Wenn die Katze zum Monster wird

Mit Untitled Goose Game erschien 2019 für die Nintendo Switch ein wahrer Klassiker. Mit einer Gans Menschen erschrecken und Schaden anrichten war ein simples, aber verboten schönes Vergnügen. Die Idee mit einem herumtobenden Tier ist jedoch nicht neu. Schon 2013 wurde ein Prototyp von Catlateral Damage veröffentlicht. Statt einer Gans steuert ihr hier eine Katze, die sich mit ihren Herrchen beziehungsweise Frauchen anlegt. Nun erschien der Titel als Remeowstered für Nintendo Switch. Wir haben uns den Titel für euch angeschaut.


Die Katzen hassen ihre Menschen wirklich.

© Manekoware

In Catlateral Damage: Remeowstered könnt ihr bis zu 22 verschiedene Katzen freischalten, die unterschiedliche Stärken und Schwächen haben. Es ist eure Aufgabe, mit den Stubentigern möglichst viel Schaden in verschiedenen Räumen anzurichten. Ihr startet in einem Studio, landet später aber auch in einem Museum oder in einer weihnachtlich dekorierten Wohnung. Insgesamt zehn Level sind in Catlateral Damage: Remeowstered enthalten. Diese lassen sich durch das Lösen von Missionen freischalten. Doch schauen wir uns das Gameplay nun einmal an.


Die Menschen haben euch, den Kater, vergessen und unrecht angetan. Mal wurde euch das Lieblingsspielzeug weggenommen, ein anderes Mal kommt das Essen 5 Minuten zu spät. Dafür müssen sie nun büßen. Um Punkte zu erhalten, müsst ihr bestimmte Gegenstände von einer Checkliste herunterwerfen, mit Equipment wie einem Katzenbaum spielen oder Spielzeuge finden. Es gibt auch noch andere Herausforderungen, die levelspezifisch sind. Für jede gelöste Herausforderung erhaltet ihr Glöckchen, mit denen sich weitere Gebiete freischalten lassen. Das Gameplay selbst steuert sich aus der Egoperspektive. Die Steuerung ist simpel. Ihr bewegt euch, springt, schlagt und schubst mit euren Pfoten, um Gegenstände auf den Boden zu werfen. Dabei kann es sich um Bücher, Pflanzen, Fernsehgeräte und mehr handeln. Die Kamera lässt sich mithilfe der Bewegungssteuerung oder dem rechten Joy-Stick kontrollieren, wobei ich eindeutig letztere Option bevorzuge.


Zerstörungswut auf vier Pfoten!


Ihr, also die Katze, habt jedoch nur begrenzt Energie, die sich nach und nach aufbraucht. Das Level endet, wenn ihr keine Kraft mehr habt. Dann wird eure Leistung mit Glöckchen bewertet. Ihr habt dann erneut die Möglichkeit, in den Raum zu springen. Gelöste Herausforderungen bleiben gespeichert, sodass ihr in mehreren Versuchen die Aufgaben lösen könnt.


Hier ist es noch viel zu ordentlich.

© Manekoware

In den Leveln selbst findet ihr auch einige Sammelgegenstände, wie beispielsweise Leckerlis in Form von Sternen. Diese können genutzt werden, um „Schnurrks“ freizuschalten. Dabei handelt es sich um Fähigkeiten aus den vier Kategorien „Energie“, „Bewegung“, „Springen“ und „Schlagen“. So könnt ihr eure Energieleiste verbessern, schneller laufen, einen Doppelsprung aktivieren oder stärker schlagen. Zudem lassen sich in den Leveln Fotos mit echten Katzen finden. Sammelt ihr genug von ihnen ein, schaltet ihr neue Miezen frei.


Neben der Option „Ziele“ gibt es im Hauptmenü auch den Prozeduralmodus. Dort werden Levelaufgaben zufällig generiert, um so „unendlichen Spielspaß“ zu generieren. Im Menüpunkt Katzenklo hingegen habt ihr keine Ziele oder Vorgaben, sondern könnt euch in den Räumen umschauen und austoben. Es wird lediglich erfasst, wie viele Gegenstände ihr umwerft. Übrigens merkt sich das Spiel genau, was ihr gemacht habt. Neben der Auflistung aller Gegenstände, die ihr heruntergeworden habt, gibt es auch andere Statistiken die anzeigen, wie viele Mäuse ihr eliminiert oder Vorhänge ihr zerkratzt habt. Mein größtes Problem mit dem Spiel ist jedoch die Tatsache, dass dies schon das gesamte Gameplay ist. Ihr werft Gegenstände um oder interagiert mit ihnen und sammelt Bilder sowie Leckerlis. Aufgrund der Egoperspektive könnt ihr auch nicht sehen, wie eure Katze reagiert, dadurch fehlt das gewisse Etwas, das Untitled Goose Game ausgezeichnet hat. Immerhin hat das Spiel einen ebenso bunten Grafikstil, auch wenn viele Elemente deutlich simpler gestaltet wurden.

Unser Fazit

6

Überzeugend

Meinung von Niels Uphaus

Ihr wolltet schon immer mal selbst in die Rolle einer Katze schlüpfen und Unheil stiften? Dann könnt ihr mit Catlateral Damage: Remeowstered nicht viel falsch machen. Das Gameplay an sich ist simpel und entwickelt sich kaum weiter. Macht es am Anfang Spaß, einfach nur Dinge durch die Gegend zu werfen, müsst ihr recht schnell strategisch denken, um eure Energie effizient einzusetzen, um möglichst viele Ziele zu erreichen. Auf Dauer kann das Ganze aber recht monoton wirken, sodass es empfehlenswert ist, das Spiel in kurzen Sessions zu spielen. Das Sammeln aller Fotos und das Finden aller Gegenstände motiviert aber dazu, die kleinen Räume öfters zu erkunden, bis man alles gefunden hat.

Die durchschnittliche Leserwertung

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Kommentare 3

  • Lockenvogel

    Dumm aber klug!

    Haha, das Original hatte ich damals auf der Ouya... ich fand's spielerisch aber nur so 'naja',

  • Tomaru

    Minish Mage

    Huch, wo ist denn das persönliche Highlight? o,o

  • Rye

    GBA-Freak, Musik-Freak

    🤔 Als Katzenfan muss ich mir des eigentlich schon geben ...


    Tomaru

    "Es ist ein Spiel mit ner Katze - mehreren sogar"

    Da isses 😂