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Test zu Neon City Riders - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Neon City Riders
  • USA USA: Neon City Riders
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
12.03.2020
Vertrieb
Bromio
Entwickler
Mecha Studios
Genre
Adventure, Action, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Frust und Freude liegen manchmal so nah beieinander...

Von Maik Styppa-Braun () Puh, endlich etwas Ruhe. In den vergangenen Tagen ging mein Puls fast durch die Decke, da ich mich durch die Welt von Neon City Riders schlagen durfte. Hierbei wurde ich teils positiv überrascht, teils aber auch an den Rande des Wahnsinns getrieben. Wie es dazu kam, könnt ihr den folgenden Zeilen entnehmen.

Der Start des Spiels ist überladen mit Action. In der Haut von Rick findet ihr euch in einem Simulator wieder, in welchem ihr euch mit euren Fähigkeiten vertraut macht. Hierbei müsst ihr bereits bis aufs Blut kämpfen und Fallen überwinden. Dies spielt sich bereits sehr interessant und man bekommt schnell Lust auf mehr. Meistert ihr diesen ersten Abschnitt, beginnt euer wirkliches Abenteuer. Leider verliert ihr eure gelernten Talente direkt zu Spielbeginn wieder, sodass ihr euch etwas nackt der realen Welt stellen müsst. Die Geschichte dreht sich im Gesamten darum, vier Gangs und die jeweiligen Anführer zu besiegen, welche die Stadt terrorisieren. Rick nimmt sich diesem Gesindel an, um das friedvolle Miteinander zu wahren.

Die schrillen Farben passen super zum Spiel. © Bromio

Die in einer Retro-Grafik gehaltene Welt ist hierbei nahezu frei begehbar, spielt sich jedoch ähnlich wie ein Metroidvania-Titel. Sobald ihr eine Fähigkeit nach der anderen zurückerlangt, öffnen sich weitere Wege in der Welt, welche euch zum Teil in der Geschichte voranschreiten lassen, zum Teil aber auch weitere Extras mit sich bringen. Das Grundkonzept ist somit bekannt und spielt sich sehr gut, da kleinere Erfolge schon dazu motivieren, weitere Teile der Welt zu erkunden.

Die gesamte Spielwelt sieht nicht nur klasse aus, sondern ist auch prall gefüllt mit Charakteren. An jeder Ecke trifft man einen freundlichen NPC, welcher mal nur ein bisschen von sich preisgeben möchte und mal auch eine Nebenquest für euch zur Verfügung hat. Daher macht es Sinn, sich mit allen zu unterhalten. Leider wurde es versäumt, besondere Charaktere hervorzuheben. Das hat zur Folge, dass man wirklich Dutzende sinnlose Gespräche führen muss, um eine der wenigen Nebenquests zu erhalten. Hier wären mir weniger, dafür sinnvollere Interaktionsmöglichkeiten lieber gewesen.

Doch kommen wir zurück zu Rick und seinen Fähigkeiten. Dieser kann, vorausgesetzt ihr erhaltet sie zurück, unter anderem Projektile abwehren und zurückschleudern, Barrikaden durch einen Sprint durchbrechen oder auch verborgene Wege zum Vorschein bringen. Das Repertoire ist durchdacht und abwechslungsreich und vor allem die Kämpfe gegen feindliche Widersacher spielen sich dadurch klasse.

Leider ist der Weg bis dahin nicht nur frustrierend, sondern teilweise regelrecht unfair. Ohne eure Fähigkeiten fühlt man sich gegen die teils hohe Anzahl und Übermacht der Gegner stets im Nachteil. Das führt gezwungenermaßen zu etlichen virtuellen Toden. Dies ist grundsätzlich nichts Schlechtes, da es eben ein festes Element des Titels ist. Da aber die Speicherpunkte durch im Spiel verteilte Boxsäcke so blöd positioniert sind, muss man ganze Bereiche mehrmals von Neuem beginnen, was auf Dauer den Spielspaß in den Keller drückt.

Noch beängstigender als die normalen Feinde, sind die Bossgegner. © Bromio

Zusätzlich zum frustrierenden Schwierigkeitsgrad kommen allerlei Rätsel hinzu, welche leider nicht wirklich in das Konzept passen. Diese sind zum Großteil nämlich auf das Aktivieren von Schaltern beschränkt, was anfangs zwar noch Spaß macht, sich nach den ersten Stunden jedoch sehr repetitiv anfühlt. Darüber hinaus stößt man auch immer wieder auf Sackgassen aufgrund fehlender Fähigkeiten. Glücklicherweise hat es ein Schnellreise-System ins Spiel geschafft, was den Frust jedoch nur etwas mindern kann.

Fernab der Kritik bekommt ihr jedoch ein sehr interessantes Spiel mit toller Atmosphäre geliefert, was vor allem für eine schnelle Runde im Handheld-Modus bestens geeignet ist. Der verwegene und zugleich geheimnisvolle Hauptcharakter Rick und die gesamte Spielwelt sind wunderbar überzeugend und man merkt an jedem Bildschirm, den man betritt, dass viel Liebe in Neon City Riders geflossen ist. Auch die freischaltbaren Kostüme unterstreichen dies nochmals, wenn man plötzlich als Ninja Turtle durch die Welt zieht. Wären nicht die vielen frustrierenden Momente und die unnötigen Rätselpassagen gewesen, hätte ich mich gerne darum bemüht, alle vier möglichen Enden des Spiels zu entdecken. Die Spielzeit wäre dadurch auf ein Vielfaches gestiegen. Stattdessen ist man je nach persönlichem Frustlevel nach einigen Stunden am Ende angelangt oder aber gibt bereits nach wenigen Minuten auf.

Redaktionswertung

5

Für Genre-Fans

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Unser Fazit zu Neon City Riders

Meinung von Maik Styppa-Braun
Alter Schwede, was ein Brocken. Ehrlich gesagt, war ich mir anfangs nicht sicher, ob ich Neon City Riders wirklich bis zum Ende spielen soll. Zwar haben mich der tolle Grafikstil, die guten Fähigkeiten von Rick und die gesamte Atmosphäre direkt zu Beginn begeistert, der Schwierigkeitsgrad machte mir jedoch ganz schön zu Schaffen. Letztlich bin ich jedoch froh darüber, die Credits über den Bildschirm flimmern gesehen zu haben, da mich das Abenteuer durchweg unterhalten hat. Wünschenswert wäre es trotzdem gewesen, bessere Speicherpunkte in das Spiel zu integrieren und das Balancing etwas anzugleichen. Nichtsdestotrotz haben wir hier einen grundsoliden Titel, den man für einige Runden zwischendurch sehr genießen kann.
Mein persönliches Highlight: Der Charme, den der Titel durch die komplette Geschichte versprüht

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