Kleiner Spaß für zwischendurch

Das kleine Entwicklerteam Lululu Games aus Zürich hat in den vergangenen Jahren an einem Spiel gearbeitet, welches ausschließlich für lokale Mehrspielerpartien ausgelegt ist. In Bamerang, beziehungsweise Bämeräng geht es darum in einer zweidimensionalen Arena möglichst viele Punkte zu sammeln, um am Ende als Sieger gekürt zu werden. Das kann entweder zu zweit, zu dritt oder zu viert geschehen. Eines vorab: Der Titel kann gar nicht alleine gespielt werden und hat keine Unterstützung für Online-Partien. Es ist also wichtig, dass ihr mehrere Personen am gleichen Bildschirm sitzen habt.


Gegner mit dem Bumerang von der Arena runterstoßen, erweist sich als besonders effektive Taktik.

© Lululu Entertainment

Das Spielprinzip ist wirklich einfach und es braucht keinen Erklärungsbedarf, wenn neue Spieler in die Partie eintauchen sollen. Bevor ihr also das Spielfeld betreten dürft, um euch für die Teamfarbe eurer Wahl zu entscheiden, erklärt euch das Spiel kurz die Steuerung. Die Steuerung ist sehr simpel gehalten, denn neben der Bewegung mit dem Analog-Stick müsst ihr euch nur zwei Tasten merken: Eine Taste zum Werfen und eine Taste, um den Bumerang zu generieren.


Auch das Spielprinzip ist selbsterklärend, ihr müsst zufällig auftauchende Punkte in Form von kleinen Goldnuggets aufsammeln. Um eurem Gegner die Punkte streitig zu machen, müsst ihr diesen mit einem Bumerang treffen. Wird der Gegner vom Bumerang getroffen, den ihr durch das Halten der Wurftaste möglichst schnell werfen könnt, lässt er die gesammelten Punkte fallen. Alternativ könnt ihr diesen auch von der Stage jagen, dann kommt der Gegner zwar wieder, verliert aber viele der gesammelten Punkte. Habt ihr gerade keinen Bumerang zur Hand, könnt ihr bis zu drei der eingesammelten Punkte opfern und diesen schnellstmöglich generieren. Hat ein Spieler die 30-Punkte-Marke durchbrochen, endet die Partie und dem Spieler wird ein Punkt gutgeschrieben, anschließend startet die Partie auf einer neuen Arena. Insgesamt gibt es 20 verschiedene Arenen, ihr dürft euch allerdings nicht für eine entscheiden, das entscheidet das Spiel ganz von selbst. Die Spiele werden nach Best-of-5-Prinzip gespielt, hat ein Spieler also drei Partien gewonnen, ist das Spiel vorbei und der Sieger wird gekürt. Auch das ist nicht einstellbar und auch mit vier verschiedenen Spielern gewinnt derjenige, welcher drei Partien gewonnen hat.


Fallt ihr von der Arena, holt euch die überdimensionale Hand hoch und schüttelt euch so durch, dass ihr viele Punkte verliert.

© Lululu Entertainment

Besonders hervorheben möchte ich die grafische und akustische Darstellung des Spiels. Auch wenn mir die schrägen Farben des Spiels nicht besonders angenehm auffallen, finde ich die Animationen ziemlich gut gelungen. Die überdimensionale Hand, die die Punkte zählt, euren Charakter aus dem Abgrund herausholt und zunächst ordentlich durchschüttelt, damit ihr viele Punkte fallen lasst, gibt dem Spiel definitiv ein Alleinstellungsmerkmal. Auch akustisch ist das Spiel stets stimmig und ich empfinde den Hintergrundsoundtrack somit als sehr positiv auffällig.


Kritisieren muss ich bei dem Spiel allerdings die fehlende Abwechslung. Klar ist der Titel sehr günstig, allerdings gibt es keine Möglichkeit, den Titel alleine zu erleben, es gibt keine Möglichkeit, sich zwischen Modi oder sogar Arenen zu entscheiden. Das Einzige was ihr vor Beginn der Partie entscheiden könnt ist, ob ihr Teams bildet (z.B. 2 gegen 2 oder 3 gegen 1 usw.) oder jeder Spieler für sich selbst spielt. Nicht einmal das Punktelimit oder die Anzahl der Partien kann ausgewählt werden. Bei einem Multiplayer-Party-Spiel sehe ich diese Einstellungsmöglichkeiten als verpflichtend an. Auch sind mir vereinzelt Spielfehler aufgefallen, so war beispielsweise ein Spieler in den Abgrund gefallen und nicht wieder aufgetaucht, aber da kann ich mir vorstellen, dass mögliche Patches die Probleme beheben werden.

Unser Fazit

6

Überzeugend

Meinung von Ilja Rodstein

Bamerang ist ein sehr kostengünstiges Spiel, welches ausschließlich für den lokalen Mehrspieler an einer Nintendo Switch-Konsole ausgelegt ist. Ob ihr zu zweit, zu dritt oder zu viert in den Ring steigt oder welche Teams ihr bildet, dürft ihr selber entscheiden. Damit endet allerdings die Entscheidungsmacht, denn das Spiel gibt euch alles vor: Wie viele Partien ihr spielt, auf welchen Arenen ihr spielt und wie das Punktelimit ist, all das ist vom Spiel fest vorgegeben, nur die Arenen werden zufällig ausgewählt. Ansonsten habt ihr hier ein Spiel, welches sehr einfach zu erlernen ist und sich für eine Runde zwischendurch eignet. Lange fesseln wird es euch aufgrund der fehlenden Abwechslung leider nicht können, aber das Spiel eignet sich einfach dafür, falls ihr mal Freunde und Familie zu Besuch habt und ein leicht zu erlernendes Party-Spiel sucht.
Mein persönliches Highlight: Der Soundtrack hat mir gut gefallen.

Die durchschnittliche Leserwertung

0 User haben bereits bewertet

Kommentare 0

  • Noch keine Kommentare verfasst :(