Monster Trucks zum zweiten Mal

Monster Jam Steel Titans ist nicht das erste Nintendo Switch-Spiel der Monster Jam-Serie, denn schon Monster Jam: Crush It! erschien für die Nintendo Switch. In unserem Test konnte das Spiel alles andere als überzeugen und war sowohl aus spielerischer aber auch aus technischer Sicht ein Flop. Zeit alles besser zu machen und vielleicht kann ja der Nachfolger zwei Jahre später überzeugen. Leider habe ich den Vorgänger nicht gespielt und kann deshalb keinen direkten Vergleich durchführen.


Dieses Bild wurde im Handheld-Modus gemacht und zeigt wie unscharf das Spiel wird. © THQ Nordic

Das Spiel dreht sich um Monster Trucks, welche nicht unbedingt dazu bestimmt sind, alles platt zu fahren, sondern eher spannende Rennen liefern. Nach einem kurzen Tutorial startet ihr auch direkt in der offenen Spielwelt. Hier könnt ihr mit eurem Monster Truck schon mal üben und über die Parcours waghalsige Sprünge wagen. Drückt ihr auf die +-Taste, landet ihr im Auswahlmenü und könnt die Kampagne beginnen.


In der Kampagne spielt ihr unterschiedliche Modi. So gibt es die Möglichkeit Rennen auf unterschiedliche Weisen zu fahren. So zum Beispiel mit fünf anderen Fahrzeugen gleichzeitig auf engen Strecken, oder ihr fahrt von Checkpoint zu Checkpoint, was ihr aber zwischen den Checkpoints macht ist euch überlassen. Ein anderer Modus lässt euch ein Verfolgungsrennen mit einem weiteren Gegner spielen. weiterhin gibt es einen Modus, der euch Stunts ausführen und so neue Highscores knacken lässt. Aber ja, es gibt natürlich auch einen Modus, in welchem man möglichst viel platt fahren muss. Diese Modi können alle im Tutorial erlernt und später in der Kampagne angetroffen werden.


Die Kampagne ist der Hauptmodus des Spiels und lässt euch unterschiedliche Meisterschaften mit je 10 Wettbewerben spielen. Nach den Wettbewerben erhaltet ihr abhängig von der Platzierung Punkte, die immer weiter summiert werden. Sobald der zehnte Wettbewerb vorbei ist, erfolgt die Gesamtauswertung der Punkte. Eine Meisterschaft ist somit ziemlich langwierig und ihr braucht mindestens eine Stunde, um eine Meisterschaft zu absolvieren. Das ist aber auch den besonders langen Ladezeiten von mindestens zehn Sekunden zwischen den einzelnen Partien geschuldet.


Das gesamte Spiel kann auch in der Ego-Perspektive gespielt werden. © THQ Nordic

Meiner Meinung nach zieht sich das somit stark in die Länge und bei schlechtem Abschneiden müsst ihr alle 10 Wettbewerbe von vorne starten. Zum Glück könnt ihr zwischendurch das Spiel beenden und die Rennen da fortsetzen, wo ihr zuletzt gespielt habt. Das Spiel sieht somit auf den ersten Blick ziemlich umfangreich aus, leider unterscheiden sich die Strecken nicht besonders, sodass man das Gefühl hat immer wieder das gleiche Rennen zu spielen. Die einzelnen Strecken bieten damit nicht wirklich einen großen Mehrwert.


Besonders gut ist der Modus „Freies Spiel“, denn hier könnt ihr alle Spielmodi und alle Arenen frei auswählen. Das Schöne ist, dass man diesen Modus auch zu zweit mit einer weiteren Person im geteilten Bildschirm spielen kann. Das Problem ist, man muss die einzelnen Arenen in der Kampagne freischalten. Da mir persönlich die Kampagne nicht gefällt, hätte ich mir gewünscht die meisten der Strecken auch ohne Kampagne spielen zu können.


Die Steuerung ist ziemlich präzise, wären da nicht die vielen Glitches, die das Spiel zu bieten hat. Manchmal passiert es, dass ihr an eine Kante stoßt und wie ein Flummi in die Luft abhebt. Das ist nicht nur frustrierend, sondern kostet euch auch wertvolle Zeit. Ich habe bestimmt jedes zweite Rennen durch diese Glitches verloren. Abgesehen davon ist es eine Lotterie zu erfahren, welche Objekte man überfahren kann und welche nicht. Einen Baum kann man nicht überfahren, Absperrungen können manchmal überfahren werden und manchmal nicht. Auch das hat mehrmals dazu geführt, dass ich deshalb Rennen verloren habe.


Bei Geschwindigkeiten von über 100 km/h könnt ihr hohe Sprünge vollführen. © THQ Nordic

Technisch ist das Spiel zumindest auf der Nintendo Switch eine Katastrophe. Die Texturen sind unglaublich unscharf, von den plötzlich auftauchenden Objekten mal ganz abgesehen. Es tut wirklich in den Augen weh das Spiel für eine längere Zeit zu spielen. Das ist wirklich schade, denn auf anderen Konsolen sieht das Spiel mit Abstand besser aus. Im TV-Modus ist das Spiel noch einigermaßen spielbar, im Handheld-Modus ist die Optik eine Katastrophe. Das Spiel unterstützt den Vibrationsmotor der Nintendo Switch, jedoch wurde in das Spiel keine HD-Vibration integriert. Das bedeutet, das Spiel vibriert immer auf maximaler Stufe, was nicht nur nervig ist, sondern auch unglaublich laut. Immerhin kann man den Vibrationsmotor in den Einstellungen ausschalten.

Unser Fazit

5

Für Genre-Fans

Meinung von Ilja Rodstein

An sich ist das Spiel, in welchem ihr verschiedene Herausforderungen in Monster Trucks fahren könnt, wirklich nicht schlecht. Der Umfang ist groß und die Modi sind abwechslungsreich. Doch die Kampagne, die sich in die Länge zieht und vor allem der technische Aspekt sind genau das, was ein großes Problem des Titels ist. Die Grafik auf der Nintendo Switch tut einfach in den Augen weh und die vielen Glitches machen das Spiel einfach unspielbar. Immerhin sorgt der neu eingeführte lokale Zwei-Spieler-Modus für zusätzlichen Spielspaß. Online-Funktionen fehlen dem Spiel leider komplett.

Die durchschnittliche Leserwertung

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