Auf dem Rücken mechanischer Riesen

Ende der 90er Jahre erschienen mit den Zoids eine neuartige Form von Spielzeug. Die roboterähnlichen Tierwesen, wie man die Zoids am besten beschreiben kann, kennzeichnen sich durch ihre Größe und ihre spektakulären Kämpfe, die sie zusammen mit einem Menschen als Partner beschreiten. Hierzulande sind die facettenreichen Wesen nun auch in Form eines Beat 'em ups auf der Nintendo Switch erschienen und wir sind nach zahlreichen Kämpfen ganz hin und weg von den tollen Wesen. Wieso, das erfahrt ihr in den folgenden Zeilen.


Die Geschichten spielen sich in kurzen Dialogen ab.

© TOMY / Outright Games

Bevor ich die Geschichte und die einzelnen Spielinhalte vorstelle, sei gesagt, dass ich versucht habe, das Spiel aus einer Perspektive zu bewerten, wie sie der empfohlenen Altersgruppe entspricht. Das bedingt automatisch, dass die Steuerung einfacher gehalten ist oder Gespräche weniger tiefgründig, dafür aber auf den Punkt gebracht sind. Entsprechend muss man auch als Coregamer seine individuellen Ansprüche etwas minimieren, wenn man sich an den Titel heranwagt. Doch fangen wir einmal an:


Zoids Wild Blast Unleashed erzählt im Story-Modus nicht nur eine Geschichte, sondern gleich einen ganzen Haufen von ihnen. Ihr trefft nämlich auf zwei verschiedene Fraktionen, welche sich feindlich gegenüber gestellt sind, wobei Hauptcharakter Arashi zur guten Seite gehört. Jede der beiden Fraktionen besteht aus mehreren Charakteren und jeder Charakter hat einen eigenen Zoid als Partner. Alles ist hierbei an die Anime-Serie angelehnt, sodass Kenner schnell ihre Lieblingscharaktere und -zoids wie Arashi, Liger oder Quade wiedererkennen. Ihr als Spieler erhaltet im Laufe der Geschichten die Möglichkeit, mit jedem von ihnen eine individuelle Story zu erleben, welche in mehrere Missionen aufgeteilt ist. Diese sind im Großen und Ganzen gut gelungen, da man mehr über jeden Charakter und die individuellen Beziehung zu den Zoids erfährt. Da sich alles jedoch nur in kurzen Textpassagen abspielt, bleibt eine Menge Potenzial auf der Strecke.


Nach jeder Mission wird eure Leistung bewertet.

© TOMY / Outright Games

Der Umfang des Story-Modus kann sich hingegen sehen lassen. Mit über 100 Missionen seid ihr Stunden an den Bildschirm gefesselt und es macht eine Menge Spaß, in die unterschiedlichen Rollen zu schlüpfen und die Beweggründe der Charaktere zu verstehen. Es sei jedoch gesagt, dass eigentlich jede Mission daraus besteht, einen oder mehrere Feinde zu besiegen. Dies ist nicht wirklich intuitiv, da jedoch die Bedingungen der Kämpfe und die Schauplätze sich in Nuancen ändern, wird es nur selten langweilig.


Grund hierfür sind vor allem die Kämpfe selbst. Ihr bewegt euch in diesen durch eine 3D-Arena und könnt per Tastendruck euren Gegenüber mit einer von drei Fähigkeiten attackieren. Ein Ausweichen und Verteidigen ist ebenso möglich. Jede eurer Attacken hat dabei einen individuellen Balken, der sich stetig füllt und bei voller Leiste eine besonders starke Attacke des jeweiligen Typs ermöglicht. Somit erhöht sich euer Repertoire auf insgesamt sechs Attacken, wobei noch der Wild Blast hinzukommt. Diesen kann man sich am ehesten als Ekstase-Phase eures Zoids vorstellen, wenn die Verbindung zwischen Zoid und Mensch besonders stark ist. In dieser Phase richten eure Angriffe mehr Schaden an und ihr habt die Chance, euren stärksten Angriff auszulösen, welcher eure Wild Blast-Phase jedoch auf der Stelle beendet.


Was mir so gut an den Kämpfen gefällt, ist die Tatsache, dass man auch als Anfänger innerhalb weniger Minuten die ersten platzierten Angriffe landet, Hardcore-Spielern jedoch Raum zum Entfalten geboten wird. So ist es beispielsweise auch möglich, Angriffe auszukontern oder aus der Verteidigung heraus Gegenangriffe zu starten. Zoids Wild Blast Unleashed schafft somit eine angenehme Brücke zwischen Anfängern und Profis.


Nach und nach schaltet ihr im Story-Modus immer mehr Geschichten der einzelnen Charaktere frei.

© TOMY / Outright Games

Verbessern könnt ihr eure Fähigkeiten noch weiter, indem ihr die Grundlagen im Trainings-Modus vertieft, euch allein oder zusammen mit einem Freund gegen den Computer spannende Kämpfe liefert oder im Endlos Kampf-Modus die Herausforderung gegen sieben aufeinanderfolgende Gegner sucht. Hierzu stehen euch zu Beginn fünf Charaktere mit ihren jeweiligen Zoids zur Verfügung. Im Verlauf des Abenteuers ist es jedoch möglich, 16 Charaktere und Zoids freizuschalten, wobei es zu jedem eurer Monster noch eine Unterart zu entdecken gibt. Diese unterscheiden sich nicht nur im Aussehen von ihrem Original, sondern kommen mit anderen Werten daher. Die Auswahl fühlt sich insgesamt sehr rund an, da alle Zoids durch ihre Individualität glänzen und eben mit eigenen Stärken und Schwächen daherkommen. So ist Needle, ein riesiger Skorpion, beispielsweise in der Lage, seine Kontrahenten zu vergiften. Dies fordert euch als Spieler stets heraus, nicht nur eure Fähigkeiten, sondern auch die eures Gegners zu kennen.


Technisch ist Zoids Wild Blast Unleashed leider nicht ganz so rund. Zwar sind die Kämpfe meist flüssig und Framedrops gehören der Seltenheit an, die grafische Darstellung ist jedoch unterirdisch. Alles wirkt sehr unsauber gearbeitet und anhand der Screenshots wird dies nochmals stärker deutlich. Dafür sind die Charaktermodelle toll an den Anime angelehnt und können in den kurzen Gesprächen überzeugen. Aufwändigere Zwischensequenzen wären jedoch wünschenswert gewesen. Auch hier wurde mögliches Potenzial nicht ausgeschöpft. Ebenfalls störend sind die zwar kurzen, dafür aber häufigen Ladezeiten, auch wenn diese durch nette Bilder der Zoids schön gestaltet sind.


Dafür passen für mich Schwierigkeitsgrad und Umfang sehr gut zusammen. Zu Beginn gestalten sich die Kämpfe noch relativ leicht und man verliert nur selten die Oberhand in den Kämpfen. Im späteren Verlauf kommen jedoch einige harte Brocken auf einen zu, wenn man sich beispielsweise gleich vier Gegnern stellen muss, ohne dass sich die eigene Energieleiste wieder auffüllt. Zeitlich könnt ihr allein in den Story-Modus mindestens 15 Stunden investieren. Darüber hinaus gibt es noch Statuen, Konzeptzeichnungen und Musikstücke freizuschalten. All das erhöht die Gesamtspielzeit nochmals um weitere Stunden. Vor allem jüngere Spieler werden in Zoids Wild Blast Unleashed etliche Stunden verbringen können.


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Unser Fazit

7

Spaßgarant

Meinung von Maik Styppa-Braun

Zoids Wild Blast Unleashed hat mich überrascht und wurde sogar fast zum Spiele-Hit. Es macht sehr viel Spaß, mit den riesigen Monstern zu kämpfen und sie zu studieren, da sie eine Menge Möglichkeiten bieten. Vor allem die einfache und zugleich intuitive Steuerung sorgt dafür, dass schnelle Runden zwischendurch immer wieder zur Tagesordnung gehören werden. Grund hierfür ist auch der immense Umfang. Dafür fehlt es an manchen Stellen leider an Abwechslung und die Mehrspieler-Optionen sind auf das gemeinsame Spielen an einer Konsole limitiert. Technisch ist das Beat 'em up ebenfalls alles andere als Rund, sodass man den Award leider knapp verpasst.
Mein persönliches Highlight: Die spannenden Kämpfe gegen die riesigen Roboterwesen

Die durchschnittliche Leserwertung

1 User hat bereits bewertet

Kommentare 3

  • Zarathustra

    Ritter von Ni(er)

    Danke für den Test,hab das Spiel jetzt auf dem Schirm was ich vorher nie gedacht hätte.


    Sieht aber für ne arcadige Prügelei zwischendurch echt gut aus.

  • EdenGazier

    Prinzipal der Spiele

    Also ich finde das Spiel unterirdisch


    Kein online Multiplayer

    Belanglose Story Kampangne

    Wer die KI Programmiert hat sollte noch mal die Schulbank drücken. Einfach Gruselig schlecht

    Sehr Repetiv


    Ich will den Tester definitiv nichts unterstellen. Aber er muss ein anderes Spiel gespielt haben als ich.


    Ich kann diese Gurke niemanden empfehlen

    Gut gemeint eine 4

  • Tsuki Uzumaki

    Turmknappe

    Echt 7 Punkte? Ich habe es gespielt, weil ich den Game Cube Teil auch ganz cool fand, aber das hier ist...irgendwie nichts. Ich meine die Animation ist okay, aber das Spiel ist ziemlich klein vom Umfang her. Man kann nicht wirklich viel machen und die "Story" besteht auch nur aus ein paar langweiligen Texten. Da sind andere Anime Spiele wie Naruto, Dragonball oder One Piece deutlich umfangreicher.

    Also mehr als 4 bzw. 5 Punkte vielleicht wegen der Zielgruppe (selbe wie Pokemon) aber 7? Ne!