Ryu Hayabusa ist mit viel Action im Gepäck zurück

Die Ninja Gaiden Spielreihe reicht zurück bis ins Jahr 1988, in dem der erste Titel, ein Arcade-Spiel, erschien (in unseren Gefilden war es als Shadow Warriors bekannt). Einen größeren Erfolg erfuhr die Serie jedoch mit den NES-Ablegern, von denen insgesamt drei Teile veröffentlicht wurden. Im Jahr 2004 hauchte der Entwickler Tecmo mit Team Ninja der Serie neues Leben ein und veröffentlichte Ninja Gaiden exklusiv für die Xbox. Dieser Titel bekam 2007 eine weitere Version mitsamt Erweiterungen sowie grafischen Verbesserungen spendiert, die den Zusatz „Sigma“ trägt. 2008 erschien Ninja Gaiden II exklusiv für die Xbox 360, auch diese Version erhielt später mit dem Zusatz „Sigma 2“ wieder ein Face-Lifting, das unter anderem weitere spielbare Charaktere hinzufügte und 2009 es zusätzlich auf die PlayStation 3 schaffte. Ninja Gaiden 3 folgte 2012 und ihr ahnt es wahrscheinlich bereits, auch dieses Spiel bekam wieder eine Schönheitskur und erschien später unter dem Titel „Ninja Gaiden 3: Razor’s Edge“ unter anderem für die Wii U. Jahre später erhalten wir nun die Ninja Gaiden: Master Collection, in deren Sammlung wir nun die jeweils besten Versionen der drei eben vorgestellten Titel: Ninja Gaiden Sigma, Ninja Gaiden Sigma 2 sowie Ninja Gaiden 3: Razor’s Edge wiederfinden. Zuerst widmen wir uns in diesem Spieletest nun Ninja Gaiden Sigma.


Ninja Gaiden Sigma


Während Ryu gerade auf einer Mission ist, erfährt er, dass das Dorf Hayabusa angegriffen wird. Sofort macht er sich auf, die Eindringlinge abzuwehren und muss neben unzähligen Verlusten, darunter das Schreinmädchen Kureha, mit ansehen, wie kurzerhand die dunkle Drachenklinge von Doku stibitzt wird. Mit dieser mächtigen Waffe zerlegt er Ryu Hayabusa kurzerhand. Getrimmt auf Rache macht sich der Ninja nun nach Vigoor auf, da er erfahren hat, dass die Eindringlinge alle aus diesem Reich stammen. Wer anfangs noch denkt, dass die Handlung vielleicht als eine Art Geschichte rund um Ninjas in einer Welt, die es lange vor unserer Zeit gab, aufgezogen wird, irrt sich. Die Welt von Ninja Gaiden spielt abseits des sehr traditionell gehaltenen japanischen Dorfes in einer modernen Welt mitsamt Schusswaffen, Zeppelinen sowie Panzern.


In Ninja Gaiden Sigma geht es blutig zur Sache.

© KOEI TECMO GAMES / Team NINJA

Als Ninja hat Ryu natürlich einiges auf dem Kerbholz. Mit seinem Drachenschwert kann er per Tastendruck sowohl leichte als auch schwere Angriffe durchführen die euch, sofern ihr sie miteinander kombiniert, mächtige Komboangriffe ermöglichen. Außerdem kann er unbegrenzt tödliche Shuriken feuern, die hervorragend für den Fernkampf und zum Bekämpfen fliegender Gegner geeignet sind. Im Laufe des Spiels werden zudem weitere Waffen, wie Nunchaku, Zwillingsschwerter oder auch mächtigere Kaliber wie eine Streitaxt gefunden und ins Sortiment aufgenommen. Jede Waffe verfügt dabei über ihre eigenen Stärken und Schwächen und eignet sich gegen bestimmte Feindesarten, weswegen ein häufiges Wechseln der Waffen durchaus wichtig ist, um in den häufigen Kämpfen die Nase vorn zu haben. Auch ein Bogen findet später seinen Weg in euer Repertoire, dessen Pfeil im Gegensatz zu den kleineren Shuriken jedoch begrenzt sind. Mithilfe eines Knopfdrucks kann in eine Ego-Perspektive gewechselt werden, was das Zielen der Pfeile einfacher gestaltet. Das Spiel wird jedoch hauptsächlich aus der Third-Person-Ansicht dargestellt, wodurch ihr Ryu stets im Blick habt.


Das Kampfsystem ist schnell erlernbar, jedoch schwer zu meistern. Die Gegnervarianz fällt recht ordentlich aus und reicht vom normalen Ninja-Kämpfern über Dämonen bis hin zu Militärsoldaten mit Raketenwerfern. Dazu kommt noch der Umstand, dass die Gegner euch gegenüber gnadenlos auftreten. Daher entpuppt sich auch das Blocken feindlicher Angriffe als ein wichtiges Mittel; wird eine Attacke im richtigen Moment abgepasst, kann blitzschnell ein Konterschlag ausgeführt werden, der die feindliche Deckung durchbricht. Weiterhin könnt ihr durch das Blocken schnell in eine beliebige Richtung ausweichen. Denn Flucht ist häufig ebenfalls eine gängige Option, bevor eure eigene Deckung durchbrochen wird. Die meiste Zeit über steht ihr jedoch nicht nur einem, sondern mehreren Kontrahenten auf einmal gegenüber. Wenn davon einige noch ein paar aus der Distanz angreifen, kann das Kampfgeschehen schnell unübersichtlich und teilweise auch unfair ausfallen. Vor allem die Distanzkämpfer mit ihren Raketenwerfern oder Gewehren haben mir oftmals die Suppe versalzen. Das Spiel fällt trotz mehrerer Schwierigkeitsstufen sehr schwierig aus und wird euch einiges abverlangen. Ich hatte auf der mittleren Stufe angefangen, nachdem ich dann allerdings einige Male den Game Over-Bildschirm vor Augen hatte, hat mir das Spiel jedoch angeboten, die Schwierigkeit etwas zu drosseln. Zusätzlich gab es nach zwei weiteren Bildschirmtoden ein gratis Power-Up spendiert, z. B. Heilung oder auch eine Wiederbelebung. Trotz allem motiviert das Kampfsystem und wenn euch die Steuerung nach einer Zeit immer mehr ins Blut über geht und auch die Kombos und das Parieren sitzt, stellen sich einige Erfolgsmomente ein.


Neben seinen Standardangriffen kann unser Ninja auch diverse Magieangriffe, wie Feuer oder Frostzauber, anwenden. Diese verbrauchen jedoch Magiepunkte, die entweder durch Items oder besiegte Gegner wiederaufgefrischt werden können. Und natürlich gestalten sich die Bosskämpfe, von denen es einige im Spiel gibt, natürlich nochmals eine ganze Nummer schwieriger. Während einige wenige Endgegner relativ einfach ausfallen, gibt es auch ordentliche Brocken, die eure Lebensanzeige zusehends reduzieren. In solchen Fällen ist die richtige Taktik sowie das Erlernen der Bewegungsmuster der Bosse essenziell wichtig für den Sieg. Ein häufiges Ableben ist durchaus normal, dafür ist jedoch das Glücksgefühl umso befriedigender, wenn der Koloss endlich das Zeitliche segnet. Neben Ryu übernehmt ihr an bestimmten Stellen auch die Kontrolle über die Dämonenjägerin Rachel.


NGS: Wer denkt, die Reihe spielt im feudalen Japan, irrt sich. Die Welt ist in der modernen Zeit verankert.

© KOEI TECMO GAMES / Team NINJA

Das Spiel ist in mehrere Kapitel unterteilt, wobei viele davon in den gleichen Arealen spielen und somit einige Ortschaften mehr als einmal bereist werden. Den Anfang macht das Ninja-Dorf des Hayabusa-Clans, danach verschleppt es Ryu in luftige Höhen eines Zeppelins, in ein Kloster samt mysteriöser Katakomben oder auch in eine Militärbasis, in dem neben stark bewaffneten Soldaten auch Panzer Ryu ein Ende bereiten möchten. Die Karten sind häufig etwas größer und nicht linear aufgebaut, das Auffinden der Umgebungskarten ist deshalb sehr hilfreich, damit ihr euch in den Arealen nicht verlauft. Ein Open-World-Spiel solltet ihr jedoch nicht erwarten, denn dafür sind die Areale dann doch zu klein. Um sich schnell und agil fortzubewegen, stehen euch einige Ninja-Tricks zur Verfügung. So könnt ihr neben athletischen Hechtsprüngen auch in klassischer Prince of Persia-Manier für eine bestimmte Zeit an Wänden entlangspurten. Wird diese Technik an mehreren Wänden gleichzeitig durchgeführt, kann der Ninja ungeahnte Höhen erreichen. Zudem könnt ihr in sehr engen Räumen mit zwei gegenüberliegenden Wänden einen Wandsprung nach dem anderen ausführen, um so innerhalb kürzester Zeit bis ganz nach oben zu gelangen. Leider gehen manche Sprünge auch mal nach hinten los, da die Steuerung bzw. die Kameraschwenks euch einen Strich durch die Rechnung machen. Nichtsdestotrotz machen diese Passagen Spaß und lockern die häufigen Kämpfe auf. Gespeichert wird an Statuen, zusätzlich gibt es Shops, in denen eure Vorräte aufgestockt und Waffen verstärkt werden können. Das nötige Kleingeld findet ihr in Truhen oder plündert sie euren besiegten Feinden. Die erworbenen Items könnt ihr über das Steuerkreuz schnell und einfach verwenden, auch wenn im Kampfgeschehen die Überscht darunter leidet, wenn gleichzeitig angegriffen, geblockt als auch das richtige Item ausgewählt werden möchte.


Das Erkunden der Areale hält einige Belohnungen für findige Entdecker bereit. So finden sich bestimmte Kugeln, die euren Lebensbalken dauerhaft erhöhen, sobald sich neun Stück davon in eurem Besitz befinden. Noch besser und schneller geht es mit einem Item, das zwar selten ist, jedoch sofort eure Lebensanzeige erhöht. Zudem sind noch Dutzende goldene Skarabäen versteckt, für die ihr, sobald ihr eine bestimmte Menge gesammelt habt, beim Händler weitere hilfreiche Gegenstände wie Accessoires, die die Angriffskraft oder Verteidigungswerte erhöhen, erhaltet. Mit einer Spielzeit von 12-15 Stunden für die Haupthandlung besitzt Ninja Gaiden Sigma eine ordentliche Länge, auch wenn es gleichzeitig das längste Spiel dieser Collection darstellt. Neben der Story gibt es zudem noch Ninja-Prüfungen sowie einen Überleben-Modus, der weitere Herausforderungen wie das Töten einer bestimmten Anzahl an Gegnern innerhalb einer vorgegebenen Zeit bietet.


Ninja Gaiden Sigma 2


Der zweite Teil beginnt in Tokio. Die Spezial-Agentin Sonia ist auf der Suche nach Ryu, um ihn von einer drohenden Gefahr zu berichten. Sie wird jedoch entführt und der Ninja erfährt mit der Zeit von dem Schwarzespinnen-Clan, dessen Plan es ist, einen Erzdämon wiederzubeleben. Ryus Ziel ist schnell klar: Sonia befreien sowie die Pläne des Clans vereiteln. Im Laufe der Story verschlägt es euch erneut an die verschiedensten Orte wie New York, einen Dschungel oder Venedig. Das optische Highlight stellt jedoch Tokio dar, das in diesem Spiel als ein Mix aus einer modernen Stadt mit Hochhäusern sowie traditioneller Pagoden, die auf den Dächern der Häuser aufgebaut sind, daherkommt. Die Szenerie sieht absolut fantastisch aus und ich war öfters am Rande der Hochhäuser gestanden und habe mir einfach nur die Stadt im Mondlicht angesehen. Die restlichen Locations sind zwar ebenfalls nett gestaltet, kommen aber nicht an die japanische Hauptstadt heran. Das verregnete New York fällt wiederum sehr trist und kahl aus, weswegen dieses Areal eher zu den liebloseren Gebieten zählt.


NGS2: Der Mix aus Hochhäusern gepaart mit Pagoden sieht optisch fantastisch aus.

© KOEI TECMO GAMES / Team NINJA

Das Kampfgeschehen bleibt den ersten Teil ziemlich treu, wobei es nun viel flotter vonstattengeht. Die Animationen und der Kampfflow sind geschmeidiger und gefielen mir deshalb deutlich besser als noch beim Vorgänger. Die meisten Kampfmechaniken sind gleichgeblieben und es gibt auch weiterhin mehrere Waffen und Magieangriffe. Ein Unterschied findet sich im Schnellmenü wieder. Während im ersten Teil der Kampf bei, Auswählen der Items noch weiterlief, pausiert das Spiel nun. Der wohl größte Unterschied ist jedoch die Schwierigkeit des Titels. Der Vorgänger war ein sehr schwerer Brocken, während der Nachfolger deutlich einfacher ausfällt. Auf der normalen Stufe verspürte ich kein einziges Mal wirklich eine Bedrohung, was das Spiel evtl. für einige Ninja Gaiden-Fans viel zu einfach macht. Für mich war es jedoch eine willkommene Abwechslung, nach dem häufigen Ableben während des ersten Teils auch endlich mal den Feinden eines auszuwischen. Spieler, die jedoch eine Herausforderung suchen, sollten besser direkt zu Spielbeginn den härtesten Schwierigkeitsgrad auswählen.


Neben Ryu und Rachel gibt es zudem noch weitere Charaktere, die von euch im Laufe des Spiels gesteuert werden können. So gesellt sich unter anderem Kunoichi Ayane zur Riege der spielbaren Kämpfer hinzu - diese könnte dem einen oder anderen unter euch eventuell aus der Dead or Alive-Serie bekannt sein. Gespeichert wird erneut an Statuen, die euch diesmal jedoch vollständig heilen. Der Händler Muramasa ist ebenfalls wieder mit seinem Laden vor Ort, der euren Waffen, diesmal komplett umsonst, ein Upgrade verpasst. Jedoch sind die Upgrades nur an bestimmten Stellen verfügbar und pro Laden auch nur einmalig. Zudem gilt es diesmal Kristallschädel zu sammeln, denn je mehr ihr davon findet, desto größer wird der Rabatt in den Läden.


Ninja Gaiden Sigma 2 ist deutlich linearer als der Vorgänger. Die Level sind schlauchartig aufgebaut, ab und an könnt ihr zwar zwischen zwei Wegen wählen, wovon der weitere meistens zu einem Kristallschädel führt. Per Knopfdruck könnt ihr euch zudem die richtige Richtung anzeigen lassen, wodurch ein Verlaufen unmöglich wird. Dementsprechend fällt auch die Spielzeit etwas kürzer aus: nach ca. zehn Stunden dürft ihr den Abspann bewundern. Auch diesmal wird dank zusätzlicher Modi die Spielzeit nochmals etwas in die Länge gestreckt. Dazu gehören unter anderem Ninja-Rennen, in denen ihr eine bestimmte Strecke innerhalb eines Zeitlimits ablaufen müsst. Zudem gibt es Teammissionen und auch wenn der Name einen 2-Spieler-Modus suggeriert, übernimmt die CPU die Steuerung eures Partners. Zu guter Letzt widmen wir uns noch dem letzten Spiel dieser Collection:


Ninja Gaiden 3: Razor's Edge


Der dritte Teil startet so actiongeladen, wie die anderen beiden Teile aufhörten. Eine Terrororganisation mit einem mysteriösen, rotgekleideten Maskierten greift die Stadt London an und verlangt nach Ryu. Bei ihrem Aufeinandertreffen belegt dieser den Ninja mit einem Fluch, der das Drachenschwert auflöst und in seinen Arm dringen lässt. Dieser Fluch bringt Ryu das ein oder andere Mal in eine tödliche Bedrängnis, da all das Leid der ausgelöschten Opfer von Ryu Hayabusa freigesetzt werden. Zudem gilt es, mal wieder, die Welt vor dem Bösen zu retten. Der sonst eher ruhigere Ninja entpuppt sich im dritten Teil dann auch als eine wahre Labertasche, so viel wie in diesem Spiel hat er noch nie gebrabbelt. Allgemein gibt es viel mehr Cutscenes und Storysegmente, jedoch bedeuten mehr Storyabschnitte nicht gleich, dass die Geschichte dadurch zu einem Blockbuster wird.


Der mysteriöse Maskenmann macht Ryu Hayabusa in Ninja Gaiden 3: Raizor's Edge das Leben schwer.

© KOEI TECMO GAMES / Team NINJA

Nachdem ihr euch bereits in den beiden vorherigen Spiele mit dem Kampfsystem vertraut gemacht habt, dürftet ihr direkt ohne große Eingewöhnungszeit durchstarten. Dieser Teil kommt erneut sehr actionreich und zackig daher, die grundlegenden Mechaniken sind größtenteils wieder identisch. So besitzt Ryu auch hier wieder mehrere Waffen, wie ein Katana, eine Sense, Krallenhände usw. und darf wieder mithilfe seiner Ninpo-Magie seinen Feinden ordentlich einheizen. Die Magie hat in diesem Teil jedoch einen weiteren, nützlichen Effekt: Wenn Gegner davon getroffen werden, heilt das eure Gesundheit. Ninja Gaiden 3 zieht jedoch nach dem sehr leichten zweiten Teil ordentlich in Sachen Schwierigkeit an. Die mittlere Stufe mutiert schon ab dem ersten Level zu einer knüppelharten Herausforderung, die sowohl eine Verinnerlichung der Komboangriffe als auch eine perfekte Deckung voraussetzt. Diesen Teil empfand ich deshalb als noch härter als Ninja Gaiden Sigma 1, der ebenfalls einen ordentliche Herausforderung bot. Doch keine Angst, es gibt wie bereits in den Vorgängern einen „Helden-Modus“, der die Kämpfe deutlich einfacher gestaltet und auch den weniger Kampferfahrenen unter euch den Abspann mit Leichtigkeit sehen lässt. Raizor’s Edge ist zudem der brutalste Teil dieser Collection, denn Feinden werden im Kampfgeschehen gerne mal die Gliedmaßen abgeschlagen oder sie werden auch einfach mal quer in zwei geteilt. Dies war übrigens einer einer der Gründe, warum die Razor’s Edge-Version des dritten Teils damals nicht in Deutschland erschien.


Eine große Änderung kommt mit dem freischaltbares Skillsystem daher. Durch Kämpfe werden Karmapunkte gesammelt, die dann gegen neue Fähigkeiten wie bestimmte Kombos oder Waffenverstärkungen eingetauscht werden können. Feinde lassen zudem keine Heilung mehr fallen, was die Kämpfe herausfordernder gestaltet. Erst wenn alle Gegner besiegt sind, heilt sich eure Gesundheit etwas, vollständig werdet ihr jedoch nur an Speicherstationen geheilt, die dieses Mal durch einen Falke repräsentiert werden. Zudem feiern die goldenen Skarabäen aus dem ersten Teil ihr Comeback. Wenn ihr diese sammelt, schaltet ihr höhere Gesundheitsbalken frei, die im Fähigkeitsbaum freigeschaltet werden können. Zudem sind ebenfalls wieder Kristallschädel versteckt, die diesmal besonders herausfordernde Kämpfe freischalten, bei denen ihr mehrere Wellen an Feinden besiegen müsst, bevor die Herausforderung mit einem harten Bosskampf endet. Hier gilt es zahlreiche alte Bekannte zu bekämpfen, denn die Obermotze aus den vergangenen Teilen bekommen hier eine nette Hommage spendiert. Neben Ryu lassen sich hier auch wieder andere Charaktere im Laufe der Handlung steuern.


Es geht doch nichts über einen gediegenen Kampf mit Fuji-san als Kulisse (NGS 2).

© KOEI TECMO GAMES / Team NINJA

Ryu verschlägt es einmal mehr an die verschiedensten Schauplätze der Welt, angefangen in dem von Terroristen heimgesuchten London. Im Weiteren Verlauf kommt ihr auch in eine verlassene Wüstenstadt oder in die Antarktis, Abwechslung hinsichtlich der Locations ist also geboten. Neben seinen athletischen Kunststücken wie dem Entlangrennen an Wänden, kann Ryu nun mithilfe seiner Kunai an bestimmten Stellen hinaufklettern. Neu sind zudem Quick Time Events, bei denen ihr bestimmte Knöpfe bzw. Richtungsangaben zum richtigen Zeitpunkt drücken müsst. Reagiert ihr dann einmal doch zu spät, sind die Savepoints sehr fair gesetzt und ihr werdet direkt zu Beginn des QTE zurückgesetzt. Das dritte Abenteuer des knallharten Ninjas ist jedoch das kürzeste der Collection. Nach ca. sechs bis sieben Stunden flimmert der Abspann über den Bildschirm. Natürlich gibt es aber auch in diesem Teil wieder Extra-Modi wie die Ninja-Prüfungen.


Neben der regulären digitalen Version gibt es zudem eine digitale Deluxe Edition, die zusätzlich ein digitales Artbook sowie den Soundtrack enthält. Hier dürft ihr durch Dutzende Seiten an schönen Artworks blättern, die zum Beispiel die einzelnen Charaktere in ihrer Konzeptionsphase zeigen. Für die musikalische Untermalung könnt ihr Tracks aus dem kompletten Soundtrack der drei enthaltenen Games wählen, die eine Bibliothek von insgesamt 180 Musikstücken bereit halten. Bei solch einem umfassenden Soundtrack sind natürlich einige Perlen dabei, die das kampflastige Gameplay perfekt unterstreichen. Alle drei Titel sind übrigens mit deutschen Texten ausgestattet, als Sprachausgabe wird Englisch und Japanisch unterstützt. Grafisch macht die Sammlung auf dem TV-Bildschirm einen ordentlichen Eindruck, jedoch sind die Spiele optisch noch an das PlayStation 3 bzw. Xbox 360 Niveau angelehnt. Im Handheld-Modus müsst ihr mit ein paar Abstrichen leben. So wirkt die Grafik bei schnellen und überladenen Kämpfen etwas verwaschen. Wer eine Handelsversion sucht, muss leider einen Blick nach Fernost werfen. Bei Play-Asia zum Beispiel könnt ihr diese bestellen.

Unser Fazit

8

Ein Spiele-Hit

Meinung von Johannes Bausch

Ich hatte mit der Ninja Gaiden: Master Collection immens viel Spaß. Darin sind Ninja Gaiden Sigma, Ninja Gaiden Sigma 2 sowie Ninja Gaiden 3: Razor’s Edge enthalten. Mit Ausnahme von Ninja Gaiden Sigma 2 ist die Collection jedoch knüppelhart und fordert euch einiges an Hack and Slay-Skills ab. Bevor ihr jedoch direkt das Handtuch werft, sei gesagt, dass alle drei Spiele einen „Helden-Modus“ bieten, der die Schwierigkeit deutlich erleichtert und auch Anfängern die Möglichkeit bietet, die einzelnen Teile zu beenden. Als Ninja Ryu schnetzelt ihr euch mit mehreren Waffen quer durch die Welt, ob in Tokio oder London, Abwechslung an den Schauplätzen ist stets geboten. Das Kampfsystem macht ordentlich Laune und fühlt sich wie ein durch Butter gleitendes Messer an. Mit den athletischen Kunststückchen des Ninjas rennt ihr auch an Wänden entlang und springt agil wie ein Kätzchen durch die Gegend. Mit einer Spiellaufzeit von ca. 30 Stunden für die drei Handlungen zusammengefasst wird euch einiges an Umfang geboten. Auch wenn keine sagenumwobene Handlung bei allen drei Titeln erwartet werden darf, so macht es das sehr gelungene Kampfsystem wieder wett. Zusätzlich warten noch weitere Modi wie diverse Herausforderungen auf euch, die die Spielzeit nochmals um einiges strecken. Fans actionlastiger Action-Adventures können bei dieser Sammlung bedenkenlos zugreifen.
Mein persönliches Highlight: Die Szenerie des Tokio-Levels aus Ninja Gaiden Sigma 2 sowie das dynamische und flotte Kampfsystem allgemein.

Awards

Spiele-Hit

Die durchschnittliche Leserwertung

1 User hat bereits bewertet

Kommentare 30

  • ICHTHYS

    Turmheld

    30 h pro Game oder Insgesamt?

  • Smart86

    Turmheld

    ICHTHYS

    Da in der Beschreibung von Teil 1 eine Spielzeit von 12 bis 15 Stunden angegeben wurde und im Fazit von 30 Std die Rede ist, gehe ich mal davon aus das sich die 30 auf alle Teile beziehen.


    ~ MfG Smart86 ~

  • min-Bekker

    Turmbaron

    Also ich les da insgesamt 90h Spielzeit für alle Handlungen zusammen.

  • SaylE

    Hier peinlichen Titel eingeben

    Nintendo-Life berichtet, dass der zweite und dritte Teil Performance-mäßig sehr enttäuschend sei. Hier wird es nicht mal im Ansatz erwähnt.


    Hmm, muss man wohl selbst ausprobieren :ugly-classic:

  • EdenGazier

    Prinzipal der Spiele

    Krass was für ein Unterschied bei Nintendolife nur ne 5


    Soll es sehr technisch doch ein Armutszeugnis sein.


    Besonders schlimm im HH


    Hmm ich warte

  • cedrickterrick

    Hero of Lady Palutena

    Habs heute morgen mal 5 min vor der Arbeit angespielt... ich bin im Tutorial gestorben! :ugly-classic::rover:

  • link82

    Turmfürst

    der zweite der deutlich leichteste? ich hatte den zweiten irgendwie als den schwersten in Erinnerung, zumindest auf der 360 damals...


    und hatten Sigma 1 und 2 auf der PS3 auch schon diesen Heldenmodus? kann mich nur daran erinnern, dass Ninja Gaiden Black auf der XBox1 so'nen Hundemodus hatte wenn man auf normal zu oft gestorben war...


    cedrickterrick

    wundert mich nicht, gegen Ninja Gaiden sind alle From Software-Games zusammen der reinste Spaziergang :D

  • Rye

    GBA-Freak

    Hab nur des NG aufm DS gezockt (war ned ganz so gory), und das war ziemlich gut (v.a. der Soundtrack :) )



    Hmmm

    Ntower: :thumbup:

    SwitchUP: :thumbup:

    NintendoLife: :thumbdown:


    Ich halte bei NL eh nur von John&Alex was... den Rest von denen...


    Zum Spiel.

    Immerhin wurde hier auf Target 60 fps gezielt. Respekt.

    Andere sagen *pscht 30* und gut ist (ob 30/60, mir eig. egal, aber Lob wem Lob gebührt)

    Beachtlich des so überhaupt zu versuchen.

    Und alle drei NG in einem Bundel (die scheinbar sogar als seperates Icon im Homescreen auftauchen):

    Guter Deal.


    Schade nur das die original NG SourceCodes verlustigt gingen...

  • Johannes Bausch

    Redakteur

    ICHTHYS  min-Bekker Sorry, das war in der Tat etwas verwirrend im Fazit formuliert. Habe es abgeändert, es sind ca. 30 Spielstunden für die drei Handlungen zusammengefasst.

  • SasukeTheRipper

    Meister des Turms

    ICHTHYS


    Das wird definitiv die Zeit für alle 3 zusammen sein. Ich habe nur die ersten beiden durchgespielt, aber kam zusammen nicht mal ansatzweise in die Nähe von 30h.

  • Darksamus666

    Wall-Jump-Akrobat

    ICHTHYS gesamt

    @topic ich finde es echt schade, dass es da in Europa keine physische version zu kaufen gibt. Mich würde v.A. Ninja Gaiden Sigma interessieren. Den ersten Teil finde ich nämlich am besten.

  • rongar

    Turmfürst

    Bei Contra Network gibt´s Framerate Test und Co. zum Spiel:


    https://www.youtube.com/channel/UCig8G8RlRw34bT9bgsXe5tw

  • Blutwafu

    Turmritter

    cedrickterrick Des erinnert mich an das gute alte Youtube Video Awesome Gaiden.

  • nintendofan89

    Captain Toad's Kumpane

    Teil 1 und 3 sind in der Tat schwerer. Teil 2 geht eigentlich relativ leicht.

    Wobei Ninja Gaiden 3 auch nur bestimmte Stellen hat, an denen man sich die Zähne ausbeißt. Erst die Abschnitte gegen Ende werden nochmal extrem hart.

    Aber Ninja Gaiden ist so ein spaßiges Gameplay dass man das irgendwann aus Instinkt heraus meistert.

    Hier ist auch der Unterschied zu den Souls like Spielen, bei Ninja Gaiden ist allein ein bisschen schneller und flüssiger. Daher macht die Lernkurve meiner Meinung nach viel mehr Spaß.

  • Dark~ExxzoN

    Turmfürst

    Nintendo-Life berichtet, dass der zweite und dritte Teil Performance-mäßig sehr enttäuschend sei. Hier wird es nicht mal im Ansatz erwähnt.

    Ist mir so nicht aufgefallen. Und ganz ehrlich wir reden hier über feste 60 FPS bei einem Switch Spiel und bei Hyrule Warriors werden die FPS Drops bis zu 15-20 FPS schön geredet.

  • Sib

    Master of Desaster

    min-Bekker

    Es ist die Rede von “30 Stunden FÜR die drei Handlungen” und nicht “pro Handlung”. Es kommt auf die 30 Stunden raus, ist wahrscheinlich unglücklich formuliert

  • EdenGazier

    Prinzipal der Spiele

    Dark~ExxzoN


    Ja aber ich finde auf zwang 60fps auf Lasten der Auflösung und detailgrad bis zum absurden Pixelmatch find ich nun jetzt auch nicht grad endgeil.


    Und gerade im HH soll das schon bissl arg viel auftreten.


    Nun denn ich krieg heute Abend die Gelegenheit es selber zu testen.


    Mal sehen ich sollte mir ein eigenes Bild machen als darüber zu sinnieren was andere finden haha

  • ruffy85

    Turmbaron

    Es ist schade, dass erneut nicht auf technische Unzulänglichkeiten eingegangen wird. :/


    Zu einem guten Test sollte auch die Bewertung der Darstellung im Handheld- und im Docked-Modus sowie die objektive Performance.


    Andere Blogs gehen auf diese Fragestellungen ein fällen ein vernichtendes Urteil für die Portierungen von Teil 2 und 3. Beispielsweise Nintendolife.

  • Ben10061987

    Turmheld

    Ich wurde mit der Reihe nie richtig warm.

  • min-Bekker

    Turmbaron

    min-Bekker

    Es ist die Rede von “30 Stunden FÜR die drei Handlungen” und nicht “pro Handlung”. Es kommt auf die 30 Stunden raus, ist wahrscheinlich unglücklich formuliert

    JETZT seh ich das auch so, weil JETZT wurde es ja auch dementsprechend korrigiert! :D

  • Smart86

    Turmheld

    min-Bekker

    War auch vorher bereits eindeutig zu erkennen, da im Test zu Teil 1 von einer Spielzeit von 12 bis 15 Stunden die Rede ist. Somit konnten die 30 Stunden im Fazit logischerweise nur für alle 3 Teile zusammen gemeint gewesen sein.


    ~ MfG Smart86 ~

  • SvenIsHere

    Lord des Donners

    Hatte noch nie ein NG gespielt. Ist gekauft. Gibt es das dann auch auf Cardridge?

  • min-Bekker

    Turmbaron

    Smart86 ... weswegen sich Johannes Brausch auch entschuldigt hatte. Alles klar! :shigeru:

  • Smart86

    Turmheld

    min-Bekker

    Wenn man den Test komplett lesen würde und nicht nur Fazit und Wertung, dann würde sich die Frage gar nicht erst stellen. Selbst wenn die Formulierung im Fazit nicht 100% eindeutig sein sollte, dann kann man (vorausgesetzt man liest eben den gesamten Test) eindeutig erkennen wie es gemeint war.


    SvenIsHere

    Die (multilinguale) Retail gibt es nur im asiatischen Raum. Bei manchen Händlern (z.B. netgames in Deutschland) kann man die Asia Fassung aber auch ganz bequem ohne Zollgefahr bestellen.


    ~ MfG Smart86 ~

  • e1ma

    Turmknappe

    Sehr schade, auf die grottigen Sigma Versionen kann man getrost verzichten. Da wurde leider zu viel im Detail geändert und zum negativen angepasst. Wären Teil 1 als Black und Teil 2 in der 360 Version enthalten, wäre die Edition ein klarer Fixkauf, so würde ich persönlich als Fan klar auf die Xbox-Versionen verweisen, die dank Abwärtskompatibelität super spielbar sind. Teil 3 war Crap, egal in welcher Version und das fehlen von Itagaki ist bei dem Game an jeder Ecke spürbar. Da fehlt die NG Essenz völlig, der Tiefgang des Kampfsystems und der Anspruch wurden auch ordentlich nach unten geschraubt.

  • link82

    Turmfürst

    e1ma

    dabei wurde Teil 3 in einigen Reviews als der schwerste Teil bezeichnet

    (habe ich selbst so auch nicht mehr in Erinnerung, aber kann auch sein weil man hier ja die Sigma Versionen hat die einfacher als die Originalteile 1 und 2 sind)

  • Dark~ExxzoN

    Turmfürst

    Sehr schade, auf die grottigen Sigma Versionen kann man getrost verzichten

    Die Sigma PS3 Versionen sind nicht grottig. Die sind die bessere Version von NG XBOX. Ich habe alle Teile gespielt, auch Black vor Sigma und die PS3 Version hat mir am meisten imponioert.

    Was grottig ist, ist die Vita Sigma Edition, die allem Anschein nach die Switch auch nutzt.

    And der Switch merkt man eindeutig, dass die Assets und Texturen aus der PS Vita Version stammen, die nur auf 720p hochpoliert wurden.

    Bei meiner PC Version handelt es sich 1:1 um die Version der PS3. Kräftige Farben. Hoher Detailgrad, mehr Texturen und bessere Farbgebung der Charakterdesigns.

    Schade um die Switch Version, die hätte locker die Version der PS3 kriegen können, aber anscheinend war das Spiel nur für den Handheld konzipiert und man wollte die 60 FPS konstant halten.

    Wohl gemerkt ist die Switch bisschen stärker als die PS3, daher hätte mehr kommen sollen, mindestens für den Docked Mode. Shame Tecmo

  • min-Bekker

    Turmbaron

    Smart86 Unterstellung, aber smart.

  • link82

    Turmfürst

    Dark~ExxzoN

    hmmm, bin mir immer noch unsicher ob ich das Game für Switch oder PS4 kaufen soll… eigentlich kaufe ich solch Gameplay mäßig anspruchsvollen Games ja eher auf einem Nintendo System und auf meiner PS4 eher so filmische Sachen zum locker weg zocken wie Uncharted oder Last of Us, aber wenn die Unterschiede doch so groß sind


    Edit:

    Switch bisschen stärker als die PS3? Schon die WiiU war deutlich stärker als die PS3, jedoch hat man das nur bei den Exklusivgames deutlich gesehen (über die 3rd Party Ports sollte man überwiegend den Mantel des Schweigens legen :D )

  • e1ma

    Turmknappe

    Black ist die definitive Version von Teil 1, da braucht man nicht diskutieren. Natürlich kann jeder seine Meinung haben, absolut legitim, aber hier wurden die Spiele zwar vom Umfang poliert und aufgewertet, Gameplaytechnisch hat man allerdings fast nur Rückschritte getätigt und ist weit entfernt von der reinen NG-Erfahrung.


    Da wurden Sequenzen verändert, Gameplaymechaniken bei den Waffen und die Balance zum schlechteren angepasst, Weakpoints bei den Bossen entfernt, Musikstücke und Cutseqeunzen verändert und angepasst usw. Die Änderungen sind gerade beim Gameplay schon sehr kontrovers, auch wenn ich Sigma 1 trotz allem mag. Der eher maue Ruf der Sigma Editionen bei den NG-Fans kommt halt auch nicht von ungefähr und für jemanden wie mich, der halt auch schon seit dem NES dabei ist, waren die Versionen halt nett, aber zu weit weg von den Originalen.


    Stimme dir aber bei sämtlichen Punkten bezüglich der Switch-Version zu, hier wurde vermutlich wirklich nur die Vita-Version entsprechend aufpoliert. Schade, aber die Master Collection war imo eh schon seit der Ankündigung tot.