Test zu RollerCoaster Tycoon Adventures Deluxe - Nintendo Switch
Die Simulation geht auf der Nintendo Switch in die zweite Runde
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10. November 2023 um 14:00 - Krispin Berndt
Im Rahmen des zwanzigjährigen Jubiläums veröffentlichten Atari und Nvizzio Creations mit RollerCoaster Tycoon Adventures im November 2018 erstmals einen Ableger der beliebten Freizeitparksimulation für die Nintendo Switch. Insgesamt konnte das Spiel auf dem Hybriden durchaus überzeugen, auch wenn eine schwammige Steuerung, der umständliche Achterbahnbau sowie die überschaubaren Inhalte etwas den Spielspaß trübten. Jetzt steht mit RollerCoaster Tycoon Adventures Deluxe eine erweiterte Version in den Startlöchern und hat einige Neuerungen im Gepäck.
Wer bisher noch nichts von dem Originalspiel oder generell von der alteingesessenen Spielreihe gehört hat: RollerCoaster Tycoon ist eine klassische Management-Simulation, in welcher ihr euren eigenen Freizeitpark von Grund auf aus dem Boden stampft und zum finanziellen Erfolg verhelfen müsst. Neben einem ausführlichen Tutorial stehen euch in RollerCoaster Tycoon Adventures Deluxe drei weitere Spielmodi zur Verfügung: Abenteuer-, Szenario- sowie der Sandkastenmodus. Im Abenteuermodus trefft ihr allein alle Entscheidungen, der Szenariomodus spielt in unterschiedlichen Parks, in welchen ihr bestimmte Herausforderungen erfolgreich meistern müsst, und im Sandkastenmodus sind eurer Kreativität keinerlei Grenzen gesetzt. Hier könnt ihr ohne Rücksicht auf Verluste und unbegrenzten finanziellen Mitteln euren Traum-Freizeitpark bauen. Solltet ihr einen detaillierten Blick auf die Inhalte des Grundspiels werfen wollen, empfehlen wir euch einen Abstecher zu unserem damaligen Review von RollerCoaster Tycoon Adventures.
Die zahlreichen Inhalte für die unterschiedlichsten Themenwelten sorgen für optische Abwechslung im eigenen Traum-Freizeitpark
© RCTO Productions, LLC / Chris Sawyer
Im Grunde ist RollerCoaster Tycoon Adventures Deluxe eine simple erweiterte Version von RollerCoaster Tycoon Adventures. Gemeinsam mit der erstmaligen Veröffentlichung auf PlayStation- und Xbox-Konsolen bekam die Simulation aber einige Neuerungen und Quality of Life-Features spendiert. Zunächst wurde die Zahl an Fahrgeschäften und Attraktionen erhöht: Insgesamt erwarten euch in RCT Adventures Deluxe 80 brandneue Attraktionen, wodurch die Gesamtanzahl nun die 200 übersteigt.
Die neuen Fahrgeschäfte und Buden sorgen mit dem erweiterten Arsenal, insbesondere in den Themenwelten, für mehr Abwechslung im Gesamtbild des Parks. Zwar sind die neuen Attraktionen willkommene Zusatzinhalte, aber leider haben es die Entwickler erneut verpasst, die kreativen Möglichkeiten an die heutige Zeit anzupassen. Durch die Limitierungen für das Platzieren der Attraktionen, Dekorationen und Wege mutiert der Freizeitpark schnell zu einem Park mit einem Schachbrettmuster. Die Konkurrenz und selbst RollerCoaster Tycoon World aus dem eigenen Hause haben gezeigt, dass frei platzierbare Attraktionen und allem voran kurvige Wege für ein deutlich stimmigeres Gesamtbild sorgen.
Neben den 80 neuen Attraktionen und Fahrgeschäften sind die überarbeitete Benutzeroberfläche sowie die Steuerung die weiteren großen Neuerungen. Im harmonischen Zusammenspiel sorgt die neue Benutzeroberfläche für eine bessere Übersicht und die deutlich innovativere Steuerung für weniger Knoten in den Fingern. Durch die angepasste Controller-Steuerung bietet jetzt auch der sonst knifflige Achterbahnbau-Modus endlich mehr Spaß und ausreichend Motivation, nicht mehr auf die vorgefertigten Vorlagen zurückzugreifen. Im Gegensatz zum Original wurde auch endlich die Screenshot-Funktion erlaubt, wodurch die eigenen Achterbahn-Kreationen und kreativen Freizeitparks auf Social Media geteilt werden können.
Abschließend kommen wir noch kurz zu der technischen Seite von RollerCoaster Tycoon Adventures Deluxe. Im Großen und Ganzen sind die Entwickler dem Original mitsamt dessen Inhalten treu geblieben und auch grafisch gibt es keine nennenswerten Veränderungen oder Verbesserungen. Manchmal gibt es kleinere Probleme mit den Lichteinfällen, sodass weit entferntere Objekte im Hintergrund an Farbe verlieren. Je nach Spielmodi haben sich zudem ein paar Probleme bei der Performance eingeschlichen. Besonders im Sandbaumodus sind bei viel Betrieb auf dem Parkgelände Einbrüche bei der Framerate keine Seltenheit. In den anderen Spielmodi dagegen hielten sich die Einbrüche der Performance in Grenzen – was aber tendenziell auch auf die begrenzte Baufläche zurückzuführen ist. Im Vergleich lief das Original flüssiger und gemessen an der doch recht simplen Optik sollte die Nintendo Switch das Spiel eigentlich problemlos abspielen können. Hier müssen die Entwickler noch einmal an ein paar Stellschrauben drehen – flüssige Achterbahnfahrten in allen Spielmodi machen am Ende dann doch einfach viel mehr Spaß.
Unser Fazit
6
Überzeugend