Arcade-Racer, der etwas in der Zeit feststeckt

Ultimate Racing 2D ist ein ziemlich minimalistisches Top-Down-Rennspiel mit einer nicht rotierbaren Kamera, welches für weniger als 10 Euro erworben werden kann. Der Preis ist hierbei besonders wichtig, denn das Spiel bietet mit mehr als 45 Strecken eine ordentliche Menge an Inhalt.


Rennchaos mit bis zu 20 Fahrern. © Applimazing

Der Spieler findet sich anfangs im Hauptmenü wieder, welches übrigens auch über den Touchscreen der Nintendo Switch-Konsole gesteuert werden kann. In diesem hat er die Auswahl zwischen unterschiedlichen Modi. So könnt ihr entweder die Karriere spielen, einen Pokal in einer selbsterstellten Meisterschaft gewinnen, ein schnelles Rennen auf einer beliebigen Strecke durchführen oder auch mit bis zu sieben weiteren Freunden auf einer Konsole im Mehrspielermodus antreten. Insgesamt gibt es also ziemlich viele Spielmodi und auch hinter der Karriere verstecken sich weitere Modi, die das Gameplay jedoch nur minimal ändern. Eine richtige Kampagne oder tiefgreifendes Gameplay sollte man bei diesem Spiel aber nicht erwarten.


Da das Spiel sich immer gleich spielt und ihr entweder vorgegebene Strecken fahren müsst (Karriere-Modus) oder selber die Strecken auswählen könnt (Meisterschaft oder schnelles Rennen), macht es an sich keinen Unterschied welchen Modus ihr spielt. Im Karriere-Modus verdient ihr je nach Erfolg Goldmünzen, je mehr Münzen ihr habt, umso teurere Fahrzeuge könnt ihr erwerben. Optisch sehen die Fahrzeuge allerdings je nach Rennklasse immer gleich aus, nur die Farbe und die einzelnen Fahrzeugparameter sind unterschiedlich. Dennoch hat dieser Modus keinen Mehrwert und es macht auch gleichermaßen Spaß zufällige Strecken in Form einer Meisterschaft zu spielen.


In spannenden Kopf an Kopf-Rennen könnt ihr auch zu zweit antreten. © Applimazing

Der große Vorteil an diesem Spiel sind die Modifikationsmöglichkeiten vor Spielstart. So kann nicht nur die Anzahl der Computerspieler (bis zu 19 weitere Fahrzeuge) oder die Anzahl der gefahrenen Runden eingestellt, sondern auch optional ein Qualifikationsrennen gefahren werden. Dabei könnt ihr Einstellen, wie viele Runden ihr in der Qualifikation fahren möchtet, und fahrt dann die Strecke alleine ab. Die schnellste Runde wird dann mit den schnellsten Runden der anderen Fahrer verglichen und die Platzierung anhand dieser bestimmt. Abgesehen davon kann in einem Rennen die Abnutzung der Räder, ein optionaler Boost oder auch die Regenmenge eingeschaltet werden. Dies ändert entweder das Fahrverhalten oder erfordert nach Abnutzung der Räder einen Boxenstopp zwischen den gefahrenen Runden.


Grafisch ist das Spiel sehr minimalistisch gehalten: Es gibt zwar keine Probleme bei der Erkennbarkeit der Rennstrecke oder der Fahrzeuge, jedoch bleibt es bei einem sehr simplen zweidimensionalen Stil. Schwach ist allerdings der Soundtrack, denn bis auf die nervigen Fahrzeuggeräusche hört ihr während des Rennens nichts anderes. Die Fahrzeuggeräusche nerven nach einer gewissen Zeit, sodass ich diese im Einstellungsmenü abgestellt habe. Die Steuerung fühlt sich in diesem Spiel ziemlich schwammig an, was jedoch das Fahrverhalten herausfordernder macht. Die Tastenbelegung ist zwar komplett konfigurierbar, es fehlt aber leider die bei Top-Down-Rennspielen übliche Einstellungsvariante, bei welcher der Analogstick in die Bildschirmrichtung bewegt werden kann. Hier kann man den Analogstick nur nach links oder rechts bewegen, dies sorgt bei unerfahrenen Spielern für Probleme in der Orientierung.

Unser Fazit

6

Überzeugend

Meinung von Ilja Rodstein

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass das Spiel etwas in einer Zeitlinie feststeckt, denn die Technik und vor allem die Soundkulisse wirken etwas altbacken. Doch wartet hier ein Spiel auf euch, welches ziemlich viel Spaß machen kann. Auch wenn die Steuerung anfangs schwierig zu bewältigen ist, meiner Meinung nach sorgt dies für die Schwierigkeit bei diesem Spiel. Abgesehen davon kann man an der Menge an Inhalten der mehr als 45 Strecken überhaupt nicht meckern und auch mit mehreren Spielern macht das Spiel viel Spaß.
Mein persönliches Highlight: Die Ergebnisse des Qualifkationsrennens waren immer ziemlich spannend zu erfahren.

Die durchschnittliche Leserwertung

1 User hat bereits bewertet

Kommentare 3

  • BSnake

    Club Nintendo Mitglied

    Ist was für nen Sale ;)

  • Ilja Rodstein

    Redakteur

    @BSnake Ach komm, 10 Euro, hau rein Junge :P

  • Waldwatz

    Turmheld

    Sorry, aber die von dir erwähnte bei "Top-Down-Rennspielen übliche Einstellungsvariante" ist eben nicht die übliche, sondern eine die kaum jemand mag, weil völlig verwirrend.
    Das "nur links, rechts" ist die normale klassische Steuerung. Das oben von dir vermisste ist eine Erfindung der Smartphone Zeit.