Erlebt eine alternative Geschichte in der Welt von Re:ZERO

Neben den klassischen Visual Novels gibt es auch etliche Spiele, die den sonst recht starren Strukturen weitere Gameplayelemente hinzufügen, um für mehr Abwechslung zu sorgen. Die meisten von ihnen setzen dabei auf Point & Click Adventure. Re:ZERO Starting Life in Another World - The Prophecy of the Throne, welches wir uns in diesem Spieletest anschauen, verfolgt einen anderen Ansatz. Ob der Titel einem Visual Novel-Fan wie mir trotzdem zusagt, erfahrt ihr im Folgenden.


In Re:ZERO trefft ihr auf eine Vielzahl von lustigen und kuriosen Personen.

© Tappei Nagatsuki / KADOKAWA / Re:ZERO2 Partners

Nachdem er zuvor in der realen Welt gelebt hat und dort gestorben ist, befindet sich Subaru nun schon seit einem Monat in einer fremden Fantasiewelt voller Magie, Dämonen und mehr. Aufgenommen von Emilia, einer Halb-Elfe sowie dem adeligen Magier Roswaal, hat er sich mittlerweile eingewöhnt. Zusätzlich wird er dabei von den Zwillingsschwestern Rem und Ram unterstützt. Das Spiel beginnt damit, dass der Botschafter des royalen Schlosses das Anwesen besucht und verlangt, dass Emilia, eine mögliche Kandidatin für den Thron, die Hauptstadt des Königreichs von Lugunica, besucht. Vor Ort erfahren Emilia, Rem und Subaru, dass ein sechster Kandidat aufgetaucht ist, der den ehemaligen König beerben will. Das Problem: Die Prophezeiung der Drachensteine spricht lediglich von fünf Anwärtern, die ein Recht darauf haben, den Thron zu besteigen. Eine der Kandidatinnen ist also ein Betrüger. Der Verdacht fällt auf Emilia, die von einigen als Halb-Dämonin und damit als ungeeignet angesehen wird. Das kann unser Held Subaru, der romantische Gefühle für das silberhaarige Mädchen hegt, nicht auf sich sitzen lassen und macht sich daher auf den Weg, um den wahren Betrüger ausfindig zu machen.


Wie eingangs erwähnt, ist Re:ZERO Starting Life in Another World - The Prophecy of the Throne eine Visual Novel. Das bedeutet, ihr lest, lest und lest nochmal. Die Charakterdesign und die Story stammen dabei von den jeweiligen Originalautoren der Light Novels, was für Fans der Reihe wohl eines der Highlights sein dürfte. Ab und an könnt ihr die Gespräche mit verschiedenen Antworten in bestimmte Richtungen lenken, verschiedene Routen gibt es jedoch so gut wie nie. Die Story ist ganz klar an Kenner der Serie gerichtet. Für Spieler, die die Reihe nicht kennen, ist die Geschichte zwar immer noch interessant, aber nicht so fesselnd, wie so manche andere Visual Novel, die ihr für Nintendo Switch erwerben könnt.


Ein Spiel für alle Re:ZERO-Fans!


Außerhalb der Visual Novel-Texte könnt ihr ab und an auch sehr wenige Orte mit Subaru erkunden, mit Personen sprechen und Hinweise sammeln. Die Charaktere sind dabei im Chibi-Style gehalten. Sie geben euch nicht nur Hintergrundinformationen, die ihr im Hauptmenü einsehen könnt, sondern helfen euch auch beim zweiten großen Gameplayaspekt des Spiels: Die Strategiemissionen. Bevor diese beginnen, müsst ihr verschiedene Fragen beantworten, welche die Richtung der Herausforderung lenken. Um die jeweiligen Optionen auszuwählen, müsst ihr zuvor jedoch, während ihr die Oberwelt erkundet, entsprechende Hinweise entdecken. Habt ihr das nicht gemacht, müsst ihr die jeweilige Frage überspringen, was euch Nachteile bei der Mission beschert. Sind alle Fragen beantwortet, beginnt das Erkunden der Oberweltkarte. Ihr selbst steuert Subaru, der jedoch nicht in der Lage ist, zu kämpfen. Stattdessen spricht er mit seinen Verbündeten und sucht Hinweise auf der Karte, die euch dabei helfen, die Situation zu euren Gunsten zu drehen. Das Gameplay an sich ist dabei rundenbasiert. Unser Held kann eine gewisse Anzahl an Schritten gehen, bevor sein Zug endet und die Gegner oder Verbündete sich bewegen. Missionen bestehen jedoch nicht immer nur daraus, Gegner zu bezwingen. Manchmal muss man auch Hinweise suchen, um beispielsweise die Eltern eines verloren gegangenen Kindes zu finden. Viele Missionen hat das Spiel nicht in Petto, dafür fallen die bestehenden abwechslungsreich aus. Scheitert ihr, werdet ihr oftmals getötet, wobei in solchen Momenten Subarus Geheimfähigkeit ins Spiel kommt. Stirbt er nämlich, reist er in der Zeit zu einem anscheinend zufällig gewählten Zeitpunkt zurück. So hat jede Mission ein gutes oder schlechtes Ende.


In Missionen versucht ihr verschiedene Probleme zu lösen. Die Anzahl an Zügen ist dabei begrenzt.

© Tappei Nagatsuki / KADOKAWA / Re:ZERO2 Partners

Der Effekt des Zurückreisens ist im Übrigen nicht nur im Strategiepart zu finden. Innerhalb der Geschichte scheitert Subaru mehrmals. Er behält jedoch sein Erinnerungen an sein „vorheriges Leben“ und kann so nach und nach Wissen ansammeln, welches er eigentlich gar nicht haben dürfte. Diesen Vorteil nutzt er aus, um den Geheimnissen der Inthronisierung auf den Grund zu gehen. Da er nicht in der Lage ist, seinen Mitmenschen von seiner Gabe zu erzählen, führt dies oftmals zu absurden Situationen. So spricht Subaru Charaktere mit ihrem Namen an, obwohl er sie noch gar nicht kennen dürfte, welches ihn selbst äußerst verdächtig wirken lässt.


Insgesamt gibt es also vier Gameplayelemente in Re:ZERO Starting Life in Another World - The Prophecy of the Throne. Der mit Abstand größte Teil besteht aus dem „Adventure Part“, der Visual Novel. Im Movement Part erkundet ihr Gebiete und sammelt Hinweise, die ihr im „Briefing“ verwenden könnt, um die Missionen in die richtige Richtung zu lenken. Die animierten Sprites und die vereinzelten CGs der Charaktere sehen toll aus, was man jedoch so allerdings nicht von den Missionen behaupten kann. Die verschiedenen Gebiete fallen nämlich recht detailarm aus. Das wäre noch nicht mal so schlimm, wenn einige von ihnen nicht auch noch unter drastischen Framerateeinbrüchen leiden würden. Die Nintendo Switch kann große Titel wie The Legend of Zelda: Breath of the Wild abspielen - da ist es nicht nachvollziehbar, dass Re:ZERO Starting Life in Another World - The Prophecy of the Throne solche Probleme hat. Immerhin konnten mich die Musik und die Sprachausgabe überzeugen. Ich habe für das Durchspielen gut 10 Stunden benötigt. Allerdings lese ich sehr schnell und habe die Charaktere nicht aussprechen lassen. Da der Visual Novel-Part den größten Teil des Spiels ausmacht, könnt ihr also noch einige Stunden mehr dazurechnen, solltet ihr die Charaktere in Ruhe reden lassen.

Unser Fazit

7

Spaßgarant

Meinung von Niels Uphaus

Ich habe mich nie mit der Re:ZERO-Reihe beschäftigt und dennoch konnte mich Re:ZERO Starting Life in Another World - The Prophecy of the Throne unterhalten. Man merkt klar, dass sich der Titel an Fans des Franchises richtet. Das ist kein Kritikpunkt, aber etwas, das ihr wissen solltet, bevor ich euch entscheidet, das Spiel zu kaufen. Die Story an sich konnte mich unterhalten und auch das Charakterdesign und die Synchronisierung sind gelungen. Während mich das Strategie-Gameplay der wenigen Missionen unterhalten konnte, sind die Framerateeinbrüche jedoch nicht zu entschuldigen. Fans von Re:ZERO können ohne Bedenken zuschlagen, alle anderen sollten sich bewusst sein, dass The Prophecy of the Throne als eine Erweiterung der Hauptgeschichte gedacht ist.
Mein persönliches Highlight: Jetzt weiß ich: Ich brauche eine Rem in meinem Leben!

Bestelle dir jetzt Re:ZERO Starting Life in Another World - The Prophecy of the Throne über unsere Onlineshop-Partner

Online kaufen

Die durchschnittliche Leserwertung

0 User haben bereits bewertet

Kommentare 2