Unser Test zum Spiel: Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 1

Es war ein wundervoller Tag. Die Vögel zwitscherten draußen und die kleinen Kinder freuten sich darauf, dass der neue Harry Potter-Film "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 1" in den Kinos läuft. Natürlich muss zu einem guten Film auch ein Videospiel erscheinen, welches ebenso die Story des Films bzw. Buches behandelt. Da die letzten Harry Potter-Teile (besonders Lego Harry Potter 1 - 4 Jahre) nicht schlecht waren, habe ich vom neuesten Teil nichts Schlechtes erwartet. Ich wurde jedoch hinters Licht geführt. Das Spiel sieht schrecklich aus und spielt sich so bescheiden, dass ich es meiner Wii nicht lange zumuten konnte. Warum das Spiel für Augenkrebs sorgen kann, erfahrt ihr im unteren Abschnitt!

Die Story wirkt bereits zu Beginn viel düsterer als in den Teilen zuvor und richtet sich direkt nach dem 7. Band der Potter-Reihe. Die Charaktere sind erwachsen, die Story neigt sich dem Ende zu, die Zaubersprüche werden immer mächtiger und die Feinde versuchen alles, um Harry Potter sein Leben schwer zu machen. Im Gesamtbild klingt das zwar alles gut, aber was das Spiel so hergibt, ist einfach nur traurig. Die ganzen tollen Adventure-Elemente, die in den letzten Teilen immer dabei waren, sind komplett weg. Jetzt habt ihr eine Art Rail-Shooter vor euch. Das heißt, ihr müsst mit Harrys Zauberstab auf Feinde und Gegenstände schießen. Das ist aber sehr seltsam, da ihr im Prinzip mit eurem Zauberstab wie mit einer Waffe umgeht. Und das passt überhaupt nicht in Rowlings Harry-Welt. Und da das Spiel ja so gut ist, erzählen ich euch einfach mal, wie das erste Level aussieht: Harry Potter sitzt in einem Seitenwagen von Hagrids Motorrad, während dieser damit durch den Himmel fliegt. Doch da kommt die Überraschung: Es kommen die ersten Todesser. Natürlich müsst ihr Harry und Hagrid vor ihnen schützen und übt dabei gleichzeitig, wie ihr auf die Gegner schießt. Doch mit der schlechten Pointer-Funktion, die EA eingebaut hat, müsst ihr euch ständig verkrampfen, um auch zu treffen. Aber nicht nur die Steuerung ist geplagt von Krankheiten, auch der Sound geht so richtig auf die Nerven. Jedes Mal, wenn ihr einen Zauberspruch mit eurem Stab vollendet, schreit Harry das: Stupor... STUPOR! Stupor… STUPOR! AHHHHH! Ich gebe zu, an dieser Stelle habe ich auf Pause gedrückt und bin hinaus an die frische Luft. So etwas Schlechtes gleich zu Beginn eines Spiels zu erleben kostet reichlich Nerven. Immerhin etwas Positives gibt es über den Sound zu berichten: die deutschen Synchronsprecher sind hier am Werke. Und wie auch im Film leisten sie gute Arbeit, aber das macht das Spiel auch nicht wirklich besser. Naja, stuporen wir mal weiter. Aber so viel zu Erzählen gibt es eigentlich nicht mehr, da ihr in wirklich allen Levels mit gewissen Zaubern nur Gegner vernichtet oder Muggel vor den Todessern reden müsst. Ach ja, ihr könnt Harry sogar aufleveln. Doch nach welchem Prinzip das funktioniert, bleibt ein Geheimnis; es gibt keine Erklärungen dazu. Sobald ihr ein Level aufsteigt, bekommt ihr mehr Gesundheit und stärkere Zauber für euren Magicstick.

Zwar gibt es viele Zaubersprüche, die ihr einsetzen könnt, aber die Gegner sind blöder als die Entwickler von EA und lassen sich auch mit einem ganz normalen und einfachen Stupor-Spruch beseitigen. Selbst von Voldemorts Untertanen getroffen zu werden ist echt mehr als eine Seltenheit. Ihr könntet sogar in der Gegend herumstehen, euch nebenbei einen Kaffee machen und mit euren liebsten Verwandten telefonieren. Erst gegen Ende des Spiels wird es etwas anspruchsvoller, aber auch nur ein bisschen. Denn dann können auch mal Gegner auftauchen, denen Stupor ziemlich egal ist. Sie reagieren dann mehr oder weniger auf andere Zauber und ihr müsst den richtigen aussuchen. Im Endeffekt sieht aber jeder Zauber gleich aus und hat nur eine andere Wirkung. Nicht gerade sehr aufregend. Doch nicht nur der Effekt des Zauberns sieht komisch aus, auch der Rest begeistert überhaupt nicht. Das Spiel sieht überhaupt nicht Wii-gerecht aus und bietet zum größten Teil nur verschwommene Texturen. Auch Harry Potter und seine Freunde sind nicht gut weggekommen und sehen sehr verpixelt aus. Geht es noch schlimmer? Ja, geht es. Die Zwischensequenzen, die den HD-Versionen entnommen und in eine schlechtere Auflösung konvertiert wurden, sehen einfach nur scheußlich aus. EA? Was soll das?

Unser Fazit

2

Enttäuschend

Meinung von Dennis Meppiel

Schlecht… einfach nur schlecht. Wie kann man so ein Franchise mit so viel Potenzial verhauen? Zwar war das Konzept aus den letzten Jahren mehr oder weniger veraltet, aber es war viel besser als dieses Machwerk hier. Richtig schlechte Steuerung, die an manchen Stellen einfach nur rumzickt und eine richtig miese Grafik verpassen dem Spiel die Todesstrafe. Bitte, liebe Eltern und Kinder: Holt euch das Spiel nicht! Absolutes No Go! Als ich meine Wii ausgeschaltet hatte, musste ich direkt noch einmal an die frische Luft gehen…

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