Test zu Der Schattenläufer und die Rätsel des dunklen Turms - Wii, Wii U
Unser Test zum Spiel: Der Schattenläufer und die Rätsel des dunklen Turms
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17. Januar 2011 um 18:31 - Dennis Meppiel
Der Schattenläufer und das Rätsel des dunklen Turms (im Englischen Lost in Shadow, was viel cooler klingt), wurde im April auf dem Konami Gamers Day im April angekündigt und spaltete zuerst die Gemüter. Doch seit den ersten Hands Ons wurde der Presse sowie den Konsumenten bewusst, dass uns hier ein interessantes Konzept geboten wird. Ob sich das Spiel lohnt, erfahrt ihr im nachfolgenden Text.
Die Story ist besonders zu Beginn sehr verwirrend und das Entwickler-Studio Hudson Soft schmeißt euch sofort ins kalte Wasser: Ihr seid ein kleiner Junge, der auf der Spitze eines mysteriösen großen Turms festgehalten wird. Als ein böser Mann auf ihn zukommt, bringt er das kleine Kind nicht um, sondern trennt seinen Schatten von seinem Körper. Dieser Schatten fällt den ganzen Turm herunter, bis er auf dem Boden angekommen und wieder zu Bewusstsein gekommen ist. Doch wir als Schatten sind nicht allein aufgewacht, die Fee Spangle (erinnert sehr stark an Twilight Princess) kam hinzu und will uns auf der Reise zurück auf die Spitze unterstützen.
Zu Anfang fand ich es ganz schön kompliziert, mich in das Spiel einzufinden, weil ihr nicht auf die normalen Plattformen achten, sondern euch auf das Geschehen im Hintergrund fixieren müsst. Die Sonne oder verschiedene Lampen entscheiden hierbei über den Schattenwurf der Objekte im Vordergrund. Während eures Weges müsst ihr dann nicht nur Lichtquellen verschieben, um die Schatten anders auszurichten, sondern mithilfe der Fee Spangle, die als Pointer eurer Wii-Remote dient, auch gewisse Plattformen verschieben oder so ausrichten, dass ihr eure Reise fortführen könnt. Hierbei müsst ihr nur die B-Taste gedrückt halten, so dass sich eine Aura öffnet und schon könnt ihr die Umgebung herum suchen, was sich so verändern lässt. Falls ihr etwas gefunden habt, gibt euch Spangle einen Hinweis in Form eines Blitzes und ihr könnt dann mit einen weiteren Bestätigen der B-Taste die Plattform drehen oder verschieben.
Doch was wäre ein Spiel ohne Gegner? Genau, ein schlechtes Spiel. Zum Glück bietet Der Schattenläufer und das Rätsel des dunklen Turms zahlreiche Gegner, die euch sogar im Laufe eures Abenteuers öfter das Genick brechen werden. Von gruseligen Spinnen (Ich habe eine Spinnenphobie ?) bis hin zu unheimlichen Pflanzen ist hier alles vertreten, und diese sind nicht gerade einfach zu besiegen. Apropos „einfach“, den Schwierigkeitsgrad könnt ihr im Laufe des Spiels jederzeit verändern. Das heißt, wenn es euch einmal im späteren Verlauf zu schwer wird, könnt ihr auf einen leichteren Schwierigkeitsgrad zurückgreifen. Bevor ihr die Gegner angreift, müsst ihr euch eine Taktik überlegen, um diese so zu attackieren, dass sie euch selbst nur wenig Lebenskraft in Form von Gewicht abziehen können. Angreifen könnt ihr die Viecher mit eurem Schwert, welches ihr mit dem B-Knopf hervorholt. Falls ihr die Widersacher beseitigt habt, lösen sie sich auf und ihr erhaltet spezielle Leuchtkugeln, die euch Erfahrungspunkte und Gewicht (Lebenskraft) geben. Wenn ihr die Erfahrungsleiste mit dem Besiegen der Gegner füllt, erreicht ihr ein neues Level, erhaltet viel mehr Lebenskraft und euer Schatten wird stärker als je zuvor.
Wie ihr bereits merkt, ist in diesem Spiel einiges an Multitasking-Arbeit gefragt. Ihr müsst hüpfen, Rätsel lösen und Gegner ins Nirwana befördern. Jedoch steckt viel mehr dahinter, als man denkt. So gibt es Situationen, in denen ihr Spinnen aus dem Weg räumen müsst, aber nicht springen dürft, da sich über euch gefährliche Stacheln befinden, die euch bei Berührung sofort Gewicht entziehen. Außerdem gibt es an manchen Stellen im Spiel Strudel, die immer wieder neue Gegner hervorrufen. Ihr müsst also dafür sorgen, dass der Strudel beseitigt wird, während ihr die Gegner tötet, so dass keine mehr nachkommen können. Nichtsdestotrotz wird zwar am Anfang einiges an Abwechslung geboten, jedoch wird alles im späteren Verlauf etwas zu monoton, da sich die meisten Vorgänge wiederholen.
Auf dem ersten Blick erinnert Schattenläufer sehr stark an The Legend of Zelda: Twilight Princess. Von den Schattenpartikeln bis zum Ruinen-Design liegt alles auf ordentlichem Wii-Niveau. Leider ist uns aufgefallen, dass die Zwischensequenzen sehr pixelig aussehen und über den Bildschirm flimmern. Nichtsdestotrotz sehen die Sequenzen schön gezeichnet aus und wurden gut in Szene gesetzt.
Sofort im ersten Level bemerkt man die geniale musikalische Untermalung, die zum Geschehen in Schattenläufer wie aufs Auge passt. Wenn ruhige Sprungpassagen kommen, hört ihr schöne und leise Streicher, die euch zum Weiterkommen motivieren. Oder wenn euch ein großer Schattenberg verfolgt, um euch aufzusaugen, spielt im Hintergrund eine etwas lautere und angsteinflößende Melodie, die euch voll mitnimmt. Insgesamt hat man hier wirklich gute Arbeit geleistet.
Fazit (8):
Insgesamt hat das Entwickler-Studio Hudson Soft mit Der Schattenläufer und das Rätsel des dunklen Turms einen ganz guten Sprung hingelegt. So simpel das Konzept auch sein mag, es spielt sich sehr gut und ist besonders bei einem hohen Schwierigkeitsgrad sehr schwer. Besonders wichtig ist es, eine gute Taktik zu beherrschen, damit ihr nicht so schnell den Game Over-Schriftzug auf dem Bildschirm zu sehen bekommt. Jeder, der einen guten 2D-Plattformer sucht, kann hier getrost zugreifen!
Unser Fazit
8
Ein Spiele-Hit