Der Berg ruft

Bei den aktuell fast schon sommerlichen Temperaturen habe ich mich sehr darüber gefreut, mich in Path of Giants in etwas kühlere Gefilde zu begeben. Gepaart wurde dieses Erlebnis mit spannenden Rätseln, die durchaus meinen Kopf zum Rauchen brachten. Wie ich das Gesamtwerk empfand und ob ich eine Empfehlung aussprechen kann, entnehmt ihr den folgenden Zeilen.


Die Schatzsuche beginnt!


Die Geschichte in Path of Giants ist schnell erzählt: Ihr übernehmt die Rolle dreier Abenteurer, welche die eisigen Gebirge nach einem legendären Schatz durchforsten. Erzählt wird das rund fünfstündige Abenteuer in kurzen Bildern, welche zwar toll aussehen, ein wirkliches Storytelling jedoch nicht ersetzen können. Dies wird zwar durch die kurzen Gespräche unter den drei Gefährten aufgebrochen, unterhalten kann dies jedoch nur bedingt.


Die Bereiche laden allesamt zum Rätseln ein. © Journey Bound Games

Das ist im Großen und Ganzen auch gar nicht schlimm, denn das Hauptaugenmerk liegt definitiv auf den Rätseln und diese empfinde ich persönlich als klasse! Per Knopfdruck oder per Touchscreen wechselt ihr zwischen den drei Abenteurern und verfolgt stets das Ziel, das Ende einer Ebene zu erreichen, wo eine große Tür mit einem Schieberätsel auf euch wartet. Auf dem Weg dorthin findet ihr meist mehrere kleine Bereiche, in welchen ihr eure Helden passend zu ihrer Farbe auf eine Plattform bugsieren müsst. Hierzu gibt es unterschiedliche Spielmechaniken, welche im Verlauf des Abenteuers immer wieder erweitert werden. So könnt ihr eure Charaktere beispielsweise anfangs durch die gegenseitige Unterstützung auf höhere bzw. niedrigere Ebenen befördern oder mittels Schalter neue Wege öffnen. Solltet ihr einmal nicht weiterkommen, kann dank einer Rückspulfunktion auch jeder Schritt nochmals korrigiert werden, bis ihr es dann doch ans Ende des Bereichs geschafft habt. Das Ganze macht vor allem im mobilen Bereich besonders viel Spaß, da die Steuerung über den Touchscreen wunderbar funktioniert und sich deutlich flüssiger spielt, als die Bewegung über die Tasten.


Solltet ihr auf der Suche nach einem Titel mit Langzeitmotivation sein, ist Path of Giants jedoch nur bedingt etwas für euch. Insgesamt gibt es aktuell 17 Level, welche zwar einige Stunden fesseln, aber dann doch einfach zu schnell vorbei sind. Es bleibt jedoch zu hoffen, dass die Entwickler weitere Level nachreichen, wie sie es bei der PC-Version gemacht haben, die jedoch in der Nintendo Switch-Version bereits von Beginn an enthalten sind. Zwar kann man in jedem der Level noch drei geheime Münzen finden, diese sind meist jedoch so einfach versteckt, dass ihr diese gar nicht verpassen könnt. Achievements für das Bewältigen von bestimmten Aufgaben gibt es ebenso, da diese jedoch keinen wirklichen Mehrwert bieten, beruht die Jagd nach diesen allein auf eurer intrinsischen Motivation.


Die Schieberätsel sind war nicht schwer, Spaß machen sie trotzdem. © Journey Bound Games

Technisch weiß Path of Giants hingegen komplett zu überzeugen. Die gesamte eisige Atmosphäre sieht wunderschön und zugleich geheimnisvoll aus und vor allem die Touchscreen-Steuerung ist ein Segen. Spielbeeinflussende Bugs oder Fehler sucht man im Titel vergebens. Ebenfalls sind die Ladezeiten für das, was Path of Giants bietet, passend und führen zu keiner nervigen Warterei.


Wünschenswert wäre durchaus eine Mehrspieler-Option gewesen. Zwar bieten die kleinen Bereiche der Levels keine Möglichkeit des Erkundens, jedoch gerade im Couch-Koop hätte ich eine Menge Spaß mit ein bis zwei menschlichen Begleitern gehabt, um gemeinsam zu rätseln und die Lösung zu suchen. Vielleicht ist dies aber auch eine Option, zukünftig weiter Würze in Path of Giants zu bringen.

Unser Fazit

7

Spaßgarant

Meinung von Maik Styppa-Braun

Trotz des leider zu gering ausfallenden Umfangs hat mir Path of Giants unheimlich viel Spaß gemacht. Man bekommt eben einen Titel geboten, der zwischendurch unterhalten kann und dabei mit einer schicken Optik und teils knackigen Rätseln daherkommt. Super finde ich auch, dass die Entwickler sich die Mühe gemacht haben, eine Steuerung per Touchscreen zu implementieren, da das Spiel davon enorm profitiert. Empfehlenswert ist es daher für jeden, der Spaß an Räteleinlagen hat und abends im Bett oder gemütlich vor dem Fernseher eine kurze Runde einwerfen möchte. Es bleibt zu hoffen, dass wir noch weitere Rätsel nachgeliefert bekommen, welche uns ja vielleicht sogar in sonnigere Gefilde bringen.
Mein persönliches Highlight: Diese perfekte Touchscreen-Steuerung und die knackigen Rätsel

Die durchschnittliche Leserwertung

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