Test zu Fledgling Heroes - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Fledgling Heroes
  • USA USA: Fledgling Heroes
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
07.05.2020
Vertrieb
Subtle Boom
Entwickler
Subtle Boom
Genre
Platformer, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 2 - Online: 0
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Flap, Flap, Flap

Von Thomas Kurth () Erinnert ihr euch noch an Flappy Bird? Jenes Phänomen, das im Jahr 2013 für seinen Suchtfaktor und seine Einfachheit bekannt und von einer breiten Masse gespielt wurde. Eben jener Suchtfaktor wurde dem vietnamesischen Entwickler hinter dem Spiel allerdings zum Verhängnis, da dieser nicht damit umgehen konnte, dass er so viele Spieler an den Bildschirm fesselte. So wurde das Spiel Anfang 2014 aus allen bekannten Stores entfernt. Natürlich gab es immer wieder mehr oder weniger gute Klone, die am Erfolg des Originals anknüpfen wollten. Darunter befand sich auch das Spiel Fledgling Heroes, welches schon vorab exklusiv für Apple-Geräte zur Verfügung stand. Nun wurde das Spiel auch auf die Nintendo Switch portiert.

Den fiesen Echsen springt ihr einfach auf den Kopf. © Subtle Boom

Selbst wenn man im Jahr 2013 den ehemaligen Vorfahren nicht gespielt hat, wird man sich in Fledgling Heroes schnell zurechtfinden. Denn genau wie der geistige Vorgänger ist auch die Steuerung in diesem Spiel auf ein Minimum reduziert und ihr benötigt nur die A-Taste, um euren Vogel in die Luft zu heben. Jedoch gibt es eine Vielzahl an neuen Gameplay-Elementen, welche die Monotonie etwas reduzieren. Das fängt schon beim Spielstart an, denn hier habt ihr die Möglichkeit, euren heldenhaften Jungvogel mit ein paar Farben zu versehen. Dafür wählt ihr euch eine der vielen verschiedenen Gefiederebenen eures Papageis aus und ordnet ihr die gewünschte Farbe zu. Die Auswahl an Farben ist dabei beschränkt, aber groß genug, um jedem Farbgeschmack gerecht zu werden. Seid ihr mit der farblichen Gestaltung eures Vögelchens zufrieden, geht es auch schon direkt los.

Nach der Gestaltung findet ihr euch auf der Karte wieder. Nun könnt ihr euer erstes von insgesamt 90 Level anwählen könnt. Und hier kommen wir auch schon zu einem weiteren neuen Gameplay-Element. Denn jedes Level stellt euch vor ein paar spezielle Herausforderungen, die es zu meistern gilt. So müsst ihr beispielsweise eine bestimmte Anzahl an Münzen oder goldenen Federn sammeln oder Gegner ins Nirvana schicken. Gegner? Ja, in Fledgling Heroes gibt es eine Vielzahl an Gegnern, die sich euch in den Weg stellen. Nach guter alter Mario-Manier müsst ihr den bösen Gesellen auf den Kopf fallen, um sie unschädlich zu machen. Auch das ist ein Unterschied zu Flappy Bird, denn horizontale Flächen können problemlos berührt werden, ohne dass ihr selbst das zeitliche segnet. Wände solltet ihr aber nach wie vor meiden, denn nach der Berührung eignet sich euer Vogel höchstens noch als Brathähnchen. Jedoch gibt es in jedem Level ein paar gut platzierte Checkpoints, die euch das Leben deutlich erleichtern. Am Ende des Levels erwartet euch dann eine grüne Flagge, die das Ziel markiert.

Auch Penny kann sich kurzzeitig über Wasser aufhalten. © Subtle Boom

Habt ihr ein Level abgeschlossen, benötigt ihr die gesammelten goldenen Federn, um besondere Level freischalten zu können. Diese Level sind meist Wettrennen, bei denen ihr eine bestimmte Zeit schlagen müsst oder gegen einen Herausforderer antretet. Hier ist die Zeit sehr knapp bemessen und ihr werdet mehrere Durchgänge benötigen, bevor ihr das Rennen gewinnt. Seid ihr durch eine bestimmte Anzahl von Inseln geflattert, lernt ihr immer wieder neue Flugbegleiter kennen. Einer der ersten davon ist Penny, seines Zeichens Pinguin. Penny begleitet euch fortan auf eurem Abenteuer und hin und wieder könnt ihr sogar die Kontrolle über ihn übernehmen. Denn Penny führt auch eine neue Art von Level ein, die jeder Videospieler mag: Unterwasser-Level. Hier ist der kleine Vogel vom Südpol ganz in seinem Element und schwimmt fröhlich durch das kühle Nass.

Wie anfangs schon erwähnt, ist die Steuerung sehr einfach gehalten. Ihr benötigt lediglich eine Taste, um euren Flattermann in die Lüfte zu heben. Neu ist hier, dass ihr nach einem Flügelschlag die Taste gedrückt halten könnt, wodurch ihr ein Stück durch die Luft gleiten. Das gibt euch ein wenig mehr Kontrolle über eure Flugweite. Was bisher aber einfach klingt, ist in der Praxis doch fordernder als vermutet und fällt in die Rubrik: „Einfach zu lernen, schwer zu meistern“, denn die Level sind mitunter sehr anspruchsvoll und steigern sich auch in ihrer Herausforderung.

Optisch ist das Spiel sehr schön gelungen. Die im Comicstil gehaltenen Welten und Charaktere strotzen nur so vor knallbunten Farben und vermitteln einen kindlichen Eindruck, der vor allem jüngeren Spielern Spaß bereiten sollte. Sowohl die Spielercharaktere als auch die Gegner sind niedlich gezeichnet und die Welten verbreiten eine karibische Stimmung. Einen starken Kontrast hierzu ist die musikalische Untermalung, die sich sehr belanglos im Hintergrund hält und auch nicht sehr viel zur Atmosphäre beisteuert.

Ein Vögelein kommt selten allein.

Was allein viel Spaß bereitet, kann im Mehrspieler-Modus doch nur noch mehr Spaß machen. Das hat sich auch der Entwickler gedacht und dem Spiel einen lokalen Koop-Modus für zwei Spieler spendiert. Hier bekommt jeder Spieler die Kontrolle über einen Flattermann und ihr könnt gemeinsam die Level meistern. Das funktioniert auch in den meisten Fällen sehr gut, steigert aber die Unübersichtlichkeit enorm. Für eine schnelle Runde mit einem Freund oder der Familie bringt aber auch dieser Modus eine Menge Spaß. Habt ihr euch genug an den vorgefertigten Levels ausgetobt, könnt ihr euch im Editor an eigenen Kreationen versuchen. Diese können dann auch online mit anderen Spielern geteilt werden.

Redaktionswertung

8

Spiele-Hit

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Unser Fazit zu Fledgling Heroes

Meinung von Thomas Kurth
Dass Flappy Bird das Vorbild von Fledgling Heroes ist, darüber muss man sich nicht streiten. Vieles erinnert an das süchtig machende Spielchen aus dem Jahre 2013. Jedoch wurden hier viele Elemente hinzugefügt oder aufgewertet, um längerfristig zu motivieren. Vor allem die Anpassung der eigenen Spielfigur, der Level-Editor und der Mehrspieler-Modus sind gute und spaßige Erweiterungen des Grundprinzips. Auch die verschiedenen Charaktere, die man auf seinem Abenteuer trifft und selbst steuern kann, bringen die nötige Abwechslung. Dazu kommen noch die schicke Optik und der wirklich knackige Schwierigkeitsgrad, der immer weiter ansteigt. Obwohl es optisch so wirkt, als wäre es für Kinder gemacht, werden auch Erwachsene ihren Spaß daran haben. Das Spiel bietet einen schnellen Einstieg, eine einfache Steuerung und die Level sind sehr kurz gehalten, sodass man auch dann eine Runde spielen kann, wenn man gerade nicht so viel Zeit hat.
Mein persönliches Highlight: Die Erweiterung des Grundprinzips

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