Bau-Simulator 4

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Test zu Bau-Simulator 4 - Nintendo Switch

Nur für Bauenthusiasten

Es gibt die verschiedensten Simulatoren in der Videospielwelt. Da wären bekannte historische Spiele wie der Flight Simulator, verrückte Spiele wie der Goat Simulator, aber auch kleinere bekannte Titel wie der Train Simulator. Der Publisher astragon Entertainment gehört mit Titeln wie dem Landwirtschafts-Simulator oder dem Bus Simulator zu den namhaften Vertretern des Genres.


Mit Schönheit glänzt die Umgebung nicht, aber die Baufahrzeuge sind gut aufgelöst.

© astragon Entertainment

Eine weitere Serie von astragon Entertainment ist der Bau-Simulator, international als Construction Simulator bekannt. Diese Serie fokussiert sich auf das Bauwesen sowie die entsprechenden Fahrzeuge und Geräte, die dafür benötigt werden. Während der PC, die Xbox und die PlayStation vor zwei Jahren den Titel Bau-Simulator erhalten haben, erhielten die Nintendo Switch und die Smart Devices mit dem Bau-Simulator 4 neuerdings ein eigenes, für Mobilgeräte angepasstes Spiel. Während Bau-Simulator sich auf Deutschland und die USA fokussiert, bringt Bau-Simulator 4 eine von Kanada inspirierte Umgebung. Dies zeigt, dass der Bau-Simulator 4 keine simple Portierung, sondern tatsächlich ein ganz eigens für die Hybridkonsole und die Mobilgeräte im Umlauf entwickeltes Spiel ist.


Das Spiel fokussiert sich auf Realismus, dies zeigen nicht nur die vielen lizenzierten Originalfahrzeuge von den Herstellern Atlas, BELL, Bobcat, Bomag, CASE, CIFA, Caterpillar, DAF, Kenworth, Liebherr, Mack Trucks, MAN, MEILLER Kipper, Palfinger, Scania, STILL und der WIRTGEN GROUP. Sagt euch jede zweite Marke etwas, dann seid ihr möglicherweise genau richtig bei dem Spiel.


Zunächst werdet ihr durch ein umfangreiches Tutorial eingeführt. Die Steuerung wird nach und nach erlernt und in der Regel durch Einblendungen erklärt. Da man hier natürlich alle Fahrzeuge originalgetreu steuern kann, ist die Steuerung nicht ganz einfach. Aufgrund der ständig eingeblendeten Tastenbelegung hatte ich jedoch selten Probleme, damit klar zu kommen. Hier hat das Spiel definitiv ganz gut das komplexe Spielsystem erklärt. Fahrzeuge gibt es hier ziemlich viele; egal ob LKWs, Bagger, Walzen, Betonmischer, Radlader, Kräne, Muldenkipper, Bohrgeräte und viele weitere, an Abwechslung mangelt es bei dem Fuhrpark nicht. Sowohl das Fahren funktioniert recht akzeptabel, als auch das Steuern der Fahrzeuge in den meisten Fällen. Manchmal kann es fummelig werden, wenn man zum Beispiel eine Stange mit dem Kran platzieren muss und sie sich mit anderen Gegenständen verhakt, da man allerdings immer das Fahrzeug zurücksetzen kann, lässt sich die Situation oftmals fix lösen. Auch positiv anzumerken ist die Integration des Touchscreens für die Menü- und Kamerasteuerung, sofern man im Handheld-Modus spielt; sie ist allerdings komplett optional.


Realismus ist hier am wichtigsten


Die Nintendo Switch-Konsole hat bereits mehr als sieben Jahre auf dem Buckel, daher darf man nicht viel von der grafischen Leistung des Spiels erwarten. Da das Spiel auf Realismus setzt, wirkt die Umgebung trotzdem leider ziemlich leer. Einzelne Fahrzeuge fahren über die kanadischen Straßen, aber wirklich lebendig wirkt die Gegend nicht. Es ist allerdings keine störende Grafik, insbesondere die relevanten Fahrzeuge sind ziemlich gut aufgelöst, fahren allerdings Fahrzeuge, die man nicht selber steuert, sehen diese wieder oberflächlich aus. Man merkt daher, dass den Baumaschinen deutlich mehr Zeit als den automatisch fahrenden Fahrzeugen auf der Straße gewidmet wurde. Die Nintendo Switch ist halt leistungsschwach, daher muss man im Vergleich zum leistungsstärkeren Bau-Simulator hier große Abstriche machen.


Die Steuerung ist ziemlich komplex, doch aufgrund der Einblendungen kommt man damit ganz gut zurecht.

© astragon Entertainment

Nervig sind allerdings die Spielfehler, die zwischendurch dafür sorgen, dass das Spiel neu gestartet werden muss. Mehrmals war die Vorgabe der Mission, im Menü einen Punkt auszuwählen. Dieser war allerdings nicht auswählbar, sondern erst dann, wenn das Spiel neu gestartet wurde. Dies kann natürlich weggepatcht werden, ist dennoch zurzeit recht nervig und auch zur Veröffentlichung des Spiels noch nicht gepatcht worden.


Inhaltlich ist das Spiel wirklich sehr groß. Seid ihr wirklich interessiert daran, eine Grube auszugraben, um danach Pfosten reinzusetzen, Objekte zu transportieren, zu baggern oder den Asphalt auszurollen, dann wird euch sicherlich nicht langweilig werden. Mit weitreichendem Spielfortschritt ergeben sich neue, komplexere Aufträge, bei denen Geld verdient werden kann. Mit dem Geld kann man im In-Game-Shop neue Fahrzeuge kaufen, mit zusätzlichen Fahrzeugtypen erhält man Zugriff auf mehr Missionen. Insgesamt hat das Spiel drei große Areale, anfangs ist nur eines davon verfügbar, erst mit steigendem Levelfortschritt lassen sich weitere Areale freischalten. Über den Umfang kann man hier wirklich nicht meckern, es lassen sich Stunden damit füllen. Wer allerdings nicht besonders viel Interesse daran hat, eine virtuelle Grube mit einem Bagger auszugraben, der wird auch an diesem Spiel keinen Spaß haben. Es setzt auf Realismus und hat keinen Arcade-Modus, bei welchem man spielerisch Baumaschinen erlernt. Ein Bagger fährt mit etwa 5 km/h, weshalb ihr beim Spielen eine entsprechende Geduld aufbringen müsst. Es ist aber das, was es ist: Ein Bau-Simulator, mehr möchte es nicht sein.


Erstmals kann zu zweit gebaut werden


Völlig neu im Bau-Simulator 4 ist ein Mehrspielermodus für zwei Personen. Dieser kann sowohl im lokalen Modus oder im Online-Modus (mit Nintendo Switch Online-Abonnement) gespielt werden. Es sind allerdings zwei Konsolen und zwei gekaufte Bau-Simulator 4-Lizenzen nötig. Die Möglichkeit, zu zweit auf einer Konsole mit zwei Controllern zu spielen, ist leider nicht gegeben. Hier könnt ihr euch an mehreren Aufträgen versuchen, dabei steuern beide Spieler eigene Fahrzeuge. Dies ist eine gute Möglichkeit auch gemeinsam kooperativ zu spielen. Interessant fände ich einen kompetitiven Modus, indem sich beide Spieler miteinander messen können, das ist aber wohl eher etwas für den nächsten Bau-Simulator.

Unser Fazit

6

Überzeugend

Meinung von Ilja Rodstein

Bau-Simulator 4 ist in dem gut, was es sein möchte: Eine realistische Simulation. Es ist allerdings ein Spiel für eine wirklich sehr begrenzte Zielgruppe, denn wenn ihr nicht gerne mit einem Bagger mit 5 km/h zur Baustelle fahrt, um dann die Erde nach und nach auszugraben, dann wird das Spiel nichts für euch sein. Interessiert ihr euch allerdings dafür, dann werden euch die vielen vielseitigen lizenzierten Baumaschinen begeistern. Die Steuerung ist komplex, allerdings stets verständlich und auch der Umfang des Spiels ist sehr groß. Grafisch dürft ihr hier auf der mehr als sieben Jahre alten Konsole nicht viel erwarten, es ist aber keine Grafik, die anstrengend anzusehen, sondern einfach nicht besonders detailliert ist. Das Spiel ist nichts für Core-Gamer, sondern für diejenigen, die eine entspannte Gaming-Stunde erwarten. Für das was es sein will, ist es allerdings ein ganz gutes Spiel.

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Auszeichnungen

Bau-Simulator 4 hat von uns bisher keine Auszeichnung erhalten

Kommentare 3

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  • Harlegrins

    Harlegrins

    Für mich passt der US-Name besser.

    Construction Simulator, klingt mehr nach Rohbau

    Ich bin in der Baubranche tätig, habe aber so gut wie nix mit Baggern und großen Fahrzeugen zu tun.

    Das Deutsche Wort "Bau" ist etwas zu grob.

    Bagger-Simulator wäre besser gewesen

  • Phil46

    Turmfürst

    Ich finde es ja schade das es kein Euro Truck Simulator 2 für die Konsolen gibt, für mich immer noch der beste Simulator. Das spiel ist von 2012 und wird mit grafischen Updates versorgt um bekommt immer mal wieder ein DLC mit mehr Content

    Mit dem ATS haben die auch noch viel zu tun bis mal gespannt wann ganz USA vorhanden ist in dem Spiel.

  • AndreasJapan

    Turmbaron

    Schade, ich bin kein Bauenthusiast und dachte, es könnte mein GotY werden. So kann man sich täuschen.


    :D