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Test zu Community Inc - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Community Inc
  • USA USA: Community Inc
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
04.10.2019
Vertrieb
tinyBuild Games
Entwickler
T4 Interactive
Genre
Simulation
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Eine oberflächliche Dorfgemeinschaft

Von Marco Kropp () Community Inc ist ein Simulationsspiel vom Publisher TinyBuild und Entwickler T4 Interactive, welches euch eine kleine Gemeinschaft aufbauen lässt. Dabei müssen alle Personen, im Spiel Lings genannt, Hand anlegen. Neben normalen Arbeitern gibt es auch Lings für spezielle Tätigkeiten, darunter Holzfäller, Bergarbeiter, Bauer und Händler. Nachdem die Lings genug Erfahrung gesammelt haben, können sie in dem jeweiligen Beruf aufsteigen und eine neue Profession annehmen, wodurch ihr neue Gegenstände oder Materialien herstellen könnt.

Ein Golem wandert durch das Dorf in Richtung Händler. © tinyBuild

Dazu bedarf es einer Arbeitsbank, mit der eure Arbeiter beispielsweise Holzstämme zu Holzlatten verarbeiten oder die gesammelten Steine formen können. Dadurch erhaltet ihr Möglichkeiten zum Bau von Gebäuden, Gehwegen oder Gegenständen wie Betten, Tische und weiterer Arbeitstische für andere Professionen. Natürlich gibt es neben einer Lagerhalle, die nur einmal pro Kolonie gebaut werden kann, auch andere Gebäude, etwa Ställe für Tiere (nachdem ihr Tierhaltung erforscht habt) oder Häuser, in denen eure Lings übernachten können. An Regentagen sollten diese entsprechend wärmende Kleidung tragen, die der Schneider aus Baumwolle und anderen Materialien anfertigen kann. Ein Dach über den Kopf reicht natürlich auch nicht aus, auch Feuerholz zum Anzünden des Kamins (herstellbar durch einen Arbeiter an seiner Werkbank) oder Fackeln, die ebenfalls von Arbeitern hergestellt werden, sollten vorhanden sein. Betten sind ebenfalls vonnöten, damit eure Lings ausreichend Schlaf erhalten und nicht in der Kälte unter freiem Himmel ruhen müssen. Dadurch wird die Moral aufrechterhalten und die Lings werden geheilt.

Solltet ihr genug von eurer Kolonie haben oder eure Kolonie am Ende sein, könnt ihr sie verkaufen, um mit mehr Kapital eine neue aufzubauen. Dazu (wie auch zu Beginn eurer ersten Kolonie) könnt ihr eine Karte auswählen, verschiedene Parameter (Vegetation, Tiere, Rohstoffe und Herausforderungen) einstellen und eure Community benennen. Herausforderungen beschreiben dabei gute oder schlechte Ereignisse, die eintreten können. Wohlgemerkt gibt es auch Gefahren. So können Wölfe eure Community angreifen, wodurch diese in einen Alarmzustand versetzt wird. Habt ihr keine Lings zu Wachen ernannt (wofür ihr Schwerter herstellen müsst), wird ein Ling nach dem anderen getötet. Doch nicht nur die kleinen Wölfe können gefährlich werden, auch andere Fabelkreaturen verschiedener Völker machen euch das Leben schwer.

Denn im Spiel gibt es acht verschiedene Fabelrassen, die mit euch Handel treiben wollen, unter anderem die Sharp Eagle, Golems oder Dark Panther. Mit diesen können Handelsverträge und Friedensabkommen vereinbart oder auch ein Krieg erklärt werden. Sollte sich eure Beziehung mit einem Volk verschlechtern, werden einige Angehörige dieses Volkes eure Community durch Brände oder Diebstähle sabotieren. Daher ist es wichtig, diplomatisches Geschick zu beweisen. Denn helft ihr einem Volk beispielsweise durch die Erfüllung einer Vereinbarung (Überweisung von Geld oder Herstellung von Gegenständen), verschlechtert sich die Beziehung zu einem anderen Volk automatisch. Im Allgemeinen ist diese Beziehungsgeschichte recht einfach gebaut und soll für Herausforderung sorgen, was jedoch abhängig von der zuvor gewählten Einstellung nicht ganz gelingt. Wer keine Lust auf Krieg oder Kämpfe hat, kann auch in einem friedvollen Modus spielen.

Die ersten Häuser stehen, die Lings unterhalten sich, wäre da nur nicht die etwas fehlplatzierte Textur des Stalls. © tinyBuild

Alle Funktionen könnten zu Beginn recht überladen wirken und etwas verwirrend sein, allerdings können sie recht schnell erlernt werden, vor allem durch Ausprobieren. Trotz der vielen Funktionen bietet das Spiel allerdings eher wenig Tiefgang. Zudem ist das Mikromanagement sehr präsent und es fehlt an einigen Komfortmöglichkeiten. So kann ich immer nur einen Straßenabschnitt setzen und nicht etwa einen Weg direkt ziehen. Es muss immer wieder ins Baumenü gewechselt, der Weg ausgewählt und gesetzt werden. Anschließend muss ich wieder ins Baumenü, den Weg auswählen, mit dem Analog-Stick die richtige Position bestimmen (was manchmal auch schwierig ist), und erst dann wird das nächste Segment gesetzt, was dann von einem Arbeiter-Ling gebaut wird. Auch die Platzierung von kleineren, meist dekorativen Objekten kann herausfordernd sein. Ein Raster oder Hilfslinien wären hierfür sehr hilfreich gewesen.

Leider gibt es auch ein paar technische Probleme: Listen sind manchmal fehlerhaft und scrollen nicht automatisch mit, Texturen und Objekte können falsch gesetzt sein und auch die Performance ist, abhängig von Karte und Anzahl der Lings, nicht gerade die beste. Hinzu kommen leider ein paar Balancing-Probleme, je nachdem, welche Einstellungen ihr vorgenommen habt. Stimmt euer Management an Items nicht, kann schnell alles aus dem Ruder laufen und eure Lings sterben einer nach dem anderen, oder ihr müsst sehr lange warten, bis ihr erneut Ressourcen zur Verfügung habt. Zwar könnt ihr das Spiel auch mit dem Touchscreen steuern, leider findet dieser für die Navigation in den Menüs jedoch keine Anwendung. Dort müsst ihr weiterhin mit dem Controller auswählen. Auch Wachen können manuell bewegt werden, was leider fummelig ist, wenn sie in einem Gewusel von Lings stehen und nicht klar erkennbar ist, wo die Bedrohung, etwa in Form eines Wolfes, ist. Hier wären unterstützende Elemente vorteilhafter.

Redaktionswertung

5

Für Genre-Fans

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Unser Fazit zu Community Inc

Meinung von Marco Kropp
Community Inc ist ein solides Spiel, welches Genre-Fans sicherlich gefallen wird, jedoch auch einige Kritikpunkte hat. So gibt es nicht nur technische und grafische Fehler, auch die fehlenden Komfortfeatures, die dem Spieler leider auch recht schnell auffallen, sind ein Manko. Das Spiel will viel sein, ist aber in der Tiefe nicht ganz so überlegt. Wer dem Aufbausimulations-Genre nicht zugetan ist, sollte es daher nicht kaufen, auch nicht als Einstieg in das Genre. Wer über die kleinen Makel hinwegsehen kann und Spaß am Aufbau einer kleinen Dorfgemeinschaft hat, kann auf seine Kosten kommen.
Mein persönliches Highlight: Als das Dorf mit ein paar Häusern, Straßen und Laternen Form annahm.

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