Trickhaft über den Motorrad-Parcours

Urban Trial Tricky ist nicht das erste Nintendo Switch-Spiel der Urban Trial-Serie, denn schon Urban Trial Playgrounds erschien vor über zwei Jahren auf der Nintendo Switch. Als Urban Trial Playgrounds für Nintendo Switch erschien, war Trials Rising, der Marktführer der Motorrad-Parcours-Titel noch gar nicht angekündigt gewesen. Nun hat Urban Trail Tricky mit einem starken und bekannten Konkurrenten zu kämpfen. Schafft es Urban Trial Tricky die Fans der Trials-Serie abzuholen und ein spannendes Spielerlebnis zu liefern? Dieser Fragestellung werden wir im Test nachgehen.


Am Anfang ist euer Kostüm zwar langweilig ...

© Tate Multimedia

Die ersten drei Level des Spiels sind sogenannte Anleitungslevel, denn hier lernt ihr die grundlegende Steuerung kennen und werdet damit konfrontiert, wie man Tricks durchführt. Die Steuerung ist dabei sehr einfach, denn mit den Schultertasten könnt ihr beschleunigen sowie bremsen, abgesehen davon nutzt ihr die B-Taste, um höher zu springen und die X- und Y-Taste, um unterschiedliche Tricks durchzuführen. Der Titel setzt ein sehr wichtiges Augenmerk auf die Tricks, denn in den einzelnen Level geht es vor allem darum, möglichst viele Punkte zu sammeln. Ansonsten ist die Aufmachung des Spiels sehr ähnlich zur zweidimensionalen Trials-Serie. Der Unterschied hierbei ist allerdings, dass man mit seinem Motorrad sowohl in die linke als auch in die rechte Richtung des Bildschirms fahren kann. Drückt man in der Luft die A-Taste, macht der Fahrer eine 180 Grad-Wende und fährt fortan in die entgegengesetzte Richtung. Die Steuerung scheint dabei gut zu klappen und der spielbare Charakter steuert sich dabei merklich simpel.


Level für Level geht ihr dabei in fester Reihenfolge eine Levelliste des Einzelspieler-Modus durch, dabei wechseln die Level zwischen den drei Modi „Auf Zeit“, „Tricks“ und „Wettbewerb“ in ungleichmäßiger Verteilung. Mit Abstand die meisten Level funktionieren nach dem „Tricks“-Modus. Hierbei habt ihr drei Minuten Zeit, um in einem engen Level möglichst viele Punkte zu sammeln. Dabei fahrt ihr von links nach rechts, macht nach jeder Rampe einige Trick-Kombos, erreicht das Ende des Parcours, dreht um und fahrt wieder über die Rampen. Im späteren Spielverlauf lernt ihr noch durch die drei zusätzlichen Anleitungslevel neue Tricks mit Tastenkombinationen. Mit diesen könnt ihr noch mehr Punkte und damit mehr Kombos sammeln. Doch passt auf, verlasst ihr eine Trickposition nicht rechtzeitig und kommt auf dem Boden auf, endet eure Kombo und die Punkte werden eurem Konto gutgeschrieben. Es ist gar nicht so einfach, seine Kombo eine lange Zeit zu halten und so muss man sich bei einem Flug in der Luft entscheiden, wann man die Tricktaste wirklich loslässt.


Motorrad-Parcours-Spiel mit großem Fokus auf Tricks


Die anderen beiden Modi sind wesentlich seltener im Spiel vertreten. So müsst ihr in „Auf Zeit“ einen Parcours in möglichst kurzer Zeit abschließen und in „Wettbewerb“ vorgegebene Tricks ausführen. Auch wenn die Zielsetzung etwas anders ist, spielen sich die Modi im Grunde sehr ähnlich. Jedem Level sind zusätzlich Zusatzaufgaben beigefügt, mit welchen ihr Bonuspunkte und Spielwährung verdienen könnt. Die Spielwährung wird nur im Spiel verdient und es gibt zum Glück keine Möglichkeit, diese mit In-Game-Käufen zu erwerben. Im Spielverlauf schaltet ihr ziemlich viele Kostümgegenstände wie Motorräder, Helme, Fahrer, die Trickanimationen und einiges mehr frei. Diese motivieren euch im Spielverlauf, gespielte Level zu wiederholen, um möglichst viele Bonusaufgaben zu erfüllen. Mich persönlich motivieren die Kosmetik-Items nicht unbedingt, doch falls ihr heiß auf die 100 %-Marke seid, dann könntet ihr lange mit diesem Spiel beschäftigt sein. Mit insgesamt 35 Level hat das Spiel keinen besonders großen Umfang, allerdings können bis auf die Anleitungslevel alle Level mehrmals gespielt werden, um zusätzliche Missionen zu erfüllen.


... doch im Nachhinein schaltet ihr ganz verrückte Kostüme frei.

© Tate Multimedia

Die Langzeitmotivation ist dennoch ein Problem in diesem Spiel, denn alle Level spielen sich ziemlich ähnlich. Es wirkt so, als hätte der Levelbaukasten der Entwickler nur eine limitierte Anzahl von Objekten, die in jedem Level an unterschiedlichen Positionen platziert wurden. Abgesehen davon ist das Design der Level ziemlich schwach, schließlich gibt es oftmals ungünstig platzierte Holzbalken, an welchen der Fahrer mit seinem Kopf stößt und auch die Sprungweiten sind nicht perfekt angepasst. Übrigens, landet ihr unglücklich, könnt ihr durch das Betätigen des Resetknopfes am letzten Rücksetzpunkt weitermachen. Die Rücksetzpunkte sind unsichtbar und sind meistens vor Objekten platziert, sodass man das Spiel fließend wieder fortsetzen kann.


Grafisch und musikalisch ist das Spiel zwar kein Meisterwerk und vor allem im Handheld-Modus der Nintendo Switch ziemlich pixelig, allerdings stört es nicht besonders, denn das Spiel läuft butterweich und konstant mit 60 Bildern pro Sekunde. Die eingebaute Vibrationsfunktion könnte allerdings das Fahrgefühl verbessern, diese wird aber nur benutzt, wenn man einen Unfall baut, schade! Im Vergleich zu Trials Rising geht das Spiel einen etwas anderen Weg und versucht, sich mehr auf die Tricks zu konzentrieren, dadurch spielt sich das Spiel wesentlich anders, spricht allerdings trotzdem die gleiche Zielgruppe an. Falls ihr also Fans der Trials-Serie seid, dann könnte euch auch dieser Titel eine Freude bereiten.


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Unser Fazit

7

Spaßgarant

Meinung von Ilja Rodstein

Urban Trial Tricky hinterlässt einen ganz soliden Eindruck, denn nicht nur die Steuerung hat gut funktioniert, auch das Tricksystem bereitet ziemlich großen Spaß. Mit großem Fokus auf Wiederspielbarkeit, wurden die Level des Motorrad-Parcours-Spiels mit vielen Zusatzmissionen ausgestattet. Wer diese spielen will, kann es gerne machen, wer keinen Wert auf Wiederspielbarkeit legt, kann auch ohne große Mühe das Spiel durchspielen. Der Aufbau der Kurse ist leider etwas am schwächeln, genauso wie die Grafik im Handheld-Modus der Nintendo Switch. Besonders der letzte Punkt trübt allerdings kaum den Spielspaß, denn das Spiel läuft ausnahmslos ruckelfrei.
Mein persönliches Highlight: Die Steuerung klappte ziemlich gut.

Die durchschnittliche Leserwertung

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Kommentare 1

  • AlexWoppi

    Turmheld

    Die Steuerung ist am Anfang ok, aber sobald es kniffliger wird ist sie zum vergessen. Es wird zwar angezeigt, was man drücken muss, jedoch nicht wie, das muss man selbst rausfinden. Was die Technik angeht, 2x ist mir das Spiel schon abgeschmiert, nämlich dann als es mit der besagten Steuerung vorkam. Ansonsten ist das Spiel ganz ok, fand den Vorgänger besser.