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Test zu BQM: BlockQuest Maker - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: BQM: BlockQuest Maker
  • USA USA: BQM: BlockQuest Maker
  • Japan Japan: BQM: BlockQuest Maker
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
10.01.2019
Vertrieb
Wonderland Kazakiri
Entwickler
Wonderland Kazakiri
Genre
Action, RPG, Kreativ
Spieleranzahl
Lokal: 2 - Online: 0
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Schaffe, schaffe Questle baue

Von Thomas Kurth () Ihr kennt das Problem: Die letzte Höhle in eurem Lieblings-Dungeon-Crawler ist beendet, alle Quests in eurem Lieblings-RPG habt ihr erfolgreich bestritten und nun plagt euch die Langeweile, da es euch an Nachschub fehlt. Doch damit ist jetzt Schluss, denn mit BlockQuest Maker könnt ihr nun eure eigenen Abenteuer auf der Nintendo Switch erstellen. Wie umfangreich der Level-Editor ist und welche Möglichkeiten er für kreative Köpfe bietet, haben wir für euch zusammengetragen.

Auch Prinzessinnen könnt ihr retten. © Wonderland Kazakiri

Eine Story gibt es natürlich nicht im Spiel, denn die müsst ihr selbst erschaffen. Um aber nicht vollkommen ins kalte Wasser geworfen zu werden, hat der Entwickler Tutorials erstellt, die sich im Online-Modus finden lassen. Bevor ihr mit euren eigenen Abenteuern loslegt, solltet ihr diese unbedingt anschauen und spielen, da ihr hier mit den verschiedenen Mechaniken des Gameplays vertraut gemacht werdet. Auf einem isometrischen Gitter, das die Umgebung darstellt, bewegt ihr so euren Charakter durch die Blocklandschaft. Dabei könnt ihr mit NPCs, Gegnern oder verschiedenen Arten von Schaltern interagieren. Neben einem Standard-Angriff, habt ihr noch weitere Möglichkeiten euren Gegnern Schaden zuzufügen. Darunter befinden sich Pfeile, um Gegner aus sicherer Entfernung anzugreifen oder entfernte Schalter zu aktivieren sowie Feuerbälle, die den Gegnern natürlich ordentlich einheizen. Zusätzlich können letzere aber auch Bäume abbrennen, die den Weg versperren.

Damit ihr eure Kreationen auch mit anderen teilen könnt, gibt es in BlockQuest Maker einen Online-Modus, in den ihr eure Level hochladen und auch die Abenteuer von anderen Erbauern spielen könnt. Natürlich muss der Ersteller das Level selbst geschafft haben, bevor er es anderen zur Verfügung stellen kann. Der Anteil neuer Level ist dabei nicht so riesig, dennoch kommen immer wieder ein paar neue Abenteuer dazu. Die Vielfalt reicht von einfachen Erkundungsdungeons über Labyrinthe bis hin zu kleinen Serien, die eine eigene Story besitzen und sich über mehrere Level strecken. Abseits davon gibt es natürlich auch einige Troll-Level, die nur darauf aus sind, den Spieler zu ärgern. Die Liste lässt sich auch nach verschiedenen Kriterien, wie Tags oder Nutzernamen filtern. Eine Prozentanzeige zeigt euch an, wie viele Spieler das Level schon geschafft haben. Besitzt es nur einen Totenkopf, dann wurde es bisher von niemandem geschafft, was natürlich Ansporn genug ist, der Erste zu sein.

Dies wird meine Geschichte!

Wenn ihr genug von fremden Abenteuern habt, wird es Zeit endlich eigene zu erschaffen. Und damit kommen wir zum Herzstück des Spiels: dem Level-Editor. Hier legt ihr als Erstes die Dimensionen eurer Spielwelt fest, die sich zwischen 10 und 32 Blöcken in jede Richtung befinden muss. Danach geht es auch schon mit dem Bauen los. Und hier empfehle ich ganz klar in den Handheld-Modus zu wechseln, um den Touchscreen zu verwenden, denn die Steuerung mit den Tasten ist ziemlich umständlich und klobig. Die Bauelemente sind dabei nun in zwei verschiedene Gruppen eingeteilt. Die eine Gruppe enthält alle dekorativen Blöcke wie Böden, Wände, Bäume oder auch Wasser, mit denen nicht interagiert werden kann. Die andere Gruppe beherbergt alle interaktiven Bauelemente, wie Schalter, Monster, NPCs, Türen oder sammelbare Gegenstände. Jedes Feld auf der Spielwelt kann nun ein Objekt aus jeder der beiden Kategorien beinhalten. So kann ein Bodenfeld beispielsweise mit einem Schalter ausgestattet werden, der aktiviert wird, sobald die Spielfigur das Feld passiert.

Der Editor bietet viele Möglichkeiten. © Wonderland Kazakiri

Die Werkzeuge, die euch zur Verfügung gestellt werden sind zwar sehr generisch, bringen allerdings eine Menge Potenzial mit, um viele verschiedene Szenarien und Rätsel zu erstellen. So kann man beispielsweise festlegen, dass sich Türen erst öffnen, wenn eine Gruppe von Feinden besiegt wurde oder, dass eine Anzahl von Druckplatten gleichzeitig gedrückt werden muss. Dafür können beispielsweise Kisten benutzt werden, die vom Spieler erst gefunden werden müssen. Auch die NPCs lassen sich nach eigenen Bedürfnissen individualisieren. So gibt es 16 verschiedene Skins, bei denen mit Krieger, Dorfbewohner oder Priester keine Wünsche offen gelassen werden, um eine Geschichte zu erstellen. Natürlich habt ihr dann auch die Möglichkeit, eigene Dialoge für die NPCs zu verfassen. Mit zwei potenziellen Sätzen pro NPC ist der Platz dabei jedoch stark begrenzt.

Um nun verschiedene Ereignisse auszulösen, gibt es ein Link-System im Editor. Das heißt, dass die Objekte miteinander verbunden werden können, damit sie aufeinander reagieren. Als einfaches Beispiel dient hierfür eine Tür, die mit einem Schalter verbunden wird. Sobald der Schalter aktiviert wird, öffnet sich die Tür. Von diesen Verbindungen können mehrere gleichzeitig auf dasselbe Objekt angewendet werden, damit beispielsweise mehrere Schalter aktiviert werden müssen, um eine Tür zu öffnen. Auch die NPCs können so mit anderen Objekten verbunden werden, damit ein neuer Dialog aktiviert wird. So kann festgelegt werden, dass ein NPC etwas anderes sagt, sobald man einen bestimmten Gegner besiegt hat. Eurer Kreativität sind somit kaum Grenzen gesetzt und ihr könnt eurer Fantasie freien Lauf lassen.

Ohne Moos nichts los.

Doch halt! Kommen wir zur Kehrseite des Ganzen, denn nicht alle Elemente, von denen ich euch bis hier hin erzählt habe, sind von Anfang an freigeschaltet. Am Anfang des Spiels steht euch nur ein kleiner Bruchteil dessen zur Verfügung. So gibt es nur ein paar einfache Bodenelemente und mickrige Monster, sobald ihr das Spiel zum ersten Mal startet. Für neue Gegenstände benötigt ihr natürlich Münzen, die ihr an verschiedenen Stellen im Spiel erhaltet. Zum einen könnt ihr über die Offline-Herausforderungen Münzen verdienen. Des Weiteren gibt es Achievements für das Abschließen einer bestimmten Anzahl von Levels, die euch mit funkelnden Talern entlohnen. Die interessanteste Art an Geld zu kommen, sind allerdings die „Eintrittspreise“, die ihr im Online-Modus für euer Level verlangen könnt. So könnt ihr anderen Spielern bis zu 50 Münzen als Zoll aus der Tasche ziehen, damit sie eurer Level betreten dürfen.

Wie eingangs schon erwähnt, wird das Spiel auf einem isometrischen Gitter dargestellt und umfasst immer genau eine Ebene. Leitern oder Treppen, die es euch ermöglichen weitere Ebenen zu erkunden, gibt es leider nicht. Alle Objekte, Charaktere und Monster bestehen, wie der Name schon verrät, aus Blöcken und erinnern grafisch somit direkt an Spiele wie Minecraft. Ihr könnt zwischen drei verschiedenen Kameraperspektiven umschalten. Neben der Vogelperspektive, die in der zweiten Ansicht etwas heran gezoomt wird, könnt ihr so auch in einer Third-Person-Sicht spielen, was euch direkt tiefer ins Spielgeschehen eintauchen lässt, wodurch ihr aber natürlich auch an Übersicht verliert. Die musikalische Untermalung passt mit ihrem 8-Bit-Retro-Sound sehr gut ins Spiel, jedoch fehlt es hier an Abwechslung, was die Musik sehr schnell eintönig und auch nervig werden lässt.

Redaktionswertung

7

Spaßgarant

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Unser Fazit zu BQM: BlockQuest Maker

Meinung von Thomas Kurth
BlockQuest Maker bietet sehr viele Möglichkeiten, um sein eigenes Abenteuer zu erschaffen, wenn man einmal die nötigen Gegenstände freigeschaltet hat. Durch die isometrische, aus Blöcken bestehende Spielwelt lassen sich schnell und einfach Räume, Landschaften oder Dungeons erstellen. Natürlich benötigt ihr ein gewisses Maß an Kreativität und Fantasie, um ein spannendes Abenteuer zu erschaffen. Bringt ihr beides mit, könnt ihr sicherlich viele Stunden damit verbringen, eure Geschichten in die Tat umzusetzen. Vor allem die NPCs und das Link-System lassen euch dabei viele Freiheiten. Auf die klobige Steuerung im TV-Modus solltet ihr beim Bauen aber verzichten. Und fehlt es euch einmal an Ideen, könnt ihr euch im Online-Modus von anderen Erstellern inspirieren lassen oder euch den Herausforderungen des Entwicklers stellen.
Mein persönliches Highlight: Die vielen Möglichkeiten

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