Alle spritzigen Dinge sind drei

Gerade einmal sieben Jahre jung, spielt das Splatoon-Franchise mittlerweile in der obersten Liga der Nintendo-Serien mit. Insbesondere dem meernahen Japan hat es das Konzept von humanoiden Seekreaturen, die sich gegenseitig mit Tinte beschießen, sehr angetan. Aber auch im Rest der Welt zeigen sich Millionen von Gamer empfänglich für einen innovativen Shooter made in Kyoto. Der Erfolg kommt nicht von ungefähr: So haben die gleichen Leute, die im letzten Jahrzehnt die Animal Crossing-Reihe zum Mainstream-Hit machten, auch zur Frische der Splatoon-Spiele beigetragen.


Es sind aber nicht nur die Veteranen, auf die hier gebaut wird. Die Farbshooter sind vor allem auch das Baby von all den Jungentwickler, die im Traditionsunternehmen für neue Impulse sorgen. In dieser Hinsicht nimmt Splatoon eine äußerst bedeutsame Rolle ein: Es verkörpert die nächste Generation von Nintendo. Aus genau diesem Grund sollte es keine Überraschung sein, dass uns mit Splatoon 3 an diesem Freitag der nächste Serienableger für die Nintendo Switch bevorsteht. Der direkte Vorgänger liegt schon fünf Jahre zurück – höchste Zeit also für eine Auffrischung!


Splatoon 3 ist nur eine Zugfahrt entfernt!

© Nintendo

Damit heiße ich euch im sonnenverbrannten Distrikt Splatsville willkommen. Tinten-Teenies aus Nah und Fern kommen in diesem Ödland zusammen, um ihre Kultur auf ganzer Linie auszukosten. Dazu gehören regelmäßige Farbschlachten, ein modebewusstes Auftreten, ein Nebenjob als Salmoniden-Jäger oder die Teilnahme an Splatfesten. Das und mehr bietet Splatsville, der neue Hotspot in der Inkling-Welt. Das ist der Ort, an dem neue Kampftechniken ersonnen, die heißesten Chart-Stürmer komponiert, die modernsten Waffenmodelle gebaut und die spritzigsten Kleidungsstücke designt werden.


Ihr seid einer von diesen Inklingen oder Oktolingen, die Splatsville ihr Zuhause nennen. Zusammen mit eurem Salmini-Gefährten streift ihr durch die staubigen Weiten des Distrikts auf der Suche nach irgendetwas Brauchbarem. Es scheint euer Glückstag zu sein, denn euer kleiner Freund stößt auf eine Junior-Kleckser-Waffe, mit der ihr fortan an den ikonischen Revierkämpfen teilnehmen könnt. Schnell zurück in die Stadt von Splatsville, wo – oh Schreck! – der Riesen-Elektrowels verschwunden ist! Bleibt da denn Zeit für feuchtfröhliche Farbschlachten? Wenn ihr wirklich wollt, dann ja, aber ...


Kümmert euch doch lieber zuerst um den besorgt dreinblickenden Opa am Straßenrand! Auf der Suche nach dem nächsten Helden der Inkling-Welt glotzt er von seinem Gully aus die vorbeikommenden Passanten an. Vielleicht habt ihr ja das Zeug dazu? Einmal durch die Kanalisation gehüpft findet ihr euch beim Krater vom Distrikt Splatsville wieder, wo sich der schrumpelige Tintenfisch als Käptn Kuttelfisch vorstellt, der Berater der neuen Aquamarine. Ihr werdet kurzerhand zur nächsten Nr. 3 der Agentengruppe ernannt und damit beauftragt, das Verschwinden des Riesen-Elektrowelses zu untersuchen.


Nr. 3: Indem man sich nicht vom verrückten Hintergrund ablenken lässt.

© Nintendo

Nach einem kurzen Vorgeplänkel, in dem euch die Grundlagen der Einzelspielerkampagne nähergebracht werden, erreicht ihr den primären Schauplatz der Story, einen mysteriösen Ort namens Alterna. Hier warten auch schon die anderen Mitglieder der neuen Aquamarine auf euch, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Euer Ziel ist es, die Signale zu überprüfen, die hier von diversen Stellen ausgehen. Dabei erwartet euch inhaltlich ein Mix aus den linearen Heldenmodi früherer Ableger und der kreativen Wundertüte der Splatoon 2: Octo Expansion – mit einer Prise mehr Entscheidungsfreiheit.


Alterna selbst dürfte der wohl bislang eindrücklichste Ort im Splatoon-Universum sein. Eine verlassene Inselgruppe voller Schnee; umgeben von einem beängstigend ruhigen Gewässer; eingehüllt in einer Kuppel, die einen Himmel vorzutäuschen versucht. Die Strukturen und das zurückgelassene Equipment sind irgendwo zwischen Antarktik-Mission und Weltraumstation einzuordnen. Auf der ersten Insel stoßt ihr auf Moai-Statuen, die wie 3D-gedruckt erscheinen. Was genau ist dieser Ort eigentlich? Die Suche nach Antworten wird für viele sicherlich eine treibende Kraft sein, in der Story voranschreiten zu wollen.


Voranschreiten ... wie passiert das überhaupt? Ganz einfach: Beim Erkunden von Alterna und durch das Absolvieren von Level sammelt ihr Fischeier. Habt ihr eine bestimmte Menge beisammen, könnt ihr sie an euren Salmini verfüttern, wodurch es ihm möglich wird, Flauschplasma zu beseitigen. Diese haarige Substanz findet sich in ganz Alterna und blockiert den weiteren Weg oder versteckt wertvolle Gegenstände unter sich. Der allgemeine Gameplay-Loop besteht also daraus, Level abzuschließen, Fischeier zu sammeln und Flauschplasma zu entfernen, um dann weitere Level erreichen zu können. Und das geht immer so weiter.


In manchen Leveln seid ihr auf die Hilfe eures Salmini-Kumpels angewiesen.

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In den Leveln wird euch in Sachen Aufbau und Design mundgerechte Nintendo-Genialität serviert, was nicht selten einen Hauch der Super-Mario-Brillanz versprüht. Doch auch wenn die Spielpassagen durchgehend unterhalten, können viele Missionen zugleich auch schnell in Vergessenheit geraten. Das liegt einerseits an der – wenn ihr mit früheren Kampagnen vertraut seid – schemenhaften und durchschaubaren Levelstruktur und andererseits an der Kürze. Die meisten Level lassen sich im Tentakelumdrehen lösen und wirken daher mehr wie Fast Food. Für den Moment lecker, aber nicht so nahrhaft wie eine volle Mahlzeit.


Damit sei nicht gesagt, dass es nicht auch echte Perlen gäbe. Wie ein Labyrinth, welches erst unscheinbar wirkt, sich nach einem Durchgang aber plötzlich aufrecht hinstellt. Oder eine Pinsel-Herausforderung, die sich als Malen-nach-Zahlen-Motiv herausstellt. Der Story-Modus bringt einiges Neues und Aufregendes mit sich, aber unterm Strich wenig, was einen solchen Eindruck hinterlässt wie die kreativen Einfälle aus der Octo Expansion von Splatoon 2. Ist der Modus deshalb schlecht? Nein, auf keinen Fall. Für die vierte Kampagne dieser Art hätte ich mir bloß eine größere, ambitioniertere Entwicklung gewünscht.


Eine rundum verbesserte Mehrspieler-Erfahrung


Habt ihr vorerst genug vom Weltenretten oder die Story bereits abgeschlossen, dann ist es an der Zeit, euch mit anderen Spielern zu messen. So schön die Kampagne auch sein mag, im Kern bleibt Splatoon ein Mehrspieler-Titel und für den dritten Ableger hat Nintendo keine Mühen gescheut, um das Spielerlebnis an allen Ecken und Kanten zu verbessern. Manche fragen sich, ob dies einen Nachfolger rechtfertigt, was ich mit einem eindeutigen Ja beantworten will. Die Verbesserungen sind nämlich so einschneidend und reichlich, dass sie mit Updates für Splatoon 2 nicht sinnvoll hätten realisiert werden können.


Unabhängig von Modus oder Verbindung wird ein Übungsgelände angeboten, während ihr auf Spieler wartet.

© Nintendo

Eine solche Neuerung ist die komplett überarbeitete Lobby. Früher nur ein bloßes Menü, wurde das Herzstück des Mehrspielermodus nun zu einem begehbaren Hub mit verschiedenen Funktionen erweitert. Bevor ihr euch ins Getümmel stürzt, könnt ihr hier etwa Tipps vom Miezrichter einholen oder etwas Leckeres essen, um die in Kämpfen gewonnene Erfahrung oder das verdiente Geld zu erhöhen. Am wichtigsten aber: Während der Spielersuche könnt ihr euch nun in einem Trainingsareal austoben und währenddessen aktuellen Hits aus dem Lobby-Radio lauschen. Dabei seht ihr sogar Hologramme von Mitspielern.


Hologramme sind ein gutes Stichwort, denn bevor ihr eine Spielersuche beginnt, werden auch eure Freunde in dieser Form in der Lobby angezeigt. Dadurch könnt ihr herausfinden, was sie gerade so anstellen und viel wichtiger noch, ob sie zusammen mit euch spielen wollen. Falls ja, dann könnt ihr euch einfach ihrer Spielrunde anschließen und fortan eine gemeinsame Spielersuche starten. Nie wieder werden eure Freunde auf einen freien Platz in einem öffentlichen Revierkampf-Raum warten müssen. Selbst die Rangkampf-Modi, welche sich nun Anarchie-Kampf nennen, können zusammen gespielt werden.


An dieser Stelle sollte darauf aufmerksam gemacht werden, dass Splatoon 3 alle Modi des Vorgängers übernommen hat. In den Revierkämpfen wird weiterhin um die meiste Fläche gekleckst; bei Herrschaft müsst ihr eine bestimmte Zone erobern und verteidigen; beim Turm-Kommando will der namensgebende Turm ans Ziel befördert werden; bei Operation Goldfisch soll eine Goldfischkanone – neu: erst zu einem Checkpoint und dann – zum Ziel getragen werden und das Muschelchaos lässt sich wohl am besten als ein Basketball-ähnliches Durcheinander beschreiben. Zur Rückkehr von Salmon Run verraten wir gleich mehr.


Wer die Makrelenbrücke aus dem ersten Teil kennt, wird sie in Splatoon 3 kaum wiedererkennen können.

© Nintendo

Zuerst gibt es noch ein paar Dinge zu klären. Zwei aus Splatoon 2 bekannte Spielweisen werden erst zu einem späteren Zeitpunkt nachgereicht. Dies betrifft den X-Kampf, in dem die Besten der Besten in Anarchie-Modi gegeneinander antreten, und den Ligakampf, in dem Teams versuchen, eine möglichst hohe Liga-Power zu erreichen. Letzteres soll wohl durch experimentelle, neue Konzepte erweitert werden, wozu aber noch nicht viel bekannt ist. Die Umfunktionierung des Ligakampfs erscheint sinnvoll, so erfüllt das Spielen mit Freunden im Anarchie-Kampf schon den Zweck des früheren Ligakampf-Konzepts.


Ein Aspekt, den ich hierbei noch herausgreifen möchte, ist das veränderte Rangsystem beim Anarchie-Kampf. Anstelle individueller Ränge für jeden einzelnen Spielmodus wird euch nun wieder nur ein einziger Rang für alles verliehen, wie es schon beim originalen Splatoon der Fall war. So könnt ihr selbst entscheiden, durch welchen Modus ihr euren Rang verbessern wollt. Von C- bis S+50 steht euch ein weites Spektrum auf der Rangleiter bevor. Zur weiteren Frustvorbeugung können erlangte Ränge zudem nicht durch Niederlagen verloren werden. Höhere Ränge müssen allerdings durch risikoreiche Aufstiegskämpfe verdient werden.


In Tintenschlachten könnt ihr nun zwei weitere Manöver ausführen, was euch neue Taktiken ermöglicht. Zum einen wäre da der sogenannte Wandsprung. Ladet ihr euren Sprung auf, wenn ihr im Begriff seid, an einer gefärbten Wand hochzuschwimmen, schnellt ihr die obere Wandkante empor und könnt so Gegner überraschen. Dann wäre da noch die Tintenfischrolle, die ihr ausführen könnt, indem ihr euch ruckartig in die entgegengesetzte Richtung bewegt, während ihr durch eure Tinte schwimmt. Das funktioniert sogar an Wänden, was völlig neue Bewegungen erlaubt und für noch spannendere Gefechte sorgen dürfte.


Das Mahi-Mahi-Resort besticht durch einen sich verändernden Wasserstand.

© Nintendo

Obendrein führt Splatoon 3 zahlreiche neue Waffen ein, welche die Art und Weise, wie ihr mit den Arenen interagiert und wie ihr Gegnern begegnet, verändert. Bei den Hauptwaffen sind die bogenähnlichen Stringer und die schwertähnlichen Splatanas als neue Waffentypen mit dabei. Beide bringen neue Strategien und Spielstile hinein, was positiv anzurechnen ist. Der Winkelmarker ist eine neue Sekundärwaffe, welche jedoch nur situativ zu gebrauchen ist. Ein Highlight sind die zehn neuen oder modifizierten Spezialwaffen, welche den Kämpfen eine frische Dynamik verleihen. Alte Favoriten sind auch wieder mit dabei.


Zum Start stehen in Splatoon 3 zwölf verschiedene Karten für die Mehrspielermodi bereit, wobei weitere in regelmäßigen Updates folgen sollen. Fünf davon sind völlig neu und können durch ihren durchdachten und fair balancierten Aufbau überzeugen. Drei wurden aus dem ersten Serienteil zurückgebracht, wobei die Makrelenbrücke und das Mahi-Mahi-Resort eine größere Renovierung erfahren haben, wodurch sie an die gelungene Designphilosophie der Splatoon 3-Arenen angeglichen wurden. Die verbliebenen vier Orte stammen aus Splatoon 2 und wurden nur visuell aufgewertet, waren aber schon 2017 gut gelungen.


Zwischen Teilzeit-Job und Freizeitaktivitäten


Damit kommen wir nun zu Salmon Run, dem wohl gefährlichsten Job in der Inkling-Welt. Um sich ein Extra-Taschengeld zu verdienen, nehmen viele Tinten-Teenies ein großes Risiko auf sich und gehen auf heikle Expedition in Küstengebiete. Hier treiben Salmonide ihr Unwesen, die in das Territorium der an Land lebenden Wesen einfallen wollen. So zumindest der Vorwand, um sie ins Meer zurückzudrängen und ihnen ihre wertvollen Gold-Fischeier abzunehmen. Die Bär GmbH, welche das waghalsige Unterfangen organisiert, freut sich jedenfalls über jede Ausbeute und entlohnt Mitarbeiter fürstlich für ihre Mühen.


Bei Flut bleibt wenig Platz. Von einem hohen Ort aus habt ihr allerdings alles im Blick.

© Nintendo

Spielerisch äußert sich das Ganze in einem Horde-Modus nach Splatoon-Art. Zu viert zieht ihr mit zufällig ausgewählten Waffen los und versucht Wellen von anstürmenden Salmoniden zu überstehen – und natürlich möglichst viele Gold-Fischeier einzusacken. Neben Standardgegnern werden sich euch hierbei auch Boss-Salmonide entgegenstellen, welche meist bestimmte Taktiken verlangen, um besiegt zu werden. Mit jeder Welle können sich die Gegebenheiten des Schlachtfelds verändern: Mal behindert Nebel eure Sicht, mal verkleinert die Flut die begehbare Fläche, mal deckt Ebbe neue Bereiche der Karte frei.


Salmon Run debütierte in Splatoon 2, wo es über Zeit um neue Inhalte erweitert wurde. Für die Rückkehr in Splatoon 3 hat das Team allerdings die bislang größte Menge an Neuerungen vorbereitet. Zum einen dürfen sich wagemutige Angestellte auf neue Arenen für den Modus freuen, zum anderen wurden vier weitere Boss-Salmonide hinzugefügt, was ein wenig mehr Vielfalt in den Kämpfen verspricht. Darüber hinaus können Gold-Fischeier ab sofort geworfen werden. Dies bringt eine interessante Risk-vs-Reward-Mechanik hinein, da hierfür viel Tinte benötigt wird, aber genau das über Sieg oder Niederlage entscheiden könnte.


Wenn ihr Schichten arbeitet, füllt sich langsam, aber stetig das Salmometer. Ist dieses komplett gefüllt, besteht eine gute Chance, dass ihr beim nächsten Anlauf nach drei erfolgreichen Wellen nicht in den verdienten Feierabend geht, sondern sich einer der gefürchteten Ober-Salmonide aus dem Meer erhebt. In einer Extra-Welle müsst ihr diesen Boss unter den Bossen nun innerhalb eines strammen Zeitlimits erledigen. Dazu sind alle Mittel recht, selbst die ersehnten Gold-Fischeier, die ihr mit einer Kanone auf das Ungetüm schleudert, um großen Schaden anzurichten. Diese Neuerung ist mein Highlight des aktualisierten Modus.


Dem da will ich nachts nicht begegnen. Oder ... überhaupt.

© Nintendo

Anders als zuvor kann Salmon Run im dritten Teil zu jeder Zeit gespielt werden, was eine bitter nötige Änderung gewesen ist. Es bleibt allerdings abzuwarten, wie häufig Arenen und Waffen tatsächlich ausgewechselt werden, um die Action frisch zu halten. Damit steht und fällt, ob der Modus auch langfristig begeistern wird, was sich momentan noch nicht einschätzen lässt. Regelmäßige Events und Überraschungen könnten hier viel Mehrwert bringen und mit dem angekündigten „Big Run“ – ein Eventmodus für Salmon Run – scheint sich in etwa genau das am Horizont abzuzeichnen. Na, schauen wir mal, wie das wird!


Wie schon bei den zwei Vorgängern setzt Nintendo bei Splatoon 3 auf kontinuierliche Inhaltsupdates, sogar eine kostenpflichtige Erweiterung ist bereits angekündigt worden. Das werdet ihr manchen Stellen im Text sicher schon entnommen haben. Böse Zungen würden jetzt behaupten, das Spiel erscheine deshalb „unfertig“, was ich angesichts des soliden und in der Seriengeschichte bislang umfangreichsten Basisinhalts als ungerechtfertigt erachte. Wahr ist nichtsdestotrotz, dass sich Fans in Geduld üben müssen, bis alle geplanten Inhalte ins Spiel finden. Nintendo will den Titel mindestens für zwei Jahre unterstützen.


Erstmals wird hierbei auf ein Saisonmodell zurückgegriffen. Alle drei Monate soll im Spiel ein neuer, vollkommen kostenloser Katalog erscheinen, welcher Waffen, Kleidung, Deko-Items und Weiteres mit sich bringt. Damit werden zunehmend mehr Möglichkeiten geboten, sich spielerisch, aber auch optisch auszudrücken. Dies umfasst das Aussehen und Verhalten eurer Spielfigur; die getragene Kleidung sowie ihre Effekte im Kampf; einen persönlichen Banner, der vor jedem Match eingeblendet wird, sowie euren ganz eigenen Spind in der Lobby, der mit Gegenständen, Aufklebern und Co. verziert werden kann.


Beim chaotischen Dreifarb-Kampf ist volle Konzentration gefragt.

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Damit nicht genug kehren auch die Splatfeste zurück und versetzen ganz Splatsville regelmäßig in Partylaune. Dabei handelt es sich um ein interaktives Event im Spiel, bei dem Teilnehmer ein Team auswählen und für dieses um die Wette klecksen. Surimi Syndicate, ein völlig neues Musik-Trio in der Splatoon-Welt, kümmert sich um die Organisation, wodurch bei jedem Splatfest-Thema dieses Mal drei Teams zur Auswahl stehen. Das mischt das bekannte Konzept spürbar auf. Während in der ersten Eventhälfte regulär Revierkampf gespielt wird, erlaubt der brandneue Dreifarb-Kampf im Anschluss spannende 2-vs-4-vs-2-Gefechte.


Es ist so: Zur Halbzeit wird ein Zwischenergebnis verkündet, welches bestimmt, in welcher Aufstellung die Teams an diesem neuen Eventmodus teilnehmen. Das führende Team stellt vier Spieler, die anderen beiden je zwei. Dann wird mit den Regeln vom Revierkampf gespielt: Wer nach drei Minuten die meiste Fläche eingefärbt hat, gewinnt. Doch hier der Twist: Das führende Team muss die Mitte der Arena verteidigen, wo sich das Surimi-Signal befindet. Sollte es jemand aus den anderen beiden Teams schaffen, dieses zu aktivieren, erscheint ein mächtiger Sprinkler, der dem jeweiligen Team einen enormen Vorteil verschafft.


Diese Abwandlung des etablierten Spielprinzips bringt frischen Wind in die Farbschlachten, was sich vor allem an den Strategien festmachen lässt. Es geht nicht nur um das Einfärben, sondern man arbeitet auch darauf hin, das Surimi-Signal zu erwischen. Wenn man so will, kombiniert ihr im Dreifarb-Kampf Vorgehensweisen aus dem Revierkampf sowie aus dem Anarchie-Kampf – und das finde ich ziemlich stimmig so. Drei Farben beziehungsweise Teams im Blick zu behalten, kann allerdings auch schnell unübersichtlich werden, weshalb die Eventexklusivität dieses experimentellen Modus nachvollziehbar ist.


Die vielen Shops von Splatsville laden zum täglichen Stöbern ein. Vielleicht findet ihr ja was Schönes!

© Nintendo

Was die Splatfeste abrundet, ist die ausgelassene Stimmung in Splatsville. Die Stadt wird anlässlich der Feier mit bunten Lichtern und Schildern geschmückt, was bei Nacht ein tolles Ambiente erzeugt. Und natürlich darf Musik nicht fehlen: Surimi Syndicate gibt seinen neuesten Hit „Anarchy Rainbow“ zum Besten, der traditionell japanische Klänge mit Samba-Musik kombiniert. Wenn das nicht für gute Laune sorgt, dann weiß ich auch nicht. Die Splatfest-Gänger tanzen und wippen zum Rhythmus mit, während die Performer auf schwebenden Festivalwagen an ihnen vorbeiziehen. Was für eine fesselnde Darbietung!


Doch auch wenn gerade keine Fete geschmissen wird, bietet Splatsville reichlich Beschäftigung. Die Künstler unter euch können sich am Briefkasten austoben und Zeichnungen mit anderen Spielern teilen, wie es zu Miiverse-Zeiten üblich war. Seht ihr euch eher bei Inkstagram, könnt ihr euch im Fotomodus an verschiedenen Stellen in Szene setzen und ein Shellfie knipsen. Und die Puzzle-Fans unter euch können sich an Revierdecks probieren, einer Minispiel-Umsetzung der Revierkämpfe, die mit im Spiel erhältlichen Sammelkarten gespielt wird. Fordert die Einwohner von Splatsville und Spieler weltweit heraus!

Unser Fazit

9

Geniales Spiel

Meinung von Daniel Kania

Splatoon 3 ist der nächste Schritt für das Franchise, wenn auch kein revolutionärer. Nintendo bietet hier mehr Waffen, mehr Arenen, mehr Kleidung, mehr Gestaltungsmöglichkeiten, mehr Musik – mehr von all dem, was uns die Farbshooter-Serie so lieben lässt. Und das unter Berücksichtigung davon, was im vorherigen Serienteil noch nicht so rund lief. Splatoon 3 überzeugt nicht durch eine bestimmte Änderung, sondern durch die Masse an kleinen Anpassungen, Optimierungen und auch Neuerungen, welche die Spielerfahrung als Ganzes auf das nächste Level heben. Nie war es zugänglicher, mit Freunden zu spielen. Nie war es leichter, eine Spielfigur nach dem eigenen Geschmack zu erstellen. Nie war es spannender, in die Geschichte einzutauchen. Nie war es spaßiger, Splatoon zu spielen. Splatoon 3 ist zweifelsohne der beste Teil der Serie und wird eure Liebe für die Farbschlachten neu entfachen.
Mein persönliches Highlight: Wenn nicht die Ober-Salmonide aus Salmon Run, dann die neue Lobby-Infrastruktur, welche das (gemeinsame) Spielen vereinfacht

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Spiele-Hit Multiplayer-Hit

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10 User haben bereits bewertet

Kommentare 29

  • billy_blob

    Meister des Turms

    Nichts zum Thema Splitscreen, gibt es da garnichts?

    Auf einigen Seiten wurde geschrieben es gäbe einen.


    Edit: Geil die Seite die das behauptet hatte spricht jetzt auch nur von Local Co-Op via multiple Switches.

    Der Traum ist zerplatzt 8X

  • VegetaBln

    Turmheld

    Freu mich schon riesig.

    Spiel und Controller sollten spätestens Freitag da sein.

    Konsole als Splatoon 3 Edition wird schon genutzt😍

  • VirtualBoo

    Turmheld

    Hab gerade die Mail zum abholen von Saturn bekommen, aber unglücklicherweise bin ich auf Montage und kann es erst wie eigentlich auch geplant am Freitag abholen.

    . Egal Vorfreude ist die schönste Freude.

  • Daniel Kania

    Dösendes Obst

    Falls ihr noch Fragen habt oder bei etwas unsicher seid, immer nur her! Wir versuchen es mit bestem Wissen und Gewissen zu beantworten. :mariov:


    Da nicht alles alles in den Test gepasst hat, gibt es hier noch ein paar Punkte, die mir am Herzen liegen und womöglich ein paar Fragen klären.


    • Die Musik vom Spiel ist mal wieder famos. Sowohl die fetzigen Lieder in den Mehrspielerpartien als auch die groovige oder sehr atmosphärischen Tracks im Story-Modus.
    • Im Kampf wird viel klarer ersichtlich, wenn jemand umkommt und wenn eure Mitstreiter eine Spezialwaffe einsetzen.
    • Ihr könnt bis zu fünf Sets aus Waffe + Kleidung speichern und nach Belieben laden. Das erleichtert es immens, mit seinen liebsten Waffen zu spielen, da passende Kleidung immer griffbereit ist.
    • Bricht die Verbindung eines Mitspielers zu Beginn eines Kampfes ab, wird der Kampf abgebrochen und für alle Verbliebenen nicht gewertet. Erleidet ihr selbst einen Verbindungsabbruch, gilt dies aber als Niederlage.
    • Ja, die Nachrichtensendung kann „übersprungen“ werden, was sicher viele Nerven ersparen wird.
    • Das Spiel unterstützt amiibo. Scannt ihr Figuren der Splatoon-Kollektion ein, erhaltet ihr besondere Ausrüstungssets und könnt Fotos mit der jeweiligen Figuren schießen.
    • Das System, wie man neue Waffen freischaltet, ist viel spielerfreundlicher gestaltet. An sich bekommt man eine größere Auswahl, indem man in der Stufe aufsteigt, aber wenn man bestimmte Waffen wirklich schon früh an haben will, kann man sie gegen eine erhöhte Gebühr freischalten.
    • Es werden Wiederholungen eurer Matches aufgezeichnet. Diese könnte ihr im Nachhinein ansehen und sogar Clips davon hochladen.
  • Taner

    Turmfürst

    Animal Crossing oder Splatoon, werde einfach nicht warm mit diesen Reihen.


    Aber Allen viel Spaß damit, kann mir vorstellen dass es sich trotzdem gut verkaufen wird.

  • BANJOKONG

    Frieden!

    Danke Taner !

    das spiel wird sich super verkaufen!

    Story Single Mode, mehrspieler mode Und salmon run Horde Mode.

    Ich freue mich auf Freitag und werde das nächste exklusive Spiel auf switch zocken.

  • TomParis

    Turmbaron

    • Ja, die Nachrichtensendung kann „übersprungen“ werden, was sicher viele Nerven ersparen wird.


    Das ist wohl die beste Neuerungen :P

  • Ironmorgoth

    Schlafmütze

    • Bricht die Verbindung eines Mitspielers zu Beginn eines Kampfes ab, wird der Kampf abgebrochen und für alle Verbliebenen nicht gewertet.


    Das war ehrlich gesagt das nervigste beim Splatfest und (wenn ich es richtig mitbekommen habe) gibt es kaum jemanden, der mit dieser "Neuerung" wirklich zufrieden ist. Es ist ja nichts neues das man wegen eines Verbindungsabbruch mal in Unterzahl gegen den Gegner antreten muss, aber die Hauptsache war, dass man wenigsten das Match zu ende spielen konnte. Wenn jetzt jedes Mal das komplette Match abgebrochen wird wegen einer einzigen Person, stelle ich mir das echt ätzend vor auf dauer.

    Wie soll denn so Abend ablaufen wenn solche Abbrüche bei mehreren Spielern vorkommen? Warten in der Lobby -> Match beginnt -> Abbruch wegen Verbindung -> Zurück in die Lobby (warten) -> Match beginnt -> Abbruch -> Lobby usw.


    Könnte theoretisch zu solchen Szenarios ausarten, wenn man mal das Pech hat, mehrfach hintereinander auf solche Spieler zu treffen. Finde die Lösung nicht gut.

  • Maeter

    Flora's secret

    Könnte theoretisch zu solchen Szenarios ausarten, wenn man mal das Pech hat, mehrfach hintereinander auf solche Spieler zu treffen. Finde die Lösung nicht gut.

    Zu beginn ist es doch okay. Sonst regt man sich die drei minuten in unterzahl nur auf. Vorallem da man iwann mit teams gleicher qualität zusammentrifft.

    Da sind mir 3 flotte abbrüche mit matchmakingzeit lieber, als 3 matchmakingwartezeit mit zusätzlich

    10 minuten null spaß spielzeit, weil die teammates schon aufgeben und nur in der homebase rumhüpfen. 😅


    Wenn es nach einer minute passiert, wird ja auch nicht abgebrochen, so verstehe ich es zumindest.

  • Darksamus666

    Wall-Jump-Akrobat

    billy_blob

    Finde ich als couch-only-Multiplayer auch sehr schade.

  • Ironmorgoth

    Schlafmütze

    Wenn es nach einer minute passiert, wird ja auch nicht abgebrochen, so verstehe ich es zumindest.

    Das verstehe ich auch noch nicht so ganz. Beim Splatfest bekam ich die Meldung auch schonmal mitten im Kampf, deswegen war ich da so genervt. Vielleicht kam die Abbruch-Meldung auch einfach nur verzögert durch!?


    Allgemein stören mich Spiele in der Unterzahl aber auch nicht so sehr. Kommt im Rangkampf öfters mal vor, dass das Team in Unterzahl eben genau wegen diesem Nachteil plötzlich kämpft als gäbe es kein Morgen und am Ende sogar gewinnt. Ich mag die Anspannung einfach in solchen Kämpfen.

  • Albedo

    Turmritter

    Mir und meiner Frau hat der erste Teil am besten gefallen. Der Grund hierfür ist, dass Teil 1 eben nicht so viele Arenen, Waffen, Fähigkeiten, Charakteranpassungen hatte und auch von Gameplay simpler und entspannter war.


    Mit Teil 2 wurde es hektischer und unübersichtlicher. Teil 3 in der Demo setzte noch eines drauf. Für Wettkampfwütige sicherlich gut, aber für Gelegenheits-Online-Zocker zu viel des Guten.


    Immerhin ist die Musik in allen Teilen Spitze :)

  • Sebi.L.

    Meister des Turms

    Danke für den Test. Der Freitag kann kommen! :)

  • VegetaBln

    Turmheld

    Mir und meiner Frau hat der erste Teil am besten gefallen. Der Grund hierfür ist, dass Teil 1 eben nicht so viele Arenen, Waffen, Fähigkeiten, Charakteranpassungen hatte und auch von Gameplay simpler und entspannter war.


    Mit Teil 2 wurde es hektischer und unübersichtlicher. Teil 3 in der Demo setzte noch eines drauf. Für Wettkampfwütige sicherlich gut, aber für Gelegenheits-Online-Zocker zu viel des Guten.


    Immerhin ist die Musik in allen Teilen Spitze :)

    Kann ich sogar n bisschen verstehen. Mir gefiel Splatoon 1 auch richtig gut. Und würde auch behaupten, dass ich da öfter gewonnen hab als in Teil 2.

    In der Splatoon 3 Demo hab ich nicht grad viel gewonnen.


    Hab gerade die Mail zum abholen von Saturn bekommen, aber unglücklicherweise bin ich auf Montage und kann es erst wie eigentlich auch geplant am Freitag abholen.

    . Egal Vorfreude ist die schönste Freude.

    Äh ok... Also du hättest es heute schon abholen können?

    Da bin ich ja mal gespannt, meine Otto Bestellung wurde auch schon angekündigt.

  • VirtualBoo

    Turmheld

    Kann ich sogar n bisschen verstehen. Mir gefiel Splatoon 1 auch richtig gut. Und würde auch behaupten, dass ich da öfter gewonnen hab als in Teil 2.

    In der Splatoon 3 Demo hab ich nicht grad viel gewonnen.


    Äh ok... Also du hättest es heute schon abholen können?

    Da bin ich ja mal gespannt, meine Otto Bestellung wurde auch schon angekündigt.

    Ja hab die abholbestätigunf für die smash amiibo und Splatoon 3.


    Aber wie gesagt bin ich nicht zuhause erst am Freitag dann hole ich es auch ab.

  • David_U

    Nintendo =) <3

    Von mir eine klare 10! <3 :* :thumbup:

  • Wunderheiler

    .

    Da nicht alles alles in den Test gepasst hat

    Verstehe ich ehrlich gesagt nicht. Habt ihr für die Tests eine Zeichenbegrenzung? Ich dachte dies gäbe es nur bei Print und online könnte man sich den “Luxus” erlauben, das Spiel vollständig vorzustellen… Bin ehrlich gesagt etwas schockiert gerade.

  • Daniel Kania

    Dösendes Obst

    Wunderheiler Nein, eine Begrenzung haben wir nicht. Zumindest keine solche, als dass hier deshalb hätte gekürzt werden müssen. :D Das mit dem "nicht reinpassen" hat mehr damit zu tun, dass Tests auch eine angenehm zu lesende Menge Text bieten sollten. Und die Aufmerksamkeitsspanne des Otto-Normal-Internetlesers wird immer kleiner. Viele lesen die Texte sogar gar nicht und geben sich nur mit dem Fazit zufrieden. Damit der Test also einen schönen Lesefluss und keinen inhaltlichen Überfluss hat, müssen manchmal "weniger wichtige" Punkte ausgelassen werden. Man kann nicht absolut alles im Detail erklären oder besprechen. :)

  • Blackadder

    Turmbaron

    Schöner Test. Freue mich schon auf das Spiel. :)

  • Maeter

    Flora's secret

    Verstehe ich ehrlich gesagt nicht. Habt ihr für die Tests eine Zeichenbegrenzung? Ich dachte dies gäbe es nur bei Print und online könnte man sich den “Luxus” erlauben, das Spiel vollständig vorzustellen… Bin ehrlich gesagt etwas schockiert gerade.

    Verstehe das auch nicht mehr.

    Bei mk64 gab es kaum fragen. Bei mk8d ports selbst bei dlc fragen.

    Sollte doch nicht so viel ändern oder? ^^


    Also, ich verfolge viele tests. Was daniel hier anbietet, ist meines erachtens leidenschaft.

    Und man kann eben nicht alles in tests verbauen, wenn der test möglichst neutral und stimmig werden soll.


    Du bist schockiert weil man sowas noch anbietet, ich bin positiv übrrrascht.

  • Zettes

    Turmheld

    Schade, dass die Singleplayer-Erfahrung nicht massiv erweitert und man offenbar - zumindest lese ich nichts davon - sich auch nicht darum bemüht hat, Gelegenheitsspieler auch nur mit Gelegenheitsspielern in Kämpfe zu stecken. Ich bin nicht wirklich gut in Splatoon und fand es frustrierend, dass man teilweise auf Gegner, bestehend aus mehreren Level 99-Spielern, trifft, wenn man selbst Level 7 oder sowas hat. Ein besseres Matchmaking wäre dringend notwendig gewesen.

  • FloFibonacci

    Turmbaron

    Schade, dass sich in der Map Rotation wieder nur 2 Maps befinden, hier hatte ich auf mehr gehofft. Und dass ein Abbruch aufgrund von Netzwerk-Problemen, die man manchmal auch nicht unbedingt selbst versursacht, als Niederlage mit allen zugehörigen Abzügen zählt, finde ich immer noch den größten Schwachpunkt, da hier sehr schnell Frust aufkommt. Ansonsten sieht das ja nach einem richtig gut polierten 3. Teil aus!

  • Fang

    Turmbaron

    Im Review von Digital Foundry wird am Ende gesagt dass sich die Anschaffung von Splatoon 3 auch lohnt wenn man 0 Interesse an den Multiplayer-Modi hat. Würdet ihr dem zustimmen?

    Mich reizt das Spiel vom Stil und der tollen Atmosphäre schon sehr aber bin nicht so der kompetitive Spieler. Aber wenn man das lediglich als Bonus sehen kann...

  • Tomek2000

    Meister des Turms

    Das Spiel scheint wirklich genial zu sein…

  • Ghostmother

    Inkling

    Fang

    Ich würde dir den Tipp geben: probier es aus. Aktuell kannst du es noch für 42€ kaufen. Zur Not spielst du ein paar Stunden und verkaufst es wieder für 30 mit nur wenig Verlust. Und den Singleplayer-Storymode kannst du spielen, das wären sicher die paar Euro wert.


    Ich hab auch Teil 2 nur ein paar Tage vor der Demo von Teil 3 gekauft und meine ersten kompetitiven Revierkämpfe dort in der Demo gemacht, anschließend jetzt viele in Teil 2. Ich bin sicher nicht talentiert in diesem Genre, hab das früher nie gespielt, vor allem nicht online (Shooter nur Halo und das originale Star Wars: Battelfront II Mitte der 2000er). Aber ich kam jetzt sogar in der Demo schon und auch danach in Teil 2 total schnell rein, wurde schnell besser, man hat gleich Erfolgserlebnisse. Außerdem gibt es Waffen wie die Eimer, mit denen du Farbe schüttest, auch über Wände usw., oder Rollen, mit denen du einfach über Gegner rennen kannst, ohne so krass Zielen zu müssen, die auch andere Spielertypen oder Skills ansprechen. Das ist dann eher ein Gekloppe und Gehaue, ein Hauen und Stechen. Hab schon viele, viele Kämpfe gewonnen, obwohl ich auch dachte, ich sei nicht gut, aber das Spiel macht das echt gut. Du kannst zum Beispiel auch einfach Konfrontationen aus dem Weg gehen und dich auf das Färben verlegen, was ja sogar das Hauptziel in Revierkämpfen ist, und deine Teambuddies Nahkämpfe bestreiten lassen, und du leistest trotzdem einen sehr wichtigen Beitrag zum Sieg. Und mit der Zeit wirst du dann langsam ans Kämpfen rangeführt und automatisch besser. Natürlich gibt es oft auch viel bessere Spieler, und manchmal auch Frust, aber eine Runde geht ja nicht lang. Und zur Not geh ich aus der Lobby und dann gleich wieder rein und bekomme so andere Mitspieler zugewiesen. Es gibt aber immer welche, die sogar schlechter oder unerfahrener als du sind, oder zumindest auf dem gleichen Niveau, sodass man sich nicht zu dumm fühlt.


    Desweiteren gibt es den kooperativen Salmon Run gegen Horden von computergesteuerten Gegnern, der wirklich genial ist. Da gibt es noch weniger Frust, weil man nur gegen den Computer verliert. Man verliert zusammen oder gewinnt zusammen und muss zusammenarbeiten. Zur Not stellst du dich einfach hinten hin und mähst die Gegnermassen um und lässt die Anderen den Rest machen :D Außerdem passt sich der Modus deinem Niveau an. Richtig schwierig wird das erst mit der Zeit, wenn du viele Salmon Runs erfolgreich bestehst, also automatisch besser wirst. Und wenn du noch nicht so erfolgreich bist, dann bleibt das immer machbar.


    Der Story-Singleplayermodus fungiert außerdem wie ein Tutorial und führt dich an die Bewegungen und die Waffen ein. Dort kannst du mit Waffen rumprobieren und die Steuerung und das Schießen perfektionieren, ohne auf menschliche Gegner zu treffen. Danach kannst du mir deinem Wissen (vor allem zu den Waffenfunktionsweisen, den Sets, den Eigenheiten, Stärken und Schwächen der Waffen) und Skills in die kompetitiven (Revier)Kämpfe gehen.


    Mir ging es wie dir, mich hat die Serie schon lange, also kurz bevor ich mich zum Kauf der Switch entschlossen und geguckt habe, was es so gibt, gereizt. Das war so 2018/19. Hab es dann aber nicht getraut zu kaufen, weil ich dachte, jetzt sei ich schon zu spät und käme nicht mehr gut rein. Da hab ich jetzt total bereut, nicht schon früher mitgespielt zu haben. Deshalb kann ich dir guten Gewissens empfehlen, jetzt schon von Anfang an mitzumachen, auch, weil der Preis gerade sehr gut ist und wahrscheinlich auch später nicht mehr so schnell so tief gehen wird.


    Hast du die Demo neulich gespielt?


    Lieben Gruß soweit erstmal.

  • Fang

    Turmbaron

    GhostmotherDanke für die ausführliche Antwort. Mein Problem mit Multiplayer ist das ich nicht gut verlieren kann. Der kooperative Modus würde mir da schon mehr zusagen. Aber wenn man sich aufs Färben verlegen kann wäre das im VS vielleicht auch was für mich.

  • Ghostmother

    Inkling

    Fang

    Ja ich kenn das. Zugegebenermaßen habe ich mich jetzt auch ein paar mal dabei erwischt, wie ich in das Kissen geboxt habe, wenn ich fünf mal hintereinander im Verliererteam war und so :D oder einfach unzufrieden mit der eigenen Leistung bin, mit meiner Färbleistung mit dem Abschussverhältnis.


    Also wenn du färbst bist du gezwungenermaßen immer ein bisschen im Kontakt mit Gegnern, weil es am effektivsten ist, gegnerische Tinte zu überfärben, du also im Feindes- bzw. Grenzgebiet bist. Du kannst dich aber auch ein bisschen zurückziehen und deine Homebase färben, gerade wenn da Nahkämpfer im Team sind die gleich nach vorne stürmen und kein Interesse haben, das eigene Zuhause anzumalen. Das Anmalen macht schon Spaß ganz allgemein. Du musst natürlich immer mit Gegnern rechnen, auch beim Färben und teilweise, je nach Map, auch in der (Nähe der) eigenen Basis.


    Außerdem kannst du als Tintenfisch immer fix abhauen und die Position ändern, vorausgesetzt, da ist genug eigene Tinte.


    Man kann auch Haupt- und Nebeneffekte dahingehend bei der Ausrüstung auswählen, z.B. schnellere Tintenregeneration, schnellerer Respawn, falls es einen zu häufig erwischt, schnelleres Bewegen als Squid oder Humanoid uvm.


    Roller färben sehr effektiv, nämlich einfach beim Laufen, und sind auch im Nahkampf gut, falls Mal einer plotzlich vor dir auftaucht, weil du denen gleich auf den Deckel geben kannst. Eimer sind wie erwähnt auch ganz gut. Ansonsten kannst du auch schnellfeuernde Waffen wählen, teilweise mit gutem Verbrauch. Die sind dann meistens im Nahkampf nicht so gut, aber färben extrem schnell und flächig. Aber da gibt es auch viele Varianten, die das teilweise wieder ausgleichen. Nicht zu vergessen die Nebenwaffen (meistens "Handgranaten") oder Spezialwaffen, die dich z.B. in brenzligen Situationen retten können, zum Beispiel ein Rucksackjet, mit dem du fliegen, feuern und abhauen kannst, oder ein so ein Sprung auf den Boden, der alle im näheren Umkreis erledigt und gleichzeitig den Boden färbt.


    Zu deiner Frusttoleranz kann ich natürlich nichts sagen, das musst du selbst einschätzen. Ist halt trotzdem noch vorrangig ein Multiplayertitel, welches das Kernstück ist.


    Also ehrlich gesagt kann es schon manchmal frustrierend sein, wie ein Vorredner schon erwähnt hat, wenn man gegen mehrere 90er-Level spielen muss. Ich wechsel dann, auch weil ich dann wahrscheinlich zu viel Revierkämpfe gespielt habe, zu Salmon Run oder Storymodus und kann später wieder zurückgehen, und dann hab ich auch wieder Lust auf kompetitive Kämpfe.


    Es gibt ehrlich gesagt noch die anderen kompetitiven Modi (Rangkämpfe. Bei Splatoon 3: Anarchie-Kämpfe), die ich hier noch gar nicht erwähnt habe, aber die habe ich selbst noch nicht gespielt, kann daher nichts dazu sagen (Zonen einnehmen und verteidigen; quasi umgekehrtes Capture the Flag; Eskortieren).


    Salmon Run artet auch viel im Chaos aus, aber ich finde es ist nicht so frustierend, wenn man verliert. Weiß nicht wie das bei dir bei Computergegnern ist. Das liegt vor allem daran, dass man die ganze Zeit das Gefühl bekommt wertvolle Arbeit zu erledigen. Weil Goldfischeier einsammeln tut man viele. Und die Horden abknallen geht ganz leicht und ist superwichtig, damit die euch nicht überrennen. Kannst ja bei YouTube angucken, wie so eine Runde abläuft (Vorsicht: bei den Profis wird das wahrscheinlich abartig chaotisch aussehen. Normalerweise, und gerade am Anfang, ist das noch nicht so krass, sondern immer gut schaffbar. Wie gesagt, das Spiel skaliert gemäß deiner Skills mit. Man kann glaub ich sogar wieder seine Rangstufe auf 0 setzten, habe ich gesehen).

  • e1ma

    Turmknappe

    Teil 1-2 haben damals richtig Bock gemacht, dass ich dann allerdings nach dem Umzug auf meine OLED quasi wieder bei 0 anfangen musste, hat mir die Lust auf Splatoon erstmal ziemlich kaputt gemacht. Mal schauen, bei Saturn und Co. kostet das Game aktuell 42 €, da kann man theoretisch nicht viel falsch machen. :)

  • VegetaBln

    Turmheld

    Teil 1-2 haben damals richtig Bock gemacht, dass ich dann allerdings nach dem Umzug auf meine OLED quasi wieder bei 0 anfangen musste, hat mir die Lust auf Splatoon erstmal ziemlich kaputt gemacht. Mal schauen, bei Saturn und Co. kostet das Game aktuell 42 €, da kann man theoretisch nicht viel falsch machen. :)

    Dann hast du aber was falsch gemacht. Ich bin schon 2 mal umgezogen und hab trotzdem meinen kompletten Fortschritt behalten bei Splatoon 2.