Eine Reise ins Ungewisse

Ihr steht auf Titel, die vor Monotonie nur so strotzen, euch in keinster Weise an die Hand nehmen, um euch über die Spielmechaniken zu informieren, und die über Storys verfügen, die Fragen aufwerfen, aber keine beantworten? Dann seid ihr bei Lumini genau richtig! Der auf den ersten Blick eigentlich spannende Titel hat in unserem Test für viel Verwirrung und auch Enttäuschung gesorgt. Die Gründe hierfür lest ihr im nachfolgenden Test.


Was tun wir hier eigentlich?


Ihr übernehmt gleich zu Beginn die Kontrolle über die titelgebenden Wesen, welche auf den ersten Blick wohl am ehesten mit Kaulquappen zu vergleichen sind. Insgesamt vier verschiedene Arten in den Farben Rot, Blau, Gelb und Lila gehören zu eurer Riege, doch so richtig weiß man eigentlich nie, was die kleinen Lumini eigentlich wollen. Zwar verrät uns der Eintrag im Nintendo eShop, dass es an uns liegt, das Geheimnis hinter den Wesen und ihrem Verschwinden vor etlichen Jahren zu klären, doch diese Frage kann ich auch nach zweimaligem Durchspielen nicht beantworten. Grund hierfür ist vor allem das Fehlen jeglicher textbasierter Hinweise und Erklärungen. Geschriebenes Wort sucht man im Titel nämlich vergeblich.


Die einzelnen Areale können vom Look her durchaus überzeugen. © 2Awesome Studio

Ziellos durchstreift man so viele verschiedene Umgebungen eines unbekannten Planeten, welche von einfachen Höhlen bis hin zu wirklich toll anzusehenden Wäldern reichen. Diese verschiedenen Areale sind die größte Stärke des Titels, da sie durch ihren Detailreichtum und die Masse an Flora und Fauna unheimlich lebendig wirken. So macht es wirklich Spaß, neue Umgebungen zu entdecken und auch ihre Geheimnisse zu lüften. Leider stellt sich schnell Monotonie ein, da man immer wieder schlauchartigen Gängen folgen muss, welche keinerlei Überraschungen bieten.


Insgesamt wird in Sachen Gameplay versucht, innovativ zu sein. Ihr spielt im gesamten Abenteuer einen Schwarm von Lumini. Per Knopfdruck wählt ihr eine der vier Arten als Anführer des Schwarms aus, was euch unterschiedliche Fähigkeiten verleiht. So können blaue Lumini beispielsweise einen Sprint ausführen, wohingegen die roten Wesen in einem engeren Radius angreifen können. Dies sorgt auf der einen Seite zwar für Abwechslung, andererseits habe ich nach einigen Minuten aber nur noch auf die roten Kaulquappen gesetzt, da mir diese am hilfreichsten waren. Neben den vier Fähigkeiten könnt ihr euren Schwarm per Knopfdruck außerdem in zwei Gruppen teilen, was bei der Bewältigung der unzähligen und leider langweiligen Schalterrätseln nötig ist.


Die mystischen Wesen im Hintergrund machen ebenfalls viel her. © 2Awesome Studio

Darüber hinaus sammelt ihr auf eurer Reise leuchtende Kugeln ein, welche dafür sorgen, dass ihr an bestimmten Stellen neue Lumini für euren Schwarm erhaltet. Dies ist auch nötig, da ihr durch allerlei Fallen, herunterfallende Steine und eine Handvoll unterschiedlicher Gegner immer wieder einzelne eurer Helden verliert. Dies hätte ein durchaus spannendes Feature werden können. Die Masse an Lumini, die ihr erhaltet, ist jedoch so groß, dass man nie wirklich in Not gerät und durchaus einige opfert, während man die einzelnen Bereiche durchstreift.


Insgesamt merkt man dem Titel an, dass sich jemand viele Gedanken darüber gemacht hat, wie man einen neuartigen Titel schafft, den es so noch nicht gegeben hat. Von außen betrachtet funktioniert dies auch wunderbar. Gerade die gezeigten Szenen im Trailer machen Lust auf mehr und versprechen eine geheimnisvolle Geschichte. Das ganze Konzept wurde aber leider nicht zu Ende gedacht. So findet man sich nach wenigen Minuten in einem Trott wieder, der dafür sorgt, dass man im Speedrun-Charakter möglichst schnell das Ziel erreichen möchte. Die teils unnötigen und wirklich zu häufig auftretenden Rätsel und die langweiligen und sich stets wiederholenden Gegner tun ihr Übriges.

Unser Fazit

3

Eher nicht überzeugend

Meinung von Maik Styppa-Braun

Oh Mann, was habe ich mich auf Lumini gefreut. Die Newsbeiträge haben im Vorfeld eine solche Motivation bei mir ausgelöst, da sie ich mich an Titel wie Flowers zu PlayStation 3-Zeiten zurückerinnern ließen. Eine mysteriöse Geschichte, die sich nach und nach entfaltet und dazu noch ein mir unbekanntes Wesen, welches in bunten Farben daherkommt. Eigentlich die perfekte Grundlage. Leider ist keine Idee wirklich zu Ende gedacht und es stellt sich das Gefühl ein, das vor Release niemand den Titel einmal gespielt hat. Spätestens dann wäre nämlich aufgefallen, dass man alle zwei Minuten die gleichen Schemata abarbeitet und es zu gähnender Langeweile kommt. Zwar überzeugen mich die verschiedenen Bereiche des Abenteuers mit ihrem tollen Look noch immer, diese sind aber nicht allein Grund genug, mich den Titel auch vollumfänglich genießen zu lassen. Schade!
Mein persönliches Highlight: Die Hintergründe mit ihren schönen Inszenierungen.

Die durchschnittliche Leserwertung

0 User haben bereits bewertet

Kommentare 1

  • Urmeltier

    Turmamazone

    Oh wie schade, war für mich ebenfalls ein Titel, auf den ich mich gefreut habe. Naja, Geld gespart. Danke für den Test