Ab in den Garten des Wahnsinns!

Um die Wartezeit auf das auf 2021 verschobene No More Heroes III zu verkürzen, wurden kürzlich die ersten beiden Ableger von Suda51 für die Nintendo Switch angekündigt und am selben Tag veröffentlicht. Kann No More Heroes auch 13 Jahre nach der japanischen Erstveröffentlichung auf der Wii noch begeistern und wie unterscheidet sich die Nintendo Switch-Version vom originalen Titel? In diesem Test erfahrt ihr, worum es im abgedrehten Assassinen-Abenteuer geht, welche Stärken und Schwächen der erste Ableger der Reihe auf der Nintendo Switch aufweist und für wen sich ein (Neu-)kauf lohnt.


Actionreiche Kämpfe mit Bewegungs- oder Knopfsteuerung


In No More Heroes schlüpft ihr in die Rolle von Travis Touchdown, der vom amerikanischen Schauspieler und Stuntman Johnny Knoxville (bekannt aus der Fernsehsendung Jackass) inspiriert wurde. Travis verkörpert den stereotypischen Zocker, der die Schnauze vom harten Alltag voll hat und lieber das Leben vor der Konsole genießt, von schönen Frauen träumt, seinen geringen Lebensunterhalt durch langweilige Nebenjobs verdient sowie in japanische Animes vernarrt ist. Sein Geld gibt er am liebsten für Videospiele, Wrestlingfilme, Actionfiguren und Schmuddelvideos aus – auch ein bei einer Auktion gewonnenes Beam Katana gehört zu seinen großen Schätzen. Als er bei einer Bar die verführerische Blondine Sylvia Christel trifft, welche übrigens von den Schauspielerinnen Scarlett Johansson und Sylvia Kristel inspiriert wurde, sollte sich sein Leben auf einen Schlag verändern: Sylvia ist eine Agentin der United Assassins Association und bietet Travis an, mit seinem Beam Katana die besten Assassinen des Landes umzubringen, um sich in der Attentäter-Rangliste nach oben zu kämpfen. In der Hoffnung, dadurch einerseits Geld zu verdienen, sich beweisen zu können und andererseits vielleicht mit Sylvia schlafen zu können, stürzt sich der hormongesteuerte und risikobereite Travis in das gefährliche Abenteuer.


Sylvia ist für Travis eine Hauptmotivation, sich durch die Gegnerscharen zu metzeln.

© Marvelous Inc. / Grasshopper Manufacture Inc.

Eure Aufgabe besteht nun darin, in sogenannten Rangkämpfen die zehn bestplatzierten Assassinen umzubringen, um schlussendlich selbst auf Platz 1 in der Rangliste vordringen zu können. Während ihr in der Wii-Version auf die Bewegungssteuerung der Wii-Fernbedienung angewiesen wart, so könnt ihr nun auf der Nintendo Switch alternativ auch ausschließlich mit der Knopfsteuerung spielen, wodurch das Handheld-Spiel ermöglicht wird und das Spielen mit dem Nintendo Switch Pro Controller ein echter Genuss ist. Habt ihr die Bewegungssteuerung aktiviert, so könnt ihr Griffe, Würfe und spektakuläre Wrestlingmoves sowie finale Schwerthiebe durch das Schwingen der Joy-Con-Controller in die jeweils vorgegebene Richtung ausführen – auch zwischen hohen und tiefen Schlägen könnt ihr, abhängig davon, in welcher Neigung ihr euren Joy-Con haltet, wählen. Ohne Bewegungssteuerung müsst ihr die finalen Hiebe mit dem rechten Control-Stick ausführen, indem ihr diesen in die vorgegebene Richtung lenkt. Die regulären Schläge mit dem Beam Katana und den Fäusten sowie Füßen werden hingegen stets mit den Tasten ausgeführt, sodass ein guter Steuerungs-Mix beim Spielen gefunden wird.


Ab und zu gibt es besondere Aktionen, die ihr durch das Schwingen oder Schütteln der Joy-Con meistern könnt, wie beispielsweise den Gegner nach gleichzeitig aufeinandertreffenden Waffen zurückzustoßen, Objekte in Baseball-Manier mit eurem Katana wegzuschlagen oder die Energie eures Beam Katanas auf humorvolle (zweideutige) Weise aufzuladen. Besiegt ihr Gegner, so erhaltet ihr in einer Art Slotmaschine die Chance, drei gleiche Symbole zu bekommen, wodurch ihr kurzfristig besondere Fähigkeiten nutzen könnt, wie beispielsweise die Gegner zu verlangsamen, jeden Gegner mit einem Schlag sofort umbringen zu können oder eine enorme Explosion auszulösen.


In den Rangkämpfen stellt sich Travis mächtigen Bossgegnern gegenüber.

© Marvelous Inc. / Grasshopper Manufacture Inc.

Während Travis im leichten Spielmodus automatisch Schläge während des Stehens blockt, müsst ihr dies beim normalen Schwierigkeitsgrad manuell durchführen – ein sehr hoher Schwierigkeitsgrad ist übrigens nach dem ersten Durchspielen freischaltbar. Ihr habt natürlich auch die Option, gegnerischen Angriffen in verschiedene Richtungen auszuweichen, um direkt darauf einen Gegenangriff zu starten. Durch das Halten entsprechender Knöpfe könnt ihr Angriffe aufladen, um besonders verheerende Attacken auszuführen. Während bei normalen Gegnern die Verteidigung meist durch wiederholte oder starke Schläge durchbrochen werden kann, ist bei größeren Bossgegnern mehr Taktik gefragt und ihr müsst genau auf die Schwachstellen achten sowie auf die Verwundbarkeitslücken warten, die euch nach Angriffsversuchen offenbart werden. Ganz am Anfang des Spiels erhaltet ihr ein Tutorial, das euch die Steuerung gut erklärt – leider könnt ihr die Steuerung jedoch später nicht mehr nachschlagen, solltet ihr gewisse Eingaben nicht (mehr) wissen. Das ist besonders ärgerlich, wenn ihr beispielsweise im Laufe des Spiels von der Bewegungssteuerung zur Knopfsteuerung wechseln wollt, welche ihr überhaupt nicht mehr erklärt bekommt.


Das Gameplay ist herrlich und es bereitet viel Spaß, sich durch Gegnerhorden zu metzeln, bis schlussendlich der jeweilige Rangkampf-Boss als finale Prüfung wartet. Die 10 Bossgegner, welche von einem Sänger im Sportstadium bis hin zu einem Magier in einer Zaubershow reichen, stellen das große Highlight des Spiels dar, bei denen ihr euer ganzes Können unter Beweis stellen müsst, um nicht selbst getötet zu werden. Untermalt werden sie von tollen Zwischensequenzen, in denen die schöne Story rund um Travis, Sylvia und weiteren Charakteren mit englischen Vertonungen erzählt werden. Auch wenn das Spiel sehr brutal ist und ihr viele abgeschnittene Köpfe, zerstückelte Körper, Blutfontänen sowie Vulgärsprache zu sehen und hören bekommen werdet, so bleibt das Abenteuer zugleich stets humorvoll und weiß durch einen ganz eigenen Charme zu begeistern. In keinem anderen Spiel werdet ihr so oft und so viele verschiedene Toiletten besuchen wie in No More Heroes, schließlich hat Travis nur auf Klo genug Ruhe, um den wertvollen Spielstand zu speichern – danach wird die Hose wieder hochgezogen und für das Benutzen von Toilettenpapier scheint die Zeit leider nicht mehr zu reichen. Die herrlich verrückten Sprüche, Animationen, sexuellen Anspielungen, das vermehrte Durchbrechen der vierten Wand und Referenzen zu diversen Themen aus der echten Welt haben mich des Öfteren zum Lachen bringen können.


Repetitive Jobs und öde Stadt – das Leben von Travis ist hart


Die tollen Rangkämpfe, die euch durch abwechslungsreiche Gebiete voller menschlicher Gegner zu den jeweiligen Bossen führen, sind jedoch nur ein Teil von No More Heroes, denn um daran teilnehmen zu können, müsst ihr jeweils eine Startgebühr bezahlen. Geld wächst nicht auf den Bäumen, das weiß Travis wie kein Zweiter: Ihr müsst euch daher durch schlecht bezahlte Nebenjobs quälen, die weder im echten Leben noch im Spiel sonderlich viel Spaß machen – beispielsweise Kokosnüsse von Palmen klopfen, Müll von den Straßen entfernen, fremde Autos tanken und Graffiti von der Wand entfernen. Je schneller ihr arbeitet, desto mehr Geld und einen entsprechend höheren Rang (Bronze, Silber oder Gold) könnt ihr euch verdienen, um Attentäter-Missionen freizuschalten, bei denen ihr ungewünschte Kontrahenten eliminieren müsst, um schließlich genügend Geld verdienen zu können.


Müllsammeln macht genauso viel Spaß wie es klingt – nicht sonderlich viel.

© Marvelous Inc. / Grasshopper Manufacture Inc.

Die zentrale Oberwelt im Spiel ist die fiktive Stadt Santa Destroy in Kalifornien: Ihr startet im Motel "No More Heroes", in welchem sich die Wohnung von Travis befindet. Zu Hause könnt ihr alltägliche Dinge tun, wie beispielsweise fernsehen (und nebenbei neue Wrestlingmoves durch erwerbbare Wrestling-Filme erlernen), mit eurer Katze spielen, euch umziehen und – natürlich ganz wichtig – genüsslich die Toilette aufsuchen.


Außerhalb der Wohnung kann Travis Santa Destroy nach Belieben erkunden: Leider ist die Stadt jedoch nicht sonderlich spannend und dies wird euch auch direkt in der Stadtbeschreibung im Spiel vermittelt: Die Sandstrände sind alles andere als einladend, denn das Wasser ist derart dreckig, dass dort kaum jemand schwimmen geht, die Einkaufsmeilen sind nicht sehr belebt, die Gebäude sind hässlich und das gesamte Stadtambiente wirkt trostlos. Kurzum, in der Stadt gibt es kaum wirkliche Sehenswürdigkeiten und dementsprechend bereitet es auch nicht sehr viel Spaß, die Zeit in Santa Destroy zu verbringen.


Das Problem ist: Ihr müsst viel Zeit in Santa Destry verbringen – für jede Mission, sei es ein Rangkampf, eine Attentätermission, eine freie Kampf- oder eine Nebenjobmission, müsst ihr zunächst quer durch die Stadt an den jeweiligen Zielort gelangen. Ständig von einem Ort zum anderen gehen oder fahren zu müssen, kann auf Dauer sehr eintönig und nervig werden und fühlt sich mitunter wie eine unnötige Spielstreckung an. Besonders lästig ist die Tatsache, dass ihr oft dieselben Wege wieder und wieder zurücklegen müsst: Wenn ihr beispielsweise bei Attentätermissionen zu wenig Geld verdient habt und diese wiederholen wollt, müsst ihr nochmal zurück zum Gebäude, wo ihr den Missions-Auftrag bekommt, und danach müsst ihr zum erneuten Male zum Ort gelangen, wo die Mission stattfindet.


Mit dem Fahrzeug "Schpeltiger" könnt ihr Santa Destroy unsicher machen.

© Marvelous Inc. / Grasshopper Manufacture Inc.

Glücklicherweise steht euch in Santa Destroy der aufgemotzte Scooter "Schpeltiger" zur Verfügung, mit dem ihr durch die Gegend rasen könnt. Die Fahrphysik fühlt sich nicht sonderlich intuitiv an und während ihr manchmal ohne Probleme durch Hindernisse düsen könnt, fliegt Travis hin und wieder bei den kleinsten Berührungen von seinem Gefährt. Während ihr Palmen, Laternen oder Ampeln selbst mit niedrigem Tempo einfach wie Grashalme niedermähen könnt, sind beispielsweise Schilder von Bushaltestellen standfest, was ein wenig unlogisch erscheint. Ähnlich verhält es sich mit den teils nicht vorhandenen Ausweichmanövern der spärlich animierten Fußgänger und nicht selten habt ihr eine durchsichtige Wand vor euch, die nicht durchdringbar ist, obwohl das jeweilige Hindernis sich etliche Zentimeter entfernt befindet.


In der ersten Hälfte des 10 bis 15 Stunden langen Spiels könnt ihr nach und nach mehr Orte in Santa Destroy freischalten, wo ihr euch beispielsweise mit der hart verdienten Kohle neue Klamotten kauft, ins Fitnessstudio geht, um eure Attribute wie Angriffskraft oder Combofähigkeiten zu verbessern oder in einen Laden könnt, um das Beam Katana aufzumotzen. In den Mülltonnen in Santa Destroy könnt ihr Sammelobjekte wie T-Shirts finden und auch sogenannte Lokikov-Bälle sind auf der Oberwelt versteckt, die ihr einlösen könnt, um neue Fähigkeiten wie Angriffsverbesserungen oder eine erhöhte Geschwindigkeit zu erlernen. Die Gestaltungsmöglichkeiten und die Verbesserungen eurer Fähigkeiten und Waffen sorgen für ein wenig Abwechslung im Kampf und auch abseits der Kämpfe.


So unterscheidet sich die Nintendo Switch-Version vom Original


No More Heroes auf der Nintendo Switch basiert auf der originalen Wii-Version und nicht auf der adaptieren PlayStation 3-Version, wodurch alle neuen Inhalte von No More Heroes: Heroes' Paradise nicht im Spiel enthalten sind. Glücklicherweise ist der Charme des Wii-Originals noch voll vorhanden und der damals schon sehr spezielle Grafikstil ist dank HD-Upgrade nun noch toller – verpixelte Charaktermodelle oder Umgebungen gehören der Vergangenheit an. Nichtsdestotrotz sind beispielsweise in Santa Destroy die Texturen der Straßen, Autos, Bäume und Gebäude nach wie vor sehr detailarm und wirken aus heutiger Sicht alles andere als zeitgemäß.


Euch wird in No More Heroes ein flüssiges Spielerlebnis geboten.

© Marvelous Inc. / Grasshopper Manufacture Inc.

Neben der schärferen Grafik und den neuen Steuerungsoptionen, die sowohl Fans als auch Kritiker der originalen Bewegungssteuerung zufrieden stellen dürften, wurde auch an der Framerate geschraubt, sodass ihr das Spiel nun erstmals in 60 FPS genießen könnt. Noch nie hat sich das Abschlachten der Gegner derart flüssig angefühlt wie auf der Nintendo Switch und größere Framerate-Einbrüche sind relativ selten, sodass sie das Spielerlebnis kaum stören. Auch wurde an den Ladezeiten geschraubt, die nun geringer ausfallen als damals auf der Wii. Sehr schön ist zudem, dass die Nintendo Switch-Version von No More Heroes hierzulande, anders als damals auf der Wii, komplett unzensiert ist und ihr die volle Ladung Blut zu sehen bekommt. Während das digitale Spiel in Deutschland eine USK-Einstufung von 18+ erhalten hat, ist die (beispielsweise in Österreich erhältliche) PEGI-Version überraschenderweise bereits ab 16 Jahren freigegeben.


Zwar ist No More Heroes auf der Nintendo Switch insgesamt die beste Version des Spiels, jedoch nicht in allen Bereichen: Was die Wii-Version so besonders machte, waren die Telefongespräche mit Sylvia, deren englische Stimme mit französischem Akzent aus dem Lautsprecher der Wii-Fernbedienung ertönten und so für ein noch immersiveres Spielerlebnis sorgten. Da die Controller auf der Nintendo Switch keine Lautsprecher mehr haben, geht dieser Aspekt des Spiels nun leider verloren und Sylvias sinnliche Stimme ist stattdessen auf normale Art und Weise über den TV oder über die Nintendo Switch im Handheld-Modus hörbar.


No More Heroes kann auch niedlich sein: Travis mit seiner Katze Jeane.

© Marvelous Inc. / Grasshopper Manufacture Inc.

Auch Hinsichtlich der Musik müssen in der Nintendo Switch-Version Abstriche hingenommen werden, welche verschiedene Geschäfte und Orte auf der Oberwelt betreffen: Der bei Fans beliebte, kunterbunte J-Pop-Song "Heavenly Star" wurde aufgrund lizenztechnischer Gründe aus dem Spiel entfernt, genauso wie das dazugehörige Musikvideo, das im Motel am Fernseher angesehen werden konnte. Des Weiteren ist der tolle Track "K-ENT" nicht mehr in der Nintendo Switch-Version des Spiels vorhanden – laut den Entwicklern dürfte es sich hierbei jedoch um ein Versehen gehandelt haben, wodurch es möglich erscheint, dass dieser Song in einem zukünftigen Update wieder hinzugefügt wird.


Abgesehen davon ist die sehr einzigartige No More Heroes-Musik gleich geblieben und passt sehr gut zum Spielgeschehen, wenngleich euch nach dem Spielen wohl nicht viele Melodien im Kopf bleiben werden. Einzig die eingängige Hauptmelodie ist ein wahrer Ohrwurm und wird im gesamten Spiel in Missionen und Rangkämpfen stets in verschiedenen Variationen wiederverwendet. No More Heroes feuert zwar kein Musikfeuerwerk wie beispielsweise Bayonetta oder NieR ab, es gibt aber dennoch genügend individuelle Musikstücke und besonders die verschiedenen Bossgegner-Tracks stechen positiv hervor.


Die Soundeffekte im Kampf sind großartig und lassen sich, genauso wie die Musik des Spiels, leiser oder lauter stellen. Schade ist jedoch, dass eine solche Option nicht für die Stimmen verfügbar ist und diese direkt an die Soundeffekte gekoppelt sind – da für meinen Geschmack in No More Heroes stellenweise die Soundeffekte zu laut und die Stimmen zu leise sind, ist diese fehlende Option besonders ärgerlich. No More Heroes verfügt auch über deutsche Bildschirmtexte, allerdings sind diese leider sehr schwach und stecken voller orthografischer und grammatikalischer Fehler. Auch gröbere Fehler wie die plötzlichen spanischen Untertitel in der deutschen Version kurz vor dem Boss von Rangkampf 5, die es bereits in der Wii-Version gab, wurden bedauerlicherweise nicht ausgebessert und sind nach wie vor enthalten. Im Großen und Ganzen sind die deutschen Text zwar dennoch gut verständlich, jedoch empfehle ich, das Spiel lieber auf Englisch zu spielen.

Unser Fazit

7

Spaßgarant

Meinung von Felix Eder

Die unzensierte Nintendo Switch-Umsetzung von No More Heroes kann, trotz kleiner Abstriche, als sehr gelungen bezeichnet werden und ist dank verbesserter Grafik, Framerate, schnelleren Ladezeiten sowie der Wahl zwischen Bewegungs- und Knopfsteuerung wohl die beste Version dieses Klassikers. No More Heroes lebt von der humorvollen Story und den nervenaufreibenden Rangkämpfen, die in fantastischen Bosskämpfen ihren Höhepunkt finden. Durch seine ganz spezielle Art sowie zahlreichen Zwischensequenzen strotzt Travis nur so vor Persönlichkeit und es macht sehr viel Spaß, den Japanfreak auf seinem Weg zur Spitze zu begleiten. Leider können andere zentrale Elemente des Spiels, wie die nicht sonderlich spannenden, jedoch erforderlichen Nebenjobs und die langen Wege von Mission zu Mission auf der leeren Oberwelt nicht mit der großartigen Kampf-Action mithalten. Trotz einiger schwer von der Hand zu weisenden Schwächen bietet das kostengünstige, ausschließlich digital erhältliche No More Heroes-Remaster auf der Nintendo Switch ein einzigartiges Spielerlebnis, das ich sowohl Fans des Originalspiels als auch Neulingen ans Herzen legen kann.
Mein persönliches Highlight: Die spektakulären Bossgegner und die herrlichen Zwischensequenzen, welche die ein oder andere Überraschung bieten.

Die durchschnittliche Leserwertung

4 User haben bereits bewertet

Kommentare 16

  • RhesusNegativ

    Meister des Turms

    Alles unter 11 ist Blasphemie!!1!

  • Sib

    Master of Desaster

    Ich liebe die Reihe trotz ihrer Mängel. Ist schon wie ein spielbares Kill Bill^^

  • *GHost*

    Turmheld

    Steht auch noch auf meiner Liste zukünftiger Spiele.

    Hoffe auf eine Retailversion

  • Flomo

    Turmbaron

    Retail bitte den ersten und zweiten .

  • Crimsmaster_3000

    Bastardo de Crimson

    Fand's auf jeden Fall besser als eine 7. Aber icht hatte aich keine Probleme mit den Nebenjobs, fand sie sogar ziemlich cool... (Eigentlich besser als die von NMH2) Bissl Abwechslung :awesome: aber ja die Stadt is sehr leer und drum wohl in NMH2 komplett in ein Menü verwandelt worden

  • nikothemaster

    Turmbaron

    Spiele auf normal und schaffe den ersten Boss nicht, obwohl vorher kein Problem und erster Boss, einfach OP. Sowas fuckt mich ab und nervt mich, weil ich Games nicht auf leicht stellen will, aber bei manchen Games das nur so geht weil die einfach übertreiben

  • Shulk meets 9S

    Meister des Turms

    nikothemaster dann freu dich auf den Rest vom Spiel.


    Weitermachen nicht aufgeben lautet die Devise

  • Sib

    Master of Desaster

    nikothemaster

    Bei solchen Arten von Spielen ist es keine Schande, auf leicht anzufangen. In beiden Ablegern sind die letzten Bosse auf Leicht nicht leicht, die geben schon genug Kontra xD

  • DCLXVI

    Swedish Death Metal Enthusiast

    nikothemaster der ist nicht OP, du musst nur die Patterns und Frames lernen in der er angreifbar ist und nicht blindlinks draufkleschen.

  • Kabuki-Ende

    noch nicht ganz am Ende...

    kommt zwar nicht an teil 2 heran aber trotzdem ein sehr gutes spiel allerdings sollte doch wohl die ps3 version als die beste genannt werden da sie ja noch einige extras beinhaltet oder sind die gar in der switch version ebenfalls enthalten?

  • Felix Eder

    #PhoenixWright4Smash

    Spiele auf normal und schaffe den ersten Boss nicht, obwohl vorher kein Problem und erster Boss, einfach OP. Sowas fuckt mich ab und nervt mich, weil ich Games nicht auf leicht stellen will, aber bei manchen Games das nur so geht weil die einfach übertreiben

    Dann würde ich dir empfehlen, doch lieber auf Leicht zu spielen, denn die Bosse werden noch deutlich schwerer und selbst beim leichten Schwierigkeitsgrad sind einige der späteren Bosse härter als der erste Boss auf Normal.

    kommt zwar nicht an teil 2 heran aber trotzdem ein sehr gutes spiel allerdings sollte doch wohl die ps3 version als die beste genannt werden da sie ja noch einige extras beinhaltet oder sind die gar in der switch version ebenfalls enthalten?

    Nein, die Extras sind (wie im Review beschrieben) nicht enthalten, allerdings hat man da auch nicht sonderlich viel verpasst (beispielsweise sind neue Bosse dabei, die allerdings direkt von NMH2 übernommen wurden und daher gar nicht so zum Spiel passen). Die PS3-Version ist schwächer, da die Steuerung deutlich schlechter ist, wodurch auch das Gameplay negativ beeinflusst wird und der Grafikstil ist zwar Geschmackssache, aber wohl ebenfalls bei der Wii/Switch-Version passender.

  • Darkmariopanther

    Nintendo Freak

    Von Realen Ableger ist noch nichts bekannt oder? Hoffe ja irgendwie darauf, daß sie mit Dreier kommen.

  • TheLightningYu

    Grim Dawn'er

    Mich würde mal interessieren ob ich hier wirklich der einzige bin der die Open World, auch wenn nichts wirklich zu tun gab, in dem Spiel mochte weil es halt mehr ein Gefühl von der Welt gab und das eines der Dinge ist die ich in NHM2 vermisst habe(habe den nachfolger auch nie durchgespielt muss ich zugeben, wird dann zeit bei der Switch das nachzuholen).

  • Darkmariopanther

    Nintendo Freak

    Mich würde mal interessieren ob ich hier wirklich der einzige bin der die Open World, auch wenn nichts wirklich zu tun gab, in dem Spiel mochte weil es halt mehr ein Gefühl von der Welt gab und das eines der Dinge ist die ich in NHM2 vermisst habe(habe den nachfolger auch nie durchgespielt muss ich zugeben, wird dann zeit bei der Switch das nachzuholen).

    Bin da total dabei.

    Bis auf, so lange es kein Reales Spiel geben wird, wird es auch kein durch spielen geben.

  • Sib

    Master of Desaster

    TheLightningYu

    Die Open World bot zumindest neben den Jobs, noch die 49 Bälle, Shirts und Geld, dass man finden konnte.

    Die OW zeigt sehr gut, wie schnell das Spiel zu Ende wäre. Für Teil 2 habe ich auf Normal jetzt keine 10 Stunden gebraucht (8,5 Stunden um den Dreh), dabei jedes Schwert gekauft, Jeanne trainiert und im Fitnessstudio bis zum Maximum trainiert. Die OW lockt dem ganzen noch paar Stunden hinaus...und vermittelt dem ganzen ein Bild, wo die Killer alle tätig sind (Sportarena, Schule, Theater etc.). Das Gefühl geht im Nachfolger irgendwie flöten, weil man kein Bild für die Entfernung hat, da einfach hingesprungen wird.


    Felix Eder

    War der Grafilstil der PS3 Fassung nicht dem aus dem zweiten Teil angepasst? Hab die PS3 Fassung nicht mehr ganz im Kopf.

    Zumindest sieht man ja auf der Wii den Unterschied, der zweiter ist „dreckiger“ und wirkt auch etwas realer^^

  • Felix Eder

    #PhoenixWright4Smash

    Sib Ja, der PS3-Grafikstil ist realistischer und ähnlicher zum zweiten Teil, weniger comikhaft und mit sehr intensiven Farben + die Blutanimationen sind mMn auf der PS3 nicht so gut gelungen wie bei den Nintendoversionen.


    Bzgl der Oberwelt kann ich die Argumente voll gut nachvollziehen, es stimmt, dass man dadurch sich fest vorstellen kann, wo sich was befindet und man noch mehr mit der Welt verknüpft ist, was in Teil 2 tatsächlich ein wenig verloren geht. Ich bin normalerweise jemand, der großer Fan von Spielen mit richtigen Oberwelten ist, die Level miteinander verknüpfen (Mario Sunshine ist in der Hinsicht ein echt tolles Beispiel). Bei NMH ist das alles aber doch etwas zu groß und leer und dass das Spiel durch die langen Fahrten in der Oberwelt mehrere Spielstunden länger dauert, ist für mich nicht unbedingt ein Pluspunkt, da zumindest mir dies auf Dauer nicht so viel Spaß bereitet hat.