Keine Gnade den Spielern

Während der Titel noch ursprünglich als Tower of Babel angekündigt war, erkannten die Entwickler die Dopplung des Namens, denn ein weiteres Spiel mit dem gleichen Namen existiert bereits im Nintendo eShop. Folglich änderten die Entwickler der DNA Studios aus der Schweiz den Namen des Spiels und fügten die Endung No Mercy hinzu.


Baut höher und höher... © DNA Studios

Das Spiel verfolgt ein sehr einfaches Spielprinzip, so müsst ihr einen möglichst hohen Turm bauen. Um diesen zu bauen, benötigt ihr nur eine Taste und stapelt dadurch Bauteil für Bauteil aufeinander. Dabei wackelt das zweidimensionale Bauteil auf einem Seil, mit der A-Taste müsst ihr das Seil mit dem richtigen Timing durchtrennen und das Bauteil möglichst mittig auf dem anderen platzieren. So in etwa funktioniert das Spielprinzip, tiefgreifendes Gameplay dürft ihr dabei nicht erwarten.


Auch wenn sich das Spielprinzip immer gleicht, das Spiel hat insgesamt drei Modi, die sich kaum unterscheiden. Im Co-op-Modus spielt ihr gegen das Spiel mit bis zu vier Spielern und baut den höchsten Turm. Durch schwierige Blöcke oder auch Windstöße, wird euch der Bau erschwert. Spielt ihr mit mehreren Spielern, wechselt ihr euch ab und jeder baut am Turm mit.


Im Selfish-Modus baut ihr ebenfalls einen einzigen Turm mit bis zu vier Spielern, jedoch spielen die Spieler gegeneinander. Sollten die Spieler das Bauteil perfekt in die Mitte positioniert haben, erhalten diese einen Aktionspunkt. Dabei wird eine zufällige Aktion freigeschaltet, die ihr mit der Schultertaste aktivieren könnt, um dem Gegner, der gerade an der Reihe ist, den Zug zu erschweren. Mit drei gesammelten Aktionspunkten aktiviert ihr eine wesentlich stärkere charakterspezifische Spezialfähigkeit. Vor Beginn jeder Partie müsst ihr euch für einen spielbaren Charakter entscheiden, diese unterscheiden sich jedoch nur in der Spezialfähigkeit.


Das Spiel wird leider schnell wieder langweilig


Der Selfish-Modus ist der problematischste Modus im gesamten Spiel. Das Problem ist die unfaire Punktewertung, denn der Spieler, der an der Reihe ist, während der Turm einstürzt, erhält einen Minuspunkt. Hat ein Spieler eine Runde davor einen Stein so platziert, dass der Turm langsam umkippt, wird dieser nicht für den Fehler bestraft, sondern der nächste Spieler, obwohl er nichts dafür kann. Somit ergeben sich unfaire Spielewertungen, die einzig und allein vom Spieler abhängen, der dem Spieler, der den Turm kaputtgemacht hat, nachfolgt. Dies sorgt für viel Frust und ist deshalb kein gut durchdachter Modus.


...und achtet darauf, dass der Turm bloß nicht zusammenbricht. © DNA Studios

Der dritte Modus namens Battle lässt euch zwei parallele Türme bauen. Bei perfekten Stapelaktionen werden Fähigkeiten automatisch aktiviert und auf den Gegner angewandt. Es gewinnt der Spieler, der seinen Turm noch aufrecht stehen lässt. Im Vergleich zum Selfish-Modus ist dieser Modus wesentlich fairer, auch wenn die Fähigkeiten etwas unbalanciert sind. Oftmals entscheidet das Timing der Fähigkeiten über den Ausgang des gegnerischen Spielzugs. Manche Fähigkeiten können aktiviert werden, ohne dass der Spieler es zeitlich schafft zu reagieren. Hier wäre eine zeitliche Verzögerung gut, um die Fähigkeiten nicht zu stark zu machen.


Einen Online-Modus hat Tower of Babel: No Mercy ebenfalls, jedoch konnten wir diesen leider nicht in unserer Testphase ausprobieren. Ihr könnt abgesehen davon weitere Spieler auf eurer Couch ins Boot holen und mit diesen online gegen andere Spieler antreten. Grafisch ist das Spiel sehr simpel gestaltet, jedoch ist der Stil der einzelnen Figürchen ganz nett geworden. Nervig ist allerdings der Sound, der im Bruchteil einer Sekunde die Tonhöhe drastisch ändert und nur noch auf den Ohren dröhnt. Eine Möglichkeit die monotone Musik oder die nervigen Töne auszustellen ist leider nicht gegeben. Monotone Musik spiegelt allerdings auch das monotone Spielprinzip wieder, denn auch wenn das Spiel zu viert großen Spaß macht, nach 10 Minuten ist der Titel wieder langweilig. Solltet ihr aber in eurem Freundeskreis Personen haben, die nicht Videospiel-affin sind, dann ist dieser Titel ideal um diese Leute an die Konsole zu bringen. Denn durch die einfache Ein-Tasten-Steuerung versteht jeder dieses Spielprinzip und wird sicherlich Spaß haben den Titel zu spielen. Solltet ihr höhere Ansprüche haben, dann ist der Titel nichts für euch.

Unser Fazit

5

Für Genre-Fans

Meinung von Ilja Rodstein

Tower of Babel: No Mercy macht auf den ersten Blick großen Spaß und ist besonders einfach zu erlernen. Das sogar für die Menschen, die nichts mit Videospielen am Hut haben. Doch nach maximal 10 Minuten wird der Titel schon wieder langweilig und kann euch nicht für einen längeren Zeitraum unterhalten. Einige Balancierungsprobleme machen das Spiel allerdings zeitweise in manchen Situationen unerträglich. Falls ihr nach einem kurzzeitigen Partyspiel sucht, welches euch für eine sehr kurze Zeit unterhalten soll, so seid ihr hier richtig, andernfalls solltet ihr euch woanders umsehen.

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