Zombies und Pflanzen liefern sich wilde Gefechte

Als im Jahr 2009 ein Handyspiel mit dem Namen Plants vs. Zombies erschienen ist, hätte sich wahrscheinlich keiner ausmalen können, wie erfolgreich und beliebt die Marke rund um den schrägen Kampf zwischen Pflanzen und Hirnfressern werden würde. Angefangen als ein Tower Defense-Spiel, entwickelte sich die Marke im Laufe der Jahre immer weiter fort, bis die neueren Ableger irgendwann in Richtung Multiplayer-Titel gingen. Der letzte Teil der Reihe, Schlacht um Neighborville, erschien 2019 für den PC, die Xbox One sowie die PlayStation 4 und nun auch für die Nintendo Switch. Ob der Third-Person Shooter auch auf Nintendos Hybriden für launige Einzel- und Mehrspieler-Gefechte sorgt, erfahrt ihr im Folgenden. Da das Spiel seinen Fokus eindeutig auf die Multiplayer-Gefechte setzt, sollen diese zu Beginn gleich Mal näher beleuchtet werden, ehe wir uns den Inhalten für Solisten widmen.


Grünzeug und Hirnfresser treffen auf Overwatch und Team Fortress 2


Wenn ihr Plants vs. Zombies: Schlacht um Neighborville Complete Edition zum ersten Mal startet, werdet ihr gleich gefragt, ob ihr das Spiel on- oder offline erleben möchtet. Der Unterschied zwischen den beiden Varianten ist dabei naturgemäß schnell erklärt: Steht euch gerade keine Internetverbindung zur Verfügung, könnt ihr euch lediglich in die Einzelspieler-Inhalte stürzen. Multiplayer-Gefechte sowie das Zusammenspiel mit anderen Mitspielern stehen euch dabei nicht zur Verfügung. Eure im Offline-Modus gesammelte Erfahrung wird jedoch gespeichert und geht dabei nicht verloren. Trotz allem ist der Online-Modus die bewährte Wahl, vor allem, da dieser auch im Spiel haarklein an eure Bedürfnisse angepasst werden kann. Ihr wollt euch an den Mehrspieler-Scharmützeln beteiligen, habt aber keine Lust außerhalb davon anderen Mitspielern zu begegnen? Kein Problem, all das lässt sich bequem einstellen. Da wir uns in diesem Teil mit dem Online-Modus auseinandersetzen, wählen wir diesen entsprechend aus und starten im Schwindel Park.


Jede Spielsitzung beginnt ihr im Schwindel Park.

© Electronic Arts

Besagter Freizeitpark dient euch als Hub-Welt, von wo aus ihr die verschiedensten Aktivitäten starten, eure Charaktere verbessern oder neue kosmetische Gegenstände freischalten könnt. Vorerst führt euch euer Weg jedoch zum Multiplayer-Portal, an dem ihr in einen von drei Mehrspieler-Modi starten könnt. Denn Plants vs. Zombies ist in erster Linie ein Team-Shooter, der sich in seinen Grundzügen an Titeln wie Overwatch oder Team Fortress 2 orientiert. Ihr vertretet in einzelnen Gefechten wahlweise die Fraktion der Pflanzen oder die der Zombies und wählt dabei aus einer von elf Klassen, von denen jede einer von vier Kategorien zugeordnet werden kann: Angriff, Verteidigung, Unterstützung oder Schwarm. Jede Klasse verfügt dabei über ihre eigenen Fertigkeiten, so kann zum Beispiel die Erbsenkanone auf Pflanzenseite Fernkampfangriffe ausführen, mit Chilibohnen-Bomben um sich werfen oder sich auf Knopfdruck zu einer stationären MG-Erbse umfunktionieren, die am laufenden Band Geschosse abfeuert. Auf der gegnerischen Seite bieten die Zombies hingegen einen All-Star Zombie als Verteidiger, der mit einer schweren Waffe um sich feuert, einen Sprint hinlegen kann, der alles in seinem Weg in die Luft wirbelt sowie einen Schild aufstellen kann, der feindliche Angriffe für eine Weile abhält. Die Unterstützungs-Klassen hingegen legen ihren Fokus auf das Heilen sowie Verhexen von Feinden oder das Sichern von kritischen Stellen im Spiel. Die Schwarm-Klasse hingegen wird vor allem in der Masse erst wirklich mächtig, muss jedoch erst im Laufe des Spiels durch Ingame-Währung freigeschaltet werden (dazu später mehr). Grundsätzlich ähneln sich die Klassen beider Seiten, unterscheiden sich jedoch genug, dass sie nicht wie ein simples Abziehbild wirken. So ist eine Unterstützungseinheit auf Seiten der Pflanzen eine Rose, die ihre Gegner schwächt und verhext, während die Zombies mit einem Ingenieur daherkommen, der einen Geschützturm errichten kann, der automatisch Feinde aufs Korn nimmt. Damit wird sichergestellt, dass man sich tatsächlich in jede einzelne Klasse einarbeiten und diese mitsamt ihrer Feinheiten erlernen muss.


Und das ist auch bitter nötig, denn wer nur stumpf auf die Angriffstaste hämmert, wird in den Gefechten schnell zum gegnerischen Kanonenfutter degradiert. Damit ihr jede Klasse euren eigenen Spielstil anpassen könnt, gibt es Upgrades, von denen ihr einige auf jede Klasse verteilen könnt. Diese geben euch zum Beispiel einen leichten Lebensschub, wenn ihr gegnerische Einheiten erledigt, lassen euch nach einem Respawn für eine Weile schneller rennen, damit ihr möglichst rasch wieder an die Front kommt oder verbessern spezielle Fertigkeiten eurer Klasse. Für jede Aktion, sei es nun den Abschuss eines Gegners oder das Heilen von Kameraden, erhaltet ihr Erfahrungspunkte, die euch letztendlich in Level und Rang aufsteigen lassen, wodurch ihr nach und nach neue Upgrades für die jeweilige Klasse freischalten könnt. Ihr seht also, eine gewisse Spezialisierung kann nicht schaden.


Im Kommando-Modus müsst ihr zusammen mit anderen Mitspielern Gegnerwellen trotzen.

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Wenn es um die Wahl der Spielmodi geht, stehen euch mit der Revier-Übernahme und dem Garten- und Friedhofkommando zwei feste Modi zur Verfügung. Weiterhin gibt es einen wöchentlich wechselnden Modus, wie zum Beispiel das klassische Team-Deathmatch oder Gefechte, in denen Schadenswerte von Waffen und Fertigkeiten enorm hochgeschraubt werden. Ob ihr euch nun für die Revier-Übernahme oder den Kommando-Modus entscheidet, hängt vorwiegend davon ab, ob ihr gemeinsam mit eurer Fraktion gegen andere Spieler antreten wollt oder ob euch eher das kooperative Spiel gegen den Computer liegt. Bei Letzteren bietet sich nämlich der Kommando-Modus an, in dem ihr mit bis zu drei weiteren Spielern eine Installation gegen mehrere Wellen von Computergegnern verteidigen müsst. Dieser Horden-Modus ist recht kurzweilig, bietet aber trotzdem eine angemessene Herausforderung, vor allem da ihr am Ende jeweils einen zufällig ausgewählten, knackigen Endboss bezwingen müsst. Das eigentliche Herzstück des Mehrspieler-Modus ist jedoch eindeutig die Revier-Übernahme. In diesem Modus treten die beiden Fraktionen gegeneinander an, um verschiedene Ziele zu erledigen. Welche das sind, hängt dabei stets von der jeweiligen Karte ab auf der gespielt wird. Alle Karten haben jedoch eines gemeinsam, dass sie sich dynamisch verändern und nie einfach nur ein einziges Ziel in petto haben, sondern mehrere. Beispiel gefällig?


Auf einer der Mehrspielerkarten muss die Zombiefraktion einen Transporter voller Bomben innerhalb eines festen Zeitlimits über mehrere Stationen eskortieren. Dabei bewegt sich der Wagen nur dann, wenn keinerlei Gegner in der Nähe sind. Hat der Sprengstoff sein Ziel erreicht, gilt es nun die Bomben händisch zu bestimmten Stellen zu tragen, um dort einen Marshmallow-Mörser zu zerstören. Der Spieler, der die Bombe trägt, kann währenddessen keine seiner Fertigkeiten einsetzen und ist daher besonders schutzlos, weswegen seine Mitspieler ganz besonders auf ihn aufpassen müssen. Wurden alle Bomben an den verschiedenen strategischen Stellen deponiert, haben die Untoten gewonnen. Auf Seiten der Pflanzen gilt es dies natürlich zu verhindern und im Idealfall erreicht der Transporter nie seinen Bestimmungsort. Es kommt dabei also ganz auf ein gezieltes Teamspiel an, bei dem auch auf eine ausgewogene Verteilung der einzelnen Klassen geachtet werden sollte. Wenn euer Team nämlich nur aus Angriffsklassen besteht, dann teilt ihr zwar ordentlich aus, werdet jedoch kaum Treffer landen, weil der Feind wahrscheinlich mit Verteidigungs- und Unterstützungsklassen dafür sorgt, dass ein Großteil eurer Angriffe ihr Ziel nie erreichen. Das Spiel ermöglicht euch jederzeit eine Übersicht über die Anzahl der jeweiligen Klassen, die gerade auf dem Schlachtfeld unterwegs sind und dank der Tatsache, dass ihr nach jedem Ableben die Klasse wechseln könnt, kann so auch flexibel und dynamisch auf das Kampfgeschehen reagiert werden.


Ohne Teamwork geht in den meisten Matches gar nichts.

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Damit all dies funktioniert, seid ihr natürlich auf eure Teamkameraden angewiesen, denn Solisten werden in den seltensten Fällen langfristige Erfolge feiern können. Meine bisherigen Erfahrungen während meiner Testphase fielen jedoch überwiegend positiv aus und es wurde stets versucht, im Team zu agieren. Was mich vor allem gefreut hat ist die Tatsache, dass man als Unterstützungs-Spieler einen deutlichen Einfluss auf das Spielgeschehen haben kann. Weil ich in Spielen wie Schlacht um Neighborville am liebsten die Heilerrolle übernehme, konnte ich einige verloren geglaubte Scharmützel zum Positiven wenden, indem ich meine Mitspieler konstant am Leben gehalten habe. Zudem wird eine solche Spielweise auch belohnt, indem ihr für ein unterstützendes Spielen nicht nur Erfahrungspunkte erhaltet, sondern als guter Heiler auch stets eine realistische Chance habt, als besonderer Spieler am Ende einer jeden Runde hervorgehoben zu werden. Ein weiterer Aspekt, der in einem Team-Shooter von enormer Wichtigkeit ist, ist das Balancing. Dieses erschien mir im Großen und Ganzen recht gut ausgewogen, auch wenn es auf beiden Seiten die eine oder andere Klasse gibt, die mir etwas zu mächtig vorkam, wie zum Beispiel Super Brainz oder der Schnapper, die teils extremen (Flächen-)Schaden austeilen. Nichtsdestotrotz kam es während meiner Testpartien nie zu Frustmomenten, weil einzelne Klassen durchweg unbesiegbar gewesen wären.


Abseits der drei Spielmodi habt ihr noch die Möglichkeit, im Schwindel Park umherzustreunen und quasi im offenen PVP gegen andere Spieler anzutreten oder den Stadtkern sowie die Altstadt zu besuchen, die jedoch auch für Solisten interessant sein dürften.


Die Einzelspieler-Erfahrung: Von Flachwitzen und Kurzweil


Habt ihr einmal genug von all den Mehrspieler-Matches, lohnt sich ein Abstecher in den besagten Stadtkern oder in die Altstadt. Beide bieten euch eine recht kurzweilige Story-Erfahrung, wobei gerade der Stadtkern mehr als eine Art ausgiebiges Tutorial dient. Die Prämisse ist ebenso simpel wie bescheuert: Auf Seiten der Pflanzen müsst ihr euch mit einem Zombie-Genie rumschlagen, dass Disco-Fallen in Neighborville aufgestellt hat. Diese sorgen dafür, dass alle Pflanzen, die darin gefangen werden, ununterbrochen schlecht Disco tanzen müssen. Die Zombies sehen sich mit einer Un-Untot-Seuche konfrontiert, die jeden Infizierten die Lust an Hirnen raubt und eher dazu bringt, über Cricket oder den Sinn des Lebens zu philosophieren.


In den Story-Missionen bekämpft ihr auch mal schrägere Gegner wie diesen Zombie-Guru.

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So unterschiedlich beide Prämissen auch klingen mögen, im Kern sind sie jedoch beide gleich aufgebaut: Ihr müsst auf einer großen Karte drei Gegenstände akquirieren, mit diesen einen Gegenstand bauen und dann einen Bossgegner bezwingen. Diese Missionen nutzt das Spiel gleich dafür, euch mit den verschiedenen Spielelementen aus der Revier-Übernahme vertraut zu machen, ohne dass ihr dabei mit anderen Spielern interagieren müsst. Die KI-Gegner, die euch dabei entgegengeschleudert werden, rangieren von dämlich bis zu herausfordernd und repräsentieren ebenfalls die im Mehrspieler-Modus vorkommenden Klassen. Was während der Missionen auch immer wieder durchscheint, ist der teils recht infantile Humor, der auf ziemlich flachem Niveau daherkommt und gerne auch mal mit Pipi- und Kacka-Witzen aufwartet – doch Plants vs. Zombies war schließlich noch nie für seinen Humor berühmt.


Multiplayer-Enthusiasten sollten übrigens trotz allem einen Blick auf die beiden Story-Kampagnen werfen, denn nicht nur kann man hier seinen Charakter gut aufleveln und einiges an Spielwährung sammeln, es lassen sich auch spezielle Skins und andere kosmetische Items freischalten, die ihr dann in den Mehrspieler-Gefechten verwenden könnt. Womit wir dann auch beim nächsten Punkt wären.


Wie komplett ist die Complete Edition + Technik-Check


Plants vs. Zombies: Schlacht um Neighborville hat den Zusatz der Complete Edition und diese macht ihren Namen alle Ehre. Wo es in den Versionen auf den anderen Plattformen teils noch Echtgeld zum Freischalten von Skins, Emotes und anderen kosmetischen Items gab, können in der Nintendo Switch-Version alle Inhalte erspielt werden. Dafür gibt es drei verschiedene Währungen: Goldmünzen, Preiskugeln und Tacos. Letztere erhaltet ihr im Stadtkern und in der Altstadt, indem ihr Gegner erledigt und Quests beendet. Die Leckereien könnt ihr dann entweder gegen kosmetische Items oder Goldmünzen eintauschen. Die goldenen Taler wiederum könnt ihr dafür verwenden, die unterschiedlichsten Extras freizuschalten, wie zum Beispiel die Schwarmklasse, bestimmte Skins oder ihr kauft euch von eurem Ersparten einen Erfahrungs-Boost. Goldmünzen erhaltet ihr sowohl in den Einzelspieler- als auch in den Mehrspieler-Gefechten und zwar in recht großen Mengen, sodass es nicht lange dauert, bis ihr nach und nach genug Bares angesammelt habt. Als Letztes wären dann noch die Preis-Kugeln, die ihr durch das Aufleveln eurer Klassen erhaltet. Diese Kugeln könnt ihr an einem Stand auf einer Preiskarte ausgeben, auf der von Anfang an verschiedene Skins, Emotes oder andere kosmetischen Goodies freischaltbar sind und an deren Ende ein seltener Skin darauf wartet, freigeschaltet zu werden. Abschließend beinhaltet die Complete Edition auch noch alle bisher erschienenen DLCs. Ihr bekommt also tatsächlich das komplette Paket und müsst keinen Cent für Mikrotransaktionen ausgeben, wenn ihr alles im Spiel freischalten wollt. Was jedoch im Vergleich zur PlayStation 4 und Xbox One Versionen gestrichen wurde, ist der Splitscreen-Modus. Couch-Koop-Spaß ist auf der Nintendo Switch also leider nicht möglich.


Gerade im Handheld-Modus und bei vielen sowie schnellen Bewegungen kann die Frostbite Engine auch mal an ihre Grenzen geraten.

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Plants vs. Zombies ist der erste Titel, der auf der Nintendo Switch in der Frostbite Engine läuft – etwas, was vor einiger Zeit noch fast unmöglich schien. Wie zu erwarten, mussten dafür jedoch einige Anpassungen vorgenommen werden, damit das Spiel auf der Hardware der Nintendo Switch auch läuft. So hat das Spiel eine Framerate von 30 FPS angepeilt und läuft im Dock-Modus mit 900p, im Handheld-Modus mit 720p. Die gute Nachricht zuerst: Die Schlacht um Neighborville lief während meiner Testphase stets flüssig, selbst in den heftigsten Gefechten kam es kaum zu Rucklern. Einzig beim Respawnen kam es vereinzelt zu kurzen Aussetzern. Die 30 FPS können also augenscheinlich gehalten werden. Grafisch kann Plants vs. Zombies natürlich nicht mit den anderen Plattformen mithalten, auch wenn das Spiel bereits zwei Jahre auf dem Buckel hat. Während das Gesamtbild im Dock-Modus jedoch noch weitestgehend ansehnlich ist, verschwimmen die Texturen im Handheld-Modus ziemlich und die Weitsicht leidet ebenfalls, wie man auf dem Screenshot in dieser Sektion erkennen kann (um einen detaillierten Vergleich zu bekommen, klickt einmal auf den Screenshot, um ihn zu vergrößern). Dem Shooter kommt jedoch seine comichafte Optik zugute, die zumindest mich über solche Schnitzer immer wieder hat hinwegsehen lassen. Was jedoch mitunter in beiden Modi auffällt, ist eine gewisse Unschärfe, wenn ihr euch schnell oder viel bewegt. Nichtsdestotrotz ist das Experiment Frostbite-Engine auf der Nintendo Switch in meinen Augen geglückt: Plants vs. Zombies Schlacht um Neighborville Complete Edition gewinnt zwar nicht als Erstplatzierter einen Schönheitswettbewerb, muss sich aber auch nicht gleich im Dunkeln bei den Hirnfressern verstecken. Die Serververbindung lief durchgehend stabil, sowohl im Dock-Modus mit LAN-Kabel-Anschluss als auch im Handheld-Modus per WLAN kam es zu keinerlei Verbindungsabbrüchen. Kleiner Tipp meinerseits: Schaut beim ersten Start des Multiplayerportals in den Servereinstellungen nach. Bei mir waren dort anfangs noch die nordamerikanischen Server als Standard eingestellt und ich musste manuell auf Europa umstellen. Ob dies nach dem Day-One-Patch immer noch der Fall ist, kann ich nicht sagen.


In Sachen Steuerung konnte mich der Titel angenehm überraschen, denn eigentlich meide ich jede Art von Shooter, die ich mit dem Controller spielen muss. Die einzigen beiden Ausnahmen bisher waren Splatoon 2 und jetzt auch Plants vs. Zombies: Schlacht um Neighborville. Die Steuerung geht mit dem Controller, allen voran mit dem Nintendo Switch Pro Controller, ziemlich gut von der Hand. Zudem bietet euch der Titel wahlweise eine präzise und fein einstellbare Bewegungssteuerung, die mir ungemein geholfen und das Leben eindeutig erleichtert hat.

Unser Fazit

8

Ein Spiele-Hit

Meinung von Florian McHugh

Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet ein Plants vs. Zombies-Spiel so viel Spaß im Mehrspielermodus machen kann? Das Spielprinzip, das angenehm an Overwatch und meinen früheren Lieblings-Klassiker Team Fortress 2 erinnert, hat es geschafft, mich seit langem mal wieder für ein Multiplayer-Spiel auf der Nintendo Switch zu begeistern. Die rasanten Matches sind dank der verschiedenen spielbaren Klassen und den abwechslungsreichen Karten stets fordernd und wenn ich mal keine Lust habe, gegen andere Spieler anzutreten, trete ich mit ihnen lieber im Kommando-Modus zusammen gegen Horden von KI-Gegnern an. Wer ganz auf den Multiplayer-Aspekt verzichten möchte, dem bietet Plants vs. Zombies: Schlacht um Neighborville Complete Edition zwar auch Einzelspielerinhalte in Form von zwei kleinen Story-Kampagnen sowie einer kleinen, frei erkundbaren Welt, die jedoch nicht sonderlich lang und umfangreich ausfallen. Mit der vorliegenden Complete Edition hat Electronic Arts auch alle DLCs hinzugefügt, zudem verzichtet man völlig auf Mikrotransaktionen; alle Inhalte können im Spiel freigeschalten werden. Der Team-Shooter ist zudem der erste Titel, der auf der Frostbite Engine auf der Nintendo Switch läuft. Während grafisch ein paar Abstriche gegenüber den anderen Plattformen gemacht werden müssen, läuft das Kampfgeschehen durchgehend ruckelfrei und flüssig ab – eine solide Portierung in Sachen Performance also. Wer also nach einem guten Team-Shooter auf der Nintendo Switch sucht, der wird nach langer Zeit mal wieder fündig.
Mein persönliches Highlight: Der Revier-Übernahme-Modus und die Tatsache, dass eine Heilerklasse auch mal wieder was reißen kann.

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Awards

Spiele-Hit Multiplayer-Hit

Die durchschnittliche Leserwertung

2 User haben bereits bewertet

Kommentare 14

  • FapyN

    Turmritter

    Hatte das Spiel mit einem Mediamarkt Gutschein online vorbestellt.

    Wurde erst Freitag früh abgeschickt. Bis jetzt immernoch nicht bei mir

    IMMER... NOCH....NICHT!!!!!

    Dieses Sucht Gefühl is so unfair xD

    Aufjedenfall haben mir Garden Warfare 1 + 2 beide einen riesen Spaß bereitet. Freue mich tierisch auf das game :D

  • cam2oo3

    Turmknappe

    ist es crossplay?

  • Florian McHugh

    Tellerrandwäscher

    cam2oo3 Leider nicht. Switch-Spieler bleiben unter sich.

  • Uriniert

    Florian McHugh Schade, ich male hier zwar ungern direkt schwarz aber da es auch relativ wenige Reaktionen zum Test auf Ntower gibt, ist dieses Spiel wohl auch nicht soooo der Kassenschlager möchte ich behaupten.


    Ich habs im Gamepass ein paar Runden gespielt aber die Funke wollte nicht überspringen.

    Kann aber nicht genau sagen warum, weil im Grunde waren die Charaktere und die Kämpfe sehr unterhaltsam:thumbup:


    Auf jeden Fall drücke ich dem Spiel die Daumen und ich hoffe das ich mich was den Erfolg auf der Switch angeht täusche.:)

  • Florian McHugh

    Tellerrandwäscher

    Tja, das hoffe ich auch, bisher sind die Server alle gut besucht. Jetzt muss sich das Spiel auch noch langfristig beweisen, Spaß genug macht es allemal. Die Zeit wird es zeigen ;)

  • Urmeltier

    Turmamazone

    Plants vs. Zombies sieht immer mega lustig aus, habe den alten Teil auch immer gerne gespielt😊 Leider bin ich zu schlecht für Shooter aber finde das Konzept und die Charaktere einfach super gelungen und sehr unique. Hoffe, das Spiel kann auf der Switch nennenswerte Erfolge erzielen.

  • Vigy-luigi091016

    bei crossplay hat man doch einen Nachteil gegenüber pclern ....Da finde ich es so gut das man unter sich bleibt

  • Karlomir

    Turmritter

    Was mir am wichtigsten ist, ich im Test aber nicht gefunden habe (vielleicht übersehen?):

    Ist es denn gut für Couch-Coop geeignet? Habe beim Stichwort Multiplayer nur online gelesen. Würde am liebsten zu zweit offline nebeneinander zocken. Weiß da jemand mehr?

  • Florian McHugh

    Tellerrandwäscher

    Karlomir Nein, es gibt keinen Splitscreen-Koop. Habe ehrlich gesagt nicht einmal über die Möglichkeit nachgedacht wenn ich ehrlich bin, da der Fokus ja komplett auf die Online-Modi gelegt wurde. Dabei gab es auf der PlayStation 4 und der Xbox One tatsächlich einen solchen Modus, der wurde gestrichen. Muss ich dich also leider enttäuschen. Ich werde es aber nachträglich ergänzen, danke für den Input (hatte mich beim Vergleich nämlich nur auf die PC-Version konzentriert, die auch kein Splitscreen-Modus hat).

  • TheLightningYu

    Grim Dawn'er

    Mich würde mal interessieren(evtl habe ich es auch nur überlesen) ob das Ding jetzt wirklich einen "kompletten" Offline-Modus hat, also das du wirklich das Spiel komplett ohne eine Internet-Verbindung starten und spielen kannst. Wenn das der Fall ist, werde ich mir def. eine Kopie für die Switch gönnen, weil das halt bei der Garden Warfare Reihe halt immer eines der Kernprobleme ist, warum ich nicht soviel Spass mit dem Ding haben kann wie ich gerne möchte. Man kann zwar alles immer gut Solo spielen und macht einen Heidenspass(habe ja BFTN schon auf der Xbox), aber ich will halt nicht auf einen Online-Service vorallem von EA angewiesen sein und halt auch das Gefühl habe, ich spiele das ganze nicht umsonst.

  • Florian McHugh

    Tellerrandwäscher

    TheLightningYu Zu Spielbeginn kannst du wählen ob du das Spiel online oder offline starten möchtest. Dann kannst du das Spiel genießen, ohne eine Internetverbindung laufen zu haben. Habe es auch gerade explizit nochmal mit dem Flugzeugmodus getestet und ich konnte das Spiel problemlos starten. der Online-Modus wird dir nicht angeboten, du kannst aber neue Fortschritte freischalten und auch XP verdienen, etc.


    Also ja: das Spiel hat einen vollwertigen Offline-Modus

  • TheLightningYu

    Grim Dawn'er

    Florian McHugh

    Sauber, vielen dank nochmal das du das für mich nachgecheckt hast. Dann ist PvZ für die Switch jetzt weit oben auf der Liste bei mir gelandet =)


    By the way schöner test.

  • Antiheld

    Meister des Turms

    @Uriniert Ich wünsche dem Spiel alles gut, glaube aber auch, dass du leider Recht behalten wirst. Auch wenn ich persönlich den Einmal-Kauf weitaus besser finde als Lootboxen und F2P-Elemente, so ist das Spiel auf anderen Plattformen günstiger zum einmal reinschauen. Für Gamepass- und EA Play-Abonnenten ist das Anspielen sogar kostenlos.


    Dann ist es noch so, dass Multiplayer Spiele, die keine Nintendo-Franchises sind sowieso nicht so gute Karten haben. Von daher hat das Spiel wohl leider keine guten Karten und wird nach der Anfangszeit sicherlich shcnell leere Server haben.

  • Tomek2000

    Meister des Turms

    Eine wirklich klasse Wertung und nach den Videos die ich gesehen zu urteilen, sieht es nach einem großen Spaß aus...