Test zu Schlag den Raab - Wii
Unser Test zum Spiel: Schlag den Raab
Guten Abend meine Damen und Herren und herzlich willkommen zu unserem Schlag den Raab-Review passend zum vierjährigen Jubiläum von Schlag den Raab. *Applaus* Ja ist gut. *Schulterzuck* Heute zu Gast haben wir Dennis Meppiel, der das Spiel genau unter die Lupe genommen hat und euch erklärt, was eigentlich Schlag den Raab ist und ob das Spiel ansatzweise an die Qualität der TV-Show herankommt oder er sich fragen muss: Was war da denn los? Das erfahrt ihr im nachfolgenden Text.
Ja, danke Stefan und jetzt erzähle ich euch, was Schlag den Raab eigentlich ist und was für einen Erfolg das ganze in den letzten Jahren hatte. Angefangen hat alles damit, dass Stefan Raab eine Idee hatte. Da die Einschaltquoten von TV Total von Tag zu Tag sinken, musste etwas Neues her, das seine Firma „Raab TV“ fördern würde. Hierbei kam eine neue Live-Show zustande, in welcher der Kandidat die Möglichkeit ergreifen kann, gegen Stefan Raab anzutreten und 500.000 Euro oder mehr zu erhalten, sollte Raab in den vorangegangenen Show gewonnen haben. Der Kandidat muss in einem Mix aus Geschicklichkeits-, Sports-, und Wissensspielen als Sieger hervorgehen und dies entscheidet letztendlich über seinen Gewinn bzw. Stefans Verlust. Das ganze findet in über zehn bis fünfzehn Runden mit einem guten Punktesystem statt. Dieses Konzept war im deutschen Fernsehen so erfolgreich, dass Raab es sogar ins Ausland verkaufte, in dem es zahlreiche Kopien zu dieser Sendung gibt. In England, Schweden, Frankreich etc. ist die Faszination dieser Sendung bereits ausgebrochen.
Nun habt ihr endlich die Möglichkeit, dem Raab in seinem ersten Videospiel die 500.000 Euro virtuell abzuziehen und euch über den nicht realen Gewinn zu freuen. In Studioatmosphäre spielt ihr die TV-Sendung mit 21 Minispielen nach und müsst gegen Stefan Raab oder eure eigenen Freunde antreten. Ja, auch einen Multiplayer-Modus unterstützt das Spiel, auf den wir nachher noch etwas kritischer eingehen werden. Unter den Minispielen zählen unter anderem auch das bekannte Spiel "Blamieren oder Kassieren", in dem der Kandidat gegen Raab antreten und so schnell wie möglich buzzern muss, falls er denn die Antwort weiß. Natürlich moderiert von Elton. Auch beliebte Spiele wie „Stimmts?“, „Was ist das?“, „Schätzen“ oder „Wo liegt was?“ sind dabei. Was die beiden letzten genannten Spiele angeht, müssen wir jedoch etwas meckern. In der Live-Show laufen diese so ab, dass beide Kontrahenten einen Tipp gleichzeitig abgeben. In der Software- Variante ist es leider so, dass der Kandidat und dann erst Stefan Raab tippen können. Nach der nächsten Runde ist es umgekehrt. Jetzt kommt es zum Fehler: Ihr seht, was der Gegner eintippt oder wo Stefan Raab im Minispiel „Wo liegt was?“ seinen Punkt setzt. Im Original ist das natürlich nicht so und somit könntet ihr perfekt schummeln. Dasselbe trifft auch im Multiplayer-Modus zu. So kann quasi der eine beim anderen spicken. Das ist einfach nur blöd gelöst. Auch ist es eine Frechheit, dass in den meisten Minispielen die Steuerung nicht 1A funktioniert und sich insgesamt alles sehr verzögert und schlecht spielen lässt. Besonders traurig ist, dass nur 21 Minispiele enthalten sind und keine richtige Sammlung zu den letzten 20 Shows aus dem Spiel gemacht wurde. Schade Schade… Als Wiederspielwert wurde ein Bonusmenü hinzugefügt, in dem ihr mit dem Geld, das ihr im Show-Modus gewinnt, neue Sachen frei schalten könnt.
Zwar sind Raab, Elton und Matthias grafisch ganz gut dargestellt, aber nichtsdestotrotz fehlt der spezielle Glanz. Leider könnt ihr euch keine eigenen Charaktere erstellen. Dafür bekommt ihr eine Handvoll Charaktere zugeteilt, von denen ihr euch einen Spieler aussuchen dürft. Das Publikum an sich besteht nur aus schwarzen Schatten und bringt daher auch nicht besonders viele Emotionen rüber. Ebenso emotionslos ist Stefan Raab, der sogar noch dann sein freches Grinsen drauf hat, wenn er ein Spiel verliert.
Die altbekannten Schlag den Raab-Jingles sind mit von der Partie und bringen das gewisse Feeling mit. Doch leider kommen wir zu einem Kritikpunkt, der einfach nur verheerend ist: Zwar wird groß angepriesen, dass die Synchronstimmen von Matthias Opdenhövel, Stefan Raab und Elton dabei sind, jedoch ist deren Einsatz sehr bescheiden. Matthias als Moderator wiederholt sich andauernd, Stefan Raab sagt ganze drei Sätze und Elton liest die Fragen bei „Blamieren oder Kassieren“ langweilig ab. Sehr schade!
Unser Fazit

3
Eher nicht überzeugend