Hier bist du der DJ und bestimmst, was läuft!

Für alle Festival-Besucher war das Jahr 2020 eine herbe Enttäuschung. Aufgrund der grassierenden Pandemie waren so gut wie alle Festivitäten abgesagt. Bands konnten nicht auftreten, hatten ebenso wie die Veranstalter keine Einnahmen und alle Musikliebhaber mussten auf online stattfindende Konzerte zurückgreifen, um ihren Durst nach Live-Musik zu stillen und ihren Ohren klangvolle Befriedung zu verschaffen. Doch das ist einfach nicht dasselbe wie live vor Ort zu sein. Aber vielleicht gibt es ja eine adäquate Lösung zwischen der physischen Anwesenheit auf einem Festival und dem schnöden Live-Stream eines Online-Konzerts vor einem Greenscreen im Studio. Vielleicht schafft es FUSER, sich genau dazwischen zu platzieren. Im Spiel verdingt ihr euch nämlich als frisch gebackener DJ und müsst die Menge auf einem Festival mit eigens gemixter Musik ordentlich anheizen. Es heißt also selbst musizieren, statt nur genießen und dabei noch etwas Festival-Atmosphäre schnuppern. Ob der Plan aufgeht und das Spiel gerade jetzt für alle Festival-Freaks und Musik-Liebhaber zum richtigen Zeitpunkt erscheint?


Vielleicht kennt der ein oder andere von euch noch DropMix. Bei dem elektronischen Gesellschafts-/Brettspiel habt ihr ein Set aus Karten, auf dem verschiedene Songs bzw. Tonspuren gespeichert sind. Diese können jeweils auf einem elektronischen Spielbrett abgelegt und damit in Verbindung mit einem Smart Device unterschiedliche Mixes kreiert werden. FUSER funktioniert nach einem ganz ähnlichen Prinzip und Harmonix hat sein ehemaliges Brettspielkonzept nun vollständig digitalisiert.


Let's get the party startet


Bevor ihr euch jedoch an die Turntables wagen dürft, müsst ihr euch zunächst euer DJ-Ich anfertigen. Hier dürft ihr aus einer Vielzahl von vorgefertigten Körperteilen und Körpermerkmalen wählen. Seid ihr Männlein oder Weiblein, welche Hautfarbe soll euer Alter Ego haben und welche Haarpracht darf es sein? Hier dürfte für jeden eine passende Kombination vorhanden sein, ohne dass der Editor zu sehr in Detailarbeit ausartet, wie das in so manchen Rollenspielen der Fall ist. Anschließend könnt ihr euren Charakter passend einkleiden und hier sind viele lustige Kombinationen möglich. Vom Raumfahrerhelm über einen Gorillakopf bis hin zu verschiedenfarbigen Gasmasken ist so einiges möglich. Ich habe mich letztendlich für eine eher dunkle Kombination aus schwarzen Plateau-Schuhen, einem pechschwarzen Hemd mit Krawatte sowie einer Gasmaske mit Killernietenapplikationen und knallbunten Haaren entschieden – etwas Kontrast muss schließlich sein! Bevor ihr aus dem Charakter-Editor heraus in die Festival-Welt gelangt, dürft ihr euch noch einen Signature-Move sowie eine Pose aussuchen, welche ihr bei jedem Auftritt zum Besten gebt. Dann noch schnell dem aufstrebenden Musiker einen Namen verpasst und schon war „RaveDave“ bereit für seinen ersten Auftritt.


Euer DJ-Ich und eure Ausrüstung könnt ihr vielfältig anpassen.

© Harmonix Music Systems, Inc. / NCSOFT Corporation.

Nach dem Editor werdet ihr direkt in die Kampagne und damit zu eurem ersten Festival geschickt. Der wie ein Hippie anmutende Danny Humbles begrüßt euch in einem kurzen Intro zu eurem ersten Festivalauftritt mit ein paar warmen, aber recht sonderbaren Worten und schickt euch anschließend direkt auf die Bühne. Bevor der eigentliche Auftritt anfängt, dürft ihr euch euren Musik-Koffer zusammenstellen. Hier sind alle Songs, Instrumente und musikalischen Effekte enthalten, welche ihr benötigt, um euer Publikum zu beeindrucken. Ein paar Titel sind bereits vorausgewählt, welche für das aktuelle Set benötigt werden und welche ihr somit auch nicht entfernen könnt. Euch steht aber innerhalb der Kampagne jederzeit frei, die Lücken im Koffer mit weiteren Songs zu füllen. Anfangs ist die Auswahl natürlich noch recht gering. Im Freestyle- sowie Multiplayer-Modus gibt es, bis auf die Maximalanzahl von Songs, allerdings keinerlei Beschränkungen. Während der Kampagne erhaltet ihr nach und nach mehr Inhalte für euren Koffer. Diese könnt ihr auch mittels Musik-Token kaufen, welche ihr für erfolgreiche Shows kassiert. Manche werden auch bei Absolvieren der Kampagne freigeschaltet oder sind erst ab einem gewissen Spielerlevel erwerbbar. Mit jedem Auftritt gewinnt euer Charakter nämlich auch an Erfahrung, was sich in einem entsprechenden Level widerspiegelt. Bis ihr die begehrtesten Songs ab Level 45 kaufen könnt, müsst ihr allerdings einiges an Auftritten absolviert haben. Um euch eine kurze Einschätzung zu geben: Bei Abschluss der Kampagne hatte ich gerade mal Level 9 erreicht. Als visuelles Gimmick kommt dann noch das wählbare Bühnenset hinzu. Hier könnt ihr eine verschiedenfarbige Lichtershow, Bühneneffekte wie Feuer, Nebel und auch Feuerwerk sowie die Hintergrundanimation der Projektionsflächen an der Bühne einstellen. Später kommen zudem Publikumseffekte hinzu. Im Verlauf der Kampagne erhaltet ihr neben den Musik-Token auch Stil-Token, welche ihr für kosmetische Anpassungen ausgeben könnt.


Viele abgedrehte Bühnen warten darauf, von euch zum Beben gebracht zu werden.

© Harmonix Music Systems, Inc. / NCSOFT Corporation.

Ist alles nach euren Wünschen, kann das Mixen losgehen: Die Kamera fährt an die Bühne heran, hoch oben am Mischpult: RaveDave, der seinen Signature-Move zum Besten gibt. Dann wird euer wichtigstes Instrument eingeblendet, das DJ-Pult. Insgesamt ist das Overlay sehr gut lesbar aufgebaut, wirkt nicht zu überladen und ist in drei Hauptbereiche aufgeteilt. Im oberen Bereich findet ihr eure Musik, als Song-Cover angezeigt, Effekte und Instrumente sowie Snapshots (quasi Momentaufnahmen von gespielten Sets). Am linken und rechten unteren Bildschirmrand werden euch die Laune des Publikums sowie eine Punktewertung angezeigt. In der Kampagne gesellt sich noch eine Liste mit Aufgaben hinzu. Mittig unten befinden sich eure vier Plattenteller sowie darüber angeordnet eine Leiste, welche ein Metronom in Verbindung mit einer Vier-Vierteltakt-Skala darstellt. Diese ist wichtig, damit ihr punktgenau die korrekten Tonspuren bzw. Discs der einzelnen Songs einspielt und sich eure Gesamtkomposition am Ende auch harmonisch und ausgewogen anhört. Bedient wird euer gesamtes DJ-Set mit einer Art rundem Mauszeiger. Schwebt ihr mit diesem über einen der eingeblendeten Song-Cover, könnt ihr durch Auswahl einer der vier farblich voneinander getrennten Tonspuren diese direkt auf einen beliebigen der vier Plattenteller „droppen“ oder auch einreihen („cuen“), um diese später einzuwechseln. Unterschieden wird zwischen blau (Drums, Sampler), violett (Gitarren, Synthesizer, Sampler), rot (Synthesizer, Gitarren, Hörner) und gelb (Gesänge, Synthesizer, Sampler).


Von jeder der Tonspuren könnt ihr eine beliebige Anzahl mischen, bis alle vier Plattenteller belegt sind. Wenn ihr die Scheibe direkt auf den Plattenteller haut oder sie aus der Cue einwechselt, solltet ihr natürlich darauf achten, dass dies im richtigen Moment bzw. Takt passiert. Dazu wird euch ein Punkt in der entsprechenden Farbe der Tonspur auf der erwähnten Vier-Vierteltakt-Skala angezeigt, mit dem euch FUSER den exakten Zeitpunkt empfiehlt, die Tonspur auf den Plattenteller zu bringen, um die maximale Klangkompatibilität rauszuholen – und das funktioniert verblüffend gut! Seid ihr mit eurem aktuellen Mix zufrieden, könnt ihr ihn noch mit diversen Effekten versehen, wie beispielsweise einem Verzerrer oder Hall. Hinzu kommt, dass ihr die Tonart, das tonale Modell zwischen Dur und Moll sowie die Geschwindigkeit (Beats per Minute) des Mixes stufenlos per Schieberegler einstellen dürft. Wollt ihr eine Tonspur ausblenden, stummschalten oder ganz aus dem Mix entfernen, geht auch das. Wollt ihr selbst etwas kreativ werden und dem Ganzen noch eine Eigenkomposition hinzufügen? Kein Problem. Diverse Instrumente können entweder direkt gespielt oder sogar per Loop abgespeichert und als eigene Tonspur auf einen der Plattenteller gebracht werden. Das funktioniert mit einem Soundboard, auf dem in mehreren Reihen Knöpfe angebracht sind, welche unterschiedliche Töne in der entsprechend gewählten Instrumentenart verursachen, ebenfalls sehr gut, solange ihr nicht zu wild zwischen den einzelnen Tönen hin und her springt. Möchtet ihr eurem Publikum einen spannenden Übergang zum Beispiel in einen anderen Genre-Mix bieten, könnt ihr die automatische Raiser-Funktion einsetzen. Diese hebt euren aktuellen Mix tonal an, fügt Effekte hinzu und schafft so eine perfekte Transition in euren nächsten eingereihten Mix. Zuletzt hat man dann noch die Möglichkeit, auf Knopfdruck den bereits erwähnten Snapshot von seinem aktuellen Mix zu erstellen, damit man ihn für später gespeichert und jederzeit abrufbar hat. Bedienen lassen sich alle diese Funktionen recht komfortabel, doch eine Touchfunktion im portablen Modus wäre eine willkommene Zusatzfunktion gewesen, um noch präzisere Eingaben tätigen zu können. Gerade beim Soundboard wäre das sehr hilfreich gewesen, ebenso bei den Einstellungen, die per Schieberegler vorgenommen werden.


Ein Füllhorn voll musikalischer Möglichkeiten


Wie ihr merkt, bietet FUSER einiges an Funktionalität, um den perfekten Mix zu kreieren und das Trommelfell des virtuellen Publikums ordentlich zum Schwingen zu bringen. Damit das gelingt, solltet ihr selbstverständlich etwas Taktgefühl und auch etwas musikalisches Feingefühl mitbringen. Im Verlauf der Kampagne, welche prinzipiell ein großes Tutorial für alle diese tonalen Einstellungsmöglichkeiten darstellt, werdet ihr aber auch Schritt für Schritt an das vielfältige System herangeführt und könnt so mehr Gespür für das Mixen entwickeln.


Eure wichtigsten Werkzeuge: Das DJ-Pult und die vielfältig mix- und veränderbare Musikauswahl aus eurem Koffer.

© Harmonix Music Systems, Inc. / NCSOFT Corporation.

Größtes Manko ist allerdings, das man sich während der Auftritte in der sechs- bis siebenstündigen Kampagne viel zu sehr auf das Lösen der gestellten Aufgaben konzentrieren muss, als wirklich harmonisch ineinandergreifende Musikspuren zu einer Gesamtkomposition verschmelzen zu lassen. Auch wenn die Aufgaben meist nicht sonderlich herausfordernd sind, möchte man diese dennoch erfüllen, um das Publikum anzufeuern und schlussendlich eine möglichst hohe Punktzahl zu erreichen. Da einige auch noch ein Zeitlimit haben, versucht man zumeist, irgendetwas Passendes aus dem vorgegebenen Songkatalog zu wählen, und da ergibt sich ein weiteres Problem: Auch wenn sich einige Songs immer wieder in den einzelnen Sets wiederfinden, wechseln diese jedoch häufig, was zur Folge hat, dass man nur sehr schleppend darauf kommt, welche Songs gut zusammen harmonieren. Unverständlich ist auch, warum das Spiel einige Songs vorgibt, die auch musikalisch recht gut zusammenpassen, ich aber meinen Koffer mit teilweise mehr als 10 bis 15 weiteren Musikstücken füllen muss, damit ich die Bühne überhaupt betreten darf. Natürlich sollte man sich überlegen, ob man Megadeth – Symphony of Destruction sinnvoll mit Tones And I – Dance Monkey mischen kann, aber manchmal bleibt einem keine andere Wahl, auch weil sich das Publikum gerade diese Titel während eines Auftrittes wünscht.


Doch so seltsam die Entscheidung der Entwickler für diesen Weg in der Kampagne gewesen ist, zeigt es auch, wie viel Potential in dem Musikspiel steckt, wenn man neben besagtem musikalischen Talent und Taktgefühl auch etwas Experimentierfreudigkeit mitbringt. Die unterschiedlichen Musik-Genres im Freestyle-Modus miteinander verschmelzen zu lassen, mit Effekten und weiteren Instrumenten zu versehen, um daraus ein völlig neues Lied zu erschaffen, macht wirklich unfassbar viel Spaß. Nach und nach findet man die Songs, Tonspuren und musikalischen Anpassungen, aus denen man seinen eigenen perfekten Mix kreieren kann. Die Kampagne ist also wirklich eher als große Einführung in die Welt der DJs zu sehen und daher nur schmuckes Beiwerk. Den anderen DJs, denen ihr dort begegnet, sind zudem allesamt recht sonderbare Individuen, wirken grafisch wie die Marionetten aus Team America und teilweise auch unglaubwürdig. Einer von ihnen ist angeblich erst 10 Jahre alt und erzählt, dass er bereits sein ganzes Leben lang Rap-Musik macht und euch nun erklären möchte, wie man eine richtige Show auf das Festivalparkett legt – ja, klar doch. Die Sprachausgabe geht in Ordnung, wobei die Monologe der Charaktere teils wenig bis keinen Sinn ergeben. Hier merkt man, dass das Spiel seinen Fokus auf andere Qualitäten legt und das ist auch völlig in Ordnung.


Die Auswahl an Musik ist bunt gemischt, bietet aktuelle Titel und Klassiker und lässt sich individuell zusammenstellen.

© Harmonix Music Systems, Inc. / NCSOFT Corporation.

Möchtet ihr eure Werke mit anderen teilen, bietet das Spiel eine ganze Reihe an sozialen Features, um euer Können euren Freunden oder der Welt zu präsentieren. Koop-Freestyle mit bis zu vier Spielern und acht Zuschauern, eins gegen eins DJ-Duelle mit Weltrangliste und einen Social-Hub, mit dem ihr an wechselnden Events teilnehmen könnt – die Auswahl ist reichhaltig. Ihr könnt zudem Follower sammeln, Mixe teilen und auch private Shows veranstalten. Die Online-Features sind vielfältig, allerdings konnte ich diese zum Testzeitpunkt nicht vollumfänglich testen. Falls ihr nur dem virtuellen Live-Publikum auf einem der Festivalbühnen eine Show darbieten möchtet, ist das natürlich auch möglich. Insgesamt stehen euch sechs sehr unterschiedliche davon zur Verfügung und bieten von bunten, mit Zucker überzogenen Riesen-Cupcakes bis hin zu futuristisch anmutenden Monolithen genug Abwechslung für das Auge. Zudem könnt ihr die Bühnen durch die Auswahl von vier Tageszeiten in unterschiedliches Licht hüllen.


Etwas störend am Gesamtbild sind die hier und da nachladenden Texturen und das allgemein etwas detailarme Publikum. Vieles davon verschwindet allerdings im peripheren Sichtfeld, da ihr euch sowieso mehr auf die Songauswahl und eure Plattenteller konzentriert. Was allerdings deutlich negativer auffällt, sind die immer mal wieder willkürlich auftretenden kurzen Ruckler, welche mir so manches Mal das korrekte Timing beim Wechsel der Tonspuren vermiest hat. Hier muss Harmonix unbedingt nachbessern. Hier und da wurde ich auch statt einer laufenden Zwischensequenz nur mit einem Standbild mit Ton begrüßt. Auf durchweg hohem Niveau ist allerdings der Sound. Angefangen von den einzelnen Musiktiteln bis hin zu den Instrumenten klingt alles wuchtig, voluminös und sauber abgemischt, selbst ältere Songs aus den Achtzigern. Nennt ihr eine gute Anlage oder Kopfhörer euer Eigen, erwartet euch genau der tonale Exzess, den ihr von einem Musikspiel wie FUSER erwartet. Auch die generelle Auswahl der Genres und die Vielfältigkeit der über 100 enthaltenen Stücke sind rundum gelungen. Von Dance über R&B, Rap/Hip Hop und Pop bis hin zu Rock, Country und sogar Latin Music ist so einiges enthalten und erstreckt sich über diverse Jahrzehnte. Weitere Titel sollen in Zukunft zudem als zusätzlicher herunterladbarer Inhalt angeboten werden. Was ich an der gelungenen Musikauswahl allerdings etwas vermisst habe, ist die Funktion, mir von jedem einzelnen Song auch getrennt die einzelnen Tonspuren anhören zu können. Es ist nur eine Vorschau des gesamten Titels möglich – schade.

Unser Fazit

7

Spaßgarant

Meinung von David Kuhlgert

Ich habe viele Hundert Stunden mit Spielen wie Guitar Hero, DJ Hero oder auch Rock Band verbracht, viele davon zusammen mit Freunden. Die Musikspiele haben mir unter anderem deshalb Spaß gemacht, weil sie durch die Präsenz eines eigenständigen, einem Instrument nachempfundenen Controllers das Gefühl gegeben haben, Teil einer Band zu sein oder als DJ fetzige Mixes zusammenzumischen. Dieses haptische Erlebnis und quasi Mittendringefühl bietet FUSER leider nicht. Doch diese vermeintliche Schwäche gleicht es durch die unfassbar hohe Vielfalt an musikalischen Einstellmöglichkeiten aus, welche mit einer physischen Ergänzung, wie es bei den eingangs erwähnten Spielen der Fall ist, gar nicht möglich wäre. Hat man erstmal seinen Koffer mit passenden Song-Favoriten, Instrumenten und Effekten ausgestattet, entwickelt sich während deren Verschmelzen eine unfassbare Dynamik. Eine Tonspur hier, ein Instrument dort – oh, das klingt ja gar nicht mal schlecht. Dann noch mit diversen Effekten anreichern und schon hatte ich eine gut klingende Melodie-Melange, welche ich auch mit Freude immer noch weiter variiert und perfektioniert habe. Die hohe Songvielfalt ist hierbei sehr positiv hervorzuheben und ich hätte nicht gedacht, dass sich genreübergreifend so klasse Songmixe erstellen lassen. Man merkt dem Spiel auch an, dass es von Entwicklern erschaffen worden ist, für die Musikspiele kein Neuland sind. Hier ist spürbar viel Energie reingeflossen und das hat bei mir sehr positiven Anklang gefunden. Das lässt mich die recht schnöde inszenierte und nervige Kampagne auch schnell wieder vergessen. Wer generell musikalisch interessiert ist und am besten auch noch ein Ohr für viele verschiedene Genres hat, der dürfte mit FUSER lange Freude haben. Nicht zuletzt auch wegen den vielfältigen Online-Features. Für mich schrappt es nur haarscharf an der ntower-Spiele-Hit-Auszeichnung vorbei. Sollte der Entwickler auf der Nintendo Switch die wenigen technischen Mängel noch in den Griff bekommen, dann hätte sich FUSER diese sicherlich verdient. So ist es aber immer noch ein musikalischer „Spaßgarant“ geworden.
Mein persönliches Highlight: Die vielfältigen Möglichkeiten seinen Musik-Mix abzumischen und mit eigenen Effekten und Instrumenten anzureichern.

Die durchschnittliche Leserwertung

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Kommentare 1

  • Zentriefugal

    Turmknappe

    Prima... jetzt können Sie sich endlich wieder auf einen neuen Rock Band Ableger konzentrieren.