann ich diese Investition auf jeden Fall empfehlen. Denn ganz egal um welche Plattform es sich auch handelt, die Welt kann nie genug Helden haben.
Mein persönliches Highlight: Als ich das Spiel startete und Winstons Nachricht auch auf der Nintendo Switch zu hören bekam!
Meinung von Daniel Kania
Obwohl ich mich in der Videospiellandschaft schon immer bei Nintendos eigenen Konsolen und Spielen am wohlsten gefühlt habe, schaffte es Overwatch zu seinem Debüt vor über drei Jahren mich immer häufiger und immer länger am PC spielen zu lassen. Es war das erste Mal, dass ich Blizzards enorme Produktionsqualität hautnah erleben konnte. Vom ersten Spieltag an war ich verliebt – in die Spielewelt, in die verschiedenen Helden inklusive ihrer Hintergrundgeschichte und natürlich auch in das zufriedenstellende, süchtigmachende Spieleprinzip. Bei Overwatch lässt sich ein akuter Fall vom "Komm, eine Runde geht noch"-Syndrom feststellen – das Gesamterlebnis ist dermaßen hochwertig. Selbst ich, der von Shootern normalerweise nicht viel hält, zeige mich begeistert und habe bereits mehrere Hundert Stunden mit dem Spiel verbracht. Die Nintendo Switch-Version wurde überzeugend umgesetzt und fängt das Overwatch-Erlebnis, wie man es von anderen Plattformen kennt, hervorragend ein. Ganz neu ist die Bewegungssteuerung, die für mich schon seit Splatoon zu einem guten Konsolen-Shooter dazugehört und die ich auch in Overwatch nicht missen möchte. Wenn man sich da reinfuchst, könnte diese Steuerungsart nah an die Präzision und den Komfort von Tastatur und Maus kommen. Alle, die Overwatch noch nie gespielt haben, sollten es sich auf der Nintendo Switch einmal genauer ansehen. Wenn ihr beim Kauf zum Vollpreis verunsichert seid, wartet erst einmal ein kostenloses Probewochenende ab, was sicherlich immer wieder angeboten wird.
Mein persönliches Highlight: Die Bewegungssteuerung fühlt sich sehr gut an

Kommentare 26

  • Phantomilars Weltraummönch - 19.10.2019 - 18:35

    Schön, dass euch das Spiel offenbar viel Spaß macht, aber ich empfinde diesen Test als allzu ausufernd und unnötig detailliert (und das sage ich als fleißiger und aufmerksamer Leser). Er wirkt auf mich wie ein Blogeintrag begeisterter Fans. Außerdem hätte ich mir eine Zwischenüberschrift “Technische Umsetzung“ gewünscht, denn die alles entscheidende Frage ist doch: lässt sich Overwatch auf der Switch online mit sehr guter, stabiler Performance spielen?
  • RobinNyan News Hunter - 19.10.2019 - 18:55

    ich find den port eignetlich okay, allerdings wenn man sich anguckt, wie sich fortnite auf der switch spielt.. der input lag da ist um meilen besser, keine ahnung was iron galaxy da verhunzt hat :/
  • daddel_dojo Alles wird loot ... - 19.10.2019 - 19:30

    Habe Paladins immer bevorzugt und das tue ich Heute noch ...
  • Kemen Turmheld - 19.10.2019 - 19:43

    Ohne Crossplay isses nix für mich....
  • Kylar Turmheld - 19.10.2019 - 20:30

    Ich hab es für 24 Euro geschossen :) + die 3 Monate Nintendo Online.

    ich wollte es eig. nicht nochmal holen, aber es macht echt sehr viel Spaß.
  • Dirk Europäer - 19.10.2019 - 22:05

    Also mir macht es so viel Spaß wie auf der one. :)
  • UnbreakableAlex Game Boy - 19.10.2019 - 22:54

    Seit dem Blizzard Hongkong Skandal, kann ich es mit meinem Gewissen nicht mehr vereinbaren, Blizzard Games zu zocken. Habe auch meinen Account deaktiviert und werde in Zukunft alles von ihnen meiden.
  • Hakurymon M&M - Minish Mage - 19.10.2019 - 22:58

    Alter Schwede, ist das ein langer Testbericht O____O"
  • Sandro sehr inaktiv - 19.10.2019 - 23:32

    @Phantomilars
    Laut anderen Reviews ist die Performance schrecklich.
  • GameKiller Game Killer - 20.10.2019 - 00:00

    Zitat von UnbreakableAlex:

    Seit dem Blizzard Hongkong Skandal, kann ich es mit meinem Gewissen nicht mehr vereinbaren, Blizzard Games zu zocken. Habe auch meinen Account deaktiviert und werde in Zukunft alles von ihnen meiden.
    Welcher Skandal?
  • Sib Master of Desaster - 20.10.2019 - 00:45

    @GameKiller
    Blizzard hat bekannte Spieler/Streamer gesperrt, weil sie für die Freiheit für Hongkong waren und dies öffentlich gemacht haben.
    Da Blizzard aber mit den chinesischen Markt Geld machen will, müssen sie nach den Vorschriften von China handeln. Somit verkauft Blizzard sich selbst, um es China recht zu machen. Selbst einige Mitarbeiter von Blizzard selbst streikten dafür.

    Google mal danach, findest Dutzende Seiten dazu, war in den letzten zwei Wochen Top Thema wenn es um Overwatch, Hearthstone oder Blizzard ging

    @Sandro
    Bis auf des Downgrade der Grafik und der 30FPS läuft das Spiel wirklich wunderbar und flüssig ohne Probleme.
    Nur, dass man Sprachpakete extra laden muss, ist kacke^^
  • grippi Turmknappe - 20.10.2019 - 03:19

    Sorry bei aller liebe zu guten Spielen kann man einen Blizzard Spiel seit dem Hong Kong Skandal keine gute Wertung mehr geben. In diesem Sinne Freue Hong Kong!!!
  • Kylar Turmheld - 20.10.2019 - 06:15

    @UnbreakableAlex

    also ich verstehe diesen "Skandal" nicht so recht.

    Politische Aussagen haben eben nichts bei esport zu suchen und sind zurecht verboten.

    Das ist auch im Fußball so, das merken gerade viele Türkische Spieler, die eine "Salut-pose" während der Spiele machen, um sich mit den türkischen Truppen in Syrien zu solidarisieren.

    stell dir vor, jeder bringt jetzt seine politischen Statements auf esport Veranstaltungen, dann kannst dir gleich den Bundestag ansehen und es werden auch Rechte Gruppen diese Plattform nutzen.
  • Tonsen Turmknappe - 20.10.2019 - 07:55

    Seid ihr Blizzard-Verweigerer in allen Lebensbereichen so konsequent? Lebensmittel zum Beispiel („Nestlé tötet Babys“ um mal ein krasses Beispiel zu nennen)?

    Puh ansonsten sehr ausufernder Text, weniger ist manchmal mehr :D Technisch ist es natürlich den anderen Versionen unterlegen, läuft aber stabil wenn auch spürbar entschleunigt. Das Gameplay ist klasse. Für immer mal ne Runde zwischendurch auf jeden Fall ne runde Sache.
  • Mayhem89 Turmritter - 20.10.2019 - 09:34

    @Tonsen

    Also für mich gesprochen ja tatsächlich ^^ aber hasse es wenn man es anderen vorpredigt. Wir sind im 21 jahrhundert und die infos stehen einem alle zur verfügung. Soll jeder mit sich selber ausmachen.
  • Pyro Ranger Dekiru koto ga dekiru - 20.10.2019 - 10:29

    Zitat von Tonsen:

    Seid ihr Blizzard-Verweigerer in allen Lebensbereichen so konsequent? Lebensmittel zum Beispiel („Nestlé tötet Babys“ um mal ein krasses Beispiel zu nennen)?
    Ja bin ich. Gerade dein Nestle Beispiel passt da sehr gut auch wenns echt nicht leicht ist Nestle komplett auszuklammern da mehr von denen ist als ich am Anfang dachte ^^'

    Zum Thema: Freut mich irgendwo wenn Overwatch auf der Switch nicht schlecht geworden sein sollte. Ich selbst habe das Spiel am Anfang gern gespielt aber dann hat mich das mit den Lootboxen gefrustet und auch die Community war mir viel zu toxisch. Dazu kam das ich fast nie was anderes spielen konnte als Tank oder Heiler da die Rollen sonst kaum wer machen wollte.
    Das mit dem Loot hab ich gehört ist zwar mittlerweile besser geworden aber mittlerweile kaufe ich von Activision-Blizzard keine Spiele mehr genau wie von EA oder 2K. Die Firmen haben sich in den letzten Jahren einfach zuviel Dreck geleistet und gerade ihre Art der Monetarisierung macht mir in ihren Spielen den Spielspaß oft eh kaputt.
  • Sandro sehr inaktiv - 20.10.2019 - 10:36

    @Kylar
    Werden die türkischen Spieler 6 Monate von allen Bewerben gesperrt? Wird ihnen ihr Gehalt entzogen? Nein.
  • Kylar Turmheld - 20.10.2019 - 10:49

    @Sandro

    ich wäre dafür, ich finde es affig Blizzard jetzt die schuld zu geben, obwohl im Vorfeld im Vertrag unterschrieben wurde, dass keine politischen Aussagen geduldet werden.

    Nur weil das Thema gerade in aller Munde ist und man sich gespielt empört darüber.

    wie gesagt, hätte es rechte Parolen von einem Spieler gegeben, dann würde lauthals eine sperre gefordert werden.

    ich verstehe diese Doppelmoral nicht.

    und es geht mir hierbei nicht um "rechts" oder "links", es geht um das Prinzip.

    ich habe in meinen Arbeitsvertrag auch meine Verschwiegenheit bzgl. Interna unterschrieben. Dann kann ich mich nicht hinstellen und alles munter ausplaudern, im Gegenzug aber meine Empörung bzgl. einer eventuellen Kündigung kundtun.
  • Sandro sehr inaktiv - 20.10.2019 - 11:37

    @Kylar
    "The rule in question forbids players from doing anything that “brings [them] into public disrepute, offends a portion or group of the public, or otherwise damages [Blizzard’s] image."

    Dein Arbeitgeber wird dich wohl kaum 6 Monate vom ganzen Arbeitsmarkt sperren können und dir dein bereits verdientes Gehalt entziehen können. Der Vergleich macht keinen Sinn.
  • UnbreakableAlex Game Boy - 20.10.2019 - 11:39

    Der Unterschied ist, dass die Türkischen Spieler der tötenden/mordenden Armee die Daumen drücken, während die Gamer sich lediglich dafür aussprechen Hongkong in Ruhe zu lassen. Nicht alles was hinkt, ist ein Vergleich.

    Ich habe mich gestern in twitch eingeloggt und wollte auf Blizzards Account: „Boycott Blizzard! Free Hongkong!“ posten aber die haben es so eingestellt, dass man als neuer follower erst nach 24 Stunden kommentieren kann.

    Ich mache das, weil blizzard auch Follower blockiert, die Free Hongkong schreiben.
    Wer schweigt, stimmt zu und deswegen werde ich da aktiv.
  • Pit93 ルパン三世 - 20.10.2019 - 11:43

    Zitat von Kylar:

    ich wäre dafür, ich finde es affig Blizzard jetzt die schuld zu geben, obwohl im Vorfeld im Vertrag unterschrieben wurde, dass keine politischen Aussagen geduldet werden.
    Die Sache ist aber die, dass Blizzard den Vertrag nicht einmal als Grund genannt hat, sondern einen Auszug aus den Regeln, die so formuliert waren, dass sie Blitzchung sogar dafür hätten sperren können, wenn er gesagt hätte, dass er Käse lieber hat als Wurst. Die Regel die also zitiert wurde ist nur dazu da um gezielt Nachrichten zu verhindern, welche Blizzard nicht in den Kram passen. Ein amerikanisches Hearthstone-Team hat ja anschließend ebenfalls sich für die Proteste in Hongkong ausgesprochen und wurde NICHT von Blizzard bestraft. Erst nachdem das Team selbst aufgegeben hat, weil sie der Meinung waren, dass Blizzard Hypokriten sind und der Aufschrei in der Community noch größer wurde wegen Blizzard's Zweiklassenbehandlung von ein und der gleichen Situation, erst da hat Blizzard gleichgezogen und dem Team die gleiche Strafe gegeben wie Blitzchung.

    Nicht zu vergessen, dass Blizzard's chinesischer Twitter-Account nicht einmal die Regel zitiert hat und nur davon gesprochen hat wie wütend sie über Blitzchung's Benehmen seien und Blizzard hat noch betont "to protect the pride of our country China".


    Das hat nichts mit "technisch haben sie aber das Recht" oder so zu tun. Klar haben sie technisch das Recht dazu, sie haben ihre vagen Regeln ja selbst in der Form zu solchen Zwecken geschrieben. Heißt aber nicht, dass die Community moralisch mit Blizzard's Entscheidungen mitziehen muss und ich bin froh, dass sie es nicht tun.


    Ich selbst hab ein fast komplette Sammlung bei Hearthstone und ist wohl eines meiner meistgespielten Games der letzten 3-4 Jahre, aber das hier geht mir auch entschieden zu weit. Ihre Massenkündigungen im Sommer hatten mich schon auf die Kippe gebracht, aber mit diesem Faux-pas haben sie es sich bei mir auch jetzt verschätzt. Ich hoffe wir schaffen es May aus Overwatch zu einem Symbol für Hongkong zu machen, sodass China sie zensiert und Blizzard noch mehr Probleme mit der Sache bekommt, weil sie dann plötzlich vor einem weiteren Dilemma von "China oder Freiheit" stehen.
  • Dirk Europäer - 20.10.2019 - 12:04

    @Sandro

    der Spieler cenk sahin wurde zb von st Pauli suspendiert. Und wenn wir beim Fußball sind. Die Vereine wie Bayern zum Beispiel die große Deals mit Saudi arabien oder China haben, halten ja auch schön die Klappe und du kannst davon ausgehen, dass es krasse Verträge diesbezüglich mit den Spielern gibt.

    Grundsätzlich finde ich es richtig, dass ein Spieler sich wehrt und die Plattform nutzt. Auch ich bin dagegen dass er gesperrt wird. Allerdings hängt da auch ein Rattenschwanz dahinter, den man so auch mal beachten muss. Die NBA hat nämlich gerade die gleiche Diskussion. China ist ein großer Markt und es gibt damit unendlich viele Verträge. Bei politischen Äußerungen gegen China können genau die wanken und es steht eben viel Geld auf dem Spiel. So weit so uninteressant für uns aber daran hängen dann eben auch Arbeitsplätze und ganze Existenzen. Ich rede hier nicht von den Entwicklern oder so. Ich rede von Bereichen die zb im Marketing in China arbeiten oder für den Support.

    Und hier ist das Problem. Die Firmen haben in China einen großen Markt gesehen und viel Geld. Nun müssen die damit leben. Aber einfache Mitarbeiter tun halt nur ihren Job. Und plötzlich ist es mit der Meinungsfreiheit schwierig. Weil nämlich keine Firma im Vorfeld oder überhaupt die Wirtschaft dieses Land Bedingungen oder ähnliches stellte. Weil niemand sich fragte, was das bedeutete. Man hat es billigend in Kauf genommen und nun muss man das ausbaden.

    Was mich aber nervt und stört, ist die Fokussierung auf Blizzard. Ihr könnt euch sicher sein, dass JEDE Firma so gehandelt hätte, hätten sie so einen mutigen Spieler gehabt, der so etwas auf ein Event sagt. Andere Firmen halten nämlich nicht umsonst den Mund und andere Firmen wie Nintendo zb auch, nehmen seit Jahren billigend die Arbeitsbedingungen in China in Kauf oder interessieren sich einen Scheiß, was in Hongkong abgeht. Die ganzen Firmen beten richtig, dass ihnen so etwas nicht passiert wie Blizzard. Vielleicht würden die jetzt anders handeln um einen shitstorm zu vermeiden aber am Ende ist ihnen das egal, es zählt das Geld aus China. Und dann zeigen sie alle ihr wahres Gesicht.

    Und guckt euch selbst um. Wir alle haben uns ebenfalls davor nicht interessiert und haben diese Politik indirekt unterstützt. Denn wir wollen unsere Handys und Konsolen nur noch so billig wie möglich und interessieren uns gar nicht, wo was hergestellt wird, mit welchen Bedingungen und welche Politik wir damit stärken. Auch kein Wunder. Der Markt hat sich so abhängig davon gemacht, dass die Konsumenten gar nicht mehr anders können. Aber so ein weltweiter Aufschrei wie jetzt bei allen Dingen und vielen Themen (nicht nur Gaming) hätte auch mehr Leute erreicht und bewegt und vielleicht käme es dann zumindest bei den Firmen zum Umdenken. Aber den gab es nie. So trifft es wieder eine Firma, die aber eben nur eine von vielen ist und gerade das Pech hatte. Das soll Blizzard nicht in Schutz nehmen. Aber seid mal ehrlich und gerade die Nintendofans sollten sich fragen, was Nintendo in dieser Situation getan hätte.
  • Sandro sehr inaktiv - 20.10.2019 - 12:39

    @Dirk
    Nintendo und auch andere Firmen positionieren sich nicht als Unternehmen die im Westen durch politische Aktionen auffallen. Ganz im Gegenteil zu Blizzard, die selbst als Motto auf ihrem Campus groß "Every Voice Matters" stehen haben ;)
  • Sib Master of Desaster - 20.10.2019 - 13:58

    @Kylar
    Das solche Aussagen verboten sind, völlig okay.
    Aber das der Entwickler seine politische Darstellung so anpasst, damit man uns verrecken in einem bestimmten Land sein Produkt verkaufen kann, ist dann aber okay?
  • eXpanda Piii-chu - 20.10.2019 - 16:53

    Insgesamt schöner Test zu einem der meiner Meinung nach besten Spiele aller Zeiten. Zwar kommt die Nintendo Switch-Version selbstverständlich mit Abstrichen daher (auf der Xbox ist es übrigens auch so, dass Charaktermodelle erst später nachladen, was vor allem in Überraschungshelden ein Problem sein kann), wem die 30 FPS allerdings nichts ausmachen, der kann wohl bedenkenlos zuschlagen.

    Mal ein wenig zum Text selbst: Ich finde du brauchst ein wenig zu lange, bis du wirklich auf den Punkt kommst. Da die Lore im Spiel selbst eigentlich kaum vorhanden ist, behandelst du diese für meinen Geschmack deutlich zu ausufernd bzw. auch direkt am Anfang, wo manch einem vielleicht noch gar nicht wirklich klar ist, worum es sich bei dem Spiel überhaupt handelt. Bis es letztlich soweit ist, zieht sich mir das ein wenig zu lange – du gehst recht ausführlich auf die Helden und einzelne Aspekte wie beispielsweise die unterschiedlichen Arten von Lebenspunkten ein, was finde ich nicht unbedingt von derart großer Relevanz ist, wenn man jetzt nicht gerade einen Guide verfasst. Zahlenwerte, von denen sich sehr viele im Text tummeln, sind zur Veranschaulichung hier und da zwar sehr schön, allerdings geht das auch schon sehr tief in die Materie und man kann wohl davon ausgehen, dass viele potenzielle Switch-Käufer des Spiels noch nicht in Kontakt mit Overwatch gekommen sind. Schön hätte ich es gefunden, wenn du ein wenig auf die bisherige Entwicklung des Spiels eingegangen wärst, wie du es beispielsweise auch bei den Events gemacht hast – wodurch zeichnet sich der generelle Support seitens Blizzard aus, wie ist der aktuelle Stand des Spiels bzw. wie und warum hat es sich zu dem entwickelt, was es heute ist (Stichwort: 2-2-2), was ist die generelle Designphilosophie des Spiels usw.

    Mir fehlt ein kurzer, grundlegender Abschnitt, der knackig erklärt, woraus Overwatch spielerisch letztlich besteht. Du beschreibst die verschiedenen Modi in ihrer Theorie sehr umfangreich, kommst aber nie wirklich auf den eigentlichen Ablauf zu sprechen: Die Modi spielen sich letztlich alle recht ähnlich. Worauf es wirklich ankommt ist das spielerische Pacing – idealerweise läuft das in Overwatch so ab, dass es in abwechselnder Reihenfolge einen kompletten Teamfight und dann wieder eine Ruhe-/Setup-Phase gibt, egal woraus genau nun das Objective des jeweiligen Modus besteht. Eine entsprechende Ausrichtung hätte ich da nicht verkehrt gefunden, beispielsweise über einen Abschnitt, in dem du ein wenig beschreibst, wie etwa ein kompletter Teamfight für gewöhnlich abläuft.

    Was mir obendrein auch zu kurz kommt, ist eine Wertschätzung der Ästhetik des Spiels. Du gehst letztlich nur auf die technische Umsetzung der grafischen Darstellung ein, aber nicht darauf, was eigentlich zu sehen ist. Die teils hervorragenden und ausdrucksstarken Charakterdesigns, das visuell abwechslungsreiche Design der Maps und insbesondere die absolut spitzenmäßigen Animationen der Helden, insbesondere in der ersten Person.

    Auch wäre bei Abschnitt über die Konsolensteuerung eine detailliertere Nennung der jeweiligen Steuerungsoptionen finde ich nicht verkehrt. Overwatch macht in dem Bereich jede Menge, speziell nun auf der Nintendo Switch – es ist ja nicht so, als ob man die Bewegungssteuerung nur schlicht „ein“ und „aus“ schalten könnte. Auch, dass die komplette Steuerung frei und vor allem für jeden Helden individuell konfigurierbar ist, ist finde ich immer ein kleines Lob wert – zumindest macht mich Borderlands 3 aktuell ein wenig wahnsinnig, weil das dort nur so halb geht... :ugly:

    Jo... Das wars glaub :slow:

    (und könnt ihr eure Blizzard-Debatte bitte wo anders austragen? Danke :ugly: )
  • rongar Turmbaron - 20.10.2019 - 17:08

    @Dirk Traurig aber wahr - es ist leider so wie du schreibst. Liegt wohl in der Natur des Menschen und was wohl schwerer wiegt, dem Einfluß des Geldes. Aber wer "Steine" schmeißt auf "Übeltäter" wie Blizzard und Co. ,der sollte erstmal sein eigenes Tun und Handeln hinterfragen und dabei kommen wir alle wohl nicht sehr gut weg.....Danke Dirk für deine Worte dazu. Ist zwar selten, aber hier gehe ich zu 100% bei dir mit :)