Ein Sci-Fi-Krimi zum Mitnehmen

Das Sci-Fi-Rollenspiel The Outer Worlds erschien 2020 für die Nintendo Switch und wurde im Frühjahr 2021 um den DLC Peril on Gorgon erweitert. Der erste DLC zum Spiel erschien für die Nintendo Switch mit einigen Monaten Verzögerung. Ähnlich sieht es mit der jetzt veröffentlichten Erweiterung Murder on Eridanos aus. Der zweite und vorerst letzte DLC zum Rollenspiel verspricht neue Geschichten und ein spannendes Mysterium am äußersten Rand der Galaxis, das nur darauf wartet, von euch gelöst zu werden. Ob sich die Rückkehr zu den äußeren Welten lohnt, verraten wir in unserem Test.


Fernsehikone Halcyon Helen wird ermordet und es liegt an euch, den Täter zu fassen.

© Obsidian Entertainment / Private Division

Halcyon Helen ist der Name einer Fernsehikone, die in einer beliebten Krimiserie der Welt von The Outer Worlds die Rolle einer Ermittlerin spielt. Eben diese Halcyon Helen wird gleich zu Beginn des DLCs Opfer eines Mordes, ausgerechnet dann, als sie für eines der führenden Unternehmen der äußeren Welten ein neues Produkt präsentieren soll. Der Anschlag auf das Leben der Schauspielerin wirft eine Reihe von Fragen auf. Wer wollte die beliebte Fernsehikone tot sehen? Welches Motiv hatte der Täter? Und welche korrupte Firma ist dieses mal wieder Schuld an allem? All diese Fragen brauchen Antworten und wer wenn nicht die berühmt-berüchtigte Crew der Unreliable ist geeignet, diese Antworten zu liefern. Kurz nach der Berichterstattung über den Tod der Schauspielerin erreicht euch ein entsprechender Funkspruch, in dem ihr von den Verantwortlichen hinter Helen darum gebeten werdet, die Kolonie Eridanos aufzusuchen. Im dortigen Hotel Grand Colonial kam Helen ums Leben. Ihr werdet gebeten, vor Ort die Ermittlungen zu leiten und den Mörder zu finden. Direkt nach dem Funkspruch könnt ihr über das Navigationssystem der Unreliable Eridanos ansteuern, auf dem die Handlung des DLCs stattfindet. Wie schon bei Peril on Gorgon, müsst ihr im Rahmen der Haupthandlung die Mission Monarch abgeschlossen haben, um den DLC starten zu können. Daneben empfiehlt das Spiel einen Charakter der Stufe 30, um die Kämpfe der Erweiterung gut bewältigen zu können.


Auf Eridanos angekommen, führen euch die ersten Dialoge mit den Anwohnern zunächst zum bereits erwähnten Grand Colonial, einem im Stil des späten 19. Jahrhunderts gehaltenen Hotels. In einem Raum im Erdgeschoss des Grand Colonials findet ihr den Tatort, an dem ihr erste Informationen zum Mord an Halcyon Helen erhaltet. Neben einem Gespräch mit dem obduzierenden Arzt erhaltet ihr aber vor allem den Diskrepanzverstärker, ein Gerät, mit dem ihr versteckte Elemente in der Spielwelt erkennen und analysieren könnt. Dafür müsst ihr mit dem ausgerüsteten Verstärker einen Punkt in der Umgebung anvisieren und könnt dann Fußspuren oder ähnliche Hinweise entdecken. Der Diskrepanzverstärker gibt euch einen guten Hinweis darauf, wohin die knapp sechs- bis neunstündige Reise auf Eridanos geht. Im wesentlichen geht es darum, im Stil eines Sci-Fi-Krimis den namensgebenden Mord der Erweiterung aufzudecken. Dafür greift ihr auf relativ klassische Detektivarbeit zurück, müsst also Spuren suchen und Zeugen befragen, die euch zu Helens Mörder führen.


Auf Eridanos müsst ihr auf Spurensuche gehen.

© Obsidian Entertainment / Private Division

Die Struktur als Krimi greift perfekt die Stärke von The Outer Worlds auf: Die verrückten Charaktere und der zynische Humor sorgen für einige spaßige und spannende Stunden auf Eridanos. Da das Erleben der Geschichte die Hauptmotivation ist, soll hierzu nichts gesagt werden. Nur so viel sei verraten: Die Geschehnisse auf Eridanos greifen selbstverständlich die leitenden Motive von The Outer Worlds, wie die Machtpolitik der Konzerne, auf und genau wie im Hauptspiel stehen euch je nach verfügbaren Fähigkeiten unterschiedliche Lösungswege offen. So könnt ihr beispielsweise ein terminal hacken, um an Informationen zu gelangen. Alternativ könnt ihr mit Charakteren in der Welt kooperieren oder diese überreden, um zum nächsten Ziel zu gelangen.


Der Fokus der Erweiterung liegt dabei ganz klar auf den Dialogen und der Erkundung der Spielwelt. Neue Waffentypen oder Gegnermodelle spielen eine untergeordnete Rolle. Da die Handlung motiviert und bis zum Schluss viele Dinge ungeklärt bleiben, ist eine zusätzliche spielmechanische Motivation aber auch nicht zwingend erforderlich. Am ehesten sorgt noch die Nutzung des Diskrepanzverstärkers für etwas Abwechslung, wobei der Effekt hier doch schnell verpufft und die Spurensuche so ins Standardrepertoire übergeht. Nettes Detail: Der Verstärker redet mit euch und hat neben hilfreichen Informationen auch immer wieder lustige Anmerkungen parat.


Ein Highlight von Murder on Eridanos ist Eridanos selbst. Nicht nur das Grand Colonial, das im Zentrum der Kolonie steht, ist stilsicher gestaltet. Die in den Wolken schwebende Kolonie punktet mit einer schönen Flora und einer interessanten, wenn auch zuweilen tödlichen, Fauna. Insgesamt ist die Atmosphäre und das Gefühl der großen Schnitzeljagd, das durch die ineinandergreifende Spurensuche aufkommt, eine starke Ergänzung zum Hauptspiel The Outer Worlds.

Unser Fazit

Meinung von Adis Selimi

Murder on Eridanos ist ein gelungener und spannender Abschluss von The Outer Worlds, der mit einiger Verzögerung jetzt auch auf der Nintendo Switch zu überzeugen weiß. Der Krimi um die Ermordung von Halcyon Helen ist spannend erzählt und bringt die ein oder andere Überraschung mit sich. Neben der neuen Erzählung und dem stilsicher gestalteten Schauplatz hält sich der DLC mit Neuerungen aber dezent zurück. Die Spurensuche mit dem Diskrepanzverstärker ist da schon das höchste der Gefühle. Das tut dem Spielspaß aber keinen Abbruch, denn Murder on Eridanos konzentriert sich auf die Stärken von The Outer Worlds und bietet so einen würdigen Abschluss für das skurril-komische Abenteuer.
Mein persönliches Highlight: Der immer noch derbe Humor der äußeren Welten!

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Spiele-Hit

Die durchschnittliche Leserwertung

6 User haben bereits bewertet

Kommentare 4

  • N-Switcher

    Turmheld

    Hab das spiel schon seit einiger zeit aber nicht angefangen. Ist es den heute grafisch ok?

  • Fearly

    Turmknappe

    N-Switcher


    Ganz ehrlich.. wenn ich mir so deine anderen Postings durchlese, wird dir dieses Spiel Grafisch wohl auch heute nicht gefallen.

  • Adler85

    Turmknappe

    N-Switcher


    Um ehrlich zu sein. Ist die Umsetzung des Spiels gut gelungen, in Anbetracht der Hardwareleistung.


    Was einige immer wieder vergessen, die Größe im vergleich zu anderen Konsolen bzw. der Stromverbrauch zu anderen Geräten einschließlich PC.


    Also ja, die Umsetzung ist wirklich gut gelungen, natürlich mit einigen gewissen Einschränkungen. Dazu gibt es aber genug Video auf YouTube um sich ein genaueres Bild zu verschaffen.


    Bild dir deine Meinung:S.

  • Philipp_Watch

    Turmritter

    N-Switcher


    Du weißt ich bin kein Grafik Freak, aber TOW ist in Sachen Grafik/ Performance das schlechteste was ich jemals auf der Switch gesehen/ gespielt habe 😅 Alles im Umkreis von 5 Meter ist „scharf“, alles was danach kommt, verschwimmt richtig. Ich kann keine Kaufempfehlung aussprechen ^^