Test zu Kororinpa - Wii

Unser Test zum Spiel: Kororinpa

Wer gerne durch Labyrinthe kugelt, kommt um die Monkey Ball Spiele von SEGA nicht herum. Auf dem Höhepunkt der Serie wollte auch Hudson etwas vom Speck abhaben, und so wurde Kororinpa an den Handel geliefert. Um sich vom Vorbild abzuheben, rollt ihr in diesem Spiel nicht mit Bällen mit darin eingeschlossenen Affen durch die Level, sondern habt immer die Wahl zwischen mehreren, teils wirklich abgefahrenen Kugeln. Doch kann Kororinpa mit dem Genreprimus mithalten? Die Antwort erfahrt ihr im folgenden Review.

Storys sind nur was für Luschen! Das müssen sich wohl auch die Entwickler von Kororinpa gedacht haben. So habt ihr im Hauptmenü lediglich die Wahl, die verschiedenen Kurse alleine oder zu zweit zu bewältigen. Dabei könnt ihr jederzeit frei entscheiden, welchen der 5 Kurse einer Welt ihr zuerst angehen wollt. Habt ihr alle fünf gemeistert, schaltet ihr das nächste Setting frei. Dabei haben sich die Programmierer wirklich nicht lumpen lassen. So rollt ihr euch durch Labyrinthe mit den Themen Zuckerland, Stadt oder Park. Auf jedem Kurs lautet eure Aufgabe: alle roten Kristalle einsammeln und das Ziel erreichen. Fallt ihr herunter, was sicherlich des Öfteren passieren wird, beginnt ihr zumeist wieder am Anfang des Levels. In den größeren wurden glücklicherweise Checkpoints gesetzt, so müsst ihr nicht den gesamten Weg erneut zurücklegen. Zusätzlich könnt ihr in jedem Abschnitt einen grünen Kristall einsacken, mit denen ihr zusätzliche Kugeln und Bonuslevel frei schaltet.

Ihr steuert eure Kugel dank der Bewegungssensoren in der Wiimote. Obwohl das nicht ganz richtig ist. Denn ihr bewegt per Neigen der Remote den gesamten Level, und je nach Winkel rollt die Kugel mit der jeweiligen Geschwindigkeit in die jeweilige Richtung. Auf diese Art manövriert ihr euren Bonbon, euer Ufo, euren Fußball oder eure runde Katze an Löchern vorbei, schmale Stege entlang und Schrägen hinauf. Um für Abwechslung zu sorgen, erwarten euch magnetisch aufgeladene Rohre, an denen ihr entlangrollt, Kanonen, die euch auf höhere Ebenen befördern und sich bewegende Plattformen.

Das Ganze ist in den ersten Leveln noch ganz einfach, doch mit ansteigender Levelzahl braucht ihr schon eine sehr ruhige Hand, um mit der etwas zu sensiblen Steuerung zurecht zu kommen. Um es euch noch schwerer zu machen, ist die Kameraperspektive stets fest. So ist das noch kein Problem, rollt man in den Bildschirm hinein. Doch wenn man die Wiimote in Richtung von sich selbst kippen muss, hilft nur der Blick auf die Karte weiter, um zu wissen, was außerhalb des Sichtfeldes auf einen lauert. Eine Besonderheit in Kororinpa ist, dass ihr die Level ab und zu um 90° kippen müsst. So haltet ihr die Wiimote normalerweise ganz normal in eurer Hand, in solchen Fällen kann es aber vorkommen, dass ihr sie plötzlich senkrecht halten müsst. In solchen Fällen wäre eine drehbare Kamera noch nützlicher gewesen.
Entscheidet ihr euch für den Zwei-Spieler-Modus, kugelt ihr gleichzeitig im Splitscreen über die Bahnen. Ob dieser nun horizontal oder vertikal geteilt sein soll, bleibt euch überlassen.

Habt ihr alle Bahnen frei gespielt, was geübten Spielern in höchstens 2 Stunden gelingen sollte, habt ihr noch die Möglichkeit, euch auf die Suche nach den erwähnten grünen Kristallen zu begeben. Highscore-Jäger versuchen, in jedem Level den Goldpokal abzustauben.
Die verschiedenen Kugeln sind zwar eine nette Idee, und rollen teils auch anders durch die Labyrinthe, doch wirklich Sinn machen sie nicht. Im Endeffekt nutzt man eh immer die Murmel, die sich zur Zeit am schnellsten voranbewegt.

Jede Welt sieht wirklich fantastisch aus. Die Hintergründe strotzen nur so vor Details, lediglich die Bahnen selbst wirken teilweise etwas monoton. So habt ihr im Zuckeland das Gefühl, mit Karies in die nächste Welt zu wechseln. Die einzelnen Kugeln sind allesamt fantasievoll gestaltet. Lediglich das leichte Kantenfilmmern trübt den Gesamteindruck. Um keinen Geschwindigkeitsverlust hinnehmen zu müssen, könnt ihr Kororinpa in 60 Hz zocken.

Jede Welt hat eigene Musikstücke abbekommen, die sich allesamt wirklich nett anhören. Habt ihr einen Favoriten ausgemacht, könnt ihr in der Levelauswahl bestimmen, dass ihr diesen während jedes Labyrinths hören wollt. Einige der Kugeln geben außerdem Geräusche von sich. So miaut die Katze, der Autoball hupt und der Gastank klingt blechern. Auch auf Dolby Pro Logic 2 wurde nicht verzichtet.

Unser Fazit

6

Überzeugend

Meinung von Pascal Hartmann

Ein gelungenes Spielprinzip trifft auf eine etwas übersensible Steuerung und einen viel zu geringen Umfang. Wenn man nach höchstens 2 Stunden alles frei geschaltet hat, locken einen nur noch die Highscores und Goldpokale vor den Bildschirm. Und selbst die sind nicht schwer zu bekommen, wenn man den Level im Griff hat. Dafür kann die Technik überzeugen. Wer mal was etwas anderes abseits vom Spiele-Allerlei sucht und Kororinpa irgendwo für einen günstigen Preis sieht, wird hier fündig.

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Auszeichnungen

Kororinpa hat von uns bisher keine Auszeichnung erhalten