Das San Fernando Valley braucht eure Hilfe!

Videospielumsetzungen zu aktuellen Serien oder Filmen, neudeutsch auch Filmversoftungen genannt, sind heutzutage eher selten geworden. Zwar gibt es immer wieder Spiele, welche sich Universen aus Filmen und Serien bedienen, allerdings werden solche, die sich direkt an eine aktuelle Serie anlehnen, nicht mehr so häufig entwickelt und vertrieben. Blickt man auf die Vergangenheit dieser Spieleumsetzungen, dann kann man durchaus nachvollziehen, warum diese Art von Titeln dem Aussterben nahe sind. Nur die wenigsten konnten in den letzten Jahrzehnten qualitativ überzeugen oder ein durchdachtes und komplexes Spielprinzip bieten. Das liegt häufig in der kurzen Produktionszeit begründet, welche den Entwicklern gewährt wird. Das Spiel soll ja möglichst parallel mit dem Film oder der Serie erscheinen. Mit Cobra Kai: The Karate Kid Saga Continues ist jetzt ein Spiel zu der Netflix-Serie Cobra Kai erschienen, welche im Januar 2021 hierzulande bereits in die dritte Staffel geht. Es stellt sich die Frage: Schafft es dieses Mal eine Filmversoftung zu überzeugen und sich an die Spitze zu schlagen? Oder ist es eher das Jonny Lawrence unter den Beat 'em ups?


Cobra Kai oder Miyagi-Do?


Auch wenn das Spiel euch nicht direkt die Geschichte der Serie nacherleben lässt, begegnet ihr dennoch vielen Charakteren und besucht einige aus der Serie bekannte Schauplätze. Der noch immer währende Konflikt zwischen den beiden rivalisierenden Karateschulen sowie dessen Gründern Daniel und Jonny bietet eine gute Grundlage, um daraus ein Beat 'em up zu schaffen. In der Spielumsetzung entscheidet ihr euch zunächst für einen Weg, den ihr einschlagen wollt. Schlägt euer Herz eher für Cobra Kai oder wollt ihr euch den Karate-Kids von Miyagi-Do anschließen? Je nachdem, welchen Pfad ihr geht, erlebt ihr eine etwas andere Geschichte und übernehmt die Kontrolle anderer Charaktere aus der Serie.


Die Geschichte wird in kurzen Comic-Zwischensequenzen erzählt.

© Sony Pictures Television Inc. / GameMill Entertainment

Bei dem Cobra-Kai-Karate-Kader kloppt ihr euch mit Jonny, Miguel und später auch mit Hawk und Tory durch das San Fernando Valley. Wenn ihr euch für Miyagi-Do entscheidet, dann seid ihr mit Daniel, Robby sowie ebenfalls später mit Sam und Demetri unterwegs, um unter anderem der fiesen Skelett-Bande das Handwerk zu legen. Beide geschichtlichen Verzweigungen führen allerdings später zum selben Finale. Anspielungen oder Verweise auf die Serie muss man leider mit der Lupe suchen. Hin und wieder werden kurz die Beziehungen zwischen den Charakteren zueinander angeschnitten, aber leider nicht weiter ausgebaut.


Bevor ihr im Namen eines der Dojos beim großen Valley-Fest-Karate-Turnier teilnehmt, führt euch euer Weg unter anderem zu LaRusso Automobile, Smitty’s Diner oder auch der West Valley High School. Durch die Stadt zu wandern und dabei jeden zu verkloppen, der sich einem in den Weg stellt, spricht zwar etwas gegen den Karate-Kodex und der Konzeption hinter dem Kampfsport – nämlich der Verteidigung – doch darüber lässt sich hinwegsehen. Worüber sich nicht hinwegsehen lässt, ist die Tatsache, gegen wen man teilweise seine Flammen- bzw. Eisfaust erhebt. Die Gegnervielfalt ist recht hoch und bietet neben Sicherheitsmännern, den besagten Personen in Skelett-Kostümen, Hippies mit Blumen, Skatern und Punks auch hilflose Mütter, welche beim Verdreschen um Hilfe schreien und euch weitere Gegner auf den Hals hetzen. Was sich die Entwickler dabei gedacht haben, lässt sich nicht nachvollziehen, wird keinerlei Anspielung auf die Serie gerecht und ist völlig deplatziert.


Ein vielfältiger Genre-Vertreter


Die Gegnervielfalt und zu welchen Tricks sie greifen, um euch das Leben schwer zu machen, ist recht hoch ausgefallen. Jeder von ihnen wird euch bei der Erstbegegnung in einem Steckbrief kurz vorgestellt und auch seine Fähigkeiten werden euch bereits eröffnet. Einige können viel einstecken, hart austeilen oder eure Angriffe blocken. Andere beharken euch wiederum sogar mit Baseballschlägern oder können Eisstachel heraufbeschwören.

Die Kämpfe sind actionreich inszeniert, leiden aber häufig unter schlechtem Balancing und werden schnell unübersichtlich.

© Sony Pictures Television Inc. / GameMill Entertainment

Die Auswahl an Widersachern ist durchaus eine Stärke des Spiels, einige Gegner – oder besser gesagt die Kombination aus ihnen – lässt die Kloppereien allerdings zur nervigen Geduldsprobe werden. Sobald ihr es mit Schlägern zu tun bekommt, die euch mit rutschenden Attacken auf den Boden werfen, mit Spraydosen die Bewegungsfreiheit nehmen oder euch mit einem Segway wahllos und unberechenbar umfahren, dann wird es zunehmend nervig. Dann verkommt das Spiel zu einer Massenprügelei, die man möglichst schnell hinter sich bringen möchte. Hinzu kommt die teils schlechte Kollisionsabfrage, die Trefferzonen und auch das Trefferfeedback der Gegner, welches nicht immer ganz akkurat und nachvollziehbar ist. Die Vermengung der Gegnertypen vermiest damit einigen Levelabschnitten das allgemeine Balancing. Witzig ist allerdings, wie die Gegner bei mehrfachen Treffern wie ein Ping-Pong-Ball durch den Levelausschnitt fliegen oder sie mit den Beinen strampeln, wenn ihr sie mit dem Kopf voran in einen Müllcontainer stopft. Mit einigen Gegenständen im Level lässt sich nämlich interagieren, allerdings versagt hier ab und zu auch die Eingabe und verwehrt euch den Spaß.


Dennoch machen die Kämpfe, wenn sie rund laufen, mächtig Spaß. Tritte, Schläge und gerade der Einsatz eurer Fertigkeiten wirken wuchtig und übermächtig. Verdrescht ihr eine ganze Menge an Gegnern und der letzte von ihnen fliegt mit einem gezielten Treffer in Zeitlupe weg, dann macht sich definitiv ein heroisches Gefühl in euren Adern breit. Sonderlich schwer ist das Spiel im Allgemeinen nicht, sollten dennoch mal alle vier eurer Karate-Kids das Zeitliche segnen, dann könnt ihr vom letzten Checkpoint aus wieder von vorn beginnen – mit voller Energie. Habt ihr es geschafft, euch im Kampf mittels Combo-Attacke mindestens ein A-Rating zu verdienen, dann könnt ihr sogar ausgeknockte Karate-Freunde wieder zurück in den Kampf holen.


Jeder Charakter hat seinen eigenen Fertigkeitenbaum, den man individuell ausbauen kann.

© Sony Pictures Television Inc. / GameMill Entertainment

Welchem Genre man Cobra Kai letztendlich zuordnen kann, ist gar nicht so eindeutig zu beantworten. Neben den klassischen Features eines Beat 'em ups, wo ihr verschiedene Schlag- und Trittkombinationen nutzen müsst, um euren Gegnern einzuheizen, gibt es auch noch eine Vielzahl von Fertigkeiten, mit denen ihr dessen Gesicht verformen könnt. Jeder Charakter bietet euch ein Set aus bis zu acht verschiedenen Fertigkeiten. Die von Gegnern fallengelassenen Münzen lassen sich, ähnlich wie in einem Rollenspiel, in einem Fertigkeitenbaum investieren. Darauf könnt ihr über das Dojo zugreifen, dem ihr zugehörig seid. Zwischen den einzelnen Verbesserungen der Fertigkeiten müsst ihr euch immer mal wieder zwischen drei Pfaden entscheiden. Wollt ihr mehr Lebensenergie, wollt ihr allgemein kräftiger austeilen oder sollen eure Spezial-Attacken mehr Schaden machen? Ihr habt die Wahl. Auch wenn das eine gefühlte Individualität schafft, so ist dies im Spiel nur bedingt spürbar, was eventuell ebenfalls an dem recht niedrigen Schwierigkeitsgrad liegt. Eure Karateschule bietet euch zusätzlich Verbesserungen, welche sich charakterübergreifend auswirken. Um weitere Münzen zu sammeln, könnt ihr außerdem diverse Karate-Herausforderungen erfüllen und eure Belohnungen anschließend im Dojo einsammeln. Innerhalb der Level findet ihr zudem noch Power-ups in Form von Gi und Gürteln, welche ihr individuell kombinieren könnt und euch weitere Boni bescheren. Sollte es dennoch mal brenzlich werden, dann könnt ihr noch, sofern aufgeladen, eure Ultimativ-Fähigkeit einsetzen. Dabei handelt es sich um eine bildschirmfüllende Attacke, die allen Gegnern massiv Schaden austeilt.


Kaum Wiedererkennungswert


Wer in Erwartung an ein wohliges Gefühl der Vertrautheit an das Spiel herangeht, weil er die Serie gesehen hat, der wird wahrscheinlich enttäuscht. Das liegt leider nicht nur an der recht hanebüchenen und schlecht inszenierten Hintergrundgeschichte, sondern auch an der allgemeinen grafischen Darbietung. Der bunte, polygonarme Comic-Look der Charaktere lässt nur erahnen, dass es sich um Personen aus der Serie handelt. Zwar sind diese entsprechend benannt und einige haben auch die originale englische Stimme, aber der Wiedererkennungswert hält sich dennoch sehr in Grenzen. Der ebenfalls polygonarmen, mit matschigen Texturen überzogene Umgebung mit teils wiederkehrenden Assets und langweiligem Aufbau fehlt es ebenso wie allen Personen im Spiel an Persönlichkeit. Die Orte und Straßen die ihr besucht, tragen zwar den passenden Namen aus der Serie, damit hören dann die Ähnlichkeiten aber auch auf. So gut wie nichts erinnert einen beim Spielen an die Serie. Dass die Gegneranimationen teils sehr ungeschmeidig und abgehackt wirken, lässt sich dann sogar noch verschmerzen.


Immerhin etwas: Das Spiel läuft erfreulicherweise flüssig und fehlerfrei. Die recht große Tiefe, in der ihr euch räumlich bewegen könnt, ist ein nettes Detail, führt aber ebenfalls zu der bereits erwähnten Problematik der ungenauen Trefferzonen und Kollisionsabfrage. Hinzu kommt, dass einige Objekte euch und euren Gegnern im Wege stehen und den flüssigen Kampfablauf behindern. Die kurzen gezeichneten Sequenzen, mit der die Geschichte erzählt wird, wirken wie recht schnell aufgesetzte Comic-Schnipsel, welchen nicht viel Aufmerksamkeit gewidmet wurde. Zumindest passen sie aber in das allgemeine Konzept. Gut passt auch der Soundtrack, welcher recht rockiger Natur ist, ebenso wie in der Serie auch. Die Musik drängt sich nicht zu sehr auf, könnte aber etwas abwechslungsreicher sein.

Unser Fazit

5

Für Genre-Fans

Meinung von David Kuhlgert

Titel wie Streets of Rage 4 oder auch Shing! haben dieses Jahr gezeigt, dass Beat 'em ups, eigentlich ein Genre, welches eher aus der Arcade-Automaten-Welt stammt, auch heute noch immer gut funktionieren und eine Menge Spaß machen können – gerade im Koop. Doch die recht simplen Zutaten, welche ein solches Spiel in dem Genreumfeld benötigt, richtig miteinander zu vermischen, ist einfacher gesagt als getan. Cobra Kai: The Karate Kid Saga Continues hat das Problem, dass es zu viel sein will, viele der Features nicht richtig miteinander kombiniert und nur ein recht durchschnittliches Spielgefühl bietet. Die Momente, in dem die Kämpfe nicht funktionieren und flüssig vonstattengingen, überwogen bei mir im Test leider. Ungeachtet der unfassbar dämlichen Hintergrundgeschichte und der Anlehnung an die Serie, welche die allgemeine Präsentation des Spiels leider zunichtemacht, kann man durchaus einige vergnügliche Stunden mit dem Spiel verbringen. Der Umfang ist recht groß, die Vielfalt für ein Beat 'em up ebenfalls und wer sich von den Mängeln im Balancing, der Kollisionsabfrage und der recht schlichten Grafik mit nur minimalem Wiedererkennungswert nicht zu sehr abschrecken lässt, der findet in Cobra Kai: The Karate Kid Saga Continues eine spaßige Klopperei für zwischendurch – insbesondere zu zweit.
Mein persönliches Highlight: Der für ein Beat 'em up große Umfang und die hohe, gebotene Vielfalt.

Die durchschnittliche Leserwertung

1 User hat bereits bewertet

Kommentare 9

  • DLC-King

    Freedom of Choice

    Ich hab mir das Spiel gekauft und finde es ganz gut, kein Hit definitiv nicht aber ganz unterhaltsam.


    Was ich nur mal wieder strange finde und vielleicht kann man diese komische Geschichte ein für alle mal erklären da ja so viele leute besonders hier bei ntower auf Retail verisonen stehen und es bei "New Super Lucky's Tale" auch schon so war warum gibt es keine USK Retail Version obwohl das Spiel offiziell in Europa erschienen ist, das Spiel von der USK ein siegel und getestet wurde usw.

    Es gibt das Spiel verpackt nur mit PEGI Logo was bedeutet dass man es im gesamten deutschen Handel nicht findet.


    Ich musste deshalb wieder bei Amazon Frankreich bestellen.

    Bei Super Lucky's tale war es das gleiche, wisst ihr mehr?

  • Killerklausi

    Turmknappe

    Schade eigentlich - aber ich habe bereits eine schlechte Umsetzung vermutet. Dabei war die Netflix-Serie so gut.

  • Ehefrau

    Turmzarin

    Okay eine 5 wäre in der Türkei als Bewertung eine 1

  • rongar

    Turmfürst

    DLC-King Ich denke das ist schlicht und einfach eine Kostenfrage. Wahrscheinlich kostet die USK Prüfung noch extra Geld und wenn nicht, dann muss auf jeden Fall ein neues Cover mit dem USK Logo gemacht werden. Lohnt sich halt dann für einen kleinen Publisher nicht. Betrifft ja nicht nur "New Super Lucky Tale" und "Cobra Kai" sondern unter anderem ja auch "G.I. Joe Operation Blackout". Aber dank des Internets ist das ja heutzutage kein Problem mehr an diese Spiele ran zukommen!

  • DLC-King

    Freedom of Choice

    rongar


    Genau das kann es ja nicht sein.

    Der USK Stempel bzw Test wurde ja bezahlt.

    Sonst könnte das Spiel ja gar nicht im deutschen eShop zu kaufen geben 😉


    Wenn es echt nur am dem Cover liegen sollte wäre das absolut Banane weil man wie viele andere auch einfach PEGI und USK aufs Cover klatschen kann.

  • Nischenliebhaber

    Turmheld

    Zitat

    DLC-King

    Der USK Stempel bzw Test wurde ja bezahlt.

    Wäre ich mir gar nicht so sicher. Bei den App Stores von Google und Apple werden beispielsweise kaum Spiele von der USK getestet. Da sind die Logos nur eine Selbsteinschätzung. Wird auch beim eShop ähnlich sein, wenn ich mir anschaue welche kleine Indies da drauf veröffentlichen. Es gibt da ja auch solche Titel. Würde sich gar nicht lohnen zu veröffentlichen, wenn man vorher noch eine teure USK Prüfung bezahlen müsste. Und die USK würde die Masse an Spielen, die jede Woche für den eShop erscheint, auch nicht stemmen können. Ist bei Steam sehr ähnlich. Daher spielt die USK eigentlich nur noch eine wirkliche Rolle, wenn man Retail veröffentlichen möchte. Ansonsten lässt man das einfach laufen.

  • DLC-King

    Freedom of Choice

    Nischenliebhaber


    Interessant, dachte bisher ein USK test ist zwingend notwendig um ein Spiel in Deutschland sowohl Retail als auch digital veröffentlichen zu lassen.


    Hab auf der offiziellen Nintendo Homepage nochmal nachgeschaut und dort steht "USK ab 16".

    Vielleicht müsste ich mal die Homepage der USK selber checken in zu wissen was Sache ist, wobei auch dass die fehlende USK retail Version nicht erklärt.

    Strange alles.

  • Nischenliebhaber

    Turmheld

    wobei auch dass die fehlende USK retail Version nicht erklärt

    Ich gehe einfach davon aus, dass das Spiel eben nicht von der USK getestet wurde sondern man nach der IARC schlicht einen Fragebogen ausgefüllt hat: https://usk.de/fuer-unternehme…-und-apps-im-iarc-system/


    Das heißt im Klartext: Entwickler füllen einen Fragebogen aus und danach wird automatisiert ein USK Zeichen vergeben. Hier wird dann die USK erst tätig, wenn es Beschwerden gibt oder sie von selbst irgendwas entdecken.


    Das heißt aber nicht, dass man dadurch schon im Retail Markt veröffentlichen darf. Hier wäre dann die vollständige Prüfung nötig. Also die USK testet dann selbst Spiele: ein Tester spielt die Spiele durch, erstellt einen Bericht und trägt das dann einem Gremium vor, welche dann über die Alterseinstufung urteilen. Wenn man das durchlaufen hat, darf man hier im Retail bei Amazon, Media Markt & Co. verkaufen. Und da sagen sich halt kleine Publisher: Lohnt sich nicht, die Kosten. Die Leute, die es interessiert, können ja eh importieren.

  • DLC-King

    Freedom of Choice

    Nischenliebhaber


    Wenn es stimmt so wie du es schreibst und ich finde das macht alles Sinn dann haben wir hier einen Punkt der zeigt wie negativ wieder die USK für uns sein kann.

    Cobra kai und Luckys Tale sind nur 2 Spiele für die ich mich interessiert habe wo ich es bemerkt habe.

    Gibt sicherlich viele andere Spiele noch die deshalb bei uns nicht Retail erschienen sind.


    Ich weiß aber aus verschiedenen foren das Super lucky's tale von einigen Händlern verkauft wird ein Deutschland und auf dem Spiel einfach ein USK Aufkleber drauf gepappt wurde.


    Das müsste dann ja eine illegale szenerie gewesen sein wenn man streng ist.