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Test zu Squidgies Takeover - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Squidgies Takeover
  • USA USA: Squidgies Takeover
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
14.11.2019
Vertrieb
Giant Margarita
Entwickler
Giant Margarita
Genre
Platformer, Puzzle, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Bunt, lächelnd, durchgeknallt ... das sind die Squidgies

Von Maik Styppa-Braun () Kennt ihr diese Helikoptereltern, die im Leben ihrer Kinder allgegenwärtig sind? Sie haben überall ihre Finger im Spiel und können einfach nicht von ihren Kleinen ablassen, um sie zu behüten und ja nicht einer Gefahr auszusetzen. Warum ich davon erzähle? So oder so ähnlich gestaltet sich die Geschichte rund um Squidgies Takeover, dem sowohl lustigen als auch sehr charmanten Puzzle-Spiel für Nintendo Switch. Welche Stärken und Schwächen der Titel aufweist und wie es die namensgebenden Squidgies schaffen wollen, den Fängen ihrer Mama zu entkommen, erfahrt ihr in unserem Test.

Squidgies Takeover ist ein stimmiges Gesamtkunstwerk!

In Squidgies Takeover übernehmt ihr die Rolle der Squidgies – kleine niedliche Figuren, welche an eine Mischung aus Alien, Unterwasserwesen und Knautschball erinnern. Sie sind bunt, stets gut gelaunt und haben nur ein Ziel: Mama entkommen. Die Tentakel ihrer Mama sind nämlich überall, was den ulkigen Wesen gar nicht mehr gefällt, und so beschließen sie kurzerhand, neue Planeten zu bereisen, um ihrer Mama zu entkommen. Dazu sei vorneweg gleich gesagt: Es handelt sich bei Squidgies Takeover keineswegs um einen Trash-Titel. Die Geschichte ist ein nettes Beiwerk zum Puzzle-Plattformer und weiß auf seine eigene Art und Weise zu überzeugen. Sie ist anfänglich durch einige wenige Sequenzen und Textboxen schön in Szene gesetzt, um dem Spiel einen Rahmen zu geben, den es eigentlich gar nicht gebraucht hätte.

Mama hat uns fest in ihrem Griff. © Giant Margarita

Doch was erwartet euch spielerisch? Wie bereits erwähnt, suchen die Squidgies ein neues Zuhause und bereisen so unterschiedliche Planeten, welche die Level des Spiels darstellen. Das Ziel eines jeden Levels ist immer das gleiche: Möglichst viele eurer Knautschkugeln müssen es zu einem bestimmen Bereich schaffen, in welchem ein Portal auf sie wartet. Schaffen es ausreichend viele Kinder in dieses Portal, gilt das Level als geschafft. Je nachdem, wie viele der Squidgies es in das Portal schaffen, wird eure Leistung mit ein bis drei Planeten bewertet. Die geforderte Anzahl unterscheidet sich von Level zu Level je nach Größe und Schwierigkeit. Habt ihr das grundlegende Prinzip einmal verinnerlicht, könnt ihr euch an insgesamt 80 Level wagen, wovon keines dem anderen gleicht. Müsst ihr eure Helden mal einfach durch gezieltes Stoppen an das Levelende befördern, müssen in anderen Leveln sogar Feuerhindernisse überwunden werden. Klassiker wie Schluchten, Stacheln oder auch Schalterrätsel sind ebenfalls an Board, sodass ihr von all den Fähigkeiten der Squidgies Gebrauch machen müsst.

Fähigkeiten? Haben diese kleinen Wesen etwa auch noch Fähigkeiten? Oh ja, und was für welche! Je nach Level stehen euch eine bis mehrere von insgesamt sieben zur Verfügung, welche beispielsweise durch gezieltes Tippen auf den Touchscreen aktiviert werden. So könnt ihr einem Squidgie den Befehl erteilen, an Ort und Stelle zu verweilen, um den Weg in den Abgrund zu versperren, sodass die anderen dem sicheren Tod nochmals entkommen können. Weitere spannende Fähigkeiten sind unter anderem der Ballon, der eure Helden fliegen lässt, oder die Verwandlung in ein Gebilde, welches an eine Röhre erinnert, die einen schnellen Transport, zum Beispiel über einen Weg aus Stacheln, ermöglicht. Alle der sieben Fähigkeiten sind toll umgesetzt, passen zum Setting, sind abwechslungsreich und machen die kleinen Wesen noch einen Hauch charmanter.

Durch ihren ausgeklügelten Aufbau sind die Level jedes Mal eine Herausforderung! © Giant Margarita

Technisch würde ich Squidgies Takeover als „rund“ bezeichnen. Alles läuft flüssig, die Level sehen gut aus und die Squidgies fügen sich perfekt in diese ein. Man braucht keine große Detailverliebtheit zu erwarten, aber insgesamt ist alles sehr stimmig und genau richtig so. Der Soundtrack ist in den ersten Spielminuten nett anzuhören, kann jedoch nach einiger Zeit anfangen zu stören. Als Hintergrundbeschallung taugt er aber allemal. In Bezug auf die Steuerung hat mich vor allem die Unterstützung des Touchscreens positiv überrascht. Diese Steuerungsmethode ist präzise und wie gemacht für diesen Titel. Am TV macht der Titel zwar auch Spaß, jedoch lebt er davon, zwischendurch ein bis zwei Level im Bus oder einer kurzen Ruhepause zu erledigen. Abstürze, Aussetzer des Sounds oder Ähnliches sucht man übrigens vergebens, sodass man hier eine in diesem Rahmen ordentliche Arbeit abgeliefert bekommt.

Solltet ihr bei Squidgies Takeover auf der Suche nach einem Titel sein, der euch über Wochen fesselt, seid ihr an der falschen Stelle. Die insgesamt 80 Level sind sehr schnell durchgespielt und motivieren nur selten, sie nochmals auszuprobieren. Zwar erhaltet ihr nach einem erfolgreichen Durchgang weitere Missionen für jedes Level, welche diese nochmals erschweren, ein wirklicher Grund, diese zu bewältigen, fehlt jedoch. Hierüber kann auch die Möglichkeit nicht hinwegtäuschen, seine Ergebnisse mit anderen online zu messen, wenn es um den Kampf der Spitze der Bestenlisten geht. In Aussicht gestellt sind jedoch weitere Level, welche folgen werden. Ob es sich bei diesen um kostenlose Beigabe handelt oder sie erworben werden müssen, ist bis jetzt nicht bekannt. Den Schwierigkeitsgrad empfand ich nicht sonderlich hoch. Zwar gibt es einzelne Level, die eine besondere Herausforderung darstellen, nach mehrmaligem Trial and Error können aber auch Anfänger diese bewältigen. Um zusätzlichen Frust zu vermeiden, wäre es vielleicht sinnvoll gewesen, Hilfen in Form von Tipps oder ersten Zügen zu erhalten.

Redaktionswertung

6

Überzeugend

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Unser Fazit zu Squidgies Takeover

Meinung von Maik Styppa-Braun
Squidgies Takeover war für mich ein Überraschungstitel. Die gesamte Aufmachung von der verrückten Geschichte bis hin zu den einzelnen Leveln ist so toll und glaubhaft dargestellt, dass es einfach Spaß macht, den kleinen Knautschkugeln zu helfen, ein neues Zuhause zu finden. Der Schwierigkeitsgrad ist angenehm und wird sogar fordernd, unfair jedoch nie. Natürlich haben wir hier keinen AAA-Titel vorliegen. Der geringe Umfang und die einfache Präsentation zeigen dies beispielhaft. Nichtsdestotrotz handelt es sich bei Squidgies Takeover um einen Puzzle-Plattformer, der über einige Stunden an den Bildschirm fesseln kann.
Mein persönliches Highlight: Die Mutter der Squidgies mit ihren langen Tentakelarmen

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