Der Beginn einer legendären Reihe erstmals im Westen erhältlich

Vor einigen Jahren noch fast ihrem Untergang geweiht, ist die Fire Emblem-Reihe heute eine der ganz großen Marken von Nintendo. Dabei hat alles ganz schlicht angefangen. 1990 erschien nur in Japan für das Famicom Fire Emblem: Shadow Dragon and the Blade of Light. Nun, 30 Jahre später, schafft der Titel den Sprung auf die Nintendo Switch, erstmals mit englischen Bildschirmtexten. Wir haben uns das Spiel für einen Test angeschaut. Kann Fire Emblem: Shadow Dragon and the Blade of Light, im nachfolgenden als Fire Emblem abgekürzt, den Charme der heutigen Titel einfangen?


Auf Karten wie dieser ist es die Aufgabe eures blauen Teams, die Feinde zu bezwingen.

© Nintendo / Intelligent Systems

In der Rolle von Marth, dem wohl bekanntesten Charakter des Franchises, steuert ihr eine Armee auf dem Kontinent Archanea, welcher vom bösen Dolhr Empire und dem namensgebenden Shadow Dragon Medeus überfallen wurde. Im Laufe des Abenteuers bekämpft ihr Piraten und Banditen, bevor es endlich in die Schlacht gegen die Armee des Bösen geht. Die Geschichte an sich wird in Textblöcken erzählt, Charaktere haben ihr eigenes, pixeliges Profilbild, damit ihr erkennt, wer momentan spricht. Auf eurer Reise trefft ihr auf weitere Verbündete, die sich Marths Armee anschließen. Insgesamt 25 Charaktere können rekrutiert werden.


Fire Emblem ist ein klassisches Strategie-Spiel in seiner reinsten Form. Auf den über 20 Karten, die ihr erobern müsst, bewegt ihr eure Charaktere über das Spielfeld, mit dem Ziel, feindliche Einheiten auszuschalten. Jeder Held gehört dabei einer bestimmten Klasse an. Manche von ihnen, wie Pegasusreiter, können sich pro Runde weiter fortbewegen, Bogenschützen hingegen haben die Möglichkeit, aus der Ferne anzugreifen. Bäume und Berge sorgen dafür, dass ihr entweder eine andere Route wählen müsst oder eure Einheiten eine geringere Entfernung zurücklegen können. Manche Charaktere können auch Magie einsetzen, um Verbündete beispielsweise von einer Position zu einer anderen zu teleportieren. Auch im Kampf haben manche Waffen gegenüber anderen einen Vorteil. Initiiert ihr eine 1 gegen 1-Schlacht, kommt ihr in einen separaten Bildschirm, der euch den Kampf anzeigt. Diese sind serientypisch rundenbasiert. Zuerst greift der Charakter an, der den Kampf gestartet habt. Danach ist die jeweils andere Person am Zug. Angriffe können daneben gehen oder aber besonders hohen Schaden anrichten. Das ist dem Zufall überlassen. Auch können Charaktere einen zweiten Angriff vollziehen, um sich zu rächen. Nach einem abgeschlossenen Kampf, egal, ob einer der Charaktere besiegt wurde oder nicht, erhaltet ihr Erfahrungspunkte. Übersteigen diese 100 Punkte, steigt ihr im Level auf. Mit jedem Levelaufstieg werden zufällig gewählte Werte wie Kraftpunkte oder der Angriff erhöht.


Marths erster großer Auftritt in einem Fire Emblem-Spiel!


Habt ihr eure Einheiten bewegt, könnt ihr die Runde beenden. Danach sind eure Feinde am Zug und versuchen, euch auszuschalten. Auszuschalten ist hier der richtige Begriff, denn in Fire Emblem gibt es ein Perma-Death-System. Ist euer Charakter besiegt worden, verschwindet er aus eurem Spiel. Die einzige Ausnahme ist Marth: Fällt er auf dem Schlachtfeld, startet ihr die Mission von vorne. Moderne Fire Emblem-Spiele haben die Option, das Perma-Death-System abzuschalten, dem NES-Titel wird diese Option auch auf der Nintendo Switch verwehrt. Auf den Karten findet ihr auch Häuser, bei denen ihr von Bewohnern mehr oder weniger hilfreiche Tipps erhaltet. Zudem könnt ihr in Läden Ausrüstungsgegenstände wie Waffen oder Rüstungen kaufen. Erstere gehen mit der Zeit kaputt, weshalb es sich also lohnt, immer eine Ersatzwaffe im Inventar zu haben. Geld erhaltet ihr unter anderem beim Abschluss von Missionen.


Marth bezwingt einen Banditen im Kampf. Die Animationen lassen sich auch ausschalten.

© Nintendo / Intelligent Systems

Das ist im Großen und Ganzen Fire Emblem: Shadow Dragon and the Blade of Light. Es beinhaltet eine für damalige Verhältnis beeindruckend lange Kampagne und solide Strategieelemente. Doch hier liegt auch das Problem: Der Titel ist unfassbar schlecht gealtert. Spiele wie Super Mario Bros. 3 oder Kirby’s Adventure machen auch heute noch Spaß. Shadow Dragon and the Blade of Light hat hingegen so gut wie nichts mehr mit den heutigen Titeln der Reihe gemein. Es gibt keine Oberwelt, keine Möglichkeit, seine Charaktere näher kennenzulernen oder irgendwelche alternativen Gameplay-Elemente. Zudem ist das Spiel langsam. Hier bietet der Nintendo Switch-Port die Option, das Gameplay zu beschleunigen. Ihr habt die Auswahl, das gesamte Spiel oder nur die Züge der Gegner auf doppelte Geschwindigkeit zu schalten. Da der Titel jedoch nur auf einfachste Art emuliert wird, ist es nicht nur das Gameplay, das schneller läuft, sondern auch die Musik und die Menüs, durch die ihr euch klickt. Zudem gibt es die Möglichkeit, einen temporären Spielstand anzulegen, den ihr wieder aufrufen könnt. Ironischerweise hat Fire Emblem zwei reguläre Spielstände, aber nur einen einzigen Save State. Der Titel ist in Japan kostenlos für Nintendo Switch Online-Mitglieder erhältlich und bietet deutlich mehr freie Slots zum Zwischenspeichern. Ich frage mich, wer bei Nintendo die Entscheidung fällte, Spielern nur einen einzigen Save State zu gewähren. Immerhin bietet das Spiel die Option, die letzten 20 Züge zurückzuspulen, solltet ihr eine ungünstige Entscheidung getroffen haben. Da das Spiel gerade im Vergleich zu den heutigen Spielen knackig ist, ist dies eine gelungene Neuerung. Zudem habt ihr die Chance, die Präsentation des Spiels zu verändern. Neben der Option, es „normal“ darzustellen, könnt ihr es auch in „Pixel Perfect“ genießen. Damit wird der Bildschirm deutlich schmaler.


Andere Dinge, die mich gestört haben, sind beispielsweise die fehlende Option, Charaktere beim Start einer Mission umzupositionieren. Ihr müsst darauf hoffen, dass das Spiel euch mit einer halbwegs optimalen Positionierung entgegenkommt. Innerhalb des Spiels habt ihr die Möglichkeit, Kampfanimationen auszuschalten und Kämpfe generell zu beschleunigen. Zudem lässt sich die Musik deaktivieren. Der Soundtrack ist ziemlich schwach, von daher kann ich jeden verstehen, der diese Option nutzt. Diese Einstellungen bleiben gespeichert. Die neuen Features, wie die doppelte Geschwindigkeit des Spiels oder die Darstellung, die der Nintendo Switch-Version hinzugefügt wurden, werden bei jedem Neustart zurückgesetzt. Irgendwie faszinierend, dass das NES-Spiel der heutigen Portierung in diesem Punkt voraus war.

Unser Fazit

5

Für Genre-Fans

Meinung von Niels Uphaus

Fire Emblem: Shadow Dragon and the Blade of Light ist nicht gut gealtert. Das klassische rundenbasierte Kampfsystem existiert zwar auch im Erstling der Reihe, aber der Titel ist selbst mit der recht lieblos implementierten Option, die Geschwindigkeit des Spiels zu verdoppeln, viel zu langsam. Die Portierung auf die Nintendo Switch hat nichts an dieser Tatsache geändert. Lediglich einen einzelnen Save State als zusätzliche Speicheroption zu haben, ist absolut ungenügend. Das Gameplay an sich ist für knallharte Fans jedoch sicherlich auf eine gewisse Art unterhaltsam. So habt ihr die Chance, zu erleben, wie die Serie ihren Lauf nahm. Habt ihr jedoch noch nie einen Fire Emblem-Titel gespielt, solltet ihr auf keinen Fall mit Fire Emblem: Shadow Dragon and the Blade of Light starten. Schnappt euch lieber die Nintendo 3DS-Teile, Three Houses oder Fire Emblem Heroes. Diese Spiele repräsentieren die Elemente des Franchises, die es heutzutage so erfolgreich gemacht haben, deutlich besser.

Die durchschnittliche Leserwertung

3 User haben bereits bewertet

Kommentare 13

  • NeoBlitzX7

    Turmheld

    Habe schon mit so einer Wertung gerechnet, das Spiel ist sehr unzugänglich für Gelegenheitsspieler

  • lasagne

    Turmheld

    Ich finde, man sollte in einem solchen Test erwähnen, dass es von diesem Spiel bereits ein richtiges Remake mit weiteren Inhalten gibt, das weltweit für den Nintendo DS erschienen ist und auch in alle üblichen Sprachen lokalisiert wurde: Fire Emblem: Shadow Dragon. Das Spiel ist übrigens nicht nur für den DS, sondern über Virtual Console auch für die Wii U (für 9,99 €) erhältlich.


    Von daher ist diese "erstmalige" Veröffentlichung des Ursprungs der Fire Emblem-Reihe außerhalb Japans gar nicht so besonders, wie Nintendo es darstellt. Anscheinend ist es ihnen aber ziemlich gut gelungen, die Existenz dieses DS-Remakes unter dem Radar zu halten: Es scheint kaum Videospiel-Medien zu geben, die darauf hinweisen, und somit wissen sicherlich viele aktuelle Nintendo-Fans nichts von diesem Remake. Ich selbst bin jedenfalls wegen dieses Remakes überhaupt nicht am NES- bzw. Famicom-Original interessiert und halte die Lokalisierung und Veröffentlichung davon deswegen auch nicht für besonders sinnvoll.

  • zocker-hias

    Turmfürst

    lasagne naja, wenn man als Fan gerade am Original interessiert ist und nicht an einem Remake, dann ist das dieser Release schon etwas besonderes.

  • Darkseico

    Turmbaron

    lasagne

    Fire Emblem ist nichts für Gelegenheitsspieler. Man muss aber dazu noch sagen das es der erste Teil ist und somit verständlich das noch nichts perfekt war.


    NeoBlitzX7

    Ja das stimmt das sollte man auch machen. Nintendo hat ja nicht gelogen. Ist ja wirklich erstmalig jetzt veröffentlicht worden. Also das Original. Selbst der DS Teil war nicht wirklich gut geremaked worden. Erst mit dem Awakening hat es endlich geklappt. Warum es nur auf Englisch übersetzt wird und das sogar von Nintendo persönlich ist mir aber ein Rätsel. :/

  • Cú Chulainn

    Wielder of the Gáe Bolg

    lasagne


    Es stimmt natürlich schon, dass es bereits ein Remake von FE1 gibt (eigentlich sogar zwei, wenn mal genau sein will), aber Sinn hat eine Lokalisation von FE1 trotzdem. Immerhin hat das DS Remake viel verändert und spielt sich somit deutlich anders als das Original. FE1 bietet also durchaus eine sehr andere Erfahrung als seine Remakes. Es ist auf jeden Fall schlechter als das DS Remake, aber für Fans, trotzdem eine interessantes Spiel, denn die wirklichen Anfänge von Fire Emblem kann man eigentlich nur mit der Original Version richtig erleben.

    Zitat

    Kann Fire Emblem: Shadow Dragon and the Blade of Light, im nachfolgenden als Fire Emblem abgekürzt, den Charme der heutigen Titel einfangen?

    Halte ich für eine sinnfreie Frage, da FE1 und heutige Fire Emblem Spiele sowieso nicht versuchen die selbe Art von Charme einzufangen, oder überhaupt über einen ähnlichen Design Fokus verfügen. Sinnvoller wäre es zu überprüfen worauf die Entwickler beim Gamedesign den Fokus gelegt haben, was sie damit versucht haben zu erreichen und wie gut ihnen dies gelungen ist.

    Zitat

    Insgesamt 25 Charaktere können eurer Kampfeinheit angehören.

    Nein das stimmt so nicht. Keine Ahnung wo der Tester diese Zahl hergenommen hat, aber das Spiel hat 52 Einheiten (von denen max. 51 pro Durchgang rekrutiert werden können) nicht 25.


    Zitat


    Der Titel ist unfassbar schlecht gealtert. Spiele wie Super Mario Bros. 3 oder Kirby’s Adventure machen auch heute noch Spaß. Shadow Dragon and the Blade of Light hat hingegen so gut wie nichts mehr mit den heutigen Titeln der Reihe gemein. Es gibt keine Oberwelt, keine Möglichkeit, seine Charaktere näher kennenzulernen oder irgendwelche alternativen Gameplay-Elemente. Zudem ist das Spiel langsam.

    Kann nicht sagen, dass ich dieser Begründung für das schlechte Altern des Spieles zustimme. FE1 ist sicherlich schlecht gealtert, aber eben weil es ein altbackenes Interface und deutliche Designschwächen hat (die in diesem Test im Übrigen nie erwähnt werden). Das ihm Dinge aus heutigen FEs, wie etwa eine Oberwelt, oder alternative Gameplay-Elemente hat aber nichts damit zu tun. FE1 basiert nun mal auf einer gänzlich anderen Design-Philosophie als heutige FEs. Einer Design-Philosophie bei der solche Elemente eben hinderlich wären, da sie nichts zum Fokus des Spieles beitragen (also den taktischen Schlachten), sondern von diesem ablenken würden.


    Zitat


    Da das Spiel gerade im Vergleich zu den heutigen Spielen knackig ist, ist dies eine gelungene Neuerung.

    Immer wieder interessant zu sehen, wie unterschiedlich Schwierigkeitsgrad aufgefasst wird. Fand FE1 nämlich schon immer sehr leicht.


    Echt schade hatte mich gefreut den Ntower Test zu FE1 zu lesen, da ich bisherige Tests zu FE Spielen auf dieser Seite immer interessant zu lesen fand. Denn auch wenn ich bislang noch Keiner davon mit meiner Meinung gedeckt hat, so waren sie stets gut geschrieben und haben mir gut verdeutlicht, wie der Tester so seinen Schlüssen gekommen ist. War hier leider nicht der Fall. Tut mir leid aber dieser Test war mir zu kurz und oberflächlich.


    Ich bin übrigens mal so dreist und verweise auf meinen eigenen Test zum Spiel, für alle die auch noch eine andere Meinung zu FE1 hören wollen: https://www.ntower.de/leser-te…to-hikari-no-tsurugi-nes/


    Darkseico


    Schadow Dragon auf dem DS ist nun wirkliche alles andere als ein schlechtes Remake. Es hat seine Schwächen, aber es hat im Endeffekt alles gemacht was ein gutes Remake machen sollte. Die guten Elemente von FE1 wurden erhalten (Map Design, Struktur und messerscharfer Fokus auf taktische Schlachten ohne unnötigen Firlefanz) und Elemente die am Original schlechte waren, wurden entweder stark verbessert, oder komplett über den Haufen geworfen und neu gemacht (Mechaniken, Balancing, Schwierigkeitsgrad). Für mich ein klasse Remake und eines der besten Fire Emblem Spiele.

  • Ande

    Meister des Turms

    Ich werde es definitiv auslassen. Sie hätten es auch einfach kostenlos zu den NES-Spielen für Online-Abonnenten packen können. Dieser "zeitlich limitiert"-Unsinn nervt mich auch so schon genug und Fire Emblem ist nun mal nicht Mario. Ist mir für den Preis einfach zu wenig, dann spiele ich lieber nochmal Shadow Dragon durch.

  • Darkseico

    Turmbaron

    Cú Chulainn

    Erst einmal ein Lob an dich für deinen detaillierten Beitrag. :D

    Hat Spaß gemacht es zu lesen.

    Aber letzten Endes ist es in meinen Augen ein schlechtes Remake gewesen. Tut mir leid wenn ich es so nicht erwähnt habe.

    Aber hier mal meine Sichtweise.

    Der erste Teil war wirklich gut, wenn man überlegt wann er raus kam und das sogar auf den Famicom. Ich kenne ihn zu gut. Hab ihn auf japanisch gezockt. Das Remake hingegen hat versucht den alten Teil neu zu machen aber eben nicht neu. Die Figuren sahen sehr nach Plastik aus und das System obwohl neue Sachen programmiert wurden war ein ganz klarer Rückschritt der älteren Teile. Intelligent System hat versucht ein Remake zu machen das zwar von außen es auch war aber im inneren kränkelte es an vielen Punkten das man es definitiv bemerkt haben muss wenn man mal die GBA Teile gezockt hat oder den Wii Teil oder aber den Game Cube Teil. ;)

    Ich bin ein sehr großer Fire Emblem Fan aber trotzdem sehe ich solche Sachen eher kritisch entgegen. Natürlich kann es für dich der beste Teil sein und das möchte ich dir auch nicht weg nehmen. Aber für mich ist und bleibt er doch ziemlich schwach auf der Brust. :S

  • Frog24

    YER DONE!

    Da dieses Spiel auf dem grausigen NES-Emulator der Wii U läuft, ist diese Version von Fire Emblem 1 für mich ein No-Go, leider. Dieser dunkle Schleier ist für mich ein Atmo-Killer. Den habe ich schon bei den N64 VC-Games auf der U gehasst.


    Warum läuft dieses Spiel über dem schlechten NES-Emulator der Wii U und nicht über den der Switch?

  • Cú Chulainn

    Wielder of the Gáe Bolg

    Darkseico


    Kannst Shadow Dragon ja auch gerne für einen schwachen Ableger der Reihe, ist ja schließlich deine Meinung, ich wollte auch nur meine gegensätzliche Ansicht dazu bringen. Für mich jedenfalls ist es kein schwacher Ableger, sondern eher ein erneutes Aufleben alter Qualitäten, nachdem Fire Emblem ab Teil 7 deutlich an Qualität eingebüßt hatte. Generell empfinde ich FE7 - 10 alle als mittelmäßig bis schlecht designte Spiele, mit denen ich eher wenig anfangen kann. Shadow Dragon ist für mich das Spiel mit dem Intelligent Systems es also endlich geschafft hatte, nach einer langen Reihe von qualitativ minderwertigen FEs, an die Qualität von klasse Spielen, wie Mystery of the Emblem, Thracia 776 und The Binding Blade an zu knüpfen. Zudem hat Shadow Dragon die ganze Reihe spielerisch, dank erhöhtem Spieltempo, mehr Komfortfunktionen als je zuvor, der zu dem Zeitpunkt besten Auswahl an Schwierigkeitsgraden, sowie der Einführung/Überarbeitung bedeutender Mechaniken (Reclassing, Waffen verbessern) und dem Entfernen von unnötigen/schlechten Mechaniken (BEXP, Biorythm, Magiedreieck, unterschiedliche Magietypen), mehr voran gebracht als jeder der GBA oder der GC/Wii Teile. Ich finde also nicht das es als ein Rückschritt in der Reihe zu bezeichnen ist.

  • Darkseico

    Turmbaron

    Cú Chulainn

    Ich weiß was du meinst und muss dir auch zum Teil recht geben. Ich habe auch nie gesagt das der erste Teil schlecht wäre. Ich liebe ihn, keine Frage. Weil er halt seinen eigenen Charme versprüht. Aber und das muss ich noch mal betonen ist das Remake kein echtes Remake in meinen Augen. Weil alles das was neu gemacht wurde und auch gut getan hatte in der Zukunft und da meine ich nach dem ersten Teil ist in dem Remake nicht vorhanden. In meinen Augen ist ein Remake eine neuinterpretation eines Klassikers das den Geist nimmt und es besser macht. Wie gesagt ich liebe das Original aber das Remake hat am Ende das gleiche abgeliefert. Somit ist es in meinen Augen auch ein schlechtes "Remake".

  • Darksamus666

    Wall-Jump-Akrobat

    Ich finde die Wertung eines NES-Games nach heutigem Maßstab immer etwas anmaßend. Das Spielprinzip ist schon auf dem NES verdammt ausgeprägt gewesen und für 7€ und 30 Jahre auf dem Buckel spielt sich das heute immer noch gut.

    Mich freut es, dass es endlich eine übersetzte Version dieses Klassikers gibt. Leider mit dem bitteren Beigeschmack, dass die Retail-Version den Amis vorenthalten blieb, die sich zu nem guten Teil wohl diverse Reseller gekrallt haben.

    Trotzdem: ein sehr gutes NES-Spiel. Für mich ne 7/10.

    Cú Chulainn

    Schreib bitte nur, dass dir diese Spiele nicht zusagen: fire Emblem Path of Radiance, sacred stones, awakening, fates etc. als "schlecht designt" zu beschreiben ist einfach nur Unsinn. Gerade das Kampfsystem von Fates ist wirklich ausgeklügelt und bietet jede Menge vielfalt, die vA in conquest auch wirklich gebraucht wird.

    Es ist mir klar, dass die Neuauslegung von FE nicht jedem gefällt, viel ist aber auch schlicht dem Spieler selbst überlassen. Man hat es geschafft, die Serie vielen Spielern zugänglich zu machen, was ich etwas gutes finde, v. A., da die Alternative die Einstellung gewesen wäre. Ixh für meinen Teil spiele gerne erst auf Klassisch, dann auf neu, dafür im härtesten Schwierigkeitsgrad.

  • Cú Chulainn

    Wielder of the Gáe Bolg

    Darkseico


    Ich denke es ist klar das wir beide sehr unterschiedliche Auffassungen davon haben, was ein gutes Remake ausmacht und ich glaube das wir es dabei belassen sollten. Einig werden wir uns wohl nicht mehr. Trotzdem danke für das konstruktive Gespräch.


    Darksamus666


    Nein werde ich nicht. Einfach weil es überhaupt nicht der Fall ist, dass FE7 - 10 Spiele seien, die mir in der Theorie nicht zusagen könnten. Immerhin basieren sie ja auf gerade den Design Ideen, wegen denen ich überhaupt Fire Emblem spiele und das ich der Mittel-Periode von Fire Emblem nicht prinzipiell negativ gegenüber stehe sollte ja schon dadurch klar sein das FE6 einer meiner Lieblingsteile ist. Das Problem hier ist nicht was diese Spiele versuchen zu erreichen, sondern es ist die Ausführung an der es hadert. Auf dem Papier klingt zum Beispiel Path of Radiance durchaus, wie ein Spiel was mir gefallen könnte, aber gute Ausführung ist nun mal wichtiger als gute Ideen und PoR ist ein Spiel, welches sich an vielen guten Ideen versucht, die alle konsequent in den Sand gesetzt werden.

    Übrigens habe ich keine Ahnung, wieso du plötzlich mit Awakening und Fates daher kommst, schließlich habe ich hier keinerlei Aussage über deren Qualität abgegeben (oder sie überhaupt groß erwähnt).

  • Darkseico

    Turmbaron

    Cú Chulainn

    Ja das glaub ich auch. Trotzdem danke für das tolle Gespräch. :)