Test zu The Wonderful 101: Remastered - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: The Wonderful 101: Remastered
  • USA USA: The Wonderful 101: Remastered
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
22.05.2020
Vertrieb
PlatinumGames
Entwickler
PlatinumGames
Genre
Action
Spieleranzahl
Lokal: 5 - Online: 0
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The Wonderful 101 kehrt zurück!

Von Kevin Becker () Mit dem erfolgreichen Abschluss der Kickstarter-Kampagne zum Remaster vom Action-Spektakel The Wonderful 101, gelang es dem japanischen Entwicklerstudio PlatinumGames nicht nur den ersten Fuß in die Unabhängigkeit zu setzen, sondern auch gleichermaßen einen in Vergessenheit geratenen Titel der Wii U wiederzubeleben. Zur Überraschung vieler erhielt das Helden-Abenteuer einen so ungeheuerlichen Zuspruch, dass neben einfachen Verbesserungen ganze Zusatzinhalte geplant sind und zukünftig ihren Weg ins Spiel finden soll. Nun, da wir endlich die Chance erhalten, ein vermeintliches Juwel der Vergangenheit nachzuholen, werfen wir einen Blick auf das Remaster von The Wonderful 101 und teilen euch mit, ob das Spiel zurecht unterging oder stärker denn je zurück ist.

100 Helden und du gegen die Alieninvasion!

The Wonderful 101: Remastered versetzt euch in die Rolle von Wonder-Red und seinen heroischen Gefährten, die im realen Leben zwar ein gesittetes Dasein genießen, bei Gefahr allerdings zusammenkommen und eine anstehende Alien-Invasion bekämpfen müssen. Ähnlich wie in Pikmin, steuert ihr dabei ein Kollektiv von Charakteren, welche gemeinsam mächtige Formationen – die „Unite-Morphs“ – ausführen können, um Gegner zu schlagen. So vereint Wonder-Red beispielsweise seine Mitstreiter zu einer gigantischen Hand, die entweder Feinden zeigt, wo der Hammer hängt oder große Objekte aufheben und werfen kann. Im Verlauf der Handlung trefft ihr auf weitere, farblich definierte Helden, welche allesamt ganz eigene Techniken beherrschen und dementsprechend für unterschiedliche Situationen geeignet sind. Wonder-Blue vereinigt seine Begleiter zu einem Schwert, das eine große Reichweite aufweist oder Laserstrahlen reflektiert, während Wonder-Green mit Schusswaffen Mitstreiter auf seine Gegner feuert und es bevorzugt, aus der Distanz anzugreifen. Je mehr Kumpanen bei euch sind, desto enormer und stärker kann eine Verwandlung sein – doch wie formt man sie?

Jeder Held vollführt eine ganz eigene Formation. © PlatinumGames

Anstatt wie noch zu Wii U-Zeiten auf dem Gamepad zu zeichnen, erstellt ihr mit dem rechten Control-Stick einfache geometrische Formen, die bei Verwendung die Zeit verlangsamen und euch somit immer genug Momente geben, in die Offensive zu gehen. Gerade die ersten Unit-Morphs lassen sich mit nur wenig Übung ausführen, spätere Formationen nehmen dagegen mehr Können in Anspruch und belohnen mit stärkeren Effekten. Nichtsdestotrotz ist es im Handheld-Modus noch immer möglich, die Transformationen durch Zeichnen mit dem Finger auf dem Touchscreen zu aktivieren. Andere spezielle Gameplay-Segmente, die das Wii U-Gamepad voraussetzten, wurden angepasst und spielen sich auch ohne einen zweiten Bildschirm intuitiv. Ist die Steuerung erst einmal verinnerlicht, erlauben ausgefeilte Kombinationen kreative Strategien. In einem Shop lassen sich hierfür weitere Fähigkeiten, die einen großen Teil zum Spielspaß beitragen können, erwerben. Hier zeigt sich auch schon die erste Verbesserung der Remaster-Version: Unit-Guts, eine Art Schutzschild, und Unit-Spring, ein flottes Ausweichmanöver, sind nun gewissermaßen kostenlos und das Spiel selbst empfiehlt, diese schnellstmöglich zu kaufen.

Während Spieler in der Wii U-Version diese essenziellen Fähigkeiten aufgrund ihrer Unerfahrenheit im Genre noch vernachlässigt haben und es dementsprechend zu Problemen aufgrund mangelnder defensiver Optionen kam, macht das Remaster einen sehr viel besseren Job und teilt euch praktisch mit, welche Techniken zu einer angenehmeren Erfahrung beitragen. Gleichermaßen werden erfahrene Spieler weiterhin erweiterte, kompliziertere Manöver für sich entdecken können. Noch immer lassen sich mehrere Unit-Morphs gleichzeitig auslösen, was für Anfänger kein Muss ist, Veteranen aber gerne nutzen, um imposante Kombinationen zu vollführen. Neueinsteigern greift das Spiel dank wichtiger Hinweise und nützlicher Tipps zur Steuerung unter die Arme, wodurch das Spiel nicht mehr ganz so überwältigend wie früher wirkt. Dabei stört es jedoch Action-Connaisseure nicht in ihrer Erfahrung und schafft so einen besseren Kompromiss zwischen den Lagern.

Jeder Bosskampf stellt ein absolutes Highlight dar und strotzt nur so vor irrwitzigen Inszenierungen. © PlatinumGames

Auch wenn sich der Schwierigkeitsgrad anpassen lässt, dürfte es für Neulinge abschreckend wirken, jede Mission mit einer hohen Wahrscheinlichkeit mit einem niedrigen Rang zu beenden. Unter anderem liegt dies an der Gameplay-Philosophie des Spiels: Mehrere Durchläufe trainieren eure Kompetenzen und führen zu zufriedenstellenden Ergebnissen, die gewollt nicht beim ersten Versuch erreicht werden sollen. Trotz alledem bleibt das Spiel stets fair und signalisiert durch clevere optische Hinweise, ob die Offensive oder Defensive sinnvoller erscheint. Große, langsame Attacken, die erst mal ordentlich ausholen, sind immer ein Indikator dafür, mit Unit-Guts den Schlag zu parieren – genauso laden gegnerische Laser in der Regel lange genug auf, um rechtzeitig ein Schwert zu formen. Zugegeben, es kann frustrierend und willkürlich wirken, im Eifer des Gefechts auf solche Details zu achten, belohnen gerade diese Raffinessen aufmerksame Spieler, welche ihre Gegner oder ganze Situationen ausgiebig studieren. Überraschenderweise sind es die Bosskämpfe, die mehr Wert auf eine imposante Inszenierung setzen, anstatt gewisse Fähigkeiten, welche im gewöhnlichen Levelverlauf zum Alltag gehören, abzufragen. Damit möchte ich nicht ausdrücken, dass sie enttäuschend ausfallen – im Gegenteil. Jeder Boss baut eine überzeugende Einzelerfahrung auf und setzt euch in verrückt-komische Situationen, die in gewöhnlichen Spielen als Finale durchgehen könnten. Unterstützt wird das Spektakel von einem überraschend stimmigen, in der Remaster-Version orchestral aufgenommenen Soundtrack, welcher insgesamt fantastischer ausfällt, als er eigentlich hätte sein müssen.

Ebenso verhält es sich mit den Zwischensequenzen, bei denen man aufgrund regelmäßiger Quicktime-Events niemals vergisst, den Controller aus der Hand zu legen. Was in anderen Spielen als nervig erachtet werden kann und häufig nur dazu genutzt wird, eine künstliche Interaktion in einer Situationen zu erschaffen, die das gewöhnliche Gameplay nicht hergibt, fließt in The Wonderful 101: Remastered unheimlich natürlich ineinander. Unter anderem liegt dies an auffälligen, lauten Schlagwörtern, die jeder Held kurz vor seiner Aktion brüllt, um euch genug Zeit zu geben, auf die Situation zu reagieren. Nicht nur passt dieses überspitzte Verhalten zum kitschigen Superhelden-Setting, es wirkt niemals gekünstelt und baut Cutscenes stattdessen zu eigenen Gameplay-Momenten auf. Gefühlt jede Aktion in einem kurzen Clip lässt sich auch im normalen Spielverlauf ausführen, wodurch die Kluft zwischen Zwischensequenzen und Gameplay fast annähernd geschlossen wird. Sollte es jedoch mal vorkommen, dass man ein Timing vermasselt oder unaufmerksam war, endet das Quicktime-Event in amüsanten Ausgängen, die es fast schon lohnenswert machen, wenigstens einmal zu versagen.

PlatinumGames' Best-Of – Hideki Kamiyas Wurzeln zeigen sich an jeder Ecke!

Wer sich mit PlatinumGames’ Spielen, allen voran Hideki Kamiyas Werken, auskennt, wird vermutlich schnell feststellen, dass The Wonderful 101: Remastered als Best-Of seiner Titel verstanden werden kann. Sei es Wonder-Reds visuelle Ähnlichkeit zu Viewtiful Joe und Wonder-Pinks charismatisches Auftreten à la Bayonetta oder gar ganze Gameplay-Konzepte, wie das Zeichnen von Formationen, die an Ōkamis Pinsel-Techniken erinnern. Selbst der Fokus auf Kombinationen in der Luft erscheint verblüffend ähnlich zu Devil May Cry’s bekanntem Spielstil, Gegner in den Horizont zu schleudern. Fans des hitzigen Entwicklers werden an vielen Ecken und Verstecken so einige Eastereggs entdecken können, die teilweise einfach nur eine lustige Hommage sind und bezeugen mit wie viel Liebe Kamiya und sein Team an dieses Spiel gegangen sein müssen.

Im Spielverlauf trefft ihr auf unterschiedliche Widersacher und geratet in eine unvermutet vielseitige Geschichte. © PlatinumGames

Selbst die Handlung weist einen gleichartigen Ton zu früheren Titeln auf und ist für ein derart überspitztes Spiel überraschend ausgearbeitet. Allen voran die Charaktere und ihre anziehenden Eigenheiten werten das Gesamterlebnis ungemein auf, was beispielsweise an der überzeugenden Synchronisation und allgemeinem Humor liegt. Mit einer Spielzeit von etwa 15 - 20 Stunden fällt die Kampagne für einen Action-Titel überraschend umfangreich aus, vor allem in Anbetracht des hohen Wiederspielfaktors und der sammelbaren Gegenstände, die Entdecker auf weitere Partien einladen. Des Weiteren könnt ihr im Multiplayer gemeinsam mit Freunden Aliens verkloppen und das schiere Chaos des ohnehin schon bizarren Gameplays noch einmal auf die Spitze treiben.

Weniger erfreulich fällt die Technik aus, gerade wenn man berücksichtigt, dass es sich um eine Neuveröffentlichung in Form eines Remasters handelt. Mit einem zweiten, verbesserten Release ist es nicht zu viel verlangt, davon auszugehen, dass die Bildrate auf einer aktuelleren, stärkeren Spielekonsole erhöht wird oder mindestens stabil bleibt. Stattdessen wirkt die Framerate sprunghaft und schafft es selbst im Docked-Modus nicht merkbar besser zu laufen, als in der mobilen Version. Langsame Spiele leiden weniger unter solchen Krankheiten, jedoch seid ihr in The Wonderful 101: Remastered dauerhaft der knalligen Action ausgesetzt, wodurch Einbrüche deutlich auffälliger und in einem Remaster weniger zu verzeihen sind. Grafisch hält sich der Stil dank seiner bunten, comicartigen Optik jung und wirkt durch das Ambiente der jeweiligen Level divers und zu keinem Zeitpunkt langweilig. Aus der Nähe mögen zwar einige Texturen und Charaktermodelle plastisch und etwas leblos erscheinen – da das Spiel aber meistens aus der Ferne dargestellt wird, fallen diese optischen Unreinheiten vor allem im schnellen Gameplay nur selten auf.

Redaktionswertung

8

Spiele-Hit

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Unser Fazit zu The Wonderful 101: Remastered

Meinung von Kevin Becker
Es ist ein Leichtes, The Wonderful 101: Remastered auf seine Fehler zu beschränken. Noch immer hält sich die Bildrate trotz einer verbesserten Neuveröffentlichung sowohl im Handheld- als auch Docked-Modus nicht stabil, was gerade in actionlastigen Passagen hervorsticht. Weiterhin werden gerade Anfänger womöglich, trotz anfängerfreundlicher Tutorials, Einstiegsschwierigkeiten mit dem doch sonderbaren Gameplay haben und sich womöglich etwas überfordert fühlen. Was das Spiel aber auszeichnet ist die ausgearbeitete Lernkurve, die aufmerksames Beobachten und das Meistern der außergewöhnlichen Unit-Morphs mit befriedigenden Combos und einem erfüllenden Spielgefühl honoriert. Nicht jede Erfahrung ist für jedermann und The Wonderful 101: Remastered macht kein Geheimnis daraus, indem es sich auf seine Stärken und Genre-Fans konzentriert, anstatt einen schwammigen Mittelgrad zu finden, der jeden zufriedenstellt, aber niemanden glücklich macht. Der Soundtrack bleibt absolut ikonisch, der Humor und die Charaktere sympathisch und die Bosskämpfe memorabel bis zum Ende. Auch wenn das Remaster nicht sein volles Potenzial ausschöpft, sucht die bloße Action und Kreativität selbst im Genre seinesgleichen und kann nur mit einem Wort angemessen beschrieben werden: wundervoll.
Mein persönliches Highlight: Die eindrucksvollen Bosskämpfe in Kombination mit dem heroischen Soundtrack.

Kommentare 27

  • Miriam-Nikita Bewohnerin - 21.05.2020 - 17:44

    Versteh ich das richtig, dass es sich nahezu identisch spielt (Framerate) wie die Wii U Version?

    Also nicht schlechter, aber einfach keine Besserung?
  • Saturninus Turmmaid - 21.05.2020 - 18:02

    Das Spiel behält ihre FPS-Anzeige zu keinen Zeitpunkt stabil bei 60 FPS. Sie schwankt zwischen 30 und 60 hin und her. Diese Schwankungen sind teils stärker als bei Saints Row. Mit diesen buchstäblich permanenten FPS-Schwankungen wird ein teils extrem unangenehmes Spielgefühl produziert, in der eine FPS-Grenze von 30 oder zumindest die HD-Auflösung von 720p eine bessere Lösung gewesen wäre. Letzteres macht es fast keinerlei Unterschied zu 1080p. Daraus hätte man eine deutliche Performance-Leistung erreichen können bei fast stabilen 60 FPS. Ich erwarte schon fast, dass man das Spiel auch auf anderen Portalen aufgrund des Kultstatus und der Sympathie für PlatinumGames "zu großzügig" bewertet.

  • Bewohner Milky Turmbaron - 21.05.2020 - 18:02

    Frecher Cash Grap, doppelt finanziert von den Fans. Boykottieren ist das einzig richtige Signal.
  • blither aToMiisiert - 21.05.2020 - 18:03

    @Miriam-Nikita
    Es läuft auf Switch in 1080p (Wii U 720p).
  • zocker-hias Turmbaron - 21.05.2020 - 18:14

    @Kevin Becker
    Sehr guter Test!! Ich hab das Spiel ehrlich erst richtig kapiert als ich Bayonetta gezockt hatte und verstand dass man im ersten durchlauf einfach nur lernt und noch lange nicht alles meistern und jeden kamp "rocken" kann, auch weil man erst die ganzen upgrades braucht....
    dafür hat es bei 101 dann aber gegen Ende richtgi geklickt und man kann so herzhaft geil abgehen, es ist wahrlich nicht für jedermann und ein Spiel mit seinen Ecken und Kannten aber dadurch hat es seinen ganz eigenen Charakter und macht es zu was Besonderem!

    Zu den Framerates kann ich allen nur sagen: Ja ihr könnt euch drauf aufhängen oder einfach mal locker bleiben und dieses wonderfulle game genießen - auf der WiiU hat mich (auch wenn man es manchmal bemerkt) die Framerate nie gestört!!
  • Princess_Rosalina Turmbaronin - 21.05.2020 - 18:29

    Solange die FPS nicht unter 30 gehen ist ja noch alles gut oder ist das im Test passiert ? Im Video passiert dies jedenfalls nicht.
    Aber schon heftig wie die FPS hin und her springen, das gehört echt gepatcht.

    Grafisch sehe ich zur Wii U keine Verbesserung. Vielleicht Teste ich mal die PC Version, die wird bestimmt um einiges besser aussehen!
  • zig Turmritter - 21.05.2020 - 18:34

    „Nicht jede Erfahrung ist für jedermann und The Wonderful 101: Remastered macht kein Geheimnis daraus, indem es sich auf seine Stärken und Genre-Fans konzentriert, anstatt einen schwammigen Mittelgrad zu finden, der jeden zufriedenstellt, aber niemanden glücklich macht.“

    absolut zutreffend. :)
  • Phantomilars Weltraummönch - 21.05.2020 - 18:36

    Über 2 Millionen Dollar via Kickstarter eingesammelt, ca. zwei Monate bevor man das bereits jahrelang existierende Spiel “remastert“ mit instabiler Bildrate abermals auf den Markt wirft. Das Spiel kann noch so interessant sein, solche Geschäftspraktiken unterstütze ich prinzipiell nicht.
  • Saturninus Turmmaid - 21.05.2020 - 18:40

    Zitat von Princess_Rosalina:

    Solange die FPS nicht unter 30 gehen ist ja noch alles gut oder ist das im Test passiert ? Im Video passiert dies jedenfalls nicht.
    Sie ging im Video zumindest nicht weiter runter als 30 FPS. Der durchschnittliche FPS liegt im auch im Vergleich mit anderen Tech-Videos irgendwo zwischen 35 und 45. Die 50er Marke knackt das Spiel nur mit vollen Mühe, wenn überhaupt. Die 60 FPS-Marke erreicht das Spiel praktisch nie. Man sollte fairerweise auch dazu sagen, dass es im späteren Spielverlauf die 30 FPS-Grenze unterschreiten könnte, da hier nur der Spielbeginn gezeigt wurde.

    Meiner Meinung nach wurde bei der Switch-Version eindeutig und vor allem bewusst geschlampt. Ob hier tatsächlich eine Täuschung vorliegt im Zusammenhang mit dem versprochenen Kickstarter-Aussagen, sollen andere entscheiden.
  • Draces Geistiges Eigentum - 21.05.2020 - 18:51

    Die unregelmäßige Performance zertört das Spiel für mich. Ich passe hier und hoffe, dass ihr nächstes Projekt besser auf der Switch läuft :dk: Hier wurde dank der anderen stärkeren Plattformen einfach ohne Mühe für die Switch programmiert und sich auf PS4 und Co. ausgeruht. :facepalm:
  • Linnea Gewitterziege - 21.05.2020 - 18:53

    Ich verstehe nicht wieso man den Spielern diese Schlamperei zumutet.
    Wieso setzt man die FPS nicht einfach generell auf 30 oder maximal 35, sodass das Bildgeschehen konstant gleich bleibt.

    Das würde wahrscheinlich insgesamt viel angenehmer für das Auge sein.

    Ich muss zugeben, dass ich gerne hineingeschnuppert hätte, da ich diese Art von Spiel gar nicht kenne. Aber auf diese Weise lasse ich die Finger davon oder warte bis das Spiel drastisch reduziert wird.
  • Blackadder Turmknappe - 21.05.2020 - 19:00

    Das einzige PG Spiel, mit dem ich nicht richtig warm wurde. Habe es auf de WiiU nicht beendet und lasse die Switch Version ganz aus. Dieser Monat ist eh schon prall gefüllt mit Top Spielen.
  • Wunderheiler . - 21.05.2020 - 19:03

    @Saturninus

    Danke für das Video. Ohne die Zahl in der Ecke hätte ich zum Glück keine Framerate-Schwankungen gemerkt, allerdings ist mir das Spiel noch zu teuer (hab es auf der Wii U schon sehr gerne gespielt). In einem Sale werde ich wohl nochmal zuschlagen :)
  • Saturninus Turmmaid - 21.05.2020 - 19:08

    Zitat von Wunderheiler:

    Ohne die Zahl in der Ecke hätte ich zum Glück keine Framerate-Schwankungen gemerkt
    Die wären in einem Video auch ohne die Anzeige tatsächlich relativ schlecht zu bemerken. Diese Framerate-Schwankungen merkt man spätestens, wenn man selbst spielt. Besonders deutlich würden diese Schwankungen nicht bei dem Bild selbst, sondern bei betätigte Inputs vom Controller bemerken. Man merkt hierbei dann deutliche Verzögerungen im Spiel, in der die Spielfigur nicht einheitlich, sondern mit völlig unterschiedliche Zeitverzögerungen auf Controllereingaben reagiert. Gerade deshalb bemüht man sich, die FPS-Rate konstant auf 60 oder 30 zu halten, und nicht schwankend von 30 bis 60 im Sekundentakt, was hier der Fall ist.
  • Wunderheiler . - 21.05.2020 - 19:20

    @Saturninus

    Aber das war ja bei der Wii U Fassung soweit ich weiß ähnlich und da hatte ich zumindest keinerlei Probleme :)
  • Solaris Pixel im Blut - 21.05.2020 - 19:20

    Schwache Leistung von Platinum Games. Hatte mir überlegt das Spiel für die Switch zu holen, aber solange es nicht mit einem Patch gefixt wird, werde ich von einem Kauf Abstand halten. Von mir aus können Sie es auch bei gelockten 30FPS belassen oder wenn mehr möglich auch gerne, Hauptsache stabil. :thumbdown:
  • Saturninus Turmmaid - 21.05.2020 - 19:35

    Zitat von Wunderheiler:

    Aber das war ja bei der Wii U Fassung soweit ich weiß ähnlich und da hatte ich zumindest keinerlei Probleme
    Kann ich vollkommen verstehen. Wenn du keine Probleme mit dem Leistungseinbrüchen hattest, dann denke ich, wird auch diese Version für dich kein Hindernis darstellen.

    Das eigentliche Kern des Problems ist aber nicht, dass es tatsächlich so massiv stört, sondern trotz der noch viel größeren Leistungskapazität der Switch nicht ausgenutzt wurde. Auf Kickstarter traute man auch die Aussagen, dass die Switch-Version mit 1080p und 60 FPS "ge-remastered" wurde. Das Resultat siehst du im Video. Die Leute sind zurecht sauer, gerade weil es vermeidbare Probleme sind.

    Es geht also in der Tat um den minimalistischen Aufwand, was seitens PlatinumGames für die Portierung hingelegt wurde trotz Kickstarter-Einnahmen im 7-stelligen Bereich. Es abzuspeisen "es komme ja sowieso ein Patch der diese Probleme löst" kann man als Schlag ins Gesicht auffassen, da wie schon erwähnt solche vermeidbare Probleme gar nicht erst hätte existieren sollen. Erschwerend kommt noch hinzu, wenn in Zukunft die Server nicht mehr erreichbar sind. Dann hat man ein nicht optimiertes Spiel im Modul, und keine Möglichkeit mehr auf den Patch zuzugreifen => ein unfertiges Spiel hinsichtlich Technik.
  • Darkseico Turmritter - 21.05.2020 - 22:03

    Guter Test :)
    Mich würde aber eher interessieren ob es stimmt das es nur englische Sprachausgabe existiert? Ausser man möchte es komplett auf japanisch spielen.
    Hab gelesen das bei der ps4 das so ist. Wäre natürlich dann schade. Da man ja auf der Wiiu das einstellen kann und ich die japanische sprachausgabe echt gut fand. :)
  • TheLightningYu Grim Dawn'er - 22.05.2020 - 06:51

    Zitat von Saturninus:

    Die wären in einem Video auch ohne die Anzeige tatsächlich relativ schlecht zu bemerken. Diese Framerate-Schwankungen merkt man spätestens, wenn man selbst spielt. Besonders deutlich würden diese Schwankungen nicht bei dem Bild selbst, sondern bei betätigte Inputs vom Controller bemerken. Man merkt hierbei dann deutliche Verzögerungen im Spiel, in der die Spielfigur nicht einheitlich, sondern mit völlig unterschiedliche Zeitverzögerungen auf Controllereingaben reagiert. Gerade deshalb bemüht man sich, die FPS-Rate konstant auf 60 oder 30 zu halten, und nicht schwankend von 30 bis 60 im Sekundentakt, was hier der Fall ist.
    Das kann man schwer pauschalieren. Ich merks selber auch immer recht schnell, wobei ich kein Problem damit habe wenn es stabile 30 bringt. Aber ich kenne halt selber sauviele Leute wo das für mich gefühlt die reinste Ruckelorgie ist, und die merken das einfach nicht... dafür gehts mir so bei 120FPS... bis auf einen leicht "direkteren" Input sehe ich halt einfach null Unterschied zwischen 60 und 120FPS... habe da bei neffen mit dementsprechenden Monitor usw mal ein weilchen gespielt und auf 60FPS zurück gings bei mir ohne schwierigkeiten, da kaum Unterschied.
  • Nico.98 Meister des Turms - 22.05.2020 - 09:29

    Ja, das mit der Performance ist eine Frechheit.
  • Saturninus Turmmaid - 22.05.2020 - 10:24

    @TheLightningYu

    Wenn du mit stabilen 30 FPS spielst, dann wird man auf keinerlei Probleme stoßen. Auch werden die von mir erwähnten Probleme gar nicht erst sichtbar, da man nicht innerhalb des Spielens diese Schwankungen unterliegt - im gegensatz zu Winderful 101. Durchaus gibt es für sowohl den geübten als auch den ungeübten Auge einen Unterschied zwischen 30 und 60 FPS hinsichtlich dessen Betrachtung. Spielst du Resident Evil: Revelation? Spätestens hier wirst du deutlich einen Unterschiedlich hinsichtlich Bild und Input bemerken, wenn du nach einer kompletten Session mit Revelation 1 mit 60 FPS auf Revelation 2 übergehst, der nur noch mit 30 FPS kommt. Es vermittelt durchaus einen völlig anderen Spielgefühl. Manche würden sagen, es wäre ein "schlechteres Spielgefühl" - andere eher ein unanenehmeres. Wieder andere sagen, dass es ihnen nicht juckt. Aber einen Unterschied besteht zwischen beiden Spielen.

    Ja, es ist etwas pauschalisierend was ich betreibe. Letztlich kommt es auf die Person an. Was ich aber definitiv zustimme ist der Unterschied zwischen 60 und 120 FPS. Ich will nicht abstreiten, dass es gar keinen Unterschied gibt. Aber diese sind so dermaßen minimal, dass selbst geübte und eingefleischte Spieler diesen Unterschied so minimal finden, dass es ein ignorierender Faktor sein kann. Anders als bei eSportler, aber das ist nochmal eine andere Geschichte.

    Hier ein schöner FPS-Vergleich.

    Wohlgemerkt sprechen wir hier natürlich von stabilen 30 und 60 FPS. Der Beitrag, auf den du beziehst, ist eindeutig auf die Tatsache mit dem extrem schwankenden FPS zugeschnitten, was im Falle von Wonderful 101 zutrifft.
  • Kabuki-Ende noch nicht ganz am Ende... - 22.05.2020 - 10:49

    muss ich noch nachholen aber ich warte immer noch auf ihn
  • KemoSabe666 Turmknappe - 22.05.2020 - 11:04

    hatte mich so auf das Spiel gefreut...
    Aber mit diesen miesen FPS, nein danke.
    Vielleicht wird es noch gepatcht ansonsten kaufe ich das nicht.
    Kommt bestimmt auch Mal bei Xbox Gamepass...
  • Wunderheiler . - 22.05.2020 - 12:22

    @KemoSabe666

    Es gibt, zumindest bisher, keine Xbox Fassung. Nur Switch, PC und PS4.
  • Rincewind Ashen Wolves - 22.05.2020 - 13:04

    Erst mal muss man sich klar machen, worum es eigentlich geht. Ich bin jemand, den FPS Einbrüche nicht so schnell auffallen. Wobei ich anmerken muss, dass sie mir bei einem so schnellen Spiel schon auffallen. Für mich persönlich wäre das nicht so tragisch. Aber hier muss man ein bisschen mehr berücksichtigen. Platinum hat für das Spiel Geld über Kickstarter eingesammelt und hat es dann so schnell rausgehauen, dass man auf den Gedanken kommen könnte, dass es schon vor dem einsammeln fertig war. Hier will ein Unternehmen in die Selbstständigkeit gehen ohne dafür ein Risiko einzugehen. Man bietet einen halbgaren, aufgebesserten Port von einem Spiel nach dem kaum jemand gefragt hat. Nicht mal die eigene Fanbase, die Titel wie Bayonetta, Nier: Automata und Metal Gear Rising liebt, hätte diesen Titel wirklich gebraucht. W101 ist sicherlich ganz nett und man hätte sich vielleicht sogar darüber gefreut, wenn Platinum das ganze nicht als eine große Ankündigung von 4 großen Ankündigungen aufgebauscht hätte und das ganze dann auch noch für 39,99€ verkaufen möchte (Das dafür eh schon Geld eingesammelt wurde, habe ich ja schon erwähnt ;) ).

    Aber diese Nummer hätte Platinum trotzdem nicht schaden müssen, wenn da nicht die 3 weiteren Ankündigungen würden. Man kündigt die Eröffnung eines GaaS Studios an. Das ist ja auch ok. Ist ein Trend, denn man durchaus beachten muss, aber er eignet sich nicht für eine werbewirksame Ankündigung. Damit verärgert man nur die Fans, die sich auf ein neues Spiel freuen. An diesem Punkt fragt man sich, ob Platinum die Jungs Game Freak um Unterstützung bei PR und Marketing gebeten und diese auch erhalten hat. :troll: :facepalm: :reggie: Mit Project G.G kommt dann als eine der 4 Ankündigungen tatsächlich ein neues Spiel. Allerdings sieht man von diesem einen nichtssagenden CGI Trailer, der dann auch nur mäßig interessant wirkt. Mit der 4. Ankündigung schießen sie sich dann komplett ins Knie. Diese ist nämlich ein schlechter und sehr misslungener Aprilscherz. Kurze Zeit später rudert man Platinum dann aufgrund des Shitstorms zurück und kündigt na, dass es noch eine echte 4.Ankündigung gibt. Jetzt ist schon bald Juni und Platinum hält sich weiter bedeckt. Böse könnte man unterstellen, dass es gar keine weitere 34. Ankündigung gab und man entweder nach einer Lösung sucht oder hofft, dass sich in ein paar Monaten niemand mehr daran erinnert.

    Schon mit all diesen Aktionen hat Platinum viel Vertrauen verloren und Fans nachhaltig verärgert. Allerdings dürfte es viele Fans inklusive mir noch mehr verärgern, dass Platinum nichts zu den Projekten sagt auf die ihre Fans wirklich warten. Babylons Fall und Bayonetta 3. Da heißt es dann nur. Alles verläuft nach Plan. Es wird weiter entwickelt. Und ein Datum hat man nicht. Man hat das Gefühl das Platinum Zeit mit sowas wie W101 verschwendet, statt sich um die beiden Prestigeprojekte zu kümmern.

    Bei mir hat Platinum viele Sympathien verspielt und ich möchte eigentlich nur noch, dass sie endlich Bayo 3 veröffentlichen.
  • TheLightningYu Grim Dawn'er - 22.05.2020 - 19:58

    Zitat von Saturninus:

    Spielst du Resident Evil: Revelation? Spätestens hier wirst du deutlich einen Unterschiedlich hinsichtlich Bild und Input bemerken, wenn du nach einer kompletten Session mit Revelation 1 mit 60 FPS auf Revelation 2 übergehst, der nur noch mit 30 FPS kommt. Es vermittelt durchaus einen völlig anderen Spielgefühl. Manche würden sagen, es wäre ein "schlechteres Spielgefühl" - andere eher ein unanenehmeres. Wieder andere sagen, dass es ihnen nicht juckt. Aber einen Unterschied besteht zwischen beiden Spielen.
    Ich finde das Beispiel schlecht gewählt, weil es bei mir genau umgekehrt gewesen ist. Nachdem ich Revelations 2 gespielt hatte, konnte ich nicht mehr zu Revelations 1 zurück, weil es sich einfach so unangenehm und klobig gespielt hat. Die Kamera / Stick-Steuerung fühlt sich einfach so unglaublich Falsch an und ich schätze mal das liegt halt an der Ursprungsversion mit Circle-Pad-Pro wo seinerzeit die Eingebabe auch nicht sehr genau war und man dann beim Port ohne optimierung übernommen hat. Da können auch keine 60FPS verglichen zu den 30FPS hinweghelfen. Und desweiteren finde ich auch Revelations 2 mit 30FPS an der Switch an sich sauber und flüssig als jemand der es auch noch Regelmässig am PC mit 60FPS spielt. Man merkt aber natürlich durchaus einen Unterschied. Nur fällts (für mich) halt nicht ins Gewicht.

    Trotzdem verstehe ich dein Kern-Argument (habe ja auch deshalb erwähnt, das ich solche Sachen selber recht schnell merke, vorallem instabile FPS) wobei ich Argumentieren würde das es von Spiel zu Spiel und von Spielkonzept zu Spielkonzept variiert.

    Ich muss aber zugeben das ich gerade etwas irritiert bin, warum wir das gerade Diskutieren weil das nicht Teil des Themas ist, wir sprachen ja über Instabile FPS und da war halt mein Punkt genau der:

    Zitat von Saturninus:

    Ja, es ist etwas pauschalisierend was ich betreibe. Letztlich kommt es auf die Person an.
    Weil ich halt auch viele Leute kenne, die es selbst bei Instabilen FPS nicht merken. Da ist das für mich die reinste Ruckelorgie und für die läuft das normal. Heck, letztes Jahr war ich mal bei meiner großen Schwester zu besuch, die hat noch einen alten Röhrenfernseher und ich konnte darauf nicht mehr mit ihrer Wii Zelda Windwaker Spielen, weil der so grausam geflimmert hat das ich körperlich gesehen ohne schmu, Kopfschmerzen bekommen habe und mir schlecht wurde. Und für die ist das "normal".
  • kneudel Turmheld - 24.05.2020 - 20:08

    Dieses FPS Gelaber ist der größte Blödsinn. Ich hab den Bericht und das DF Video hetzt erst gesehen. Hab das Spiel seit Release. Würde nie auf die Idee kommen dass das was ruckelt. Von Gefühle her.

    Das die FPS Schwankt weiß man jetzt auch nur e durch das DF Video.