Ein Nostalgietrip zurück in die Kindheit

Knapp 13 Jahre nach der Veröffentlichung von SpongeBob Schwammkopf: Battle for Bikini Bottom bringt der österreichische Publisher THQ Nordic ein Remake... pardon... eine Rehydrated-Version des beliebten Klassikers für die aktuelle Konsolengeneration auf den Markt. SpongeBob Schwammkopf: Battle for Bikini Bottom – Rehydrated bietet einen brandneuen Koop-Modus, ist das allererste SpongeBob-Spiel für die Nintendo Switch und soll sowohl langjährige Fans als auch die ganz junge Generation der SpongeBob-Schauer ansprechen.


Man nennt mich auch Schwamminator!


Wer bereits mit der SpongeBob-Reihe vertraut ist, wird wissen, dass der winzige Schelm Plankton stets nach Möglichkeiten sucht, die geheime Krabbenburger-Formel von Restaurant-Besitzer Mr. Krabs zu stehlen, um an Reichtum zu gelangen. In SpongeBob Schwammkopf: Battle for Bikini Bottom hat Plankton den sogenannten Duplicatotron 3000 entwickelt, der eine ganze Roboterarmee heraufbeschwören kann. Durch einen Fehler hat Plankton jedoch die Kontrolle über seine Roboter verloren und so befällt die Armee die ganze Stadt Bikini Bottom und auch zahlreiche Orte rundherum. Nun liegt es an SpongeBob, der sich selbstbewusst im Laufe des Spiels immer wieder Schwamminator nennt, die Bevölkerung vor den Robotern zu retten und diese zu zerstören.


Schwamminator ist bereit, all den gefährlichen Hindernissen auszuweichen. © THQ Nordic

In der weiten Unterwasserwelt kann der schwammtastische Held jede Menge Objekte einsammeln und eintauschen: Um in die zahlreichen, aus der Serie bekannten Welten wie beispielsweise die Goo-Lagune, den Seetangwald oder die Heldenhöhle gelangen zu können, muss SpongeBob goldene Pfannenwender sammeln – je mehr erlangte Pfannenwender, desto mehr Welten sind verfügbar. Zudem findet ihr überall auf der Welt sowie nach dem Besiegen von Robotern bunte, glänzende Objekte, welche die Begierde von Mr. Krabs sind – je mehr glänzende Objekte ihr Mr. Krabs liefert, desto mehr goldene Pfannenwender bekommt ihr als Belohnung. Glänzende Objekte fungieren zudem wie eine Art Währung, die für weitere nützliche Dinge wie beispielsweise zum Bauen von neuen Wegen ausgegeben werden können.


Patrick pflegt wiederum eine stinkende Sockensammlung, die von den Robotern gestohlen und auf der Welt verteilt wurde – auch hier ist SpongeBob zur Stelle und bekommt von Patrick für jeweils 10 gefundene Socken einen goldenen Pfannenwender. SpongeBobs eigene Objekte der Begierde sind sammelbare Unterhosen: Je mehr Unterhosen SpongeBob anhat, desto mehr Angriffe kann er einstecken. Abgesehen davon gibt es zahlreiche weitere Sammelobjekte, die ihr sammeln und zum Teil gegen Pfannenwender eintauschen könnt, bis ihr irgendwann genügend Spateln gefunden habt, um zum Endboss gelangen zu können. Solltet ihr das Kunststück vollbringen, alle 100 goldenen Pfannenwender zu erlangen, dann wird euch sogar eine spezielle Überraschung erwarten!


Ein abwechslungsreiches Abenteuer, das Freude bereitet


SpongeBob Schwammkopf: Battle for Bikini Bottom – Rehydrated ist ein 3D-Platformer mit einer relativ offenen Welt, die ihr nach Belieben erkunden könnt. Egal ob die Ananas von SpongeBob, die Innenstadt von Bikini Bottom oder die Tiefen von Rock Bottom – alle Orte sind frei begehbar und stecken voller Geheimnisse und optionaler Nebenquests.


SpongeBob ist bereit für das große Abenteuer! © THQ Nordic

Dem gelben Schwamm stehen im Abenteuer zahlreiche Moves zur Verfügung, die er zu seinem Vorteil im Kampf gegen die Roboter nutzen kann. Beispielsweise kann SpongeBob neben seinem Doppelsprung auch verschiedene Seifenblasen-Attacken, einen Blasenschlag-Angriff und einen Blasensprung-Angriff machen, um Roboter und sogenannte Tiki-Gegner zu zerschlagen, die sich entweder direkt über oder unter ihm befinden. Die Standard-Spezialattacke ist der Blasenwirbel, mit der Gegner vor und hinter SpongeBob getroffen werden können. Später erlernt SpongeBob noch weitere kreative Fähigkeiten wie beispielsweise das Blasen-Bowling oder das Verwandeln in eine rollbare Kugel.


Im Laufe des Spiels könnt ihr nicht nur den Titelhelden SpongeBob, sondern zwei weitere beliebte Charaktere in der Story-Kampagne spielen: Patrick, der faule Seestern und Sandy, das kecke Eichhörnchen aus Texas. Auch diese beiden Freunde des gelben Schwamms haben jeweils eigene Moves: Patrick kann Gegenstände aufheben und werfen, während Sandy mit ihrem Lasso weit entfernte Objekte sowie Gegner erreichen und sogar eine Zeit lang in der Luft gleiten kann. An Bushaltestellen, die in der Welt verstreut sind, könnt ihr zwischen den Charakteren wechseln und so die jeweiligen Stärken der Helden nutzen, um die Aufgaben in den Welten bestmöglich zu meistern.


Sandy kann ihr Lasso auch zum Schwingen benutzen! © THQ Nordic

Das Gameplay in SpongeBob Schwammkopf: Battle for Bikini Bottom – Rehydrated ist hervorragend, kreativ und macht unheimlich Spaß. Mal müsst ihr fiese Gegner besiegen, mal müsst ihr knifflige Platforming-Passagen meistern, mal rutscht ihr in Super Mario 64-Manier Hügel und Rutschen herab, mal müsst ihr Rätsel mit Schaltern und Mechanismen lösen und mal stellt ihr euch fiesen Bossen wie den Quallen-König oder sogar dem Fliegenden Holländer. Das Spiel ist herrlich abwechslungsreich und bietet viele spannende Aufgaben, die eine wahre Freude bereiten.


Besonders toll am Spiel ist die Freiheit, die dem Spieler gelassen wird. Zwar sind für jede Welt eine gewisse Anzahl an goldenen Pfannenwender erforderlich, doch ihr habt nicht die Pflicht, jede Welt der Reihenfolge nach zu meistern. Habt ihr genug Pfannenwender gesammelt, so könnt ihr auch ohne Probleme eine Welt überspringen und in eine der späteren Welten eintauchen. Auch seid ihr nicht dazu verpflichtet, alle Aufgaben in einer Welt zu meistern, vielmehr könnt ihr nach Belieben selbst entscheiden, wie lang ihr euch in einer Welt aufhalten wollt. Ihr könnt jederzeit ein Taxi bestellen und wieder zurück nach Bikini Bottom fahren, um andere Orte zu besuchen. Dieses System macht das Spiel sowohl für Anfänger als auch Experten geeignet, denn schwierige Aufgaben sind durchaus vorhanden, aber nicht zwingend notwendig, um das Spiel schaffen zu können. Jeder formt sich sein Abenteuer nach dem eigenen Geschmack und es bleiben euch stets genügend Optionen zur Auswahl, zwischen denen ihr euch entscheiden könnt. Insgesamt bietet SpongeBob Schwammkopf: Battle for Bikini Bottom – Rehydrated einen beachtlichen Umfang und das Spiel wird euch dank der riesigen Welten, die voller Geheimnisse stecken, etliche Stunden Spaß bereiten.


Der neue Mehrspieler-Modus kann nicht überzeugen


Die größte Neuerung im SpongeBob-Remake ist der brandneue Mehrspieler-Modus, den ihr direkt im Hauptmenü auswählen und sowohl auf einer Konsole, via Lan-Spiel mit zwei Konsolen oder online spielen könnt. Der Mehrspieler-Modus kann ausschließlich zu zweit gespielt werden und eure Aufgabe ist, gemeinsam Horden von Robotern auf verschiedenen Inseln zu besiegen, die von Roboter-Thaddäus auf euch geschossen werden.


Stellt euch zu zweit einer Horde von Robotern © THQ Nordic

An dieser Stelle sei gesagt, dass der Horden-Modus der einzige Modus ist, den ihr zu zweit spielen könnt – das Hauptabenteuer ist weiterhin lediglich alleine spielbar. Im Koop-Modus haben die Entwickler zahlreiche Ideen verwirklicht, welche im originalen Spiel verworfen wurden: Neben dem Antagonisten des Horden-Modus, Roboter-Thaddäus, könnt ihr auch einen riesigen Roboter-Spongebob antreffen, der allerdings in Form einer stationären Insel im Wasser schwebt und euch als Kampfstage dient. Ebenso sind Umgebungen aus "Patricks Traumwelt", welche es nie in das originale Spiel geschafft hatten, im Mehrspieler-Modus spielbar.


Brandneu sind auch ganze 4 weitere spielbare Charaktere, die allesamt ein einzigartiges Moveset besitzen. Neben SpongeBob, Patrick und Sandy sind erstmals auch Thaddäus, Mr. Krabs, Plankton und sogar Gary spielbar. Thaddäus kann beispielsweise mit seiner Flöte Töne abfeuern, die als Geschoss dienen und weit entfernte Gegner treffen können, während Mr. Krabs sein Schwertfisch-Knochenschwert benutzt, welches Fans aus der dritten Staffel der TV-Show in der Episode "Trödel" kennen, die erstmals 2003 in Deutschland ausgestrahlt wurde. Gary kämpft wiederum mit seiner Bratpfanne und ist nur für den Nahkampf geeignet – zudem hat er im Mehrspieler-Modus sichtbare Schuhe, die aus der zweiten Staffel in der Episode "Hey, dein Schuh ist offen" aus dem Jahre 2002 bekannt sind. Die Entwickler haben sich in der Hinsicht wirklich viele Gedanken gemacht und Langzeitfans können sich an zahlreichen netten Referenzen erfreuen.


Aufwendige Zwischensequenzen gibt es lediglich im Hauptabenteuer, nicht im Koop-Modus. © THQ Nordic

So nett die Ideen auf dem Papier auch klingen mögen, wenn sie in der Praxis keinen Spaß machen, dann kann das Ergebnis nicht zufriedenstellend sein. Leider ist der Horden-Modus ein eintöniges Erlebnis, das euch nur für sehr kurze Zeit unterhalten wird: Insgesamt gibt es 26 kleine Inseln, auf denen ihr jeweils eine Zeit verbringen müsst, um mehrere Wellen von Robotern zu besiegen. Optisch sieht das Spielgeschehen aufgrund der weit entfernten Kameraperspektive sehr unscharf aus und stellt das Gegenteil von einem Augenschmaus dar.


Spielerisch wird euch kaum Abwechslung geboten und blindes Draufloskloppen steht an der Tagesordnung. Dies liegt unter anderem auch daran, dass die Herausforderung komplett fehlt, denn verlieren könnt ihr in diesem Modus praktisch gar nicht. Ob ihr euch nun von Gegnern treffen lasst oder nicht, ist im Endeffekt egal, da ihr immer wieder ohne Konsequenzen weiterspielen könnt. Einzig wenn ihr zufällig beide zur selben Zeit alle Leben in Form der Unterhosen verliert, müsst ihr die jeweilige Gegnerwelle auf der entsprechenden Insel erneut machen, was allerdings ebenfalls kaum eine Bestrafung darstellt.


Es gibt im Horden-Modus keinerlei Story und die extrem kurzen Zwischensequenzen vom Roboter-Thaddäus sind kaum der Rede Wert. Zudem ist das Moveset stark limitiert und ihr könnt, anders als im Hauptabenteuer, lediglich einen Spezialmove zum Angreifen sowie eine Stampfattacke einsetzen. Weder in den Kategorien Gameplay, Optik, Präsentation noch Spielspaß kann der Koop-Modus überzeugen und ihr solltet auf keinen Fall große Erwartungen haben. Wer sich also das Spiel ausschließlich aufgrund des neuen Mehrspieler-Modus (erneut) holen will, dem kann ich leider nur davon abraten und lieber Titel mit wirklich gutem und spaßigem Mehrspielerinhalt wie beispielsweise "SpongeBob Schwammkopf: Film ab!" für den GameCube bzw. für die anderen Konsolen der damaligen Generation empfehlen.


Grafik, Bildrate & Co. – technisch kein Meisterwerk


Für die Arbeit am SpongeBob Schwammkopf: Battle for Bikini Bottom-Remake ist das relativ neue, österreichische Entwicklerstudio Purple Lamp Studios zuständig, welches das Spiel von Grund auf neu entwickelt hat. Nicht nur wurden die Charaktermodelle, die Umgebungen und die Grafik komplett neu überarbeitet, auch Speicherpunkte wurden genauso wie Bosskämpfe angepasst: Beispielsweise wurde der Quallenkönig im Anfangsgebiet des Spiels leicht verändert – es ist nun leichter zu erkennen, wann er verwundbar ist und getroffen werden kann.


Ihr habt richtig gesehen, der Fisch neben SpongeBob fängt zu Dabben an. © THQ Nordic

Bereits in der ersten großen Welt, den Quallenfeldern, können deutliche Unterschiede gegenüber dem Original festgestellt werden: Das Gras ist nun viel detaillierter dargestellt und die Umgebungen erstrahlen in kräftigeren Farben. Das Design von SpongeBob, Patrick und Co. wurde wiederum an den modernen, realistischeren Look angepasst. Die Charaktere wirken durch den neuen Anstrich zwar einerseits frisch, aber andererseits auch ein bisschen starr und man hat das Gefühl, dass nicht alle Teile des Körpers so gut animiert sind, wie man es sich wünschen würde.


Trotz der sichtbaren Verbesserungen wirkt die Grafik des Spiels alles andere als zeitgemäß und ist deutlich schwächer als bei vergleichbaren 3D-Platformern auf der Nintendo Switch. Viele der Boden- und Umgebungstexturen sind sehr detailarm, teilweise pixelig und einfach nicht schön anzusehen. Die Weitsicht lässt ebenfalls Wünsche offen, denn an einigen Stellen wie beispielsweise den Quallenfeldern werden Umgebungsobjekte und das Gras in der Ferne erst ab einer bestimmten Entfernung angezeigt und nachgeladen. Auch die Änderung, dass die Tiki-Gegner optisch nicht mehr derart stark in einzelne Teile zerbrechen, wie es in der Originalversion des Spiels der Fall war, wird nicht jedem gefallen.


Ein weiterer Kritikpunkt sind die Ladezeiten, welche im Nintendo Switch-Remake zum Teil um mehrere Sekunden länger sind als in der GameCube-Version des Spiels aus dem Jahre 2003. Sowohl beim Betreten von Gebäuden als auch beim Laden von neuen Welten werdet ihr längere Wartezeiten als früher einplanen müssen – verglichen mit anderen Jump 'n' Runs halten sich die Ladezeiten von ca. 10 bis 15 Sekunden beim Betreten neuer Areale aber dennoch halbwegs in Grenzen.


Auch Mrs. Puff hat im Spiel ein paar Auftritte, sowie viele weitere bekannte Figuren aus dem SpongeBob-Universum. © THQ Nordic

Bezüglich der Bildrate kündigten die Entwickler 60 FPS für die Nintendo Switch an, jedoch kann diese Zahl nicht erreicht werden und das Spiel läuft nun lediglich in ca. 40 bis 45 FPS. Natürlich fühlt sich SpongeBob nicht ganz so flüssig wie beispielsweise Super Mario Odyssey an, doch als wirklich stark störend oder den Spielspaß beeinträchtigend habe ich die Bildrate nicht wahrgenommen. Das Spiel lässt sich nichtsdestotrotz gut spielen und wirklich merkliche Einbrüche der Framerate kommen nur relativ selten wie beispielsweise bei Rutsch-Abschnitten mit vielen Gegnern vor. Es wäre aber zu hoffen, dass die Entwickler die Option nachreichen, das Abenteuer in konstanten 30 FPS zu spielen zu können, um Framerate-Schwankungen zu minimieren.


Während der Zwischensequenzen solltet ihr aufpassen, nicht ins Home-Menü zu gehen, denn ansonsten kann daraufhin die Lippensynchronisation in der jeweiligen Szene komplett durcheinander kommen. Abgesehen von ein paar gelegentlichen, kleineren Bugs bin ich in meinen zahlreichen Spielstunden auf keine weiteren großen Bugs gestoßen, die das Spielerlebnis wirklich verschlechtert haben. Die Steuerung funktioniert übrigens prima und es sind keine pixelgenauen Sprünge oder Eingaben nötig, um schwierige Stellen zu meistern. Auch die Kamera wurde gut umgesetzt und läuft sowohl automatisch als auch bei Bedarf durch manuelle Nachjustierung. Die deutschen Bildschirmtexte sind größtenteils gut, nur an ein paar Stellen wurde jeweils ein Leerzeichen vergessen, sodass zwei Wörter aneinander kleben. Übrigens müssen Textboxen stets manuell weitergeklickt werden, auch wenn Charaktere bereits Sprüche sagen, die erst in der jeweils nächsten Dialogbox zu lesen sind.


Nostalgie und tolle deutsche Synchronisation


Ich gehöre der Generation der Spieler an, die inmitten der 1990er-Jahre geboren sind und in den 2000ern mit den ersten Staffeln von SpongeBob durch die Kindheit begleitet wurden. SpongeBob Schwammkopf: Battle for Bikini Bottom und das neu veröffentlichte Remake sind eine Hommage an den glorreichen Beginn der SpongeBob-Reihe und sind derart originalgetreu zur TV-Serie umgesetzt worden, dass die Augen von langjährigen SpongeBob-Fans selbst im Erwachsenenalter wieder so zu leuchten beginnen wie in Kindheitstagen.


Ich nenne es "Ein Hauch von Tüll"... meinst du nicht eher "Gehört in den Müll"? © THQ Nordic

Bei diesem Spiel hat man wirklich das Gefühl, dass die erinnerungswürdigsten und spannendsten Orte, Charaktere, Sprüche und Referenzen aus den TV-Episoden herausgepickt und perfekt ins Videospielformat umgesetzt wurden. Seien es die x-ten Führerschein-Verhandlungen zwischen SpongeBob und Mrs.Puff, die tollen Referenzen in Form von Gemälden im frei erkundbaren Museum, der erste Besuch von SpongeBob in Sandys Kuppel und die damit verbundenen Schreie nach Wasser oder das Treffen mit Poseidon in seiner großen Arena – als SpongeBob-Fan bleiben in der Hinsicht wahrlich kaum Wünsche offen!


Die Kirsche auf der Torte sind die Synchronsprecher der TV-Reihe, die eigens für das neue Spiele-Remake arrangiert wurden und für eine perfekte deutsche Vertonung sorgen. Die originalen Stimmen von SpongeBob, Sandy & Co. hören zu können, ist ein wahrer Genuss und auch wenn die neue Stimme von Thaddäus etwas gewöhnungsbedürftig klingt, sind jene wenigen Stimmen, die in der TV-Show leider durch neue Synchronsprecher ersetzt werden mussten, ebenfalls gut umgesetzt worden. Viele Sprüche wiederholen sich zwar oft im Spiel, doch haben andererseits bereits einen gewissen Kultstatus, sodass sie immer wieder aufs Neue ein Schmunzeln hervorlocken können. Am Soundtrack des Spiels wurde übrigens kaum etwas verändert, er klingt noch immer nahezu gleich wie damals am GameCube und bietet mit Tracks wie jenem zur Goo-Lagune oder zu Bikini Bottom richtige Ohrwümer.

Unser Fazit

7

Spaßgarant

Meinung von Felix Eder

SpongeBob Schwammkopf: Battle for Bikini Bottom – Rehydrated ist ein durchwachsenes Remake eines sehr guten Spiels, das mit originalgetreu gehaltenen Welten aus der Serie, gutem Humor, abwechslungsreichem Gameplay, tollen Referenzen und jeder Menge Inhalt begeistern kann. Die neue Umsetzung kann unter anderem mit den großartigen, originalen Synchronsprechern der Serie punkten, welche die deutsche Vertonung gegenüber dem 17 Jahre alten Originalspiel nochmals deutlich aufwertet. Technisch ist die Nintendo Switch-Version nicht ideal umgesetzt worden: Die gelegentlichen, leichten Framerate-Schwankungen haben mich persönlich zwar nicht sehr gestört, sind aber dennoch bemerkbar. Optisch wurde zwar an vielen Schrauben gedreht, jedoch ist die Grafik verglichen mit aktuellen Spielen nicht ganz zeitgemäß und im wahrsten Sinne des Wortes schwammig. Ebenso enttäuschend ist der neue Koop-Modus, der euch nicht lange an den Bildschirm fesseln wird und absolut kein Kaufgrund für das Spiel ist. Trotz all der Kritik ist SpongeBob Schwammkopf: Battle for Bikini Bottom – Rehydrated ein umfangreicher Spaßgarant, den sich SpongeBob-Fans nicht entgehen lassen sollten.
Mein persönliches Highlight: Die deutsche Vertonung mit den originalen Synchronsprechern und die zahlreichen Referenzen zu den TV-Episoden

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