Ergründet die Geheimnisse des Königreichs Penumbra!

Stellt euch vor, ihr wacht nach langer Zeit in einem dunklen, verlassenen Land auf. Alleine und lediglich bewaffnet mit euren Doppelschwertern, versucht ihr zu realisieren, was hier überhaupt vor sich geht. Ihr begebt euch auf Erkundungstour durch die finsteren Gemächer, überwindet böswillige Gesellen, untersucht mehrere Tempel und sammelt Schlüssel. Moment, Tempel? Das erinnert uns doch an vergangene Abenteuer eines gewissen grünbemützten Helden. Wie viel sich Blue Fire letztendlich aber von The Legend of Zelda inspirieren lassen hat und was es genau auszeichnet, das zeigt euch der folgende Test.


Hollow Knight trifft auf The Legend of Zelda!


Ihr findet euch als Protagonist Naru in mitten des Königreichs Penumbra wieder. Dieses ist es riesiges Gebiet, das vor Gezeiten zu den reichsten Regionen des Landes gehörte. Allerdings suchten geheimnisvolle Kräfte das Königreich heim, sodass es sich in den folgenden Jahren in ein Niemandsland entwickelte. Genauer erklärt wird zunächst nicht, warum es euch dorthin verschlagen hat. Es wurde hier keine Prinzessin entführt und ihr müsst auch nicht euer Volk vor einer drohenden Pandemie retten. Vielmehr geht es euch um die Erkundung der riesigen Katakomben, in deren Verliesen riesige Massen von Schätzen auf euch warten. Auf dieser Erkundungstour werdet ihr auf die letzten Überlebenden treffen sowie allerhand spannende Geheimnisse rund um das Schicksal dieses Heiligtums erfahren.


Trefft viele hilfsbereite Bewohner des verlassenen Königreichs.

© Graffiti Games

Hierzu bedient sich Blue Fire ein wenig bei anderen Genrevertretern und wirkt auf den ersten Blick wie eine Mischung aus The Legend of Zelda und Hollow Knight in einer sehr schön designten 3D-Welt. Ihr werdet somit viele thematisch unterschiedliche Regionen erkunden müssen, neue Fähigkeiten für das spätere Vorankommen erlernen sowie euch finsteren Schergen entgegenstellen. Eine der wichtigsten Fähigkeiten im Spiel könnt ihr bereits von Anfang an: das Sprinten. Es passiert nicht selten, das viele Abgründe deutlich zu groß für einen normalen Sprung sind, sodass ihr einen kurzen Sprint in der Luft ausführen könnt, um die tiefen Spalten sicher zu überwinden. Zu diesem Talent gesellen sich über die Spielzeit noch viele weitere Fähigkeiten, unter anderem auch ein Schild, sodass sich euer Bewegungsfreiraum nach und nach erweitert.


Um an die neuen Talente zu gelangen, gilt es, besonders starke Gegner aus dem Weg zu räumen. Anfangs sind diese noch sehr leicht zu bewältigen, im späteren Verlauf werdet ihr euch allerdings immer öfter die Angriffsmuster einprägen müssen, um gezielt zum Gegenangriff vorzupreschen. Abschließend werdet ihr natürlich auch auf mehrere Bossgegner treffen, die teilweise eine nicht ganz so einfache Aufgabe darstellen. Diese finden sich in den 5 Tempeln wieder, die sich über das Königreich erstrecken. Hier werdet ihr in bester Action-Adventure-Manier unterschiedlichste Rätsel lösen, Schlüssel sammeln sowie geschickt mit der neuen Fähigkeit umgehen, die ihr in den Tempeln erhaltet, um weitere Hindernisse in den Verliesen zu überwinden. Hinzu kommen thematisch unterschiedliche Bereiche, wie beispielsweise ein Waldtempel oder ein Eistempel. Hier kommt vor die wundervolle Grafik und das interessante Artdesign besonders gut zur Geltung.


Auf den berühmten Jingle beim Öffnen von Kisten müsst ihr leider verzichten!

© Graffiti Games

Abseits dieser Tempel gibt es zudem sogenannte Welten der "Leere". Diese lassen sich minimal mit den Schreinen aus The Legend of Zelda vergleichen, denn hier gilt es, in einem eigenständigen Bereich möglichst fehlerfrei das andere Ende des Raumes zu erreichen. Dabei werden immer wieder neue Elemente eingebaut, wie sich drehende Plattformen oder Ventilatoren, die euch nach oben katapultieren. Dazu müsst ihr stets insgesamt 30 "Seelen der Leere" sammeln, die ihr für ein späteres Element, die Geisterslots, benötigen werdet. Am Ende jeder Leere werdet ihr zudem mit einem Extraherz belohnt, sodass es sich stets lohnt, sich den Herausforderungen zu stellen. Außerdem werden all diese Jump 'n' Run-Herausforderungen mit Sternen in ihrer Schwierigkeit bewertet. Ihr werdet euch öfters dabei erwischen, dass ihr bereits bei 2 Sterne-Herausforderungen an eure Grenzen kommt, lasst euch davon aber nicht einschüchtern, denn umso größer ist das Erfolgserlebnis, wenn ihr diese schadlos überstanden habt.


Bei den oben erwähnten "Geistern" handelt es sich zudem um viele verschiedene optionale Fähigkeiten, die ihr eurem Helden beibringen könnt. Über das Spiel hinweg erhaltet ihr diese vorrangig von den Bewohnern des Königreichs, die sie euch für Erze verkaufen werden. Ihr werdet im Spiel generell mit vielen verschiedenen "Währungen" konfrontiert, es passiert aber häufig, dass ihr anfangs nicht genau wisst, wofür ihr diese gebrauchen könnt. Das Spiel erklärt euch zeitweise recht wenig, sei es wo ihr als nächstes hin müsst oder wo ihr gerade seid, da auch eine Navigationskarte fehlt. Viel mehr will das Spiel euren Erkundungstrieb, jeden noch so kleinen Winkel der fantastisch-mystischen Welt aufzudecken, etwas antreiben.


Ein echter Geheimtipp für Fans von Platformern!


Ein sehr schönes, eher optionales Element im Spiel ist zudem die Kostümierung eures kleinen Helden. Hierzu dürft ihr bei verschiedenen Bewohnern Tuniken für ihn kaufen, die mehr optischer, als spielerischer Natur sind. Zudem findet ihr des Öfteren auch stärkere Waffen, die euch das Vorankommen erleichtern werden. Außerdem könnt ihr euch an verschiedenen Statuen, die ihr im Spiel findet, als eine Art nette Dreingabe auch Emotes kaufen. Abseits dessen erfolgen das Speichern, das Ausrüsten der Geister sowie die Erhöhung eurer Manaleiste stets an sogenannten Feuerschreinstatuen, die meist fair im Spiel verteilt sind.


Die "Leere" stellt stets eine ordentliche Herausforderung dar.

© Graffiti Games

Apropos Bewohner: Jedes freundlich gesinnte Wesen, was ihr treffen werdet, hat eine kleine Hintergrundgeschichte und bietet euch dazu noch Nebenaufgaben. Seid ihr hilfsbereit, erhaltet ihr meistens sehr kostbare Belohnungen. Das optische Design dieser Figuren ist zudem recht skurril gehalten und bildet eine Ähnlichkeit zum Protagonisten.


Aus technischer Perspektive lässt sich bei Blue Fire recht wenig meckern. Es ist stets ruckelfrei, sieht aufgrund des Grafiksstils durchgängig sehr ansprechend aus und blieb die ganze Zeit über bug- und absturzfrei während des Tests. Auch die Kamera zeigte weitestgehend alles ohne größere Probleme, lediglich bei engeren Gängen oder Räumen gab es hier minimale Übersichtsprobleme. Wollt ihr besondere Momente in einem Screenshot festhalten, ermöglicht euch Blue Fire einen Kameramodus. In diesem könnt ihr die Kamera frei bewegen und euren Helden in Szene setzen. Auf verschiedene Filter wurde hier leider verzichtet.


Musikalisch werdet ihr mit eher ruhigeren, teils mythischen Klängen begleitet, die sich super in das Setting des Spiels einfügen. Während der seltenen Bosskämpfe werden etwas stimmigere Melodien ausgepackt, welche nochmal einen spannenderen Eindruck vermitteln. Die Steuerung geht zudem leicht ins Blut über – wer mit Genrevertretern von Blue Fire vertraut ist, wird hier keine Probleme haben.

Unser Fazit

8

Ein Spiele-Hit

Meinung von Fabian Blatt

Mit Blue Fire präsentieren die Entwickler von Graffiti Games einen wahren Platformer-Leckerbissen und das zum schmalen Preis von gerade einmal 20 Euro. Während der 10 - 15 Stunden langen Handlung erhaltet ihr stets eine fordernde, aber auch gut belohnende Actionkost, die es sich lohnt, genauer unter die Lupe zu nehmen. Neben der Erkundung der vielen, teils sehr unterschiedlichen Areale erhaltet ihr viel Abwechslung in Form von Kämpfen, den "Leeren"-Herausforderungen sowie dem Lösen von Rätseln. Grafisch erwartet euch ein wirklich sehr atmosphärischer Titel, der trotz der teilweise geringen Details ein wahrer Hingucker ist. Durch die Zusammenstellung der Geister bietet Blue Fire zudem eine gewisse spielerische Freiheit, die euch durch die verschiedenen Fähigkeiten im Verlauf des Spiels immer mehr Möglichkeiten zur Erkundung bieten. Einzig das Fehlen von Übersichtskarten innerhalb Penumbras erschweren etwas die Orientierung, wirkten sich aber weitesgehend nicht negativ auf das Spielgefühl aus. Insgesamt präsentiert sich das Spiel als eine sehr empfehlenswerte Alternative zu Hollow Knight oder anderen Genrevertretern.
Mein persönliches Highlight: Die sehr gut gelungene grafische Atmosphäre sowie das sehr knackige Gameplay.

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Awards

Spiele-Hit

Die durchschnittliche Leserwertung

0 User haben bereits bewertet

Kommentare 5

  • Zegoh

    Feuer ♥ Eis

    Schöner Test, steht auch schon auf meiner Liste fürn PC.

    Hat mir letztens nen Kollege gezeigt und er ist auch sehr zufrieden mit dem Game.

    Scheint ja wirklich nen Geheimtipp zu sein.


    Edit: behoben.

  • aveiro23

    Thx4 Switch, Iwata-san!

    Hollow Knight trifft auf Zelda8|


    Wie kann ich denn da nicht schwach werden:fu:

  • preacha

    Turmknecht

    Das Spiel hatte ich so garnicht auf dem Zettel. Danke für den Test.

    Ich mochte Hollow Knight aber musste schon beim ersten Bosskampf gegen Hornet aufgeben. Ist der Schwierigkeitsgrad hier auch SO hoch?

  • kaputten10

    Turmbaron

    Die Kombination aus Zelda und Platforming gefällt mir, werde mir es wahrscheinlich in naher Zukunft mal zulegen.

  • LegendaryFabii

    Turmadliger

    preacha ich kann dir versprechen, das Spiel ist auf jedenfall deutlich leichter bei Kämpfen