Drache erwache!

In einer Welt, die von Drachen beherrscht wird, mussten die Menschen in das Weltall umsiedeln. Den Kampf gegen die mächtigen Kreaturen hat die Menschheit schon lange aufgegeben, doch einige versuchen noch immer, Widerstand zu leisten. Dazu gehören auch Sydney und Stanley, die Protagonisten und spielbaren Charaktere in EarthNight.


Renn bis zum Kopf, Stanley! ©️ Cleaversoft

Sydney und Stanley machen es sich zur Aufgabe, auf den Körpern der Drachen zu rennen, ihren Kopf zu erreichen und die Drachen zu töten. Dies ist auch ungefähr das Ziel des Spiels. Ihr landet auf einem Drachen, rennt bis zu seinem Kopf, verkloppt ihn ein wenig, springt von ihm ab und fallt zum nächsten Drachen. Die Herausforderung dabei ist das Laufen auf dem Rücken der riesigen Tiere. Ihr startet immer am Ende des Drachens und rennt nach vorn, wobei der Weg voller Hindernisse ist. Zahlreiche Gegner stellen sich euch in den Weg und das Ausweichen ist schwerer als gedacht. Denn EarthNight ist zwar ein 2D-Plattformer, aber auch ein Auto-Runner. Das bedeutet, das Laufen übernimmt das Spiel für euch, ihr könnt lediglich die Geschwindigkeit regulieren. So rast ihr zu Beginn los, werdet aber schnell feststellen, dass ihr häufig abbremsen müsst, um keinen Schaden zu erleiden und den Gegner töten zu können. Landet ihr nicht direkt auf dem Kopf des Drachens, stirbt dieser nicht. Das ist mitunter eine Herausforderung, doch dafür gibt es den Fast-Fall. Dieser sorgt, wie der Name verspricht, für eine schnelle Landung. Gut eingesetzt kann dieser zu eurer mächtigsten Waffe werden.


Sydney und Stanley haben außerdem individuelle Fähigkeiten. Sydney kann nach einem Sprung entweder ein zweites Mal springen oder einen waagerechten oder einen diagonalen Dash ausführen. Stanley hingegen kann entweder ziemlich hoch, aber nicht sehr weit oder eben ziemlich weit, aber nicht sonderlich hoch springen. Mit Stanleys Fähigkeiten bin ich persönlich besser zurechtgekommen, doch glaube ich, dass hinter Sydney ein viel größeres Potential steckt. Habt ihr den Kopf des Drachens erreicht, prügelt ihr ein wenig auf ihn ein und springt dann ab. Dabei reist ihr von der Thermosphäre über die Stratosphäre bis hinunter zur Erde. Innerhalb jeder Himmelsphäre könnt ihr euch neuen Drachen annehmen, müsst aber nicht. Ihr könnt diesen im freien Fall auch gezielt ausweichen und euch direkt zur Erde aufmachen. Empfehlenswert ist dies aber nicht, da unten eine schwierige Herausforderung auf euch wartet. Denn abgesehen von Gegnern befinden sich auf den Drachen auch Items. Diese sind an und für sich völlig wertlos, können aber zu Wasser verarbeitet werden, welches ihr in einem Laden ausgeben könnt. Dort zu erwerben sind nützliche Dinge, die euch beim Kampf gegen die fliegenden Schlangen behilflich sind. Es lohnt sich also, den Drachen zu Leibe zu rücken.


Beim Eintritt in eine Himmelssphäre friert das Spiel gerne mal ein. © Cleaversoft

Das war im Großen und Ganzen bereits der Spielablauf, der etwa dreißig Minuten dauert, falls ihr nicht sterben solltet. Ihr könnt jederzeit einen neuen Run starten und dabei immer wieder etwas Neues erleben. Ähnlichkeit zu Rouge-like-Spielen ist also vorhanden. EarthNight ist rein äußerlich betrachtet an und für sich ein sehr schönes Spiel. Ich persönlich bin nicht der größte Fan dieses Looks, doch die Artworks stechen dennoch heraus. In jedem Bild stecken eine Menge Details und auch der Hintergrund, die Drachen und die Protagonisten sind schön umgesetzt. Die Musik ist im Chiptune-Style gehalten, womit ich ebenfalls Probleme habe. Auf Dauer ist das meiner Meinung nach kein Hörgenuss, wer solche Musik jedoch mag, wird diesbezüglich kein Problem mit dem Spiel haben. Schade sind allerdings die technischen Probleme, die das Spiel hin und wieder aufweist. Beim Rennen auf den Drachen ist alles in Ordnung, der Eintritt in eine neue Himmelssphäre hingegen klappt nicht immer flüssig. Oft friert der Bildschirm für kurze Zeit ein. Einmal ging es für mich sogar erst nach knapp einer Minute weiter. Das wird hoffentlich mit zukünftigen Patches verbessert.

Unser Fazit

6

Überzeugend

Meinung von Erwin Sigle

EarthNight ist in meinen Augen ein nettes Spiel, aber nichts Außergewöhnliches. Es ist zwar schön zu sehen, dass das Auto-Runner-Genre nicht durch In-Game-Käufe missbraucht wird, sehr viel Zeit verbringt man mit dem Spiel aber dennoch nicht. In meinen Augen ist EarthNight etwas, was man zwischendurch spielt, wenn man mal 30 Minuten Zeit hat. Wem dies sein Geld wert ist, wird sicherlich nicht enttäuscht.

Die durchschnittliche Leserwertung

1 User hat bereits bewertet

Kommentare 3

  • Darkseico

    Turmheld

    Also ein Spiel wo Entwickler das schnelle Geld machen möchten?

  • Weird

    Turmfürst

    Auweia... Ich dachte hier erwartet uns ein schönes Jump n Run und kein billiger Auto Runner... v,v
    Nun bin ich doch extrem enttäuscht... Das Spiel sah echt toll aus und klang auch danach aber Auto Runner finde ich immer langweilig... Gut dass ich das nun noch gelesen habe. War am überlegen es mir sehr zeitnah zu holen... ^^

  • Phantomilars

    Weltraummönch

    „Beim Eintritt in eine Himmelssphäre friert das Spiel gerne mal ein. “


    Ist das nicht realistisch? :rolleyes: