Test zu SuperMash - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: SuperMash
  • USA USA: SuperMash
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
08.05.2020
Vertrieb
Digital Continue
Entwickler
Digital Continue
Genre
Kreativ
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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FUUUUUUUUSION ... HA!

Von Johannes Bausch () Ein kleiner Gaming-Laden, geführt von zwei Geschwistern, überschattet eine schlechte Kunde: Sie müssen die Räumlichkeiten verlassen. Per Zufall findet Tomo eine Konsole, mit deren Hilfe zwei verschiedene Genres miteinander kombiniert werden können. Diese Entdeckung ist natürlich bahnbrechend und schon werden die verschiedensten Spiele miteinander vermischt. Die daraus resultierenden Ergebnisse werden „Mashes“ genannt. Durch das Erstellen und Verkaufen vieler Mashes erhofft sich das Personal, ihren Gaming-Laden zu retten und eine andere Örtlichkeit finden zu können.

Hier seht ihr einen Mix aus Shoot 'em up und JRPG. Panzer und Jets kämpfen so plötzlich rundenbasiert gegeneinander. © Digital Continue

So viel zur Grundstory von SuperMash. Zwischen den „Mashes“ steuert ihr durch den kleinen Laden und könnt euch mit anderen Personen unterhalten. Darunter auch Kundschaft, die sich einen bestimmten Genre-Mix wünschen und als Nebenaufträge dienen. Um die Story voranzubringen, bedarf es ebenfalls, fleißig Spiele zu kombinieren. Mithilfe der neuen Konsole werden aus sechs Genres zwei Stück gewählt, die nun verschmelzen und ein neues Spiel entstehen lässt. Zu den verfügbaren Genres gehören Shoot 'em up, Platformer, JRPG, Stealth, Metroidvania und Action-Adventure. Beispielhaft herangezogen hier der Mix aus Shoot 'em up und JRPG: Nach einer kurzen Einleitung zur Story des Genre-Mix steuert ihr einen Kampfjet und müsst dabei zehn bestimmte Feinde innerhalb von fünf Minuten eliminieren. In klassischer Shoot 'em up-Manier fliegt ihr euer Gefährt und schießt die Gegnerhorden ab. Sobald ein feindliches Flugobjekt berührt wird, wechselt das Kampfgeschehen in ein klassisches, rundenbasiertes JRPG. Jetzt wählt ihr zwischen normalen Angriffen und Zaubern, um rollenspieltypisch die Kontrahenten zu besiegen. winken Nach einem Sieg winken obendrein Erfahrungspunkte und Level-ups. Wurde die Aufgabenstellung geschafft, gilt das Mash als bestanden. Meistens müsst ihr einen gewissen Betrag an Geld bekommen (genaue Aufgabenstellung: „In kurzer Zeit sehr, sehr reich werden“), bestimmte Gegner eliminieren oder eine Person finden. Nach erfolgreichem Abschluss bekommt ihr Dev-Karten sowie Münzen. Mit den Dev-Karten, wovon es zahlreiche zu sammeln gibt, könnt ihr für zukünftige Mashes diverse Modifikationen durchführen, beispielsweise die Musik, Gegner oder die Waffen festlegen.

Vor jedem neuen Abenteuer wählt ihr die Länge sowie einen von drei Schwierigkeitsgraden. Jedes Mash nimmt aber generell nie mehr als zehn Minuten ein. Danach werden zufällig sowohl Spezialfähigkeiten des Helden als auch Glitches festgelegt. Die Glitches können positive, aber auch negative Auswirkungen haben und dementsprechend das Abenteuer stark vereinfachen oder auch fast schon unmöglich schwer gestalten. Erschreckend einfach wird das Mash, wenn alle Gegner auf dem Bildschirm zufällig sterben. Sollten aber Feinde plötzlich überall spawnen, habt ihr schlechtere Karten. So kam es tatsächlich manchmal vor, dass ich Games aufgeben und ein komplett neues Abenteuer starten musste, da ein Beenden kaum möglich war. Nicht umsonst wird aber direkt beim Startbildschirm darauf hingewiesen, dass die Mashes gut, merkwürdig, unausgewogen, unglaublich schwer oder super leicht sein können. Im Endeffekt hat es mich aber nicht allzu sehr gestört, da die Abenteuer an sich sowieso immer nur ein paar Minuten dauern und neue Mashes, gegebenenfalls mit einem leichteren Schwierigkeitsgrad, sehr schnell erstellt sind.

Der Platformer-Held findet sich plötzlich in einem Stealth-Genre wieder. © Digital Continue

Die Kombinationen funktionieren in den meisten Fällen gut. Mischt ihr einen Platformer mit Stealth, rufen die Feinde bei Entdeckung Verstärkung. Eine Fusion aus Metroidvania und Shoot 'em up bewirkt, das feindliche Raumschiffe plötzlich vom oberen Bildschirm nach unten fliegen und mächtig ihre Salven abfeuern. Manche Mashes wiederum funktionieren aber nicht so perfekt. Das macht sich dadurch bemerkbar, dass eines der beiden Genres kaum auffällt. Luft nach oben hat demnach das wirklich geniale Grundkonzept auf jeden Fall noch zu bieten. Dadurch, dass jedes Spiel jedoch komplett neu zusammengewürfelt wird, entdeckt ihr jedes Mal etwas Neues, obwohl ihr beispielsweise dieselben zwei Genres immer wieder „mashed“. Die Umgebungen, der Held, die Feinde werden stets neu gemischt. Auch die kurze Einleitungsstory vor Beginn hat sich bei mir kaum wiederholt. Besonders gut gefallen haben mir die kurzen Handlungen, wenn ihr das Stealth-Genre als Grundbasis nehmt. Das kurze Gespräch am Anfang macht auf eine sehr humorvolle Art und Weise starke Anspielungen auf Metal Gear Solid. Generell sind viele Andeutungen auf bekannte Spiele mit einem kleinen Augenzwinkern versehen. Der Grafikstil ist je nach Genre unterschiedlich, orientiert sich aber stets an schönen Retrooptiken. Auch die Hintergrundmelodien wissen zu gefallen und bieten den ein oder anderen tollen Song. Habt ihr einmal ein Spiel bekommen, das euch richtig getaugt hat, könnt ihr dieses abspeichern und euch einen Code anzeigen lassen, den ihr an Freunde weiterschicken könnt. Darüber hinaus ist SuperMash komplett auf Deutsch lokalisiert.

Redaktionswertung

7

Spaßgarant

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Unser Fazit zu SuperMash

Meinung von Johannes Bausch
Als SuperMash in der Indie World-Präsentation vorgestellt wurde, wirkte es auf mich schon direkt wie ein kleiner Geheimtipp. Vom Trailer her fand ich die Idee absolut genial, aus sechs Spiele-Genres zwei Stück herauszupicken und zu einem Genre verschmelzen zu lassen. Die Umsetzung ist in den meisten Fällen auch tatsächlich gelungen. Die sogenannten „Mashes“ sind spaßig zu zocken. Es gibt jedoch auch manche Kreationen, die mal weniger gut funktionieren und worin eines der beiden Genres nicht so recht zur Geltung kommt. Für einen potenziellen zweiten Teil ist daher noch definitiv Luft nach oben. Mashes dauern in der Regel niemals länger als zehn Minuten, wodurch sich SuperMash auch perfekt für zwischendurch eignet. Per Zufallsgenerator werden gefühlt stets neue Spiele erschaffen, die sich alle durch Helden, Gegner, Glitches, Waffen sowie Hintergrundgeschichte unterscheiden – selbst wenn mehrfach dieselben Genres gemixt werden. Somit konnte ich mich bei jedem Vermischen auf ein komplett neues Abenteuer freuen. Ein paar davon waren auch wahre Perlen, die ich praktischerweise mit der Speicherfunktion für weitere Durchläufe sichern konnte. Auch vom Humor macht das Spiel mit vielen Andeutungen auf bekannte Games alles richtig. Schlussendlich bleibt zu sagen, dass mir SuperMash durch die grandiose Konzeptidee sehr gut gefallen hat, an ein paar Ecken aber noch den nötigen Feinschliff vermissen lässt.
Mein persönliches Highlight: Die stets neuen verrückten Mashes, die selten etwas mit ihren Vorgängern gemein haben.

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