Der Natur auf der Spur.

Morgen ist es endlich so weit: Mein neuer Job als Fotograf verschlägt mich in den Titel NUTS. Zwar weiß ich nicht so recht, was da auf mich zukommt, die gezeigten Bilder in der Jobbeschreibung haben mir jedoch bereits gut gefallen, sodass ich sehr gespannt darauf bin, was mich erwartet. Eichhörnchen im Melmoth-Forest fotografieren und ganz allein für mich sein, klingt nach leicht verdientem Geld.


Liebes Tagebuch ...


Tag 1: Meine Chefin Nina hat mich kontaktiert und mir die Aufgaben meiner Arbeit erklärt. Im Grunde geht es nur darum, die heimischen Eichhörnchen zu fotografieren. Hierzu fährt mich nachher ein Typ namens Simon mit meinem Wohnwagen tiefer in den Wald. Eine Sofortbildkamera und ein Telefon stehen schon für mich bereit. Nina scheint übrigens bereits vor 15 Jahren selbst hier gewesen zu sein. Ich trete somit in ihre Fußstapfen und führe ihre Arbeit fort.


Im Schatten der Bäume beobachte ich die niedlichen Tiere.

© Noodlecake

Tag 2: Ich bin im Wald angekommen. Simon hat mir ein paar Kameras dagelassen, mit welchen ich die Eichhörnchen in ihrer natürlichen Umgebung beobachten kann. Ein GPS-Gerät zeigt mir zudem den Schlafplatz eines der Tiere. Die Kameras muss ich tagsüber im Wald positionieren, um in der Nacht ihre Route zu ihren Futterplätzen nachvollziehen zu können. Hierzu stehen mir im Wohnwagen mehrere Bildschirme zur Verfügung. Mittels Start, Stopp, Vor- und Zurückspulen kann ich gezielte Momente festhalten und sogar ausdrucken. Nina möchte gerne, dass ich ihr die Bilder der Tiere und ihrer Futterplätze per Fax übermittle. Sie kontaktiert mich morgen telefonisch und per Fax, um mich über weitere Aufgaben zu informieren. Wichtige Dinge halte ich außerdem in meinem Tagebuch fest, um nicht die Übersicht zu verlieren.


Tag 11: Scheinbar steckt mehr hinter diesem Job, als ich ursprünglich dachte. Ich bin seit einigen Tagen allein im Wald unterwegs und von Simon fehlt jede Spur. Laut Nina soll ich weiterhin den Eichhörnchen folgen, um den Beweis zu erbringen, dass im Wald Leben herrscht. Nur so kann der Bau eines Damms verhindert werden, welcher das gesamte Gebiet fluten würde. Die Eichhörnchen scheinen mich außerdem ins Herz geschlossen zu haben. Letzte Nacht konnte ich sie an meinem Wohnwagen beobachten. Sie kommen mir immer näher. Ich werde ihnen weiter folgen, da irgendetwas nicht zu stimmen scheint. Sie scheinen etwas auszuhecken, da sie sich ganz merkwürdig verhalten.


Auf meiner Pinnwand konnte ich die wenigsten Infos festhalten.

© Noodlecake

Tag 15: Die gesamte Technik läuft im Übrigen wirklich gut. Die Umgebungen sehen toll aus, was vor allem auf das Zusammenspiel der wenigen Farben zurückzuführen ist. Darüber hinaus können mich auch die leisen Töne des Waldes verzaubern und lassen mich in diese ruhige Welt eintauchen. Leider setzte die Soundkulisse zwischenzeitlich vollkommen aus und auch meine eigenen Bewegungen liefen an einer Stelle nur in Zeitlupe ab. Worauf dies zurückzuführen ist und ob es zukünftig weiterhin zu solchen Problemen kommt, bleibt abzuwarten. Dafür funktioniert die Bewegung durch den Wald und der Umgang mit den technischen Geräten famos, da die Steuerung dieser nie überladen ist. Darüber hinaus kann ich Ninas Nachrichten nicht nur auf Deutsch lesen, ich verstehe sie auch per Telefon sehr gut, da sie in einem gut vertonten Englisch mit mir spricht.


Tag 32: Mein Job im Wald war nach wenigen Stunden bereits erledigt und ich bin froh, heil herausgekommen zu sein. Motiviert, die Umgebung nochmals aufzusuchen, bin ich nicht wirklich. Da ich aber immer wieder auf alte Aufnahmen von Ninas Forschungen gestoßen bin, begebe ich mich vielleicht nochmals zu meinen Forschungsplätzen, um mehr über ihre damalige Arbeit zu erfahren. Ob das alles aber den Preis rechtfertigt, den mich NUTS gekostet hat, ist unklar. Ein einmaliges Erlebnis war es aber und ich kann es jedem empfehlen, der eine besondere Erfahrung sucht.

Unser Fazit

7

Spaßgarant

Meinung von Maik Styppa-Braun

Was waren das für ereignisreiche Tage. Einmal in den Genuss zu kommen, nur für mich im Wald zu leben und dabei die dortigen Bewohnern dank technischer Unterstützung zu beobachten, war ein spannendes Erlebnis. Leider verging die Zeit dort viel zu schnell, sodass mein Job endete, bevor es richtig losging. Dafür konnten mich aber die technischen Feinheiten begeistern, obwohl es den einen oder anderen auditiven sowie visuellen Aussetzer gab. Vielleicht wage ich mich nochmals in den Melmoth-Forest, um Ninas verbliebene Aufzeichnungen zu finden. Einen erneuten Blick ist NUTS nämlich wert.
Mein persönliches Highlight: Die kleinen putzigen Eichhörnchen.

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