Rennen fahren ist nur Zweitrangig

Das Autospiel Crash Drive 3 kann auf jeder erdenklichen Plattform heruntergeladen werden, darunter sind die Nintendo Switch sowie ihre Konkurrenzkonsolen dabei, aber auch auf dem PC sowie iOS- und Android-Geräten kann der Titel gespielt werden. Das ist besonders wichtig, denn der Titel macht am meisten Spaß, wenn man ihn mit möglichst vielen Spielerinnen und Spielern online spielt und dank der Möglichkeit plattformübergreifend spielen zu können, sollte man immer auf Online-Gegner treffen können.


Je mehr mitspielen, umso mehr Spaß macht das Spiel.

© M2H

Crash Drive 3 ist allerdings kein klassisches Rennspiel im Allgemeinen, sondern ein Open-World-Autospiel. Auf einer von fünf Karten fahrt ihr mit zufälligen Online-Kontrahenten bei spontan eintretenden Quick Time-Events um die Wette. Insgesamt gibt es dabei 10 unterschiedliche Events, die zufälligerweise auftauchen können und euch nicht nur zu Rennen, sondern auch zu Stunts herausfordern. Auch spezielle Events wie „Markiere Objekte mit Stunts“ oder „Sammle die meisten Münzen“ sorgen für die nötige Abwechslung. Alle Fahrzeuge fahren unabhängig voneinander und sammeln bis zum Ablauf des Countdowns Punkte. Sobald die Zeit abläuft, wird abgerechnet und je nach Platzierung werden unterschiedliche virtuelle Geldbeträge ausgezahlt. Etwa eine Minute später startet das nächste Event. Spielerisch bietet sich hiermit eine gewisse Abwechslung, allerdings war nach wenigen Spielstunden bei mir die Puste raus, da sich die Events immer wieder wiederholt hatten. Dennoch hatte ich mit dem Spiel einige schöne und spaßige Spielstunden. Es ist nur kein Spiel, das man lange am Stück spielen sollte, was ich für Testzwecke allerdings gemacht hatte. Habt ihr allerdings Glück und habt viele andere Fahrzeuge in eurer Lobby, sorgt das für den zusätzlichen Wettbewerb und erhöht somit den Spielspaß. Dies ist allerdings leider nicht immer zu jeder Tageszeit der Fall. Offline lässt sich das Spiel auch spielen, allerdings macht es nicht mal ansatzweise so viel Spaß wie mit anderen Fahrern.


Mit dem verdienten Geld könnt ihr neue Fahrzeuge, Antennen, Autokennzeichen oder auch eine andere Farbe der Boostflamme freischalten. Doch am meisten lohnt es sich zunächst, in die vier freischaltbaren Karten zu investieren, die allerdings nicht nur Geld, sondern auch weitere Handlung in Form von Bewältigung vorgegebener Aufgaben erfordern. Da die anderen Spieler allerdings nicht so eifrig sind, tummeln sich die meisten von ihnen auf den ersten zwei bis drei Karten, die man freischalten kann. Auf den später freischaltbaren Karten findet man sehr oft keine gegnerischen Mitspieler. Besser wäre es gewesen, wenn alle Karten von Anfang an verfügbar wären.


Rocket League, bist du das?

© M2H

Grundsätzlich gefallen mir die Karten in diesem Spiel eher weniger. Oftmals sind diese undurchdacht, oft bleibt man an schlecht platzierten Kanten hängen und vor allem die erste Karte Arktis ist dank der geschlossenen Eisschicht ziemlich unübersichtlich. Als Einstiegskarte hätte ich eine andere Karte gewählt, denn Arktis gehört zu den unübersichtlichsten Orten. Zusätzlich dazu ist es ziemlich schwer in die Steuerung einzusteigen, da sorgt die unübersichtliche Karte auch für anfängliche Frustsituationen. Das Lenken ist ungewöhnlich direkt und es braucht viel Übung, um diese zu beherrschen. Nach einigen Minuten hatte ich allerdings die Steuerung ganz gut drauf, vor allem die Stunts in der Luft klappen dank der direkten Steuerung ganz gut, auch wenn dabei ein wenig Realismus verloren geht. Da es sich hierbei um einen Arcade-Racer handelt, ist dies sehr gut verzeihbar.


Grafisch ist das Spiel alles andere als ein Augenschmaus. Die Auflösung ist unscharf und die Texturen sind verwaschen. Die Nintendo Switch hat ein ordentliches Downgrade zur PC-Version erhalten und das, obwohl die Steam-Version auch nicht mit viel Schönheit glänzen kann. Es wäre definitiv mehr drin gewesen, denn meiner Meinung nach hätte auch die Grafik der Steam-Version auf einer Nintendo Switch mit etwas Optimierungsarbeit laufen können. Immerhin ist die Performance des Spiels stabil, es gibt keine Einbrüche in der Bildrate und auch die Online-Performance ist trotz plattformübergreifender Funktionalität besser als bei den meisten Spielen von Nintendo.

Unser Fazit

5

Für Genre-Fans

Meinung von Ilja Rodstein

Crash Drive 3 ist nicht das Spiel, das ich mir erhofft habe. Es ist nicht besonders hübsch und die offene Spielwelt nicht immer gut durchdacht. Nach anfänglichen Schwierigkeiten kommt man allerdings überraschend gut ins Spiel rein und dank der sehr vorbildlichen Crossplay-Funktionalität trifft man immer auf Gegner, gegen die man in zufallsgenerierten Quick Time-Events antreten darf. Trotz der Schwächen hatte ich großen Spaß mit dem Spiel, denn es ist kein Rennspiel wie jedes andere, sondern glänzt mit eigenen Ideen für spaßige Momente. Offline kann das Spiel zwar auch gespielt werden, doch der Online-Modus ist bei weitem unterhaltsamer. Falls ihr also Lust habt, euch zurückzulehnen und gemütliche Herausforderungen zu fahren, sollte euch der Titel ganz gut ansprechen können.
Mein persönliches Highlight: Der vorbildliche Online-Modus mit plattformübergreifender Funktionalität.

Die durchschnittliche Leserwertung

1 User hat bereits bewertet

Kommentare 2

  • AlexWoppi

    Turmbaron

    Schade, dagegen ist Teil 2 ja echt supi. Na, somit hab ich mir das Geld gespart. Vielleicht mal in nem Sale, wenn es wie Teil 2 für 1€ zu haben ist.

  • AlexWoppi

    Turmbaron

    Na wer sagts denn? Jetzt für 29 Tage für 1€ zu haben.