Test zu Rigid Force Redux - Nintendo Switch

  • Deutschland Deutschland: Rigid Force Redux
  • USA USA: Rigid Force Redux
  • Japan Japan: Rigid Force Redux
Plattform
Nintendo Switch
Erscheinungsdatum
05.06.2020
Vertrieb
Headup Games
Entwickler
com8com1 Software
Genre
Shooter, 2D
Spieleranzahl
Lokal: 1 - Online: 0
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Solide Side-Scroll-Shooter-Action im All

Von Florian McHugh () Das Genre der Shoot ’em ups gehört mit zu den ältesten in der Videospielbranche. Schon das 1962 erschienene Spacewar! lässt sich grob in diese Kategorie einordnen und bis heute erscheinen regelmäßig neue Vertreter dieses Genres – allen voran auch auf der Nintendo Switch. Der neueste Anwärter auf einen potenziellen Spielehit in dieser Kategorie heißt Rigid Force Redux und möchte eure Gunst mit altbekannter Action-Kost sowie dem einen oder anderen kleinen Ausbruch aus den Genre-Konventionen gewinnen. Ob das gelingt, wollen wir im Folgenden näher erläutern.

Die Handlung des Spiels ist recht schnell erzählt. Ihr verkörpert den Piloten eines experimentellen Raumschiff-Prototyps und sollt im All für Recht und Ordnung sorgen. Natürlich bleibt es in den unendlichen Weiten nicht lange friedlich und ein Hilferuf einer nahen Forschungsstation erweckt eure Aufmerksamkeit. Schnell stellt sich heraus, dass die Einrichtung von einer Entität angegriffen wurde, die als CORE-Plasmid bezeichnet wird. Von nun an gilt es, diesem außerirdischen Wesen nachzujagen und auf dem Weg alles in seine Atome zu zerballern, was sich euch in den Weg stellt.

Gegner im Rücken? Kein Problem! Dreht einfach ein paar eurer Geschütze. © Headup Games

Das Spielprinzip von Rigid Force Redux ist identisch mit anderen Shoot ’em ups: Ihr steuert euren Flieger durch ein Level, das von links nach rechts scrollt, während euch von vorne und hinten stets feindliche Raumschiffe oder andere Feinde beharken. Diese gilt es mithilfe eurer Bordgeschütze zu erledigen, die ihr durch Power-ups, die ihr in der jeweiligen Stage aufsammelt, aufrüsten und verbessern könnt. Dabei könnt ihr zum einen euer Hauptgeschütz verändern, indem ihr zum Beispiel zielsuchende Projektile abfeuert oder einen Schnellfeuermodus aktiviert, zum anderen allerdings auch sekundäre Waffen wie hinabfallende Bomben ausrüsten. Eine kleine Spezialität von Rigid Force stellt der Umstand dar, dass ihr auch Power-ups aufsammeln könnt, die euer Schiff mit zusätzlichen Hauptgeschützen versehen. Diese könnt ihr mit einem Druck auf die L- oder R-Taste drehen und somit eure Feuerkraft aufteilen. So könnt ihr euch jederzeit aussuchen, ob ihr euch zusätzlich den Rücken freihaltet oder ob den Feinden vor euch mit geballter Macht Saures gebt. Jeder erledigte Feind hinterlässt dabei Energie, die ihr aufsammeln und dafür verwenden könnt, eure Angriffe temporär deutlich zu verstärken oder einem potenziellen Treffer, der euch erwischt hätte, auszuweichen.

Es wird nicht allzu viel Zeit vergehen, bis ihr das CORE-Plasmid erreicht habt. Wer sich gut anstellt, kann die sechs Stages innerhalb weniger Stunden beenden. Wie schnell das geht, hängt letztendlich auch vom gewählten Schwierigkeitsgrad ab, der sich nicht nur auf die Anzahl an Gegnern auswirkt, sondern auch bestimmt, ob zusätzliche Hindernisse im Leveldesign aktiviert werden oder nicht. So kann es sein, dass ihr im einfachen Schwierigkeitsgrad auf deaktivierte Laserbarrieren stoßt, die euch auf den anderen beiden Stufen fröhlich euer Raumschiff schmelzen lassen, wenn ihr nicht aufpasst. Im Allgemeinen ist Rigid Force Redux bereits auf dem mittleren Schwierigkeitsgrad recht anspruchsvoll und verlangt einiges von eurer Reaktionsfähigkeit ab. Das gilt vor allem für die Bossgegner, die den Bildschirm gut und gerne mal mit Geschossen fluten und deren Angriffsmuster erst einmal eingeprägt werden wollen. Trotz allem ist das Spiel zu keinem Zeitpunkt unfair. Man hat stets das Gefühl, dass man mit etwas mehr Übung auch aus den deutlich knackigen Stellen siegreich hervorgehen kann, sofern man noch einige Versuche wagt.

Die Bossgegner verlangen euch schon deutlich mehr ab. © Headup Games

Eine ebenfalls angenehme Überraschung war die Tatsache, dass der Titel vollständig auf Deutsch synchronisiert wurde, inklusive Sprachausgabe. Denn euer Schiff ist mit einer Bord-KI ausgestattet, die auf den Namen PSYE hört und euch stets mit Hintergrundinformationen zu den unterschiedlichen Lokalitäten versorgt. Das führt letztendlich dazu, dass dem Spiel trotz seiner recht oberflächlichen Prämisse eine gewisse Tiefe verpasst wird. Die Sprecherin macht zudem eine recht gute Arbeit, gerade in Hinblick auf die Tatsache, dass man es hier mit einem Computer zu tun hat und man auch gut und gerne einen monotonen und gelangweilten Tonfall hätte ansetzen können – dies ist hier zum Glück nicht der Fall. Habt ihr alle Stages einmal gemeistert, ist das Spiel noch nicht ganz vorbei. Zum einen schaltet ihr nach jeder erfolgreichen Stage eben diese im Arcade-Modus frei. Darin fliegt ihr die Gebiete alle noch einmal ab, müsst euch diesmal jedoch ganz in gewohnter Arcade-Manier mit deutlich mehr Gegnerwellen herumschlagen, deren Ableben einen Punktemultiplikator erhöht und durch den ihr euren Highscore stetig verbessern könnt. Habt ihr das CORE-Plasmid zum ersten Mal erledigt, schaltet ihr zudem den Boss-Rush-Modus frei, in dem ihr alle Endgegner nacheinander besiegen müsst, ohne das Zeitliche zu segnen.

Grafisch macht Rigid Force Redux eine solide Figur. Das Spiel kommt, ganz genre-typisch, mit allerlei Licht- und Partikeleffekten daher, die den Bildschirm erhellen und füllen. Dabei bleibt die Performance stets stabil, ich konnte keinerlei Einbrüche in der Bildrate feststellen. Die Modelle an sich hätten allerdings gerne noch etwas schärfer und besser modelliert sein dürfen, was gerade in den wenigen ruhigen Phasen ins Auge sticht. Die Musik ist treibend und passt sich ganz dem recht turbulenten Geschehen auf dem Bildschirm an, wird mit der Zeit aber etwas eintönig.

Redaktionswertung

7

Spaßgarant

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Unser Fazit zu Rigid Force Redux

Meinung von Florian McHugh
Rigid Force Redux ist ein grundsolides Shoot ’em up, nicht mehr und nicht weniger. Das Geschehen auf dem Bildschirm ist stets rasant und eure Reflexe werden stets gefordert, besonders ab dem mittleren Schwierigkeitsgrad aufwärts. Der ganze Spaß ist dann jedoch auch nach ziemlich kurzer Zeit vorbei. Wer dann noch Lust auf mehr hat, dem werden mit dem Arcade- und Boss-Rush-Modus zwei kurzweilige Modi geboten, in denen euer Können noch einmal besonders auf die Probe gestellt wird. Der oberflächlichen Handlung wird durch die gelungene Synchronsprecherin eurer Bord-KI etwas an Tiefe verpasst, aber dahingehend sollte man trotz allem nicht zu viel erwarten. Wer Shoot ’em ups mag, der wird seine Freude daran finden, und auch Anfänger werden genügend motiviert, sich den immer schwierigeren Herausforderungen zu stellen.
Mein persönliches Highlight: Die Tatsache, dass ich meine Geschütze in alle Richtungen drehen kann.

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