Test zu Rugrats: Adventures in Gameland - Nintendo Switch

Ein kurzer Ausflug in die Nostalgie-Kiste

Die bekannten Babies Tommy, Chuckie, Phil und Lil kennen wohl die meisten aus dem Nachmittagsprogramm aus ihrer Kindheit. Die Rugrats haben aber auch schon früh die Videospielwelt aufgemischt und in Rugrats: Adventures in Gameland könnt ihr die vier Racker entweder im 8-Bit-Modus oder im modernen Cartoon-Look durch ihre Abenteuer steuern. Außerdem könnt ihr einen Freund dazu holen, um im Koop-Modus zu spielen. Wie sich das kunterbunte Abenteuer spielt, habe ich mir genauer angesehen.

Die Reptar-Tür ist das Objekt der Begierde im Spiel

© The MIX Games Inc. / Viacom International Inc. Nickelodeon

Der Plot des Spiels ist schnell erzählt, doch bevor ihr beginnen könnt, müsst ihr euch einen Modus sowie einen Schwierigkeitsgrad aussuchen. Egal ob ihr nun den leichten „Neugeborenen“-Modus wählt oder direkt in die Vollen geht, euer Abenteuer beginnt im Haus der Rugrats, wo sie einen Werbespot zu einem neuen Videospiel sehen. Da sie selbst kein Geld haben, um das Reptar-Spiel kaufen zu können, verwandeln sie das berühmte Haus von Tommy in eine Videospielwelt. Daher bewegt ihr euch auch durch bekannte Räume wie zum Beispiel dem Wohnzimmer, doch ihr hüpft auch durch Spielzeugberge und andere Level, die manchmal psychedelischen Charakter haben. Hier bitte nicht den Kopf verlieren!

Da ihr insgesamt vier verschiedene Babies spielen könnt, lohnt sich ein Blick auf die etwas unterschiedlichen Werte. Während einer der Rugrats etwas höher springen kann, kann ein anderes Baby einen Moment in der Luft schweben beim Springen. Die unterschiedlichen Werte geben in einigen Leveln etwaige Vorteile. Ihr könnt die verschiedenen Werte ergänzend nutzen, wenn ihr im Koop-Modus spielt, um möglichst alle Vorteile abzudecken. Ansonsten geht es auch schon direkt rein ins Getümmel, wo euer Ziel ist, so viele Reptar-Münzen wie möglich zu finden. Damit könnt ihr dann das Tor zum Endboss öffnen.

Ein bisschen Abwechslung gibt es dann doch zu sehen

© The MIX Games Inc. / Viacom International Inc. Nickelodeon

In den Levels erwarten euch sonst die üblichen Platformer-Passagen und um Gegner auszuschalten, springt ihr ihnen in bekannter Manier auf den Kopf. Ihr könnt sie dann aber auch aufnehmen und werfen, wodurch ihr entferntere Ziele treffen könnt. Zusätzlich steht euch eine Stampfattacke zur Verfügung, die ihr gezielt einsetzen könnt, um kleinere Hindernisse zu überwinden. Unterwegs könnt ihr noch Kekse und Babyflaschen sammeln, die eure Gesundheit wieder auffüllen, solltet ihr unterwegs mal Schaden erleiden.

Die Reihenfolge der sechs Level könnt ihr euch aussuchen, aber da es nicht wirklich etwas Neues für eure Babies gibt, macht es auch keinen großen Unterschied, wo ihr beginnt. Ihr startet aber immer im Haus, ehe es dann schnell in die imaginären Welten der Babies geht. Schnell stellt man auch fest, das gewisse Level aus Super Mario Bros. 2 abgekupfert sind.

Was zunächst nach einem spannenden Platformer in einem bekannten Universum klingt, welchen man bereits aus dem Fernsehen kennt, entpuppt sich am Ende leider als ein frustrierender 2-Stunden-Lauf. Die insgesamt sechs verschiedenen Level sind sehr platt designed und auch wenn der Stil an die Serie erinnert, fällt es oft schwer, herauszufinden, wo der Weg nun lang geht und auf welche Gegenstände man drauf springen kann. Auch der automatische Zoom in der HD-Version ist frustrierend, da man entweder wichtige Dinge wie Münzen nicht direkt sieht oder, wenn man den Zoom ausstellt, links und rechts Balken hat, die sehr viel Platz vom Bildschirm einnehmen. Das bleibt zwar auch im 8-Bit-Modus vorhanden, aber hier kann man viel besser ausmachen, wo man hin springen muss und wo eine Plattform beginnt und endet. Was man jedoch klar sagen muss, ist, dass man hier grafisch ein tolles Remake des Klassikers erhält. Denn die moderne Aufmachung erinnert stark an die TV-Serie und dank der kleinen Sequenzen und Dialoge, hat man wirklich das Gefühl, dass man die Serie schaut.

Unser Fazit

5

Für Genre-Fans

Meinung von Kerstin Steiner

Persönlich habe ich die Rugrats nie geschaut und habe dementsprechend auch keine nostalgische Verbindung zu den kleinen Rackern. Daher kann ich das Spiel auch nicht in die Nostalgie-Schublade stecken, wo andere die Rugrats vielleicht einsortiert haben. Zwar ist das Spiel ein solider, kleiner Platformer, der gerade im 8-Bit-Modus Spaß macht, allerdings ist der Spaß nach ca. 2 Stunden auch schon vorbei und bietet darüber hinaus nichts, was nicht auch andere Spiele des Genres bieten. Hinzu kommt, dass das Spiel im Nintendo eShop für 24,50 Euro über die virtuelle Ladentheke geht, wofür es deutlich bessere, ausgefeiltere und längere Spiele gibt, die sich deutlich mehr lohnen. Wenn man also kein Hardcore-Fan von Tommy, Chuckie, Phil oder Lil ist, würde ich das Spiel nur bedingt weiterempfehlen, da der Markt einfach viel bessere Alternativen bietet.
Mein persönliches Highlight: Der 8-Bit-Modus und die tolle, moderne Umsetzung

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Auszeichnungen

Rugrats: Adventures in Gameland hat von uns bisher keine Auszeichnung erhalten

Kommentare 6

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  • Masters 1984

    Gamer und Musiker 17. Oktober 2024 um 09:34

    Auf der PS1 gab es ein Spiel das auf der Suche nach Reptar hieß, das war das einzige Rugrats, das ich wirklich gut fand.

  • Harlegrins

    Harlegrins 17. Oktober 2024 um 11:09

    Das sieht aus, wie eines der miesen GBA Lizenztitel

  • danbu

    Turmheld 17. Oktober 2024 um 12:39

    Erstmal danke für den Test.

    Also ich gehöre definitiv zu den Leuten, bei denen die Rugrats tief in der Nostalgie-Schublade einsortiert sind. ^^

    Hab die Serie damals geliebt und sogar den Film im Kino geschaut.

    Mit schön und authentisch gemachtem Retro-Look kriegt man mich auch schnell und den finde ich hier sehr gelungen. So war für mich seit ich das erste Mal etwas von dem Spiel gesehen habe eigentlich klar, dass ich es früher oder später kaufen werde.

    Jetzt, wo ich von der doch sehr kurzen Spielzeit lese, tendiere ich dann aber doch eher zu später, als zu früher. Werde es mir dann vermutlich zulegen, sobald es mal in einem Sale landet.

  • Retro-Gamer90

    17. Oktober 2024 um 13:06

    Also eine 5 ist schon eine eher schlechte Bewertung.

    Ich war eher im Team Disney unterwegs habe aber bei der ersten Deutschland Premiere von Nickelodeon ab und zu reingeschaltet mit serien wie Rockos Modernes leben,Hey Arnold,Die Biber Brüder,CatDog und eben den Rugrats. Wae aber nie grosser Fan davon.

    Ich mag kurze Spiele vielmehr als längere Spiele.

    Für 20-30€ nehme ich es mal irgenwann mit. :thumbup:

  • Rakok1985

    Turmheld 17. Oktober 2024 um 13:24

    Alos ne 5 is zu wenig. Hab es auf Epic für lau bekommen, war am Release day ein Gratis Geschenk von Epic, und ja es macht Spaß. Nostalgie einmal wegen Rugrats und einmal weil Jump 'n Run. Der Wechsel zwischen 8 Bit und Neu ist geilo. Für Lau isses geil, aber 25 Takken würde ich auch nicht ausgeben. Würde es so bei 10 bis 15 Euro einordnen. Aber es ist keine 5 Punkte.

  • KarniMarc

    Turmfürst 18. Oktober 2024 um 21:38

    Wird mir dennoch sicherlich Freude bereiten. Mochte vor Jahren bereits eines der beiden kleinen feinen Rugrats-3D-Platforming-Spielen auf der PS1 und das hier schaut nach einem lustigen 2D-Platformer aus. Klar, gibts sicherlich Vertreter, die spannendere Movesets und Herausforderungen zu bieten haben, aber für mich ist wohl schon die hübsche Aufmachung Grund genug, es diverse Male einzulegen und erneut durchzuspielen wie die "abgekupferten" NES-Spiele, von denen man sich hier bedient hat.