Test zu Rugrats: Adventures in Gameland - Nintendo Switch
Ein kurzer Ausflug in die Nostalgie-Kiste
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17. Oktober 2024 um 09:00 - Kerstin Steiner
Die bekannten Babies Tommy, Chuckie, Phil und Lil kennen wohl die meisten aus dem Nachmittagsprogramm aus ihrer Kindheit. Die Rugrats haben aber auch schon früh die Videospielwelt aufgemischt und in Rugrats: Adventures in Gameland könnt ihr die vier Racker entweder im 8-Bit-Modus oder im modernen Cartoon-Look durch ihre Abenteuer steuern. Außerdem könnt ihr einen Freund dazu holen, um im Koop-Modus zu spielen. Wie sich das kunterbunte Abenteuer spielt, habe ich mir genauer angesehen.
Die Reptar-Tür ist das Objekt der Begierde im Spiel
© The MIX Games Inc. / Viacom International Inc. Nickelodeon
Der Plot des Spiels ist schnell erzählt, doch bevor ihr beginnen könnt, müsst ihr euch einen Modus sowie einen Schwierigkeitsgrad aussuchen. Egal ob ihr nun den leichten „Neugeborenen“-Modus wählt oder direkt in die Vollen geht, euer Abenteuer beginnt im Haus der Rugrats, wo sie einen Werbespot zu einem neuen Videospiel sehen. Da sie selbst kein Geld haben, um das Reptar-Spiel kaufen zu können, verwandeln sie das berühmte Haus von Tommy in eine Videospielwelt. Daher bewegt ihr euch auch durch bekannte Räume wie zum Beispiel dem Wohnzimmer, doch ihr hüpft auch durch Spielzeugberge und andere Level, die manchmal psychedelischen Charakter haben. Hier bitte nicht den Kopf verlieren!
Da ihr insgesamt vier verschiedene Babies spielen könnt, lohnt sich ein Blick auf die etwas unterschiedlichen Werte. Während einer der Rugrats etwas höher springen kann, kann ein anderes Baby einen Moment in der Luft schweben beim Springen. Die unterschiedlichen Werte geben in einigen Leveln etwaige Vorteile. Ihr könnt die verschiedenen Werte ergänzend nutzen, wenn ihr im Koop-Modus spielt, um möglichst alle Vorteile abzudecken. Ansonsten geht es auch schon direkt rein ins Getümmel, wo euer Ziel ist, so viele Reptar-Münzen wie möglich zu finden. Damit könnt ihr dann das Tor zum Endboss öffnen.
Ein bisschen Abwechslung gibt es dann doch zu sehen
© The MIX Games Inc. / Viacom International Inc. Nickelodeon
In den Levels erwarten euch sonst die üblichen Platformer-Passagen und um Gegner auszuschalten, springt ihr ihnen in bekannter Manier auf den Kopf. Ihr könnt sie dann aber auch aufnehmen und werfen, wodurch ihr entferntere Ziele treffen könnt. Zusätzlich steht euch eine Stampfattacke zur Verfügung, die ihr gezielt einsetzen könnt, um kleinere Hindernisse zu überwinden. Unterwegs könnt ihr noch Kekse und Babyflaschen sammeln, die eure Gesundheit wieder auffüllen, solltet ihr unterwegs mal Schaden erleiden.
Die Reihenfolge der sechs Level könnt ihr euch aussuchen, aber da es nicht wirklich etwas Neues für eure Babies gibt, macht es auch keinen großen Unterschied, wo ihr beginnt. Ihr startet aber immer im Haus, ehe es dann schnell in die imaginären Welten der Babies geht. Schnell stellt man auch fest, das gewisse Level aus Super Mario Bros. 2 abgekupfert sind.
Was zunächst nach einem spannenden Platformer in einem bekannten Universum klingt, welchen man bereits aus dem Fernsehen kennt, entpuppt sich am Ende leider als ein frustrierender 2-Stunden-Lauf. Die insgesamt sechs verschiedenen Level sind sehr platt designed und auch wenn der Stil an die Serie erinnert, fällt es oft schwer, herauszufinden, wo der Weg nun lang geht und auf welche Gegenstände man drauf springen kann. Auch der automatische Zoom in der HD-Version ist frustrierend, da man entweder wichtige Dinge wie Münzen nicht direkt sieht oder, wenn man den Zoom ausstellt, links und rechts Balken hat, die sehr viel Platz vom Bildschirm einnehmen. Das bleibt zwar auch im 8-Bit-Modus vorhanden, aber hier kann man viel besser ausmachen, wo man hin springen muss und wo eine Plattform beginnt und endet. Was man jedoch klar sagen muss, ist, dass man hier grafisch ein tolles Remake des Klassikers erhält. Denn die moderne Aufmachung erinnert stark an die TV-Serie und dank der kleinen Sequenzen und Dialoge, hat man wirklich das Gefühl, dass man die Serie schaut.
Unser Fazit
5
Für Genre-Fans