Rollenspielklassiker mit Altersschwäche

Wart ihr dabei, als Atlus zum ersten Mal versucht hat, mit der Shin Megami Tensei-Serie im Westen Fuß zu fassen? Die Antwort lautet höchstwahrscheinlich: „Nein“. Nicht nur liegt das Jahr 1995 schon ein gutes Weilchen zurück. Das Spiel und die Konsole, um die es hier geht, haben uns in Europa vor allen Dingen nie offiziell erreicht. Die Rede ist vom oft vergessenen Jack Bros., einem serienuntypischen Shooter-Spin-off für den gefloppten Virtual Boy. Während man in den USA ein Jahr später mit Revelations: Persona einen zweiten Anlauf wagte, feierte das Franchise sein europäisches Debüt erst 2005 mit der Veröffentlichung von Shin Megami Tensei: Lucifer's Call, das zwei Jahre zuvor bereits unter dem Titel Shin Megami Tensei III: Nocturne in Japan erschien.


Ebendiesen PlayStation 2-Klassiker wird Atlus am 21. Mai in Form von Shin Megami Tensei III Nocturne HD Remaster zurückbringen. Das Spiel erscheint dabei für die Nintendo Switch, die PlayStation 4 als auch für den PC via Steam. Zuerst wird der Titel ausschließlich als Digital Deluxe Edition angeboten und erscheint wenige Tage später am 25. Mai regulär im Handel und in digitalen Stores. Wir haben das HD-Remaster für euch auf der Nintendo Switch unter die Lupe genommen und sagen euch, ob sich der Kauf für Veteranen oder Neulinge lohnt.


Das Halbscheusal wird zum Leben erweckt


Wie viele Abenteuer aus dem Hause Atlus ist auch dieses Spiel in Japan, noch konkreter in Tokyo angesiedelt. Nach einem kurzen Vorgeplänkel werdet ihr mit den finsteren Machenschaften konfrontiert, welche diese Welt ins Chaos zu stürzen drohen. Ein zwielichtiger Kult hat es darauf abgesehen, die sogenannte Empfängnis einzuleiten und durch eine apokalyptische Wende die Welt neu zu formen. Inmitten des Tumults seid ihr, die Hauptfigur, als Halbscheusal neu geboren und nun dazu verdammt, dieser wirren Welt zu trotzen und ihren Wandel nach eurem Belieben zu lenken.


Dialoge und Storysequenzen profitieren enorm von der neu hinzugefügten Sprachausgabe.

© Atlus / SEGA

In typischer Shin Megami Tensei-Manier dürft ihr euch hier auf einen Mix aus Dungeon-Erkundung und Kämpfe einstellen. Während ihr durch die labyrinthartigen Umgebungen wandert, Items aufsammelt und mit Figuren sprecht, wird euch die Karte von großem Nutzen sein, um euch in den Komplexen aus Tunneln und Räumen zurechtzufinden. Bereits betretene Bereiche werden automatisch auf der Karte eingezeichnet, sodass es sich lohnt, jeden Winkel abzugrasen. Gründliche Spieler werden hierfür immer wieder mit gut versteckten Items belohnt.


Teil der Anzeigen auf dem Spielbildschirm ist zudem eine Art Kompass, welcher nicht nur über Himmelsrichtungen Auskunft gibt, sondern auch in verschiedenen Farben und Intensitäten pulsiert – je nachdem, wie „nah“ ihr an einem Kampf seid. Shin Megami Tensei III Nocturne HD Remaster bleibt dabei ganz dem Original treu und setzt auf Zufallsbegegnungen. Neulinge können sich das ungefähr so vorstellen wie Höhlen aus klassischen Pokémon-Spielen, in denen ihr andauernd von nervigen Zubat belästigt werdet. Im Gegensatz zu Pokémon könnt ihr in diesem Spiel jedoch nahezu überall auf Zufallsbegegnungen stoßen, denn Ruhezonen gibt es wenige.


Von der Oberwelt in den Kampf gewechselt, müsst ihr euch vielleicht einem etwas stärkeren Gegner oder gleich einer ganzen Reihe an finster dreinblickenden Dämonen stellen. Glücklicherweise kämpft ihr nicht allein, sondern könnt andere Dämonen für eure Seite gewinnen, indem ihr sie in Gesprächen oder Verhandlungen überzeugt.


Auf der Suche nach Antworten wird sich euch mehr als nur einmal jemand in den Weg stellen.

© Atlus / SEGA

Eure aktive Party kann aus maximal vier Mitgliedern bestehen, wobei weitere Dämonen als Reserve mitgenommen werden können. Bei der Kathedrale der Schatten könnt ihr eure Dämonen fusionieren und opfern, um noch stärkere Verbündete zu erhalten. Diese Mechanik hat bis zu den heutigen Ablegern Bestand und gilt wohl als eines der Hauptmerkmale von Shin Megami Tensei respektive Persona.


Auch wenn Kämpfe grundlegend der klassischen Rollenspielformel folgen, hebt sich das Kampfsystem durch die hier erstmals eingeführte „Press Turn“-Mechanik ab. Im Kampf verfügt jeder Mitstreiter, sowohl Verbündete als auch Gegner, pro Runde über eine Aktion, die durch ein Icon repräsentiert wird. Allgemein gesprochen wird das Icon „verbraucht“, nachdem ihr eine Aktion für die Figur ausgewählt habt. Landet ihr mit der gewählten Aktion allerdings einen kritischen Treffer oder nutzt die Schwäche des Gegners aus, so wird das Icon nur „halb verbraucht“ und euch wird eine weitere Aktion gewährt. Dieses System funktioniert auch heutzutage noch hervorragend und ermöglicht allerhand strategische Vorgehensweisen in Kämpfen. Die „Press Turn“-Mechanik kam anno 2003 tatsächlich so gut an, dass sie seitdem (abgewandelt) in vielen Serienteilen Einzug fand, darunter auch in den modernen Persona-Spielen.


Magatama gelten als eine weitere Kernmechanik von Shin Megami Tensei III Nocturne HD Remaster. Dabei handelt es sich um spirituelle Items, die ihren Trägern besondere Kräfte verleihen. Basierend auf dem ausgerüsteten Magatama kann die Hauptfigur neue Fähigkeiten erlernen und Werteverbesserungen erhalten. Magatama können frei gewechselt werden, also dürft ihr ruhig etwas herumprobieren, bis ihr den für euch passenden Stil gefunden habt.


Altes Spiel in neuer Hülle


Wie auch schon im Spieletitel ersichtlich wird, versteht sich Shin Megami Tensei Nocturne HD Remaster als aufgehübschte Neuauflage des Originalspiels. Nicht als Remake, nicht als Reboot. Atlus hat für die 2021er-Version seines PlayStation 2-Klassikers eine Handvoll Auffrischungen vorgenommen, um das Spiel ein Stück weit zu modernisieren.


Bossgegner wollen euch ans Leder. Im „Gnädig“-Modus dürfte der Kampf aber selbst für Unerfahrene ein Klacks sein.

© Atlus / SEGA

Auf der optischen Seite dürft ihr euch über erneuerte 3D-Modelle und Hintergründe freuen. Für eine verbesserte Nutzerfreundlichkeit wurde die Option zum Zwischenspeichern hinzugefügt, was sich insbesondere auf der Nintendo Switch anbietet. Zudem wird den Charakteren zum ersten Mal durch eine englische und japanische Synchronisation Leben eingehaucht, was das Remaster gegenüber dem stummen Original enorm aufwertet.


Eine weitere und sehr bedeutende Neuerung ist der Schwierigkeitsgrad „Gnädig“. Das Original ist berühmt-berüchtigt für seine knüppelharte, unbarmherzige Schwierigkeit, entsprechend mussten Änderungen her, um Neueinsteiger nicht zu verschrecken oder zu frustrieren. Spielt ihr auf „Gnädig“, teilt ihr doppelten Schaden aus, steckt halben Schaden ein, gewinnt dreifache Erfahrungspunkte und verdient die vierfache Menge an Macca, die Währung im Spiel. Dies eignet sich vor allem dann, wenn ihr euch mit den Spielmechaniken noch nicht sicher fühlt oder schlichtweg die Handlung erleben wollt. Selbst gefürchtete Bossgegner werden damit zum Kinderspiel. Besonders lobenswert ist, dass jederzeit zwischen den Schwierigkeitsgraden gewechselt werden kann. So könnt ihr euch das Spiel je nach Situation leichter oder schwieriger machen, ganz wie es euch beliebt.


Weniger rosige Worte habe ich für die audiovisuelle Präsentation des HD-Remasters. Trotz der augenscheinlich verbesserten 3D-Modelle und Hintergründe kommen viele Orte und Szenerien im Spiel alles andere als gut weg. Die Tatsache, dass Atlus bei diesem Abenteuer auf Postapokalypse mit schwindend geringer Präsenz von Menschen setzt, wirkt sich negativ auf das Umgebungsdesign aus. Was im „PlayStation 2-Matsch“ noch verwaschen und undeutlich dargestellt wurde – und so vielleicht Raum für Interpretation und Fantasie übrig ließ – erstrahlt nun im Glanz von HD karg und trostlos, aber vor allen Dingen leer.


Anblicke wie diese versetzen einen zurück in die Zeit der PlayStation 2. Autsch!

© Atlus / SEGA

Diese Leere ist nicht nur irritierend, sondern auch ein echter Immersions-Killer und schadet der Glaubwürdigkeit der eigentlich recht faszinierenden Spielwelt. Ähnlich bedauernswert ist das 4:3-Bildformat der vorgerenderten Zwischensequenzen, welche direkt aus dem Originalspiel zu stammen scheinen, und die zum Teil dürftige Audioqualität mancher Musiktitel, die für einen blechernen Klang sorgt.


Als Shin Megami Tensei: Lucifer's Call bei uns im Jahr 2005 erschien, wäre ich viel zu jung gewesen, um es gespielt zu haben. Entsprechend erlebe ich die Geschichte rund um das Halbscheusal in Shin Megami Tensei III Nocturne HD Remaster nun zum ersten Mal. Und doch fühlt es sich an, als wäre ich – nicht nur auf audiovisueller, sondern auch auf spielerischer Ebene – ins Jahr 2005 zurückgeworfen worden. Zufallsbegegnungen im großen Stil, eine standardmäßig gnadenlose Schwierigkeit, kaum Tipps oder Erklärungen. Mit Sicherheit gibt es Spielertypen, die genau auf so etwas stehen und es befürworten, nicht an der Hand gehalten zu werden. Ich zähle in diesem Fall aber nicht dazu und muss Atlus tadeln, nicht mehr Mühe investiert zu haben, um das Spiel von Grund auf zu modernisieren. In diesem Zustand kann ich potenziellen Interessenten nur raten, erst einmal abzuwarten, ob das bevorstehende Shin Megami Tensei V nicht ein deutlich runderes und für heutige Spieler ansprechenderes Gesamtpaket liefern wird.

Unser Fazit

6

Überzeugend

Meinung von Daniel Kania

Shin Megami Tensei III Nocturne HD Remaster ist ein altes Spiel in neuer Hülle. Am Gameplay und den Spielinhalten hat sich seit dem Original aus dem Jahr 2003 so gut wie nichts verändert. Kenner und Serienveteranen sollten also gut einschätzen können, worauf sie sich hier einlassen. Dank einer aufpolierten Optik, neu hinzugefügten Quality-of-Life-Funktionen und erstmals auch einer englischen sowie japanischen Synchronisation dürfte das HD-Remaster im Vergleich zum PlayStation 2-Spiel ohne Frage als überlegene Version gelten. Für Neulinge wurde darüber hinaus der „Gnädig“-Schwierigkeitsgrad hinzugefügt, der Kämpfe deutlich vereinfacht. Trotz der Neuerungen kann ich Anfängern allerdings nicht empfehlen, mit Shin Megami Tensei III Nocturne HD Remaster in die Serie einzusteigen. Manche Spielkonzepte sind über die Jahre nicht gut gealtert und von einer audiovisuellen Perspektive wird das Spiel heutigen Ansprüchen nicht gerecht. Wollen wir hoffen, dass das kommende Shin Megami Tensei V ein deutlich runderes Gesamtpaket abliefert.
Mein persönliches Highlight: Die düstere, unheimliche Atmosphäre, die durch Spielwelt und behandelte Thematiken erzeugt wird.

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Die durchschnittliche Leserwertung

1 User hat bereits bewertet

Kommentare 22

  • BANJOKONG

    Xenoblade chronicles 3 Hy

    Gott sei Dank habe ich es storniert :ugly:

    Ich warte lieber auf smt V :thumbup:

  • Ande

    Meister des Turms

    Habe mir überlegt es als Einstieg vor Teil 5 zu holen aber schon die ersten Screenshots sahen nicht ganz so gut aus. Auch spielerisch ist es demnach nicht wirklich gut gealtert also werde ich wohl passen oder vielleicht zuschlagen, wenn es mal für einen 20er oder so verramscht wird...

  • Phantomilars

    Weltraummönch

    Meine Vorfreude auf das Spiel ist leider schon vor langer Zeit erloschen. Ich warte lieber auf Teil V und der remasterte dritte Teil wird evtl. bei einem deutlichen Sale geholt.

  • Zarathustra

    Meister des Turms

    Das ist ein wenig enttäuschend,aber egal,das Spiel ist schon vorbestellt bzw. runtergeladen und ich werde als Fan der Serie bestimmt trotzdem meinen Spaß haben,hätte aber gehofft,das es doch mit mehr Aufwand restauriert wurde. Naja,wird passen,allein das Design der Dämonen wird mich schon wieder bei der Stange halten.danke für den Test.

  • Tabby

    Turmbaron

    Yeah! Das man den Schwierigkeitsgrad während des Spiels wechseln kann ist der größte Pluspunkt für mich, da ich schon die ganze Zeit gegrübelt hatte, welchen ich ansonsten wählen sollte. 👍

    Freue mich schon riesig auf das Game. 🙂

  • Darkseico

    Turmbaron

    Ich liebe diesen Teil. Der ist so schön schwer und düster. Für Neulinge würde ich das echt nicht empfehlen aber für all die jenigen die schon die alte Version damals gezockt haben und geliebt haben werden sich freuen. Freue mich auf meine Retailversion. :D:thumbup:

  • Weird

    Turmfürst

    Aufgrund des Gnädig Modus bin ich ja doch nun wieder interessierter am Spiel. Wusste gar nicht, dass es normal so knüppelhart gewesen ist aber kenne mich mit der Reihe auch nicht aus.. Der blecherne Sound ist schade aber wäre für mich verschmerzbar. Das Visuelle ist mir wumpe.

    Wenn ich aber "Zufallsbegegnungen im großen Stil" lese, die auch noch mit ner früheren furchtbaren Höhlen aus Pokemon verglichen werden, was die schlimmsten Stelle der Spiele stets waren.... zweifel ich doch wieder^^

    Sind die Chancen für Zufallskämpfe extrem hoch? Da fällt mir nämlich direkt mein Tales of Phantasia Trauma ein, wo dann alle 2-3 Schritte so ne verfluchte Zufallsbegegnung kam, während man ein Rätsel lösen sollte, wo man ständig hin und her rennen musste.... Das war Horror... xD

    Im gnädig Modus scheinen die Kämpfe ja recht fix vom Tisch zu sein... nur wenn die alle sagen wir mal ca. 5-10 Schritte auftauchen, wie ne Hühle aus früheren Pokemon Ablegern zerrt das dennoch ziemlich an den Nerven und ruiniert den Spielspaß enorm, gerade wenn dann ständig der Bildschirm in den Kampfmodus wechselt und wieder zurück...


    Würde mich daher nochmal genauer interessieren, wie hoch die Chance auf eine Zufallsbegegnung hier nun genau ausfällt?

  • Daniel Kania

    Dösendes Obst

    Weird Der Gnädig-Modus scheint zusätzlich den Effekt zu haben, für weniger Zufallsbegegnungen zu sorgen. Ich hatte die Schwierigkeit ausprobiert und es gibt ein recht großzügiges Fenster zwischen Kämpfen. Das kann sich aber von Ort zu Ort und je nach Spielfortschritt auch unterscheiden, möchte ich meinen.

  • Wunderheiler

    .

    SMT4 hab ich auf dem 3DS geliebt, auch wenn selbst das spielerisch eher altbacken war. Ist Teil 3 einigermaßen vergleichbar oder noch "klassischer" ;)?

  • Snoooper

    Turmritter

    Ich bin jetzt einfach mal so mutig und veresuche es als Neueinsteiger. Bislang kenne ich nur die Persona Reihe ( 4 und 5), habe deshalb die Befürchtung, dass mir das Spiel eventuell zu monoton sein wird. Dungeons machen mir zwar prinzipiell schon Spaß, fand jedoch bereits die TV-World in Persona 4 Golden relativ eintönig. Generell bin ich kein Fan davon, wenn immer alles nach dem gleichen Muster abläuft.

  • blubbafassel

    Falling Angel

    naja, der Kritik kann ich nicht zustimmen und finde sie inhaltlich zu blass.


    Für den hohen Schwierigkeitsgrad (finde es persönlich gut machbar) gibt es den Gnädig Modus.


    Hohe Anzahl an random encounters ist finde ich relativ. Sollte eigentlich nicht allzu störend sein, vor allem im Vergleich zu anderen Genrevertretern. Gibt Spiele mit viel mehr random encounters.


    Die Optik ist natürlich etwas in die Jahre gekommen, aber sie ist auch stilisiert und sieht dementsprechend weitestgehend solide aus, bis auf vereinzelte Momente. Karg zu sein ist ja fast schon Intention!? Ist ja immerhin ein post apokalyptisches Setting.


    Zwischensequenzen in 4:3 und mäßige Audioqualität sind faire Punkte, der Rest... eher weniger. Hätte mir gerade bei einem Spiel wie Shin Megami Tensei mehr inhaltliches gewünscht. Muss natürlich nichts gespoilert werden, aber das ist mir dann doch etwas zu oberflächlich und formelhaft runtergerasselt

  • Wowan14

    Gamer aus Leidenschaft

    Ich fand das Original einfach nur zäh und anstrengend, und damit meine ich nicht nur den Schwierigkeitsgrad. Bis auf das stylische Design der Protagonisten konnte ich nicht wirklich viel positives vom Spiel mitnehmen.

  • Sib

    Master of Desaster

    blubbafassel

    Deine Punkte sind aber auch relativ blass:

    Der Gnädig Modus zeigt nur eines: Wirkliche Neulinge das Spiel schmackhaft zu machen. Und jeder andere kriegt direkt was schwereres hinterher geworden, sodass es vom Verhältnis keinen guten Kontrast gibt. Entweder Spaziergang oder Hölle auf Erden, ein Mittelding fehlt da. Also ist dieser Punkt berechtigt.


    Und die Anzahl der Encounter an anderen Spielen fest zu machen, um dann zu sagen relativ, ist auch falsch. Wenn dieses Spiel mir alle 5 Sekunden einen Gegner serviert, ist es zuviel, egal wieviele andere Spiele haben.


    Das gleiche eben für die Optik: Postapokalyptisch ist kein Argument, dass es karg aussehen muss. Breath of the wild oder sich die Darksiders Reihe zeigen da sehr gut, dass trotz Weltuntergang zumindest etwas Leben vorhanden ist.


    Rein vom technischen Stand her gibt der Test genau das her, was es ist: ein Remaster, dass mehr hätte bieten können für so eine Ankündigung. Da haben andere Remaster schon mehr und besser geliefert.

  • blubbafassel

    Falling Angel

    Sib

    Dieser Kritikpunkt war allerdings nicht so weit ausgearbeitet. Hölle auf Erden ist zudem echt übertrieben. Der Schwierigkeitsgrad ist absolut im Rahmen, nur die Endgegner sind wirklich schwer. Sicherlich ist der Anspruch höher als bei einem Paper Mario, aber auch nicht auf einem Level das unfair ist. Dementsprechend sehe ich das nicht als gerechtfertigt an.


    Warum ist das falsch auf die encounter einzugehen? Die Anzahl ist keineswegs übertrieben hoch, sondern erneut absolut im Rahmen für das Genre. Verglichen mit Skies of Arcadia, wo man wirklich keine 5 Meter gehen kann..

    Bei SMT 3 ist das allerdings anders. Zudem gibt es Items die genau das eindämmen (ähnlich wie der Schutz bei Pokemon)


    Breath of the Wild sieht auch karg bzw. leer aus außerhalb der Städte. Absolut! Es ist Teil des Settings und des Stils.

    Die Optik von SMT 3 ist sicherlich in die Jahre gekommen, aber aufgrund der stilisierten Optik gleicht sich das wieder etwas aus. Es ist auf keinen Fall hässlich.


    Zitat

    Rein vom technischen Stand her gibt der Test genau das her, was es ist: ein Remaster, dass mehr hätte bieten können für so eine Ankündigung. Da haben andere Remastwr schon mehr geliefert.


    Das sind halt größtenteils Informationen, die ich mir aus jedem x-beliebigen Gameplay-Video (und Pressemitteilungen) entnehmen kann.


    Ein weiterer Punkt wäre die besagte Blässe:

    Zitat

    Mein persönliches Highlight: Die düstere, unheimliche Atmosphäre, die durch Spielwelt und behandelte Thematiken erzeugt wird.

    z.B. redet der Redakteur über seine Highlights. Nirgendwo im Text wird darauf genauer eingegangen. Es kommt einfach zu oberflächlich und formelhaft rüber, gerade für ein Spiel das durch seine Story, Atmosphäre und Charaktere usw. trumpft.



  • Zocker1601

    Turmritter

    Weiss jemand ob die Retailfassung den Gnädig Schwierigkeitsgrad enthält? Ansonsten storniere ich ebenfalls.

  • Daniel Kania

    Dösendes Obst

    Zocker1601 Der Gnädig-Schwierigkeitsgrad steht als kostenloser Download bereit. Retail-Käufer kommen also genauso in den Genuss davon. ;)

  • Cú Chulainn

    Wielder of the Gáe Bolg

    Ich muss mich hier auch blubbafassel anschließen. Der Test wirkt auf mich viel zu oberflächlich, da wird groß davon geredet das Spiel sei schlecht gealtert, aber abseits von veralteter Präsentation, wird nicht genau genug erläutert warum dem so sein soll. Auch wird viel zu wenig auf die einzelnen Aspekte des Spiels eingegangen. Wie findet der Tester die Story, das Dungeon Design, das Balancing, das Ressourcen-Management und und und. Vieles wird hier halt entweder nur kurz angeschnitten, aber ohne große Erläuterung, (zum Beispiel sagt der Tester ihm gefällt die Atmosphäre, erläutert dies aber nicht weiter), oder gleich gar nicht erwähnt (gerade beim Dungeon Design wäre es ein Muss gewesen darüber zu reden, immerhin ist das einer der zentralen Aspekte eines Dungeoncrawlers). Tut mir leid das ich das sagen muss, aber das ist einfach kein gut geschriebener Test.



    Zitat

    Diese Leere ist nicht nur irritierend, sondern auch ein echter Immersions-Killer und schadet der Glaubwürdigkeit der eigentlich recht faszinierenden Spielwelt.

    Das ist eine Aussage der ich nicht zustimmen kann. Für mich erhöht die Leere der Spielwelt nur die Immersion. Bei SMT 3 haben wir es ja schließlich nicht mit einem klassischen post-apokalyptischen Setting zu tun. Bei den meisten solcher Settings ist die Welt zwar zerstört aber eben immer noch vorhanden, bei SMT 3 wiederum existiert nach der Apokalypse die Welt als solche gar nicht mehr und das Setting des Spiels ist demnach nichts weiter als eine karge Einöde, welche die Seele einer toten Welt repräsentiert, die auf ihre Wiedergeburt wartet.


    Ich kann die Kommentare über den hohen Schwierigkeitsgrad auch nicht wirklich nachvollziehen. SMT 3 ist auf normal doch keinesfalls brutal schwer. Das Spiel erwartet von einem natürlich das man auch alle Optionen nutzt, die es einem bietet, aber solange man dies tut und nicht versucht es wie ein Final Fantasy zu spielen (also tatsächlich auch Buffs/Debuffs und Statusveränderungen benutzt, die sind nämlich alles sehr nützlich in SMT 3), dann kann man auch gut durchs Spiel kommen. Der Ruf von SMT also brutal schwere Hardcore Reihe hat sich mir sowieso noch nie ganz entschlossen, ich empfinde die Reihe eher als eine der einfacheren Dungeoncrawler-Reihen.

  • BANJOKONG

    Xenoblade chronicles 3 Hy

    blubbafassel

    Smt 3 sah schon damals auf der ps2 nicht gut aus!

    Beelzebub bei smt 4 war schwer gewesen und hatte meine Nerven total strapaziert gehabt.

    Brauchte 4 oder 6 Anläufe um ihn zu besiegen.:D

  • Wowan14

    Gamer aus Leidenschaft

    Daniel Kania ich denke der Hintergedanke ist wieder der, dass man alles auf der Cartridge haben will auch ohne Updates, damit man es immer parrat hat, selbst wenn die Server irgendwann dicht machen. Das es für Retail Nutzer genauso zugänglich ist, HOFFE ich mal sollte jedem klar sein.

  • Tendou-kun

    Troublemaker

    Ich finde, dass manche JRPS wie Nocturne so speziell sind, dass ich da eher auf die Meinung von langjährigen JRPG Veteranen wie Johnny Millenium (HCG) vertraue. Bei den Pressestimmen kennt man eben nicht deren Gaming Background und hier scheint der Autor 21 Jahre jung zu sein. Das disqualifiziert natürlich nicht seine Meinung, und es ist natürlich nachvollziehbar dass er mehr an der Hand genommen werden möchte. Es ist halt nur ein Unterschied wenn jemand das Spiel testet der harte JRPGS aus der Playstation Zeit gewohnt und damit aufgewachsen ist und sich auch ohne Quality of Life Elemente zurechtfindet. Hier kriegt man eben zwei Meinungen, daher bin ich mir sicher, dass wir bei diesem Spiel sehr unterschiedliche Reviews bekommen. Die 6 finde ich aufgrund des Backgrounds und auch mit der Warnung an Neulingen jedenfalls nachvollziehbar aber ich brauche einfach andere Meinungen, auch wenn der Kauf für mich ohnehin in Stein gemeißelt ist.

  • BANJOKONG

    Xenoblade chronicles 3 Hy

    https://www.google.com/amp/s/w…-Rollenspiel-1372299/amp/


    Ich finde von pcgames wurde auch gut geschrieben wer lesen möchte.

    Der tester hatte auch damals auf ps2 gespielt gehabt.

  • Cado

    Turmritter

    (Viele) Random Encounter finde ich häufig Mist in der heutigen Zeit, aber haben ja ihre Daseinsberechtigung. :|

    Hm eine 6/10 kann ich nachvollziehen, für Leute die diese Art von JRPGs nicht "gewöhnt" sind. Ist halt so, als wenn sich der Skyrim Fan jetzt Dark Souls kauft und sich über den Schwierigkeitsgrad bzw. das Lernen des Kampfsystems ärgert. Sind halt zwei verschiedene Titel und wer hier ein Persona oder Final Fantasy erwartet, wird enttäuscht sein und das Spiel im ersten Dungeon abbrechen.

    Ich denke schon, dass man das Spiel als Einstieg in die SMT-Reihe nutzen kann. Ist halt ein schweres JRPG, aber die anderen und SMT V sind/wird auch nicht leichter... ;)


    Ein sehr spezieller Titel und auch eher ein Nischentitel. Für Fans und Leute die schwierige und taktischer rundenbasierte Kämpfe, eine tiefe und düstere Geschichte mögen, werden hiermit sicher glücklich. :thumbup: