Ein Cartoonprügler mit Licht und Schatten

Nickelodeon All-Star Brawl ist der neueste Beat ’em up-Ableger der Slap City-Entwickler aus dem Studio Ludosity sowie dem Videospielstudio Fair Play Labs aus Costa Rica. Das Besondere an dem kunterbunten Prügelspiel sind die charakteristischen Cartoon-Charaktere, die aus diversen Nickelodeon-Serien stammen und natürlich das Cover des Spiels zieren. Während die Handelsversion aufgrund von Verzögerungen abhängig vom jeweiligen Händer noch ein paar Tage bzw. Wochen auf sich warten lässt, ist die digitale Version für die Nintendo Switch bereits im Nintendo eShop erhältlich.


Flottes Gameplay und ambitionierter Online-Modus


In Sachen Gameplay spielt sich Nickelodeon All-Star Brawl sehr ähnlich wie Super Smash Bros.: Gespielt wird auf Stages, die so konzipiert sind, dass Gegner aus den Bildschirmrändern gefegt werden können, wenn durch normale Angriffe, Smash-Angriffe oder Spezial-Angriffe genug Prozente hinzugefügt wurden. Zwar gibt es anders als in Smash keine Spezial-Angriffe zur Seite, keine aufladbaren Smash-Angriffe oder Luft-Angriffe nach hinten, dafür könnt ihr aber in der Luft sowohl normale Angriffe als auch Smash-Angriffe einsetzen und ihr habt zudem die Wahl zwischen einem normalen Sprint-Angriff und einem Smash-Sprint-Angriff. Auch beim Greifen werden euch mehr Optionen geboten, so können Gegner sowohl am Boden als auch in der Luft gegriffen sowie herumgetragen werden und auch Projektile können gefangen und zurückgeschmissen werden. Etwas gewöhnungsbedürftig ist die Tatsache, dass ihr den Sprungknopf drücken und gleichzeitig nach unten halten müsst, wenn ihr durch Plattformen nach unten gelangen wollt.


Smash-Fans werden sich in Nickelodeon All-Star Brawl schnell zurechtfinden.

© GameMill Entertainment, LLC / Nickelodeon

All-Star Brawl spielt sich um einiges schneller als die Super Smash Bros.-Reihe und insbesondere in der Luft fühlt sich das Movement hervorragend an, denn es können schnelle Luft-Dashes in verschiedene Richtungen ausgeführt werden, wodurch eine gute Reaktionsgeschwindigkeit mehr denn je gefragt wird. Auch Wavedashes am Boden wurden von den Entwicklern im Vorhinein stark beworben und werden vor allem Fans von Super Smash Bros. Melee sehr freuen. Die Framerate ist bei den Kämpfen abgesehen von der Startsequenz meist stabil bei 60 Bildern pro Sekunde, wenngleich hin und wieder, auch abhängig von der gewählten Stage und der Spieleranzahl, leichte Einbrüche zu bemerken sind.


Abgesehen von den regulären Kämpfen gibt es einen Sport-Modus, bei dem eurer Ziel nicht primär das Verdreschen des Gegners ist, sondern mit einem Ball Tore zu schießen. Ihr könnt zwischen verschiedenen Bällen mit jeweils etwas unterschiedlichen Eigenschaften wählen, so darf der Fußball beispielsweise nicht mit der Hand genommen werden, während der Ball beim Rugby ausschließlich mit der Hand, sprich mit Griffen und Würfen, ins Tor befördert werden darf. Im Sport-Modus verwandelt sich jede Stage in ein Sportfeld mit 2 Toren und gewonnen hat jene Person, die mehr Tore geschossen hat oder als erstes eine bestimmte Torzahl erreicht hat. Auf dem Papier klingt der Modus, der im Format 1 vs 1, 2 vs 2 oder 1 vs 3 gespielt werden kann, ganz lustig und kann auch Spaß machen, jedoch ist er nicht ganz ausgereift und bietet nicht so viel Tiefe wie der Slap Ball-Modus aus dem spirituellen Vorgänger Slap City. Einige Stages, wie beispielsweise Nigels „Wilder Wasserfall“ oder Ren & Stimpys „Weltraum-Wahnsinn“, eigenen sich überhaupt nicht als Sportfeld und wenn dort alle paar Sekunden der Ball in den Abgrund fällt und man kaum zum Spielen kommt, kann die Lust schnell vergehen. Auf Toastmans Stage „Pulvertoast-Ärger“ verschwand ein Ball plötzlich in der Cornflakes-Schüssel und trotz großer Bemühungen schafften wir es nicht, den Ball wieder herauszubekommen. Manche Charaktere sind zudem in diesem Spiel stark im Vorteil, da es manchmal reicht, in der Mittellinie einen bestimmten Move einzusetzen, um den Ball stets nach jedem Tor mit einem Schlag erneut dorthin zu befördern. Es wäre besser gewesen, wenn der Sport-Modus nur auf ein paar ausgewählten Stages spielbar wäre und diese dafür einwandfrei funktionieren würden.


Jedem Charakter ist eine Stage zugeordnet.

© GameMill Entertainment, LLC / Nickelodeon

Die Stages sind schön gestaltet und jeweils Orten der verschiedenen Nickelodeon-Serien entnommen. Während Reptars Stage „Im Spiegelland“ einen sandigen Untergrund aufweist, bei dem Gegner versinken können, wird bei Helgas Stage „Verkehrsstau“ auf einem Bus gekämpft, der eine Straße voller Autos entlang fährt (eine ähnliche Stage gab es übrigens bereits in Slap City). Auch ein paar neutrale Stages sind mit dabei, wie SpongeBobs an die Smash-Stadt erinnernden „Quallenfelder“, Korras „Harmonische Konvergenz“ als Äquivalent zur Letzten Station aus Smash Bros. und Zims Schlachtfeld-Äquivalent „Irken-Armada-Invasion". Auf manchen Stages gibt es Cameo-Auftritte von anderen Figuren, die den Sprung ins Roster nicht geschafft haben, im Großen und Ganzen spielt sich auf den Stages abgesehen vom Kampfgeschehen jedoch nicht so viel ab und es gibt keine Stage-Gegner oder Hindernisse.


Sowohl alle 20 Charaktere als auch alle 20 Stages sind von Anfang an freigeschaltet und ihr könnt mit euren liebsten Serienhelden, wie beispielsweise mit Aang aus Avatar: Herr der Elemente oder SpongeBob, spielen. Schön ist, dass auch einige Figuren aus älteren Serien dabei sind, darunter zum Beispiel Oblina aus „Aaahh!!! Monster“. Fans der jeweiligen Serien dürfen sich auf zahlreiche Referenzen in den Moves der Charaktere freuen, vor allem bei den Spezial-Attacken, welche die Persönlichkeiten der jeweiligen Figuren besser unterstreichen. In Summe ist das Roster trotzdem ein wenig klein und es ist schade, dass große Fan-Favoriten wie Jimmy Neutron, Timmy Turner oder Thaddäus Tentakel nicht im Base-Roster mit dabei sind. Auch fühlen sich die Combos bei vielen Charakteren sehr ähnlich an und obwohl manche von ihnen eher Nahkämpfer sind und andere mehr mit Projektilen glänzen, hätten einigen Kämpfern noch etwas mehr Abwechslung und mehr Alleinstellungsmerkmale gut getan.


Übrigens gibt es eine deutsche Übersetzung, jedoch ist diese nicht sonderlich gut, so werden beispielsweise verbleibende Versuche als „Vorräte“ und Rangkampf-Matches als „Spiel gegeneinander“ bezeichnet. Zudem wurden die Charaktere Powdered Toastman und Nigel Thornberry nicht in deren deutsche Namen Pulvertoastman und Heinrich Stachelbeere übersetzt, auch werden manche Kämpfer mit Vor- und Nachnamen genannt, andere jedoch nur mit dem Vornamen. Die Namen der Kämpfer werden übrigens beim Charakter-Bildschirm nicht angezeigt, was zwar kein großes Drama darstellt, jedoch trotzdem etwas merkwürdig ist. Eine Liste aller verfügbaren Charaktere könnt ihr euch hier ansehen:

  • SpongeBob (SpongeBob Schwammkopf)
  • Patrick (SpongeBob Schwammkopf)
  • Sandy (SpongeBob Schwammkopf)
  • Aang (Avatar – Der Herr der Elemente)
  • Toph (Avatar – Der Herr der Elemente)
  • Korra (Die Legende von Korra)
  • Lincoln Loud (Willkommen bei den Louds)
  • Lucy Loud (Willkommen bei den Louds)
  • Leonardo (Teenage Mutant Ninja Turtles)
  • Michelangelo (Teenage Mutant Ninja Turtles)
  • April O'Neil (Teenage Mutant Ninja Turtles)
  • Ren & Stimpy (Die Ren & Stimpy Show)
  • Powdered Toastman (Die Ren & Stimpy Show)
  • Zim (Invader Zim)
  • CatDog (CatDog)
  • Reptar (Rugrats)
  • Nigel Thornberry (Expedition der Stachelbeeren)
  • Helga (Hey Arnold!)
  • Danny Phantom (Danny Phantom)
  • Oblina (Aaahh!!! Monster)


Während das Spiel am meisten Spaß im Modus „Kampf“ macht, wo entweder gegen CPU-Gegner oder gegen bis zu drei menschliche Geger gespielt werden kann, gibt es für Einzelspieler den Modus „Arcade“. Der Arcade-Modus ist vergleichbar mit dem Klassischen Modus der Smash Bros.-Reihe, denn ihr müsst einen Charakter auswählen und anschließend gegen sieben Gegner hintereinander kämpfen. Ab und zu habt ihr die Option, zwischen zwei Gegnern und Stages wählen zu können, doch im Großen und Ganzen bietet der Modus nicht sonderlich viel und leider erwartet euch am Schluss kein Bossgegner und keine Abschlusssequenz, sondern lediglich ein weiterer Gegner aus dem Roster.


Im Arcade-Modus geben die Charaktere vor einem Match kurze, relativ zusammenhangslose Sätze von sich.

© GameMill Entertainment, LLC / Nickelodeon

Kurz vor einem Kampf äußern euer Charakter und der jeweilige Gegner jeweils einen Satz in Form einer Sprechblase, bevor das Duell losgeht. Die Sätze sind jedoch sehr generisch, wiederholen sich sogar innerhalb eines Arcade-Runs öfters und wurden zudem teilweise etwas komisch ins Deutsche übersetzt. Auch wenn dieser Modus nicht sonderlich spannend ist, werdet ihr nach dem Abschluss jeweils mit einem zu eurem Charakter passenden Bild und Musikstück für die Galerie belohnt. Auch habt ihr die Wahl, euch für einen von fünf Schwierigkeitsgraden zu entscheiden – leider wird für die Abschlusszeit der gewählte Schwierigkeitsgrad nicht berücksichtigt, wodurch die angezeigte Abschlusszeit an Bedeutung verliert und der Highscore am einfachsten auf der Stufe „Sehr Leicht“ erreicht werden kann,.


Sehr lobenswert ist der Online-Modus, für den die Entwickler Rollback-Netcode integrieren konnten, um ein meist sehr flüssiges Spielerlebnis zu gewährleisten – etwas, das Nintendo bei Super Smash Bros. Ultimate nicht zu Stande gebracht hat. Zwar habe ich in meinen Online-Sessions kaum Lags bemerkt, aber mich hat das Spiel hin und wieder aus Matches geworfen. Online könnt ihr Rangkämpfe auf neutralen Stages im 1 vs 1-Format spielen, bei denen ihr abhängig von euren Ergebnissen Punkte gewinnen oder verlieren könnt und mit Spielern auf eurem Niveau gematched werdet. Auch schnelle Spaß-Spiele ohne Rangpunkte auf der vollständigen Auswahl an Stages sind beim Online-Spiel möglich. Darüber hinaus habt ihr die Möglichkeit, Lobbies beizutreten oder zu erstellen und dort eure eigenen Regeln festzulegen – in den Online-Lobbies kann übrigens auch der Sport-Modus gespielt werden.


Dünner Umfang und schmerzlich vermisste Funktionen


So gelungen das Gameplay auch sein mag, so enttäuschend sind viele fehlende Features, die für ein viel zufriedenstellenderes Spielerlebnis gesorgt hätten. Einer der größten Kritikpunkte ist die Abwesenheit von Nametags, um die eigene Steuerungskonfiguration abzuspeichern. Spielt ihr alleine, so mag dies nicht so schlimm sein, da stets die letzte eingestellte Konfiguration auch für spätere Matches gespeichert wird. Spielt ihr jedoch im lokalen Mehrspielermodus und mit jeweils unterschiedlichen Steuerungen, so muss immer jemand nach jedem einzelnen Match erneut die Steuerung umstellen, denn nach jedem Match mit neuen Charakteren oder Stages wird die Steuerung für alle Spieler einheitlich auf jene Konfiguration zurückgesetzt, die zuletzt gespeichert wurde. Dies trübte den Spaß bei meinen lokalen Mehrspielerpartien stark und war für alle Beteiligten, genauso wie das ständige Neusynchronisieren der Controller, beispielsweise bei der Rückkehr in ein anderes Menü, ein Ärgernis.


Im Trainingsmodus könnt ihr Combos trainieren.

© GameMill Entertainment, LLC / Nickelodeon

Es ist zwar gut, dass die Steuerung geändert werden kann, um sie beispielsweise jener Steuerung in Smash Bros. anzugleichen, jedoch sind die Möglichkeiten sehr eingeschränkt. Beim Spielen mit Nintendo GameCube-Controllern könnt ihr zum Beispiel nicht euer Steuerkreuz wie in Smash Bros. mit Taunts belegen und müsst auf Taunts oder einen anderen Move verzichten. Auch der rechte Control-Stick kann nicht konfiguriert werden und wird am Boden für Smash-Angriffe, in der Luft jedoch kurioserweise lediglich für normale Angriffe genutzt. Wer normalerweise gerne mit Stick-Jump spielt (also mit dem linken Control-Stick springt), muss in Nickelodeon All-Star Brawl aufgrund technischer Hürden darauf verzichten und lernen, durch das Drücken eines Knopfes zu springen. Im Trainingsmodus könnt ihr Combos ausprobieren und testen, welche Steuerungsvariante euch am besten liegt.


Besonders Gelegenheitsspieler werden Items vermissen und könnten sich aufgrund der mangelnden Vielfalt an Spielmodi und der eingeschränkten Einstellungsmöglichkeiten möglicherweise schnell langweilen. Es gibt keinen Abenteuer-Modus, abgesehen vom Sport-Modus keine Minispiele, keine Zwischensequenzen und keinerlei Langzeitmotivation für Leute, die nicht immer Freunde bei sich haben oder online spielen wollen. Im Hauptmenü sind zwar Extras auswählbar, diese sind jedoch ausschließlich kosmetischer Natur, denn ihr könnt euch hier die im Arcade-Modus freigeschalteten Musikstücke und Bilder sowie die Moveliste der Charaktere oder gespeicherte Replays ansehen. Die Animationen während der Kämpfe sowie die grafische Darstellung sind recht unspektakulär und da die Charaktere oft nur recht klein am Bildschirm zu sehen sind, hätte ich mir gewünscht, beispielsweise im Pausemenü in das Spiel hineinzoomen zu können, um Screenshots von den Charakteren zu machen, was jedoch nicht möglich ist. Bei mehreren Spielern mit denselben Charakteren kommt zudem noch die schwere Unterscheidbarkeit hinzu, denn leider gibt es keine alternativen Skins, sodass in Ditto-Matches alle Charaktere genau gleich aussehen. Die Entwickler deuteten jedoch an, dass es zu einem späteren Zeitpunkt alternative Kostüme geben könnte und auch über eine zurzeit noch nicht mögliche Crossplay-Funktion mit Spielern auf anderen Konsolen werde nachgedacht.


Der Sport-Modus ist definitiv nicht für jede Stage ausgelegt.

© GameMill Entertainment, LLC / Nickelodeon

Leider muss ich auch den Punkt Sounddesign und Voiceacting ansprechen: Dadurch, dass die Charaktere keinerlei Ton von sich geben und lediglich ein paar Standard-Soundeffekte zu hören sind, fühlt es sich so an, als würde einfach eine wichtige Komponente des Spiels fehlen. Es ist zwar verständlich, dass Voice-Acting mit den Originalsprechern ein möglicherweise zu großer finanzieller Aufwand gewesen wäre, doch soundtechnisch wirkt das Spiel nun etwas blass. Einige der verfügbaren Musikstücke sind zwar nicht schlecht (besonders die asiatischen Tracks auf den Avatar-Stages gefallen mir sehr gut), jedoch hat der Soundtrack nichts mit den originalen Nickelodeon-Serien zu tun. Da es pro Stage nur ein einzelnes Musikstück gibt, könnte die Musik auf Dauer doch etwas zu eintönig werden. Auch hätte ich mir gewünscht, dass Charaktere individuelle Sieger-Jingles erhalten hätten und nicht nur eine Siegermelodie für alle Kämpfer.


Zu guter Letzt bin ich leider auf einige Bugs gestoßen, wie beispielsweise Matches, bei denen eine Figur plötzlich 2 Leben auf einmal verlor, obwohl eigentlich nur ein Leben hätte abgezogen werden dürfen, oder Fehler bei der Anzeige der Kills und der Selbstzerstörungen, die man am Ende eines Kampfes zu sehen bekommt. Dass abgesehen davon keinerlei Statistiken einsehbar sind (z.B. hinzugefügte Prozente), ist ebenfalls schade. Insbesondere im Sport-Modus hätte ich mir zudem ein Sudden Death-System oder die Berücksichtigung verlorener Leben gewünscht, sodass bei Gleichstand nicht willkürlich eine Person gewinnt (bzw. Port-Priorität, die den Spieler 1 bevorzugt). Im Zeitspiel, wo die Anzahl der Kills zählt, ist es zudem merkwürdig, dass Selbstzerstörungen kaum berücksichtigt werden und theoretisch ein Spieler gewinnen kann, der nur einen K.O. mehr als der Gegner erzielt hat, aber gleichzeitig viel öfter selbst heruntergefallen ist. Außerdem vermisse ich in diesem Modus die Kennzeichnung, wer gerade führt oder wie es gerade steht. Ganz ausbalanciert fühlen sich einige der Charaktere und Moves im direkten Vergleich noch nicht an, jedoch dürfen Fans optimistisch sein, denn die Entwickler verfolgen die Fan-Community aufmerksam und versprachen, nach dem Release kontinuierlich Balancing-Patches veröffentlichen zu wollen.

Unser Fazit

6

Überzeugend

Meinung von Felix Eder

Nickelodeon All-Star Brawl macht im Kern vieles richtig, ist im jetzigen Zustand jedoch noch nicht der erhoffte Beat’em up-Hit, da es dem Spiel noch an Feinschliff und Inhalt mangelt. Seien es die fehlenden Items, Skins und Statistiken, die Mängel in der Tongestaltung, die fehlende Möglichkeit, sich einen Namen zu erstellen und eigene Steuerungskonfigurationen abzuspeichern, die gelegentlichen Bugs sowie das etwas unrunde Balancing oder der doch ziemlich geringe Umfang – ein wenig wirkt All-Star Brawl wie eine Beta-Version, die noch nicht ganz vollständig ist. Wer Smash-Fan ist und gerne kompetitive Matches spielt, wird aufgrund des flotten und gelungenen Gameplays dennoch bereits jetzt sehr auf seine Kosten kommen: Nach einer kleinen Eingewöhnungsphase hatte ich persönlich mit den 1 vs 1-Matches viel Spaß und auch der Online-Modus ist durchdacht und flüssiger als bei Super Smash Bros. Ultimate. Seid ihr eher Gelegenheitsspieler, so kann ich aufgrund der wenigen Spielmodi und Einstellungsoptionen zum jetzigen Zeitpunkt noch keine uneingeschränkte Kaufempfehlung für diesen Vollpreistitel aussprechen. Ohne Stimmen oder Laute der Charaktere und ohne Musik aus den Serien geht zudem leider ein wenig Charme verloren, der mit Nickelodeon assoziiert wird. Mein Tipp an Leute, die nicht so sehr an den kompetitiven Komponenten interessiert sind, ist daher, vorerst noch mit einem Kauf zu warten und vielleicht ein wenig später zuzuschlagen, denn die Entwickler haben bereits angekündigt, im Laufe der Zeit neue Inhalte nachreichen zu wollen, eventuell sogar Voice-Acting einzubauen und regelmäßige Patches zu veröffentlichen, um Kritikpunkte auszubessern.
Mein persönliches Highlight: Die Movement-Optionen in der Luft und der Online-Modus.

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Awards

Multiplayer-Hit

Die durchschnittliche Leserwertung

1 User hat bereits bewertet

Kommentare 11

  • Martin McFly

    Turmritter

    Das Spiel hört sich wirklich interessant an, aber wenn ich die Bilder sehe, mit Helga und Danny Phantom, dann kommt es wie ein Kinderspiel rüber. Wobei ich früher beides gerne geguckt habe.

    Ich finde es auch seltsam, dass wohl nur Helga von Hey Arnold und nur Reptar von den Rugrats dabei sind.

  • Juan Naym

    Flowers

    Mir gefällt das Spiel richtig gut aber 50€ ist einfach zu viel dafür. 40€ wären akzeptabel gewesen, 30€ wären perfekt. Ich hoffe sehr, dass die Entwickler noch ordentlich nachpolieren werden

  • otakon

    Ssssssssswitch

    Klingt ja nicht so toll....

    ich würd es mir schon deshalb nicht holen weil einfach viel zu wenig interessante Charaktere dabei sind (was natürlich auch an Nickelodeon selbst liegt)

    aber dann noch nichts was mich als Singleplayer anspricht und fehlende Sprache/Musik aus den Serien das ist echt schlecht.

    Vielleicht für Leute die nur auf online spielen aus sind interessant aber für mich ist das nichts.

  • General McCreevous

    Turmheld

    Bisher ein gutes Spiel, was sich an Smash Bros orientiert. Wer keine Switch hat, ist das eine super Alternative

  • dr.retro

    Retrogamer aus Leidenschaft

    Warum trennt man denn die Turtles? Nur zwei im Kader? Da bin ich raus.

  • Wirrwarr

    das game ist garnicht so schlecht, aber es kommt, wie erwartet, nicht an smash ran.


    mir fehlen wichtige charaktere wie rocko und arnold, die charakterwahl lässt doch etwas zu wünschen übrig.

  • JimmyKnopf

    Turmheld

    Der Kern des Spiels ist durchaus solide, nur fehlt es am Umfang & Features. So fühlt sich IMO das Spiel eher wie eine Beta an. Mal sehen, was für Updates noch kommen werden.


    Die 24€, die ich bezahlt habe, sind für das gebotene allerdings ok gewesen.

  • Cirno the strongest

    @LeFakuegenerell der titel allstars klingt nicht gut , wo sind xj9 und timmy turner auch ein jean claude wäre ein guter character für das spiel stattdessen nimmt man teilweise unbekanntere charaktere woe toastmann oder oblina

  • Marq

    Anime-Spiele ohne Chibis!

    Ich gehe jede Wette ein, dass wichtige Charaktere wie Timmy Turner, Jimmy Neutron und Arnold per kostenpflichtigem DLC nachgereicht werden.

  • lunatic1988

    Wurstkönig

    dafür, dass die entwickler vorab noch so gegen smash gestichelt haben, ist das ergebnis doch recht ernüchternd. hochmut kommt vor dem fall :D ich denke aber auch, dass da noch einiges nachgereicht wird durch updates und dlcs.

  • Wirrwarr

    dafür, dass die entwickler vorab noch so gegen smash gestichelt haben, ist das ergebnis doch recht ernüchternd. hochmut kommt vor dem fall :D ich denke aber auch, dass da noch einiges nachgereicht wird durch updates und dlcs.

    das war bestimmt für werbezwecke, um auf sich aufmerksam zu machen. diese nickelodeon spiele waren noch nie eine ernsthafte konkurrenz. meistens sind sie nach 30 minutenl langweilig