Manchmal ist Nostalgie auch zu viel des Guten

Nostalgie ist so eine Sache. Auf der einen Seite hilft sie uns dabei, wertvolle Erinnerungen unserer Vergangenheit zu bewahren und immer wieder ins Gedächtnis zu rufen, auf der anderen Seite lässt sie uns die Vergangenheit gerne mal durch eine rosarote Brille betrachten. Letzteres ist ein guter Grund dafür, warum ich es bis heute mehr oder weniger erfolgreich zu vermeiden versuche, vermeintliche Hits aus meiner Kindheit erneut zu spielen. Denn allzu oft durfte ich im Nachhinein feststellen, dass viele dieser unglaublich tollen Klassiker gar nicht so toll waren. Natürlich gibt es diesbezüglich auch Ausnahmen und wenn ich schaue, welche meiner Lieblingstitel damals im jahr 1990 erschienen sind, dann können Super Mario World, The Secret of Monkey Island sowie Mega Man 3 bis heute glänzen. In diesem Jahr erschien jedoch ein weiterer Platformer für das Sega Master System, den ich, aufgrund der nicht vorhandenen Sega-Konsole, bis heute nicht auf den Schirm hatte: Alex Kidd, welches damals ein ernstzunehmender Konkurrent für Nintendos Super Mario Bros darstellen sollte. Knapp 31 Jahre später komme ich also in den Genuss, diesen Sega-Klassiker nachzuholen und ihn ganz ohne rosarote Brille genauer unter die Luppe zu nehmen. Inwiefern das Fluch oder Segen für mich war, erfahrt ihr in den folgenden Zeilen.


Wenn man dem Original zu sehr treu bleibt...


Alex Kidd in Miracle World DX ist eine recht originalgetreue Umsetzung des 1990 erschienenen Platformers, der mit einigen zusätzlichen Level sowie Items erweitert wurde, sich im Kern jedoch genauso spielt wie das Original. Die anfängliche Prämisse passt, wie so ziemlich jede Handlung damals, auf die Rückseite eines Bierdeckels: Alex Kidd lebt auf dem Berg Eternal, wo er die Kunst des Felsenzertrümmerns erlernt. Als er in seine Heimat zurückkehrt, muss er mit Schrecken feststellen, dass diese von einem Eroberer, der auf Namen Janken der Große hört, angegriffen und alle Bewohner in Stein verwandelt wurden. Nun gilt es, sich dem Bösewicht zu stellen und nebenbei noch das Geheimnis um die eigene Herkunft zu lüften – und auch wenn die Handlung im Laufe des Spiels ein kleines bisschen komplexer zu werden scheint, ist sie letztendlich nur Mittel zum Zweck. Denn Alex Kidd in Miracle World DX geht es rein darum, dass ihr in verschiedenen Levels von links nach rechts rennt, springt und Gegner ausschaltet.


Alex verschlägt es quer durch das Königreich Radaxian

© Merge Games

Alex ist dabei natürlich nicht wehrlos, all das Training muss sich ja schließlich auszahlen. Und so könnt ihr euren Feinden mit gezielten Schlägen den Garaus machen oder ihnen mit Hilfe von aufsammelbaren Gegenständen ans Leder gehen. Letztere könnt ihr im Level aufsammeln oder in den Läden kaufen, von denen es immer wieder welche am Anfang eines Gebietes gibt. Bezahlt werden die nützlichen Helfer in Form von Münzen und neben den aktivierbaren Gegenständen könnt ihr dort auch Vehikel erwerben, die es euch ermöglichen, teils innerhalb von Sekunden durch den jeweiligen Level zu kommen – natürlich nur solange ihr nicht aus Versehen einen Gegner berührt, dann ist das Vehikel sofort kaputt. Was welcher Gegenstand bewirkt, müsst ihr dabei selbst herausfinden, denn das Spiel macht sich keine sonderlich große Mühe, euch diesbezüglich weiterzuhelfen. Doch wer nicht wirklich konzentriert spielt, der wird eh recht selten den Luxus haben, überhaupt genug Geld für den Shop zur Verfügung zu haben. Denn wie ich bereits erwähnt habe, hält sich die DX-Version von Alex Kidd in Miracle World sehr eng an das damalige Original und das ist in diesem Fall nicht wirklich eine gute Neuigkeit.


Normalerweise komme ich auf das Thema Steuerung immer im letzten Drittel meiner Tests zu sprechen, doch in diesem Fall muss etwas weiter ausgeholt werden. Denn Alex Kidd spielt sich nach heutigen Standards einfach katastrophal. Die Steuerung fällt sehr schwammig aus, ihr habt selten wirklich das Gefühl, die volle Kontrolle über Alex zu haben. Dieser Umstand erreicht ausgerechnet immer dann seinen Höhepunkt, wenn es an die Sprungeinlagen geht. Denn seid ihr einmal in der Luft und müsst auf einem schmalen Block landen, werdet ihr jedes Mal bereits während des Flugs nachjustieren müssen, nur um dann noch zusätzlich ein Stoßgebet an den Gott der Platformer zu senden, dass ihr nicht doch danebenspringt. Und solche Momente kommen wirklich häufig vor, was zum einen an bereits erwähnten Steuerung liegt, zum anderen jedoch auch mit den Hitboxen zu tun hat, die sich mir nie so richtig erschließen wollten. So gab es mehrere Stellen, wo ich visuell ganz klar auf eines der Hindernisse springen konnte, meine Figur aber jedes Mal an einer unsichtbaren Stelle abprallte, nur um es dann nach dem x-ten Versuch aus der exakt selben Position heraus doch zu schaffen. Doch nicht nur das, auch die Gegner, allen voran so manch ein Endgegner, haben mitunter eine Hitbox, bei der mir nicht immer ersichtlich war, wieso sie mich nun treffen konnten. Und das, obwohl ich eigentlich noch einen guten Schritt von ihnen entfernt stand oder wieso mein Angriff ins Leere ging, obwohl ich schon fast an dem Bösewicht klebte. Und so kam es natürlich häufiger vor, dass ich meine drei Leben im Nu ausgehaucht hatte, was darin resultierte, dass ich den Level noch einmal von vorne beginnen durfte und nebenbei auch noch all meine Münzen verloren habe. Ich hätte natürlich jederzeit im Optionsmenü einschalten können, dass ich unendlich Leben erhalte, was jedoch nichts am unfairen Balancing an sich ändert, sondern euch nur weitere Versuche ermöglicht, bis ihr vorankommt.


Die grafische Überarbeitung ist den Entwicklern gut gelungen.

© Merge Games

Doch es bleibt leider nicht nur bei diesen Negativpunkten. Auch die unterschiedlichen Level wirken so generisch, wiederholend und zusammengestückelt, dass keine wirkliche Motivation entsteht, sie erfolgreich zu beenden. Welche Welten nun extra für die neue Version kreiert wurden lässt sich auch nicht wirklich sagen, hier hat man sich anscheinend, wie auch schon bei der Steuerung, an dem damaligen Original orientiert. Und genau dabei handelt es sich um die große Schwäche von Alex Kidd in Miracle World DX. Waren Spiele in den 90ern noch darauf ausgelegt, schwer zu sein, weil sie einfach nicht sonderlich lang waren und auch sich wiederholende Level eine völlig normale Sache waren, sind all diese Elemente heutzutage einfach nur fehl am Platze – Rückbesinnung auf das Original hin oder her. Hinzu kommt ein Bug, der sich für mich im Nachhinein nicht reproduzieren lässt. So war, nachdem ich die SD-Karte meiner Switch zur Screenshot-Sichtung entfernt und wieder eingelesen hatte, plötzlich mein Spielstand weg – mehr als ärgerlich. Immerhin kommt Alex Kidd in Miracle World mit dem einen oder anderen originellen Gameplay-Element, wie zum Beispiel seinen Schere-Stein-Papier-Duellen gegen manche „Endgegner“ daher. Diese sind zwar vorhersehbar und kinderleicht zu gewinnen, sorgten bei mir aber wenigstens für den einen oder anderen Schmunzler. Zudem scheinen sich die Entwickler selbst nicht allzu ernst zu nehmen: Während im Original jeder Endgegner sich mit einem ähnlich klingenden Oneliner ankündigte, kommentiert das Alex nach dem zweiten Mal mit einem „Ja, ich weiß, du bist der und der…“.


Zweifelsohne gut gelungen ist die grafische Überarbeitung des Originals. Die 2D-Grafik wurde rundum erneuert und sieht im Vergleich mit anderen aktuellen 2D-Platformern immer noch bedeutend besser aus. Die Level werden schön beleuchtet und kommen mit netten kleinen Details daher, die zumindest optisch überzeugen können. Wer möchte kann mit einem Tastendruck auch zur obligatorischen Original-Grafik umschalten und das Spiel so genießen, wie es damals auf dem Master System ausgesehen hat. Der Soundtrack spielt verhalten im Hintergrund und fällt weder positiv noch negativ auf.

Unser Fazit

4

Erträglich

Meinung von Florian McHugh

Sich auf alte Tugenden zu berufen, ist keine schlechte Sache. Jedoch krampfhaft an ihnen festzuhalten, obwohl sie heutzutage einfach nicht mehr passen, das ist ein No-Go. Und so scheitert Alex Kidd in Miracle World DX leider an einem Balance-Akt, dem ein gutes Remake gelingen sollte. Denn die schwammige und mitunter sehr unpräzise Steuerung, nicht nachvollziehbare Hitboxen sowie ein sehr zusammengestückeltes Leveldesign können heute nicht mehr überzeugen. Da hilft auch nicht die grundlegend überarbeitete und sehr schöne Grafik sowie die zusätzlichen Level und Items, die dem Original nachträglich hinzugefügt wurden und die Möglichkeit, sich per Optionsmenü unendliche Leben zu verpassen. Wer ein Fan des Originals von damals war, der wird vielleicht noch seine Freude mit dem Titel haben, allen anderen rate ich jedoch, zu einem der vielen anderen gelungeneren Platformern auf der Nintendo Switch zu greifen.
Mein persönliches Highlight: Die überarbeitete Grafik

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Die durchschnittliche Leserwertung

1 User hat bereits bewertet

Kommentare 30

  • Dr.Stachelrochen420

    Indica < Sativa

    Oha, so schlechte?! Habe mich eigentlich total auf das Spiel gefreut

  • Ngamer

    Son of a Patriot

    So niedrig hab ich jetzt nicht erwartet. Sah eig ganz cool aus. Scheint aber woanders deutlich besser wegzukommen. Ist wohl Geschmackssache.

  • Cirno the strongest

    hab den einen teil per genesis collection gespielt und muss sagen sas war ein relativ durchschnittlicher plattformer der besser wäre wenn man auf gegner springen könnte

  • nintendofan89

    Captain Toad's Kumpane

    Ja bei Alex Kidd hat man quasi die selbe Steuerung von früher genommen.

    Die war halt damals schon katastrophal, aber ich denke deswegen haben es viele Leute so gemocht. Wie die alte Tomb Raider Steuerung halt, der trauern auch viele noch nach. Es gibt in der Videospielwelt diese Eigenart dass man bestimmte schlechte Steuerungen mag. Einfach weil es einzigartig ist, und man dieses Gefühl nur da vermittelt bekommt.



    Ist halt bei Wertungen und Tests immer so ne Sache, soll das jemand bewerten der die alten Teile kennt und mochte? Und auch aus der Perspektive bewertet oder jemand der ganz neu herantritt?

    Ich glaube das ist halt echt so ein Ding bei solchen Titeln.

    Für Fans macht, der Titel warscheinlich alles richtig. Wobei fehlerhafte Hitboxen schon seltsam klingen, so schlimm war ja nicht mal das Original.

    Und für Neulinge ist das halt Geschmacksache.

  • Florian McHugh

    Tellerrandwäscher

    Ngamer Ich bin bei dem Test mit den Erwartungen herangegangen, einen Klassiker zu spielen, der allerdings von den gröbsten Schnitzer der damaligen zeit losgelöst ist. Und gerade die sehr schwammige Steuerung, die nicht nachvollziehbaren Hitboxen und auch die Tatsache, dass es mir auf den letzten Meter dann noch meinen Spielstand zerschossen hat, sind nun einmal das K.O-Kriterium gewesen. Dass die Spiele früher teils so waren, weil man damit damals die Kürze der Titel kaschieren wollte (frei nach dem Motto: "Hauptsache schwer"), war für mich dann heutzutage auch kein gültiges Argument mehr, denn der Titel muss sich nun einmal mit anderen Platformern auf der Nintendo Switch messen - und dahingehend ist es nun einmal im Vergleich kein guter Titel.


    Und nintendofan89 ich gehöre da definitiv zu denen, die es ohne die Nostalgiebrille auf der Nase haben, getestet haben ;) Aber ich hab ja auch im Fazit geschrieben: Fans des Originals werden wohl mehr ihre Freude an dem Spiel haben.

  • Mani86

    Turmritter

    Hab das Original erst vor 1 oder 2 Jahren auf dem Master System gespielt und fand es gut.

    Hab mir auch jetzt das Remake geholt.

    Leider hatte ich noch nicht die Zeit, es mal anzuspielen.

    Selbst wenn nur die Grafik besser ist und Rest wie bei Original, find ich das nicht schlimm.

    Ich mag halt so alte Jump n Runs total.

  • sCryeR

    Turmfürst

    Wohl eine der ehrlichsten Bewertungen überhaupt. Aber man sieht auch, dass hier wie bei Yooka & Lay. Für die Nostalgie einige Schwächen von früher übernommen wurden.


    Das Game hatte früher schon seltsame Hitboxen und eine schwammige Steuerung und Leute die das Game von früher kennen, erinnern sich auch daran und bekommen genau was sie erwarten.

    Aber für Spiele oder Spieler der heutigen Zeit ist der schwierigleitsgrad der daraus resultiert wohl zu viel. Kaum verlangt das Spiel etwas vom Spieler ab wird es gleich schlecht bewertet, eine Schande für die heutige Zeit.

    Das Spiel ist sicher keine 4, es verlangt nur mehr könne vom Spieler ab wie andere Games, früher wurde man eben nicht an der Hand durch das Game geführt.

    Ich will den test nicht kritisieren, denn er kritisieren Schwächen der damaligen Zeit nur frage ich mich, ob bei einem Remake eines Klassikers hier die Übernahme der Dinge von früher vorgeworfen werden kann oder sollte?


    Wurde die Mario Collection auch abgestraft weil sie sich so spielt wie früher obwohl man es hätte verbessern können?

    Das stößt mir doch etwas auf.

  • arminius73

    Turmfürst

    Sorry, aber der Test hat nichts mit einer objektiven Review zu tun. Weil dem Rezensenten das Spiel nicht gefällt bzw. er mit der Steuerung nichts anfangen kann, darf man das Spiel nicht mit einer 4 abstrafen. Dann lieber die eigene, absolut legitime Meinung so stehen lassen und auf eine Wertung verzichten. Objektiv liegt Alex Kidd DX nach eurem Wertungssystem bei einer 6 bis 7, aber niemals darunter.

  • Nischenliebhaber

    Turmheld

    sCryeR

    Es gibt einen Unterschiedzwischen schwer und Trollerei! Schwere Spiele bleiben fair und sind nicht unfair. Beste Beispiele sind die Mega Man Spiele von damals. Oder Castlevania. Man wurde besser und kam weiter. Das war bei Alex Kidd aber nie der Fall. Weil das Leveldesign in vielen Dingen einfach unfair war, besonders im letzten Level. Wenn man absurderweise irgendwelche Wände boxen muss, damit Fallen deaktiviert werden, ist das kein gutes Leveldesign. Und das hat dann auch mit Skill nichts zu tun. Sowas gehört konsequenterweise abgewertet. Genauso wie schwammige Steuerung. Und was im Test ja garnicht genannt wurde: Diese ständige Sensenmänner, die aus den Fragezeichen Blöcke spawnen und einen sofort killen. Wenn im japanischen Super Mario 2 der Giftpilz schon allgemein als schlechtes Spieldesign gilt, dann hier die Sensenmänner gleich dreimal.


    Fakt ist: Alex Kidd ist auf allen Ebenen schlicht unfair und nicht schwer. Es ist ein reines Trollspiel.


    Zitat

    Wurde die Mario Collection auch abgestraft weil sie sich so spielt wie früher obwohl man es hätte verbessern können?

    Das stößt mir doch etwas auf.

    Natürlich nicht, weil die alten Mario Spiele gut gealtert sind und auch heute noch Spaß machen. Genauso wie Mega Man, Earthworm Jim, Sonic, Ninja Gaiden, Castlevania und viele weitere Klassiker. Aber Alex Kidd war halt damals schon schlecht. Gerade in Konkurrenz mit anderen 8-Bit-Platformern.


    arminius73

    Seit wann müssen Reviews objektiv sein? Aber ich sag Dir was: Rein objektiv würde das Ding noch weniger Punkte verdienen, siehe Ausführung von eben.

  • Nebria

    Turmheld

    sCryeR

    Spieler die das Spiel kennen, denen ist die Wertung eh egal. Man bekommt das gleiche wie früher, nur in hübsch.

    Spieler die das Spiel nicht kennen, tappen zumindest nicht in die Falle einer Wertung, die auf Basis einer rosaroten Nostalgiebrille entstand.


    Ist doch Gang und gebe Spiele, die heute raus kommen, anhand heutiger Maßstäbe zu bewerten. Sonst kann man sich das gleich sparen.

    Wie soll jemand, der das Spiel nicht kennt, das sonst einordnen können?


    Das Spiel hat generell nicht so gut abgeschnitten und es waren immer dieselben Kritikpunkte.

    Hier kam ja noch der Verlust des Spielstandes dazu, sonst wäre es sicher etwas positiver ausgegangen.


    arminius73

    Tests sind immer subjektiv. Da brauch man sich nichts vormachen.

    Darum sollte man zu ner Bewertung auch immer den Text lesen, ob man die gleichen Schwerpunkte wie der Tester hat.

  • Orihalo

    Meister des Turms

    Ich hatte schon vorher so ne "Ahnung", wenn man das so nennen kann. Ich finde das Cover einfach penetrant wie der Alex guckt. Konnte nur schlecht werden. :troll::troll::troll:

  • Phantomilars

    Weltraummönch

    Also nur leicht besser als das Original, schade :evil:

  • blubbafassel

    Falling Angel

    Alex Kidd in Shinobi World ist dafür ziemlich gut. Hat halt nichts mit dem Original gemein und ist eher als Parodie von Shinobi zu verstehen. Anderseits war fast jedes Alex Kidd ein komplett anderes Spiel, da gab es keine klare Linie.

  • Lockenvogel

    Dumm aber klug!

    Ich fand das Original schon mega unfair und... ja, ehrlich gesagt: ziemlich Scheiße. Wenn die wirklich nur audiovisuelle Verbesserungen vorgenommen haben, dann brauch ich das Game echt nicht.

  • Herr von Faultier

    Hardcore Noob

    Aus Nostalgiegründen immer mal wieder, aber für das wohlige Gefühl gebe ich definitiv nicht noch mal 40 Euro aus. Mir reicht die Sega Adges Version. Es ist, gerade auch, ohne Nostalgiebrille betrachtet nie wirklich gut gewesen.

  • SteveAT

    Turmknappe

    Absolut gerechtfertigt ich würde es sogar noch weiter runter stufen. Ich empfand sogar die Steuerung in der neuen Grafik, bedingt durch teils mehr Details, zum Beispiel Gras, sogar schlechter Steuerbar als das Original.

    Es gab einige Stellen an denen ich auf die alte Grafik umgeschaltet hatte, wo das Steuern etwas leichter ausfiehl, das letzte Viertel bin ich auch nicht mehr in die neue Grafik zurück.

  • Tabby

    Turmbaron

    Der Test und die Wertung sind zwar auch für mich zu hart, der Tester hat aber ganz schlüssig erklärt, wie er auf die doch recht niedrige Wertung kommt.

    Fans des Originals können aber sicherlich noch ein paar Punkte auf die Wertung draufpacken.

    Größter Kritikpunkt für mich ist, dass im freispielbaren Klassik-Modus nicht das Orginal Spiel enthalten ist, sondern "nur" das nachgebaute der Entwickler.

    Auch eine Rückspulfunktion wie in der Sega Ages Version wäre nice gewesen.

  • EdenGazier

    Prinzipal der Spiele

    Ich kann das ganze Geheule nicht verstehen.


    Wenn die Spiele euch zu Schwer sind, dann sucht man immer das Problem nicht bei sich sondern dann sind die anderen schuld.


    Falsch finde ich. Es gibt zig Tausend Menschen die es normal durchgespielt haben Und die Defizite nicht den Programmierer oder in dem Spiel gesucht haben


    Das einzige Argument das ich finde das wirklich ins Gewicht fällt, ist die Tatsache das es technische Bugs hat. Das in der Tat in No Go


    Ich hatte sie nicht, muss ja nichts heißen


    Ansonsten ja Alex Kid ist wie mit Fisherman Friend


    Sind sie zu stark bist du zu schwach

  • Nebria

    Turmheld

    Find dieser Diskussion schon wieder völlig an den Haaren herbei gezogen.

    Es wurde im test nicht gesagt, das Spiel ist zu schwer. Es wurde gesagt die Steuerung und das Spieldesign hat schwächen.

    Dass da einige gleich wieder rein interpretieren das Spiel sei nur "zu schwer" für den tester, ist absurd.

    Ist übrigens auch nicht sehr objektiv...


    EdenGazier

    Das einzige rumgeheule was ich hier sehe, sind einige, die diese Wertung und die Begründung nicht akzeptieren können.

  • Florian McHugh

    Tellerrandwäscher

    Eigentlich habe ich mich ja schon ausführlich zur Bewertung geäußert, fühle mich aber genötigt folgendes zu ergänzen: Ich hatte das Spiel bis zum Auftreten des Spielstand-Bugs fast komplett durch. Das Spiel ist in meinen Augen auch nicht per se schwer, sondern schlicht durch seine technischen Schwächen unfair und unausgegoren. Da besteht in meinen Augen ein kleiner, aber elementarer Unterschied.

  • Palatinum

    Turmritter

    Das Spiel war damals schon Müll und wenn man Müll nicht verbessert bleibt es Müll. Daher erscheint er Test äußerst realistisch.

  • nintendofan89

    Captain Toad's Kumpane

    Nebria

    Nö immer die anderen sind schuld!

    Recht habe nur ICH ICH ICH ICH!!!!

  • Psychael

    Dönervernichter

    Sehr harte Bewertung.

    Stimmt aber schon. Einfach eher schlecht gealtert, das Ganze.


    Ich denke, dass kleinere Gameplay Anpassungen einfach hätten sein müssen, wenn man auch Neueinsteiger unterhalten will.

  • dancle

    Turmknappe

    Mir fällt aber auch immer wieder auf, gegenüber der Sega Ages Version, dass das Spiel sich deutlich schlechter steuern lässt als das Original. Ich habe gerade noch mal beide Versionen gezockt. Beim Original kam ich problemlos durchs komplette Spiel, ohne Rewinds oder Game Over. Wie oft ich in den Remake sinnlos gestorben bin, weil Alex zu weit gerutscht ist, die Hitboxen der Gegner viel zu groß waren oder Alex sich in der Luft nicht mehr steuern lies. Ich glaube die Entwickler haben es mit der "Retrosteuerung" etwas sehr übertrieben und das Ganze völlig falsch umgesetzt.


    Wo ich dem Original locker eine 6/10 geben würde, hat das Remake hier eine 4/10 völlig verdient.


    Wer sich wirklich mal ein Bild machen will, wie sich das Original spielt, dem empfehle ich Wärmstens die Sega Ages Version, welche ebenfalls im eShop von Nintendo ist. Auch dort ist die Steuerung nicht optimal und man wird als Neuling einige Tode sterben, allerdings nicht so häufig wie im Remake.


    Ich gehe auch ganz stark davon, das deswegen der Klassikmodus auch direkt eine Interpretation vom Entwickler ist, hätte man einfach die Original Rom drauf gepackt, hätte man sofort die vermurkste Steuerung vom Remake mitbekommen.

  • blubbafassel

    Falling Angel

    Interessant. Hast du zufälligerweise auch Alex Kidd in Enchanted Castle gespielt und kannst einen Vergleich ziehen?

    Enchanted Castle war meiner Meinung ein riesiger Rückschritt im Vergleich zu Miracle World gerade weil die Hitboxen und die Steuerung so vermurkst waren im Vergleich.

  • dancle

    Turmknappe

    Interessant. Hast du zufälligerweise auch Alex Kidd in Enchanted Castle gespielt und kannst einen Vergleich ziehen?

    Enchanted Castle war meiner Meinung ein riesiger Rückschritt im Vergleich zu Miracle World gerade weil die Hitboxen und die Steuerung so vermurkst waren im Vergleich.

    Ich würde ja am liebsten Enchanted Castle einfach komplett verdrängen, das Spiel hat soviele Schwächen, da weiß man gar nicht wo man anfangen soll, geht schon bei der komplett bescheuerten Story los (Der König wurde entführt, ah ne doch nicht), die absolute Hässlichkeit für ein Mega Drive Spiel und extremen Rückschritte zum Vorgänger (Bei Tod geht das Level von vorne los oder mit Glück beim Midway-Punkt). Aber selbst das lässt sich zumindest besser steuern als das Remake. Enchanted Castle hat auch einige unfaire Stellen, gerade der letzte Part wo man den Berg rauf muss und Random irgendwo Gegner spawnen.

    Normalweise hätte ich das Spiel als China-Botleg bezeichnet, aber Enchanted Castle stammt ja direkt von Sega.

  • blubbafassel

    Falling Angel

    dancle Gut, dann lass ich lieber die Finger vom Remake. Die Steuerung von Miracle World ist zwar ziemlich rutschig und gewöhnungsbedürftig, aber es gibt eine gewissen Flow finde ich. Mit etwas Übung geht's relativ gut von der Hand. Da gab es gerade damals Spiele mit einer deutlich schlechteren Steuerung. Entchanted Castle war aber echt mies, ein Rückschritt in so ziemlich jeder Hinsicht. Wenn sich das Remake noch schlechter spielt, dann kann ich die Kritik nachvollziehen. Schade, weil optisch es echt was her macht und ich auf ein Reboot gehofft habe.

  • dancle

    Turmknappe

    Gut, dann lass ich lieber die Finger vom Remake. Die Steuerung von Miracle World ist zwar ziemlich rutschig und gewöhnungsbedürftig, aber es gibt eine gewissen Flow finde ich. Mit etwas Übung geht's relativ gut von der Hand. Da gab es gerade damals Spiele mit einer deutlich schlechteren Steuerung. Entchanted Castle war aber echt mies, ein Rückschritt in so ziemlich jeder Hinsicht. Wenn sich das Remake noch schlechter spielt, dann kann ich die Kritik nachvollziehen. Schade, weil optisch es echt was her macht und ich auf ein Reboot gehofft habe.

    Mein Tipp: Die ersten Patches abwarten, das Problem der Steuerung ist den Entwicklern wohl bewusst und sie wollen entsprechend was patchen. Es hat ja absolut keine Eile das Spiel heute unbedingt zu kaufen, und nen Sale wo das Spiel günstiger angeboten wird, wird so oder so wieder kommen. Also absolut keine Eile damit, die Zeit kann man sich währenddessen gut mit der Ages-Version vertreiben :)

  • Darkmariopanther

    Nintendo Freak

    Also ich muß sagen:"Hab es mir gestern geholt. Hab an viel schöne Sachen von damals gedacht und wenn man die Grafik von damals an nimmt, (Kann man ja durch einen einfachen Knopf druck) ist es so gut, so nerven zerstörerisch wegen der, auch wenn etwas dumm aber original übernommenen Steuerung. Also ich bereue den Kauf definitiv nicht.":kirby_happy:

  • Tabby

    Turmbaron

    Hab die Handelsversion zuerst ohne Patch beendet und hatte dabei leider 3 mal einen Bug, wo ich den Level nochmal von vorne beginnen musste.

    Nachdem ich dann den Patch geladen hatte, gab es aber keine Probleme mehr.

    Insgesamt gefällt mir das Remake aber ziemlich gut, die Steuerung finde ich sogar etwas griffiger als im Original.